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mit Nnterhaltungs -Anlage „Issustrirte Sonntags-Zeitung" -- petcresaä« N». t ffcarx«te).
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28. Jahrgang.
IuLöa, Montag, den 4. November 1901.
JS 253.
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G Lebensmittelzölle und Haushalt.
Das Streben nach einer Erhöhung der Se- treidezölle entspringt der Nothwendigkeit, den An« bau des Getreides für die deutsche Landwirth- schast lohnender zu gestalten. Gelingt eS nicht, dem Körnerbau höhere Erträge als jetzt zu sichern, läuft überhaupt der ganze deutsche Getreidebau schwere Gefahr in seinem Bestände. Sollen die Erträge höher werden, so müffen die Getreide« preise steigen. Wenn man sagt, man wolle höhere Gettridezölle haben, um den Anbau der Körner« frucht in Deutschland lohnender zu machen, so meint man damit natürlich, man wolle durch die Veränderung der Zollsätze erhöhend auf die Ge- treidkpreise einwirken. Sonst hätte die ganze Sache ja gar keinen Sinn; und es ist ganz thöricht, wenn die Gegner einer geeigneten deutschen Zollpolitik sich so anstellen, als wollten die Schutzzöllner es leugnen, daß die Zollerhöhung kräftigend auf die Bildung der Preise einwirken solle.
Das leugnet kein Schutzzöllner. Darauf kommt es ja bei der Beurtheilung der ganzen Frage auch gar nicht an. Es handelt sich vielmehr darum, daß erstens nicht die Erhöhung des Zolles in ihrem ganzen Betrage erhöhend auf dieGetteide- preise einwirkt, und zweitens um den andern Punkt, daß, die Preise der Erzeugnisse aus dem -Getreioe nicht allein von dem Preise des Getreides abhängig sind, mit anderen Worten, daß das Brod nicht um ebenso viel theurer zu werden braucht wie das Getreide, wenn dessen Preise steigen. Es ist geradezu ein Unsinn, wenn immer und immer wieder behauptet wird, das Pfund Brod müsse um zwei Pfennige theurer werden, wenn der Getreidezoll von 31/» auf 71/« Jfc. erhöht würde — und dementsprechend theurer bei anders gedachten Zollerhöhungen. Der Weg der -Körner von dem Getreidehalm bis auf oen Tisch des Verbraucher- ist sehr weit, sehr verschlungen, sehr abhängig von tausenderlei wechselnden Verhältnissen, die sich theilweise einer Vorausberechnung vollkommen entziehen. Die Höhe der Einfuhrzölle spielt darum gar nicht die Hauptrolle bei der Preisbildung des Brodes. In Frankreich werden die Wetzenzölle außerordentlich erhöht; aber man hat noch nicht eine einzige Klage aus Frankreich darüber vernommen, daß der Preis des WeizenbrodeS in Folge dessen fühlbar höher geworden wäre!
Leider wird bei unS in Deutschland daS -Brod und überhaupt die Backwaaren nur an «sehr wenigen Orten nach dem Gewichte verkauft. To wunderlich daS klingt, ist eS deswegen dennoch Thatsache, daß eine genaue Beobachtung ÄeS gegenseitigen Verhältnisses zwischen Getreide- preis und BrodpreiS außerordentlich erschwert und zum Theil geradezu unmöglich ist. Desto werthvoller für die Beurtheilung der gegen« wättigen wirthschaftlichen Fragen ist darum jeder -zuverlässige solche Vergleich auf der Grundlage der GewtchtSmengen deS Getreides und der Eackwaare, um so werthvoller, alS auf diesem
jk» den lebe» eines Neischnfeisdes.
Nach dem Französtschen von Henri Eauvain.
10) ------ (Nachdruck verboten.)
»Ich gestehe Ihnen offen," sagte ich dem Philosoph kopfschüttelnd, „daß ich noch nicht mehr weiß, wie vorher. Ich erwarte von Ihnen die Erklärung dieses Blderrebus."
„Das ist eine ganze Geschichte", erwiderte Maximilian und lehnte sich in seinen Stuhl. „Glaub.n Sie mir, auch ich hätte lange nach der Lösung dieses RäthselS hin« und Herratheu kön« neu und hätte dieselbe vielleicht nie gefunden, wenn mich nicht die Umstande dabei wunderbar unterstützt hätten.
„Ich habe Ihnen gesagt, daß ich früher Advokat gewesen sei und einige Male plädirt habe.
„ES war imJahre 1832. Ich suchte mir damals einen gewissenRuf zu verschaffen und hatte jene Begeisterung und jenen Eifer, die gewöhnlich junge Leute beseelen, welche zum ersten Male vor de« Schranken sprechen.
„Eine der ersten Vertheidigungen, die man mir anvertraute, war die eines gewissen Julius Lanseigne; derselbe war in ein sehr gehetmniß- volles Verbrechen verwickelt, dkssen Dunkel die Gerechtigkeit nie recht aufzuhellen vermochte. Es handelte sich um eine Bande von Uebelthätern, welche zu wiederholten Malen die Einwohner von Paris durch Diebstähle und unerhört kühne Raubunfälle in Schrecken versetzt hatten. Die Stäube- «ter. würben mit einer solchen Gewandtheit aus-
Gebiete auch die amtliche Statistik ungemein lückenhaft ist.
Eine solche verdienstvolle Arbeit brachte in diesen Tagen die »Deutsche Landwirthschaftliche Presse' aus der Feder eines Herrn Gustav Gerland. In der Stadt Kassel bat die Backwaare lange unter ortspolizeilicher Taxe gestanden; noch bis zum August 1883 war in Kassel den Bäckern ganz genau vorgeschrieben, wie viel Gewicht Wecke sie für eine bestimmte Summe Geldes zu liefern hatten. Und als die Polizeitaxe aufgehoben wurde, haben die Kasseler Bäcker aus freiem Willen die von alters her übliche Preisanmeldung beibehalten. Für Kassel kann man also ausnahmsweise für eine lange Reihe von Jahren die Preise der Weizenbackwaaren nach dem Gewichte angeben; und da die Weizenpreise sich ziemlich leicht für dieselbe Jahresreihe feststellen lassen, ist hier in diesem Falle auch ein genauer Vergleich beider Preisbildungen möglich. Gerland hat diesen Vergleich auf der Grundlage des vorhandenen amtlichen Materials bis zum Jahre 1854 zurück angrstellt, und er hat damit in wirklich überraschend deutlicher Weise den Beweis dafür geliefert, daß die Weizenbackwaare in Kassel mit ihrem Preise in der langen Zeit von 1854 bis 1898 vollkommen un- abhängig gewesen ist von dem Preise deS Wetzens. ES kostete« in Kassel
Doppelztr. Weizen Doppelztr. Wecke
1854/58
23,30
Mark
27,78
Mark
1859/63
21,20
ff
28,18
ff
1864/68
22,54
n
30,65
H
1869/73
24,30
w
45 81
ff
1374/78
22.35
ft
66,—
ff
1879/83
21,20
w
66,67
ff
1884/88
16,74
ff
66 67
ff
1889/93
18,79
ff
66 67
tt
1894/98
15,46
ff
66,67
ff
Man ersieht aus diesen Zahlen viel klarer und deutlicher, als es mit dem Aufwande vieler Worte gesagt werden kann, daß in Kassel der Preis der Weizenbackwaare fast vollkommen unabhängig von dem Presse des Getreides stets gewesen und bi« in unsere Tage hinein geblieben ist. Der Weizen- pretS ist immer niedriger, die Wecke aber sind immer theurer geworden; und seit nunmehr 22 Jahren ist der Preis der Wecke unverändert gleich geblieben, vollkommen, unbeeinflußt von den Schwankungen oeS Weizenpreises! Diejenige Leute, die auf dem langen Wege deS Getreides vom Felde btS in den Haushalt des Menschen rate diesem zu thun haben, die verschiedenen Zwischenhändler, die Müller, die Bäcker — sie haben die Unter« schiebe im Weizenpreise schon unter einander ausgeglichen; der Verbraucher ist davon gar nicht mehr berührt worben !*
Man kann sich nicht leicht eine lehrreichere Arbeit, ols diese Gerland's in der genannten Zeitschrift oorstellen für die Beurtheilung der wirthschaftlichen Fragen, die jetzt die politischen Gemüther bei uns in Spannung erhalten, auch lehrreich darin, daß sie einmal so recht klar und deutlich vor Augen führt, wie hohe Beträge an dem Getreide und an den Erzeugnissen daraus verdient werden, bevor es auf den Tisch des Verbrauches gelangt. Man bedenke: Der
geführt, daß §rst nach vielen Jahren Dank den geistreichen Bemühungen eines damals sehr gefeierten Polizei-Kommissars die Thäter festgenommen werden konnten.
„Und auch da fielen nicht Alle in die Hände der Girechtigkeit. Nur drei Angeklagte erschienen vor den Schrankes. Es waren Jakob Pichet, Paul Robert und Julius Lanseigne, genannt Kletnerdolch.
„Ihr Anführer, der sie mit so großer Ge- waudlheit geleitet hatte, entging allen gerichtlichen Nachstellungen und die Angeklagten weigerten sich hartnäckig, seinen Name« zu verrathen. Man wußte nur, daß die Bande ihn mit dem sonderbaren Zunamen Rothe-Kugel benannte.
„Auch fand man bei einem der Angeklagten zwei Briefe in Hieroglxphenschrift, die mit Ausnahme einiger weniger Zeichen, welche der berühmte Poltzeidieiier errirth, nicht zu entziffern waren.
„Der erste der Angeklagte wurde zum Tode verurtheilt, der zweite zu zwanzig Jahren Zuchthausstrafe und mein Client, gegen welchen urgtrende Beweise mangelten, nur zu fünf Jahren Ge- fängniß.
„Die ganze Verhandlung hatte mein lebhaftes Jit-reffe in Anspruch genommen und ich pflog mit dem Präfekten der Sicherheitspolizei, von dem ich Ihnen gesprochen, häufige Unterredungen. Er erzählte mir bis in's Kleinste alle Einzelheiten dieses Kampfes, den er vier Jahre lang gegen diese Banditen geführt, und der endlich damit endigte, daß drei von ihnen auf der Anklagebank saßen.
Unterschied zwischen dem Getreidepreise und dem Brodpreise ist von 1854 bis 1898 von 41/» Mark auf mehr als 51 Mark gestiegen — eine geradezu unheimliche Steigerung zum Schaden des Verbrauchers.
Unsere Volkswirthschaft und unsere Staatspolitik sollten es als eine ihrer vornehmsten Aufgabe betrachten, Mettel und Wege zu finden, um dieser unmäßigen Ver- theuerungunseres wichtigsten Nahrungsmittels einen wirksamen Damm entgegenzusetzen. Damit kann man dem Volke, daS das Brod ißt, ungeheuer viel nützen; nicht das Geringste aber mit den unablässigen Nörgeleien gegen die vollkommen unabwendbare Erhöhung der deutschen Getreidezölle!
Angaben vorliegen, sind 11500 ohne Beschäftigung, also beinahe 14 v. H. So arg sieht es aber nicht überall in der Eisenindustrie aus. Außerdem geht aus den eingelaufenen Antworten hervor, daß allenthalben Abzüge an den Löhnen gemacht worden sind; am stärksten find die Akkordsätze zurückge-
Detttfches Keich«
Berlin, 2. November.
+ Kit» gerüffelter Ireihändler. Der frühere italienische Minister Luzzatti ist ein besonders von dem sogenannten Handelsvertrags- Verein hochverehrter Mann. Er gefällt sich ganz besonders darin, gegen die deutschen wirthschast- lichen Jntereffen anmkämpfen und dabei auch den Reichskanzler Grafen von Bülow anzugreifen, weil dieser es wagt, für die wirthschaftlichen Bedürfnisse seines Landes etwas thun zu wollen; und wer in dieser Weise Deutschland bekämpft, hat von vorn herein die volle Anwartschaft auf das Wohlwollen des genannten Vereins und seiner Freunde. Diese Letzteren suchten nun auch den Anschein zu erwecken, al« habe Herr Luzzatti die italienische Regierung hinter sich. Mit dieser Flunkerei aber haben die Herren eine große Unvorsichtigkeit begangen, denn die italienische Regierung konnte das nicht schweigend auf sich sitzen lasten. Sie hat in Wien und in Berlin erklären lassen, daß fie die Rede des Herrn Luzzatti und fein ganzes Vorgehen beklage, namentlich über feine Angriffe gegen den deutschen Reichskanzler. Anderseits hält die italienische Regierung nach ihren Erklärungen den Abschluß neuer Handelsverträge für sicher, und sie sühlt sich zum Danke Der« pflichtet sür das wohlwollende Entgegenkommen der verbündeten Staaten auf dem handelspolitischen Gebiete! Damit find wieder einmal freihändlerische Flunkereien tn ihrem wahren, oder vielmehr von Grund aus unwahren Charakter gekennzeichnet. Wann kommen die nächsten? Lange wird das ja nicht dauern, denn die Herren sind über die Maßen — erfindungsreich !
-j- Die ArSeitsverhältuiffe in der Kiseu- indnstrie! Auf eine Rundfrage, die die Zeitschrift ,Der Arbeitsmarkt' in der Mitte des Monate Oktober bei Unternehmern und Arbeitern in der Eisenindustrie veranstaltet hat, sind Antworten eingelaufen, die tnsgesammt über die ArbeitSver- hältniste von rund 132000 Metallarbeitern Aufschluß geben. Da« bedeutet etwas mehr al« ein Zehntel aller Personen, die im Metall- und Maschinengewerbe beschäftigt find. Fast überall ist eine erheblich verkürzte Arbeitszeit eingeführt; e« haben aber auch zahlreiche Arbeiterentlaffungen stattgefunden. Von 83000 Arbeitern, über die
gangen.
4- Hhue Schulbildung sind im Etatsjahr 1900 in Preußen 156 Mannschaften in daS Heer und die Marine eingestellt worden. Der Prozentsatz der preußischen Analphabeten betrug also 0,10, während er noch im Jahre 1880/81 auf 2,37 sich belief. Beim Landheere stellte sich der Prozentsatz im Jahre 1900 auf 0,10, bei der Marine auf 0,03. Für die Analphabeten der Marine kamen nur die Provinzen Ostpreußen und Pommern in Bettacht, während beim Landheer nur die Provinzen Brandenburg und Hannover und Hohenzollern keine Analphabeten aufwiesen. Im übrigen entfielen auf Ostpreußen 0,24, Weflpreußen 0 47, Pommern 0,01, Posen 0,32, Schlesien 0,17, Sacksen 0,92, desgleichen Schleswig-Holstein und Westfalen, Hessen Nassau 0,05 und Rheinprooinz 0,03 v. H.
* Zum AVI i* Maria-Laach wurde an Stelle des Hochwürdigsten Bischofs Benzler, der .Kölnischen Volkszeitung' zu Folge, Dr. phil. et theol. Pater Fidelis von Stotzingen, derzeit Lektor der Dogmatik an der theologische« Schule in Beuron, gewählt. Der Neugewählte ist ein Sohn des um die katholische Sache in Baden hochverdienten Freiherr« Roderich von Stotzingen (j-23. März 1893) und ist geboren am 1. Mat 1871 zu Ceißlmgen.
* Aas endgiltige Krgev«itz der Volkszählung in Preußen vom 1. Dezember 1900 wird im .ReichSanz.' veröffentlicht. Danach ist die Bevölkerung Preußens seit 1895 von 31855123 auf 34472509 Köpfe angewachsen. Die männliche Bevölkerung stieg von 15645439 auf 16971425, die weibliche von 16209 684 auf 17501084 Köpfe. Nach dem Religtonsbekennt- niß gibt eS (im Vergleich zu 1895) 21817 577 (20 351448) Evangelische. 12113 670 (10 999 505) Katholiken, 139127 (119245) sonstige Christen, 392322 (379 716) Irrealsten und 8913 (5209) Bekenner anderer Religionen und Personen un- b>kannter Religionen. Die Zunahme der Evangelischen in Preußen beträgt also in dem Jahrfünft 1895 bis 1900 7,1 pCt., der Katholiken 10,1 pCt., der Juden 3,3 pCt. Für den ganzen preußischen Staat betrug die Zunahme der Bevölkerung 8,2 pCt. Auf die einzelne« Provinzen oen heilt sich die Bevölkerung (die Zahlen von 1895 sind in Klammern beigefügt) wie folgt:
Rheinprovinz Schlesien Westfalen Brandenburg Sachsen Hannover Ostpreußen Hessen-Nassau Stadtkreis Berlin Posen Pommern Westpreußen Schleswig-Holstein Hohenzollern
5 759798 (5109002) 4668857 (4415309) 3187 777 (2 701420) 3108554 (2821695) 2832616 (2698549) 2590939 (2422020) 1996626 (2006689) 1897981 (1756802) 1888848 (1677 304) 1887 275 (1828658) 1634832 (1574147) 1563658 (1494360) 1387968 (1286416)
66780 (65 752)
„Leider ist der arme Mann gestorben, ohne die Freude erlebt zu haben, den Anführer der Bande ausfindig zu machen, und ich glaube, daß dieser Kummer sein Ende beschleunigt hat. Mit einem staunenerregenden Tiefblick und einer über, raschenden Sicherheit deutete er mir die hierogly phischen Zeichen, die er bei den Verbrechern gefunden. Dank diesen Erklärungen uno Dank meinem guten Gedächtnisse konnte ich also diesen RebuS entziffern.
„Ich will Ihnen die Lösung mit zwei Worten geben.
„Zuerst werden Sie bemerke«, daß wir hier nur das Bruchstück eines Briefes haben, ein Postskriptum, wie dasdie bei den Buchstaben P. 8. Anbeuten. Der Brief selbst ist unglücklicher Weise in bet Flamme aufgegangen.
„Die Unterschrift ist noch da, Sie haben dieselbe in dem Kreise mit dem r, was „Rothe Kugel" heißen soll. ES ist die Unterschrift dieses kühnen Banditen, der allein mächtiger und gewandter war, alS die ganze Polizei.
„DaS Bild deS KouoertS soll heißen: schreiben.
„DaS durchstochene Herz ist das Zeichen, deffen sich mein ehemaliger Klient bediente; „Kleiner Dolch" war sein Banditenname.
„v. Z. Die Herren drückten die Buchstaben mit Zahlen aus und die Zahlen nut Buchstaben. D. alS der vierte Buchstabe im Alphabete bedeutet vier, und Z. als der letzte bedeutet Null. Also 40.
„.(V). Die Klammer zwischen den beiden Punkren bezeichnet eine Straße von Paris. Jede
Straße, jede Gaffe, und jeder Winkel von Paris hatten ihre Zeichen.
„.( ). heißt also Straße. Es'blieb mir dem- rach nur das Züchen V zu entziffern. Der erste 91 time, der mir in den Sinn kam, war Saugt« rard. In der Folge werden Sie sehen, daß meine V-rmuthung richtig war.
„Endlich daS letzte Zeichen, der Kreis mit der 10! dieses machte mir am meisten zu schaffen, und erst rach langem Kopfzerbrechen sand ich seine Bedeutung. W e es oft geschieht, suchte ich in der Ferne nach dem Sinne, der mir ganz nahe hätte liegen sollen. Nach längerem Nachdenken und Hin- und Herrathe« endlich übersetzte ich da? Zeichen mit „Louis!"
„Hören Sie jetzt Den Sinn deS ganzen Satzes: Rothe Kugel.
„P. 8. Schreibe an „Kleiner Dolch", Nr. 40 Vaugirard-Straße; mein angenommener Name ist Soul8.“
XI.
„Ich wollte indessen meine Vermuihungen bestätigt sehen. Die Nummer 40 in der Vaugirard- Straße war der Gasthof zum blauen Fuchs. Ich verkleidete mich, so gut ich nur konnte — und Sie müffen mir zugeben, daß ich mich ein wenig darauf verstehe, — und spazirte dann langsam dem Gasthof gegenüber auf dem Trottoir auf und ab, aufmerksam Alle musternd, welche ans- und etn- gingen.
„Ungefähr nach halbstündigem Warten sah ich einen kleinen, ziemlich dicken Mann mit vollem Gesicht und verständigem, aber etwas durchtriebenem Aussehen die Straße heranfkommen.