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28. Jahrgang.

JK 273.

(Nachdruck verboten.)

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Nach dem Französischen von Henri Cauvain.

auf dem Boden. Daneben blinkte eine Stahl­klinge, es war ein Skalpiermeffer.

Als die Kranke wieder in dem Bette lag, näherte ich mich derselben, um ihre Wunde zu untersuchen. DqZ Messer war nicht tief in die Brust etngedrungen, dock war der Schmerz hef­tig genug gewesen, um Aoonne aus dem kata- leptischen Schlafe zu wecken, in dem ste seit drei, «... ......... ■»----. .

Tagen vnharrte. Ich wusch die Wunde und Donneau, das Skelett zu nehmen und wittea t legte einen kalten Umschlag auf dieselbe. Set K ~---- - Ä *“

Puls der Kranken war ruhiger. Der Erregung und dem Delirium folgte jetzt die Schwäche und

hat.

* Mannheim, 27. Nov. DaS Lokalkomitee der räckstjährtgen Generalversammlung der Katholiken Deutschlands hat sich Lestern Abend konstituirt und de» Abgeordneten »teßler zum ersten Vorsitzenden gewählt. Der Hoch­würdigste Herr Erzbischof von Freiburg sandte schriftlich seinen Segen zu dm Vorarbeiten.

Parlamentarische Nachrichten.

• Kine Interpellation wegen des Kuren- Krieges war von den Sozialdemokraten im Reichs­tage beabsichtigt gewesen. Die Sozialdemokraten sind nach neuerlichem Beschlüsse ihrer Reichstags- Fraktion davon wieder abgekommen und wollen diese Frage eingehend im Verlaufe der Etats- berathung erörtern.

fc Die Neichstagvwahl in Aöveln. Die Verhandlungen zwischen den Konservativen und den Nattonallioeralen über einen gemeinsamen Kandidaten im säcküsche» Wahlkreise Döbel« haben sich zerschlagen. Beide Parteien werden, ebenso

suchte, fand ich denselben in dem Zimmer, wel­ches der Bandit seit zehn Jahren bewohnte. Di- Wände dieses sehr geräumigen Zimmers waren mit dunklen Tapeten ausgeschlagen. Im Hinter­gründe stand ein große? Bert und unter dem­selben em umfangreicher Koffer, der verschiedene Verkleidungen und einige Perrücken enthielt, unter Anderem fand ich darin die rochen Haare

deS Doktor Wicksou.

Der sonderbare Mann hatte sich in einm großen ledernen Lehnstuhl geworftn und die Gendarmen, die ihn umstanden, höflich ringe- laden, an seiner Seite Platz zu nehmen. Alle Frage», welche Herr Donneau an ihn stellte, beantwortete er mit hartnäckigem Schweigen.

Der Untersuchungsrichter bat mich, ihm daS geheime Gemach zu zeigen. Ich hob -ine Tapete auf und zeigte ihm darunter eine massive eiserne Thür. Da der Missethärer sich weigerte, den Schlüssel h-rzugeben, so befahl der UntersuchungS- richter, die Thüre mit Gewalt zu erbrechen. Nachdem dieselbe gesprengt war, drangen wir in die Höhle deS Mörders. Ich hob den losen Stein hinweg und zog den langen l-d-rnen Sack hervor, in welchem sich jene verschiedenen Gegenstände befanden, die ich Ihnen genannt habe. Es fehlten die Schneideinstrumente und das Etui mit den Nadeln. Hierauf befahl Herr

daS Zimmer zu stellen. An Rothe-Kugel alsdann sich wendend, fragte er mit fichtlicher Ungeduld: „Wollen Sie endlich auf meine Fragen ant­worten und mir sagen, wie lange dieses Skelett

Mattigkeit. '------- — —

Als ich den Untersuchpngsricht-r wieder auf-! schon in Ihrem Gemache steht?

auch denjenigen za denken geben, die sich in die Vorstellung verrannt haben, man könne treue und patriotisch gesinnte polnische Staatsbürger ür Preußen dadurch heranziehen, daß man sie n überlegter Weise ohne Aufhören reizt, miß­handelt und alles dar mit Füßen tritt, was den Leuten als Erbtheil ihrer Väter ans Herz ge- wachsen ist.

Und wenn andere Erwägungen nicht Eindruck machen, dann sollte doch die eine Erwägung nicht purlos vorübergehrn, daß es immer eine ver- ehlte Politik ist, durch übertriebene Härte einer Sache Märtyrer erstehen zu lassen. Dadurch tefördert man nur immer das Gegentheil von rem, was man erreiche« will. Oder bekennt ich vielleicht die mächtige preußische Staats- regierung zu dem herrlichen Grundsätze jenes berühmten oberscklestschen Landrathes, der in brutaler Weise Jedem, der es hören wollte, aaste: Oberschlesien müsse, um eS wnthschaftlich und kulturell zu heben, acht Lage unter Wasser gesetzt werden, um alle Polen darin zu ersäufen? Im gelegentliche Antwort wird gebeten!

„Potz Tausend!" sagte der Untersuchungsrichter, in mein Zimmer springend, „daS ist doch noch gut abgelausm/

Dte Augen deS jungen MavneS leuchteten vor Freude Dieses ganze Unternehmen hatte etwas Außergewöhnliches und Ritterliches an sich, das ihn begeisterte.

Die Gendarmen stellten sich im Kreise um uns auf und ich zündete ihre Laternen an, ihnen ar.'« Herz legend, daS Licht ja gegen die Brust zu halten.

Diese Ermahnung war nicht unnütz, denn wir vernahmen bald vom Gange her die Schritte deS Mörders. Er hielt eS nicht einmal mehr für »öthig, da» Gepolter zu vermeide«, daS feine Schuhe machten.

Ich legte meine Hand auf de« Arm deS Un- terfuchllngSrichters. Sein Herz pochte stürmisch, aber sein Gesicht verrieth noch immer Entschieden­heit und Muth.

„Er geht selbst in die Falle," sagte ich m leiser Stimme, „wir brauche« nicht einmal Jagd aus ihn z« machen."

Doch der berühmte Doktor ging an meiner Zimmerthür vorüber, ohne einzutrete» und lief, immer hinkend, nach dem Zimmer seiner Gefährtin.

Ich entriegelte schnell die Thür meines Zim­mers und öffnete. Wir betraten leise den Gan und schritten vorwärts ihm nach.

Ich stellte meine Leute in zwei Reihen auf

____ Ium imj .ijmtnn ................ ..............

Iutöa, Donnerstag, den 28. November 1901.

ff Ki« »eues Musterstatut für cherveröe- gerichte wird gegenwärtig im preußiscke« Han­delsministerium ausgearbeitet; der Estwurf soll >ald veröffentlicht werden. Durch die Gewerbe- -rtchtsnovelle vom 30. Juni ds. IS. ist eine 1 lenderung der Statuten nothwendig geworden. $8 handelt sich namentlich um andere Bor- chriften über die Anwendung der Verhältniß- wähl bei der Wahl der Beisitzer aus den Kreisen ter totster 2»b ter »toter. SB™ I “Stott«

meinten mit ter Senterang ihrer ©eraerbege. ttgtenWLnschniall I enthalten aber ri4«.statnten schon beschäl« flnb, kann ihnen »^ch!-Mw-,nng eniha«ab«

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Versammlungen in Elsaß-Lothringen hat die Militärbehörde Reservisten und Landwehrleute darauf hingewiesen, daß es untersagt ist, irgend eine englische Werbung für den Kriegsdienst in Südafrika zu unterzeichnen. Jede Person, die sich mit solchen Anerbietungen nähert, soll sofort >ei der Gendarmerie angezeigt werden.

-r Der Mrmd der Landwirthe geht be­kanntlich immer noch mit Zollforderungen hau- siren, .für welche weder Bunvesrath noch Reichs­tag, geschweige denn die nicht Ackerbau treibende | Bevölkerung zu haben sein werde». Der Bund treibt damit die Politik eines agrarischen Zu­kunftsstaates, der ebenso „ideell" ist, — um kein anderes Wort zu gebrauchen —, wie der sozial­demokratische Zukunftsstaat. Als eine Ver­einigung, die sich seit ihrem Entstehen vorwiegend auf die Förderung der Interessen deS Groß­grundbesitzes in Oftelbien bedacht gezeigt hat, hat der Bund geglaubt, in seinem Vorgehen zur Zolltarifoorlage auch der bedingungslose» Unter­stützung der landwirthschaftlichen Körperschaften sicher zu sein, welche behördlichen oder doch eine Art öffentlich-rechtlichen Charakters haben und Überwiegend Großgrundbesitzer als Mitglieder zählen: nämlich des preußischen Landesökonomie- KollegiumS, der preußischen Landwirthschasts- tammern, des deutschen LandwirthschaftSrathrS. Aber diese Körperschaften rücken nacheinander, dte einen mehr, die anderen weniger, je nach der Fühlung, die ste mit ihm habe«, in ihrer Stel­lungnahme vom Bunde der Landwirthe ab. Dem ist das natürlich arg. „Unverständlich"

• Die Folgen von Wreschen.

Die Behandlung deS Wreschener Schul- krawalleS vor Gericht ist auch von solchen Zeitungen abfällig besprochen worden, die im Allgemeinen nichts weniger als polensreundltch find. Die konservative .Kreuz-Zeitung' hatte auch Worte lebhaften Tadels für die Art und Weise, wie den polnischen Schulkinder» in Wreschen der Religionsunterricht in den scher Sprache „eingebläut" wurde und natürlich in vielen anderen Schulen ebenso „eingebläut" wird. Das ist ein großer Trost für ein katho­lisches Blatt, wenn es die Stimme erhebt zu Worte« gleiche« Tadels. Den« man kann ihm nicht vorwerfen, daß dieser Tadel parteiischer Voreingenommenheit für die Polen entstamme.

Im Allgemeinen lege« wir nicht allzu viel Werth auf ausländische Kundgebungen gegen inländische Staatsmaßregeln. Aber die Art und Weise, wie der Wreschener Fall und seine Behandlung durch die Strafkammer in ©tiefen im AuSlande beurtheilt werden, kann man doch nicht ohne Weiteres übersehen. Damit sollen nicht albern Kundgebungen der polnischen Studenten in Krakau gemeint fein, die Nachts umherziehen und — verwuHlich angenehm ange­regt durch einige Trankopfer — polnische Lieder mit Katzenmusiken in cmmuthiger Reihenfolge mit einander abwechseln lassen. Auch die Aus­führungen der radikalen Polenblätter kann man getrost mit Stillschweigen übergehen; denn diese führten bei jeglicher Gelegenheit eine un­glaubliche Sprache, ob nun die Gelegenheit paßt oder nicht. Aber andere Dinge kau« man »icht mit demselben Gleichmuthe übersehen. Nach oorausgegangenen Brrathungen im parla­mentarischen Polenklub des österreichischen Abge­ordnetenhauses hat in diesem Parlamente der polnische Abgeordnete Kolanski die Behand­lung polnischer Schulkinder im Unterrichte ab­fällig kritisirt, ohne daß ein Mitglied der Regierung etwas dagegen einzuwenden hatte; und durch ganz Oesterreich geht eine Bewegung zu Gunsten der Verurtheilten des Gnesener Prozesses, an der alle Slawen sich beteiligten, Tschechen, Kroaten, Serben, Bulgaren wb auch Italiener. Es werden Überall Geldsammlungen für die Verurtheilten veranstaltet, die ganz außerordentlich reiche Erfolge haben — kur und gut, daS Gnesener Urtheil gegen die Br- theiligten an dem sogenannten Wreschener Schulkrawalle hat eine Volksbewegung entfesselt durch alle Gegenden, in denen polnische Staats­angehörige wohnen, und weit hinaus in allen Ländern, die von Slawen bewohnt sind.

I» Rußland nämlich bringen die Zeitungen derartig scharfe Bemtheilungen des Gnesener Prozesses, daß man auf ihre Wiedergabe oder auch nur auf kennzeichnende Proben daraus ver­zichten muß — in Rußland! Dort besteht, roh männiglick bekannt, eine sehr strenge Zeitungs zensur. Wen« eine Zeitung etwas bringt, was der Regierung nicht pißt, kommt der Zensor und vernichtet di- mißliebige Stelle. Aber dagegen hat die russische Zensur nichts einzuwenden, daß die Blätter ihrer Entrüstung über die Vorgänge in Wreschen und ©tiefen in geradezu leidenschaft­lichen Weife Ausdruck gebe», und das sollte doch

lassen. So steht denn der Bund mit seinen Sätzen bald ziemlich allein da. Noch einsamer roird'S ihm werden, wenn es zur Abstimmung im Reichstage kommen wird. Den einsichtigen Polittkern geht denn koch noch das gesammte Staatswohl vor daS Agitationsintereffe der Herren Wangenheim, Lucke, Rösicke und Hahn. Insbesondere liegt nichts weniger im Interesse der Kleinbauern und ihrer Freunde im Parla­mente, als die einseitige Förderung des Groß­grundbesitzes und einer so starken politischen Gs- solgschast, wie sie sich derselbe tu Gestalt des Bundes der Landwirthe zu schaffen verstanden

rigknS sind die Verhandlungen darüber noch gar nicht abgeschlossen.

ff Die AeSettsnolh bildet den Gegenstand eines Antrages, den die liberalen Abgeord- neten Roesicke und Dr. Pachnicke im Reichs­tage eingebracht haben. Danach soll eine Kom­mission gebildet werden mit der Aufgabe, die bisher gegen die Folgen der Arbeitslosigkeit ge­schaffenen Versicherungs - Einrichtungen zu prüfen, und Vorschläge zu machen über eine zweckmäßige Ausgestaltung dieses ZweigeS der ! lerficherung. Die Kommission soll nach der Ab- cht der Antragsteller zusammengesetzt fein auS Vertretern der Regierungen, Mitgliedern des Reichstages, und sonstigen auf diesem Gebiete erfahrenen Männern.

preußischen Landerökonomie-Kollegiums. Die »Deutsche Tageszeitung' fand diese Aeußerung treffend. „Unverständlich" ist noch die beste Note, welche der Bund und fein Organ für eine von seinen Ansichten abweichende Stellungnahme hat. Mit Behagen hat dasselbe auch immer auf die Petition der christlichen Bauernvereine hin- gewiesen, welche in einigen Zollforderungen mit dem Bunde zusammenhing. Es dürfte ihm aber mittlerweile bekannt sein, daß in den letzten Wochen auf den General - Versammlungen der christlichen Bauernvereine nördlich der Main- linie die süddeutsche Bauerntaktik immer mehr Boden gewonnen Hot. Die bayerischen Bauern- Bereine fordern bekanntlich einen viel niedrigeren Minimalsatz, als der Bund. Sie wissen, daß die Bundeszollsätze vollständig aussichtslos find. Auf der Generalversammlung des ttterischen Bauernvereins hat sich nun auch der Präsident diese? 14000 Mitglieder zählenden Vereins, der Abg. Dasbach, für eine gerechte Abwägung der entgegenstehenden Interessen der einzelnen Be- rufSstände unseres WirthschaMebenS ausge- sprachen. In gleicher Weise hat Herr Reichs tagsabg. Müll er. Fulda wiederholt erklärt, daß ' da? Centrum sich bestreben werde, den berech»

nannte kürzlich das Bundesmitglted Freiherr von Seen in der Parlaments versammln« g der schtestschen Landwirthschaftskammer die Beschlüsse des deutschen Landwirthschaftsrathes und des ruhigem stolzen Blicke an. ES war ein Man« von etwa fünfundvierzig Jahren, mit schwarzem, krausem Haar, harten Gesichtszügen, dabei von großer Schönheit und athletischer Gestalt.

Ma« legte ihm Handeisen a», ohne dem ge­ringste» Widerstand von seiner Seite zu be­gegnen.

Die Sterbende.Hatte sich indessen bis zu ihm herangeschleppt unb faßte ihn krampfhaft bei der Schulter.

„Mörder! Mörder!" schrie sie in einem An­fälle von Raserei.

ES war eine schreckliche Szene.

„Befreit mich von diesem Weibe!" rief Rothe- Kugel mit wuthersttckter Stimme, indem er aus ihrer Umarmung sich loszureißen suchte.

Auf meinen Befehl ergriffen zwei Gendarmen Ioonne und trugen sie behutsam auf ihr Bett. Ich selbst folgte derselbe« auf ihr Zimmer nach. DaS Bett war in Unordnung, die Decke« lagen

Deutsches

Berlin, 27. November.

• Der Kaiser sollte nach der Meldung des »Berliner Lokalavzeigers' in einer Rede bei der Vereidigung der Marinerekruten in Kiel tebeuifame Worte gesprochen und in besonderer Weise den Krieg von 1870 erwähnt haben. Die Meldung ist nach einer offiziösen Erklärung der »Norddeutschen Allgemeinen Zeitung' „voll­kommen srfunden."

• Schutz be» Genfer Dothen Kreuze». Dem Reichstage ist ei« Gesetzentwurf zugegangen, in dem bestimmt wird, daß daS Genfer Neu­tralitätszeichen, das Rothe Kreuz aus weißem Grunde, zu geschäftlichen Zwecken nur noch auf besonders erteilte Erlaubniß hin gebraucht werde« soll.

* Die Katholiken in Weckl-nknrs wollen bei be« nächsten Wahle« zum Reichstage Zählkandidaten der Cmtrums- partei ausstellen. Es ist sehr zu wünschen, daß es nicht nur bei der Absicht bleibe, sondern daß die Absicht auch wirklich zur Thal werde.

X Ai- Arotestantifirnng der Hst- marken. Der nächste preußische Elatsentwurf soll nach einer halbamtlichen Mitteilung eine Forderung von 300 000 Mark enthalten „zur Untersiutzung evangelisch.kirchlicher Einrichtungen in der Provinz Posen". Diese Maßregel soll nach der offiziösen Versicherung „selbstverständ­lich" keinerlei konfessionelle Ziele verfolgen" — ja was denn sonst? „Schutz der Deutschen", sagt feer Ossiziosus. Kleiner Schäker!

ff zrealaSiturieul-u «ud Stadium der Aechte. Die ,Kreuz-Ztg.' vervollständigt ihre erste Meldung dahin, daß es sich wohl bei der Zulassung der Rralabiturienten zum Studium der Rechte nicht um eine mit der Reifeprüfung verbundene Nachprüfung handle. Vielmehr scheine die Neigung dahin zu gehen, daß der Nachweis des erfolgreichen Besuches exegetischer Hebungen aus dem Gebiete der in einer oer beiden klassischen Sprachen abgefaßten Rechtt quellen werde. Heb« und sie nahmen so die ganze Breite des Gangei ein; Herr Donneau und ich blieben vor ihnen siehen.

Auf einmal ertönte ein furchtbarer, herzzer­reißender Schrei in dem Zimmer der Todten; gleich darauf hörte» wir eilige Tritte und wir erblickten den Mörder, der entsetzte» Blickes und mit aukgestreckten Armen floh, und hinter ihm mit zerfleischter, blutbedeckter Brust eine große Fra«, die ich sogleich erkannte.

„Halt!" rief Herr Donneau mit lautet Stimme.

„Roche-Kugel" that einen Sprung zurück und blieb dann unbeweglich stehen.

Wir kehrten unsere Laternen und sein Gesicht wurde bell erleuchtet.

Ec hatte sich rasch wieder von dem Schrecken erholt, in welchen die Auferstehung Yvonne'- ihn versetzt hatte. Er kreuzte die Arme und sein Auge verrieth nicht die mindeste Furcht. An­scheinend Überlegte er, ob er nicht diese lebendige Mauer durchbrechen und mit Hilfe der Gewal entrinnen könne. Ohne Zweifel sah et jedoc । ein, daß der Kampf ein ungleicher wäre. Er that einige Schritte vorwärts und, an mich sich wendend, sagte er mit bitterer Ironie:

„ES muß wohl heute der Tag der Aufer- stehung von de» Todten sei«. Ich habe die Partie verloren, Herr Kommissar» ich muß be» zahlen.

Er reichte mir mit erkünstelter Höfl chkei seine große Hand, während er mit bet anderen feine graue Perrücke vom Kopfe riß. Dann richtete er sich hoch empor und sah uns m :