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M 201.

Jut'öcr, Dienstag, dw 3. September 1901.

2.8. Jahrgang.

+ Böhmische Neuwahlen.

Der Reichsdeutsche interessirt sich unter allen österreichischeaKronländernam meisten für Böhmen. Erfreulicher Art sind die Gründe dafür nicht, aber die Thatsache wird dadurch nicht verändert. Und wenn nun in Böhmen Neuwahlen zum Landtage ausgeschrieben werden, so geht dieses Ereigniß nichts weniger als spurlos bei uns vorüber, am allerwenigsten diesmal. Der böhmische Landtag hat ein neues Wahlgesetz angenommen, das die Wahlen durch Wahlmänner beseitigt und direkte Wahlen zum böhmischen Landtage einsührt; und die Krone hat ihre Zustimmung zu diesem Gesetze gegeben. Das ist der eine Umstand, der diese Wahlen, die zum ersten Male «ach dem neuen System stattfinden, besonders wichtig macht. Außer­dem aber liegt der Schwerpunkt des leidigen Völker­zwistes in Böhmen, so daß die Entwickelung der Nationalitätenfrage in Böhmen einen erheblichen > Einfluß auf die Gestaltung derselben Frage in ganz Oesterreich ausübt.

Seit den letzten Neuwahlen zum österreichi­schen Abgeordneteuhause ist noch nicht allzu lange Zeit verflossen. Was damals an be­sonderen Merlmalen hauptsächlich aus Böhmen zu verzeichnen war, das war das Hervortreten des Radikalismus in beiden Lagern, bei den Deutschen und auch bei den Tschechen. Bei den Deutschen hatten die Leute von der Farbe der Herren Wolf und Schönerer die meisten Erfolge, die Leute, die nicht länger mehr hinter dem Berge halten mit ihrem Wunsche, daß Oester­reich untergehen und seine deutschsprachigen Theile an das Deutsche Reich abgeben möge; dieselben Leute, die unter der Marke der sogen. Los von Rom-Bewegung nicht nur der katholi­schen Kirche, sondern in Wahrheit allem ernst­haften Christenthum Fehde ansagen. Man könnte sich wundern darüber, daß gerade diese Tollköpie die besten Erfolge bei den Wahlen zum allgeme nen österreichischen Abgeordneteuhause eingeheimst haben. Aber im Kriege geht es anders zu, als im Friede». Im Kriege legt man das gesprochene Wort nicht aus die Gold- wage; da bevorzugt die Volkssttmmung die Draufgänger, die vor nichts zurückschrecken, die das schärfste Schwert führen und alle Hinder­nisse im Sturm nehme« wollen, we«n auch Mancherlei dabei in Scherben geht. In Böh­men aber ist Krieg. Und nur so ist es zu er­klären, daß die Deutschen in Böhme« in so großen Mengen bei den letzte» Wahlen auf die Seite dieser „Alldeutschen" sich geschlagen habe».

„Alldeutsche" nennen sie sich. Aber gerade sie find von Mn Deutschen am weitesten davon ent­fernt, eine Einigung aller Deutschen bei dem neu bevorstehenden Wahlkampfe anzubahnen. Sie sind im Gegentheil unduldsam gegen die anderen deut­schen Parteirichtungen und verlangen, daß alle Deutschen ohne Unterschied unter ihre Fahne sich scharen sollen — wahrscheinlich übermüthig ge­macht durch die Erfolge bei den Wahlen zum Ab­geordnetenhause. Und so kann es leicht sich er­eignen, daß die Tollheiten dieser sogenannten All­deutschen die allerverderbltchsten Folgen für da« Deutschthum in Böhmen im Allgemeinen haben werden. Es ist zum Beispiel vollkommen unmög­lich, daß ein Deutscher, der noch auf seine Kirche

Am ersten April.

Original-Roman von Ida John-Arnstadt.

13 ------ (Nachdruck verboten.)

Die Gläser klangen zusammen; Beide tranken sie schweigend aus und füllten sie wieder, da»« begann der Baron in gedämpften Läuten:

„An einem Mittwoch — 's war so Anfang Januar — sitz' ich bei Sacher und nehme ge­dankenlos den N«zeigetheil der „Presse" zur Hand. Na, was man da zu lesen bekommt, das weißt Du ja; buntes Zeug, was man im gewöhnlichen Leben gar nicht beachtet; aber wenn eine Sache sein soll! Auf einmal fällt mir eine Anzeige in die Augen . . Wart' mal! Da hab' ich mein Verhängniß bei mir . . Lies selbst!"

„Mensch! Bist Du bei Sinnen!?"

„S^! st! Wenn man Dich hört! So zu schreien!"

„Na ja. Den Zeitungsausschnitt im golünen Medaillon auf dem Herzen hrrumzutragen l Das ist der höchste Blödsinn!"

• „Moralisier nicht! . . Lies!"

„Jawohl . . Ich werde Dir den Unsinn vor­lesen, damit Du die ganze Geschichte einmal von einem andern Standpunkte aus anstehst; viel­leicht hörst Du gleich — wenn ich lese — aus der Anzeige heraus, was das Frauenzimmer ge­wollt und bei Dir auch sofort erreicht hat: In­teresse a« ihrer Person; Ende — Heirath."

„Bring' mich nicht in Zorn, sondern lies! Aber leise; rück' dicht heran . . . Wirst sehen.

und auf sein Christenthum etwas hält, vor den Wahlwagen dieser Leute sich spannen lasten sollte.

Indessen haben auch die Tschechen unter der Einwirkung ihrer Radikalen zu leiden. Diese haben sich auch bei den letzten Wahlen zum Abgeord­netenhause als besondere Gruppe hervorgethan. Es sind dies Leute, die in tschechischem National­dünkel bis zum Wahnsinn befangen sind und dabei so sehr zum Radikalismus hin neigen, daß sie mit ihren übrigen politischen Anschauungen bis in die Sozialdemokratie hineinreichen. Der Abg. Freßl ist ein Typus dieser Leute, derselbe, der im'Abge- ordnetenhause zu Wien durchaus wieder Skandale Hervorrufen wollte und schließlich durch kräftige Handgreiflichkeiten durch Mitglieder anderer Parteien zum Schweigen gebracht wurde, ohne daß seine tschechischen Stammesgenossen ihm 'gu Hilfe kamen. Aber bei der tschechischen Wähler­schaft ist die Stimmung gerade so, wie bei den Massen der deutschen Wähler: es herrscht die Kciegsstimmung vor, so daß derjenige Wahlbe­werber, der am lautesten schreit, allein dadurch sehr bei den Wählern gewinnt; und das Schreien besorgen am lautesten die Leute vom Schlage des Herrn Freßl. Die Jungtschechen blicken auf diese Bewegung nicht ohne Besorgniß. Deswegen haben sie sich nach Unterstützung umgesehen und haben kürzlich ein Bündniß mit den Alltschechen abgeschlossen, von denen man bei dieser Gelegen­heit seit langer Zeit wieder zum ersten mal etwas gehört hat.

Unter so chen Umständen ist es schwierig, fast unmöglich, Vermuthungen anzustellen über den Ausfall der Neuwahlen zum böhmischen Land­tage unter der Herrschaft des neuen Wahlgesetzes. Aber leider ist mehr als hinreichender Grund vorhanden für die Befürchtung, daß die Zeit der Beschwichtigung der nationalen Gegensätze in Böhmen noch nicht angebrochen ist — was gleich­bedeutend sein würde mit der Fortsetzung des Völkerkricges in Oesterreich und auf dem wichttgern Boden des Reichsrathes.

Dentschss Keich.

Berlin, den 2. September.

X Ariuz Gschrr« ist heute Abend 11 Uhr von Bafel abgereist. Der feierliche Em­pfang beim Kaiser wird sich beschränken auf den Prinzen selbst und de» neuen Gesandten in Berlin Jin Tschanq. Die übrigen Personen werden nicht zugelaffen. Damit war der An­stand, der der Fortsetzung der Reise entgegen­trat, gehoben und die Abreise erfolgte heute um 11 Uhr vom badischen Bahnhof aus, wo ein Sonderzug bereit stand. Der Aufenthalt der Sühnemissio« in Berlin wird auf zwei Wochen berechnet. Nachher soll die Reise zurück nach Italien gehen. Die Mission ist von folgende« Staaten eingeladen worden: Italien, England, Belgien, Vereinigte Staaten von Amerika und Japan. Alle diese Ein­ladungen sind angenommen. Die erste Ein­ladung kam von den Vereinigten Staaten von Amerika. Neben dem Prinzen Tschun und dem Generalleutnant Jin Tschang, dem neuen Gesandten für Berlin, sind die hervor­ragendsten Persönlichkeiten der Gesandtschaft

daß Du sehr auf dem Holzwege bist mit Deinem Vorurtheil."

Freund Karl entfaltete den Ausschnitt, neigte seinen bärtigen Blondkopf zu Boris hin und las im Flüstertöne, was da gedruckt stand:

„Gebildete Dame wünscht versuchsweise geist­vollen Briefwechsel in französischer Sprache mit einem Herrn cu8 Gelehrtenkceise« unter Chiffre CH. Haffard, Nr. 100 hauptpostlagernd Wie». Bis zum 15. Januar Antwort erbeten . ."

„Und in diese plumpe Falle ist der bochwrise Boris sofort gegangen, mit Haut und Haar! .. Junge, was machst Du Demen Freunden für Schande! . . Hier, nimm die Srelenschlinge wie­der an Dein Herz und beichte weiter! . . Also nun schriebst Du sofort einen poetischen Gchreibe- brief, dem letzten Versuch dieser Edlen als wür- dtges Objekt zu dienen?"

„Wenn Du fable Witze machen willst, dann.."

„Nein, nein; ich bin ja ganz ernsthaft; wirk- lrch, Boris; ich muß mich nur erst in Deinen damalige» Zustand zu versetzen suchen . . Also Du schriebst; . . jedenfalls auf rosafarbenes und rosenduftendes Papier?"

„Ja; sogar i» Versen."

„Alle Wetter! Und in französischer Sprache?"

„Hast Du das Manuskript bei Dir?"

„Leider nein . . Komm nur morgen zu mir . . Ich zeige Dir all' meine Briefe . ."

„Nur die Deinigen? Nicht auch die der Dame?"

„N . . n . . ein. Vorläufig nicht; vielleicht den ersten."

folgende: Tschang-Jin-Mau, Direktor der nörd­lichen Bahnen und Minen und Hauptaktionär der Kaiping-Minen, Sir Ltang-Tschentung, der erste Sekretär, Dr. Mark, Leibarzt von Li-Hung- Tschang, weiter 6 Sekretäre, 12 Attaches, 6 Offiziere der Leibgarde des Prinzen und der Dienerschaft. Zur Mission gehört ferner Ingenieur Brasser, technischer Sekretär der chinesischen Marine-Verwaltung, und Generalmajor Richter sowie der Reisemarschall Leutnant Rauch. — Eine Extraausgabe der ,Ostas. Korresp/ meldet, daß der Kaiser aus eigenster Initiative dem Prinzen Tschung hat mitthetlen lassen, daß er ihn in Potsdam und zwar allein, nur von einem Dolmetsch begleitet, zu empfangen geruhen wolle. Der Plinz dankte telegraphisch für diese „gnädige Behebung der Schwierigkeiten". Die Audienz wird am Mittwoch oder Donnerstag sein.

* Der Wahlkreis Neuwied - Akts« Kirche wird nach wie vor im Reichstage durch einen Crntrumsmann vertreten sein. Die Er­satzwahl fand am letzten Samstag statt und brachte den Sieg des Crntrumskandidaten im ersten Wahlgange mit mehr als 2000 Stimmen absoluter Mehrheit. Der Wahlkreis ist bisher stets im Reichstage durch einen katholischen Abgeordneten vertreten gewesen.

X Z»m chumvirmcr Mordprozesse liegen sehr verschiedenartige Meldungen vor. Nach der Meldung einer Jnsterdurger Zeitung ist der Polizei in Gumbinnen ein mit Namensunter- schrifr versehenes Schreiben zugegangen, worin ein früherer Dragoner bestimmt als Mitschul­diger am Morde und der zum Tode verurtheilte Marten als unschuldig bezeichnet wird. Im entgegengesetzten Sinne wurde dem Berliner .Reichsboten' berichtet, der Sergeant Hickel solle nächstdem von neuem verhaftet werden! Allen Militärpersonen ist in der Angelegenheit strengstes Stillschweigen über Einzelheiten aus der Untersuchung auferlegt worden, bei Ver­meidung von Arreststrafe. Es unterliegt wohl keinem Zweifel meyr, daß die Sache in der Revistonsinstanz auch noch vor dem Reichs- militärgerickt verhandelt werden wird. Sehr auffällig ist es, daß der Staatsanwalt des Oberkriegsgerichtes noch nicht Widerspruch er- hoben hat gegen eine ihm in mehreren Zeitungen unterlegte Äeußerung. Danach hätte der Staats­anwall folgende Sätze nach der stenographischen Aufzeichnung eines Zuhörers gesprochen: „Wo der Thäter ermittelt ist, muß auch die Strenge des Gesetzes walten. Auf Mord steht Todes­strafe und vor Todesstrnfe schreckt man gemeinhin zurück. Man klammert sich an ein Minimum, wenn die positive Unterlage fehlt. Ich bitte Sie also, nicht auf Mord, sondern meinem Antrags gemäß auf Todtschlag zu erkennen." Daraus geht überraschend deutlich hervor, daß der Staatsanwalt sich höchst unsicher fühlte bei der Verurthrilung dieser Sache und namentlich der Schuld des Marten. Und dennoch wurde dieser zum Tode verurtheilt!

h Die Meldungen SSer ei« neues Ks- lonialtzeer wollen nicht aufhören. Augenschein­lich wird also von einer bestimmten Seite her in dem Sinne der Schaffung eines besonder« Ko­lonialheere« agitirt. Jetzt geht wieder einem Berliner Blatte eine Meldung aus München zu.

„Hat der holde Engel denn Dein Französisch verstehen können?"

„Der Antwort nach, Wort für Wort."

„Alle Hochachtung! . . . Hör', Boris, mir ahnt etwas Entsetzliches! . ."

„Nun? Heraus damit!"

„Nein, »em;! jetzt noch nicht. Erzähle nur weiter. Also Ihr schriebt Euch von nun ab jede Woche?"

„Jede Woche. Sonntags, oft schon Sonn- abends, holte ich mir am Schalter für post­lagernde Schriften den Vorrath von Himmels­licht, in welchem meine Seele nun schwelgte. Dafür hast Du freilich kein Verständuiß, armer Karl; aber wenn Du jene Briefe lesen könntest! Na, und wenn Du bedenkst, daß sie einen total anderen Manschen aus mir gemacht haben . . . aus einem Spötter einen Idealisten ..."

„Der nun wieder umsatteln will?"

„Nun wieder? . . Ach so . . Ja, ich kann es noch nicht fassen."

„Was denn?"

„Daß sie mich verrathen hat."

„Verrathrn? Das versteh' ich nicht . . . Hast Du . . ."

„Ach so, ich sagte Dir die Hauptsache noch nicht, . Ich liebe sie! . ."

„St! . . Sitzen bleiben! Bedenke, wo wtr find . . . Also Du liebst sie, und sie? Liebt sie Dich wieder?" , .

„Sie kennt mich so wenig, nne ich sie; lch fühlte aber, daß cs so ntcht weiter gehen konnte, ich mußte sie sehen, sprechen; nur einmal, und das schrieb ich ihr in deutscher Sprache, wie es

wonach die bayerische Regierung zu einer Aeuße- rung über die Schaffung eines Kolonialheeres aufgefordert worden s-in soll. Aber nach allen voraufgegangenen Nachrichten muß man alle diese Meldungen mit größter Vorsicht aufnehmen. Und selbst dann, wenn beispielsweise diese letzte Mel­dung zutreffend sein sollte, folgt daraus noch lange nicht, daß die Regierung bereits an einer entsprechenden Vorlage für den bevorstehenden Tagungsabschnitt des Reichstages arbeite. Würde sie dennoch eine solche Vorlage einbringen,_ so würde ihre Aufnahme im Reichstage außer­ordentlich kühl sein.

X Kifchof Kerrzler von Metz. Der seit zwei Jahren verwaist gewesene Bischossstuhl von Metz ist nunmehr durch Ernennung des Abtes Willibrord Benzler von Maria Laach zum

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M.W

Bischof von Metz wieder besetzt worden. Wir geben deshalb unseren Lesern beistehend ein Por­trät des neuen Bischofs, über dessen Lebrnsgang kurz Folgendes zu sagen ist. Die Wiege Benz- lers stand int Westfalenlande. Am 16. Oktober 1853 wurde er zu Niederhemer bei Iserlohn als Sohn eines Gastwirthes geboren. Der neue Metzer Biscbof steht also erst im 48. Lebensjahrs. Seine Ausbildung erfuhriBenzler zuerst auf der Rektorat- schule in Menden und dann aus dem Gymnasium in Münster, das er im Jahre 1871 mit Auszeich- nung absoloirte. In seiner Heimath erzählt man sich, daß der junge Benzler von seinen Eltern für das Baufach bestimmt worden fei, aber begeistert für das Stadium der Gottesgelehrtheit habe er sich heimlich aus seiner Heimath entfernt und sei dann nach längerer Zeit in Innsbruck als Theo- löge aufgetaucht. In Innsbruck und in Beuron erwarb sich Benzler seine theologische Ausbildung und int Jahre 1874 tret er in Beuron in den Benediktiner-Orden ein. Reiches Wissen, beschei­denes Wesen und tiefe F-ömmigkeit lenkten bald die Aufmerksamkeit der Oberen des Ordens auf den jungen Benediktiner. Erst 30 Jahre alt, wurde Benzler im Jahre 1883 Prior des Klosters Eeckau in Oesterreich und int Jahre 1887 wurde er als Prior in das Mutterkloster Beuron berufen.

mir aus dem Herzen kam . . . Wenn sie nicht mit jedem Worte ihrer unverglrichlichen Briese gelogen hätte, hätte sie kommen müssen!"

„Wohin? Was hat sie Dir geantwortet?"

„O nichts. Im Uebermaß anstürmender Empfindung, und um sie zur Erfüllung meiner Bitte zu bewegen, schrieb ich ihr, daß dieser Bittbrief an sie mein allerletzter fei; daß, wenn sie nicht käme, alles aus fei zwischen uns . . und siehst Du ... sie iss nicht gekommen . . Auf dem Platze im OpertchauS, auf ihrem Platze, zu welchem ich ihr ein Billet eingelegt hatte, sitzt die für mich widerwärtigste Person, Helene Lipphold, die pflichtvergessene Erzieherin der Bernamschen Kinder! . . . Also deshalb muffte das Fräulein in dir Oper! Deshalb! . . Ich Thor; ich blinder Thor! Daß ich das nicht durchschaute . . . Aber ich werde sie zur Rechen- schäft ziehen; den Namen ihrer Verbündeten muß ich wissen . . . oder nicht? Was meinst Du? Ich habe natürlich den Platz neben ihr . . . fte wird brennen vor Neugierde, den Anbeter threr Freundin, oder Schwester oder Base zu sehen. Ob ich lieber gar nicht darauf hereinfalle? . ♦ . Zum Teufel, wozu lachst Du so einfältig? . . . Rathe mir doch!"

„Trink Deinen Wein aus und komm!"

„Wohin?"

„In dar Opernhaus; natürlich; wo sonst hin?"

--Ich gehe nicht mit; um die Welt! . . Viel Glück für Dich, Karl . . Und nicht wahr, morgen besuchst Du mich, wenn ich Dir nicht lieber alle« schriftlich sage, was noch zu sagen ist, denn, siehst