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I

28. Jchigm»

Iuköa, Dienstag, bat 3. Dezember 1901.

M 277

• Die Zollvorlagen im Reichstage.

Er ro^r Mitglied deS

mns eingeladen wird.

(Nachdruck verboten.)

haben." antwort

genauer zu unter-

rothe Brieftasche

die dreißig Tage

Aus dem Reichstage.

102. Sitzung vom 2. Dezember.

ÄM dm Ikbti rin« WeiH«fri»drs

Nach dem Franzöfischen von H enri Cauv atn.

.Bossischen Zeitung'.

• AuriKifche IaKnttät in Münster. Die .Köln. Ztg/ hat in der vorigen Woche die Nachricht gebracht, e« sei davon abgesehen, im nächsten vreußischen Etat die Mittel zu fordern für die Errichtung einer juristischen Fakultät in Münster. Die Nachricht war falsch: es ist im Gegentheil zu erwarten, daß die Errichtung der Fakultät im nächsten Jahre erfolgen werde.

• L-üämpfunz de» Anarchismus. Nach einem Petersburger Drahtberichte eines Berliner Lokalblattes haben Deutschland und Ruß­land gleichlautende Schreiben an die übrigen Mächte gerichtet, in denen zu einem Meinung-, austausche über gemeinsame Maßnahmen zur Unterdrückung oder Eindämmung deS Anarchis-

Oberleutnant Frhr. von Stolzenberg vernommen. In keiner Weise ließ sich die Wahrheit der be­richteten Thatsacheu nachweisen; vielmehr gelangte der Gerichtshof durch die Aussagen der Zeugen zu der Ueberzeugung, daß die Berichte auf Un- Wahrheiten beruhten. Es wurden demgemäß Redakteur Schmidt zu sechs und Redakteur John zu sieben Monaten Sefaegniß verurtheilt wrgen Beleidigung des Aeneralmcjors von Kettelet und des Ostastatts" en Expeditionskorps.

+ Die in Miesvaden. Die Er- satzwahl zum RuchStag« im Wiesbadener Wahl« kreise Hal bat Ergebniß gebracht, das man allgemein erwartete, nämlich die Nothwenbig» leit einer Stichwahl. SS muß eine Stichwahl stattfinden zwischen dem sozialdemokratischen Dr. Quark mit mehr alS 10000, und dem freisinnigen Dr. Crüger mit fast 6000 Stimmen. Aus der Stichwahl wird der Frei­sinnige als Sieger hervorgehe»; denn außer ihm haben mehrere andere Kandidaten, Fuchs vom Eentrum und Bartling als Kartell«

das alte Schauspiel, daß die F:eistn»igen ihre b e r ig en San bei svert ra^spolitik. (L-chen links.) Reichstagrsttze nur noch in den Stichwahl^ I Warten Siebochab, erobern, oder vielmehr als milde Gaben durch die Unterstützung anderer Parteien erhalte». Die Zahl der sozialdemokratischen Stimmen in der Havptwahl hat übrigens gegen 1898 nicht unerheblich zugenommen. Damals erhielt der Sozialdemokrat 8050, Viermal mehr als 10100 Stimme». Die freisinnigen Stimmen sind um etwa ebenso viel weniger geworden, nämlich von 7740 in der Hauptwahl von 1898 auf

+ Ma» der Reichstag zn Ihn« Hal. Die Arbeitsmenge, die der Reichstag in dem de. gonnenen Tagungsabschnttte zu erledigen hat, ist nichts weniger als geringfügig. Nach einer von dem Bureau des Reichstages angefertigten Zu« sammenstrllung umfaßt dieselbe 22 Borlagen zur Beschlußfassung und noch 34 unerledigte Berichte der PrMionSkommission, ferner 19 Vorlagen zur Kenntnißnahme und 47 — fiebenundvterzig l —

Freiherr von Thielmann. der Staats­sekretär bei Reichsschatzamtes, verfügt nicht über große Rednermittel. Gr ist ein bedeutender Schatzsekretär, aber kein hervorragender Redner, und so ging denn heute gar Manches von seinen Ausführungen verloren. Die Tribünen wurden während seiner Rede leerer, und als er geendet hatte, konnte man nicht mehr sagen, daß das Haus da« Aeußere eines sogenannten große»

zu sprechen.

Ich brauche nicht zu sagen, mit welcher Be­reitwilligkeit ich seiner Einladung Folge zu leiste» mich beeilte. Zwei Stunden nach Empfang des Briefe- stieg ich die sechs Treppen des hohen Haufis in der Sankt Rochusstraße empor und klopfte an die Thüre deS Phtlo-

Hinter chm, auf dem Tische brannte eine Kerze. Nur die Katze fehlte diesmal. Sie hatte sich wahrscheinlich die Abwesenheit ihres Besitzers zu Nutzen gemacht, um einen freund- licheren Herrn und eine bequemere Wohnung zu suchen.

Meine ersten Worte waren natürlich Glück­wünsche, die ich dem Philosophen darbrachle für de» bewuudernngSwerchen Muth sowohl, den er an den Tag gelegt, als auch für den glückliche» Erfolg, der fern Unternehmen ge­

il rze. ier, iet, uni M 16, lief ästen

Mit großer Spannung hat man allgemein der ersten Lesung der Zolltarifoorlagen im Reichs- laae entgegengesehrn. Das prägte sich am aller« besten aui in dem überreichlichen Besuche der Tribünen: erwartete man doch nichts mehr und «jchts weniger als eine große Programmrede des Reichskanzlers Grafen Bülow über die Handels- politik, die er in Zukunst einzuschlagen gedenkt! Aus den Tribünen wimmelte es von wißbe- aierigen Zuhörern. Aber die Eingeweihten wußten recht wohl, daß diese Wißbegierde keine Be- frirdigung finden würde. Uebrigens war auch in der Presse vor einigen Tagen angebeutet wor­den, daß diese erste Lesung der Zollvorlagen schwerlich reich fein würde an großen Momenten, daß sie vielmehr weit ruhiger und gelassener sich entwickeln werde, als man bisher annahm. Diese Propheten, die so weissagten, haben augenschein­lich recht gehabt. Jedenfalls dieser heutige und erste Tag der Debatte entspricht diesen Weis- sagungen vollkommen.

Vor allen Dingen ist in den Ausführungen des Reichskanzlers nichis davon zu finden, wie die Verbündeten Regierungen, wie der Reichskanzler sich die Ausführung des Ausgleiches zwischen der Landwirthschaft und der Industrie denken, von dem nun schon seit Jahr und Tag die Rede ist. Der lebhafte Beifall, der den Worten des Reichs­kanzlers folgte, galt mehr dem äußeren Glanze der Beredtsamkeit. die Graf Bülow entwickelte, als dem sachlichen Gehalte seiner Worte. „Wir weich-n nicht von unserer bisherigen Handelsver­trags-Politik ab," sagte der Reichskanzler; aber er fügte unmittelbar danach hinzu: „Selbstver­ständlich unter Wahrung unseres Rechtes, nad unserem eigenen Ermessen darüber zu befinde»!" Natürlich, dagegen kann Niemand Widerspruch erheben: daS ist ein Grundsatz, der von allen sachgemäßen Politikern als richtig anerkannt wer- den muß und offen auch von den Sozialdemo­kraten nicht angefochten werden kann. Aber die Ausführung, die Ausführung--! Davon hat

der Reichskanzler nichts gesagt. Auch als Kanz­ler ist Graf Bülow der Diplomat gebliebe», der die Worte gebraucht^ um seine Gedanken zu ver­hüllen. In einem Sinne thut er recht daran. Graf Caprivi trat offen mit einem Programm hervor, daS von ihm bis in alle Einzelheiten aus­geführt und persönlich vertreten wurde; diestS Verfahre» ist chm nachher aber nicht zum Heile auSgeschlagen. Graf Bülow hat sich mit feiner Einführung--Rede gewißer maßen über die Par« teien, über die Interessen - Gruppen gestellt; die Einzelhetten der Entwürfe dem Reichstage gegen­über zu vertreten, überläßt er den Fachmännern innerhalb der Verbündeten Regierungen, verschiebt er bis zu den Berathungen in der Kommission und biS zur zweiten Lesung der Vorlagen.

sophrn.

Der Tag ging zur Neige, ich sand Maxi- milian Heller genau fo, wie ich ihn vor

darf, so wett dieS nicht eben ganz unbedingt und unumgänglich nothwenbig ist.

h Ke«tr«mrrednrr Sei der Aollvorlage. Bei der ersten Lefung der Zollvorlagen im Reichstage werden für das Centrum sprechen die Abgeordneten Dr. Spahn, Speck, Herold unb Dr. Heim.

Tages habe. Der Herr Schatzsekretär legte den! sturzeS ist am heutigen Montag der Kammer. Ton in feiner Rede darauf, daß aus der Grund- gerichtsrath a. D. M ü ll er tn feiner Berliner age dieser neuen Entwürfe neue Handelsver- Wohnung gestorben. <?* """ _ Z räpe zu Stande kommen könne» — er sagte au«» *rs

drücklich „können", also nicht „müssen"! Er macht sich aber keine Hoffnung darauf, daß die Berathungen deS Reichstages darüber einem schnellen Ende entgegengeführt werden könnten.

Sehr ruhig unb sachlich sprach ber erste Redner der Konservativen, Graf von Schwerin-Löwitz, derjenige konservative Ab- gkordnete, wie man ja weiß, der am meisten bazu hinneigt, auf einer sogenannten Mittellinie sich zu einigen. Graf von Schwerin-Löwitz führte den Vorsitz bei den Sitzungen der Ans- schüffe dis Deutschen Landwirthschaftsrathes und deS Preußischen Landes-Oekonornie-Kol- legiums, in denen „aus Rücksicht auf die Herr-1 schende Agitation" ein Hrrnntergehen auf einen Mindestzoll von 6 Mark für die hauptsächlichen | Getreidearten empfohlen wurde. Aber auch Graf I Schwerin-Löwitz stellte heute in ruhiger, aber, sehr bestimmter Sprache fest, daß die Konser­vativen in der Kommission des Reichstages An­träge auf weitere Ei Höhung bet Getreidezölle stellen und daß sie von dem Schicksal bieftr ihrer Anträge ihre ganze Stellung zu ber Vor­lage abhängig machen werden. «■=— wollen die Roifnoatioen nicht nur gesetzlich fest- gelegte Mindestsätze für die vier hauptsächlichen Getreidearten, sondern auch für andere land- wirthschaftliche Erzeugnisse: sonst sei zu befürchten, daß bei den Zöllen für diese Letzteren dem Aus- lande desto umfassendere Zugeständniffe gemacht

Reichstage- als Vertreter von Schaumburg- Lippe und gehörte der freisinnigen Volkspartei an. Der Verstorbene war 1898 aus dem Justiz- dienste geschieden und Mitbeifitzer der freiftnnigen

werden würden.

Daß Herr Molken buh r als erster Redner der Sozialdemokratie als grundsätzlicher und voll­kommener Gegner der Zollvorlagen austrat, ver­steht sich von selbst. Die Sozialdemokratie will nicht lernen aus allen den Thatsachen, die um sie jetum, wie die Pilze zahlreich, aus dem Boden emporschießen; und fo leugnete, auch heute ihr Redner die jeden Auaenblick nachweisbare That- ache, daß nicht der Gitreideprei« in öfter Reihe >a« Brod vertheuern, sondern der Zwi chenhandel. über man muß anerkennen, daß auch Herr M. m Allgemeinen ruhig sprach — freilich nicht fach­lich! Die Herren „Genoffen" können 016 Hetzen nicht lassen; und darum verstieg fich He.r Molken- >uhr zu der unglaublichen Bemerkung: bit arme Arbeiter müsse der höhern Bourgeoisie die Zölle bezahlen! ,

Am Dienstag wird die Berathung fortgesetzt.

„Nein, nein, glauben Sie mir, id) bin «och ebenso krank, wie vor einem Monate. Sie sprechen fo, um mich zu beruhigen, und mich über meine eigene Laze zu tauschen. Umsonst, Herr Doktor, ich mache mit keine Illusionen, ich weiß selbst am besten, waS td) Ich dachte bei mit: Du suchst vergebens, eS Dir zu verheimlichen, finsterer Menschen­feind ! ich fühle recht gut, daß wieder Leben in Dich kommt.

Er begann wieder:

„Verzeihen St« mir, Doktor, wenn ich Sie belästigt habe, aber ich fühlte mich zu schwach, um felbst zu Ihnen zu gehen, unb dann möchte ich gern, daß meine Anwesenheit tn Paris unbe­kannt bliebe. Ich wollte Sie nur ersuchen, mir fobalb al« möglich die Papiere wieder zu verschaffen, die ich Ihnen vor meiner Abreise anvertraut habe, ich möchte dieselben gerne

Deutsches Deich.

. Berlin, 2. Dezember.

• W-iy»ifchof Ireiherr §--« »•* von Straßburg wirb an bleiern Diens­tag bem Kaiser den vorgeschrirbenen Eid der Treue leisten, und zwar im Neue» Palais bei Potsdam. Dem feierlichen Akte werde» bei- wohnen der Statthalter von Elsaß-Lothringen, Staatssekretär von Köller, Unterstaatssekretär Frhr. Zorn von Bulach und mehrere andere Herren.

* Abgeordneter MÜlrerSchanmvvrg jtiyp» Unerwartet in Folge eines Blut­

ordnen."

„Sie sollen sie morgen

suchen.

Ich bemerkte zu meinem Staunen und zu meiner großen Freude, baß bie dreißig Tage fortgesetzter Ermüdung, Anstrengung und Auf- muian otuet u«mu ™, w» IUJ ««... reguig, anstatt sein Hebel zu verschlimmern, einem Monate angetroffen hatte an jenem | dasselbe Zegentheil gebeffert Ratten. ®etn merkwürdigen Abende, da ich ihn zum ersten | Auge war frischer, fein Aeficht nicht mehr fo Male besucht?. bletdj unb abgehärmt. Ich konnte nicht um

Et faß in feinem großen Lehnstuhl, vor dem ! bin. ihm Urse meine Wahrnehmung mttzutheilen. Kamine, wo zwei Holzstücke glimmten. 5 Er schüttelte den Kops und antwortete.

krönt hatte.

Er antwortete mir kaum darauf, gleich als spräche ich chm von einer lätgft vergessenen Sache. Weil ich diese bizarre N-tur meines Freundes kannte, so b fremdete mch dieser seit- fame Empfang nickt. Ich erkundigte mich als­dann «ach feiner Gesundheit.

„Es geht mir nicht besser," antwortete er, „immer »och Fieber und Schlaflosigkeit."

„Ich nahm den Leuchter unb stellte der­selben auf den Karnin, um das Gesicht der Philosophen besser zu sehen unb ben Zustand, in welchem er fich befinde, c-------------

eines Unschuldigen zu reiten und den magren Schuldigen dem Gerichte auszuliefern, welche ihn so zu sagen Schritt für Schritt auf dem gefahrvollen und mit so seltenem Muthe be­tretenen Wege begleitet, welche Furcht unb Hoffnung mit ihm geteilt unb in der Stunde be« Triumphes ihn froh beglückwünscht haben, — solche Leset, die solch theilnehmendes Jiteresse an unserem armen Freunde genommen, würde es vielleicht freuen, zu erfahren, »a« in ber Folge ans Maximilian H.ller, dem Menschen- feind, geworden ist.

Die- wollen mir zum Schluffe noch kurz । mittheilen.

Sobald Maximilian wieder nach PanS ge­kommen mar, schrieb er mir einige Zeilen, um mit seine Rückkehr anzuzeigen und mich zu ] bitten, ihn zu besuchen; et fühle, sagte er, ein I dringende« Bedürfniß, mich fo bald wie möglich

tete ich.

„Besten Dank." ,

Er nahm bann eine rothe Brieftasche auS seinem Rocke, schien einen Augenblick »u zögern unb sagte bann, inbem et mir eine Hanb voll gelbfarbener Scheine entgegenhielt:

Dieser atme Teufel, der im Gefangntß ift " . . Sie wiffm . . . Guerin, wird ohne Zweifel in großer Noth sein. Bitte, geben Sie diese kleine Summe ihm."

„O Maximilian," rief ich aus und drückte ihm bewegt die Hand, „waS find Sie gut

5900 diesmal gesunken — auch im Wies­badener Wahlkreise tritt die Sozialdemokratie die Erbschaft ber freisinnigen Bolkspartei an.

* Dentfche «Mb Solen. Die Hakatisten und ihre Anhänger suchen neuerdings die Ver­hältnisse in den Städten der Provinz Posen so darzustellen, als überwucherten dort in neuerer Zeit vollkommen die polnischen BevölkerungS- elemente. In der Stadt Gnefen ist das nun sicherlich nicht der Fall. Dort haben soeben tn der zweiten und in ber dritten Abtheilung der Stadtverordneten-Wahlen die Deutschen einen glänzenden Sieg davongetragen.

Parlamentarische Nachrichten.

„Ich schrieb an einen Alten," fuhr er, zu mit gewandt, fort, gleich als hätte er da- Bedürfniß gefühlt, de» Vorwurf d»r Unzuverlässigkeit, den ich ihm gemacht, zu entschuldigen, — „ich war daher genöthtgt, auch die alte» Zeichen anzu­wenden. Man klopfte in dem Augenblicke, al« ich meinen Brief vollendete, a» die Thüre meinei Zimmers, unb ich vergaß den Papierfetzen. Ich meinte sogar denselben in- Feuer geworfen zu Haden. Wie haben Sie e« nur angestellt, um ihn zu finden?" . . .

Die Fortsetzung de- Verhör« bestätigte nur alle meine Vnrnuthungen und enthüllte nicht« mehr, ma« Sie > icht schon wüßte».

Ich muß noch bemerken, daß Aoonne im Ver­laufe de« Tage« starb und in einer Gartenhecke am Fuße einer Buche heimlich begraben wurde." Schlußwort.

Hier ist der Bericht Moximilian Hellet'- zu Ende.

. Die folgende» Zeilen sch.ine» denjenigen vielleicht von geringem Interesse, welche nut Eine Unterhaltung für wenige Stunden suchten und welche finden, daß diese wahrheitsgetreue Gr- Mchte ihre Neugierde hinlänglich befriedigt habe. Jene aber, welche aufmerksam den wahr­haft Raunens mert^en Anstrengungen gefolj JJ’b, die dieser junge Mann aufbot, um m vmtansktzung seines eigenen Ledens den Kopf

Erscheint täglich, M. Ausnahme der Malli,« unb Feier« Zae.

^neBrmgerlohn

Bestellgeld in talllda und auS- ^k,lM.bVPf.

Bor einem gut besetzten Hause unb im Anfänge übervollen Tribünen beginnt die erste Lesung der Bolltaiif - Vorlage, «m BundeSrathitische sieht man die Herren Reichskanzler Traf von Bulow, Staatssekretäre Freiherr von Thielmann, Graf Posa- dowrlv, preußischen Minister Freiherr von Rheinbaben, Freiherr von Hammerstein und viele Kommissare. Die stddeutschen Mitglieder de« BundeSratheS sind zahl­reich »usegen. Die Debatte wird eröffnet durch den

ReichSlaniler Hrafe« M«r-w. der etwa Folgen­de« auSführt: Ich habe die Ehre, dem hohen Haufe diese Vorlagen zu unterbreiten. Ich will sie nur mit einigen kurzen Bemerkungen begleiten. Der Entwurf, heroorgegangen au« den Bedürfnissen deS deutschen Wirthschastkleben«, will unter Berücksichtigung aller ____ __________ .. .. , berechtigten Interessen vor allem den Wünschen der kandidat, zusammen noch mehr al« 5800 Landwirthschaft nach Schutz Rechnung tragen aber

Inserat», Dtt Anspaltige Detit. »eile oder bete» RaumlbPfg.,Re­klamen die PettN geile 25 Pfg.; bei Wiederholungen wird entsprechend, Rabatt gewährt.

wir an dieser Politik festhalten, selbstverständlich unter Wahrun, unseres Rechte«, uach eigenem Er­messen darüber zu besinden. Zch habeinerster Linie von der Landwirthschaft aesprochen, ««l sie daS wichtigste Glied unserer Nähr- urtd Wehrkraft ist. Wir sind weder ausschließlich> «grarstaai, nochs ausschließlich Industriestaat; wir müssen einen gerechten Ausgleich suchen. Mögen wir un« immer vor Augen halten, daß wir in unseren eigenen Lngelegenheiten hier tm Hause mit bewußtem SgoiSmuS zu berathen haben. Lassen Sie nnS im Kampfe der Einzelmtereffen mcht ver-

£%£!'"• mit Anlerhaltungs -Meikage „Issustrirle Sonntags-Zeitung!' tS"'XiST'""

etreidezölle -f- Vor der siebenten ^^äae aus dem Hause, fämmtli» innerhalb ber

tfal bteftr Strafkammer des Landgerichts I zu Berlin wurde * * a« . $ „ach der Eiöffnung des Reichs- der Bor« I am heutigen Montag gegen drei Redakteure deS ' 8 J । 8 Jahre ordnungsmäßig eiege-

Außerdem .Vorwärts- verhandelt, Namens Schmidt John I Lt l Diese Zahlen beweisen deutlicher. alS ktzlich fest- und Schröder. Es handelt fich um die Ver-1Z alle anderen Ausführungen bewirken können, glsächlich-n öffentlichung sogenannter Hunnenbnese; tn dem $ Tagungsabschnitt auf keinen Fall mit

bere land- eine» Falle wat bie Rede von „Viehischen Bestiali- £ iberischem Stoffe belastet werden

wßrAt«,. | jäten", die von deutschen Soldaten in China I neuem- 0M‘5g««t1qem wjj „Lü-* -x begangen worden sein sollten. AIS Zeugen wur­den namentlich Generalmajor von Kettelet und