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28. Jahrgang.

IuLöa, Samstag, den 3. August 1901

M 176.

sxb vertaz der Ailbar» x«:cr»üail« G». 1 (»ateeuk).

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"iS'j.Sf;. mit Anierstaktrmgs -Meitage „IssriArirte Sonntags-ALitung

S Zolltarif und Landwirthfchaft.

Wer such nur oberflächlich die Aeußerungen landwirthichaftlicher Körperschaften und hervor» ragender Landwirthe über die Zollbedürfnisie der Landwirthschaft verfolgt hat in der Zeit vor der Veröffentlichung der Zolloorfchläge der Reichs­leitung, der weiß, daß diese Letzteren der Land­wirthschaft nicht diejenige Hilfe in Aussicht stellen, auf die fie gehofft hatte. Auf jeden Fall geschieht dies nicht durch die vorgeschiagenen Getreidezölle. Bei diesen ist der geringe Betrag zu tadeln und auch das System der ungleichen Zölle für die ver­schiedenen Getreidearten; oder aber die Retchr- leitung müßte sich auf den Standpunkt stellen, daß fie der Landwirthschaft nur ein klein wenig be­hilflich sein wolle, nicht in dem Maße, daß durch die neuen Schutzzölle der Anbau von Getreide wieder zum lohnenden Erwerbe gemacht werde. Man könnte sich in einem solchen Falle aber nur schwer erklären, was man sich alsdann unter einem „wirksamen und angemeffenen Zollschutz für die Landwirthschaft" vorzustellen habe. Und ein solcher Zollschutz war doch der Landwirthschaft ver­sprochen worden!

Thatsächlich herrscht nun auch in den land- wirthschaftlichen Kreisen und bei allen denjenigen, die einen wirklich angemeffenen Zollschutz für die Landwirthschaft für nothwendig erachten, nur die eine Meinung, daß die von der Reichsleitung in Aussicht gestellten Getreidezsll« den berechtigte« Anforderungen der Landwirthschaft nicht ent­sprechen.

„Die Enttäuschung unter de« rheinischen Bauern über den Zolltarif ist . . . eine große. Was die beiden Haupt-Fruchtarten, Kor» und Weizen, an­betrifft, so soll also das nicht einmal gewährt werden, was der Bundesrath unter Bismarck's Leitung schon im Jahre 1887 für nothwendig hielt. Die Gehälter der Beamten, die Einnah­men der Arbeiter find seit jener Zeit erheblich ge­wachsen, die Einnahmen der Bauern find zurück­gegangen, ihre Anlagen dagegen gewaltig gewach­sen, und nun hält der BundeSrath unter dem neuen Kurs es nicht einmal für nothwendig, die Sätze von 1887 in den Zoll-Gesetzentwurf etnzu- setzev . . . ."— so gibt die «Rhein. Volksstimme' den Anschauungen Ausdruck, die im rheinischen Bauernvereine herrschen.

Auf genau dieselbe Tonart ist man im west­fälischen Bauernverein gestimmt. Dessen Organ, ,Der Westfale' in Münster, bezeichnet es am Schluffe einer längeren Ausführung als „die Pflicht aller derjenige» Abgeordneten, welche von der Wichtigkeit des Fortbestehens eines deutschen Bauernstandes überzeugt sind, dafür einzutreten, daß die Mtndestzölle für Brodgetreide auf 6 Jk. bezw. 6 Ä 50 erhöht werden."

In Bayern hegt man dieselben Ansichten. In diesen letzten Tagen hat diese Ansichten in einer Versammlung des chr stliche» Bauern­vereins zu Waldkirchen Domkapitular Dr. Pich­ler zum Ausdrucke gebracht, Mitglied der

Die Namensschwestern.

Frei nach dem Englische» von Clara Rheinau.

26 ------ (Nachdruck verboten.)

(Schluß.)

Herrn Forest, der nur ein Künstler, aber sehr talentvoll und von guter Familie gewesen, hatte Fräulein Baffett gekannt, ehe sie Frau Grahams Gesellschafterin wurde. Durch ihre Bemühungen wurde er als einer von Beatrices zahlreichen Lehrern nach Westfields berufen. „Es unter­liegt keinem Zweifel," bemerkte Herr Norris, „daß fie selbst Absichten auf ihn hatte und es Fräulein Graham nie vergeben konnte, daß diese ihre Heirathspläue durchkreuzte."

Aber unglücklicher Weise fühlten sich Lehrer und Schülerin zu einander hingezogen. Frau Graham, eingehüllt in ihren Stolz, den selbst des Sohnes Verhalten nicht hatte erschüttern können, bemerkte nichts von Allem, was vorging. Die Liebenden wußten sehr wohl, daß sie der Mutter Emwilligung zu ihrer Verbindung nie­mals erhalten würden; so beschlossen sie denn in einer unseligen Stunde,' sich heimlich trauen zu lassen. Die Tochter kehrte von einem kurzen Besuche in einen entfernten Theil der Grafschaft als Paul Forest's Gattin zurück und gestand leider zuerst der Gesell­schafterin, was sie gethan, dann zog sie ihre Mutter ins Vertrauen. Innerhalb einer Woche wurde sie unter dem Borgeben, ein ausländisches Institut besuchen zu sollen, für immer von West­fields verbannt.

Crntrumsfraktion des Reichstages und bekannt- tich einer der verdientesten Vorkämpfer der christlichen Bauernvereine. Von den Getreide­zöllen sagte Dr. Pichler, daß sie hinter den Forderungen und Erwartungen der Landwirthe stark zurückbleiben. Man hätte billiger­weise erwarten dürfen, daß der Mindestzoll nicht unter jenen Satz heruntergehen werde, der von der Regierung schon 1887 vorgeschlagen wurde, als Bismarck einen Weizenzoll von 6 Mark verlangte. Seitdem aber hat sich die Lage für die deutsche Landwirthschaft ver­schlimmert, der Wettbewerb der überseeischen Länder ist gewachsen; der Bauer hätte also von Rechtswegen heute noch einen stärkeren Schutz nöthig. Die niedrige Festsetzung des Gersten­zolles mit drei Mark nannte Abgeordneter Dr. Pichler geradezu auffallend. Der Anbau der Gerste ist so tbeüer wie der des Roggens, also müßten die Zollsätze für beide Getreidearten gleich hoch sein. Leider ist nach den Aus­führungen des genannten Redners keine Hoffnung darauf vorhanden, eine gleich hohe Verzollung aller Getreidearten zu erreichen. Schließlich tadelte Abgeordneter Dr. Pichler auch den geringen Unterschied von nur einer Mark zwischen den Sätzen des Generaltarifs und den vorgeschlagenen Mindestsätzen; der allgemeine Tarif sollte höher bemessen sein zum Schutze gegen den überseeischen Wettbewerb. Auch Frankreich hat einen besonderen Zuschlag für die überseeische Einfuhr.

Bei alledem darf man einen Punkt nicht übersehen: die hohe Bedeutung des Bauernstandes für die Erhaltung der deutschen Wehrkraft. Diese Kraft beruht zum allergrößten Theile auf einer starken Ent­wickelung der deutschen Bauernschaft und auf der Erhaltung eines blühenden landwirthschaft- ltchen Gewerbes. Es ist sehr interessant, diese Anschauung auch vertreten zu finden in einer Darlegung, die der liberale ,Pefter Lloyd' aus Berlin erhält. Sein Berichterstatter bemerk!, diese Darlegung entstamme einer Un eirebuiig, dir er mit einer amtlichen politischen Persönlich- leit gehabt habe, die die Meinung u die Be­weggründe des Grafen von Bülow genau kenne. Danach ist auch der Reichste?zler von der Ueberzeugung durchdrungen, daß „die Er­haltung eines kräftigen Bauernstandes m-s eines blühenden landwirthschaftlichen Gewerbes zu den unbedingten Voraussetzungen gehört,die eine zureichende und regelmäßige Heeresergänzung sichern".

Solche vernünftige Ansichten sind zu finden in einem der leitenden Regierungsblätter Un­garns, das ganz und gar keine Vortheile hat von einer Erhöhung der deutschen Getreidezölle. Dort erkennt man die Gründe an, die Deutsch­land zu einer Erhöhung seiner Getreidezölle zwingen. DieFreihändler in Deutschland aber toben und «üthen dagegen und damit gleich­zeitig gegen die wichtigsten Lebensintereffen des Vaterlandes. Sie toben, weil fie dadurch die Schwäche und Unhaltbarkeit ihrer Stellung zu verdecken suchen. Wir, die wir anderer Meinung sind und dem Vaterlande das geben wollen, was es braucht, müffrn diesem Toben stets die

Frau Graham wußte in ihrer stolzen Selbst­beherrschung Alles so zu machen, daß nicht das Geringste von der Geschichte in die O-ffentlich- keit drang. Spätere peinliche Fragen, die ja un­ausbleiblich gewesen wären, vereitelte Beatrice Foreft'S früher Tod. Die unversöhnliche Mutter nahm nur insoweit von der Bitte ihrer ster- benden Tochter Notiz, als sie sich erbot, das Kind, ihre Namensgefährtin, in einer entfernten Gegend Englands erziehen zu lassen, unter der Bedingung, daß Herr Forest allen Ansprüchen auf seine Tochter für immer entsage und keinerlet Beziehung zu derselben unterhalte. Diese Zu­stimmung wies er entrüstet zurück, und damit war jeder weitere Verkehr zwischen ihm und Frau Graham für immer abgebrochen.

„Von jener Zeit an. Sie dürfen sich daran ; verlassen," schloß Herr Norris, „hegte Fräuleu Baffett die feste Hoffnung, sich den Löwenanthen von Frau Grahams Vermögen zu sichern. Aber jene Hoffnung wurde zerstört durch das Testa­ment, vas die Dame, endlich einer natürlichen Regung folgend, auf dem Sterbebett machte."

„Aber wie können wir sicher sein," fragte Dr. Wilson, „daß eS Fräulein Forest ist, die sie zu ihrer Erbin bestimmte?"

„Aus dem einfachen Grunde, weil sie gar nicht wußte, daß noch eine andere Enkelin ihren Namen trug," antwortete der Anwalt. „Meiner Namensgefährtin Sllinor schrieb sie, und so lasen Sie. Es war die Stimme ihrer Gesellschafterin, welche „Graham" beifügte, wie sie mir eben selbst sagte. Und Allem nach zu urtheileri, scheint mir, daß Fräulein Baffen damit eine zweifache Rache ausübte: an der lobten Tochter

küble Ruhe entgegensetzen, die uns die Ueberlegenheit unserer Stellung und unserer Gründe uns gestattet. Stark in >er Sache — ruhig in der Art und Weise: auf diese Weife weroen wir am besten zum Ziele gelangen!

Deutsches Keich.

Berlin, den 2. August.

* Für die Meise« des Kaisers in der Zeit vom 7. bis 12. August find die genauen Be­stimmungen nunmehr getroffen. Danach trifft der Kaiser an Bord der Jacht „Hohenzollern" von Norwegen kommend am Dienstag, 6. August, zur Einweihung des Emdener Seehafens vor Emden ein. Die Einweihnngsstier findet am Mittwoch, den 7. August statt. Am Nachmittage desselben Tages findet dann die Fahrt nach der Elbe statt. Am Donnerstag, den 8. August, trifft der Kaiser gegen 8 Uhr früh in Brunshausen ein. Dort erfolgt die Begegnung mit dem Dampfer „Gera". Der Kaiser nimmt in Brunshausen die Meldung des Generalfeldmarschalls Grafen von Waldersee entgegen. Demnächst fährt S. M. I. „Hohen­zollern", welcher ein Salondampfer mit dem Stabe des ehemaligen Armeeoberkommandos in Ostasten folgt, nach Hamburg weiter und macht gegen 11 Uhr an der St. Pauli-Landungsbrücks fest. Am Freitag, den 9. August, Vormittags, verläßt S. M. I. „Hohenzollern" Hamburg. Am Montag, den 12. August, Morgens findet die Begegnung auf See mit dem durch die aus China zurück­kehrende 2. Division ergänzten 1. Geschwader statt und danach Einlaufen mit Hochwasser Vor- mittags 11 Uhr in Wilhelmshaven. Mittags 1 Uhr läuft das Linienschiff „G" auf der Werst Wilhelmshaven nach dem vorgeschriebenen Cere- moniell von Stapel. Die Taufe wird bekannt- lich die Königin do» Württemberg vollziehen. Am Abend dkssrlben Tages um 8 Ubr wird der Kaiser aus Ar.laß der Rückkehr der II. Division des I. Geschwaders einer Einladung des Offizier- korps zum Ess-n in der Offizier-Speiseanstalt entsprechen. H ernach erfolgt die Abreise des Kaisers mittels Souderzuges nach Hohenfyburg.

ft Da» M-ogramm des AarevSesrrches soll nunmehr in folgender Weise festgestellt sein: Am 10. September Ankunft des Zaren an der Rhede in Danzig, alsdann Prunktafel auf der Kaiseryacht „Hohenzollern". Am 11. September Flottenparade. Am 12. und 13. September Theil- nähme des Zarenpaares an den Flottenmanövern, Programme von Zarenbesuchen werden bekanntlich häufig noch im letzten Augenblicke verändert.

* Die UnlerSringnng der Gruppe« während des diesjährigen Kaisermanövers bereitet der Militärbehörde zum erstenmale große Schwierigkeiten. Gegenwärtig fehlen noch Quartiere für etwa 15000 Mann. Dieser erschreckende Quartiermangel hat dazu geführt, daß die Preise für Mtethr quartiere ganz erheblich erhöht worden sind, um durch diese Maßnahmen zur Gestellung von Quartieren zu veranlassen. Während für Quartiere mit Verpflegung eines Mannes täglich 80 Pfg. ausgesetzt sind, werden jetzt Miethspreise bis zu 1,80 ja 2 Mark geboten. Aber trotzdem

und der sterbenden Mutter, welche ihr Streben nach Liebe und Vermögen durchkreuzt hatten."

Doktor Wilson erinnerte sich sehr wohl des letzten klaren Blickes, den die Sterbende auf ihre Gesellschafterin geheftet und ihrer seltsamen fast zornigen Angst und Erregung, die ihm damals unverständlich gewesen, die er aber jcht vollkommen begreifen konnte.

„Und bitte, woher wußte die liebenswürdige Dame, wo Fräulein Forest zu finden fei?" fragte Herr Henderson gespannt.

„Das kam so," versetzte Herr Norris - „Fräulein Baffett hat eine Schwester, die in einem großen Geschäft in Brüssel eine Stelle be­kleidet. Diese Dame ist bekannt mit einer Frau Werls, deren Mutter Pförtnerin des Hauses war, in dem Herr Forest jahrelang wohnte. Durch diese Beziehungen war es Fräulein Basset: möglich, Fräulein Forest im Aage zu bemalten."

„Also," sagte ein bärtiger Herr, der mit einem sehr gebräunten, aber fast knabenhaft aus­sehenden Jüngling bei dieser Erklärung im Speisezimmer von Westfields anwesend war, „also muß ich annehmeir, daß die Existenz meiner Tochter Ellinor ihrer Großmutter ganz unbe­kannt war?"

„Dies, Herr Graham wird Fräulein Basset auf Ihren Wunsch mit dem Erde bekräftigen," war die Erwiderung des Anwalts.

Ader Niemand trug Verlangen nach Fräulein Baffstt's E«d. Mr wünschten bringet deren schleunigste Entfernung von Westfields und waren einstimmig der Ansicht, daß die Schmerzen und Verunstaltungen, die ihr Unfall nach sich gezogen

erfolgt kein Angebot, da die Landbesitzer mit eigenen Schwierigkeiten zu kämpfen haben und nicht in der Lage sind, noch mehr Mannschaften anzunehmen.

X Orenzregeknng trr Wrstafrika. Die Grenzregelung zwischen dem deutschen Schutz­gebiete von Togo und dem französischen Da- h o m e gehört zu den diplomatischen Seeschlangen. Jetzt ist in Paris eine aus französischen und deutschen Vertretern zusammengesetzte Kommis­sion thätig, um die Grenzlinien zwischen den beiderseitigen Schutzgebieten endgiltig festzustellen. Die Oberherrschaft Deutschlands über die Ge­biete von Togo, Porto Segmo und Kleinpopo hat die französische Regierung anerkannt in einem Schriftstück, das am 24. Dezember 1885 in Berlin unterzeichnet wurde. Damals wurde be­stimmt, daß die Grenze von einer gemischten Kommission gezogen werden sollte; und eine solche Kommission wurde auch alsbald entsandt. Aber man wurde mit den Arbeiten nicht fertig, und aus den Unterhandlungen entstanden schließ­lich Streitigkeiten, die mit Unterbrechungen bis zum Jahre 1896 dauerten. Alsdann wurden neue Unterhandlungen begonnen, die nach zwei Jahren zu einem gegenseitigen Einvernehmen führten, und nun wurden neue Kommissionen nach Westafrika entsandt; aber deren Arbeiten wurden durch Krankheit unterbrochen. Immer­hin haben die Kommissare bestimmte Vorschläge zur Regelung der langwierigen Abgrenzungsfrage ausgearbeitet, und mit diesen Vorschlägen hat sich nunmehr die in Paris zusammengetretene Kom­mission zu beschäftigen.

h Der Mädchenhandel und feine Be- kämpfung ist von der Reichsregierung seit Jahren mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgt worden — so lautet es in einer Antwort, die Reichs­kanzler Graf Bülow auf eine Eingabe des Bundes deutscher Frauenvereine ertheilt hat. Gleichzeitig entnimmt man aus dieser Antwort, daß die Ab­haltung eines internationalen Kongresses zur Berathung dieser Fragen noch nicht befchloffen ist. In der Antwort heißt es nur: „Es ist an­zunehmen, daß, falls es zur Berufung eines Kongresses zum Zwecke der Unterdrückung dieses Handels kommen sollte, Deutschland sich daran in demselben Umfange beteiligen wird, wie die Regierungen der anderen Länder." Es würde ein großes Verdienst sein, das die Reichsleitung sich durch die Veranstaltung einer solchen inter­nationalen Berathung erwerben würde.

* Heber die Betheiligung von Staats­beamten und Lehrern an der Verwaltung von Konsumvereine«, Darlehnskassen unb ähnlichen genossenschaftlichen Unternehmungen ist von Kaufleuten und Handwerkern schon häufig Beschwerde geführt worden, weil diese Kreise auS jener Thätigkeit der Beamten eine Schädigung für fich herleiten. Auf ministerielle Anordnung fallen nun über die Art und Umfang solcher genossenschaftlichen Mitarbeit der Beamten und Lehrer Erhebungen avgestellt werden. Die Behörden find dem Vernehmen nach aufgefordert worben, darüber zu berichten, ob und in welchem Umfange die ihnen unterstellten Beamten und Lehrer an der Verwaltung von Konsumvereinen und ähnlichen genossenschaftlichen Organisationen

hatte, eine hinreichende Strafe für ihre boshaften Machenschaften seien.

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Wäre eine der Ellmors oder einer deren Vertreter streitsüchtig gestimmt gewesen, so hätte sich Aimnöe's Besitzergreifung von Westfield nicht fo glatt vollziehen können. Herr Graham aber erklärte sich sofort bereit, alle Ansprüche an die Tochter seiner Schwester abzutreten und diese wollte sich nicht zufrieden geben, ehe man ihr erlaube, mit ihrer Koufine zu theilen. So mußte denn Herr Norris amtlich und freundschaftlich fich der Sache annehmen. Westfields blieb Ellinor Forest und deren Erben gefichert, während die Hälfte des übrigen Einkommens für die nächsten zwanzig Jayre zu Ellinor GrahamS Verfügung stehen mußte.

In Begleitung ihres Vaters stattete diese letztere Ellinor noch einen Besuch in Frau Stirlings ärmlicher Hütte ab. Die arme Frau war so schwach geworden, daß sie zu ihrem größten Kummer fich nicht erheben konnte, um dem vornehmen Schwiegersohn ihre „Reverenz" zu machen. Ihr runzeliges Gesicht strahlte oor Freude, als ihr dieser von seiner Frau erzählte, „der besten, die es je gegeben" und sie verzieh „dem Gentleman" gern den Stolz, der ihr so viele schwere Stunden bereitet.

Wenige Tage später war die gute Alte zur ewigen Ruhe eingegangen, ohne daß Jemand, außer den wenigen Eingeweihten, eine Ahnung erhielt von den Beziehungen, die sie mit der Familie Graham verbanden.

So vergingen zwei Monate, während welcher Zeit die beiden Kousinen eine warme, innige