Einzelbild herunterladen
 

KI

28. JahrgM-

Iuk-a, Dienstag, den 29. Oktober 1901

M 249.

(Nachdruck verboten.)

4)

lUHlBirt Ft» Me Xrtatttoe 3»L ft* 3eftwd< I.--»zelle» ix »dt«.

L« dm lebt» thö Itiflafriiito

Nach dem Französischen von Henri Eauvain.

„Ach so! Gut, mein Herr," erwibexte der Keine Man«, und öffnete die Thür, um uni ein­treten zu lassen. „Entschuldigen Sie mich, wir find ganz verwirrt In Folg« dieses schrecklichen Ereignisses! Dieser arme Herr Brehat Lenoir, dieser gute Herr l Er, der stets so große Furcht vor Mördern hatte und der fich so sorgfölng in seinem Zimmer verbarrikadtrte! Es ist entsetzlich, nicht «chr, Ihr Herren? Seien Sie so freundlich und treten Sie in diesen Saal; wenn die Herren vom Gerichte ankommen, »erde ich es Ihnen melden."

Er führte uns in ein geräumiges Zimmer, das mit alten Tapeten auSgefchlagen war, deren Zeichnung kaum mehr kenntlich war. Durch vier Fenster sah man in einen düstern, traurigen Garten, der mit hohen, dunkeln Bäumen be­pflanzt und von einer epheubedecktrn Mauer um­geben war.

Der Philosoph trat an eiueS der Fenster und drückte seine heiße Stirne gegen eine Fenster­scheibe.

Wir verharrten so etwa zehn Minuten, ich im Saale auf- und abgehend und fortwährend stumm ihn beobachtend; er, von fieberhafter Uu- geduld erregt, die Stirne düster, das Luge starr -und glänzend.

Da hallten plötzlich schwere und ungleiche Gchritte vom Sange her. Maximilian richtete

rasch sein Haupt empor; das kleinste Geräusch schien großen Eindruck auf ihn zu machen.

Sie Ttzüre, welche vom Hause in den Garten führte, ging auf, der Sand knisterte und ein Mann von hohem Wüchse, ein wenig gebeugt, mit weißem Haar, eilte rasch unter dem Fenster vorüber.

Beim Anblicke diese« Mannes sprang der Philosoph auf und wich betroffen zurück, als wäre et mit dem Fuße auf eine Schlange ge-1 treten.

„Was ist Ihnen?" fragte ich, bestürzt über diese auffallende Erregtheit.

„Nichts . . . eS ist nichts . . .“ erwiderte er stumpf; „ich glaube, es »ar eine Art Schwäche, die mich befiel."

Er nahm wieder feine frühere Stellung am Fenster ein und folgte mit den Augen dem Un­bekannte«, der den ®arten in der Quere durch­schritt und bann durch eine im Ephen verborgene Thür verschwand.

Wir warteten wieder mehrere Minuten.

Bald darauf erschien die kleine Gestalt deS Dieners, Herr ProSper, unter der SaaUhür.

„Haben die Herren mich nicht gerufen?" fragte er scheu.

Der gute Mann hatte unverkennbar daS Ver­langen, ein Gespräch mit uns anzuknüpfen, und ich selbst war nicht abgeneigt, einige Fragen au ihn zu stellen.

„ES ist heiß hier!" sagte ich zu ihm, „können Sie nicht ein Fenster öffnen?"

Mit der Behendigkeit eines Eichhorns kletterte er auf einen hohen Stuhl und that, wie ich ge­beten.

„Schon ein Uhr," sagte er, einen Blick auf eine große kupferne Pendeluhr werfend, die auf dem Romine stand, „die Herren laffen auf fich warten."

„Sagen Sie mir offen, Herr Verwalter," sagte ich, ihn scharf inS Auge faffend, „glauben Sie, daß der Mensch, den man gestern ftstge- nommen, wirklich schuldig sei?"

Die Stirne deS kleinen ManueS begann zu leuchten, er sperrte wett seine grauen Augen auf und nachdem er eine Prise Labak mit der Würde und Grazie eines Marquis aus der alten Zeit genommen, sagte er mit seiner näselnden Stimme:

„Herr, eS ist keine Rleigigkett, eine» Mann zu verdächtigen, wenn man keine sichere und schlagende Beweise in Händen hat. Alles, was ich bestätigen kann, beschränkt fich darauf, daß auf diesem Guerin sehr bedenkliche Verdacht- gründe lasten. Es ist mir, al« hörte ich noch feine Wort«: „«' gibt Ratten in meiner Stube... will beim Apotheker ein wenig Arsenik holen."

„Er hat Ihnen daS wirklich gesagt?" fragte ! Maximilian lebhaft.

„So gewiß, als ich mit Ihnen rede."

„Da« ist sonderbar!"

Und der Philosoph überließ fich wieder seinem traurigen Brüten.

„Aber welches ist denn die Geschichte des Te­staments, die man mit alledem in Verbindung

mit Zlnlerhalümgs-Aeikage „Muflrirte Sonntags-Zeitung'.'

solchen Dingen die Anschauungen der ftanzöfischen Regierung wiederzugeben pflegt, schlug ein Vor­ehen der Mächte auf der Grundlage des Berliner Vertrages vor, aber Herr Sinowjew ist allen

। Erörterungen dieser Art sorgfältigst aus dem Wege gegangen.

Im allgemeinen^ hat" die Ruffenbegeisterung während der neuesten Zeit in Frankreich sehr nachgelassen. Fürst Meschtschersky, der bekannte . >erau8gebet deS »Graschdani«', hat unlängst eine Steife durch Frankreich gemacht und nachher die empfangenen Eindrücke in seinem Blatte wieder- । iegeben; er macht gar kein Hehl daraus, daß er überrascht war von der kühlen Stimmung, die er int Großen und Ganzen bei den Franzosen und ihrer Beurtheilung des Bündniffrs zwischen Rußland und Frankreich vorfand. „Ich wun­derte mich — so schrieb Fürst Meschtschersky — über die kühle Stimmung Rußland gegenüber, die ich in Paris beobachtete und erwartete, daß der Besuch deS Zaren die Freundschaft und die frühere Begeisterung der Franzosen für Rußland beleben werde. Aber nach den bedeutsamen Tagen deS Zarenbesuches war ich doppelt ent- täuscht. DaS franko-rusfische Bündniß entbehrt durchaus aller fichtbaren Formen in Paris, wo fich die Spuren des englischen und deutschen Geistes und Willens verfolgen laffen, nicht aber diejenigen des russischen. Der Russe, der sich auf Grund dieser Bündnisses in Paris heimisch zu fühlen gedenkt, irrt fich gewaltig . . ."

An ähnlichen ZeitungSstimmen fehlt eS in Frankreich gar nicht. Sie treten im Gegentheil je länger, desto häufiger auf. Und wirklich mangelt der politischen Grundlage, auf der das Bündmß zwischen dem Zarenreiche und der ftanzöfischen Republik aufgebaut ist, gar zu sehr der positive Charakterzug, der Charakterzug der I politischen Ziele, die beide Länder gemeinsam verfolgen. Die Franzosen schloffen den Zwei­bund in der Hoffnung darauf, daß er ihnen zur „Revanche" gegen Deutschland verhelfen »erbe. Daß Rußland diese Hoffnung nicht erfüllte und auch gar nicht erfüllen konnte, versteht fich von selbst. Und nun haben die Franzosen ihre BundeSgenoffe» nicht einmal in ihrem Zwiste mit der Türkei auf ihrer Seite — Enttäuschung über Enttäuschung! Woher soll da die Begeiste­rung kommen? Sehr nüchterne Rühle hat die Stelle dieser ehemaligen Ruffenbegeisterung der Franzosen eingenommen und »heb sie behalten für alle absehbare Zeit. Für nnS in Deutschland aber ist dieser Bündniß zwischen unseren west­lichen und unseren östlichen Grenznachbarn nie­mals weniger ein Grund zu politischen Besorg- niffen gewesen als gerade jetzt. Mit kühlem Lächeln sehen wir zu, wie frostig die Umarmungen der beiden BundeSgenoffe« nuSfallen!

Vorstand der nationalliberalen Partei spricht di« Erwartung aus, daß der zur Zeit dem Bundes- rathe vorliegende Entwurf eines Zolltarifgesetzes mit Zolltarif in der Weise verabschiedet wftd, daß die Landwirthschaft für ihre Erzeugnisse den nothwendigen höher« Schutz findet, daß aber bei Gewährung dieses Schutzes diejenige« Grenzen eingebalten werd-«, welche den Abschluß der für Deutschlands wirthschastliche Entwickelung in Industrie und Landwirthschaft, Handel und Ge­werbe nothwendigen langfristigen Handelsverträge ermöglichen. Diejenige« nationalliberalen Blätter, die bisher noch immer der Erhöhung deS land- wirthschaftlichen Zollschutzes hartnäckig wider­strebten, werden ihre Haltung in dem Sinne dieser Entschließung umändern müffen. Be­merkenswerth ist, daß die nationalliberale Ent­schließung es vermeidet, ziffermäßig die Höhe der Getreidezölle anzugeben, die ihr etwa annehmbar erscheint. Darüber ist vermuthlich keine Einigkeit erzielt worbe«.

* Kremen, 28. Okt. Da der Gesund- hei tszu stand des mit dem Dampfer „Batavia" zurückgekehrten, auf dem Truppen­übungsplatz Munster bisher festgehaltenen o st - asiatischen Truppentransports jett zu Bedenken keinerlei Anlaß mehr bietet, so ist die Auflösung des Transports und die Ent­lassung der Mannschaften in ihre Heimath am 24. d. Mts erfolgt.

x Die Zokkgesetze im Keich-Iage. BiS in die allerneueste Zeit hinein haben fich die Gegner der neuen Zolloorlage« in bet verkehrten Behauptung gefallen, diese Vorlagen bedeuteten eigentlich nichts anderes, als eine private Gesetz­gebungsübung deS Staatssekretärs Grafen von PofadowSky, für die Reichskanzler von Bülow schwerlich die Verantwortung über­nehmen werde, von denen der Raffer nichts wiffen «olle. Die Entwickelung der Dinge im BmxdeSrathe hat endlich dieser thörichten Er­findung ein Ende gemacht. Die Vorlagen find dem BundeSrathe ^gegangen durch den Reichs- kanzlet im Auftrage des Reifet«, und al« trügerisch bat sich auch die Hoffnung erwiesen, daß der Bundesrath irgend welche erhebliche i Aendetungen an de« Vorlagen vornehmen würde. Aber auch der äußeren Form nach wird der neue Zolltarif nicht als daS Werk des ReichSamteS de« Innern vorgeführt »erben; vielmehr ist das ReichSfchatzamt bazu auSerfehen, im Reichs­tage ben BundeSrath bei der verathnng der Zollgesetze zu vertreten. Das entspricht auch ganz der Bedeutung diese« ReichSamteS. Außer­dem glaubt ein Berliner Blatt berichten zu können, daß die landwirthschafllichen Theile deS Zolltarif« im Reichstage hauptsächlich von den landwirthschastlichen Ministern der Einzelstaaten vertreten werden sollen. DaS wäre ja freilich nicht unmöglich. Eine anderweite Gewähr für die Richtigkeit dieser Meldung liegt nicht vor.

+ Der nnb die Krttorml

liScrele». Am letzten Sonntag ist der Zentral­vorstand der nationalliberalen Partei in Berlin versammelt gewesen und hat nach lebhafter Aus­einandersetzung die nachfolgende Entschließung zu de« neuen Zollvorlagen angenommen: Der Zentral-

bringt?"

DaS verschmitzte Gesicht be8 kleinen Vermal-, v . — ------ „ . . ..

ter« nahm einen boshaften Ausdruck an: Herrn Brehat-Lenoir, rechnete also darauf, die

„Damit ist es so . . antwortete er mir: große Erbschaft einstreichen zu können. Aber „Mein Herr war, mst Respekt zu vermelden, ein nun hören Sie, der FrtebenSrtchter kam, durch» stolzer Sonderling. SeU bereits vierzig Jahren I suchte die Papiere de« Gemordeten, durchwühlte

S-irtfch-- Keich.

Berlin, 28. Oktober.

fc K«m» »•* Kulach ist,

wie berichtet, in diesen Tagen vom Papste em­pfangen worden. Er ist nuimebr in amtlicher Form zum Titularbischsf von Erythraea und pun Weihbischof von Straßburg ernannt.

4- Die Aaualvorlage kommt! behauptet l wieder einmal die »Tägliche Rundschau', um fort« zusahren wie folgt:

Wa« wir vor erst acht Tagen als Vermuthnng ausgesprochen haben, können wir nun al« Ge­wißheit aufstellen. Die Regierung ist gesonnen, Handelsverträge und Ranaloorlage zu gleicher Zeit zu erledigen und wird daher dem (preu­ßischen) Landtage im Frühjahr abermals eine Ranaloorlage mit gewichtigen Veränderungen zugehen laffen, die die Zustimmung der Ronser- vatioen erleichtern sollen.

Im Gegensätze dazu schreiben augenscheinlich offiziös die,Berl. Reuest. Rachr.':

Wir können dem gegenüber auf Grund von beste« Informationen mit voller Bestimmtheit seststellen, daß bis Sonnabend Abend eine derartige Entschließung nicht oorlag, daß im Gegentheil in den leitenden Rreisen durchaus keine Neigung vorhanden ist, die parlamen­tarischen Schwierigkeiten dieses Winters auf solche Weise zu erhöhen. Anderseits ist eS durchaus richtig, daß die Ranaloorlage so bald als zulässig wieder eingebracht werden wird, da eine lange Hinausschiebung schon ans tech­nischen Gründen wenig erwünscht ist . . .

Natürlich gehen die stets erneuten Falschmeldungen über die Ranaloorlage immer von Leuten aus, die ein Jntereffe an der Verwirrung der poli­tischen Sage haben! Man darf fich dadurch nicht irre führen laffen.

ne Rußland und Frankreich.

AIS bet Zar nach Frankreich reiste, spöttelte ' »an darüber, daß eS fich hauptsächlich wohl um ; «ine neue Anleihe Rußlands handele, die die Franzosen »ach dem Zarenbesuche gewissermaßen als vornehmer Honorar dafür zeichnen sollten. Bald nach der Zarenreise erschienen trotz aller herkömmlichen Zarenverherrlichung in Frankreich verstreute Zeitungsnotizen, die davon munkelten, daß nicht alles nach Wunsch „geklappt" habe. Frankreich hatte sicherlich darauf gerechnet, die Unterstützung de« Zarenreiche« gegen die Türkei zu finden, wurde aber in dieser Hoffnung grau­sam enttäuscht. Die russischen Staatsmänner hatten teilt geneigte« Ohr für diese ftanzöfischen Wünsche, und alsdann wurde alle« still von der Entsendung ftanzöfischer Panzerfahrzeuge nach den türkischen Gewässern und von anderen ge­harnischten Maßregeln gegen bin kranken Mann am goldenen Home, von denen man in Paris vorher augenscheinlich den Mund zu voll ge­nommen hatte. Nachher hat es nicht mehr lange gedauert bi« zu dem Tage, an dem von Petersburg allm Gründen widersprochen wurde, al« gehe die russische Regierung mst der Auf­nahme einer neue« Anleihe um. Weder während der Raiserreise, «och nachher sollte „von irgend­welcher Anleihe die Rede gewesen sein!" DaS war augenscheinlich wieder einmal die alte Fabel von dem Fach« und den saueren Trauben; die Franzosen hatten keine Neigung bekundet, den unersättlichen Anleihehunger ihrer theure« Freunde und Bundesgenossen von Neuem zu befriedigen.

Nu« glaubten die Türken die Zeit gekommen, um den Versuch mit Erfolg zu wagen, Rußland gegen Frankreich auSzufpielen. Wenigstens hatte man in Ronstanttnopel sich Hoffnung auf eine russische Vermittelung gemacht; aber die Hoff­nung erwie« fich nun doch als trügerisch. Bon Petersburg her winkte man nachdrücklich ab und •forgte auch dafür, daß der ablehnende Bescheid von der Presse verzeichnet wurde. DaS ftan- züfische Vorgehe» gegen die Türkei befragt den Petersburger Staatsmännern zwar gatu und gar nicht. Aber bestimmte Stellung will man nicht nehmen zur Sache, denn man müßte dann entweder die verbündete ftanzöstfche Republik im Stiche lasse«, ober aber Verstimmung am Goldenen Horn erregen, und diese» beiden Fällen will man gleichmäßig sorgfältig au« dem Wege gehen. Rußland würde ja seinen eigene» In­teressen im Orient nichts weniger als förderlich fein, wenn e« jetzt die Türkei durch irgend etwa« verletzte. Umgekehrt scheint »an viel­mehr sehr besorgt dämm zu fein, ben Sutton gut zu befranbeln. Wenigstens hat bisher Herr Sinowjew, der rnsfffcke Boffchafter in Roe« stantinopel, auch in der armenischen Frage äußerste Zurückhaltung bewiese».

In Armenien find neuerdings wieder wüste Schandthaten der mohammedanischen Horde» gegen die Christen verübt »erben, und nicht nur in Frankreich wurde die Forderung erhoben, die Mächte möchten doch nun endlich einmal nach­drücklich gegen diese fortgesetzten Greuel ein« schreiten. Die Pariser Zeitung ,Temp«', die i«

„Dieser Garten hat also einen AuSgang?"

„Ja, nach der Baugirarbstraße, hart «eben bem Gasthof zum blauen Fuchs. — «Ifo, um fortzufahren, wenn Sie eS erlauben, alle Wett bachte, mein Herr werde wegen deS Hasses, de« er gegen feinen Bruder hegte, diese» gäimsich enterben. Und warum auch nicht? Dmken Sie nur, so einen Menschen, bet einem Wolfe ähnlicher steht, als einem mensch- lichrn Wesen, ber, wie man sagt, seine Magd zur Frau genommen, und was weiß ich!... - Der Herr Castille, der Neffe des verstorbenen

Anslavv»

* KrSflek, 28. Okt. Nach dem ,Soir' kam e« gestern zwischen Soldaten des bei Mechel« gelegenen Forts Waelham und Einwohnern der Ortschaft Waelham zu einem heftige» Zu­sammenstoß. Mit Spaten und Heugabel« be­waffnete Bauern triebe« die Soldaten zurück. Drei der letztere» wurden getödtet.

* Aoredou, 28. Okt. Um dir irische Oppo­sition munbtobt zu machen, hat Chamber­lain einen famosen Plan ausgeheckt. Über ben er in ber bekannten Edinburger Rede seinen Ge­treuen etwas vorelligMittheilung machte. Chamber­lain griff die irische» Mirglieder be8 Unterhauses hestig o», welche fich offen als Feinde des Reiches erklärt hätten. Die Regierung wolle vorschlagen, die Geschäftsordnung deS Unterhauses abzuändern, »m de» Fortgang der Geschäfte z» erleichtern und die Leute beffer Überwache« zu könne», welche das HauS bis auf ihr eigene« Niveau herabbringen wollen. Die Anzahl der I irischen Parlaments-Mitglieder sei stn Verhältniß zur Bevölkerung Irlands ein Skandal und ein Mißbrauch. Redner kündigte an, daß die Regie- rung vor den nächsten allgemeinen Wahlen dem Lande de» Plan für eine Herabsetzung der irischen ParlamentS-Mitglieder vorleg« wolle. DaS wäre doch wirklich eine der thörich- sten Maßnahmen, die man fich denken könnte. Die Wirkung, welche eine derartige Schmälerung ihrer Rechte auf die ewig unruhigen Irländer ouSÜb« müßte, kann man fich leicht voistrllen. -—Die englische Barbarei gegen Bucenstauen und-Rwder wird immer entsetzlicher. Die Englische Bank hat ihrer Filiale in Johannesburg Anweisung ertfreilt, keinen von irgend welchem Hilfskomitee auf dem hatte er fich mit seinem Bruder Brehat Reiguan überworfen, ber auch ein sonderlicher Charakter ist und nie au« seinem Loche in bet Bretagne heraus kam bi« diesen Morgen, wo wir ifrn Mim ersten Male in unserem Lebe» gesehen fraben.^

„Ah, et ist frier?“ ,

„Soeben muß er frier unter den Fenster« vorübergegangen sein. Sie haben ihn vielleicht gesehen."

Der Phllosoph murmelte einige unverständ­liche Worte.

„Ja", fuhr der Verwalter fort, „er ist diesen Morgen angekommen. Wer hat ihn benach­richtigt? ich weiß eS nicht. Er sieht au« wtt ein wildes Thier und hat nur vier Worte mit mir geredet, um mir zu sagen, daß er bet Untersuchung nicht beiwohne« könne, well khm _ ba8 zu wehe tfräte u. s. »., darauf ging er

M Fuldaer

»MieLMVf.