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mgs-Anlage „ITufirirte Sonntags-Zeitung"

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Jli 177.

JuLöa- Montag, den 5. August 1901.

28. Jahrgmg.

^sreht man so deutlich, wie «S nur irgend

nicht daran denken, eigentliche Sozialdemokraten

, „ft Das Befinde« der Kaiserin Friedrich läßt bedauerlicherweise wieder zu wünschen übrig. Nach einer Mittheilung der.Nordd. Allgem.Zlg« hat der Kaiser wegen schlechter Nachrichten aus Schloß Friedrichshof seine Theilnahme an den be­vorstehenden Festlichkeiten bei der Eröffnung des Emdener Hafens und dem Empfange des Feld-1 tl,"= mm Zentrum, o-r andere Theil den Marschalls Grafen Waldersee aufgeben müssen, nationalliberalen Wahlbewerber geholfen hat 2" Emden werden die Festlichkeiten Programm- Dara--ersteht -an s. nur™

stattfinden. Der Kaiser wird dabei von möglich ist, daß die Leute, die bei Hauptwablen dem Kronprinzen vertreten werden, desgleichen bei sozialdemokratisch wähle», zum allergrößten Theil dem Empfange des Grafen Waldersee. Der Kaiser nicht daran denken, eigentliche Sozialdemokraten

X Die Zr-rch-ragswaHl im MaHkkr-is- Dttisvurg-ISSlHeim hat, wie schon telegraphisch gemeldet, mit dem Siege des nationalliberalen Wahlbewerbers Dr. Beumer geendet, wie nach den Meldungen der zuletzt voraufgegangenen Tage nicht mehr zweifelhaft war. Dr. Beumer hat in der Stichwahl gegen 33,314, der Kandidat des Centrums 27,701 Stimmen erhalten. Außerdem sollen 2046 Stimmen ungiltig sein, jed-nialls zu- Elst, weil fte auf andere als die N men der Stichwahlkandidaten lauteten. Die a oße Zahl der ungiltigen Stimmen, über welche och keine ! nähere Angabe vorliegt, ist jedenfalls auffällig, es scheint fast, als ob die P o l e n diese abgegev» rt haben. -Bet der Haupt wabl hatte Dr. Beumer 25,764, der Kandidat des Centrums 20,076 Stimmen auf sich vereinigt. Beide Wahlbewerber haben also I von der Hauptwahl zur Stichwahl ziemlich gleich­mäßig an Stimmenzahl zugenommen; im ganzen genommen hat sich aber die Zahl der abgegebenen Stimmen von der Hauptwahl bis zur Stichwahl verringert Die Lösung dafür läßt sich nur in der Annahme finden, daß die Sozialdemokraten m großen Mengen der Weisung ihrer Partei- leitung nicht gefolgt, sondern zur Wahl auch im zweiten Wahlgange gegangen sind, und daß sie verschieden in der Stichwahl gewählt haben, der eine Theil dem Centrum, d-r andere Theil dem

* Ao««, 5. Lug. Die.Deutsche Reichsztg/ veröffentlichte dieser Tage über Korpsstuden­tische Toleranz folgende Zuschrift: „Wie es die Herren vom Bonner 8. 0. mit ihrer vielge- rümten Toleranz zu halten belieben, erhellt ein Vorfall, der sich vor ungefähr 3 Wochen in der Restauration Kaiserhalle Hierselbst abspielte. Auf der geräumigen Terrasse besagten Restaurants pflegten seit Ostern d.J. die Bonner Studenten aller Richtungen, auch der katholischen (man möchte fafi lagen in stillschweigender Beherzigung der Worte, welche Se. Maj. der Kaiser bei Einfüh- rang seines Sohnes in die Studentenschaft an alle

An die geehrten Unterzeichner der Antiduell-Erklärung.

Den so zahlreichen Unterzeichnern der Erklärung gegen da« Duell danke ich hiermit herzlichst für die Gewährung Ihrer Unterschrift und wünsche, daß Gott diesen Akt zur Hochhaltung Seines Ge­setzes Ihnen reichlich vergelten möge.

,Den Erklärungszusendungen wurden mehrfach Briefe beigegeben mit manchen interessanten und nützlichen Besprechungen der Angelegenheit. — Alle diese Rathschläge, Wünsche und Bedenken können in einer Versammlung erörtert werden, zu welcher ich in einigen Wochen alle Unterzeichner der Erklärung einladen werde. Ort und Tag der Versammlung wird dann in den Zeitungen ver­öffentlicht werden. — In dieser Versammlung soll auch ein Komitee gewählt werden, welches die Be­schlüsse der Versammlung ausführen und alle ferneren Schritte zur Förderung unseres Zweckes erwägen und eventuell thun soll.!

Nun wende ich mich auch an alle den ge­bildeten Kreisen angehörenden Gesinnungsge­nossen bezüglich der Duellfrage, welche bisher dis' Erklärung noch nicht unterschrieben haben, aber mit derselben einverstanden sind und bitte, sie möchten nunmehr ihre Zustimmung kundgeben und dann wo möglich auch der Versammlung bei­wohnen.

11 Musensöhne richtete) friedlich und ohne Hader lhreu täglichen Frühschoppen abzuhalten, so u. A. auch eine der farbentragenden katholischen deutschen Studenten - Verbindungen. Doch diese deutsche Einmüthigkeit gefiel nicht den Herren vom 8. C. und sie stellten den Wirth vor die Alter- nattve, entweder die katholischen Studenten nicht mehr in seinem Restaurant zu dulden, oder auf ihren Besuch zu verzichten. Und das Unglaubliche geschah: Um die Gäste vom 8. C., welche ja wohl mehr trinken, nicht zu verlieren, verweigerte der Wikth den katho­lischen Studenten, wenn sie in Couleur wären, das Bier; kämen sie aber ohne Couleur, dann dürften sie ruhig bei ihm ihr Bier trinken. Also soweit ist es gekommen, daß ein freier deutscher Student sich von anderen auf der Bierbank nur geduldet fühlen soll. Eine solche grundlose Bsy- kottirung durch Leute, die ihr Allstudententhum und ihre Toleranz in allen Tonarten ausposaunen, ist bis jetzt doch noch nicht oorgekommen und ver­dient, da hiergegen selbst der Universitätsrichter machtlos ist, öffentlich gerügt zu werden, damit doch der deutsche Katholik weiß, wessen er sich vom 8. C. zu versehen hat, und daß gerade dieser die Kluft der Meinungen, wie sie in Bonn besteht, am allerwenigsten zu Überbrücken geneigt ist." — Die hochgradige Erregung, welche diese Mittheilung in den katholischen Kreisen Bonns hervorgerufen hat, spiegelt sich in einer weiteren Zuschrift wieder, welche der Deutschen Reichsztg/ „von hochgestellter akademischer Seite" zugeht. Es heißt darin u. a.: „Sollte die offenbar aus betheiligten Kreisen stammende Darstellung auf Wahrheit beruhen, so muß man sich in der Thal fragen: Sind wir Katholiken in Deutschland wirklich Heloten geworden, die sich mit Füßen treten lassen? Ein allgemeiner Protest muß sich gegen ein solches Verfahren erheben. Das wagt man in den katholischen Rheinlanden, in einer Stadt mit überwiegend katholischer Bevölkerung, in einer Universitätsstadt, wo die katholischen Studenten in der großen Mehrzahl sind? Wir sind gespannt, wie sich die liberale Preffe zu dieser Sache verhalten wird. Wen» auf katholischer Seite irgend etwas llnge- höriges vorkommt, so wirv es vielfach vergrößert und drastisch kommentirt in alle Welt getragen; bann wird von den ungebildeten und rückständigen Katholiken geredet. Bei Angriffen aber gegen die katholische Sache schweigt man ober weiß fein Behagen darüber kaum unter der Maske des Mitgefühls zu verbergen, wögen die Vorfälle auch noch so roh sein. Betrachten sich die Korps­studenten als die Elite der Studentenschaft, so müffen sie wenigstens die gewöhnlichen Regeln gesellschaftlichen Anstandes befolgen, ohne die in einem Lande mit gemischter religiöser Be­völkerung ein geordnetes Zusammenleben unmög- lich ist. Wir halten diesen Fall für typisch: es handelt sich um eine systematische Agitation gegenüber den Korporationen, die den Duellzwang verwerfen. Religion und Staat verbiete» das Duell; aber diejenigen, die sich als präbestinfttt halten, im späteren Leben die höchsten Aemter im Staatsleben einzunehmen, setzen sich nicht nur über dieses Verbot hinweg, sondern wagen es sogar, diejenigen, die das Gebot achten, aus dem gesellschaftlichen Leben als ausgeschloffen zu be-

Diese Bitte richte ich hiermit insbesondere an alle UnioerfitfitSprofefforen und an alle Parlamentarier des Reichstages und der deutschen Landtage, da sie in besonderer Weise berufen sein werden, urfern Wünschen und Bestrebungen Erfolg zu verschaffen. Ich richte diese Bitte nicht nur an katholische Abgeoronete und Professoren, sondern an alle diejenigen, welche aus christlicher und humaner Gesinnung Gegner derDuelle find.

Bisher haben die Erklärung unterzeichnet 111 Adelige und 536 andere, die fast aus- fchließlich den akademisch gebildeten Ständen angehören. Es laufen noch täglich Zustimmungen ein. Unter den U"terzeichnern befinden sich 133 Juristen und 117 Aerzte.

SuS Oesterreich werden in einiger Zeit ähnliche Kundgebungen erfolgen und in Frank­reich haben viele hochgestellte Militärs die Er­klärung unterzeichnet und sind dem für Frank­reich gebildeten Komitee beigetreten.

Karl Fürst zu Löwenstein.

Meine erste Madlour.

Humoreske von Gaspard Genetiv.

------ (Nachdruck verboten.)

Prolog: Nimm und lies!

Deutsches Keich.

Berlin, den 3. August.

„Freiheit, die ich meine. Die mein Herz erfüllt!" —

Der Radler ist frei, frei wie der Vogel, mit dem er um die Wette dahinfliegt. Frei genießt er die Schönheit der Natur; was geht nicht Alles dem atmen Menschen in dem engen Kasten des Eisenbahnwagens verloren! Kaum sieht er eine Landschaft, die ihm Auge und Herz erquickt, da schreckt ihn das gellende Heulen der Dampfpfeife aus der Betrachtung auf, und hui! fort ist die Schönheit, der Tunnel hüllt Alles in finstere Nacht.

Und der Radler! Sehen Sie, der steigt ab, Migt Auge, Ohr und Geist am Anblicke der blumigen Wiesen und grünen Wälder, am Rauschen der Flüsse und am Gesänge der Vögel. Dann I trägt ihn sein Rößlein weiter zu anderem Genuß, I anderer Schönheit! — Das sehen Sie, das ist die Poesie des Radfahrens!"

„Hm, hm! Ja, ich muß allerdings gestehen, von dieser Seite habe ich mir die Sache noch nicht so betrachtet!"

„O, es ist noch viel schöner, als ich es Ihnen schildern kann. Das muß man selbst erfahren Men Wen! Und darum - kurz und gut, kaufen Sie sich ein Rad und fahren Sie; ich will Ihnen eins besorgen, etwas gutes, schönes, dauerhaftes, es für Sie paßt. In 8-10 Tagen ^»chz« Ihnen «rt meinem Valentin, meinem ältesten Sohne — ein Kunstfahrer, sage ich Ihnen, ersten Ranges —, bringe Ihnen ein Rad, und dann machen wir zusammen eine Tour durch die Eifel nach Primelstein."

„Langsam, langsam; ich kann ja gar nicht radeln."

I »i.^^errüEch von Bergen in Norwegen Über | zu sein; sonst würde ein solches Auseinander- Riel nach Homburg v. d. H. gereift. Professor '' ' - • -

Renners wurde schleunigst zur Kaiserin Friedrich berufen. (93ergl. Depeschen.)

+ Im Anschluß an unfern Artikel „A«f- ro-ndvnge« des Iisk«s für Kirch-«va«1-rr" ta 1.75 bet 'Fuld. Zig/ wird uns aus

Eckenhelm geschrieben: Von hier ging ein Gesuch unter dem 25. März 1885 an Ihre Majestät die Kaiserin Augusta um Unterstützung für die katholische Misstonsftation ab. Dieselbe wurde nach Bescheid vom 8. August nicht ge­währt; eine zweite Bitte unter dem 18. März 1887 an Seine Majestät den Kaiser Wilhelm "^J’.Ä^flaiing der König!. Regierung nach Mittyeilung vom 21. April nicht berück­sichtigt ; einem dritten Immediatgesuche unter dem 20. Februar 1889 um ein Gnadengeschenk jum Bau der katholischen Kirche wurde durch Schreiben vom 17. Juni Folge nicht gegeben und einem vierten Gesuche unter dem 10.Juni 1892 um Erwirkung einer Beihilfe aus dem allgemeinen Dispositionsfonds wurde unter dem 12j Dezember nicht entsprochen."

-f-A«sgewiese«-r Berichterstatter. Herr Wolf von Schierbrand, ein Mitarbeiter! Londoner und Newyorker Blätter, soll aus dem deutschen Reichsgebiete ausgewiesen werden wegen seiner Schmähungen und Verleumdungen des deutschen Kaisers in der Newyorker .Eoening

Dem Genannten ist, wie berichtet wird, die Urheberschaft dieser verleumderischen Schmäh- berichte unzweifelhaft nachgewiesen worden, so daß man nut wünschen kann, daß die Nachricht I oon der beabsichtigten Ausweisung sich bestätigen möge.

' I laufen dieser Leute bei einer Stichwahl unmög» I lich sein. Außerdem zeigt dieser Fall aber, daß die Parteidisziplin bei der Sozialdemokratie durch- aus nicht mehr so gut ist, wie ehedem; die „Ge­noffen" folgen den Wahlparolen der Parteileitung nicht mehr. Die Polen haben sich augenscheinlich be, der Stichwahl zum größern Theile wirklich der Stimmabgabe enthalten. Sie scheinen gar Jein Verständniß dafür zu haben, daß sie dem Centrum damit eine große Ehre angethan haben; denn das Centrum hat dadurch ein beredtes Zkugniß darüber ausgestellt erhalten, daß es auf feinen Fall feinen Einfluß dazu mißbrauchen will, in unberechtigter Weise auf die inneren Verhält- i uisse der Kirchenorganisation einzuwirken. Es | wird aber die Zeit kommen, in der die Polen ihre feindselige Haltung gegen das Centrum bitter bereuen werden. Das Centrum erleidet keinen Verlust durch die Wahl Dr. Beumer's im Wahl­kreise Duisburg-Mülheim; und dort haben ebenso wie im Wahlkreise Memel-Heydekrug ein Schutz- Zöllner den Sieg davon getragen. Das ist die!

\ nüchterne Wahrheit im Gegensätze zu den aben-1 | teuerlichen Phantastereien freihändlerischer Blätter I von einer allgemeinen Volksgegnerschaft gegen die herrschende Wirthschastspolitik!

* Mechk so! Der Münchener Jour­nalisten- und Schriftsteller-Verein er­läßt folgende Erklärung: „Ein im Verlage von Kastner und Lossen erschienenes Flugblatt „Alfons von £=guori und der Eid", das heute Morgen in der Stadt verbreitet wurde, trägt den Ver­merk: ,Der Reinertrag des Flugblattes wird der Pbnsionska sse des Münchener Journalisten- und Schriftstkllrr-VereinS überwiesen.' Der Verein

I hat die beabsichtigte Zuwendung, von der er erst ! nach dem Erscheinen des Flugblattes Kenntniß erhielt, dankend abgelehnt.

+ M-rschacher««g des Aoittarif entwürfe». Die Untersuchung über die Ver- schacherung des Zolltarifsentwurfes wird sehr eifrig geführt und soll nach der Meldung eines Berichterstatters bereits zur Amtsentfernung zweier Beamten gefüh t haben. Bei dieser Gelegenheit hat man erfahren, daß auch schon die Be- Gründung für die Zollgesetzentwürfe fertig aus- gearbeitet vorlieat, aber mit diesen nicht zu­sammen veröffentlicht worden ist. Auch diese Begründung soll angeblich ihren Weg in die Redaktion der .Londoner Finanzchronik' gefunden haben. Wenn das wahr wäre, dann müßte das Londoner Blatt freiwillig auf die Veröffentlichung ber Begründung verzichtet haben; denn bis jetzt ist diese Veröffentlichung in London noch nicht erfolgt.

Präliminarium.

Wem Gott will rechte Gunst erweisen. Den schickt per Rad er in die Welt.

„Radeln Sie?"

„Nein!"

, „Dann sind Sie kein Mensch, ober höchstens ein halber!"

polternde, schweißtriefende Bauer hinter dem Pfluge, der mit aufgesperrtem Munde dem himmelanbrausenden Stoffe nachgafft, das ist die | übrige, das die nichtradelnde Menschheit!"

„Au! au! schauderhaftI hören Sie um Gotteswillen auf! ich bekomme ja Krämpfe, Kolik, Cholera! - O edle Menschheit! was mußt du dir bieten lassen, von diesen ver­staubten, strampelnden, pustenden, keuchenden, bucklichen, klingenden Chimären! — Und diese ^1^- Schilderung des gottbegnadeten Dichters annektirt ein solches Strampelt hier für lelne Zunft, und nennt das: „Poesie des Radfahrens!"

i m »^»warten, lieber Genetiv, abwarten; welche Gedanken liegen denn eigentlich der Schilderung I von dem herrlichen Fluge des Pegasus zu Grunde. Will der Dichter nicht die Erlösung aus hemmenden, unwürdigen Fcffeln schildern?

! will er nicht die Freiheit preisen? will er nicht ! aufmerksam machen auf die Schönheit der ' Natur, die Pracht des Himmels und der Erde, deren der himmelanbrausende Pegasus und fein Reiter sich erfreuen?

Und sehen Sie, so ist der Radler frei oon jeder Fessel, frei von ber Fessel ber Zeit; er steigt auf fein Roß, wann's ihm beliebt; kein „Hendschel". unb kein „Storms's" - Kursbuch schreibt ihm Abfahrt und Ankunft vor. Er steigt ab, wann und wo er will und braucht sich die Fahrtunterbrechung nicht bescheinigen zu laffen. S-in Roß wird auch nicht scheu vor alten Weibern ober Scheerenschleifern an der Landstraße. Frei ist er —

„Radelt! — Da« wollen Sie doch wohl sagen? “ ~ "77 ~ Ein Geist, ein Gott erhebt eS sich, — Aber wir fühlen es um so mehr wenn solch eine<H* TOar in Sturmes Wehen

ein rücksichtsloser Dränger und Stürmer uns an- Und Nde7 Mick ih^fAndkann"^ ^mm-lan, rempelt unü über den Haufen rennt." Entschwebt es zu den blauen Höhen!"

„Schadet Euch nichts; fahrt selbst!" „Sehen Sie, Herr Genetiv das iß

„Kann der Geschichte keinen Geschmack abge- Radler! So dünkt er sich „ein Geist ein Gott" wrnnen; diele« Gestrampel dieses auf dem Sattel! wenn er im kühnen Fluge dahin braust auf Men, rrie die Katze auf dem Schleifstein, dieses ! seinem Stahlroß! — Und „der Stier", der ewige klmg, kling der schelle ober bäh! bäh' des ! „mit Bedacht dahinschreitrt", unb bet schimpfende.

Gummiballs, dieses mit der Nase die Lust durch- schneiden, —- puh! mir graut schon vor dem

Gedanken!

Sind Sie jetzt bald fertig? Ich hätte doch geglaubt, von Ihnen einen wirklich originellen Einwand zu hören, aber diese Gemeinplätze!--

Doch warten Sie, ich will Ihnen die schönen Setten da« Vortheilhafte, das Oekonomische, bas Poetische des Radfahrens einmal auseinander setzen !" „Halt! halt! um Himmels Willen! habe Alles das bis zum Ueberdrusse gehört und gelesen. Nur da« Poetische, ha, ha, ha, ha, das Poetische des Radfahrens, das Poetische! das möchte ich kennen lernen!"

„Sofort; Sie haben doch Schiller gelesen!"

„Oho 1 habe mich bisher immer für einen | "Natürttib x „ _.

ganzen Menschen gehalten und zwar i treff'-^-»« . "Pegasus im Joche". Em

"Ja, ja! ich weiß; Ihr gelehrten Leute meint j roß läßt sich faum°

allerdings, Ihr habt Alles begriffen, was da ieneS KedÄ-« ' 1 bte ®W°er1e

lebt und webt Aber praktischer Verstand, wirk- 1 * ®ebt$teS eS ^un: lich vernunfttges Leben, Fortschritt mit wird ausg-spa-mt,

b« Ln»n,-n,ch-st-n - Ulm Spur! 8.”um M

S^r wandelt, wie der selige Sokrates, in den ! So knirscht es in des Zügels Band $ ~ '

Wolken unb merkt nicht, was auf Erden Und steigt, und Blitze sprüh'n aus den beseelten Blicken.

I Der Verfasser.