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mit Anterhattungs -Meilage „IKustrirte Somtags-Zeitung"

Julöa, Mttwoch, den 13. November 1901.

28. JahrgMg»

lieber Prof. Brauns System der drahtlosen Telegraphie

schreibt A. Wikie in der.Germania': Als Mitte der neunziger Jahre die Kunde von der Erfin­dung der drahtlosen Telearaphie die Welt durch­lief, da glaubte wohl Mancher, daß in Kürze mit diesem Verfahren das Wort auf die weitesten Entferkiungeu hin über Meere und Wüsten ge­sendet werden würde. Als dann aber die weitere» Nachrichten von den erzielten Ersolgen nur über Ergebniffe zu berichten wußten, welche gegen die enthusiastischen Erwartungen weit zurückblieben, da verlor sich ein guter Theil des Interesses bei dem großen Publikum. Sehr mit Uarecht; wie alle großen Erfindungen erst einer langen Ec- ziehungszeit bedürfe», in welcher Wissenschaft und Praxis eifrig zusammenarbeiten müssen, um das Erfundene zu einem kraftvollen und leistungs­fähigen Werkzeuge zu gestalten, so hat auch die drahtlose Telegraphie ein großes Maß fleißiger Arbeit für ihre Ausbildung gefordert, und es muß nun für jeden Gebildeten von Interesse sein, zu hören, daß diese Arbeit fruchtbringend ge­wesen ist, daß wir auf diesem Gebiete einen großen Schritt weiter gekommen find.

An diesem Erfolge hat die deutsche Wiffen- schaft und Praxis einen großen Ar.thril, und insbesondere muß hier der Name des Professors Braun-Straßburg genannt werden, der, ohne bisher viel Aufhebens davon zu machen, die Technik der drahtlosen Telegraphie sowohl nach der prinzipiellen sie auch nach der praktischen Seite hin um einen großen Schritt weiter gebracht hat. Die neuesten kundgewordenen Ereignisse an der Anlage Kuxyaven-Helgoland-Feuerschiff Elbe 1, die nach seinen Plänen eingerichtet ist, und sein t« diesen Tagen auf der Naturforscher-Versamm­lung gehaltener Vortrag über die drahtlose Tele­graphie geben uns Gelegenheit, über die von ihm erzielten Resultate hier zu sprechen.

Zum besseren Verständniß dieser Leistung sei hier kurz erläutert, wie die drahtlose telegraphische Uebertragung zu Stande kommt/ Die sendende Stelle, d. h. diejenige, welche die Depesche ab­schickt, sendet kürzere und längere Folgen von elektrischen Schwingungen aus, welche bei der empfangenden Stelle ausgenommen und zur Be» thütigung eines Morseapparates benutzt werden; bei einer längeren Folge schreibt der letztere einen Strich auf den Papierstreifen, bei der kürzeren einen Punkt, und aus diesen Punkten und Strichen setzt sich das telegraphische Zeichen für den Buch­staben zusammen. Wir wollen diesen Zusammen­hang zwischen Sender und Empfänger mit einem geläufigen Beispiel illustriren. Es werde ein an einem unteren Ende festgeklemmter Btahlstab mit einem Hammer angeschlagen. Derselbe gibt dann einen Ton von ganz bestimmter Höhe. Die Schallwellen, welche er aussendet, verbreiten stch im Raume und treffen sie auf eine Stimmgabel, welche auf denselben Ton abgestimmt ist, so tönt diese mit. Man könnte diese Uebertragung leicht der Art gestalten, daß man den Stab für kürzere und längere Zeiten gemäß de» Strichen und Punkten der Morse-Buchstaben tönen und also dieses Zeichen an der Stimmgabel wieder er­scheinen läßt. In der drahtlosen Telegraphie find es nun zwar nicht hörbare Schwingungen, welche durch ihre Verbreitung im Raume und durch die Resonanz die Uebertragung bewirken, sondern elektrische; diese unterliegen aber ganz ähnlichen Gesetzen, wie die akustischen und unsere weitere Erläuterungen lassen sich darum durch das akustische Beispiel weiter entwickeln.

Es ist nun offenbar nicht gleich, wie man den als Sender dienenden Stahlstab anschlägt. Trifft man nicht die richtige Stelle, so werden nämlich neben dem Eigenton des Stabes auch klirrende Töne entstehen, welche die empfangende Stimm­gabel nicht erregen, daher einen Verlust an auf- gewendeter Kraft darstellen. Die erste Forderung wird also sein, daß wir einen möglichst reinen Ton ohne Nebengeräusch erzielen, was ins Elek­trische übersetzt bedeutet, daß wir vom Sender alle Schwingungen, auf welche er nicht abge­stimmt ist, fernhalten müssen. Jetzt weiß aber auch der Leser aus dem Beispiel der Glocke, daß eine solche sehr leicht zu läuten ist, wenn sie im Takte ihrer Eigenschwingung gezogen wird, da­gegen in ihrer Bewegung abgedämpft wird, wenn man sie in einem anderen Takte zieht. So ist es auch bei dem Stahlstabe; schlagen wir ihn im Takte seiner Schwingungrzahl an, so können wir ihn leicht zum lauten Tönen bringen, und offen­bar wird ein solches lautes Tönen die Stärke und die Weite der Uebertragung außerordentlich be­günstigen.

Professor Braun hat nun gezeigt, wie man di« elektrischen Schwingungen eines Senders, der zunächst auf eine bestimmte Schwingungszahl, akustisch: Tonhöhe, abgestimmt worden ist, ganz außerordentlich verstärken kann, indem man ihn im Rhythmus seiner Schwingungszahl elektrisch erschüttert. Prof. Braun erreicht dadurch, daß sein Sender andauernd und mit großer Stärke tönen kann, während bei den älteren Verfahren, in denen der Sender nur durch einen einzigen elektrischen Stoß erschüttert wird, die Schwingungen nach dem Stoß rasch absterben.

An dem Beispiel der schwingenden Glocke er­läutert, würde sich der letztere Vorgang demnach so darstellen, daß Jemand mit einem einzigen starken Ruck die Glocke zum Tönen bringen will. Offenbar wird ihm dies nicht gelingen, während der Knabe, der ohne allzu große Anstrengung die Glocke im Gangmaß ihrer Schwingungen anzieht, sie leicht in andauerndes Läuten versetzt. Bei den elektrischen Schwingungen tritt nun weiter noch ein Vorzug auf, den wir auch an unserem Stahl­stabe erläutern können, wenn wir auf seinem schwingenden Ende ein Stück Kartonpapier an- heften, sodaß es von dem schwingenden Stabe wie ein Fächer hin- und herbewegt wird. Es ist offen­bar, daß die hierbei erzeugte Bewegung der Luft aus den Schwingungen des Stabes geleistet werden muß, und daß dieser darum seine Bewegung rascher verlieren wird; das aufgesetzte Papier dämpft ihn ab. Solche dämpfenden Wirkungen treten nun auch bei den Vorrichtungen auf, in denen elektrische Schwingungen vorhanden sind, und es wird erforderlich, sie nach Möglichkeit aus­zuschließen, damit nicht die Schwingungen des Senders geschmächt werden.

Auch diesem wichtigsten Punkte ist in dem System des Professor Braun Rechnung getragen worden und unter Berücksichtigung aller dieser Verhältnisse ist es ihm gelungen, elektrische Schwingungen zu erzeugen, welche rein von Neben- schwingungen, andauernd und stark find. Die Mittel, welche er hierfür anwendet, können wir ohne die Heranziehung von theoretischen Erläute­rungen nicht klar machen, wir wollen nur be­merken, daß Professor Braun in seinem Vortrage die geschilderten Vorgänge durch eine Reihe höchst interessanter Experimente erläutern und bewiesen hat. Was wir hier vom Sender gesagt haben, gilt in ganz ähnlicher Weise vom Empfänger. Es ist ja klar, daß — um auf unser Beispiel zu- rückzugreifen — eine unrein gestimmte Stimm­gabel niemals so laut mitklingen wird, wie eine rein tönende. Es ist auch weiter klar, daß die Dämpfung hier ebenso schädlich wirken wird, wie beim Sender, also nach Möglichkeit vermindert werden muß.

Professor Braun hat in seinem System weiter durch eigentyümliche Anordnungen erreicht, daß die Schwingungen, welche der Empfänger auf­nimmt, sich an einer bestimmten Stelle an­sammeln. Wir wollen einmal diese Stelle mit der schon mehrfach erwähnten Glocke vergleichen, welcher vom Strick die Schwingungen zugeführt werden. Rehmen wir nun an, was allerdings nicht für die akustischen, wohl aber für elektrische Schwingungen gilt, daß nämlich jede von einer andern Glocke herkommende Schwingung an dem Strick der ersteren zieht, so wird diese Läute­wirkung am stärksten werden, wenn die beein­flußte Glocke derart abgemessen und angeordnet ist, daß sie in demselben Rythmus schwingt, wie die ankommenden Tonwellen.

In ähnlicher Weise hat Prof. Braun seinen Empfänger für die drahtlose Telegraphie einge­richtet und die überraschende Wirkung desselben auf der Naturforscher-Versammlung durch eine Anzahl Experimente dargethan. Ueber die prak­tischen Erfolge seines Systems berichten wir später und bemerken nur noch, daß an dem Gelingen der an der Waterkant angestellten Versuche die fördernde Mitarbeit des Hauses Siemens und Halske und seines Ober-Ingenieurs Dr. Koepfel einen wesentlichen Antheil gehabt hat, wie Prof. Braun in feinem Vortrage dankend hervorhob.

Das Dindernitz.

Menn Du mit Deinem Bräutigam im Parke fpaziren gehst", hatte die Mutter gesagt, „solltet Ihr immer hübsch in der großen Allee bleiben, denn in den Seitenwegen ist es durchweg zu feucht."

Und ich gehorchte trotz der Einwendungen meines Alfred. Eines Abends jedoch war mir der Kopf so wirr, das Herz that mir so weh, denn am Tage darauf sollte er mich auf eine Woche verlassen, um irgend ein zu unserer Trauung er­forderliches Dokument aufzutreiben. Acht Tage, ohne ihn zu sehen! Wie sollte ich das ertragen ? Und er benutzte meine gedrückte Stimmung und lenkte mit mir in den feuchten Seitenweg ein, der mir übrigens ganz trocken und daher besser er­schien, als fein Ruf.

„Meine Luise, Du wirst mich in diesen acht Tagen doch nicht vergessen?"

„Dich vergessen! Ach!" Ich würde die Hände erhoben haben, um den Himmel als Zeugen an- zurufen, daß dergleichen niemals geschehen könne, wenn — er sie nicht in den seinigen festgehalten hätte.

„Alfred, nicht wahr, Du liebst mich?" fuhr ich fort. „Nun denn, so will ich Dir alle meine Fehler bekennen. Ich werde ruhiger sein, wenn Du sie kennst, ehe wir Mann und Frau werden, denn Du würdest sie doch früher oder später ent­decken. Also höre zu: Ich bin sehr eigensinnig; ich werde mich Dir nicht unterwerfen, darauf mache Dich gleich gefaßt. Auch bin ich heftig; ich stampfe mit dem Fuße, ich schrie, ja ich meine zuweilen. Zum Glück geht dies Alles rasch vor­über. Ueberdies bin ich eine Kokette wie alle Frauen; ich hoffe, Du wirst nicht eifersüchtig werden. Ja, was ist's denn sonst noch? Mir fällt eben nicht gleich Alles ein. Ach, richtig, manchmal ein bischen Leckermaul, aber nicht böse, nicht ränkevoll — ich finde nichts weiter. Das wäre der moralische Theil. Was den physischen betrifft, ja, wo fehlt es denn da? Auch das mußt Du wissen. Ach, richtig! Einer von meinen Finger­nägeln ist nicht ganz so wie die anderen. Sieh! Aber ich meine nicht, daß er gerade häßlich aus­sieht."

Dabei entzog ich ihm meine Hand und zeigte ihm den Nagel, der etwas breiter war als die übrigen. Alfred lachte und versteckte schnell die Hand.

„Ich habe auch einen Weisheitszahn verloren, der nicht wieder wächst — ad)! ich werde niemals zur vollen Weisheit gelangen. Und nun ist die Reihe an Dir, also bekenne Deine Fehler!"

Alfred wurde sichtlich verlegen und schwieg.

„Nur zu, fasse Muth! Du darfst ganz ruhig sein, denn ich werde nicht schelten. Ich kenne Deine Fehler und Mängel nicht, aber daß Du solche hast, ist doch ganz gewiß. Erstens bist Du kurzsichtig, denn Du trägst ein Monokle, statt eines Lorgnons, mit welchem Du, meiner Meinung nach, weit besser sehen würdest. Die Mutter sagt, das Glas verleite Dich, fürchterliche Gesichter zu schneiden, allein ich kann das nicht finden; Du ge­fällst mir so, wie Du bist. Nimm es doch einmal ab, damit ich sehen kann, wie Du ausschaust, wenn Dein Gesicht nicht schief ist."

Ich hatte die Schnur des Monokles erfaßt, aber Alfred hielt meine Hand fest.

„Nicht doch, meine süße Luise, laß es, wo es ist. Ohne das Monokle könnte ich Dich ja nicht mehr sehen. Ich bin kurzsichtig, sehr kurzsichtig, es ist wahr, und ich muß Dich sehen, denn Du bist das Licht meiner Augen."

Am nächsten Morgen hatten wir Abschied von einander genommen. Der Vater begleitete ihn bis zam Bahnhofe, indeffen die Mutter und ich zusammen frühstückten. Ich fühlte mich aber so elend und verlaffen, und während die Mutter wie gewöhnlich aß, schienen mir die Biffen im Munde stecken bleiben zu wollen. Inmitten der Mahlzeit öffnete Rieke, unser Dienstmädchen, die Thür:

„Gnädige Frau, Herr von Steinbach hat fein Glasauge liegen lassen. Soll es ihm nachgeschickt werden?*

«Sein Glasauge, Rieke!?" wiederholte ich entsrtzensvoll.

„Ja, gnädiges Fräulein; es liegt auf dem Tische."

Die Mutter erbleicht, blieb aber gefaßt.

„Es ist gut, Rieke," sagte sie, „geh' nut. Wir werden Dir Bescheid geben, ob es ihm nach­geschickt werden soll."

Mir blieb nur die Wahl, in Ohnmacht zu fallen oder in krampfhaftes Schluchzen auszu- brechen. Ich wählte das letztere.

„Mutier! O Mutter! Er hat ein Glasauge! Gerechter Himmel, ist es möglich? Wie entsetz- lich! Ich werde mich niemals mehr beruhigen — der Gram wird mich tödten"

„Faffe Dich, mein Kind, faffe Dich."

„Warum sagte er mir das nicht? Mir, die ich ihm alle meine Mängel bekannte — den Nagel, den Weisheitszahn und mein Temperament, Alles, Alles! Und erst gestern Abend hat er ge­sagt: „Du bist das Licht meinet Augen" — „meines Auges" hätte et sagen müssen! Ach, es ist furchtbar, grauenvoll!"

Nun fuhr die Mutter in einer Art vor: Mono­log fort: „Es ist wirklich entsetzlich. Die ganze Ausstattung ist mit einem „S" gezeichnet! Wit werden keinensalls benjdben Anfangsbuchstaben wie; erfinden, und mein Mann wird Niemand Anderem Gehör schenken — er war von Anfang an in diesen Herrn verliebt. Seine Empfehlungen waren vorzüglich. Aber ich habe stets etwas Sonderbares an ihm bemerkt, er wollte mir nicht gefallen, und ich hatte wieder einmal Recht.

Ich hatte den Kops wieder erhoben.

Ich sah meinen Bräutigam, seine Güte und f

Zärtlichkeit. sJch gedachte nochmals aller unserer Zukunftspläne; ja, ich fühlte, daß ich Alfred trotz» seines eine« Auges liebte und daß nichts mich bewegen könne, von ihm zu laffen.

„Mutter," sagte ich, „ich bin überzeugt, daß er sei« Auge bei einer ehrenvollen, hochherzigen Affaire verloren hat."

„Was sagst Du? Bist Du ganz närrisch ge« worden, Kind? Glaubst Du, ich würde zugeben, daß Du diese» Menschen trotz eines solchen Ge­brechens heirathest? Du, so schön und reich und 17 Jahre alt? Wenn er das andere Auge auch verliert, ist er ganz blind — und wie unangenehm müßte das für Dich sein."

„Aber Mutter, ich will sein treuer Engel sein, will ihn führen und ihn lieben trotz alledem."

Ich befand mich jetzt in einem Zustande hoch­gradiger Aufregung und schluchzte heftiger denn je zuvor, als Rieke wieder zurückkam, deren ehr­liches Gesicht den Ausdruck des höchsten Staunens, ja der Verblüffung trug.

„Wie können Sie sich nur so darüber altes riren, gnädiges Fräulein", hob sie an, „daß Herr von Steinbach fein Auge vergessen hat. Auf jeden Fall kann er ein anderes kaufen, wenn er es braucht, und wird gewiß nicht in's Wasser springen, weil er das Ding da nicht mehr im Gesicht hat."

Und dabei zeigte mir Rieke Alfreds mir so wohlbekanntes Monokle. Ich war sprachlos, die Mutter aber schritt heftig auf das Mädchen zu:

„Ist dies das Glasauge, von dem Du sprachst, Rieke?"

„Freilich, gnädige Frau."

Mein Weinen und Schluchzen verwandelte sich in tolles Lachen — ach, ich war so zufrieden, so glücklich!

* *

*

Das ist nun fünfundzwanzig Iahte her. Alfred ist ein vortrefflicher Gatte. Er trägt feit langer Zeit eine Brille, und das Monokle ruht sicher im Schubfach meiner Kommode.

Vermischtes.

* Die Gisenvahnfahrpreis« betragen in Preußen für Persouenzüge pro Kilometer in der vierten Klaffe 2 Pfg., in der Dritten 4, in der zweiten 6 und in der ersten 8 Pfg. Der Maybachsche Entwurf einer Tarif­reform im März 1891 sah unter Aufhebung der vierten Klaffe als Fahrpreise vor für die dritte Klaffe 2, für die zweite 4 usb für bis erste 6 Pfg. pro Kilometer. In Württemberg ist jetzt Hoffnung vorhanben, daß folgende Anträge einer Kammerkommisfion die Zustim­mung deS Landtags finden werden: Dritte Klaffe 2 Pfg., zweite 4 und erste 8 Pfg. Arbeiter, Soldaten und Schulkinder zahlen in der dritten Klaffe 1 Pfg. Alle AuSnahmstarife, wie Retourbillets, Abonnements u. s. w. werden aufgehoben. Der Schnellzugszu­schlag soll zunächst probeweise auf einzelnen Linien aufgehoben, der Gepäcktarif soll thunlichst verbilligt und die Gepäckabfertigung vereinfacht werden.

* Das Abenteuer eines Kronprinzen. Der Kronprinz von Griechenland hatte, wie aus Athen be­richtet wird, dieser Tage, als er in den Jagdgehegen der königlichen Güter in Dekelea (dem aus Dem pela- ponnefischen Kriege bekannten Orte) jagte, ein lustiges Abenteuer. Zwei Soldaten, die eine Person in Sport­kleidung sahen, wiesen darauf hin, daß Schießen auf königlichem Gebiet gesetzwidrig wäre. Da der Prinz diese Warnung, nicht beachtete, ergriffen fie ihn beim Kragen und befahlen ihm, fie zu der nächsten Polizei zu begleiten. Unterwegs versuchte der Prinz es mit einer Bestechung, was aber zur Folge hatte, daß seine Wächter ihn für den übrigen Theil des Weges buchstäblich „ver­hafteten" und bann vor dem Polizeibeamten ihn auch noch der versuchten Bestechung anklagten. Als der Prinz nach feinem Namen gefragt wurde, offenbarte er feine ,<bentität. Die Unruhe, in die die beiden Sol­daten durch seinen Namen versetzt wurden, verwandelte fich in citele Freude, als er ihnen zweimal so viel Geld reichte, wie er ihnen al? Bestechung geboten hatte.

* Dann allerdings. Madame: „Der Junge hat wohl nett auSgesehen, wie er in den Graben gefallen war?" — Dienstmädchen: „Na, ich sage Ihnen, Madame ... er hat sogar selbst gewünscht, gewaschen zu werden!"

* Unangenehmer Trost. „Geld habe ich nicht, Fräulein Irma — mein Verstand ist mein Vermögen!" — „Trösten Sie sich — Armuth schändet nicht."

* Zureichender Grund. A.: Weshalb haben Sie Ihr Landgut Elysium genannt?" — B.: „Meiner Gemahlin zu Ehren, die heißt nämlich Else!" gMWBEMWMMWKWMWmwir""”—WMIW

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der putze nur mit Laval-Wichse*

Ueberall zu Haden.

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G gen Garantie gelangt diese Woche Samstag d. 16. ds. Mts. die Straßbg. Pf. Lott, zur Ziehung. Be­sonders beachtenswerth ist diese Lott, deshalb, weil bei ihr trotz kleiner Looszahl Mk. 42 000 zu Gewinnen ver­wandt werden; s.rner daß die 1180 letzten Gewinne mit 10°/o u. die 34 ersten Gewinne mit 250/« Abzug in Baar ausbezahlt werden. Loose nur 1 M., 11 L. für 10 M. sind noch beim General-Agent I Stürmer Straßburg u. allen Loosverkaufsstellen zu haben. Man beeile sich mit dem Looseinkauf, da der Borrath beiräumt u. nur der Besitz eines Looses die M. 10 000 zu erhalten berechtigt.