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JK 238.
JutSa, Mittwoch, den 16. Oktober 190L •
28. Jahrgmz.
28
Sieh, da kommt er, dem jetzt alle Deine
Herzen zu tragen, weil Du liebst! „Ach, Else!"
Ern Jahr Reichskanzler.
An diesem 17. Oktober ist genau ein Jahr verfloffen seit der Ernennung deS Grafen Bernhard Bülow zum Reichskanzler. Damals war diese Ernennung eine Ueberraschung und doch keine Ueberraschung. Man hatte sie gerade nicht an jenem Zeitpunkte vermuthet, so kurz vor der Wiedereröffnung der Reichstagsverhandlungen; man glaubte vielmehr, Fürst Chlodwig zu Hohenlohe werde noch den neuen Zolltarif im Reichs- tage einbringen wollen, bevor er aus dem Amte scheide, nachdem er so lange darin ausgehalten hatte. Aber daß Graf Bülow der Nachfolger des Fürsten Hohenlohe wurde, hat Niemanden in Erstaunen gesetzt, wenigstens Niemanden von denen, die einigermaßen auf dem Gebiete der Politik Bescheid wußten. Schon damals, als der frühere Freiherr von Bülow v«M Botschaster- posten in Rom abberufen wurde und die Leitung des Auswärtigen Amtes übernahm, wies man auf ihn als auf den Mann, der vermuthlich zum dereinstigen Nachfolger des Fürsten Hohenlohe ausersehen sei.
Graf Bülow hat das Kanzleramt also nicht unvorbereitet angetreten. Und daß er nichts weniger als blind war sür die Schwächen der Regieruugspolitik vor ihm, bewies seine Ankün- digung, daß er fortan die Zusammensetzung der leitenden Körperschaften im Reiche und im Staate Preußen aus einem Gusse formen wollte. Das „Zickzack" hatte unter dem Grafen Caprivi begonnen und hatte seine Fortsetzung gefunden unter dem Fürsten Hohenlohe; nothwrndig mußte zu allererst damit aufgeräumt werden, wenn der Bülow-Kurs beffer werden sollte als die beiden Kurse vorher.
Hat Graf Bülow dieses unselige „Zickzack" zum alten Eisen geworfen? Die Beantwortung dieser Frage ist schwer. An ernstlichen Bemüh»«- gen darum, das alte Gerümpel auszufegen, hat es gewiß nicht gefehlt und fehlt es nicht. Aber es steht beinahe so aus, als wäre das Gerümpel in so großen Waffen angesammelt worden, daß der neue Besen im Laufe eines Jahres seiner nicht Herr geworden wäre. Wit dem System der Schaukel- Politik, aus dem das alte „Zickzack" herauswuchs, ,st wenigstens ganz gewiß noch nicht endgiltig auf- geräumt. Dieses System wird noch immer liebevoll gepflegt und gehätschelt. Es fällt der Regierungs-Politik augenscheinlich sehr schwer, ihre schwach gewordenen Nerven wieder so weit zu stählen, daß sie ihren Gang unverrückt und unbeirrt ganz geradeaus nehmen könnte; und unsere Staatssekretäre und Minister treten mitunter so schüchtern in der politischen Kampf - Arena auf, wie wenn ein hoffnungsvoller Gymnasiast in der Tanzstunde zum ersten Male der holden Weiblich, keit gegenüber steht, mit der er fortanigemeinsam das Tanzbein schwingen soll. Man ist glückselig, wenn ringsum Beifall erschallt, von der äußersten Rechten bis dahin, wo Singer und Stadthagen sitzen.
Nun soll damit wahrhaftig nicht gesagt sein' daß auch Graf Bülow mit dem bekannten
schaftlich herein, wie hier der Frühling der Natur und vernichtet mit schonungsloser Hand die auskeimenden Blüthen. Aber wie die all-
gegen, der mit etwas enttäuschtem Blick nach der Entflohenen suchte.
Paul Ahrens durch den Garten kommen sah. Dann' floh fie in das Innere des Hauses in bräutlicher Scham.
Clara fuhr empor; ein glückliches Erschrecke« huschte über ihr erröthendes Gesichtchen, als sie
Else ging mti einem leichten, sanften Lächeln aus dem ruhigen Amltz dem jungen Arzt ent«
Hausthiere umherlrteben. Die ntedng gelegenen Straßen des Städtchens standen unter Wasser; bis in das erste Stockwerk der Häuser drang die lehmige gelbe Fluth; weniger widerstandsfähige Häuser wurden unterhöhlt und stürzten krachend in die aufspritzenden Wellen, die sich gurgelnd, brausend und zischend über dem Hab und Gut hunderter von armen, hilflosen Menschenkindern schloffen.
Jammergeschrei, Hilferufen, Weinen und Wehklage« Überall. Die höher gelegenen Häuser waren angefüllt mit den obdachlosen Armen; der Klosterkamp-Hof, das Rektorhaus, Elses Land- Häuschen, das Schulhaus, die Kirche selbst nahmen die Unglücklichen auf, die in der stürmisch herein- brechenden Fluth ihr ärmliches Heim, ihr Hab und Gut verloren hatte« und dem Himmel noch danken mußten, daß fie das nackte Leben gerettet hatten.
Und über all der Verwüstung lachte der blaue Frühlingshimmel. glänzte die goldene Aprilsonne, jubilirte» die Vögel in den Bäumen.
Else stand mit Klara von Hennersdorf auf der Veranda ihres Hauses und blickte mit ernste« Augen auf die sich allmählich verlaufenden Fluthen, auf die auS dem Waffer «ach und nach austauchenden Inseln der Felder und Wiese», auf denen bereits wieder emsige, fleißige Hände thätig waren, den Schlamm fortzuräumen, den Schutt zu brsettigen und neue Saat zu säen.
„Ein Bild deS menschlichen Lebens," sprach ie leise und gedankenvoll. „Der Frühling des Lebens bricht nur allzuoft so stürmisch und leiden«
„Ich glaubte Fräulein von HennerSdorff neben Ihnen gesehen zu haben, Else?"
„Sie war auch hier, Paul. Wenn Sie sie sprechen wollen?"
„Nein, nicht jetzt. — Ich komme mit einem
Auftrage, mit einer Bitte an Sie, Else."
„Betrifft fie Klara?" fragte Else mit leichter Schelmerei.
Kürassierstiefel sich bekleiden und dieser oder jener Partei damit je nach Bedarf und Laune tn den Rücken treten solle. Nein, ganz gewiß nicht; eine erneute Verhetzung der politischen GemÜther gegeneinander können wir ganz und gar nicht gebrauchen. Aber es würde zur Klärung der innerpolitischen Verhältniffe außerordentlich beitragen, wenn die Regierung endlich einmal das, waS sie will, ernstlich wollen und das ewige Diplomatistren in der inneren Politik ein- schränke« wollte. Jetzt hat die Regierung keine einzige polittsche Partei zum wahren Freunde; und deswegen muß auch jede Partei selbst sehen, wo sie bleibe, ohne Rücksicht auf die Regierung. Noch mehr, diejenige Partei pflegt sich am besten zu stehen, die am lautesten und rücksichtslosesten auftritt; und daß auch dieser Zustand nicht danach angethan ist, die inner politischen Verhältniffe beffer und angenehmer zu gestalten, liegt auf der Hand.
Angenehm war die politische Erbschaft freilich nicht, die Graf Bülow von seinem Vorgänger übernahm. Aus zwei einzigen Worte« erkennt man diese wenig erquickliche Sachlage: Zolltarif und Kanalvorlage. Ein Jahr ist vergangen, seit Graf Bülow's Amtstritt, und noch stehen wir mit beiden Dingen am alten Flecke. Die preußische Kanalvorlage ist von neuem begraben für eine Reihe von Jahren; wenn wir wieder über's Jahr schreibe« und das zweite Kanzlerjahr des Grafen Bülow betrachten und dann in der Lage sein werden, auf die erledigten Zollgesetze zurück- zublickrn, so werden wir recht froh darüber sein, daß die Sache so unerwartet kurz und leicht überwunden werden konnte. Deswegen also, weil Graf Bülow noch vor der Lösung feiner ersten Hauptaufgaben steht, ist es wohl auch noch zu früh, ein irgendwie abschließendes Urtheil über chn und seine Kanzlerschaft zu fällen. Das Eine aber kann man getrost sagen: Graf Bülow begegnet auch heute noch im Reichstage derselben Sympathie, mit der die parlamentarische Vertretung des deutschen Volkes ihn vor einem Jahre ausgenommen hat.
Glänzender Erfolge erfreut sich der neue Kanzler jedenfalls auf dem Gebier? der aus- wärt'gen Polittk. Mit dem chinefisw-n Ratte«- könig fertig zu werde,, war auf kein«-- Fall ein leichtes Kunststück, um so weniger leicht, als die Deutschen im allgemeinen sich skeptischer und mißtrauischer und nörgelsüchtiger dazu verhielten, als andere Völker. Irgend etwas wie freudige Volksbegetstrrung fehlt bei uns auch jetzt, nach glücklich vollendeter That. Woher sollte sie auch kommen? Aber nichtsdestoweniger bleibt die Art und Weise, mit der Graf Bülow Deutschland und sich selbst aus dieser Affaire gezogen hat, bewundernswerth; u«b wenn nächstem Graf Bülow von neuem im Reichstage erscheinen wird, so kann er dessen sicher sein, daß ihm eine riesengroße Mehrheit der Volksvertretung aufrichtiges Vertrauen entgegenbringt sür seine Leitung der auswärtigen Angelegenheiten. Vielleicht sagt dann auch Graf Bülow recht bald dem deutschen Reichstage und dem deutschen Volke, welche Grundsätze gelten und leiten sollen auf dem ebenso schwierigen Felde der inner« Polttik!
nichtung und steht stolzer und kräftiger da, als rüher. Ich würde zu schwach sein, um einen olchen Kampf zu kämpfen, ich würde erliegen und untergehen."
Sanft lächelnd drückte Else die Freundin an ich. „Auch Du würdest siegen, wenn Dein Herz von einem großen, erhabenen Gefühl ausgefüllt, wenn Dein Leben von einer großen, erhabenen Empfindung beherrscht würde."
Ein heiße« Erröthen flammte in den Wangen Claras empor. Sie barg ihr Antlitz an Elses Herz.
Deutsches Keich.
Berlin, 15. Oktober.
X Minister vorr Thiele«. Als die preußische Kanalvorlage zum ersten Mal begraben wurde, nahm man an, der preußische Verkehrsminister von Thielen werde sich ins Privatleben zurückziehen. Seine fürstlichen Vermögensver- hältniffe gestatten ihm dies zu jeder Zeit, und damals hatte der Herr Minister für sich und seine Gattin bereits zwei Plätze bestellt für eine Reise um die Welt, veranstaltet von dem bekannten Stangrn'schen Reisebureau. Als die Kanalvorlage zum zweiten Mal verscharrt wurde und man erfuhr, daß Herr Johannes v. Miquel aus dem Amte scheiden würde, nahm man natürlich erst recht an, daß auch Herr von Thielen amtsmüde sei. Herr von Thielen blieb indeffen wider Erwarten im Amte. Nun erfuhr man in allerjüngster Zeit, daß der Kaiser es abgelehnt habe, den Herrn Minister zu einem Vortrage über die bekannte Berliner Straßenbahn- frage zu empfangen; und daß daraufhin die An- nähme von einem Rücktritte des Herrn von Thielen erst recht in den Vordergrund trat, ist sehr erklärlich, so erklärlich, daß man das beinahe selbstverständlich nennen muß. Aber Herr von Thielen selbst trägt sich durchaus nicht mit Rücktrittsgedanken. Die oberoffiziöse ,Nordd. Allg. Ztg.' bringt die nachfolgende Mittheilung:
„Während der letzten Tage sind in ver- j schiedenen Blättern Auslassungen erschienen, die auf den Rücktritt des Herrn Ministers von I Thielen vorbereiten sollten. Wir können er- j klären, daß es an jeder thatsächlichen Unterlage für .solche Erörterungen fehlt. Insbesondere ist es nicht richtig, daß sich der Herr Minister selbst, der erst vor wenigen Tagen eine eingehende Rücksprache mit dem Präsidenten des Staatsministeriums gepflogen hat, mit Rücktrittsgedanken trage."
Herr von Thielen selbst scheint also doch auch diese eingehen: e Rücksprache für nothwendig er-1 achtet zu hab. bevor er sich zum Verbleiben im Amte entschloß. Um so erklärlicher und verzeihlicher ist wr daß andere Leute sich ebenfalls mit der - Möglichkeit seines Rücktrittes be- schäftigten.
h Der W,rtysch«fMche An» schütz hat, wie berichtet, durch die Ernennung mehrerer Denen aus demHandel und aus der Industrie vier neue Mitglieder erhalten. Die Zahl dieser Letzteren ist nicht bestimmt. Die Ernennungen tum Wirtschaftlichen Ausschüsse stehen vollkommen in dem freien Ermessen des Kanzlers, wie durch eine halbamtliche Notiz von neuem estgestellt wird. Ausgeschieden war jetzt nur der rühere Abgeordnete Möller i« Folge seiner Srnennuug zum preußische« Handelsminister. Augenscheinlich liegt- es also in der Absicht des Reichskanzlers, die Zahl der Mitglieder des Wirthschaftlichen Ausschusses überhaupt zu ver- mehren; denn in dieser Körperschaft sollen Handel, Industrie und Landwirthschaft gleichmäßig stark vertreten sein. Der Wirthschaftliche Ausschuß wird vermuthlich wieder zufammenberufen werden, wenn es sich um die Vorbereitungen zu dem Abschlüsse «euer Handelsverträge handeln wird.
Winterstürme wichen dem Wonnemond, aber ehe der Wonnemond mit seinem blauen Himmel, seinen linden Düften, seinem Sonnenschein und seinen Blüthen und Blättern in das stille Thal von Benneckenstein einzog, mußte et eine« gar harten Kampf mit dem Winter bestehen, der au« den Schlupfwinkel« des Gebirges hervor- blier und Schnee und Eis, Rege« und Sturm in das Thal hineinsandte. Bis in den April Ywem bedeckte der Schnee die Berge, aber dann Lenz stürmischen Südwestwind und
Regengüsse, die in wenige« Tagen die haft £ des Winters zerstörten,
und Pbte sSaffelfIu^en die Berge hinabstürzten Tbäler üb« »"* und Bäche füllten und die ä »Ä?* Das harmlose Bäch- Niederung Benneckensteins w?e iu, einem reißenden Strom gelbe« Fluthen verderben- Wiesend über die Gärte», die Felder und .. Hiich einem stürmisch bewegten,
schmutz,g-geben Se^ auf dessen vom Südwest, wmo gepeitschten Wogen die Trümmer einae- ststrzter Häuser die Zäune be?
Gärten, fortgerissene Brücken, HauSrath aller Art, Baumstämme und die Kadaver ertrunkener
Sir Lmnlhmsptiv?rsfill.
Roman von O. Elster.
------ (Nachdruck verboten.)
15.
gütige Natur tausend Mittel und Wege kennt, die Wunden, die sie geschlagen, zu heilen, wie ihr , uu tu
Vernichten nur den Grund legt zu stärkerem, Gedanken gelten!" reicheren Wachsthum, so auch der Frühlingsstunn im menschlichen Leben, wenn er ein starkes Herz trifft, das den nie zu vernichtenden Keim des Werdens, des Wachsens und des Schaffens in sich trägt. Man glaubt zu verzweifeln, man glaubt vernichtet zu sein für immer! Doch siehe, da erscheint ein neuer Keim und wächst und gedeiht.
Aus der Tiefe des Waffers steigt eine grünende, blühende Oase empor, die verderbliche Fluth hat ihr Kraft in reichem Maße zugeführt und hundertfältige Frucht ersteht au« der Vernichtung unserer ersten Frühlingshoffnung."
Clara schmiegte sich an die ernste Freundin. „Nur ein großer, edler Charakter, wie Du, meine Else," sagte fie, bewundernd zu ihrer Lehrerin und Freundin aufblickend, „überwindet die Ver-
„Daß Sie mich auch stets necken müssen," entgegnete Paul erröthend.
Sie ergriff seine Hand und blickte ihn ernst an. „Habe ich es damals in der Sylvester- nacht nicht recht gemacht, Paul?" fragte sie weich.
Er blickte Ix augenscheinlicher Verlegenheit zur Seite.
„Sie dürfen es mir, ohne Furcht mich zu verletzen, sagen, Paul." fuhr Else lächelnd fort. „Ich freue mich ja Ihres Glückes und Ihrer Liebe."
I h Der Zolltarif soll, wie die,Berl. Reuest' Nachr/ hören, dem Reichstage sehr bald nach seinem Zusammentritte zugehen. Wesentliche Aende- ' rungen des Entwurfs sollen im Bundesrathe nicht : vorauszusetzen sein, was man ohne weiteres glauben kann. „Im Uebrigen — so fährt die halbamtliche Notiz fort — wird man nicht fehl gehen mit der Annahme, daß weitere Erhöhungen der Agrarzölle ebenso ausgeschlossen sind wie die Ausdehnung des Doppeltarifs auf Viehzölle usw.; daß aber auch
I anderseits eine weitere Herabsetzung des Minimaltarifs nicht in Aussicht zu nehmen ist." Nun, was im Bundesraths nicht geschieht, kann ja später im Reichstage nachgeholt werden! Der Offiziosus hat sehr recht, wenn er weiter meint: die Majorität | des Reichstages sehe nicht danach aus, al« ob fie der Zolltarifvorlage ernstliche Schwierigkeiten bereiten werden. Nein, das will die Mehrheit ganz und gar nicht — aber doch nur eben dann nicht, I wenn der Landwirthschaft dar zugestanden wird, was sie unbedingt nothwendig braucht. Daß auch nach der Ansicht des Centrums durch den Regie« rungsentwurf das nicht erfüllt wird, konnte man in überzeugender Weise aus der Getreidezoll-Jvter« pellation in der bayerischen Kammer entnehmen.
* Der .Reichsanzeiger' publizirt die Zu« theilung der neuversicherungspflichtige«Betriebe zu den einzelnen Berufsgenoffenschaften, bezw. die Neubildung einer MervfsgeAosse« schäft fstr He Schmiedebetrieke. Die Bekanntmachung lautet wie folgt: „Auf Grund des § 2 Abs. 1, 2 des Gesetzes, br treffend die Abänderung der Unfalloersicherungsgesetze, vom 30. Juni 1900 bat der Bundesrath beschlossen: 1) Für die durch § 1 des Gewerbe-Unsallversicherungsgesetzes der Unfallversicherung neu unterstellten Gewerbebetriebe, welche sich auf die Ausführung von Schmiedearbeiten erstrecken, wird eine das Gebiet des Reichs umfaffende Berufsgenoffenschaft errichtet. Die Schmiedebetriebe, welche bereits bestehenden Berufsgenoffenschaften angehören, werden aus diesen ausgeschieden und der neuen Be« rufsgenoffenschaft zugetheilt. 2) Die sonstige« der Unfallversicherung neu unterstellten Gewerbs« zweige werden bestehenden Berufsgenoffenschafte« zugetheilt, und zwar: die gewerblichen Brauereien der Brauerei und Mälzerei-BerufSgenossenschaft, die Gewerbebetriebe, welche fich auf die Ausführung von ©djloff erarbeiten erstrecken, be« Eisen- und Stahl-Berufs genoffenschaftml beziehungsweise der Rheinisch-WestfälischenMaschi- nenbau« und Kleineisenindustrie-Berufsgenoffenschaft, das.Fensterputzergewerbe den Baugewerks- Berufsgenoffenschasten, das Fleischergewerbe der Fleischerei-Berufsgenoffenschaft, die gewerbsmäßigen Lagereibetriebe, der Speditions-,Speicherei- und Kellerei-Berufs «Genossenschaft, endlich von de« mit einem Handelsgewerbe, dessen Inhaber im Handelsregister eingetragen steht, verbundenen Betrieben: die Lagerungs- und die der Beförderung von Personen oder Gütern zu Lande dienende« Betriebe der Spedittons-, Speicherei-und Kellerei- Berufs • Genoffenschaft, die der Beförderung zu Wasser dienenden Betriebe der BinnenschiffsahrtS« Berufs-Genossenschaften, die HolzsällungS-Bettiebe der Holz-Bsrufs-Genoffenschafte«. — Große Enttäuschung wird diese Eintyeilung namentlich den Schlossern bringen, welche sicher daraus rechneten, eine eigene Berufs - Genossenschaft zu er«
„Ich verstehe Dich, mein Liebling! sprach Else leise. „Du glaubst dieses Gefühl in Deinem