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’mif Anterßaktungs-Aeitage „Ilkuffrirte Sonnlags-Ieilung

M 185

Jutöa, Mittwoch, den 14. August 1901.

vr»L »ad Verlag der Fuldaer AcltendruOerri peteregage Hf. 2 Cbarmottkl.

Dieses Lob muß auch der politische Gegner diesem -rgenartigen Manne zollen, der als einer der Bedeutendsten mährend der letzten Drittels des neunzehnten Jahrhunderts in seinem Baler- lande Italien gewirkt hat. Diese Anerkennung versagt ihm auch der Katholik nicht, trotz seiner ausgesprochenen Kirchenfeindschaft, trotz der Be- drängniß, die er als leitender Minister über die Kirche in Italien gebracht hat, trotz der un­erhörten und wilden Leidenschaftlichkeit, mit der er gegen alle- Kirchliche ankämpfte, als der Vatikan nach der Wahl Leos deS Dreizehnten zum Papste die Erfüllung seiner ganz unmöglichen Forderungen ablehnte. Der Fehler bei Crispi war der, daß er thetlweise vollkommen falsche Bahnen einschlug, um sein Vaterland Italien zu der von ihm erträumten Größe zu führen; und ’fo ist die Saat, die er ausstreute, ohne die er­sehnte Frucht geblieben. Mit Diplomatie allein rann man ein Land nicht groß machen. Erst muß ein Land im Innern geeinigt und gefestigt sein, bevor es dauernd eine große Rolle spielen kann auf dem Gebiete der auswärtigen Politik; und diese Hauptsache hat der Staatsmann Erispt niemals zu würdigen verstanden. Crispi wurde stets geleitet von einem glühenden Ehr­geize für daS Land Italien. Aber über den glänzenden Zielen des Ehrgeizes vergaß er viel HU sehr die Festigung der Grundlagen, auf denen allein solche Gebäude des politischen Ehrgeizes errichtet werden können. Bevor Italien nicht diese innere Festigung erlangt und nicht das große Unrecht gut gemacht baden wird, daS es gegen daS Oberhaupt der Kirche beging, wird eS niemals zu der Stellung einer selbständigen Großmacht gelangen. Italien bedeutet auch nach 'Srispi als Staatsmacht nur etwas im Schlepp­tau größerer Mächte.

Das fteilich muß Crikpi al8 Minister bald genug erkannt haben; und auch dafür hatte er schnell das rechte Einsehen gewonnen, daß Italien durch seine Jntereffen aus den Anschluß an Deutschland und Oesterreich-Ungarn hingewiesen wurde Derselbe CrtSpi, der vorher mit leiden- schaftltcher H.sngkeit bei jeder nur möglichen Ge­legenheit die «Italia taebenta' verfocht, die Be- -rechtigung der italienisch sprechenden Unterthanen Oesterreich-, mit aller Gewalt und List gegen dieses Oesterreich anzukäwpfen, wurde über- raschend schnell der überzeugteste Anhänger und Vertheidiger deS deutsch-österreichisch-italienischen BündniffeS, und es soll ihm von uns Deutschen nicht vergessen sein, daß er eS war» der im Jahre 1S7O beim AuSbruche des Krieges zwischen Deutschland und Frankreich den AuSschlag gab für den Widerstand deS italienischen Parlamentes gegen den Anschluß Italiens an Frankreich, nach «St $?mali0en Wünschen deS Königs und seiner ' Minister. Und wiederum war es Crispi, der im Jahre 1877 beim Reichskanzler Fürsten Bis- watet in Bad Gastein den Abschluß einrS Bünd-

Italien und Deutschland anregte für die Möglichkeit eines erneuten Krieges zwi« scheu Deutschland und Frankreich.

An die Spitze deS italienischen Ministeriums trat Crispi im Juli dks Jahres 1887, unv kurz« Zett nachher unternahm er eine Reise nach Friedrchsruh, um abermals mit dem deutschen Kanzler Gedanken über die große Politik aus- zutauschen; und als er im Frühjahr 1889 den

und Dämpfen, Nässe, übermäßiger Hitze; lieber« anstrengung, insbesondere durch übermäßige Ar­beit Szeit, ist zu vermeiden. Vor allem sollten aber auch die gewerkschaftlich-organistrten Ar­beiter für die Bekämpfung des Alkoholmißbrauches sorgen. Derselbe stumpft das Selbstbewußtsein und die geistige Regsamkeit der Arbeiter ab und macht sie dadurch namentlich für die Gewerk­schaftsbewegung unbrauchbar. Daher auch der Kampf gegen den Alkohol vornehmlich unter den englischen Arbeitern.

Eins sollte man vor allem aber auch nicht ver­gessen. Vielfach sind es die traurigen WohnungS- Verhältnisse, welche den Arbeiter fast willen­los dem Alkohol in die Arme treiben. Damit er­gibt sich als eines der wichtigsten Bekämpfungs­mittel des letzteren eine umfassende Wohnungs­reform.

König von Italien auf dessen Besuchsfahrt nach Ber tn begleitete, wurde er dort fast über die Gebühr für seine deutschfreundlichen Gesinnungen

Vollkommen aber versagte die innere Politik CriSp, s Sein Raubzug gegen die Besitzthümer der Klöster, Kirchen und wohlthätigen Stiftungen wurde unternommen unter dem trügerischen Vor­wande, es sollte mit dem Raube die Lage der armen italienischen Bevölkerung verbessert werden. Aber «'s Crispi nach dem kläglichen Mißlingen des italienischen Waffenganges in Afrika im jjabre 1896 aus dem Ministerium schied, hinter­ließ er das kleine italienische Volk in derselben jammervollen Lage, wie vor dem gewaltsamen Beutezuge gegen Besitzthümer, auf die der Staat Italien nicht eine Spur gerechten Anspruches hatte. Wes der Minist r Crispi seinem Lande Italien brachte, wer kaum etwas ander, s, als em glänzendes Elend; und vielleicht nicht un- b, r chtigt, wenn such von hartem Klange, ist die Beurtheilung, die in diesen Tagen ein Pariser Blatt Francrkco Crispi angedeihen ließ: Die von Crispi gespielte politische Rolle läßt sich m't kurzen Worten zusammenfaffen: viel Lärm um nichts!

24 GkmrMchnmlimz itt vtidmdes dchoWkrkMfmullischttvrttilliMzci VmWmds.

IV.

CPC Berlin, 10. August. (Nachdr. verb)

Zur Bekämpfung dieser vielfach gerade­zu erschreckenden Zustände ist vor allem wichtig die Mitwirkung der Arbeitgeber, da gerade das Trinken während der Arbeit und in den Arbeitspausen in den meisten Fällen schon zum gewohnheitsmäßigen Alkoholgenuß führt. Der Genuß von Branntwein auf der Arbeitsstätte sollte streng verboten werden. Da in vielen Berufen besonderes Bedürfniß zur Stillung des Durstes herrscht, müssen gutes Trinkwasser, billiger und guter Kaffee oder Mineralwasser und andere alkoholfreie Getränke zur Verfügung gestellt werden. Ein günstiges Beispiel führt der Beamte für Arnsberg an. Eine Firma deS dortigen Bezirkes hatte einen Apparat zur Her­stellung von SelterSwasser angeschafft, daS namentlich in der heißen Zeit vielfach in An­spruch genommen wurde. Der Verkaufspreis der Flasche betrug 4 Pfennig. „Seit der Be- schaffung deS Apparates soll der Alkoholgenuß in Mem Werke fast ganz aufgehört haben." Im Bezirk Neuwied wurden auf Veranlassung des SewrrbeinspektorS über 4500 Stück bet Schrift. „Der Alkohol und seine Gefahren" unter die Arbetter vertheilt.

Nicht minder ist die Aufmerksamkett des Ar- bettgebers auf die Verhütung der mit der Arbeit verknüpften Anlässe zum Alkoholgenuß zu richten. Er Hal für gesunde Arbeitsräume zu sorgen, die möglichst frei sind von Staub, Gasen

[J Acndcrungcn in der Bewaff­nung der Feldartillerie?

AIS vor einigen Monaten der Kriegsminister im Reichstage gefragt wurde, ob es richtig sei, daß die Heeresleitung ein neues Feldgeschütz ein­zuführen beabsichtige, da gab derselbe die aus- weichende Antwort, das neue Geschütz, von dem in der Presse die Rede sei, sei noch nicht fettig. Wie jetzt verlautet, finden feit einiger Zeit amt- liche Versuche mit den sog. Rohrrücklanfgeschützen statt, unb man wird wohl nicht fehlgehen, wenn man die seinerzeitigen Blättermeldungen mit diesen Versuchen in Zusammenhang bringt. In Deutschland und ebenso in Frankreich ist be­kanntlich erst in den letzten Jahren Neubewaff­nung der Feldartillerie durchgeführt worden; in der Schweiz und in Norwegen ist sie bereits an- geordnet und in den meisten anderen Staaten teht sie unmittelbar bevor. ES kommen und kamen bei der Neubewaffnung zwei Geschütz­systeme in Frage: bei dem einen läuft beim Schuß die ganze fest mit dem Rohr verbundene Lafette zurück, bei dem andern bleibt die Lafette stehen, nur daS Rohr läuft in der Lafette zurück und wird darauf durch verschiedene Einrichtungen selbstthätig vorgebracht. Von diesen Systemen haben Frankreich und Norwegen das Letztere, Deutschland und die Schweiz daS Erstere an­genommen. Schon damals hatte man in Deutsch­land eingehende Versuche mit dem Rohrrück­laufgeschütze angestellt; dieselben fielen aber un- günstig aus, wie eS hieß, weil die Geschütze noch nicht die technischen Vorbedingungen für die Kriegsbrauchbarkeit erfüllten. Inzwischen hat aber angeblich das Rohrrücklauf - System so bedeutende Fortschritte gemacht, daß die Heeres­verwaltung fich veranlaßt sah, demselben neuer­dings ihre Aufmerksamkeit zuzuwenden. Ein be­stimmter Entschluß auf Grund der neuerlichen Versuche scheint zwar noch nicht gefaßt zu sein, doch heißt eS, daß die Urtheile des Rohrrücklauf- Geschützes mehr und mehr anerkannt werden. AlS Hauptvortheile bezeichnet eine kürzlich erschienene Schrift (Der Kampf um die modernen Feldgeschütze, Vossische Buchhandlung, Berlin), deren unge­nannter Verfasser zweifellos unter den höheren Artillerie-Offizieren zu suchen ist. die Erleichterung der Handhabung des Geschützes und die größere Verläßlichkeit der Arbeit der BedienungS-Mann- schast. In Folge des Gttllstehens der Lafette können nämlich dem Verfasser zufolge die beiden daS Laden und Richten besorgenden Kanoniere auf den an der Lafette angebrachten, durch eine« Schild gegen feindliche Geschosse geschützten Sitzen während der Feuerthätigkeit deS Geschützes Platz behalten. Sie können deshalb mit mehr Ruhe und Aufmerksamkeit handeln; die Wirkung deS Geschützes ist aber an die gute Ausführung der Richtarbeit geknüpft. Der Nicht-Kanonier kann auch von feinem ruhigen Sitze auS daS Ziel besser im Auge behatten, und indem die BedienuugS- Arbeit sicherer gemacht und erleichtert wird, ge» winnt sie an Schnelligkeit. Wenn die Geschütze schneller und zugleich korrekter bedient werden, so wächst wieder ihre Wirkung entsprechend. So etwa lautet die Beweisführung des Verfasser» der genannten Schrift, welche darauf hinaus- läuft, daß die Rohrrücklauf - Geschütze dadurch, daß sie in derselben Zeit mehr gut gerichtete Schüsse abzugeben vermögen, thatsächlich den Lafettenrückfttufgeschützen überlegen seien. Da bie

• Francesco Crispi.

Als ein Mann der gewaltsamen Empörung hat Fratcesco Crispi feine politische Laufbahn begonnen, als ein Mann, der das Heil der Völker in der Freiheit ohne jegliche Schranken erblickte. Denn als heimlicher Verschwörer, Verkleidung gegen Verkleidung wechselnd, zog einst Crispi der Junge in seinem Heimathkande Sizilien umher, um das F-uer der Revolution zu schüren. Crispi der Alte ist das Gegentheil davon geworden, ein Ministerpräsident und Politiker, der die Ansichten Anderer gering aus-' schlug, gegen jeden Widerspruch sehr empfindlich und stets geneigt war, politische Gegner durch Gewaltmittel zu bezwingen und niederzubeugen. Man wird auch schwerlich irren mit der Annahme, daß Crispi der Minister mit Verack- tung auf die parlamentarische Vertretung des Volkes herabsah, daß er mehr ein Hinderniß in ihr sah für die gedeihliche Entwickelung seines Landes, als eine heilsame und förderliche Ein­richtung. Und so konnte es nicht ausbleiben, daß er während seiner Ministerzeit leidenschast. lichen Haß gegen sich erweckte in seinem Lande, für dessen nationale Größe er mit aufrichtiger Begeisterung und Ueberzeugungstreue seine ganze Thättgkeit und Persönlichkeit in die Schanze schlug.

0 Alkoholismus und Arbeiterfrage.

„AIS den größten Feind des Arbeiters" be- rechneten nach dem Bericht des Gewerbeaufstchts- beamten für Westpceußen die dortigen Unter- nehmer den Alkoholmißbrauch. Allem An­scheine nach nimmt derselbe dort noch immer zu. Auch sonst find die Berichte der Gewerbeauf­sichtsbeamten voller Klagen über denselben Im Regierungsbezirk Breslau huldigen die jungen, in den SLleifwerkstätten als Lehrlinge be­schäftigten Arbeiter schon früh dem Alkohol, und unter ihnen ist mehr als anderswo die Unsitt­lichkeit verbreitet.

Besonders verbreitet ist der Alkoholismus unter den Ziegelarbeitern. So wurden in einem Ziegeleibetriebe des Regierungsbezirkes Liegnih bei einer Revision fast fämmtliche Arbeiter einschließlich des Ziegelmeisters angetrunken ge­sunden. Einer der anwesenden Besitzer erklärte, daß er fich diesem mindestens zweimal in der Woche wiederkehrenden Zustande gegenüber macht­los füh'e. Bei der polizeilichen Revision einer Ziegelei im JnspektionSbezirk Schwelm (Bezirk Arnsberg) wurde festgestellt, daß der Ziegelmeister in 6 Monaten 1200 Liter Branntwein und da­neben große Mengen Flaschenbier an die Arbeiter d-c Ziegelei verkauft hatte. Ein auf Grund der §§ 33 und 147 Ziff. 1 der Gewerbeordnung eingeleitetes Strafverfahren endigte leider in zweiter Instanz mit Freisprechung.

Auf die schädlichen Wirkungen deS Alkohols auf die Bleivergiftungen weisen die Beamten ür Magdeburg und Arnsberg hin. In dem JnspektionSbezirk Hannover - Osnabrück - Aurich werden durch den Branntweingenuß die Betriebe thetlweise empstndlich gestört, und der Beamte ür ArvSberg stellt bei einer Untersuchung über den Zusammenhang zwischen Alkoholmißbrauch und Betriebsunsällen fest, daß 1,15 pCt. der Verletzten zur Zeit deS Unfalles berauscht waren. Besonders gefördert wird der Branntweingenuß durch das Auslöhnen in Gastwirthschaften, welches trotz deS Verbotes nach § 115 der Gewerbeord- »ung in Westpreußen z. B. noch vielfach ge- bräuchlich ist. 1 8

28. Jahrgang.

Bei der Festsetzung des Voranschlags für das nächste Geschäftsjahr entspinnt sich eine längere Debatte darüber, wie es mit den Entschädigungen für die Mitglieder der sozialen Kommission gehalten werden soll. Nach längerer Debatte einigte man sich dahin, vorläufig den Betrag von 500 Mark als Entschädigung für die Mitglieder der Kommisfion in den Haushaltsplan einzustellen. Mit dieser Abänderung wird der Haushaltsplan genehmigt.

Als Vertreter des Verbandes auf dem Katholikentage in Osnabrück werden die Herren Leo Bayczinsky-Berlin, Meyer- Braunschweig und Grothe-Osnabrück gewählt. — Weiter wird mitgetheilt, daß der Kühlen'fche Kunstverlag in München-Gladbach ein Ehrendiplom hergestellt habe, welches den Vereinen zu günstigen Bedingungen zur Ver­fügung stehe. Im Anschluß an diese Mitthei­lung wird angeregt, gelegentlich eine Ausstellung von Entwürfen zu solchen Diplomen zu veran­stalten. Ein Antrag des Vereins Berlin, in welchem die Gründung von Lehrlings-Ab- t Heilung en empfohlen wird, wird debatteloS angenommen.

Damit ist die Tagesordnung erledigt. Nach­dem Pfarrer H i e d er e r - Regensburg das Schluß­gebet gesprochen, schloß der Vorsitzende um 9 Uhr den Kongreß mit einem Hoch auf den Ver­band und mit dem katholischem Gruße.

Um 4 Uhr Nachmittags findet Die (vierte) Generalversammlung der Slerbekasse unter Leitung des Vorsitzenden Föhrling-Hannover statt. Das Andenken der feit der letzten Versammlung verstorbenen Mitglieder ehrt die Versammlung durch Echeben von den Plätzen. Nachdem dem Vorstand und Ausschuß Decharge ertheilt worden ist, wendet sich die Versammlung zum Haupt- gegenftanbe der Tagesordnung: Beschlußfassung über das neue Kassenstatut. Daffelbe ist in einer Sitzung der für diesen Zweck eingesetzten Kommisfion ausgearbeitet worden und stellt eine Vermittelung zwischen dem Prinzip der festen Betträge und dem des reinen Umlageverfahrens dar. Danach sollen künftig neben einem festen Jahresbeitrag von 5 Mark 30 Pfennig für jeden Sterbefall gezahlt werden; die festen Beiträge sollen zum Reservefonds aufgesammelt werden. Der Vorsitzende Föhrling-Hannover bezeichnet diese Regelung als einen praktisch gangbaren Weg, um die Kasse in den Stand zu setzen, für alle Zeiten ihren Verpflichtungen nachzukommen; auf der Grundlage der alten Statuts (reines Um- lageoerfahren) würde daS in absehbarer Zeit nicht mehr möglich fein. In der allgemeinen Besprechung wird von verschiedenen Seiten der Wunsch geäußert. Den festen Jahresbeitrag für die jüngeren Mitglieder niedriger zu normiren als für die älteren, also eine Art Skala für diese Beiträge einzuführen. Hickhausen-Barmen tritt diesem Vorschläge im Interesse der schon der Kaffe angehörigen, namentlich der älteren Mit- gliedrr entgegen und empfiehlt die unveränderte Annahme deS Entwurfs.

Nach längerer Debatte wurde der Entwurf des neuen Kassenstatuts mit einigen kleinen Ab- änberunqen angenommen. Um 8 Uhr wurde die Versammlung geschloffen.

Um 7 Uhr, während noch die Generalver­sammlung der Sterbekaffe tagt, setzt im Neben- faale der Verband seine Berathungen fort unv zwar steht zunächst der Antrag des kath. kaufm. Vereins „Columbus" in Dresden betr. die Waarenhäuser zur Berathung. Derselbe lautet: Der kath. kaufm. Verein „Columbus" in Dresden beantragt eine Besprechung über die Frage: „Welche Mittel empfiehlt die demnächst stattfindende Seneralversammlung der Verbandes kath. kaufm. Vereinigungen Deutschlands, um der weitern Ausbreitung der Waarenhäuser, die e« verstanden jaden, die ihnen bisher von den Einzelstaaten auferlegten besonder« Steuern auf ihre Lieferanten abzuwälzen, entgegenzutreten." Nach längerer DiSkusfion wird der Anttag Dressen an die oziale Kommission verwiesen; gleichzeitig werden >ie Vereine aufgefordert, die Frage weiter zu verhandeln und alles Material der Kommission zur Verfügung zu stellen.

Der Vorsitzende WeiSmantel-Köln theilt mit, daß aus Rom folgendes Telegramm ein­gelaufen ist:

.Beatissimus, pater mercatorum catholicorum con- rentoi apoetelicam benedictionem peculiari anitni affectu impertitoa. Card. Bampolla.1

Der hl. Baier spendet dem Berbande der kath. kaufm. Bereinigungen mit besonderem Wohlwollen den apostolischen Legen. Kardinal Rampolla.

Die Versammlung drückt ihren Dank durch ein dreifaches Hoch auf den hl. Vater auS.

Ein Antrag, daß Fe st berichte für die „Merkuria" d.n Raum von 20 Zeilen nicht iberschreiten dürfen, wird debatteloS enge» nommen, ebenso eine Resolution, durch welche die Vereinigungen aufgefordert werden, fich dem CH arita s-B erbau d e als Mitglieder anzuschließe«.