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•""S» XPaeaen*» tn 3h»«. mit Anterhattungs -Beilage „Muflrirte Sonntags-Zeitung" •" petee»g«g< He. t (IhxnuKie).
M 257.
Jutöa, Freitag, den 8. November 1901.
28. Jahrgang.
G Frankreich auf der Insel Lesbos.
Natürlich verfolgt man überall mit großer Aufmerksamkeit die Vorgänge auf der Insel Lesbos. Thatsächlich liege« dir Dinge doch so. daß alles das erledigt ist, was zu der Flotten-Kundgrbung Veranlassung gegeben hatte oder als Veranlassung bezeichnet worden war. Aber Frankreich benutzt die Gelegenheit, um noch mehr durchzusetze«, Zu- geständnlffe von der Türkei zu erlangen, von denen in der letzten Zeit niemals die Rede gewesen war. Wie außerordentlich vorsichtig der Sultan sich benimmt, geht daraus hervor, daß er sofort geheime Anweisungen an alle Behörden ergehen ließ, wonach den Franzosen auf keinen Fall bewaffneter Widerstand entgegengesetzt werden sollte, sie möchten nun thun, was sie wollten. Nur sollen die Behörden dafür sorgen, daß nicht türkische Staats- güter oder Staatseinkünfte den Franzosen in die Hände fallen; aber wenn die Franzose« mit Gewalt etwas nehmen, dann sollen sie sich mit einem Proteste begnügen und jeglichen Schaden oerzelch- . »en, der etwa von den Franzosen angerichtet werden sollte. Nur die türkische Besatzung der Dardanellen hat den bestimmten Befehl erhalten, eine etwa versuchte Durchfahrt französischer Kriegs- schiffe mit aller Gewalt zu verhindern. Urberal sonst würde die französische Maßnahme mit Kanonen- schüffen beantwortet worden sein. Der Beherrscher aller Gläubigen aber kennt seine Schwäche und die Gefahre«, vo« denen seine Stellung in Europa bedroht ist; deswegen übt er eine Vorsicht und Selbstbeherrschung sondergleichen.
Am meisten Jntereffe für Frankreichs Vor- gehen hat man natürlich in London. Am Dienstag und am Mittwoch haben dorr lange Ministerberathungen über das französische Vor- gehen stattgefunden; aber waS dort gesprochen oder etwa beschloffen worden ist, entzieht sich natürlich vollkommen der öffentlichen Kenntniß.
Was verlangt Frankreich vo« der Türkei? Zunächst Maßregel» zu Gunsten derjenigen konfessionelle» Schulen und Krankenhäuser, die französischer Nationalität find und unter französischem Schutze stehen. Man behauptet, diese französischen Anstalten seien im türkischen Reiche nicht gut behandelt worden. Ueber ungeeignete oder schlechte Behandlung der entsprechenden deutschen Gründungen in der Türkei ist niemals Klage laut geworden. Wenn die französischen Beschwerden berechtigt find, dann hat Frankreich natürlich das Recht, die-Verlangen zu stellen.
Daun verlangen die Franzosen in ihrem Ultimatum vom Sultan die Ermächtigung zum Aufbau derjenigen Schule», die' bet den große« 'Armenierverfolgunge« im Jahre 1896 zerstört wurden. Ein Theil der Armenier erkennt Frankreich als seine Schutzmacht an. Der von Frankreich von Alters her geübte Schutz der Katholiken dort ist in Artikel 63 des Berliner Vertrages vom 13 Juli 1878 ausdrücklich an-
lö >!« ledk» eines Neischeekriites.
Nach dem Französischen von Henri Eauvain.
ÜS) ------(Nachdruck verboten.)
XIII.
«Ich hatte mir noch nicht erklären könne»," Begann Maximilian nach einer kurzen Pause wieder, „waS Herrn Brrhat-Kerguen bewogen haben mochte, mich in seinen Dienst zu nehmen.
Bis zur Stunde hat er mir erst einen ein» eigen Befehl ertheilt, jenen, dem Friedensrichter zu folge« und daS Licht zu halten. Abgesehen davon, schien er meine Anwesenheit völlig vergesse« zu habe».
Am andern Tage sollte ich jedoch de« Beweggrund kennen lerne».
Gegen steben Uhr begegnete ich Herrn Prosper, der im höchste« Grade unzufrieden auSsah.
«Jetzt denken Sie sich nur," sagte er zu mir, jetzt soll ich eine» Brief nach der Bastille tragen. 'Der alle Geizhalz will um keinen Preis eine» Dienstmann nehme«. Durch diesen Schnee und bei dieser Kälte, .... das ist zum K«>utgehen."
Er lief mürrisch davon; dan» plötzlich fich umwendend, rief er:
«He, daß ich'« nicht vergesse, er fragte »ach Ihnen; gehen Sie schnell herauf.
Ich fand meine« alten Bertonen im Schlaf, rock, ein Tuch um den Kopf gewickelt und eine große Pfeife rauchend.
«Nehme er eine« Besen und eine« Abstauber" sagte er mit seiner rauhen Stimme, -und folge er mir."
Ich holte schnell die beide» verlangten I»- strumeute. Wir stiegen in de« unteren Stock
erkannt. Frankreich hat sich in der letzten Zeit um dieses fein Schutzrecht wenig gekümmert.
Nichtsdestoweniger ist es dadurch nicht aufgehoben worden; und wenn Frankreich es jetzt wieder geltend macht, kann niemand etwas da- gegen haben. Auch wenn es die unglücklichen Armenier nur als Vorwand benützt, um sich in die inneren Verhältnisse der Türkei einzumischen, so hat doch gerade dieser Vorwand den Vorzug der edlen und humanen Außenseite: eS nimmt sich gut aus. die unterdrückten und geplagten armenischen Christen in Schutz zu nehmen gegen die mohammedanische« Räuberhorden, die sie fort und fort bedrücken, mißhandeln und aus- rauben, sehr häufig unterstützt dabei von türkischen Soldaten, und fast niemals ernstlich gehindert daran durch die Gouverneure des Sultans. An der syrischen Küste würden die Franzosen ja viel zu gern festen Fuß f aff en. Im Jahre 1860 hat Frankreich einmal sechstausend Mann in Syrien gelandet. Das geschah unter dem Vorwande, die christlichen Maroniten gegen die mohammedanischen Drusen zu beschützen. Des Pudels Kern war aber auch der sehnliche Wunsch, die schöne Provinz Syrien in fran- zöfiichen Besitz zu bringen. Eynen mußte damals wieder geräumt werden. Die Engländer gaben es nicht zu, daß das schöne Land in französischen Besitz übergehr.
Ein dritter Punkt in den französischen Forderungen ist die Anerkennung des chalsäischen Patriarchen in Diabekr am Tigris durch die Türkei. Die chaldäischen Christen sind mit der römischen Kirche vereint. Wenn den Franzosen daS Schutzrecht zusteht über alle Katholiken im Orient, dann befinden sie fich auch mit dieser Forderung ebenfalls auf dem Boden des Rechtes, daS durch Verträge und Ueberlieferunge« geschaffen wurde. Zu bemerken ist dabei, daß diese Forderung weit hinauSgreift über die Grenzen von Syrien. Diabekr soll eine Station der Bagdadbahn werden. De« Franzose« würde es sehr angenehm sein, wenn sie später in dem chaldäischen Patriarchen in Diabekr einen einflußreichen Vertreter ihrer Jntereffen haben würden. Höchst wunderbar ist es nur zu sehen, wie dieselbe Republik auf einmal zum Schutzpatron der verfolgten und bedrückten Kirche fich aufwirft, die bei sich daheim alles Kirchliche kaum schlechter behandelt, als der türkische Großherr die verfluchten Ungläubigen innerhalb der Grenzen seines Reiches!
Wollte Frankreich durch die Entsendung deS Admirals Caillard nur die Bewilligung derjenigen Forderungen erreichen, von be«e« in jüngster Zell die Rede war, so müßte eS jetzt bereits befriedigt sei» und seine KciegSfahrzeuge von LeSboS wieder zurückziehen. Will es aber mit bewaffneter Macht auch die Erfüllung aller der Forderungen erreiche«, die es in seinem Ultimatum erhoben hat, ohne daß davon vorher die Rede war, dann wird eine militärische Besetzung von LeSboS auf längere Zeit hinaus nothwendig werden — eine Besetzung für alle Zellen schwebt augenscheinlich den Franzosen vor. ES fragt sich nur, ob damit auch die anderen Mächte einverstanden fein würden!
hinab und traten in das Zimmer deS Verstorbene».
„DaS Alles ist in einem gräßliche« Zustand!" brummte er, einen Blick über daS Durcheinander werfend. „Er wlld Alles ordnen, kehren, ab- stauben ... und das geschwind, verstanden? Zuerst den Fußteppich."
Er zog die Vorhänge zurück. Die Helle, welche dadurch iit das Zimmer drang, ließ die Fußspuren »och deutlicher hervortrete». Herr Brrhat-Kerguen schien dieselben gleich mir zu be- merken, und er zog rasch die Vorhänge wieder zu.
«Kehre er zuerst diesen Teppich und daS sorgfältig, verstanden?"
Da ich diese Arbeit etwa- langsam, und wie Sie fich leicht denken können, ziemlich ungeschickt ouSsührte, sah ich sein Gesicht purpnrroth werde» und er stieß einen furchtbaren Fluch aus.
„Schneller ... Ich habe ihm gesagt, daß ich Eile habe . . ., Ha," fuhr er halblaut fort, könnte ich mich nur bücken, hätte ich diesen Schmerz in der Hüfte nicht, ich wäre längst da- mit fertig."
Ich war unterdessen bis zum Bette ge- ommen. Herr Brehat-Kerguen schien einen Augenblick zu zögern.
„Fahr' er auch einige Male mit dem Besen unter da« Beit!" sagte er barsch.
Ich bückte mich und begriff sofort, warum er einen Augenblick zögerte, ehe er mir diesen Be- ehl gab. Unter dem Bette erblickte ich zwei Fußspuren von gelbem Sande, eine neben der anderen vollkommen übereinstimmend mit jenen, >ie ich am Fenster und vorn Fenster bi« zum Bette gefunden hatte.
Jemand hatte fich unter dem Bette versteckt.
Dentsches Keich.
Berlin, 7. November.
+ Kitte Krmbgehmg -ege« K-amöee- Ui«. Unter großer Begeisterung hat Mittwoch Abend in Keller'S Festsälen in Berlin eine außerordentlich stark besuchte Versammlung stattgesunden, in der unter Anderen die UniversitätS- Professoren Gierke, Kahl und Adolf Wagner sprachen und Widerspruch erhoben gegen die Verleumdungen des deutschen Heeres durch den britischen Kolonialminister Chamberlain. Mit Entrüstung wiesen sämmtliche Redner de» verleumderischen Vergleich Chamberlain's zurück — für die englische Kriegführung in Südafrika kann man nach Adolf Wagner's Ausspruch „nur Ver- achtung haben". Einstimmig wurde eine Resolution angenommen, in der eS heißt: „Mehr als 2000 Akademiker in Berlin, in treuer Gemeinschaft mit ihren Professoren, weisen einstimmig den Vergleich zurück, den der englische Kolonialminister zwischen dem glorreichen deutschen Kriege von 1870/71 und dem rechtlose» Eroberungskriege Englands in Südafrika 'mit seiner aller Völkerrechte hohnsprechende Führung zu ziehen gewagt hat. Sie weisen ihn zurück als eine rohe Beleidigung unserer heiligsten Erinnerungen, eine Verleumdung unserer tapsen« Tobten und eine Beschimpfung unserer nationalen Ehre."
h KemeUbsWahke« i« Berlin und Kstarkotte«-«rg. Am letzte« Mittwoch habe» in Berlin undCharlottenburg Wahlen zu de« Stadtverordneten-Bersammlungen statt- gefunden, und zwar in der dritte« Wähler- abtheilung. In Berlin hatten die Liberalen acht Sitze zu vertheidige« und haben deren nicht weniger als fünf an die Sozialdemokraten verloren. In Berlin find dabei alle diese Wahlen gleich im ersten Wahlgange entschiede« worden, ohne daß noch eine Stichwahl erforderlich gewesen wäre. Die Wählermaffen rückten namentlich in den späteren Abendstunden zahlreich in die Wahllokale ein: alle die sozialdemo- kratischen Arbeiter, die Mann sür Mann ihre Stimmen abgabe«. Die Betheiligung des bürgerlichen Elementes war wiederum im Gegensätze dazu sehr schwach. Die Wahlbetheiligung beträgt in manche» Wahlbezirken noch nicht einmal 30 v. H. Eine Wahlbetheiligung von 50 v. H ist nirgends erreicht worden. In Charlottenburg handelte es fich um mehrere neu gebildete Wahlbezirke. Im allgemeinen hat aber auch dort die Sozialdemokratie wiederum sehr stark zugenomme«. In Charlottenburg müssen mehrere Stichwahlen vorgenommen werden.
X Der Zolltarif ist von den Ausschüsse« deS Bundesraches in zweiter Lesung etiebigt worden. Nach einer vereinzelten Zeitungsnotiz soll der Entwurf durch diese Berathnng „theil- weise wichtige Veränderungen" erlitten habe». Darunter kann man fich aber sehr viele verschiedene Dinge verstellen. Erwähnenswerth ist die folgende, von demselben Berliner Blatte ausgestellte Behauptung:
„In gut unterrichteten Kreisen wird ver- „sichert, daß ein etwaiger Beschluß deS „Reichstages auf Erhöhung der Mindest-
6» waren die Spuren von zwei Stiefelabsätzen. Beachten Sie wohl, dieselben befanden fich unter dem Kopfende de« Bette«, wa« mir eine Warnung bestätigte und erklärte, dir ich bei einer andern Gelegenheit gemacht und von welcher ich Ihnen sogleich sprechen werbe.
Sie begreifen, daß ich mich wohl hütete, diese verdächtigen Spuren zu beseitigen.
„So," sagte mein Herr, al* ich fertig war, „jetzt nehmen Sir die Betttücher und lassen Sie dieselben so schnell al« möglich waschen. Ich mag die Wäsche eine« Tobten nicht lange Herumliegen sehen."
Er wollte mir vorkommen, al« spreche er mit einer cynischen Gleichgiltigkeit von bem Ende seine« Bruder».
Ich raffte die Tücher zusammen, rollte sie auf und nahm sie unter den Arm.
„So, jetzt kann er gehen," heischte Herr Brehat-Kerguen, „den Sekretär will ich selbst in Ordnung bringen."
Ich stieg schnell in das Zimmer hinauf, das man mir zur Wohnung angewiesen hatte, schloß hinter mir die Thüre doppelt ab und beeilte mich, die Tücher zu untersuchen, die ich unter dem Arme trug.
Hier hielt der Philosoph inne. Er schien erschöpft zu sein, und ich machte ihn darauf aufmerksam.
„3a," sagte er, „ich fürchte fast, ich bekomme einen neuen Anfall. Ich fühle eine ungewöhnliche Mattigkeit. Seit Wochenfrist habe ich mich der anstrengendsten Geistesarbeit unterzogen, von welcher ;ch Ihnen hier nur da» Wesentlichste mitgetheilt habe. Wenn Sie wüßten, wie lange Stunden ich bei Tag und bei Nacht mit Nachdenken zu-
„zoll sä tze für die Hauptgetretoearten auf „sechs Mark l eine Aussicht auf „Ann ahme im Bunde* rat he habe« „würde.
ES ist sehr zu bezweifel«, daß sich schon heute irgend etwas Bestimmtes Über die Stellung sagen lassen sollte, die der Bundesrath später einmal dazu eümehmen wird. Die .Berliner Neuesten Nachrichten' bemerken dazu:
„Nach unseren an maßgebender Stelle einge- „zoaenen Erkundigungen steht die ganze „Mittheiluna mit den Thalsachen im Wider- „spruche. Es ist nicht richtig, daß der Ent- „wurs im Bundesrakhe wichtige Verände- „rungen erfahren habe. Ebenso unrichtig ist „die (vorher gar nicht erst erwähnte) Be- „hauptung, daß die baldige Einbringung der „Vorlage im Reichstage zweifelhaft geworden „sei .... Was die Stellungnahme deS „Bundesrathes zu einem möglichen Beschlüsse „des Reichstages, Über die vorgrschlagene» „Getreidezölle noch («och?! Red.) hinaus- „zugehen, anlangt, so ist es durchaus „müßig, fich mit solchen Eventualitäten im „gegenwärtigen Zeitpunkte zu befassen . .
Na ja, das ist klar! Die falsche Darstellung der Thatsachrn, die sicherlich auch anderen Zeitungen zugegangen ist, sollte vermuthlich den Zweck haben, von Neuem Verwirrung zu verursachen in der klaren Sachlage.
h Dom Berliner Milchüriege. Der Verlauf des Berliner Milchkrieges zeigt immer deutlicher, daß die Milchhändler außerordentlich gegen ihren Vortheil gehandelt haben, als sie es im Sommer ablehntrn, 13 Pfennige für daS Liter Milch zu zahlen. Jetzt scheinen sie die vorher eingegangene gegenseitige Verpflichtung fallen gelassen zu haben, nur 12 Pfennig für für frachtfrei nach Berlin gelieferte Milch zu geben; wenigstens zahlen jetzt verfchiedene Händler diesen Preis und möchte» ihn sehr gern in sehr viel größerem Umfange zahlen, wenn sie nur Gelegenheit dazu bekämen. Die genossenschaftliche Milchcentrale verfügt in Berlin über mehr alS 50 Läden und wird nach Verlauf vo« weitere« zwei Woche« deren hundert habe». DaS Publikum steht immer mehr die Vorthelle em, bie hm durch de« genoffenfchafllichen Milchverkauf der Landwirthe geboten werden. Infolgedessen nimmt der Andrang in den Läse« der Milchcentrale fortgesetzt zu.
♦ Die chemätze««- »o» Darleye« für Ae»osse«fchaf1e« regelt ein am 31. Oktober ergangener Ministerialerlaß, aus dem wir heute kurz daS Wichtigste mittheilen wollen. Danach ist eine Gewährung von Darlehen fettens der kommunalen Sparkassen an Genossenschaften mit unbeschränkter Haft-oder Nachschußpflicht, sowie an Genoffenschäften mit beschränkter Haftpflicht, jedoch unter Ausschluß von Kreditgenossenschaften, mithi« nur a« Betriebs-(Produktio)-Genoffenschaften zulässig. Die Gewährung kann mit und ohne die Leistung einer Spezialficherheit erfolgen. Die Bedingungen hierfür werden des Näheren in dem Erlaß angegeben.
brachte, um diese anscheinend wenig zusammenhängenden Thatsachen mit einander zu verketten und einen Schluß aus denselben zu ziehen. In- deß, wenn ich damit nur zu meinem Ziele komme I"
Nach einer kurzen Unterbrechung fragte er mich bann:
„Könnte« Sie mir nicht ein Glas Cognac geben? Ich glaube, da« thäte mir gut."
Ich öffnete ein Kästchen mit Liqueuren und iellte e« zu seiner Verfügung. Er stürzte nach einander drei Gläser Rum hinunter, athmete dann tief auf und drückte sein Haupt gegen bl? Lehne de« Stuhle».
,Lch muß gestehen," sagte ich, Ihm gegenüber am Kamine Platz nehmend, „Ihr Bericht versetzt mich in Staunen und Alles kommt mir wie ein magischer Traum vor. Soeben schienen Sie diesen alten Banditenhauptmann als Urheber des Verbrechens im Verpachte zu haben und jetzt scheinen Sie Herrn Brehat-Kerguen de« Brudermorde« anschuldlqen zu wollen.
Ein feine« Lächeln umspielte den Mund be» Philosophen. Er öffnete halb den Mund und sagte:
„Geduld! weder find Sie am Ausgange Ihre« Traume« angekommen, noch ich am Ende meine» Berichte«, Sie werden bald noch mehr Grund zum Staunen haben. Ich habe Ihnen «och nicht von Doktor Wlckson gesprochen. Es ist an der Zett, daß ich auch einige Worte über ihn sage.
Kehren wir zurück zum Tage der Untersuchung. Mir kam damals der Gedanke, daß sowohl bie Gerechtigkeit als auch Sie der schlau berechneten List zum Opfer gefallen seien.
lFortse-mig folgt.)