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FuldaerMZeitung
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Hs mit Zlnterhallungs -Anlage „Illusirirte Sonntags-Zeitung"
$re< xnl Verlag de» Aultaer IktknlnUkfN Peter»,age llr. 8 Udars-Met.
28. Jahrgmg.
Iuköa, Samstag, den 31. August 1901
M 199.
h ^rinz Gschn«, der chinesische „Sühne- prinz", wird voraussichtlich noch einige Zeit in seinem Gasthofe in Basel bleiben. Darauf läßt auch der Umstand schließen, daß mehrere Gepäckstücke, die aus dem Bahnhofe lagerten, in den Gasthof herübergeholt wurden. Es steht nun« mehr zweifellos fest, daß die Unterbrechung der Reise bedingt wuroe durch Unterhandlungen über die äußere» Formen bei dem Empfange durch den Kaiser und über den Wortlaut der Aussprache des Prinzen an den Monarchen. Deutschland muß — worauf treffend in der.Kölnischen Zeitung' hingewirsen wird — nachdrücklich darauf
ist. Der ,Lvrrain', das leitende katholische Blatt in Metz, widmete dem neuen Oberhirten di« herzlichsten Worte der Begrüßung und sagte dabei: „Aller Spektakel, den die modernen Josephisten um die Sedisvakanz in Metz gemacht haben, wird zusammenfallen vor der Herzlichkeit des Empfanges, den wir Alle dem hochwürdigen Bischof bereiten werden."
Aber war Recht ist, muß Recht bleiben; und was da» Kirchenrecht ganz zweifellos klar ausspricht, das muß gewissenhaft gehalten werden, von den Kirchenbehörden und ebenso von den Staatsregierungen.
wenig Jntereffe, Entgegenkommen und Mithilfe finden. Wie oft klopfen sie an verschlossene Thüren, selbst bei denen, die durch Stellung und Bildung am ersten zur Mitarbeit berufen find!
Einig, eifrig, freudig müssen wir alle mit- arbeiten, auf daß wir übers Jahr, wenn wieder- um die Katholckmversammlung tagt, uns sagen können: Wir haben gehalten, was man im vorigen Jahre von uns hoffte und erwartete, und wir können die Früchte unserer Arbeit aufweisen.
Wie können wir dieses Ziel erreichen? Die Antwort lautet: Im VolkSveretn für das katholische Deutschland haben wir eines der vortrefflichsten Mittel hierzu. Der VolkS- verein soll die ständige Generalversammlung der Katholiken Deutschlands sein, aller, mögen sie schon anderen katholischen Vereinen oder besondere» Berufsvereinigungen angehören oder nicht. Was in den wenigen Tagen der Katholikenversammlung gesagt, berochen, be- schloffen ist, wofür wir uns begeistert haben, das will' der Volksverein landauf, landab, Sonntag um Sonntag in seinen Versammlungen wie ein Herold weiter verkünden. Er will das Feuer heiliger Begeisterung für unsere höchsten und heiligsten Güter hinaustragen in Stadt und Land, in Wort und Schrift. Er will vor allem die praktische soziale Kleinarbeit wirksam vorbe« reiten. Wer nicht zur Katholikenversammlung gehen konnte, der gehe in die Volksversammlungen unseres Volksvereins, der lese seine Schriften (welche die Centralstelle in M «Gladbach gern unentgeltlich zusendet. Anm. d. Red.) und werde Mitglied, und wo der Volksverein noch mcht eingeführt ist, da bemühe er sich, daß das recht bald geschehe. ,
Das große allgemeine Herbstmanöver der Katholiken Deutschlands ist nun wieder vorüber. Run mögen das Jahr hindurch die einzelnen Fähnlein und Bataillone des Volksvereins unter Führung der Geschäftsführer und Vertrauensmänner in den einzelnen Orten und Kreisen Überakt in öfteren Versammlungen und durch Schriftenvertheilung die kleinen Manöver halten. Sie werden kleiner sein, aber ebenso schön, begeisternd und fruchtbar verlaufen, wie die schönen Osnabrücker Tage.
der Stirn den Boden berühren und sich dann neunmal verneigen. Dem Prinzen Tschun persönlich sollte diese Förmlichkeit vor dem deutschen Kaiser erlaffen und in eine dreifache Verbeugung umgewandelt werden. Aber die Begleiter des Prinzen müffen sich benehmen, wie es ihre LandeSsitte vorschreibt; sonst würden sie nicht die Empfindung haben, daß ste eine Sühne- gesandtschast bilden.
X Die AationaMSerake» tmb di- che- treidezöTe. Die nationalliberale Partei in Hannover hat an die Parteimitglieder ihres Be- zirkes Fragebogen versandt, um eine zuoerlässtge Grundlage zu gewinnen für die Brrathung über den neuen Zolltarif, namentlich über die darin vorgeschlagenen landwirthschaftlichen Zölle. Man sieht nicht recht ein, worüber noch jetzt Unklar- heilen bestehen sollten; aber schaden kann diese Umfrage auf keinen Fall etwas, und daS Ergeb- niß wird eine starke Mehrheit für einen wirk- fönten Zollschutz sein. Die Führer drr national- liberalen Partei haben fich ja längst dafür auS- ! gesprochen. So sagte der Abg. Bassermann I bei einem Delegirtentage der Nationalliberalen der Provinz Sachsen, der im Februar ds. IS. abgehalte» wurde: was der Industrie recht sei, müsse auch der Landwirthschaft billig sein, an deren bedrängter Lage kein Zweifel möglich sei, weün man dem allgemeinen Jntereffe, nicht einseitigem Interesse Rechnung tragen wolle. Abg. Baffermann erklärte damals weiter, seine Fraktion werde im Reichstage deswegen für eine Erhöhung der Getreidezölle eintreten, allerdings
lich erbaut zu sein, als er die hohe, breitschulterige, sest in Tuch und Biber gewickelte Gestalt vor
Baron.
In diesem Augenblick ertönte im tiessten Baß. sein Name und aus mächtigen Pelzärmel heraus legte fich eine feine behänd-
sich sah.
„Du, Baurath?" sagte er sichtlich ver-
Deirtsches Keich»
Berlin, den 30. August.
Am erstm April.
Original-Roman von Ida John-Arnstadt.
11 ------ (Nachdruck verboten.)
Dieses Benehmen reizte ihn noch mehr. Außer sich vor Entrüstung, stampfte er mit dem Fuße und rief ihr nach: „Ihren Gang in das Theater werde ich zu verhindern wissen; mit allen Kräfte», bei meiner Ehre!"
Dann schritt er mit starken Schritten zum Hause hinaus.
Nefly fragte ängstlich: „Ob er's wohl thut, Fräulein?" und Franz Joseph meinte: „Ich weiß nicht, was mit Onkel Boris geschehen ist? Seit einigen Wochen ist er ein Anderer geworden." , m „
„Aber ein Schlimmer!" lachte Nefly und oben an der Treppe flog sie ihrem Mütterchen in die Arme und fragte: .„Du, Mutti, was ist den» geschehen? Onkel Boris war ja so wüthend?"
Frau von Bernani wurde plötzlich ernst: „Ja, Herzchen, das ist eine böse Sache," seufzte sie, „Onkel Boris ist sehr aufgeregt, weil wir heute Abend nicht in den Kavalierverein gehen können; er wollte uns dort treffen."
„Ihr könnt doch!?"
„Nein, Kind; wenn Fräulein den "Fidelio" für heute nicht aufgibt, muß ich daheim bleiben und ohne mich will Papa nicht gehen."
„Aber Mamachen, wir können doch ganz gut allein bleibe»; nicht wahr, Franz Joseph?"
Der Knabe nickte: „Gewiß, Mutti; ich be-
Als Baron von Rettingshosen sich wieder nach ihr umblickte, war sie nicht mehr da.
Zuerst spähte er angelegentlich nach allen Seiten aus, als suche er Jemand, doch seine Wahrnehmungen schienen ihn nicht zu bef ciedigen; mißtrauisch blickte er nach der Thür, hinter welcher Helene Lipphold soeben verschwunden war und zischte zwischen den zusammengebiffenen Zähnen hervor: „Wenn ste drin wäre!" Dann warf er Pelz und Mütze der ersten, beste» Garderobiere zu und fragte zugleich: „Sagen Sie mal, haben Sie die junge, brünette Dame in Weiß hier auf- und abwandeln feien?"
Die Gefragt; lachte frivol: „Das Fräulein mit der Rose im Gürtel? .... Gewiß, mein Herr; hier hängt ihre Garderobe, ein grauer Abendmantel, weiße Kapote."
„Danke . . . Welchen Platz mag sie wohl haben? Ich meine . . . wisse» Sie nicht, durch welche Thüre ste hineingegangen ist?"
„Bedauere. Ich habe nicht wei er aus daS Fräulein geachtet; doch mußte ,ch ihre Sachen möglichst erreichbar unterbringe»; es könne sein, daß sie bald und schnell weg müßte, meinte sie."
„Verwünschte Geschichte!" brummte der
langt.
Sehr richtig ist kürzlich in einem westdeutschen Centrumsblatte darauf aufmerksam gemacht worden, daß bet Papst der französischen Regierung in Sachen be» sogenannten Vereinsgesetze« weite» Entgegenkommen bewiesen hat, und daß der hl. Vater sicherlich sehr gewichtige Gründe gehabt hat, die ihn veranlaßten, in der Straßburger Weihbischofsfrage nachzugeben. Man ersieht daran», daß im Vatikan der Wunsch maßgebend ist, alles Mögliche zu thun, um mit den Staatsregierungen in Einklang und in gutem Einverständnisse zu leben. Es würde darum sicherlich vollkommen verfehlt sein, das Rundschreiben de» Kardinals Ram- polla in dem Sinne zu deuten, als suche man in Rom absichtlich bestimmte Punkte hervor, »die Anlaß zu gegensätzlichen Auseinandersetzungen mit der preußischen Regierung geben könnten; und eben deswegen erscheint auch die vorher ausgesprochene Vermuthung berechtigt, daß das Rundschreiben des Herrn Kardinalstaatssekretärs für die Oeffentlich- keit nicht bestimmt gewesen sei. Gleichzeitig ist der Hinweis darauf angebracht, daß ein ursächlicher Zusammenhang zwischen dem Rundschreiben und der Bischofswahl in Metz nicht wohl an zunehmen den sich Herandrängenden ihr herrlicher Juan zu finden sei.
Ach. keiner entsprach dem Bilde ihrer Träume; alle erschienen ihr alltäglich und doch fremd; bet seinem Anblick, bei der Begegnung mit ihm, den ihre Phantasie so oft sich vorgemalt, hätte ihr Herz doch sicher zu hämmern anfangen, ihre Seele ein Zeichen geben müffen.
Ob er schon auf seinem Platze saß?
Vielleicht!
In diesem Augenblicke erschien Derjenige, um deffenwillen sie schon so viel Widerwärtiges erduldet hatte und dem sie am wenigsten hier begegnen mochte, Baron Boris von Rettings- Hofen!
Hu, wie er sie anblickte und sich ab wandte! Als habe er auf eine Schlange getreten.
Auch sie schüttelte sich vor Entsetzen. Wenn er sie beobachtete! Wenn er sie neben Juan sitzen, sich vielleicht gar mit dem Fremden unter- halten sah! Dann war sie verloren, daS fühlte sie deutlich.
Wie hatte er doch heute Mittag bei dem Fortgehen aus dem Bernani'scheu Hause zu ihr gesagt?
„Ihren Gang in daS Theater werde ich zu verhindern wissen, mit alle» Kräften, bei meiner
äX Staat und Kurie.
Die Presse durchläuft ein Rundschreiben des Kardinalstaatssekretärs Rampolla an die Dom- kapitel in Preußen, welches gestern auch in der .Fuldaer Zeitung' veröffentlicht worden ist. Cs hat den Weg in die Oeffentlichkeit gefunden durch ein katholisches Straßburger Blatt, nämlich durch den .Elsässer Kurier'. Aber man darf wohl Zweifel hegen an der Berechtigung dieses Blattes zu der Veröffentlichung, mindestens daran, daß Kardinal Rampolla fein Rundschreiben öffentlich besprochen sehen wollte.
Dagegen kann man nicht im Zweifel fein über die Berechtigung der Kurie zu der Klage darüber, daß Uebergnffe des Staates bei der Ernennung von Bischöfen Vorkommen, dazu redet der Rücktritt des Weihbischoss Dr. Marbach in Straßburg eine zu deutliche Sprache. Nur kann man nicht ans den vorliegenden Zeitungs- aufsichtige unseren Wildfang, die Nefly, schon; großartig, sag' ich Dir!"
„Oder ich Dich, dummer Junge! WaS fäll Dir ein?" Schwer beleidigt tief es die Kleine auS, so daß Frau von Bernani schon eine Szene zwischen den Geschwistern voraussah und, die Angelegenheit schnell beseitigend, aus ein änderet Thema überging, zugleich in der Hoffnung, das Fräulein möchte ihren Plan, die Oper heute be- suchen zu wollen, doch noch aufgeben.
„Ja, denke» Sie nur, liebe» Fräulein," sagte sie, „unser Neffe, den ich, meinem Gemahl zur Entschädigung, für den Abend zu uns gebeten hatte, gab mir sogar einen recht derben Korb, und zu dem Gesangverein geht er nun auch nicht!"
„A—a—?!" sagte Helene nur gedehnt; sonst nichts.
Geärgert nahm Frau von Bernani ihre Kinder an die Hand und wandte der Eigen- sinnigen den Rücken, fie an der Treppe stehen lassend.
Zuerst wollte Helene nacheilen und ihre Dame um Verzeihung bitten, ihrer scheinbaren Taktlosigkeit halber; doch womit hätte sie selbige begründen können, ohne ihr süßes Geheimniß preiszugeben?
Letzteres konnte und wollte sie doch au keinen Fall, lieber ertrug sie geduldig all' die große» und kleinen Kränkungen, welche dieser Sonntag ihr brachte; wohl thaten fie weh wie Nadelstiche, und fie zuckte oft genug vor Schmerz zusammen dabei, aber Abends stand fie do<i i richtig und pünktlich im Eingang des Opernhauses, nach rechts und links spähend, ob unter
darstellnngen ersehen, ob das Rundschreiben des I , ^errn Kardinalstaatssekretärs durch die Straß- >nrger Angelegenheit veranlaßt wurde oder aber andere Ursachen hatte. In der Hauptsache handelt es fich um die Aufrechterhaltung des unbeschränkten Wahlrechtes der Domkapitel. Die Freiheit dieses Wahlrechtes würde ganz bestimmt durch eine Mitwirkung oder Beeinflussung der Staatsregierung vermindert werden, und doch sollen die Domkapitel in der Ausübung dieses Wahlrechtes durchaus frei schalten und walten, wobei es ihrem eigenen Ermessen Überlassen fein oll, sich darüber zu vergewissern, ob die in kusstcht genommenen Persönlichkeiten der Re- ierung genehm seien. Das liegt auch ganz und gar im Interesse eines guten Verhält- nisses zwischen Kirche und Staat, denn es würde auf keiner Seite einen guten Eindruck machen, wenn bei jeder Bischofswahl die Staatsregierung drei Mal Nein sagen würde, bevor eine nachträg- iche Einigung zu Stande käme. Aber die Wahlfreiheit der Domkapitel muß unbedingt im Grundsätze unangetastet bleiben als eine durchaus innerkirchliche Angelegenheit, und darum muß nicht nur jeder Katholik, es muß vielmehr jeder gerecht und vorurtheilslos denkende Mann auf die Seite des Kardinal-Staatssekretärs sich stellen, wenn dieser in seinem Rundschreiben tagt: „Wenn die Interventionen von dieser Seite (nämlich von der Seite der Regierung) der völlige» Freiheit. dem Wohle oder der Würde der Kirche zu-, v------o ----- -....
widerlaufen sollten, so können und dürfen die bestehen, daß die Chinesen den europäischen Domkapitel diese Einmischung nicht dulden." Herrschern mit demselben Respekte^begegnen, den Auch sollen die Domkapitel nicht so verfahren, steihrem Monarchen er°>eflen Vordemchine. daß es den Anschein gewinne, als wollten die fischen Kaiser müssen die Chinesen dreimal mit Domherren die Genehmigung oder Bestätigung 1 — ”nh r,fh hflMtt
der Wahl von der Regierung erbitten. Und endlich soll daS Ergebniß einer vollzogenen Bischofswahl nicht sofort als vollendete That- fache veröffentlicht werden; vielmehr soll das in einer Form geschehen, aus der erfichtlich wird, daß die Wahchandlung deS Domkapitels erst durch die Beflä rgung des Papstes Giltigkeit er-
△ Em Nachwort zur Katholiken- Versammlung.
Die diesjährige Generalversammlung der Katholiken Deutschlands zu Osnabrück hat einen gleich würdigen und erhebenden Verlauf genommen wie die voraufgegangenen. Viele Tausende katholischer Männer auS ganz Deutschland »ahmen an derselbe» persönlich theil. Hunderttausende haben mit warmem Interesse und begeisterter Freude die Berichte über dieselbe gelesen. Selbst unsere Gegner müffen nuS zugestehen, daß die Katholikentage eine imposante Heerschau des deutschen Katholizismus geworden find und die Machtstellung der Katho- liten und des Centrums im öffentlichen Leben deutlich kennzeichnen.
Es weht durch unsere Katholikentage wie kräftiger Frühlingssturm, der die im Boden schlummernden Naturkräfte weckt, im Menschen die Pulse schneller schlagen macht und im Herzen kühnen Wagemuth und Hoffnungsfreudigkeit wachruft. Möge der begeisterte und beharrliche Wille, vor- anzuschreiten auf allen Gebieten, alle katholischen Männer Deutschlands erfülle». Möge die Parole: Vorwärts in uner« müdlicher Arbeit! in allen Vereinen, auf allen Versammlungen, in unserer ae- sammten Presse widerhallen und reiche Früchte zeitigen. -
Die Katholikentage, und so auch die diesjährigen, beweisen vor allem deutlich, daß wir Katholiken in sozialpolitischem und praktisch-sozialem Wirken mit am eifrigsten und erfolgreichsten find. Alle Stände sind dort in Eintracht vereint und einträchtig thätig für das Wohl jedes einzelnen Standes. Von Klassenhaß und Jntereffenstreit ist nichts zu merken. Die Unterstützung der Berufsver- einigungen der Arbeiter wird dort ebenso warm und einstimmig empfohlen, wie die Förderung der Handwerkerinnungen und der Bauernvereine und des weitverzweigten Genoffenschafts- wesens.
Vergessen wir aber Eines nicht! Wenn dauernde und praktische Erfolge die Frucht der alljährlichen Generalversammlung bilden sollen, dann müssen immer wieder die stillen Woche» zäher Kleinarbeit im öffentlichen Leben, durch die Presse, auf Versammlungen, in Vereinen rc. folgen, vor allem im Wirken auf sozialem Gebiete. Hier muß noch manche Furche, a» vielen Orten auf fast noch gänzlich unb ebaut em Boden, gezogen werden, in die wir den Samen fozialer Belehrung und Aneiferung werfen wollen. Diejenigen, welchen die schwere wirthschaftliche und soziale Noth unseres Volkes das Herz ergriffen hat zu dem Entschlüsse, in hingebender opferwilliger Arbeit für das Wohl deS Volkes auf sozialem Gebiete zu arbeiten, können die Klage nicht unterdrücken, daß sie vielfach noch so
Ehre!"
Ob er deshalb hierher gekommen war? . . .
Sicher Zu auffällig raste er mit milchenden I schuhte Männerhand auf seine Achsel; ver- Blicken an ihr vorbei; zweimal, dreimal; waS blüfft drehte er sich um und schien nicht sonder.
mochte er vorhaben? Zitternd schlich sie sich in ,2'u ------------- u"' “
die Menge hinein und verschwand hinter der betreffenden Logenthür, sich den bestimmten Platz, Nr. 39, auszusuchen.