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Gottesdicnstordrmug in Fulda.

Sonntag, 10. Nov. $a«. ‘/«6, 6 unb 7 Uhr b iltge Messen, */«7 Uhr heiljge Messe und Kommunion der christenlehrpflichtigen Jungfrauen in der Marienkapelle, 8 Uhr Pfarramt, Predigt und Te Deum, '/.io Uhr «alhedralamt, 11 Uhr Christen­lehre, 12 Uhr heilige Messe, l1/. Uhr Andacht und Ehristenlehre, 4 Uhr Predigt und Andacht, 7 Uhr dritte Jubiläums« Rosenkranzandacht in der Marien« kavelle. Dompfarrlicher Müttervereiu. Während der 6 Uhr-Messe Kommunion, '/.S Uhr Predigt und Andacht. — »tadtpf«rktrch«. 51/« Uhr heilige Mess« und Predigt, 6 Uhr k-ltge Messe und Kommunion der Mitglieder des MüttervereinS, 7 Uhr heilige Messe, 8 Uhr h-'l'ge Messe und Predigt, 91/. Uhr Amt und Predigt, 11 und 1'» Uhr Christenlehre, 3 not Bruderschaft von der Todesangst deS Herrn. - Pfarrkirche ?um hi «eiste. 8 Uhr Ho«aml mit Predigt, 4 Uhr Andacht mit Segen. — SodalltLt. »/.IO Uhr. — traumdrrg. Heilige Messen um 6 unb i/,7 Uhr, 8 Uhr Rosenkranzmeffe, um 9 Uhr Hoch« amt. R-chmiitagS 2 Uhr feierliche »esper mit sakra« mentalen Segen.

«vanaekischer Hotteodienst. Borm. 9',, Uhr: Herr Pfarrer Hattendorfs. Abend- 6 Uhr: Herr Kandidat kurz.

Reklame«« «»d «»»-ige-theik.

WeFSHefei haben will

der putze nur mit L<a varWt cnse*

Ueberall zu Haden.

Fabrik tiebr. Meyer, Richlingen Kraaoaer.

*.■!!!*? mit Zlnlerhaküings Aeikage „Zllusirirte Sonnlags-Zeilung" ~ '

28. Jahrgang.

Iut-a, Samstag, den 9. November 1901.

richten wollte!

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lands und des deutschen Heeres! Mehrfache Protest­kundgebungen sind dagegen in Deutschland bereits er­gangen, so von Professoren und Studenten in Greifs­wald, von vereinzelten Kriegervereinen und dergleichen. Im allgemeinen aber setzt Deutschland der frechen Beleidigung das kalte Schweigen der Nichtachtung entgegen. Was für ein Lärm würde sich in England erheben, wenn ein deutscher Minister einmal auch nur entfernt ähnliche Verleumdungen gegen die Engländer

Die Weihe deS zum Titular-Bischof von Eruthräa und Weihbischof von Straßburg er« nannten bisherigen NuntiaturrathS in Madrid, Dr. Franz Zorn von Bulach gestaltete sich zu einer besonders feierlichen. In der Capella Corsini, jenem von Clemens XII. geschaffenen Kleinod von Kunst und Pracht in der Laterans« bastlika hatte sich ein auserlesenes Publikum eingefunden, als der Kardinal Satollt, Erz­priester der genannten Bastlika, in feierlicher Prozession unter dem Voitritt von Alumnen des Collegium Sermanicum und begleitet von dem neu zu weihenden Bischöfe, sowie den beiden Assistenten, de» Titularerzbischöfen Stonor und Meriy del Bal seinen Einzug hielt. Von der Zorn von Bulachschen Familie war der Bmder deS neuen Bischofs, der Unterstaatssekretär er­schienen, sowie Graf Andlaw und Gemahlin. Weiter bemerkte man auf einem besonderen Ehrenplätze zur rechten Seite deS Altars den königlich preußischen Gesandten beim päpstliche» Stuhl, Freiherr» von Rotenhan, sowie unter den anderen Eingeladenen den kaiserlich deut­schen Botschafter beim Könige so» Italien, Grasen Wedel!, den Abt-PrimaS deS Benedit- tiner-Ordens, Do» Hildebrand-Hemptinne, de» Rektor deS C .mpo Santo der Deutschen, de Waal, den Rektor der „Anima" Dr. Nagl, den General tw Kapuziner P. Bernhard von Andermatt, den Generalsuperior der Gesellschaft deS göttlichen H-rlandeS, P. Jordan, den Rektor deS Germanicum, P. Biederlack, die Monsignori Skiomunt und Guidi (ehemaligen päpstlichen Geschäftsträgers in München), die päpstlichen Hausprälaten Dr. Wilpert und Prinz Cray und viele andere deutsch« Prälaten, Geistliche und OrdenSmitglieder. Auch die Vertreter der deut« schen katholischen und der hiesigen Presse hatte» Einladungen erhalte». Nach der Konsekration wurde in den Räumen der »euumgebauten Sa­kristei ein sogenannter RinfteSco seroirt, welche- entgegen der allgemeinen Sitte sehr reichhaltig war. Der neue Bischof hatte neben dem Kardinal Satollt Platz genommen und empfing selbstverständlich von alle» Seiten die herz­lichsten Glückwünsche. Der neu« Weihbischof hat nicht «ur durch seine impontrende äußere Er- scheinung, sondern auch durch sein fteundlicheS, dabei aber bestimmtes Auftreten den allerbeste» Eindruck auf Alle gemacht, welche Gelegenheit holten, mit ihm in näheren Verkehr zu treten. Thatfache ist es ja, daß Dr. Zorn von Bulach niemals de» Wunsch gehabt hat, auf einen bischöf­lichen Posten nach dem Elsaß oderjLothringen berufen zu werde». Er war ja schon seit Jahren Kandidat für einen solchen Posten, gewissermaßen wider Willen. An diese Kandidatur haben sich ja endlose Kommentare geknüpft und sein Name ist jetzt einer der bekannteste» nicht »ur in den deutsche» ReichSlandrn, sondern auch anderwärts. | Hoffen wir, daß die nunmehr vollzogene Weihe

lika der Superga bei Turin, fand ebenfalls ei« Sedächtniß - Gottesdienst statt, zu welchem die Königin-Wittwe Margarethe und sämmtliche i» Turin anwesende Mitglieder deS Königshauses erschienen waren.

Unser Süden wurde Inder vergangenen Woche wieder von Neuem durch große Ueberschwem- munge» heimgesucht. Namentlich haben die Um­gebungen von Messina und Taranto schwer zu leiden gehabt. DaS Ministerium entsandte den Unter-StaatSsekretär der öffentlichen Arbeiten an Ort und Stelle, um Unterstützungen an die Noth- leidenden zu verthellen und sich persönlich von der Größe deS Unglücks zu überzeuge». Auch die Eiseubahnstrecken haben durch den Einsturz meh­rerer Brücken sehr gelitten und aqf einigen Linien wurde der Verkehr vollständig eingestellt.

Gelegentlich seines achtzigsten Geburtstage- wurden dem Kardinal LeddochowSki viele Glückwünsche Sette»- seiner Freunde und Unter­gebenen überbracht. Leider läßt daS körperliche Befinden deS greise» ehemalige» preußische» Erz- Bischofs von Posen und Gnese» recht viel zu wünschen übrig.

Vor einigen Tagen fand in der vom Franzis- kanerpater Hartman» von Anderlan geleitete» Musikschule die Einweihung der neuen Konzert- orgel statt. Ei» auserlesenes Publikum hatte sich dazu eingefunden. Unter de» Anwesende» befand sich auch der Franziskanerbischof und apostolischer Vikar von Hu-pö in China, P. Carlafsare, die OcdenSober« deS Direktors, ein Vertreter deS Kardinalvikars, sowie eine große Anzahl hervorragender Musikfreunde RomS. Die Orgel spielte der Franziskanerpater Bonaventura Lugscheider, Organist an der HeiligengrabeSkirche in Jrrusalem (rin geborener Müncheners

Römische Briefe.

XXXIII.

i—i Rom, 4. November 1901.

Mitglied des Centrums im Reichstage und des Letzteren erster Präsident. Bei der Hundertjahrfeier seiner Brandenburg-Grube hatte Graf Ballestrem seinen Arbeitern 100000 Mark gestiftet, die in der Sparkasse hinterlegt worden waren, für jeden Ein­zelnen eine bestimmte Summe. Die meisten Arbeiter hatten schleunigst den Betrag aus der Sparkasse erhoben. Graf Ballestrem wollte durch die Form seiner Schenkung die Leute aber gerade zum Sparen veranlassen; und nun hat er denjenigen Arbeitern, die ihren Antheil nicht erhoben hatten, nochmals die­selbe Summe geschenkt!

Professor Spahn hat seine erste Vorlesung in Straßburg vor einer sehr zahlreichen Zuhörerschaft gehalten. Bischof Fritzen hat den Studenten der Theologie den Besuch dieser Vorlesungen nicht ver­boten. Im ersten Augenblicke fteilich, als er von der Verbindung Spahn's mit dem abgefallenen Jesuiten Grafen HoenSbroech hörte, wollte er dieses Verbot ergehen lassen. Die genauere Kenntniß der That- sachen hat aber dann daS Gegentheil davon bewirkt. Die „Voce della Veritä“ in Rom hat gleichzeitig vom Vatikan auS die bestimmte Anweisung erhalten, jegliche weitere Erörterung der Berufung Professor Spahn's zu unterlassen. Diese Anweisung ist ergangen nach Klarstellung des Falles durch die diplomatische Vertretung Deuffchlands und aus der Einsicht heraus, daß die heftigen Artikel des genannten Blattes einen sehr peinlichen Eindruck auf die deutschen Katholiken machten. Damit find die Auseinandersetzungen über diese Angelegenheit hoffentlich für immer beendet. Schön waren si« nicht.

Das Königreich Württemberg führt vom ersten April 1902 an die Werthzeichen der Reichspost ein. Im übrigen ändert das natürlich nichts an der Un­abhängigkeit der Württembergischen Post von der Ver- waltung der Reichspost.

Von großem Interesse ist die Berurtheilung des Redatteurs Freund vom demokratischen ,Beobachter' in Stuttgart zu vier Wochen Gefängniß. Es handelt fich um den Abdruck sogen. „Hunnenbriefe", deren Inhalt durch diese Gerichtsverhandlung als vollkommen unwahr erwiesen wurde. In Zürich hat eine richtige Fabrik von Hunnenbriefen bestanden! Der Chef- redafteur Schmidt desselben Blattes hat die „Hunnen­briefe" vollständig preisgegeben. Er hat Unkenntniß vorgeschützt und ist daraufhin freigesprochen worden. Der Staatsanwalt hat sofort Berufung gegen dieses

Wochen-Hlunö schau.

(Nachdruck verboten.)

X Fulda, 9. November.

Seit Wochen, eigentlich seit Monaten ging der HandelSvertragsverein und alles, was drum und dran hängt an Gegnern wirksamer Schutzzölle für unsere heimische Arbeit, mit allerhand Aeuße- rungen auf den Gimpelfang, die der Kaiser aethan haben sollte, um sein Mißfallen auszudrücken an dem Entwurf des neuen Zolltarifes und des Zollgesetzes. „Doppeltarif ist Unsinn" sollte die eine dieser Aeußerungen gewesen sein. Nachher aber sollte der Kaiser in Königsberg i. Pr. gesagt haben: „Wenn keine neuen Handelsverträge zu Stande kommen, schlage ich alles kurz und klein." Ein freisinniges Mitglied des Reichstages verbreitete diese Behauptung in seiner Zeitungskorrespondenz. Dann wurde behauptet, der Kaiser habe die Aeußerung zu dem Abgeordneten Grafen von Dönhoff- Fried richst ein gethan; und weiter erscholl die Mär, der Graf sei der „kommende Mann als Reichs­kanzler". Da kamen denn schon neun Mal weise freisinnige Zeitungen, darunter auch die gute alte Tante Boß in Berlin, und behaupteten frischweg: DaS wüßten sie alles schon seit Wochen . . . als auf einmal kurz und bündig der amtliche .ReichS- an zeiget den Herren Fabulanten folgenden kräfttgen Strich durch die Rechnung machte:

„Bon der Presse werden angebliche kaiserliche „Aeußerungen über wirthschaftliche Fragen ver- „breitet und besprochen .... Da aus ben „Kommentaren selbst ernsterer Blätter hervor- „geht, daß sie die Seiner Majestät in bett Mund „gelegten Aussprüche für echt halten, so sind wir „in der Lage zu erklären, daß diese von An- „fang bis zu Ende erlogen sind."

Man vermuthet, daß diese erfteulich kräftige Be­richtigung dem kaiserlichen Griffel selbst entstammte. Auf [eben Fall hat sie ihre Wirkung gethan, bis — die unverbesserlichen Märchenerzähler neue Fabeln über angebliche Monarchenäußerungen erfunben haben werbe».

Die Berathung ber Zollgesetzentwürfe im BunbeSrathe macht rasche Fortschritte. Die Ausschüsse desselben haben beibe Lesungen beenbet, so daß der Bundesrath in seiner Gesammtheit als­bald die Berathung beginnen tarnt. Diese wird bann schwerlich noch irgendwelche Schwierigkeiten machen, so baß man hoffen darf, ber Reichstag werbe bei ber Wieberaufnahrne seiner Sitzungen bereits im Besitze ber Entwürfe sein. Die Be- grünbung kennt man bekanntlich noch gar nicht. Diese wirb bann also noch ein besonberes Stubiurn erforbern.

Auch während ber zuletzt abgelaufenen Woche waren einige wichtige Kundgebungen zum Zolltarif zu verzeichnen: Der ftühere preußische Landwirth- schaftsminister, Freiherr von Hammerstein- Loxten, hat in einer Versammlung in Bersenbrück die bisherige Handelspolitik einer scharfen Kritik unterzogen. Er hat dabei gesagt, daß er stets ein Gegner ber Caprivischen Handelspolitik gewesen sei, einer Politik, die die Riemen für die Industrie aus der Haut ber Lanbwirthschast geschnitten habe. Noch­mals zwölf Jahre solcher Politik — bann würbe der Ruin ber deutschen Landwirthschast besiegelt fein. D«r Weg einer solchen Politik würde über die Leichen ber westfälischen Landwirthe hinweggehen ..! Der Vorstanb ber westf älischen Land wirty- schaftskammer hat eine Entschließung ange­nommen, bie fich für einen Zoll von 7,50 bis 9 Mk, für Weizen unb Roggen unb von 6 bis 7,50 Mark für Gerste unb Hafer ausspricht. Eine ausgleichenbe Mittellinie bei ber Bemessung ber Zollsätze für land- wirthschaftliche Erzeugnisse inne zu halten, hat am 3. November der Centrumsabgeordnete R. Müller- Fulda in einer Versammlung zu H öchst nochmals empfohlen.

Sensativnsblätter wußten ehedem allerhand Schauermären zu berichten über angebliche Meute­re en auf dem Kreuzer „Gazelle". Es war wieder einmal nichts damtt. Das Gcschwaderkriegs- gericht in Kiel hat die beiden angeklagten Ober­matrosen Genz und Schult von der Anklage des müitärischen Aufruhrs freigesprochen und fte nur wegen Achtungsverletzung zu Mittelarreststrafen .ver- urtheilt.

Gerade im rechten Augenblicke, wo von allen Seiten über zunehmende Arbeitslosigkeit geklagt Wird, hat Bayerns Prinzregent Luitpold in einem Rundschreiben an das bayerische Staats­ministerium die Errichtung verschiedener Monu­mentalbauten angekündigt als einen Schritt weiter auf ber von König Ludwig I. eingeschlagenen Kunstbahn. Zur Durchführung dieses Planes soll ttne größere Kommiflion gebildet werden, ber Ber- tteter ber Regierung, ber Stadt München und der Kunst angehören sollen. Minister Graf von Crails­heim hat beinahe gleichzeitig in einem Rundschreiben die Eisenbahnbehörden in Bayern angewiesen, alle mi Bereiche der Staatsbahnverwaltung liegenden Bauarbeiten in jeder Weise zn beschleunigen. Die Verwendung ausländischer Arbeiter soll dabei nach Möglichkeit beschränkt, und es sollen in erster Linie bie verheiratheten Arbeiter berücksichtigt werden

Ein großartiges Beispiel hochherziger Arbeiter- sürsorge hat der ®*raf von Ba llestrem gegeben,

NerMischle».

* gi« Wucherprozeß ging am 16 Ott. in Jno- rvrazlaw zu Ende. Angeklagt war der hiesige Kaufmann Luczynski, und seine Helfershelfer Karlowsü unb Wagner. Lnczynski, ein „Krawattenmacher* schlunmner Sorte, gab fich nicht mit Kleinigkeiten ab, denn er nahm feinen Opfern 257',> Prozent Wucherzins n ab. Dir Verhandlung, die früh 9 Uhr begann, bauerte, eine kleine Mittagspause abgerechnet, biS 8 Uhr AbendS. Borgeladen waren 37 Zeugen Der Antrag bei Staats­anwaltes lautete auf drei Jahre Gefängniß unb 2000 TO. Geldstrafe gegen Lnczynski, gegen Wagner ein Jahr Sefängniß, gegen KarlowSki ein halbes Jahr. Der Gerichtshof erkannte gegen LuczqnSki auf neun Monate Gefängniß und 1000 TO. Geldstrafe, gegen Wagner auf ein Jahr Gefängniß und gegen KarlowSki auf einen Monat Gefängniß und 50 M. Geldstrafe.

* Hratishaarfchneiben. Sin Bewohner deS Armenhauses zu Amsterdam, der fich eine? außerordent­lich schönen silberweißen Haarwuchses erfreut, hat mit einem Friseur, einem Spezialisten in Perücken, eine Uebereintunft geschloss n, durch welche der Friseur sich verpflichtet, dem anderen wöchentlich einen Siertdgutben zu bezahlen, unter ber Bedingung, daß er nichts an feinem Haar verändert und sich zu bestimmten Zeiten von ihm daS Haar schneiden läßt. Dann erhält er jedeSmal noch einen halben Gulden extra. Und so sieht man den Mann heute mit einem Üppigen, silberweißen Haarschmuck prangen, um ihm am folgenden Tage mit einem Kahlkopfe ,u begegnen . 0„

' Selbstschätzuug. „Wo bist Du heut« Abend? — Schusterlehrling: „Ick versammle mir mit mehrere Kollegen zu eenem jernüthlichen „Herrenabend .

* Eingeseift. Gast (nachdem er bie Hotelrechnung empfangen, zum Wirth boshaft): „So, nun könne» Sie mich auch gleich noch rasiren!"

• Heirathsaussicht. Bankier (zu seiner alten Tochter): „Tröste Dich, Rosalchen, ber Baron ZwinnSky macht schon auf Deine Hanb Schulden!"

Urtheil eingelegt.

DaS wichtigste Ereigniß auf bem auSwä-tigen Ge­biete ist bie Besetzung ber türkisch n Insel Mythilene (neugriechisch Mytilini). Erst wußte man nicht: wirb Frankreich ein Geschwader gegen die Türkei entsenden, oder wird es daS nicht >yun? Da auf einmal dampfte auch schon Kontreadmirai Caillard nach den türkischen Gewässern und führte Die Be­setzung der Insel auS. Diese hat eine überaus be­deutungsvolle Lage, den» sie beherrscht vollkommen den Hafen von Smyena. Nur wegen deS Falles Lorando und wegen der anfänglichen Weigerung des Sultans, an Lorando die verlangte Entschädigung zu zahlen, hat die französische Regierung den Admiral Caillard mit sieben Panzerfahrzeugen nach dem Orient entsandt. Der französische Minister des Aeußern, Herr D e l c a s s ö, hat in der PariserAbgeordnetenkammer klipp und klar gesagt, die ganze Flottensahrt gelte im Allgemeinen dem Ansehen und der Ehre der Republik Frankreich; diese wollte zeigen, daß sie auch noch mehr könne als nur diplomattsche Schriftstücke wechseln. Kurz und gut: ES handelt sich um das altbekannte französische Wort zu brauchen, um die Auffrischung des „Prestige", und das ist und bleibt die schwache Seite der Franzosen, auch der neumodischen Franzosen von der radikalen und solzialdemokratischen Art. Des­wegen erzielte das Ministerium Waldeck-Rousseau ohne weiteres ein Vertrauensvotum in der Kammer. Wenn England jetzt könnte, wie es wollte, würden vermuthlich in Mythilene auch sehr bald die rauchen­den Schlöte britischer Kriegsfahrzeuge auftauchen, und wer weiß, ob die französische Regierung alsdann auch den Handstreich unternommen haben würde. Aber gerade jetzt ist der Augenblick günstig, ein wenig Orientpolitik ohne England zu treiben. Auch wird es keine einzige Macht sonderlich ärgern, wenn die i , - ___M z .

Dinge im Mittelmeergebiete zu Ungunsten des britischen * von guter Vorbedeutung für ih» und seinen neuen Einflusses verschoben werde»; und Mr die ftanzösische: Wirkungskreis fein möge.

Regierung ist es ein« höchst angenehme Sache, so kurz DaS Allerseelenfest würbe — wie au« vor den allgemeinen Neuwahlen mit guter Aussicht | jährlich — auch von den in Rom ansässigen auf Si folg in Prestige zu machen! Der Sultan thut Deutschen i» würdigster Weise begangen. Am natürlich alles, was Frankreich will, weil er muß. { Vorabende desselben fand in der Kirche des Die Frage ist, ob Admiral Caillard mit feinem Ge-1 beutfdjen @impo San o die herkömmliche Ge- schwader wieder abdampfen wird, wenn Frankreich auch . bäJ^feter Fast sämmtliche hier r-stdt« Ifl äne I «»d-

Niederlage, die der Burengeneral Louis Botha Oesterreicher und Schweizer httten sich in der den Engländern bei Berkenlaagte im südlichen s ölten Nationalstiftung emgefunden, deren Kirche Transvaal beigebracht hat. Oberst Ben son und mehr entsprechend geschmückt war. Groß; Kandelaber als 20 andere britische Offiziere find gefallen; mehrere umgaben den mit einem schwad-goldenen Bahr- hundert Engländer sind kampfunfähig gemacht worden, । juche bedeckten niederen Katafalk, neben welchem und außerdem haben die Buren zwei britische Geschütze: e|Re gan„[ aufgestellt war. Der Rektor der erbeutet Lord Kitchener verlangt dringend nach Stiftung Dr. Anton de Waal hielt eine ergrei- weiteren bntiscken Truppen, und wiederum find 1200 , J in me[Aer er auf die Bedeutung

Mann solcher Truppen nach Südaftika entsandt wor-1 JJJ* U J«

den - vermuthlich die allerletzte britssche Reserve an s des Feste- hmwt^, woraus fich sammUtche »n kriegstüchtiger Mannschaft. Der Schatzminister Hicks - wesende in feierlicher Prozession aus an Beach hat zwar in einer Bersammlungsrede be- j stoßenden Friedhof begaben, brennende Kerzen m hauptet, England könne sofort noch 12 000 Mann' den Händen tragend. Der von der Sakraments« nach dem Burenlande senden, doch fragt nur nicht; kapelle aus vom Rektor de Waal gespendete was für Männer! Den Engländern geht es also sehr Segen schloß die erbebende Feier.

schlecht. Je schlechter es ihnen aber ergeht, desto un-s Az^igl. Schlöffe Capodimonte bei

geheuerlicher werden die rednerischen Tollheiten des' Neapel wurde eine Seelenmesse für den König Kolonialministers Chamberlain Der Herr hat es p.unrbett r ceIebrirt, welcher das Königspaar, fertig gebracht, die brttischen Rohheiten an wehrlosen zum Besuch« deS letzteren dort etnge-

Greisen, Frauen und Kindern mit dem Auftreten der e 0 * ’ * heimobnte In

Deutschen in Frankreich im Kriege vom 70 und 71 troff me $rmj Siftot SJapoleon betmobnte jn zu vergleichen: Eine ungeheuere Beleidigung Deutsch- der Gruftkirche der favolschcn Kö. ige, d Bst