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28. JahrgMK

IuLöcr, Donnerstag, den 24. Oktober 1901

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stattgehabten Emission von 300 Millionen Mark

sollte dieser von amtlicher Stelle den Bescheid erhalten haben, die Schweiz sei stillschweigend einverstanden mit bet Verlängerung ihres Han- delvertrages mit Italien, der mit dem Ende des Jahres 1903 abläuft. Die Bundesregierung der Schweiz widerspricht in einer Depesche, die sie durch die offiziösen Telegrapyenbureaus ver. breiten ließ, sehr nachdrücklich dieser Behaup­tung: man wifie von solchen stillschweigenden Einverständnissen in Bern gar nichts; man richte

+ I« de» Zölle« Inttrrmittel be­merken augenscheinlich offiziös die ,Berl. Polit. Nachrichten/ es bestehe kein Zweifel darüber, daß die große Mehrzahl der deutschen Land- wirthe uns auch der Viehzüchter einer Erhöhung Vieser Zölle durchaus zustrmmen. Diese halb- amtliche Feststellung richtet sich gegen eine Kund« grbung der hannöverschen Nationalliberalen im entgegeugesetzren Sinne.

„Sir sehen diese Bücher hier auf dem Tische, dies? Stöße von Manuskripten? Dieselben sagen Ihnen, daß ich in der Arbeit mich selbst zu ver­gessen suchte. Ich war Advokat und habe sogar wiederholt plaidirt. Jndeß bald gewahrte ich, daß meine Bemühungen und meine Arbeit nur dazu dienten, einige Taugenichtse reich zu machen und einigen anderen, dir das Schoffot verdienten, das Leben zu retten; ich schämte mich solchen Gewerbes! ... Ich begann zu schreiben, ich habe viel geschrieben, um meinen Kopf zu er­leichtern und dieses Feuer zu tödte», was mich verzehrt. Dieses Mittel erwies fich nicht wirk­sam. Was wollen Sie? Ich bin Philosoph

lebhaft fort: ,

■ „Wollen Sie noch wissen, warum dieses mnere ! Feuer so glühend und so verzehrend ist? Weil ! ich niemals geweint habe. Nein, niemals; nie-

und ich denke, thue nichts als denken. Das ist mein unausgesetztes Schaffen."

„Ich habe da drinnen," fuhr er fort, indem er mit dem Finger nach der Stirne wies, „ich habe da drinnen ganze Abhandlnngen politischer Systeme, die Eure ruinnte und entartete Ge- fellschaft wieder Herstellen könnten . . Ich habe pdilosophische Systeme, die in einem engen Rahmen alle menschlichen Kenntniffe vereinigen und dieselben über jene Schranken hinaus aus- dehnen, in welche sie eine gewiffe Routine Euerer Professoren bannt. Ich habe Baupläne für viel vortheilhaftere und bequemere Häuser, als die find, die Ihr bewohnt; Projekte für Agrikultur, welche Frankreich in einen großen Garten verwandeln könnten, in dem jeder Fran­zose einen erträglichen Theil besäße; ich habe Rechtsbücher, in denen die Gleichheit und das gute Recht jenen Platz finden, der ihnen in den Euerigen abgcht. Aber wozu alles dieses ver­öffentlichen? Würden die Menschen dadurch besser werden? Und was hälfe das mir? Fände ich dadurch eine Erleichterung? Sie I sehen diese tausend Manuskripte, die mein * Zimmer anfüllen; dieselben kommen alle von da I drinnen . ... und ich leide doch immer gleich

viel."

Er warf sich in seinen Stuhl zurück und fuhr

gestellt.

* Die Arkeitererrllüffnrrgex und Arbeits­einschränkungen bei der Berlin-Potsdamer Eisenbahnverwaltung nehmen jetzt einen größeren Umfang an. Bi» zum 1. April n. I. soll alle 14 Tage in sämmtlichen Betriebswerkstätten ein Ar­beitstag ausfallsn. Auch im Außendienste macht sich das SparfamkeitSprinztv der Eifenbahnver­waltung geltend. Hilfsarbeitern wurde mehrfach gekündigt. Sämmlliche Bahnmeistereien find an­gewiesen, ihre Arbeitskräfte nach Möglichkeit zu vermindern.

[] Die .Norddeutsche Allgemeine Zeitung' schrecht: Der neuerdings eingetretene Mangel an Aufträgen für eine Reihe von Industriezweigen hat naturgemäß die Arveits-Helegeuheit in Preußen ungünstig beeinflußt. Auf eine Anregung des Ministerpräfidenten Grasen von Bülow ist vom Staatsministerium befchloffe» worden, durch die Oberprästüenten Er­hebungen anzustellen über die Ausdehnung, welche die Arbeitslosigkeit in den einzelnen Pro­vinzen bereits angenommen hat und die schon hervorgetretenen oder noch zu gewärtigenden Mißstände und über die Maßnahmen, die diese» gegenüber insbesondere auch unter Mitwirkung der Kommunalverbände zu ergreifen sind.

X Sozialdemokratische WaHrHeitslieve zeigt in manchen Punkten der diesjährige sozial­demokratische Part^chericht. Go wird in dem, selben bei Auszählung der Fraktionsanträge der ozialdemokratische Antrag aus Einführung deS Zehnstundentages für Arbeiterinnen-

werde, und daß man „nach Abschluß der Zoll­tarif-Reform jene (nämlich Reform) der Rerchs- finanzen werde lösen müffen". Das Mißver­gnügen über den badischen Fehlbetrag versteht jedermann vollkommen. Dagegen wird es für die ReichSall,Gemeinheit vielleicht gar nicht von I schädlicher Wirkung sein, daß mehrere deutsche I Einzelstaaten Ebbe in ihrem Wasser empfinden, weil im Reichshaushalte nicht alles nach Wunsch geht. Desto sorgfältiger wird man im Zukunft aus die geeignete Pflege der Reichrfinanzen achten. Im übrigen braucht sich sitzt noch niemand dar­über aufzuregen, was nach dem Zolltarife kommen werde. Einstweilen wird alle Welt gerade ge­nügend durch diesen selbst 'm Arbeit und Spannung erhalten.

* Gegenüber den Gerüchten, daß die bei der Zulaffungsstelle neuerdings angemeldeten 35 i Millionen Mark 3 prozentiger AeichsanleiHe jetzt unter der Hand begeben worden oder zu begeben wären, ist die ,Nordd. Allg. Ztg.' in der Lage, die Unrichtigkeit einer derartigen

I Auffassung festzustellen. Bon diesen 35 Mill. \ Mark waren rund 17 Millionen Mark bereits

theilt mit, daß der badische Staatshaushalt dies­mal mit einem starken Fehlbetrags abschließen

deutscher Reichsanleihe begeben, während die übrigen 18 Millionen Mark noch jetzt zur Ver­fügung der Reichsverwaltung stehen, und e$ nicht in der Absicht liegt, noch im Laufe dieses Jahres irgend welche Verkäufe hieraus vorzunehmrn.

X Die Irage der Kündigung der Aav- deksverträge beschäftigt die politischen Ge- wüther nicht allein in Deutschland. In einer Reihe von Zeitungen war die Nachricht wirder- gegrben von einer angeblichen Erklärung des italienischen Abgeordneten Luzzatti: danach

---- Handelsbeziehungen zwischen Oesterreich und Deutschland

ziehen können.

Die handelspolitische Stellung Oesterreich- Ungarns ist also uns gegenüber nichts weniger als stark. Daß dies fick so verhält, geht noch deutlicher hervor aus einem Vergleiche der Werthe der gegenseitigen Einfuhr und Ausfuhr. Im Laufe des Jahres 1900 führte Oesterreich-Ungarn nach Deutschland Maaren im Werthe von rund 704 Millionen Mark aus; der Werth der deutschen Ausfuhr nach Oesterreich-Ungarn be­trug aber während desselben Jahres nur 486 Millionen. So war eS nicht nur im letzten

sein. Daß die gestern abgedruckte offiziöse Aus­lassung der,Nordd. Allgem. Zeitung' über die Kündigung der deutschen Handelsverträge wieder einmal Niemanden befriedigen konnten, : versteht sich von selbst. Die freihändlerische Berliner.National-Zeitung' beispielsweise sucht daraus zu folgern, daß „an die . . . Kündigung vor der Entscheidung über den Zoütarifentwurf nicht gedacht werde, kann aber wegen der voll- kommen unklaren Aussruckswerse der offiziösen Notiz natürlich auch zu tetner bestimmten An­schauung darüber gelangen. Die agrarisch-kon- feroatioe Berliner .Deutsche Tages»°itung' be­merkt im entgegengesetzten Sinne: ,2ß'.r glauben nicht, daß diese Darlegung auf den Reichskanzler zurückzuführen ist. Denn es wäre doch außer- ordentlich seltsam, wollte die Regierung dem Auslände gegenüber erklären, wir künoigen die altes Verträge nur dann, wen» wir die neuen bereits in der Tasche haben . . . Eine solche Stellung würde selbstverständlich eine außer­ordentliche Stärkung der Position der ausländi­schen Staaten bedeuten . . Vor einigen Tagen wurde berichtet, aus der konservativen Partei heraus solle alsbald nach dem Zusammen- tritt des Reichstages in diesem ein förmlicher Antrag eingebracht werden auf Kündigung der laufenden Handelsverträge. Die eine gute Folge würde ein solcher Antrag jeden- falls haben, daß ein wenig mehr Klarheit in die ganze Sachlage hineinkäme.

x Die Zolkvsrkage« im A«nde»ra1he. Die Propheten scheinen leider recht behalten zu sollen, die weissagter», daß der Bundesrath bis zum erneuten Beginne der Reichstagsverhand­lungen nicht mit der Berathung der Zolloorlagen fertig werden würde. Der Entwurf des Zoll tarif-Gesetzes dürfte zwar nach der Mtttheilung einer halbamtlichen Feder Schwierigkeiten im Bundesrathr kaum Hervorrufen; er soll in den AuSschüffen des Bundesrathes vielmehr schon zur Annahme gelangt sein. In dem Zollgesetze ist unter anderen auch die Bestimmung enthalten, daß die Mindestsätze der Getreidezölle gefetzln, festgelegt werden. Aber die Erörterungen und Entscheidungen über die Einzelheiten des Zoll- tarises selbst werden voraussichtlich noch einige Zeit in Anspruch nehmen, möglicherweise „not > etwas über das Ende des Monats November hinaus sich verzögern«. Wie groß dieses EiwaS sein wird, muß man nun abwarten. Daß es | so wenig wie nur irgend möglich sich aus dehnen möge, ist dringend zu wünschen. Beachtung ver- I dient der erneute halbamtliche Hinweis daraus, i I daß niemand im Bundesrathe an der gesetzlichen , Festlegung der Mindestzölle für Getreide rütteln will.

tft; das kommt daher, ich bin dessen gewiß. S-Hen Sie die Falten auf meiner Stirne, diese Bläffe meiner Lippen? Suchen Sie den Grund derselben darin, daß niemals der wohlthuende Thau bei* Thronen meinen Schmerz gelindert und mich im Leiden erfrischt hat? Alles nehme ich von außen in mich auf, nichts kann ich aus meinem Geiste und aus meinem Herzen entfernen." Hier wurde seine Stimme sehr bewegt.

„Wenn andere Menschen leiden, so eilen sie an das Herz eines FreunoeS und kehren getröstet zurück. Ich kann das nicht. Ich bin, wie ich Ihnen soeben sagte, der Prometheus des Ge­dankens dieses höllischen Geiers, der nie ruht, der mich tyrannisirt und mich quält. Mein Schmerz gleicht einem spitzen Pfeile, der, wenn ich versuche, ihn wert von mir fortzuschleudern, immer wieder mit erneuter Wucht nach meiner Brust zurückfliegt und sich in mein Herz em- bohrt! . . . Hören Sie, ich weiß nicht warum, aber Sie flößen mir Vertrauen ein, und ich will Ihnen Alles sagen. Vielleicht habe ich auch nicht mehr lange zu leben, und ich will nicht, daß meine Geheimnisse mit mir sterben. Alles, was ich Ihnen erzählen werde, ist hierin enthal- ten. . . ."

Zr bezeichnete mir einen Stoß bestaubter Pa­piere, die in eitler Ecke des Zimmers lagen.

„Doch was kann am Ende Ihnen daran liegen? ..." ....

„Nein, nein, fahren Sie fort," sagte ich leb- haft; „wenn Sie wüßten, einen wie innigen An- tbeil ich an Ihrem Geschicke nehme!"

Ich war in der Thar sehr gerührt.

Deutsches Keich,

Berlin, 23. Oktober.

Jahre, so war es auch alle die Jahre vorher. Zählt man die wechselseitigen Ausfuyr- und Ein- fuhrwerthe des letzten Jahrzehntes zusammen, so findet man, daß in den Jahren von 1891 bis 1900 der Gesammtwerth unserer deutschen Aus­fuhr 3885 Millionen, der Gesammtwerth der österreichischen Einfuhr in das deutsche Reich da­gegen 5965 Millionen Mark betrug. Daraus geht ganz klar und unwiderleglich hervor, daß Oesterreich-Ungarn in weit höherem Maße auf

L ’dÄÄS" I i” S-d-°°r 1901 °°° 6« «e Mr, 1901

politischen Beziehungen unsere Stellung fegt fest und stark, die Stellung des befreundeten Nach­barstaates dagegen recht schwach ist.

„Der Friede des Weltthrils, durch feste Bünd- niffe und wohlausgerüstete Heere gewährleistet, findet seine natürliche Ergänzung in dem wirth- schaftlichen Gleichgewichte der Staaten," so sagte Ministerpräsident v. Körber. Dieses „Gleichgewicht" erhält eine etwas eigenartige Beleuchtung durch die Handels-Statistik. Daß Herrn. Körber dennoch sehr energisch mit seinen handelspolitischen For-

........■■................. irniiliniriiiiiiTm-----

Airs dm Ms eiurs WksscheOisdes.

Nach dem Französischen von Henri Cauvain.

2) ------ (Nachdruck verboten.)

II.

„Sie haben also weder Verwandte noch Freunde?"

Er unterbrach mich von neuem.

„Verwandte? Nein! . . . Mein Vater starb sehr jung, kurze Zeit nach meiner Geburt. | Meine arme Mutter —" es kam mir vor, al8 j veränderte sich feine Stimme im Augenblick, da er dieses Wort ausfprach — „meine atme | Mutter arbeitete zwanzig Jahre, um mir eine i Erziehung und einen guten Unterricht zu ver­schaffen. Sie starb in der Noth. Sehen Sie die Ironie des Schicksals! Acht Tage nach ihrem Hinscheiden beerbte ich einen alten Onkel, dessen Das.in ich kaum geahnt und der mit ein bescheidenes Vermögen hinterließ."

„Freunde? Ja, ich habe deren einige. Vor allem Julius, ein braver Junge, nur lacht er mir zu viel und fein Lachen macht mich krank; alsdann alle jene, welche Sie selbst kennen, und welche die Freundlichkeit hatten, mich Ihrer | Sorge anzuempfehlen. Wie Sie, so halten auch | diese mich für verrückt, und wenn ich in ihrer | Gesellschaft bi», so werde ich stets die Zielscheibe ihrer Neckereien. Ich bin mit meinen großen Augen, meinen langen Haaren, meiner langen Nase und meinem melancholischen Aussehen ihre Unterhaltung, ihr Narr! — Das find meine Freunde!"

Die Verhandlungen im österreichischen Reichs- rathe über die Handelspolitik und dir Rede des Ministerpräfidenten von Körber legen es sehr nahe, einen Blick zu werfen auf die Art der Handelsbeziehungen zwischen Oesterreich- Ungarn und dem Deutschen Retche. Die­selben sind nichts weniger als verwickelt, sondern recht klar und einfach. Thatsächlich weiß doch auch jeder Reichsdeutsche, daß es eigentlich gar nichts gibt, das wir Reichsdeutschen unbedingt aus Oesterreich beziehen müßten; und so verhält es sich in der That, wie sehr leicht und schnell aus der amtlichen Handelsstatistik zu ersehen ist. Alle diejenigen Maaren und Erzeugnisse, die aus dem Nachbarstaats zu uns herüber kommen, haben wir und machen wir selbst; eine gesunde Volkswirthschaft, die auf die Pflege der deutschen Interessen bedacht ist, muß demnach dafür sorgen, daß aus dieser Einfuhr aus Oesterreich«

derungen für sein Land hervortritt, gereicht ihm nur zum Ruhme. Wenn ein Staat bei der erneuten Regelung seiner handelspolitischen Be­ziehungen gut abichneiden will, darf et es nicht so machen, wie bei uns in Deutschland es sehr viele Leute' machen möchten, nämlich nicht überall und bei jeder Gelegenheit ausposaunen, daß man doch um jeden Preis Handelsverträge haben müsse, und müßte man noch so große Opfer dafür bringen.

Die handelspolitische Stellung Oestetreich-Un-, ------- - • -

garns ist schwach. Nichtsdestoweniger stellt sich Herr fich vielmehr auf etne Kündigung zu b m ge. v. Körber ohne Weiteres auf den Standpunkt: nannten Zeitpunkte etn und werde mit allen Oesterreich werde sich einfach auf seine Grenzen nöthigen Borberestungendazurechtzeittg fertig zutückziehen, wenn ihm auf dem handelspolitischen 1 c-4” nf’'1phn’rftp nlR,l5?2 "u8

Gebiete nicht ausreichende Zugeständnisse gemacht werden würden — und das Abgeordnetenhaus ruft ibm Beifall zu, die Abgeordneten alle ohne Unterschied bei Partei. Dieses gute Beispiel und diese nachdrückliche und einmüthige Vertheidigung der vaterländischen Jnterrffen sollten wir Deut­schen uns zum Muster nehmen. Unsere Freunde in Oesterreich beschämen uns darin außerordentlich.

«dBestrLgetd in Mida and au«* «L»l«L0Pf.

* Die Aureandiätare 1. Klasse der rreußischen Staatseisenbahnoerwal- ung, welche ans dem Civilsupernumerar- lande hervorgegaugen und zum Eisenbahn- ekretär geprüft find, unterbreiten dem Äbgeord- netsnhause eine eingehend begründete Petition, „bet der kgl. Staatsregierung dafür eintreten iU wollen, daß im Etat 1902 eine Vermehrung >er Eisenbahnsekretärstellen erfolgt, damit die Anstellung nach fiebenjähriger Diätarzeit, d. h. zehnjähriger Dienstzeit sichergestellt und diese Wartezeit allmählich zurückgeführt wird auf den normalen Zeitraum von annähernd fünf Iahten." Blieben die Diätare 1. Klasse bei dem Mitbe­werb von vielen Hunderten Bktriebssekretären auf dir jährlich frei werdenden 80 Eisenbahn- ekretärstellen angewiesen, so würde die Warte­zeit fich auf zehn bis zwölf Jahre ausdehnen. Bei keinem modernen Staatsoerwaltungszweig besteht eine Wartezeit von solcher Dauer. Die Anstellung der Steuer-, Regierungs-, Post­sekretäre erfolgt nach drei, höchstens fünf Diätatjahren. Bei bet Eisenbahnvetwaltung selbst wurden die Beamten, welche die Prüfung zum Eifenbahnsekretär nicht ablegten oder nicht bestanden, nach dreijähriger Wartezeit als Be- triebsfetretäre bezw. Assistenten etatsmäßig an«

und muß als Philosoph sterben." Er machte eine lange Pause. „Glauben Sie indeß nicht," fuhr er endlich fort, „daß ich die Menschheit hoffe . . . Mein Gott! nein! Die M-nschen scheinen mir nur unnütz. Ich habe ihren Geist, ihre Arbeiten, ihr Genie nicht röthig .... Ja, diese wenigen Kohlen, die Sie hier im Kamine glimmen sehen, das Brodeln meiner Kaffeemaschine und das Schnurren meiner Katzen haben mit schon tausendmal schönere Verse eingegeben, als die Ihrer großen Dichter sind; Gedanken, tausend­mal geistreicher, als diejenigen Ihrer Moralisten; eingehende und höhere Reflexionen als die der berühmtesten Prediger. Warum sollte ich also die Werke der Menschen lesen? Wozu ihre Reden anhören, dir niemals denen gleichkommen, welche ich in mir selbst vernehme? . . . Darum,--------- , - .. .

verbringe ich seit Langem mein Leben ün diesem | rnals hat eine Throne mein Auge gefeuchtet. i Zimmer, hier in diesem meinem Lehnstuhl . . .; Sehen Sie, wie dunkel es rings um mein Aage

Ünsar^ nach Deut chlond kein schädllcher Mst- der ennmal am politifche.1 Horizome, allerdings bewerb entftebe für uns selbst. Oder aber es m sehr werter Ferne. Em badischer Oifizwsiis

von anderwärts ebenso gut, wie aus Oesterreich, ober aber noch vortheilhaster, als von dort, be-

mit Anierhallungs-Meilage „Alluflrirte Sonulags-Ieitimgst ’-'XSS.lTSÄ