Fuldaer
28. Jahrgang.
Irrtöa, Mtttwoch, den 30. Oktober 1901.
M 250
------ (Nachdruck verbot»».)
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Seiet* ljährl.
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Nach dem Franzöfische» vo» He»ri Cauvai».
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Anspruch genommen werben für den Schaden, der dem Unternehmer erwächst, wenn die vertragsmäßig festgesetzte ober gesetzliche Kündigungsfrist nicht eingehalten wird.
Nun wollen die Hamburger Arbeiter den Spieß umdrehen. Die Klage behauptet, die MndigungS- frist sei von den genannten Finnen nicht einge- halten worden, so daß für sie eine Pflicht zum Schadenersätze erwachse „aus der rechtswidrigen, vorzeitigen Auflösung des ArbeitsverhältuiffeS", und daraus, daß die Arbeiter durch die Lussper- rung wochenlang an der Benutzung ihrer Arbeitskraft, in ihrem Berufe und an ihrem Wohnsitze gehindert worben seien. Die Arbeiter verlangen nun auch hier bie solidarische Haftbarkeit der Beklagten sür ben Schaden, der ihnen erwachsen sei.
Der erste Verhandlungs-Termin in diesem außerordentlich intenffanten Prozesse wirb vor bet 7. Civilkammer des Hamburger Landgerichtes am 3. Januar 1902 ftatiftnben. Von praktischer Bedeutung bei der Sache ist oer Umstand, daß bei Unternehmer» wohl Schadenersatz zu erhalten ist, bei den Arbeitern abr in den allermeisten Fällen nicht.
Apparat.
ES ist ei« einfaches SlaSfiäschche», in dem st-1> Wasserstoff entwickelt. Man bringt den zu. — - —----.
untersuchenden Stoff hinzu, der Arsenik verbindet Philosoph sich verborgen hatte, undrichteteden sich sofort mst dem Wafferstoff und diese Der- angezündeten Gasstiom gegen du Fenster, bindung strömt durch eine dünne Oeffnuug auS. “■‘t“ Man zündet diesen SaSstrom au und hält über die Flamme einen Teller von weißem Porzellan, oder ein Stück Glas. Enchält der Stoff, den man untersucht, auch nur das geringste Arsenik- tbeilchen, so lagern sich schwarze Punkte auf dem
und schien etwas betroffen, Herrn B. . . nicht zu sehen.
„Aber," sagte er, „ich sehe ja den verehrten Herrn Doktor nicht, der sich mit mir an der Untersuchung beiheiligen sollte."
Ich nannte ihm den Beweggrund, den Herr B ... für seine Abwesenheit vorschützte, wobei er fast unmerklich lächelte.
„Nun, mein Herr, Sie werden mich bei Herr, B . . . entschuldigen," sagte er mit Nach, druck, „daß ich mir erlaube, die Untersuchung, die er mit so viel Sorgfalt und so großer Sach- kenntniß angestellt, einer abermaligen Prüfung zu unterziehen. Ich habe die Gifte eingehend studirt, und ganz besonders die Arsenik ent- hallende» Gifte. Das ist der Grund, warum ich den Herren Richtern eine zweite Untersuchung oorgeschlagen. Mein innigster Wunsch, glauben Sie mir, ist es, mein Resultat mit jenem Ihres weisen und gelehrten Herrn Prinzipals in Einklang zu bringen."
Ich verneigte mich kalt und schlug vor, die Untersuchung ohne Zögern zu beginnen; denn das klägliche Gesicht meines nüchternen Unter- suchungSrichterS flößte mir aufrichtiges Mitleid ein.
Die beiden Serichtkbeamten nahmen zu den Füßen des Leichnams Platz; Doktor Wickson I und ich zur Linken, dem Fenster gegenüber.
So sehr ich auch wünschte, das Zartgefühl meiner Leser mit dem Berichte diefer Untersuchung zu verschonen, so muß ich doch noth- wendig he einige Einzelheiten mich einlaffen, die zum Verständniß deS Verlaufes der Geschichte I erforderlich find.
»Meine Herren," begann er mit feierlicher Stimme, sich an bie Gerichtsbeamten wendend, ohne jedoch feine Auge» auf sie zu richten. „Sie kennen ohne Zweifel die Wirkung dieses Apparat«. Ich werde den GaSstrom gegen dieses Fenster kehren. Ist Arsenik in diesen EingeweidetheUen, bie ich in da« Fläschchen gebracht habe, so wird daS GlaS sofort fich schwärzens ,
Er kam mir vor wie ein Marktschreier, der
Der Prokurator nahm eine gestrenge Haltung an; der Untersuchungsrichter stülpte seinen Hemd- kragen zurecht. Ich kam mir vor wie ein Soldat, der in'« Feuer muß. Um mir Muth zu machen, dachte ich an meinen allen Professor, der sein ganze« Vertrauen in mich gesetzt hatte, und der in diesem Augenblicke mit so großer Ungeduld auf da« Ergebniß dieser Untersuchung harren mußte.
Ein tiefes Schweigen herrschte in dem Saale. Sein Wort wurde gewechselt bi« zum Augenblicke, da Herr Prosper bi# Thüre öffnete unb mit seiner kreischenden Stimme rief:
„Herr Doktor Wickson!"
Ein Mann, der etwa fünfzig Jahre zählen konnte, von herkulischer Gestalt, rother Grficht«- farbe und rothem Haar trat vor un« und sprach mit etwa« englischem Accente:
„Ich bitte tausendmal um Vergebung, meine Herren, daß ich Sie so lange habe warten lasten. Aber im Augenblicke, da ich au« meinem Hause schritt, rief man mich zu einem Menschen, der in den letzten Zügen lag."
„Und den Sie zweifelsohne gerettet haben? unterbrach freundlich der Untersuchungsrichter.
„Wie Sie sagen, jawohl," antwortete der Eng- ttnder mit einem unverwüstlichen Phlegma, „ich chabe ihn gerettet."
Rach diesen Worten blickte er ring« nm fich
Porzellan ab.
Doktor Wickson zog ein solches Fläschchen auS feiner Manteltasche. Da das Glas mir nicht sehr rein zu sein schien, so ersuchte ich den Doktor, fich deS meinigen zü bedienen, das ich mitgebracht hatte. Er prüfte dasselbe lange mit ängstlicher Sorgfalt und »ahm es schließlich an, wobei er jedoch einen gewissen Aerger nur schwer unterdrückte.
Ich trat hieraus zu den Gläsern, in welchen feie Eingeweide aufbewahrt waren, um dieselben zu öffnen, doch der Engländer kam mir zuvor unb erbrach mit einer sichtlichen Ungeduld den versiegelten Verschluß.
Ich gewahrte, daß er seine Handschuhe anbehalten hatte.
scheiben. , .
Wir stießen unwillkürlich einen Schrei d« Bestürzung aus. DaS GlaS war augenblicklich mit schwarzen Punkten übersäet.
Rein armer Proseffor war gleich beim ersten Versuche geschlagen! Der Untersuchungsrichter
O Schadenersatz bei Aussperrungen.
Vor einigen Tagen ist von Hamburg au« eine sehr interessante Nachricht verbrellet worden: elf Hamburger Arbeiter, die infolge des Ausstandes der Nieter im vorigen Jahre von ihren Arbeitgebern entlasten worden waren, haben eine Klage auf Schadenersatz gegen diese ihre früheren Arbeitgeber anhängig gemacht. E« handelt sich dabei \ mtn einen Betrag von 3202 Mk. 40 Pfg. Die Klage stützt sich auf die Begründung, e« sei ihnen dieser Betrag an Arbeite lohn entgangen, weit sie ohne ihre Schuld entlasien worden sein, infolge einer von den Arbeitgebern getroffenen Vereinbarung, durch die die Nieter zur Wiederaufnahme der Arbeit gezwungen werden sollten. Die Arbeiter berufen sich habet auf ein Urtheil des Reichsgerichte«, das vor etwa einem Jahre gefällt | worden ist. Nach diesem Urtheil waren die Former ! einer Stuttgarter Gießerei solidarisch zum Schadenersatz an ihren Arbeitgeber angehalten worben, weil sie bie Herstellung einer Arbeit für eine Heilbronner Firma verweigert hatten. In Heilbronn herrschte damals ein Streik unter den ent«
, sprechenden Arbeitern.
Die Hamburger Arbeiter sind ausgesperrt «orden ohne die Einhaltung der gesetzlichen Kündigungsfrist; so sagen die Arbeiter. Ob diese Anschauung begründet ist, muß sich noch zeigen. Man kann sich nicht recht vorstellen, daß die Firmen, um die e« fich hier handelt, in dieser Weise vorgegangen sein sollten. Diese beiden Firmen find nämlich die Hamburg.Amerika-Schiff- sahrtsgesellschaft und die sehr bedeutende Schiffswerft von Blohm und Voß. Wenn diese elf Arbeiter, die jetzt mit der Klage vorangegangen sind, «in günstiges Urtheil erstreiten, dann wollen alle Arbeiter klagen, die damals um Arbeit und Lohn gekommen stnd; und daraus würde stch dann ein Schadenersatz von sicherlich mehr als einer Million Mark ergeben.
«s lohnt sich, daS Urtheil in der Stuttgarter Angelegenheit genauer anzusehen. Der Korn- merzienruth Kuhn in Stuttgart-Berg drohte seinen Formern, bie bie „Streik-Arbeit" nicht machen wollten, durch einen Anschlag in der Fabrik mit sofortiger Entlaffung und schritt dann zur Entlaffung von zwanzig Formern, die trotzdem bei ihrer Weigerung beharrten. Außerdem strengte er gegen diese Former eine Klage auf Schadenersatz an und machte eine genaue Rechnung über den Schaden, den er erlitten hatte. Man mag nun über das Vorgehen des Kommkrzien- rathes denken, wie man will: Thatsache ist, daß er mit einer Klage in allen Instanzen durchdrang, und daß sowohl da- OberlaudeSgericht in Stuttgart, als auch daS Reichsgericht auf bie Solidar- Haft fämmtlicher Angeklagten erkannte. Die Pflicht zum Schadenersätze wurde aus der Nichterfüllung des bestehenbrn ArbettSvertrages her- geleitet, der „durch die Arbeitsverweigerung eine vorzeitige rechtswidrige Auflösung erfahre« habe." Danach könnten die Arbeiter bei jedem Streik in
Fulda unb aus«
Verleumdung der deutschen Bundesfürsten und des deutschen Heeres, die in Chamberlains Worten liegt. Dafür bleibt im Gegentheil un- widersprochen eine Zeitungsmeldung, wonach der Kaiser etwa vor Jahresfrist in einem Privat- gespräche mit dem verstorbenen freisinnigen Ad- geordneten vo n Siemens feine Verwunderung ausgesprochen haben soll über die Sympathieen im deutschen Volke für die Buren. Wirb die ganze amtliche und halbamtliche Welt wirklich stumm bleiben auf die Verleumdungen des englischen Kolonialministers? Ä m ,
(*) Wiesvade», 29. Oktober. Herr Prof. Dr. Webe wer hat an Den Vorsitzende» des CeittrumSwahlvereinS folgenbe Zuschrift gefanbt:
„Da ich von maßgebender wohlwollender Seite unterrichtet worden bin, daß die Kandidatur eines Geistlichen den guten Erfolg der
feine Waare anpries.
Er schritt an da« nächste Fenster, wo der
nicht um ein Verbot solcher Darstellungen' sondern nur darum, diese aus den öffentlichen Auslagen von Ladengeschäften zu verbannen; aber selbst dazu reicht das Heivtzk-Gesetz noch nicht auS; und nun sage noch Siner, daß dasselbe übermäßig streng in feinen Bestimmungen fei! — Mit demselben Gegenstände beschäftigte fich u. a. auch bie Allgemeine Konferenz der Deutschen Sr-üichkeitsvereine, die jetzt tu Leipzig tagte. Im Anschlüsse an die Be- sprechung einiger Fälle von der oben gelernt» zeichneten Art gab der Vorsitzende der Versammlung, Reichsgerichtsrath a. D. Ttenglein, unter allgemeinem Beifalle seinem Bedauern darüber Ausdruck, daß der erste Absatz de« vorgeschlagenen Paragraphen 184 des Reichsstrafgesetzbuches vom Reichstage gestrichen worben fei; aerobe solche Fälle, wie feie besprochenen, seien der beste Beweis sür die Nothwendigkett neuer gesetzlicher Bestimmungen dagegen. Hoffent- ltch wird nicht gar zu lange Zett vergehen, bis im Reichstage her Kampf um die geeigneten Maßregeln von neuem ausgenommen werden
,O, o! DaS ist ja entsetzlich. Das spricht ja zu Gunsten der Anklage!"
„Diese Untersuchung wird in meinen Augen nur dann überzeugend sein," bemerkte ich- „wenit man mir gestattet, dieselbe selbst vorzunehmen." _ ,
Der Engländer, ben der günstige Ersatz ganz unverändert gelaffen, überreichte mir mit vielem Anstande das Fläschchen. h
Ich machte den Versuch, das GlaS wurde schwarz und zwar in solchem Grabe, daß em Vorhandensein von Arsenik unmöglich «ehr zu bezweifeln war. Ich wiederholte meine Versuche noch drei oder vier verschiedene Male, stets mit dem gleichen Ergebniß. (F. !•)
Deutsches Keich-
Berlin, 29. Oktober.
AngeSttche Arntzermrgerr des Kaisers stnd während der letzten Zeit mehrfach von der liberalen unb bernokratischen Presse hervorgezerrt unb breit getreten worben — stet« ganz private Aeußeruvgen des Monarchen, von Denen man nicht im geringsten fontrolliren konnte, ob sie wirklich gefallen seien ober nicht, unb für die außerdem niemand verantwortlich gemacht werben könnte, selb» wenn sie wirklich gefallen sein sollten. Der ,Nat. Ztg.' wirb nun mitgetheilt, bet Kaiser habe wiederholt bemerkt, daß er eS unbedingt ablehne, auf Äußerungen zurückzu- kommen, die auS PrrvatgesprSchen mit ihm an die Oeffentllchkelt gebracht würben — wa« man dem Monarchen wahrhaftig nicht verdenken kann. Diese angeblichen ober auch wirklichen Veröffent- lichungen erreichten wädrenb der letzten Zelt mit | unter wirklich ben Gipfel der Geschmacklosigkeit I und widerwärtigen Klatschsucht.
+ Lievenverg. Der Kaiser weilt gegen- wSrtig al« Gast beim Fürsten Eulenburg in Schloß Liebenberg, und Reichskanzler Graf Bülow hat fich ebenfalls dorthin begeben zum Vortrage beim Kaiser. Es war im Oktober 1894, als bet Kaiser ebenfalls in Liebenberg zum Besuche weilte und nach seiner Rückkehr von dort Graf von Caprivi seinen Abschied al« Kanzler nehmen mußte. Jetzt haben nun elnlae Blätter aus einem Vergleiche beider Ereignisse wieder einmal die Vermuthung schöpfen wollen, daß irgend TtwaS in den oberen Regionen nicht kloppe. Aber thatsächlich liegt auch nicht bie geringste Sehnlichkeit der Eteigniffe mit einander vor, als eben bie, daß eS gerade Oktober ist unb der Kaiser al« Gast in Liebenberg wellt. Gras von Caprivi wurde damals ja eben ! nicht in Liebenberg empfangen! Es lohnt gar nicht, genauer einzugehen auf die läppischen Ver- suche, auch «US dieser Reise des Grasen Bülow nach Schloß Liebenberg eine Kanzlerkrise heraus-
drechseln zu wollen. Sie stnd genau so täppisch — um einen milden Ausdruck zu brauchen! — wie die voraufgegangenen Versuche, die Welt glauben zu machen, der Kaifi» sei nicht einver- landen mit dem Zolltarifentwurfe. Nachher er» chien dieser Entwurf im BundeSrathe „im Anfrage des Kaisers"!
h DerAolottiakrath wirb am 21 November eine Arbeiten beginnen. Neben den Vorarbeiten ür den Kolonialetat wirb fich her Kolonlaltath »auptsächlich mit her sogenannten Haussklaverei und im besonder» mit den Arbeiterverhältniffen n Kamerun zu beschäftigen haben. Heber diesen rtziern Gegenstand war ein Entwurf in der etzten Sitzung des Kolornalrathes im Juni ds. Js. vorgelegt worben. Es würbe damals eine besondere Kommission dafür eingefetzt, die nunmehr hren Bericht darüber an die Gefammthett des Kolonlalrathes erstatten wird. Die Arbeiteroer- hältniffe in Kamerun haben von jeher vielen Anlaß zu Klagen und Beschwerde» gegeben.
• I°»Iermufiedekmg i» Hverschlrfierr. Polnische Bauern sollen in größerer Zahl von einer besonders dazu gebildeten Gesellschaft in Oberschlesten angesiedelt werden, unb zwar namentlich solche, deren Bisitzunge« in der Provinz Posen von der Anfiebelurgskommisfion erworben würben. Zu biesem Zwecke wurde bereits ein Areal von 460 Morgen von dem Rittergute Obersersno im Kreise Glelwltz an«
gekauft.
* Mit dem uewett Iufanlerlegewehr soll in diesem Herbst außer dem IM. (Brandenburgischen) Armeekorps zunächst auch das VIII. Armeekorps im Rheinland ausgerüstet werden. Ferner ist die dernnächstige Ausgabe der neuen UHU wv ~" flrfcrttn
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Heintze-Gesrtz in Der bestehenden Form ist ohne Rneget eine Irreführung der öffentliche» en,tische« »weifet von erheblichem Nutzen. Aber gegen I Meinung herbeiführen zu sollen, s° ist das ferne unv
als bringend nothwendig alle Diejenigen aner- Herrn Chamberlains Anschuldigungen in
kennen, die ernsthaft alle« Anstößige auS unserem I be7 deutschen Presse aller Parteien erwecke» werden, öffentlichen Leben unb Berkchr entfernen wollen, den Engländern glicht allzu angenehm in de» Ohren In unmittelbarer Nähe deS Falk. Realgymnasiums Gingen wird .. .“
in Berlin hat ei» Kunsthänbler feinen Da« ist Savz brav geschrieben, aber von Laden der schon mehrfach wegen der öfftnt- dem bewußte» Echo ist in der gefammten lichen Ausstellung unsittlicher Bilder mit übrigen deutschen Regierungspreffe auch nicht der Polizei in Widerstrett gerathen ist. Neuer- ei» Hauch zu spüre», kotz uEscharnten dings hat der Mann wiederum solche abstoßende *“»"«**" Rundesfürsten und
Sachen ausgestellt, sogenannte „Aktstudien", und dadurch übte der Laden eine verderbliche Anziehungskraft aus auf die Schüler deS benachbarten Realgymnasium«. Der Direktor des-1 selben suchte ben Kaufmann zur Entfernung der anstößigen Bilder zu bewegen, aber vergeblich. Und daS weitere Vorgehen gegen den Mann hat sich leider al« erfolglos erwiesen. Die des- wegen angerufene Staatsanwaltschaft hat ablehnend geantwortet; daS Heintze-Gesetz versagt also in diesem Falle genau ebenso, wie schon in anderen Fällen vorher; e« fei nur an den einen BreSlauer Fall erinnert, wo sogar die freisinnige ,Breslauer Zeitung' entrüstet bie Frage aufwarf, ob denn keine gefetzllchen Mittel vorhanden seien, Raufbute an der Ausstellung so widerlicher Dinge zu verhindern. Es handelt fich ja gar
Die medizinischen Untersuchungen dieser Art waren seit einigen Jahren, Dank einer Erfindung des Engländers Marsch, sehr leicht geworden. Dieser Schemiker hatte ein geistreiches und zu- gleich unttüglicheS Mittel gefunden, die Spur de« geringste» Arseviktheilchen« im Körper zu entdecken.
Beschreibe» wir mit wenigen Worten feinen
wird.
J- Sbett Ko- AtzamS-rlaitt erhält auf feine Edinburger Rede die richtige Antwort in feer amtlichen .Karlsruher Zeitung'. Dieselbe äußert sich darüber unter Anderem in folgender Weise:
„Unbegreiflich bleibt, wie Mr. Chamberlain glaubt eS verantworten zu können, die Kämpfe von 1870 und die deutsche Nothwehr «egen Franktireurs mit Thaten in Parallele zu setze», bie von engllschen Sol- baten in Südafrika gegen Wehrlose, Wnber und Kinder, und nicht etwa nur vereinzelt, verWt worden sind . . . Auf welcher Seite in diesem Kriege die Sympathien des deutschen Volkes . . - sich befinden, und wo fie stch nicht befinden, dürste in England doch
"""fftTjxieTatf J. P-rLtU-r ix SuU*. mit Zlnterhaltungs-Beilage „Illustrirte Sonntags-Zeitung!'
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