graphischen Problems, die Erreichung deS Nordpol-, anstrebt. , .
* Aufopfernde Liebe. „Jetzt habe ,ch mir bet dem jungen Zahnarzt schon drei Zähne reißen lassen, Und er hat noch immer nichts gemerkt!"
* A«S der Kaserne. Unteroffizier (zum Einjährigen): „Einjähr'jer seh' Sie nich' so oft nach der Uhr — Ihr Jahr is noch nich' 'rum!"
* Glaubhaft. Sie: „Dies ist ja ganz abscheulich, am Hellen Tage kommst Du erst wieder heim, kein Auge hab' ich die ganze Nacht zugehabt." — Er: „Na, denkste ich?"
* Vergeßlich. Galanteriewaarenhändler (zum neuen Gehilfen): „Jetzt kommt Professor Zickel, das ist unser bester Kunde,--- der kaust einen Schirm
und läßt ihn gleich bei uns stehen!"
* Unterschied muß sein. Gast (der eine halbe Portion bestellt hat): „Kellner, Sie haben mir da eine schmutzige Serviette gegeben." — Kellner: „Ja, saubere gitts nur zu ganzen Portionen!"
dürste.
Ars de« Mchbargedirt.
«kikßk vchrchtm M kckgkMM
12 Uhr.
Sehr trocken .
Beständig . - Schön . . . - Veränderlich . Regen (Wind) Biel Regen
Sturm . . . .
5. Okt. Der Landesgerichts, jier ist vom 1. Dezember
auswärtigen Lieferanten nur dann zu bestellen, wenn sie mit entsprechendem Beitrag dem Kurverein beigetreten sind. Es soll zu diesem Zwecke ein Mitgliederverzeichniß herauSgegeb?» werden. 3) Sn das Bad-Kommiffariat wird der Antrag gestellt, mindestens alle drei Wochen eine Kurgartenbeleuchtung oder ein sonstiges Vergnügen zu veranstalten, damit jeder Kurgast mit Sicherheit darauf rechnen kann, einem solchen anwohnen zu können. 4) Das Bad-Kommiffariat wolle eine größere Summe als bisher für Reklame ouSgeben (etwa wie das Bad-Kom» miffariai Reichenhall, das 4000 Mark hierfür aufwendrt). 5) Es soll dahin gewirkt werden, daß das Namensoerzeichniß der Kurliste so rechtzeitig hergestellt werde, daß dasselbe jeweils 3 Tage nach Erreichung der Zahl von 550 Parteien den Abonnenten zugestellt werden kann.
seillaise. .
* In>a«rig1anse«d Iraucs herrenlos! DaS ist schon etwas. Der wackere Hausmeister des Hausts Nr. 115 des Boulevards Saint Germain in Paris sand kürzlich beim Reinigen eineS von Niemand zum Durchgang benutzten Hinterhofes auf einem Ueberdache eru mck dickem Staube überzogenes Packet. Er öffnete die aus alten Zeitungen bestehende Hälle und fand — Obligationen der Stadt Paris, des B denkredits und andere Werthpapirre im Gesammtwerthe von 20,000 Francs. Ec rannte zum nächsten Polizeibureau, übergab dre 20,000 Francs und half eifrig bei den polizeilichen Nachfragen in den Nachbarhäusern. Alles vergebens! Niemand hat stch bis jetzt gemeldet, die 20,000 Francs sind immer noch herrenlos. Welch ein R.man mag dahinter
stecken?
* Irageöoge« Lver die gegenwärtige Kage der einzelnen Gewerbe, insbesondere über d-e Zahl der Lehrlinge, hat der Freiwillige Erziehungsbeirath für schul- entlassene Waisen den Vorständen der Handwerker- Innungen in Berlin zugehm laffen. Er will dadurch statistisches Material zu einem d°mnächst von ihm herauszugebenden .Leitfaden für die Beiusswohl' gewinnen. Während in einigen Handwerken über Ueberfüllung ge- i klagt wird, herrscht in anderen geradezu Lrhrlingsmangel. Am auffall'vdsten ist die Lehrlingsnoth im Schuhmacherhandwerk. Hauptsächlich in Folge dsriKonkurrenz der Schuhfabriken, gibt es zur Zelt in Berlm nur L0 Schuhmacherleh rlinge.Dertraditonelle, Berliner Schusterjunge' ist also im Aussterben begriffen.
* In» N-terteevoat Nordpol. Wir lesen im .GtobuS': Änhrees Bersuch, auf einer Fahri durch das Luftmeer den Nordpol zu gewinnen, ist gescheit rt und wird jedenfalls sobald nicht wiederholt werden. Dasür taucht em anderes Projekt auf, das, kaum w.niger kühn oder abenteuerlich, ein Erreichen des Nordpols unter dem Packeise bezweckt und daS Unterseeboot m seinen Dienst nehmen will. Em solcher Plan ist bereits vor zehn Jahren in Schweden dlskutlit worden, doch damals namentlich deshalb bei Seite gelegt worden, weil man schließlich eingestand, daß dre Technik de- Unterseeboote noch in den Kinderschuhen | lecke. Heute ist man auf diesem Gebiete etwas weiter i und so trat denn zu Anfang dieses Jahres ein Herr Namens Dr. Hermann Anschütz-Kämpfe in einem Bortrage vor der Wiener geographischen Gesellschaft von neuem mit diesem Plane hervor. Der Vortrag ist letzt | in Nr. 3 und 4 der Mittheilungen der genannten Gesellschaft abgedruckc. Dr. Anschütz-Kämpfe geht von! der durch die neueren Erfahrungen gestützten Voraus- setzung aus, daß die Packeisschicht im Polarmeere während des Sommers eine nut geringe Dicke, etwa 20 bis 30 Meter hat, so daß sich unter ihr ein Unterseeboot von 50 Meter Tauchtiefe wohl ungehindert bewegen könne. Eine weitere durch die Ttzatsache ja auch belegte Voraussetzung ist dann die, daß das auf dem Meere ruhende oder treibende Polareis offene Stell-n genug aufweist, die in nicht zu weiten Abständen (Maximum zehn Seemeilen) ein Austauchen des Bootes gestalten, und ihm, wenn von größerem Umfange auch eine zeitweilige Vorwärtsbewegung auf dem Meere ermöglichen. Du ch ».ekognoszirung von einer 20 Meter hohen Schiebeleiter au8 soll von Punkt zu Punkt die Route bestimmt werden. Im Uebrigen er» läutert Dr. Anschütz-Kämpse die rein technischen Fragen, darunter die Versorgung des BooteS mit Luft, seine Einrichtung und Ausrüstung für die wissenschaftlichen Aufgaben der Fahrt; so soll das Boot biS zu 48 Stunden unter Zuhilfenahme komprimirlen Sauerstoffs unter SBaffer bleiben können Zum Schluß theilt Dr. Anschütz-Kämpfe mit, daß Fachleute am Konstruk- tionSplan für daS Fahrzeug arbeiteten. — Wir wissen nicht, wie weit der letztere gediehen ist, und enthalten unS auch des UrtheilS über die Durchführbarkeit des PlaneS, weil er doch in der Hauptsache auf technischen Möglichkeiten beruht. JedensallS geht aus Dr. Anschütz- Kämpses Vortrag hervor, daß er sich die Sache gründlich überlegt und auch selber einige Erfahrungen im arktischen Eise gesammelt hat. Ist der Plan, rote rott oben bemerkten, vielleicht abenteuerlich, so kann er vielleicht doch bald alS sehr plausibel erscheinen, roenig- stens in der Theorie - genau Jo rote Andrees Plan Wir nehmen von ihm namentlich deshalb Notiz, weil er die Lösung eine« interessanten, wenn in seiner Bedeutung auch neuerdings etwas überschätzten geo-
stch erweisen.
(:) Ikimüfnrl, 6. Oki. Heute Abend kurz nach 7 Uhr ging unter Blitz und Donner ein I heftiger Orkan über unsere Stadt, der vielfachen Schaden anrichtete. Auf der Kaiserstraße wurde, wie die ,Frkf. Zig/ berichtet, eine Droschke mit vier Personen umgeschleudert; die Fahrgäste kamen jedoch mit dem Schrecken davon. Recht übel hat das Unwetter dem Cafs im Hotel Bristol am Bahnhossplotz mitgespielt. Dort wurden zwei große Elkerscheiben durch den Winddruck aus dem Rahmen gehoben und die Anwesenden mit Glas splittern übersäet; Marmortische flogen um und das gejammte Porzellan am Buffet ging in Trümmer. Glücklicherweise gelang er dem Führer der eben hier gastirenden Burentruppe, unter dem Splitterregen die Rollläden herabzuziehen und dadurch die schweren, bereits vom Wind ergriffenen Lüstrcs vor dem Herabstürzen zu bewahren, und so weiteres Unglück zu verhüten.
* Aranüfrrrt a. M., 6. Okt. Ja den | Eisenbahndirektionsbezir ken Frankfurt a. M. und i Mainz werten in Berücksichtigung vielseitiger Wünsche und Beschwerden eine Anzahl der zum 1. Oktober d. I. aufgehobenen Sonntags- karten beibehalten werden.
[] Ksffek, 5. Okt. Heute Morgen wurde dura, den Landgrafen Alexis von Hessen die VIII. Allgemeine Ausstellung und V. Junggeflüaelschau des Vereins für G-flügel und Vogelzucht zu Kassel eröffnet. Die Ausstellung ist jo reichhaltig b schickt worden, wre wohl noch nie bisher, beläuft stch --och eie Zahl der Aussteller auf fast 400, von denen öie auswärtigen besonders stark vertreten find. Den zweifellos größten Raum nehmen in der Ausstellung die Hühner- und Taubenabtheilungen ein, in denen allen Arten vertreten find. Taubenliebhaber werden eine ganz b:sondrrs große Auswahl haben, zählt doch diese Abtheiluvg nicht weniger denn 105 Klaffen. Zur Prämrirurrg stehen dem AuSstellungsoorstande 67 Ehrenpreise Sur Beifügung. ~
* 6. Okt. D,e hiefige ka
tholische Kapelle ist beinahe fertiggestellt.
Ihre Einweihung erfolgt bereits am Sonntag, den 13. Oktober.
(*) Iritzlar, 6. Okt. Im benachbarten Kleinenglis ist man mit der Herstellung einer Wasserleitung beschäftigt, die «och diesen Herbst dem öffentliche» Gebrauche übergeben werden
Winter hindurch monatlich ein Vortrag gehalten. Diese Einrichtung wird für unsere katholische Männerwelt gewiß von segensreicher Wirkung
WlttMaKüch- WMrrimgfür beit 8. Oktober: Zurächst noch unruhiges Wetter mit ro:chfelnder Bewölkung und einzelnen Niederschlägen.
b-riaen Wohnort auf längere Zeit gemiethet gaben, vorzeitig kündigen. Die Kündigung U wenn die Versetzung an den ersten drei Werktagen eines Kalendervierteljahres verfügt und tem Beamten bekannt gemacht wird, nur für den Schluß dieses laufenden Vierteljahres, anderenfalls nur für den Schluß des aus die Versetzungsverfügung folgenden Kalendervierteljahres zulässig «nd hat im ersten Falle spätestens am dritte« Werktage des laufenden Vierteljahres und im zweiten Falle spätestens am dritten Werktage des auf die Versetzungsoerfügung folgenden Kalender- Vierteljahres zu erfolgen.
(Originalbepefchr« der «Fuldaer Zeitung-).
Aerki«, 7. Okt. Die Errichtung einer militärischen Akaoemie in Berlin ist nach der Straßb. Post' geplant und in den Grundzügen auch, bereits festgelegt. Der Reichstag hat hier ein Wort mit zusprechen.
ÄemSnrfl, 7. Oktober. In der letzten Nacht herrschte aus der Nordsee ein sehr heftiger Sturm In der Elbmünoung ist ein mit vier Mann besetztes Boot des Lootsen- versetzdarnpfers „Kapitän Karpfanger" gekentert. Ein Mann ist ertrunken.
Lüttich. 7. Okt. Von den 22883 Bergleuten, die in den 48 Kohlenzruben des Lütticher Beckens beschäftigt sind, sind heute 15064 aus- ständig. Vielfach kamen BLeinträchtigungen der Arbeitssreiheit vor.
Koustavlinopel, 7. Okt. Der fran- -öfische Geschäftsträger Botschaftsrath Bapst, überreichte der Pforte eine Note der französischen Regierung, in welcher diese es ab lehnt, den Vorschlag der Pforte, nach I w-lchem die Schuldforderung LorandoS I auf 185000 Pfund herabgesetzt wird, anzunehmen und die Forderung von 345 000 Pfund
starker Sturm.
Barometerstand Mittags
1 Waske«, 7. Okt. Bei Tscheljabinsk entgleiste ein Güterzug und stürzte den Bahndamm hinab, wobei 14 Wagen zertrümmert wurden. Eine Person wurde getödtet und 3 Etsenbahnangestr llte verll tzt.
Uerml schiss
* ■Brest»«, 5. Oktober. Auf e nem Neubau in der Blfenstrave wurden heute Morgen drei Arbeit« beim Ausschachien einer Baugrube durch einstürzeude Erdmaffen verschüttet. Zwei von ihnen wurden als Leichen hervorgeholt, während der dritte noch lebend herausgcbracht wurde.
* Thorn, 5. Okt. Ein Jahr Gefängnrß für einen Diebstahl von zehn Pfennigen verhängte das hiesige Kriegsgericht der ,Bvlksztg/ zufolge gegen den Musketier Ernst Martin von der 5. Kompagnie des 21. Infanterie-Regiments. Dieser suchte eines Morgens in der Dunkelheit auf der Mannschaftsstube nach Streichhölzern, öffnete dabei mit seinem Schlüffe! das Spind eines anderen Musketiers, sand darin ein Portemonnaie mit 5.10 Mark Inhalt und entwendete von dem Gelds die 10 Pfennige, für welche er sich, da er Hunger hatte, Brod kaufte. Außer der Gefängnrß- strafe wurde noch auf Versitzung in die zweite Klaffe des Soldatenstanves erkannt. — Nach diesem Zusammenhang muß die Strafe auß-rordentlich hart er-
* London, 5. Oktober. Eine Londoner Zeitung veröffentlicht eine Unterredung mit Major Austin, dem britischen Offizier, der soeben von einem Zuge nach der Grenze von Abessynien zuruckgekehrt ist. Austin bat sein Ziel nicht erreicht, sondern mußte uc verrichteter Sache zurückkehren. DaS einzige, was gelang, »ar, die Gegend zwischen dem Nasser- und dem Murledistrikt am Otohstuß und nördlich deS Rudolssees kartographisch anfzunehmen. Damit sind die Gegenden zwischen Chartum und dem 56,11 Grade nördlicher Breite zwischen dem 33. und 86. Längengrade nun vollkommen erforscht. Wie der Major «zählte, sind große St-ecken dies« Gegenden für dre Kultur geeignet, andere allerdings wieder bestehen ausschlreß. lich aus Felsen. Nördlich vom Rudolfsen befinden sich ziemlich hohe Gebirge, einer der Berge ist sogar üb« 7060 Fuß hoch. Die Expedition begegnete heftigen Sandstürmen und später wieder gewaltigen Waster- länfen, di« durch unaufhörliche Regen entstanden waren. Mnjor Austin glaubt eine neue Antilopenart entdeckt zu haben, er konnte aber kein Exemplar mit« bringen, da er gezwungen war, seine sämmtlichen Sammlungen im Stich zu laffen. Die Eingeboremn, die er antraf, waren noch vollständig wild und im allgemeinen durchaus unintereffant. Sie benahmen sich von vornherein sehr feindlich. Der Tnrkanastamm, deffen Angehörige vollkommen unbekleidet sind, und der den westlichen und den südlichen Distrikt um den Rudolfsee herum bcroohnt, machte ihm am meisten zu schaffen. Dieser Stamm lebt faß ausschließlich von Fleisch, die L-ute effen saft gar keine Pflanzen. Einmal griffen sie Major Austin» Lager an, wurden aber
(:) Aersfekd, 5. Oktober. Während des heute Nachmittag abgehaltenen Festessens wurde das Ergebniß der Prämiirung auf der hiesigen Obstausstellung bekannt gegeben. Es erhielten u. A. nach der »HerSf. Ztg.': in Gruppe A. Obst von Hochstämmen: die große silberne Staatsmedaille das Pomologische Institut (Herr Huber) zu Raffel für Gesammtleistungen, die bronzene Staatsmedaille Freifrau von Berlepsch in Fahrenbach, den Ehrenpreis der Landwirth- schsftskammer Herr H. Berdux fen. in Mar- bürg für Ausgabe 1, den Ehrenpreis des Obstund Tartenbauvereins Hersfeld Herr Gutsbesitzer Georg-HerSfeld, den Ehrenpreis des Kceisausschuffes Fulda der Kreis Schmalkalden für Aufgabe 1, den Ehrenpreis der Stadt HerS- seid Herr Arnold Sinning in Oberzwehren für
M. WettKr-Kssbachtsusr«.
7. Oktober.
©ttttpzrßiSK 7,5® CtL? 5,0® KöSNU,
* 12 'Mittags':. 8,86 ' 7*0» ”
®ie höchste Tcoweratwe deS gestrigen 5ta«e$ betrug 10,5° SelfiuS (8,4° RSaurnur).
Di- siedrixsie Temperatur in vergangen« Stackt betrug 6 5° E-ttiuS (5,2° Reanmur,.
USMerungs Ueoerstcht der .Fuldaer Zewmx':
Die nordwestliche Depression hat sich durch einen Zuzug vom Ozean her vertieft und weist heute em Centrum in Mitteldeutschland auf. Hoher Druck hegt üb« dem Südosten Europas. SamStag Abend trat auch in Süddeutfchland Regen em, der auch gestern noch stellenweise anhielt. In der letzten Nacht vielfach
Landumtyschaftttches.
Verschiedene Wirkungen der Kalisalze.
Die Wirkung der Kalisalze besteht nicht allein in der Förderung des Wachsthums und der Erzielung eines qualitativ und quantitativ höheren Ertrages, sondern sie bietet auch häufig den Vortheil der Vernichtung der Unkräuter, die uns auf Feld und Wiese so viel zu schaffen machen. So hat vor mehr alS Jahresfrist Professor Dr. Heinrtch daraus hmgewtesen, daß durch Bespritzen des Feldes mit Lösungen des 4O°/olgen Kalidüngesalzes dem Landwirth ein vorzügliches Bekämpfungsmittel deS AckersenseS und der Disteln in die Hand gegeben ist. Neuerdings unternahm Dr. Oldenburg-Bonn anderweitige Versuche, welche die Ber- tilaung des Mooses durch Kalisalze bezweckten. Er berichtet darüber wie folgt: „Auf einer schattigen, mit Moos bedeckten Wiese wurden Streifen von 5 Meter Breite abwechselnd gedüngt und ungedüngt gelassen. Als Dünger kam zur Verwendung Kainit, hochprozentiges Kalisalz und Phosphorsäure. Wo mit Kainit und Kalisalz gedüngt worden war, wurde das Moos gelb und ging zu Grunde, während das Gras weiter wuchs." Nach diesen Erfahrungen würde es jetzt doppelt unklug ! rein, die Kalidüngung auf Wiesen zu unterlassen. Auch I die besten Wiesen sind für Kalizufuhr außerordentlrch dankbar, da die Vegetation eine reichhaltigere wird, es erscheinen die Kleepflanzen in größer« Menge, waS gleichbedeutend ist mit besserer Heuqualität. Die moosvertilgende Wirkung ist jedoch nicht weniger zu verachten. Natürlich müssen noch weitere Versuche angestellt werden, welche noch mit größerer Sicherheit nach- zuwersen haben, rn wie weit der Landwirth mit dieser neuen, gewiß nicht weniger erfreulichen Thätigkert deS Kalis rechnen darf, welches dann in seiner Hand gleichzeitig die guten Elemente auf Acker und Wiese fördert und die schlechten vernichtet.
zurückgeschlagen. Bon den 32 Schwarzen, welche die Expedition begleiteten, kamen nur zwei zurück, die anderen kamen alle in Folge von Hunger um, acht wurden von den TurkanaS erschlagen. Am Sacchifluß sand der britische Forscher ein Taschentuch, daS d« italienische Forscher Cotego im Jahre 1897 dort verloren hatte. Zwei und einen halben Monat lang mußte die Expedition von dem Fleische der mitgenommenen Kamele und Esel leben.
(*) Aloin« Aachricht««. Biebrich. Frhr.von H ad ein, der Präsident der großh. luxemburgischen Finanzkammer, ist am 4. Oktober Vormittags hier gestorben. — 8rauben,. Der wegen MetneideS zu vier Jahren Zuchthaus verurtheilte Moritz Lewy aus Könitz ist auS dem Zuchthause zu Granden, nach der Provinztalirrenanstalt zu Conradstein bei Pr-Stargardt zur Beobachtung fernes geistigen Zustandes übcrgefuhrt worden. — Gelsenkirchen. Nach amtlich«Meldung betrug am 4. Oktober die Zahl der TyphuSkranken im Stadt- und Landkreis 837. — Stendal. Wieder .Altmärker' meldet, wurde der Gutsbefitzer Woellmer in Wendemark bei Werben a. d. Elbe ermordet vor seinem Hofe aufgefunden. Bon dem Mörder fehlt jede Spur. — Lüttich. In mehreren Ortschaften der Umgegend kam eS zu Zusammenstößen zwischen der Getts- barmerie unb Ausständigen. Die GenSdarmen wurden von der Menge mit Steinen beworfen, wobei ein GenS- darm Verletzungen erlitt; mehrere Verhaftungen wurden vorgenommen. — Marseille. Das Zuchtpolizeigericht verurtheilte den Obmann und zwei Mitglieder des früheren Streikkomitees der H a f e n a r b e i t e r wegen Veruntreuung von Unterstützungsgeldern zu Gefängmß- stralen von 14 Tagen bis ,u einem Monat, die übrigen Mitatted« des Komitees zu Geldstrafen. — Grtms ky. Der Streik zwischen den Fischereiunternehmern und den Fischern ist offiziell für beendet erklärt ro.rben. Die Strbeit wi'd am Montag wieder aufgenommen.
* Aev« eine Verbrüderung zwischen deutschen und französischen Soldaten berichtet ein deutscher Offizier in einem Brief aus Peking vorn 21 Juni in der ,Rhein.-Wefif. Ztg.'. Neulich haben di- Unteroffiziere eines unserer Regimenter em offizielles Fest mit solchen eines französischen Regiments gefeiert. Es soll wirklich sehr nett g'wesen fein. DieI Franzosen hatten den zur Verfügung ft-henden Raum, ein chinesisches Theater, mit den deutschen und französischen Farben reich dekorirt Dte Deutschen saßen in Käppis, die Franzosen in Seltnen da, leider nicht d« Pickelqaube, sondern dem Tropenhelm. Es wurden abwechselnd KoupletS vorgetragen und Heil Dir im Siegerkranz abwechselnd mit der Marseillaise mindestens sünfzehn- bis zwanztgmal mit Riesenbegeisterung gesungen. Natürlich fielen von französischer Seite hauptsächlich viele Reben auf bte deutsch-französische Waffenbrüderschaft unb Kameradschaft, in betten hauptsächlich betont würbe, baß bte einzigen Nationen, bte sich während bes ganzen Felbzuges stets vertragen unb nie aneinander genebenhätten, Deutsche unb Franzosen gewesen seien. Letzteres tst wahr. Man hatte vorsichtshalber O fiztne zur Aufsicht hingesandt, benn in ber Höhe bes Festes befürchtete man vielleicht einen kleinen Privatfeldzug gegen England. Alleinstehend wird wohl b'e Thatsache bleiben, baß Franzosen mit großer Begeisterung Heil.Dir im Siegerkranz fangen, ebenso wie die Deutschen bte Mar-
d. IS. ad zum OberlandesgerichtSrath beim OberlandeSgertcht zu Kassel ernannt worden.
—* Kttvilk-, 6. Okt. Am 10. d. M. findet dahier eine Vertrauensmännerversammlung des Centrums statt, um über die Aufstellung eines Kandidaten zur Reichstagsersatzwahl Beschluß zu faffen.
• Mainz, 5. Oktober. Vor dem hiesigen Schwurgericht hatte sich der 26jährige Bierbrauer Karl Albert aus Fürth in Bayern wegen Mordes zu verantworten. Der Angeklagte hatte am 1. Mai in den Kellereien der Rheinischen Bierbrauerei zu Weisenau in geradezu bestialischer Weise seinen Kollegen, den Brauer König aus Alzey, ermordet. Während er in der Voruntersuchung ein Geständniß abgelegt und betont hatte, daß er den Mord längst geplant, richtete er seine Vertheidigung in der Hauptverhandlung anders ein. Er behauptet jetzt, daß er den Mord nicht, geplant und auch König nicht habe todtschlagrn wollen. Die Geschworenen erkannten auf Todt- schlag ohne mildernde Umstände. Das Gericht verurtheilte Albert zu 10 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust.
teio verr arnuiu «uuung m wujivnf«« i»» | * Mainz, 5. Okt. Auf dem zwischen Erben-
Aufgabe 1. In Gruppe B. Obst von Zwerg- heim und Hochheim gelegenen Mechtlingshaujer flämmen: die große bronzene Staatsmedaille I Hof, einem Domänengut, entstand gestern Abend Herr W. Moesiuger in Gelnhausen für Aufgabe Groß feuer. Ein bedeutender Theil der Wirth- 16, den Ehrenpreis der Stadt Fulda Freifrau schaftSgebäude ist zerstört. Dte Feuerwehren der von Berlepsch in Fahrenbach für Aufgabe 12, genannten Orte konnten mit Mühe der gewaltigen den 3. Ehrenpreis der Stadt HerSfeld Bezirks- Feuers Herr werden. Das zahlreiche Vieh war verband Breitenau für Aufgabe 12, den Ehren- ins Freie gelassen worden und irrte während der preis des Obstbauvereins Marburg Herr H. Nacht dort umher.
Berdux fen. in Marburg für Aufgabe 13. In -• Kis-nach, 5. Okt. Gestern hat sich Gruppe C. Pomologische Sammlungen: die sil- hier ein Komitee konstituirt, das stch die Aus- berne Medaille der LandwirthschaftskammerHerr gäbe gestellt hat, die Bildung eims Bundes P. Helbig in Dillich sür Ausgabe 19 (und sämmtlicher deutscher Handwerks- Ehrsnurkunde I. Klaffe für Aufgabe 20), die kümmern herbeizuführen.
bronzene Medaille der Landwirthschaftskammer * Kissinger», 5. Oktober. Der Kurverein Herr H. Berdux in Marburg für Aufgabe 19. nahm in seiner jüngsten Generalversammlung In Gruppe B. Obsthandel: die kleine silberne folgende Anträge an: 1) Die Regierung soa Staalsmedaille Herr W. Moestnger in Geln- darum angegangen werden, dem Kurverein hausen sür Aufgabe 22. In Gruppe F. Obst- 5000 Mark zur Verfügung zu stellen, damit die erzeuqniffe: den Ehrenpreis der Stadt Hersfeld im ehemaligen Aktienbade vorgenommenen Ver- Herr Stadtgarten-Jnspektor Eubel in Raffel für besser»»! gen in der auswärtigen Preffö genügend Beerenobstweine, den Ehrenpreis des Geflügel- bekannt gegeben werden können. 2) Dte Mtt- züchtervereins Kassel Herr C. Moeller in Kassel glieder werden aufgefordert, bei einheimischen und für desgl., den Ehrenpreis des Kreisausschusses > -------° "— °"c*—“““ *" f,eöe,Te"
Hünfeld Herr Postverwalter Keil in Rauschenberg sür Obstmus rc, In Gruppe G. Baumschulen-Erzeugnisse: die kleine silberne Staats- medaille Herren Menz u. Sohn in Gotha sür Hochstämme (und eine Ehrenurkunde I. Klaffe für Beerensträucher). Der Besuch der Ausstellung war sehr zahlreich und dieselbe dürste viel dazu beitragen, den Obstbau in unserem Regierungsbezirk merklich zu fördern.
* SomSor«, 6. Okt. Am heutigen Sonn- tage, als am Feste des hl. Rosenkranzes, sind 41 Jungfrauen unserer Pfarrei in den Jungfrauen-Verein ausgenommen werden. — Mit Oktober Anfang werden in den katholischen Männer- ur d Arbeitervereinen dahier den ganzen
am 5/10.
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