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M 199.
Jutöa, Samstag, den 31. August 1901
steigern, wie nur irgend möglich; je feuriger
"d Verlag bei Lllldae» petme«»« N». 1 (earmenit).
Werse. Der Franzose ist empfänglicher für solche Breinfluffung, als der Deutsche; und schließlich wird er auch für diesen neuen Zarenbefuch in die Stimmung gebracht werden, die »othwendig ist, um diesem Besuche einen vollen Erfolg in Frank« reich zu sichern.
große Menschenmaffen als Zuschauer anziehen, auch wenn das Zarenpaar nicht dabei sein würde. Daß deffen Anwesenheit die Schaulust der Maffen noch erheblich steigern muß, versteht sich von selbst; und dann wird es auch nicht an den nöthigen Jubelrufen fehlen. Die französische Preffe stehl auf einer ganz andern Grundlage, als die deutsche. Die deutschen Zeitungen haben ihre festen Bezieher, die französischen deren nur sehr wenig. Die französischen Zeitungen gelangen zum überwiegend größer« Theile durch den Einzeloerkauf in der Straße in den Besitz des Publikums, und deswegen machen sie desto bessere Geschäfte, je mehr gerade „lo8" ist. Aus geschäftlichen Rücksichten behandelt darum die französische Preffe
Früher waren solche Mittel überflüssig. In de« Köpfen der Franzosen hatte sich die Wahnvorstellung festgesetzt, Deutschland wolle Frankreich mit Krieg überz'ehe», und nur das Bünd« niß mit dem Zarenreiche könne Frankreich vor der Ausführung dieser blutigen Anschläge bewahren. Da sah man in "dem Zaren de» Retter, den Befteier aus schwerer Gefahr, einen zweite« Vater des Vaterlandes; und das Feuer der Begeisterung lohte ganz freiwillig bei seinem Empfange empor. Inzwischen hat sich das französische Volk überzeugt davon, daß Deutschland chm gegenüber so friedlich gestimmt ist, wie nur irgend möglich; und gleichzeitig mit dieser Neber« zeugung ist als selbstverständliche Folge eine Abkühlung in Frankreich eingekchrt bei der Be- urtheilung des Zweibundes.
Der verständige Franzose weiß den Werth der russischen -Freundschaft genau so zu schätzen, wie jeder einsichtige Deutsche; er weiß, daß es nicht nur eine hergebrachte Redensart ist, wenn man sagt, der Zweibund sei eine Bürgschaft mehr für die Erhaltung des europäischen Friedens, auch dann noch, wenn er genau erkannt hat, daß an kriegerische Absichten Deutschlands gegen Frankreich nicht im entferntesten zu denken ist. Für uns Deutsche aber hat der Zveibund deS-
Auswanderer; sie war nach dem Zeugniffe von Mitgliedern, welche die Versammlungen seit Be- stehen des Vereins besuchen, weitaus die glänzendste und am besten besuchte. Ueber 250 Personen waren anwesend, und die Versamm- lung, welche zuerst im rothen Saale der Union tagte, mußte nach dem großen Festsaale verlegt werden. Reichs- und Landtags - Abgeordneter P> P. CahenSly, der Vorsitzende des Vereins, begrüßte die Versammlung. Pater Lambert R e t h m a n n aus Havre schilderte dann in schmuckloser, aber durch die angeführten Thatsachen er- greifender Rede die Zustände im Auswandererwesen vor einem halben Jahrhundert, als der ganze Auswanderer-Verkehr von Frankreich aus mit zwei Dampfern „Argo" und „Fulton" be- wältigt werden mußte und die armen Leute wochenlang auf Beförderung warten mußten. Konsul Nölting-Hamburg, Vizepräsident der General- Versammlung deutscher Katholiken, richtete einige Worte der Begrüßung und Ermunterung an die Anwesenden. Die Berichte der Vertrauensmänner:! Meyn berg- Hamburg, Kisiclewicz-Hamburg. Pater Lorleberg.Antwerpen, Bernhard Schäfer-London, Praschar - Bremen und Pater Quer! - Bremerhafen entrollten ein erfreuliches Bild von der segensreichen Thätigkeit des Vereins, die immer weitere Gebiete der Fürsorge für katholische Auswanderer in ihren Bereich zieht. Besonders hervorgehoben sei, daß der Norddeutsche Lloyd für die St. Rophaels-Kapelle in Bremerhafen 50,000 jK>. bewilligt hat; ebenso die Bewilligung einer Kollekte durch den Hoch«. Herrn Erzbischof von Köln, welche über 12 000 M. einbrachte. Msgr. Werthmann. Freiburg ging in einer von apostolischem Eifer durchs lühten Rede auf die charilatioe Bedeutung
reitung zu dieser Bewegung gehört auch die Be- waffnung der „Genossen" mit Revolvern. Das nennen allzu gutmüthige Leute die „Mauserung" der Sozialdemokratie zu einer friedlichen Bürgerpartei — eine nette „Mauserung"!
Die Engländer nehmen den Mund voller als je, wenn sie von Südafrika und von den Buren sprechen. Der britische Gouverneur, Sir Alfred Milner, ist aus England nach Kapstadt zurückgekehrt und hat die erste Gelegenheit, die sich ihm darbot, dazu benützt, von dem „unerschütterlichen Entschluß des englischen Volkes zu reden, die in Südafrika ein- 9c laJene. Politik fortzuführen. Es fragt sich nur, ob sich dieser unerschütterliche Entschluß auch aus- iuhren lassen werde. Der Aufstand gegen die britische Herrschaft greift im Kaplande immer weiter um sich; die Buren sind mit den Engländern schon bis auf die kleine Entfernung von 50 Kilometer üon der See handgemein geworden. Wer weiß, wie das enden wird!
Erschein! täglich, m. Ausnahme der Somk- und Feiertage. Bierteliährl.
Kesugspreis ohne Bringerlohn und Bestellgeld in Fulda und auS- WärtSlM.SvPf.
18. Sentrtlprrpimmlnnu derKchMk» AtilschlM» ;g OMbriick.
Die General-Versammlung des St. Raphael. Vereins bedeutet einen schönen Erfolg der Bestrebungen zur Fürsorge für die
Wochen-Wunöfchau.
(Nachdruck verboten.)
X Fulda, 31. August.
.jn jedem Jahre gelangen wir mit dem Spät- sommer m die Zeit der Fürstenreisen und Monarchen- Mche. In diesem Jahrchst indessen besonders reichlicher Stoff auf dieftm Gebiete vorhanden. Daß der Zar dem deutschen Kaiser einen Besuch machen wolle, da- von ist seit mehreren Monaten schon die Rede; aber erst jetzt ist der Besuch auch amtlich angekündiat worden. Der Zar und die Zarin werden zum Besuche bei Gelegenheit der großen Flottenmanöver vor Danzig Eintreffen. Der Tag, an dem das geschehen wird, ,st öffentlich noch nicht bekannt. Diese Be- kanntmachung erfolgt bei Zarenreifen immer erst unmittelbar vor der Ankunft. Jedenfalls wird das Zarenpaar den Seeweg benützen, wie auch die erste Begrüßung draußen auf den Wogen der Ostsee vor sich gehen soll. Der Kaiser wird vom Reichskanzler Grafen Bulow, der Zar von feinem Minister des Aeußern, dem Gtaffen Lambsdorff, begleitet sein. Daß diese Staatsmänner an der Begegnung therlnehmen werden, ist ausdrücklich von den Regierungsblättern verkündet worden, ebenso, daß dies auf besonderen Wunsch des Beherrschers aller Reußen geschehe; der Besuch desselben gewinnt dadurch an politischer Bedeutung, was besonders bemerkt zu werden verdient, weil bald nachher das Zarenpaar auch der französischen Republik einen Besuch abstatten wird. Die Franzosen schwimmen in einem Meer von Wonne. Ihr Republikanerthum schmilzt vor der Freundschaft des selbstherrlichsten aller europäischen Herrscher wie Eis vor der Maiensonne, und auch die radikal-sozialdemokratische Zusammensetzung des französischen Ministeriums ändert daran nichts Nur Herrn M i l l e r a n d, dem sozialdemokratischen Handcls- mlmster der Republik Frankreich, mag wunderlich genug dabei zu Muthe fein. Diesmal wenden sich auch ferne besonderen Freunde, die „ministeriellenSo- Mldemokraten", in scharfen Kundgebungen gegen das Ministerium Waldeck-Rousseau und seine ganz ergebenen Bücklinge vor dem Zaren. Es kann aber sein, daß diese Kundgebungen nur Kaviar sein sollen für die sozialdemokratische Wählerschaft, ohne daß ein reeller Hintergrund dafür vorhanden ist — Futter für d°s Stimmvieh! Mit dieser Art von Heuchelreden ch die Sozildemokratte neuerdings ja ganz besonders freigebig geworden! Das Zarenpaar wird in Dünkirchen landen, an der Schlußparade nach den großen Manovern in Reims theilnehmen und dann einige Tage m dem herrlichen Schlosse zu Compiegne wohnen. Darüber, ob ein Besuch der Hauptstadt Parrs stattfinden soll, .schweben noch Verhandlungen. ^'/«^^I^blnstchkelt nach wird nachher in dem Schlosse Fredensborg noch eine Zusammenkunft des Zaren mit dem König Eduard von England stattfinden.
O«n»N^it'g.mit der großen Versammlung in f^ir6 nere "ewere Versammlung böhmi- Katholiken ln Lektmeritz stattge- funden. Durch den Austausch von Begrüßungs- Telegrammen ist das starke Gefühl der Zusammm- ttarem^A„-^'schen Osnabrück und Leitmeritz zu Ausdrucke gekommen. Eine mährische Katholikenversammlung wurde in Kremfier abge-
Die Bischofsfrage in Elsaß-Lotb- P n 9e« hat ihre Erledigung damit gefunden, daß von S'T Archos von Metz den AbtBenzler bura Weihbischof von Straß
burg den Prälaten Freiherrn Zorn von ul ach ernannt hat. Daß diese Ernennungen R^^unschen des Kaisers entsprechen, ist bekannt. Straßburg hat gelegentlich des
Schluffes der @?er$ttten für die Priester des Ober- elsaß auf eine Ansprache des Kanonikus Röllinger geantwortet wahrend der zehn Jahre seines Ponti- ^ates sei der Rücktritt des Weihbischofs Dr. Marbach das schwerste Opfer, das von ihm verlangt
. , Den, chinesischen Sühneprinzen ist an der Grenze des Deutschen Reiches unwohl geworden. Prinz Tschun war, wie bekannt, in Genua gelandet und hatte dort mit seinem zahlreichen Gefolge einen Sonderzug bestiegen. Aber in Basel ist die Bahnfahrt unversehens unterbrochen worden. Den militärischen Abgesandten des Kaisers wurde bedeutet der Prinz fei infolge der ungewohnten langen Bahnfahrt ernstlich unwohl. Aber darüber schweigt des Bericht- nstatters Höflichkeit, ob thatsächlich nicht and?« Grunde den Prinzen vor der deutschen Grenze plötzlich Halt machen ließen, nämlich politische Gründe, ^k^?^mmenhang stehen mit den Unterhandlungen ^>4 ? ?en Machten und China über den Abschluß n68*» rte*n8" man in Berlin diese unvermuthete Unterbrechung der Reise des Sühneprinzen nicht mit o^u freundlichen Blicken betrachtet, versteht sich von Schon deswegen ist diese Unterbrechung sehr ^'ul-ch, »eil sie außerordentlich alle Zeiteintheilungen des Kaisers stört und die Vorbereitungen umstürzt, die zum Empfange des chinesischen Sendboten getroffen fvvrden waren. Prinz Tschun bringt einen neuen Gesandten für Deutschland mit, der als Jünalina seine Ausbildung im Hauptkadettenhause in torofc9 ^eld-bei Berlin erhalten hat? Lse7be 8 und schreibt vollkommen geläufig deutsch. w
Die große katholische Heerschau in Osnabrück ist in glänzender Weise verlaufen. Sie hat von neuem bewiesen, daß die Anziehungskraft dieser Katholikenversammlungen von einem Jahre zum andern wächst. Vorher meinte dieser oder jener, es sei so etwas wie ein Wagniß, in Osnabrück mit ftl"er überwiegend protestantischen Einwohnerschaft eine Katholikenversammlung abzuhalten. Aber der Erfolg war so ungeheuer groß, daß schon bei der ersten öffentlichen Versammlung am Montag Tausende kernen Einlaß fanden in der Versammlungs- Halle, und man sich zu Parallelsitzungen entschließen mußte, wovon die eine im Vereinshause, die an- ®fre. ,n neuen Herz-Jesu-Kirche abgehalten I fturbe. Der Geist der Einigkeit, der bisher noch alle Generalversammlungen der KatholikenDeutschlands aus» gezeichnet hat, hatte auch in dieser feine Heimstätte. Auch Ä Ü<6 ? ^»Mder Weise ihre Eigen? 1
Mast leuchten als Veranstaltung, die das zum Ausdrucke bringt, was alle deutschen Katholiken eint Was "ch sonst an kleinen polstischen Unterschieden bei den Katholiken Deutschlands hervortreten mag, hier verschwinden diese vor dem starken Bewußtsein der katholischen Gemeinsamkeit. Dieses Bewußtsein ist noch stets von einem Iah« zum andern gewachsen Möge es immerdar so bleiben!
* Rußland und Frankreich.
Wir Deutschen empfinden auch nicht eine Spur von Eifeiffucht wegen des bevorstehenden Zarenbesuches in Frankreich, und daß es so ist, erkennen auch die ernsthaften französischen Blätter an. Nichtsdestoweniger ist die Thatsache zu verzeichnen, daß die Ankündigung des Zaren- besuches nicht den Jubelsturm entfeffelt hat im französischen Volke, auf den die Macher der französischen Politik wohl gerechnet hatten. Die ganze russische „Allianz" übt nicht mehr den Zauber von früher auf die französische Be- völkerung aus. Man kennt ja die sprunghaften politischen Launen der Franzosen, die selten lange Zeit an den gleichen Grundsätzen und An- schauungen festhalten. Und außerdem hat sich vielfach das Gefühl bei dem französischen Volke eingenistet, daß Frankreich in ganz hervorragender Weise der gebende, Rußland dagegen der nehmende Thetl in dem Bündnisse sei; namentlich die Erfahrungen mit den verschiedenen russischen Anleihen haben zu der Erweckung dieses Gefühls beigetragen. Dennoch wird der Empfang des Zarenpaarks selbst an äußerlich bekundetem Jubel nicht hinter dem Empfange vom Jahre 1896 zurückstehen. Dafür müffen die Macher des Zaren« besuchts unbedingt sorgen; denn die Folgen eines minder begeisterten Empfanges könnten sehr unangenehm werden für das Ministerium deS Herrn Waldeck-Rouffeau und für die ganze Weiterentwickelung der franzöfischen Politik.
Zunächst sind außerordentliche militärische Schaustellungen vorbereitet worden: bei Dünkirchen auf dem Waffer, bei Reims auf dem Lande. Und schon diese Schaustellungen allein wütden
Jitferntt: Di, einspaltige Detit- zeile ober deren Raum 15 Pfg.,Reklamen die Petitzeile 25 Pfg.; bei Wiederholungen wird entsprechend. Rabatt gewährt.
■ .Welche Orden nun eigentlich in Fr ank- reich bleiben werben, unb welche nicht, ist noch immer unbestimmt. Namentlich ist noch fraglich was Die Benediktiner thun werden. Die Dominikaner werden bleiben, die Jesuiten und Affumptio- N'sten verlaffen Frankreich, wie bereits bekannt, sicher. Alle kirchlichen Gemeinschaften, die aus sich elbst heraus zu bestimmten Beschlüssen noch nicht gelangen konnten, unterwerfen sich bedingungslos den Weisungen die der Papst ihnen ertheilen wird.
Der Zwist zwischen Frankreich und der Türke i wegen der französischen Kai-Gesellschaft ist wider Erwarten noch nicht beigelegt worden. Anfänglich pubte man wohl, Herr Con stans, der französische Botschafter in Konstantinopel, fei wieder einmal ein mentg ä« heißblütig gewesen und habe die Dinge Dörfer angefaßt, als der französischen Regierung Aber Herr Delcasse, der Minister des
die Gelegenheit benützens um* ^ne Regelung' aller I ,e8 Raphaels. Vereins ein und berichtete Angelegenheiten zu fordern, die zwischen Frankreich über die Thätigkeit des Vereins für die I und J)er Türkei schweben: die Genugthuimg, * bie I ’n Deutschland lebenden italienischen Arbeiter.
ber sultan in der Angelegenheit ber Kai-Gesellschaft! Direktor Mül^r- Berlin regte eine beffere Re- «üürJS; hat, wird in Paris nicht als ausreichend ««lang der E^kasfirung der BeitrSae an. Der bereit nm Sk französische Flottendivision liegt Borsitze«de ver'as dann ein Schreiben des am dampfen" £ trotz "N'"G°waff-m abzu- Erscheinen veränderten Profeffors Dr. Schrö- drohenden Anzeichen kann man I ber' bet lang- Jahre i« den Vereinigten Staaten
den Gedanken einer bewaffneten Auseii?iberfttzunq ! ' ^r die Sache des Vereins ge-
zwischen Frankreich und der Türkei d nein findet Scharmer-Danzig befürwor-
gerade jetzt, unmittelbar vor dem Za«u>esuche in Serine größere Aaitationsthätigkeit in der Presse 85°.Eeich gar nicht. Was bleibt dem Sultan ^r den Verein. Msgr. Baumgarten sprach i'hpßlich auch Anderes übrig, als nachzugeben? — über die Fürsorge für die deutschen Auswanderer f+onPtPnP noc$ iehn Mal widerspenstiger an- i* Amerika und machte eine so begeisterte Propa- 6«? "imlto $ie «“”»«. daß M ,»dl-«ch- neue MßzII-der
Bo tick-alle? imSÄh/L Rundschreiben an ihre litten und eine namhafte Summe sofort dem Gr- SÄ S Ä' b"Ä- ««ar-eehetär ab-r,-b-n mürbe. Zum Schluffe
tatet in ber T-E zu ?mtech»ndet" ^Ä M." t"''^^rWdent Seal Dralle. Bischeri.g punkt scheint für diesen Auftrag so Ungeschickt wie ,be,” «r0Änbfn föt /eine opferfreudige Thätig. möglich ausgewählt zu fein; denn erst vor einigen !etl besonders erfreuliches Resultat derVer- Wochen ist der Türkei von den Mächten sehr deutlich fammlung sei noch erwähnt, daß die Gründung auseinandergesetzt worden, daß sie an den bestehen-1 «neS St. Raphael-Vereins in Osnabrück beschlossene den Posteinrichtungen nichts ändern lassen wollen. Sache ist.
Und gleichzeitig treffen wieder bewegliche Klagen * * * .
I der Armenier ein über blutige Ausschreitungen ber „
Wurden gegen sie. Der „Beherrscher aller Gläubigen" , , Versammlung der katholischen Lehrer- ufuua^ uuluu, vlc uUBSÜiqaje v«l|e wögllchen Grund, recht sehr bescheiden schäft. Die anläßlich der Katholikenversammlung solche Ereignisse, wie jetzt den Zarenbesuch in
& bttaullnbe^w^?^^ - Machte nicht gegen gewohnheitsmäßig abgehaltene Festversammlung Frankreich, in weit leidenschaftlicherer Weise, als Sine 5böi?der katholischen Lehrerschaft fand am Dienstag man dies bei uns in Deutschland gewohnt ist kratis chen Umtri"e6? in Belaien^ist ewe"An' im Etabliffement „Drei Kronen" statt und und auch geschmackvoll finden würde. Man sucht kündigung des leitenden belgischen Sozialiftenblattes, T?96" 33erIauJ' Hunderte die Stimmung bei der Bevölkerung so sehr zu
des ,Peuple': Infolge „besonderer, höchst vortheil- I ü Lehrerinnen und Lehrern aus ber engeren steigern, wie nur irgend möglich; je feuriger Hafter Verträge" verspricht bie Geschäftsleitung bes un,°, wetteren Umgebung hatten sich eingefunden, diese Stimmung wird, desto glänzender geht daS .Peuble' allen seinen Beziehern und Freunden einen I Zahlreiche Freunde der Schule nahmen als Gäste Zeitungsgeschäft, und deswegen schürt man das Revolver als Prämie „zu außerordentlich günstigem an der Versammlung Theil. Das Präsidium des Feuer der Begeisterung auf jede nur erdenkliche Ausnahmepreise. Gleichzeitig werden die „Ge- Katholikentages, vertreten durch die Herren Frei-1 f Ä ~ — -......
recht ausgiebigen Gebrauch von Herr v. Thünefeldt und Konsul Nöltina- „®er sozialdemokratische Hamburg, beehrte bie Versammlung mit seinem Parteivorstand hat beschlossen, bei Beginn der Besuche. Die Eiöffnungsrede hielt Herr Lebrer nächsten Kammertagung eine allgemeine Bewegung DürkeN Redakteur her
anzufachen zu Gunsten der Einführung des gleichen I " 'm *{ceoarte‘*r Katholischen Mehrer- und allgemeinen Wahlrechtes: und in bie Vorbe- Anwesenden herzlich Will-
“■:±— — m • - - - komm bietend, wies hm auf die Bedeutung des
Lehrerstandes, der, „allzeit voran", in treuer Arbeit die Güter der Nation zu hüten berufen fei und solidarisch mit der Familie, mit Vater und Mutter seinen bedeutsamen Zielen zustrebe. Sodann lenkte Herr Lehrer Tiesmeyer in schwungvoller Rede die Blicke auf Rom, gedachte Sr. Heiligkeit de« Papstes Leo XIII. als des Mannes seiner Zeit, des Lichtes vom Himmel, pries dann unseren Kaiser, den wohlwollenden Protektor katholischer Interessen und Freund der Lehrerschaft. Die Rede klang aus in ein'Hoch auf Papst und Kaiser. Die dritte offizielle Rede hielt Herr Lehrer j Peters-Osnabrück. Derselbe gedachte inform- vollendeter Weise der Damen: der Frau, die einerseits heilig hüte die Flamme des Herdes, treuforgend und liebend im Wagen und Tragen dem Manne zur Seite stehe, die anderseits, durch die Forderungen der Zeit gezwungen, in bewußtem Streben ihre Existenz sich erkämpfe — gedachte der Schwester und Braut — und widmcte ihnen sein Hoch. Stürmisch begrüßt trat dann Konsul Nölting auf, sprach über die dornenvolle, dabei aber herzbefriedigende Arbeit des berufstreuen, Lristkatholischen Lehrers und brachte sein Hoch dem katholischen Lehrerstand. Der Vorsitzende forderte sodann die Versammelten auf zu einem Hoch auf
FttldarrMZeitmtg mit Unterhattungs-Beilage „Zssustrirle Sonntags-Zeitung
28. JahrgMg.
Präsidium des Katholikentages, das stürmischen Beifall fand. Die Zwischenpausen der Reden wurden durch die exakten gesanglichen Darbietungen des Osnabrücker katholischen Lehrergesangvereins und die Musikstücke der Kopelle des 13. Infanterieregiments ausgefüllt. An diesen ersten Theil des Abends schloß sich eine weitere gemüthliche Feier, die unter Reden, musikalischer Unter« Wtumj rc. die Versammelten noch länger beisammen hielt.