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Jutöa, Donnerstag, den 1. August 1901.

28. Jahrgang.

2 Wie dem Handel geholfen wird.

Gerechte Vertheilung vor» Licht und Schatten unter alle» Berufsständen und In« terefsenkreise, gerechter Ausgleich der Interessen — das sind Forderungen, die obenan stehen in dem wirthschaftlichen Programm der Centrums- partei, die als berechtigt und gerecht anerkannt werden müffen von jedem vorurtheilslosen Politiker, von jedem Manne, der nicht befangen ist in Sonderinterefsen und Eigensucht. Diese Forderungen gelten nicht allein für die unmittel­baren Geldinteressen; sie müffen unbedingt auch berechtigt sein für die Vertretung der ver­schiedenen Berufsstände auf wissenschaftlichem Gebiete, bei der Verleihung von Aemtern, bei der Zusammensetzung der einzelnen Be­hörden. Niemals sollte in einem Kulturstaate, der auf - der Höhe der Zeit stehen und allen seinen Berufsständen gleichmäßig gerecht werden will, einseitig eine wirthschaftliche Anschauungs­weise bevorzugt werden zum Schaden anderer Richtungen; und dennoch fehlt es leider gerade jetzt und gerade bei uns in Deutschland nicht an Anzeichen dafür, daß dieser Fehler dennoch be­gangen wird. In diesem Sinne wird der .Korrespondenz für die Centrums­presse' von sehr geschätzter Seite geschrieben:

Neuerdings macht ein Rundschreiben, welches — so weit wir orientirt sind — an die Handelskammern versandt wurde, indirekt darauf aufmerksam, welche Karrieren die Han­delskammersekretäre gemacht haben, bezw. welche andere Posten sie neben ihrem Haupt­amts als Handelskammersekretäre bekleiden. Es ist interessant, einen aufmerksamen Blick auf diese Liste zu werfen.

Da sind zunächst solche Handelskammer- srkretäre, die nebenher auch Professoren find, wie:

Professor Maaß, Syndikus des Handels­kammer in Flensburg; Prof. Theodor Beck, Sekretär der Handelskammer in Darmstadt; Prof. Dr. Karl Nies, Sekretär der Handels­kammer in WormS; Prof. Dr. Huber, Sekre­tär der Handelskammer in Stuttgart; Professor Dr. Anschütz, Sekretär der Handelskammer in Sonneberg.

Ferner finden wir solche ehemalige Handels­kammersekretäre, welche deutsche Universi- tätsprofessoren für Nationalökono- mie geworden find, wie:

Dr Bier mer, war bei der Hk. in Münster, wurde dann Professor in Münster, nachher in Greifswald und jetzt in Gießen;

Dr Böhmert, war bet der Hk. in Bremen, dann Professor in Dresden;

Dr. van der Borght, war bei der Hk. in Aachen und Köln, dann Professor in Aachen;

Dr. Ehrenberg, war bei der Hk. in Altona, jetzt Professor in Göttingen;

Ed. Albert Lange, war bei der Hk. in Duisburg, nachher Professor in Marburg;

Dr. Mithoff, war bei der Hk. in Göt­tingen, dann Professor in Göttingen;

Dr. Ad. Sö tbeer, war bei der Hk. in Hamburg, dann Professor in Göttingen;

Die Namensschwestern.

Frei nach dem Englischen von Clara Rheinau.

24 ------ (Nachdruck verboten.)

„Meine Diamanten!" rief sie aus. „Jetzt ist die richtige Zeit dafür. Für wen sollte ich sie zum ersten Mal anlegen, wenn nicht für Alex? Und Papa erlaubte mir ausdrücklich, sein altes Pult zu öffnen. Daß ich dies nur bis jetzt ganz vergeßen konnte!*

- Ohne eine Minute zu verlieren, suchte sie das kleine Kabinet auf, das an Frau Graham'r Sterbe­zimmer anstieß. Hier stand das alte Pult, mit seinen vielen Schlössern und Messingbeschlägen. Von dem oberen Fache hing der kleine Schlüssel herab, den Arthur Graham'r Mutter bis zu ihrem Tode an dem Bande um den Hals getragen hatte. Dieser Umstand brachte Elltnor auf die Ver- muthung, daß die geheimen Fächer des alten Möbels irgend welche Privatsachen ihres Vaters enthalten müßten. Aber er hatte ihr geschrieben, daß er nicht das Geringste zurückgelassen habe, was von Werth für ihn sei. Von ihrem Rechte Gebrauch machend, erbrach Ellinor nun die großen Siegel, die der vorsichtige Testamentsvollstrecker angelegt hatte, öffnete das Pult und fand nach kurzem Suchen das Lederetui mit den Juwelen, *eren wunderbare Schönheit sie in wahres Ent- versetzte. Mit diesen neuen Zeichen ihres Reichthums geschmückt, wollte sie eben wegeilen, ohne die vielen andern Schubladen auch nur ge- öffnet zu haben, als ihr der Gedanke kam, es

Dr. Sombart, war bei der Hk. in Bremen, jetzt Professor in Breslau.

Endlich sehen wir solche ehemalige Handels­kammersekretäre, welche höhere Regierungs­beamten geworden sind, z. B.:

Dr. van der Borght, oben schon ge­nannt, jetzt Geheimer RegierungSrath im Reichs­amte der Innern;

von Landmann, früher Sekretär der Hk. in Augsburg, jetzt bayerischer Kultus­minister ;

Dr. non der Leyen, früher Sekretär der Hk. in Zittau, jetzt Wirklicher Geheimer Oberregierungsrath im preußischen Ministerium für öffentliche Arbeiten;

Dr. Roscher, früher Sekretär der Hk. in Zittau, jetzt Geheimer Regierungsrath im sächsi­schen Ministerium des Innern;

Steglich, früher Sekretär der Hk. in Dressen, jetzt Geheimer Regierungsrath im sächsischen Ministerium des Innern;

Henry Völker, früher Sekretär der Han­delskammer in Kassel und in Oppeln, jetzt Regie­rungsrath im Reichsamte des Innern.

Das sind die Aussichten, die denjenigen ge­boten werden, welche für den Handel eine Lanze brechen. Wie steht eS nun um diejenigen, welche ihrer Ueberzeugung nach sich den land- wirthschaftlichen Interessen widmen, bezw. agrarisch; Gesinnung bekunden? Es ist bedauerlich, daß man hier vor einem unbe­schriebenen Blatte steht. Diejenigen,welche sich den landwirthschaftltchen Interessen widmen, welche agrarischer Gesinnung sind, gelten heute als werthlos. Kein höherer Beamter kann aus ihnen werden, keine Universität hat einen Lehrstuhl für sie.

Woher kommt dies? Weil man es nicht für nothwendig erachtet hat, diejenigen besonders zu berücksichtigen, welche die Erhaltung des deut­schen Bauernstandes als eine der wichtigsten Aufgaben des Staates betrachten. Denn die deutschen Bauern haben sich ja nicht geregt. Sie haben alles über sich ergehen lassen, daher sind sie bei Seite geschoben worden.

An die Regierung möchten wir die Frage richten, ob sie nicht im Interesse her Ge­rechtigkeit eine Aenderung in diesem Zustande für dringend erforderlich hält?

E Das Ausland wird freundlich.

Die Angriffe ausländischer Zeitungen gegen die Vorschläge für einen neuen deutschen Zoll­tarif nebst Zolltarifgesetz sind augenscheinlich nur Erzeugnisse einer vorübergehenden Auf­wallung gewesen, die auf MißvWändniffen in der Auffassung der Vorschläge der deutschen Reichsleitung beruhte. Genauere Krnntniß der gemachten Vorschläge hat sehr schnell bessere Ein­sicht heroorgerufen.

So namentlich in den Bereinigten Staaten von Amerika. AusNew-Ank wird gemeldet, daß die deutsche Zolltarifoorlage unverzüglich Herrn Kasson vorgelegt wurde, dem Staats- kommiflar für Handelsverträge und dergleichen Dinge. Dieser hat sich dahin geäußert, daß der

könnten vielleicht noch andere Schätze hier ver­borgen sein.

Aber die schwach duftenden, mit Cedernholz eingelegten Behältnisse waren alle leer. Nur das mittlere, einem kleinen Schränkchen ähnliche Ge­fach, blieb noch zu durchsuchen. Mit einiger Schwierigkeit öffnete Ellinor die zierlichen Schiebe- thüren, und vor ihren Augen lag ein kleines Packetchen, das die Aufschrift trug: „Von meiner Tochter."

„Etwas von Papa's einziger Schwester", sagte Ellinor weich. „Ich weiß, daß sie früh gestorben ist." Sie öffnete den Umschlag und fand darin eine Blume, ein zerbrochenes Medaillon mit dem verblichenen Bildnisse eines zarten jugendlichen Gesichtchens und einen Brief, den sie sofort zu lesen begann.

Aber wie eine schwere Wolke oft plötzlich die Sonne verdunkelt, so legte sich der Schatten eines großen Schreckens über Ellinor's lächelnde Miene.

Wieder und wieder las Ellinor die mit un­sicherer Hand geschriebenen Zeilen, und ihre Augen öffneten sich weit vor Angst und Staunen. Ein scharfer Ausruf der Enttäuschung entfuhr ihren bebenden Lippen — dann barg sie das ver- hängnißvolle Schreiben in ihrer Tasche, flog nach ihrem Zimmer, ergriff den ersten Hut, der ihr in die Hand fiel, ein breitrandiger mit zartfar­bigen Straußenfedern geschmückter Strohhut, rief einem vorbeigehenden Diener zu, er möge ihrem Vater bei seinem Eintreffen sagen, daß sie sehr bald wieder zurückkäme — und eilte an daS Wasser hinunter, um in ein Boot zu springen. In aller Hast ruderte sie nach der Villa hinüber, schritt über den Rasenplatz — in ihrer schimmern­

vorliegende Entwurf volle Möglichkeit für einen Handelsvertrag mit den Vereinigten Staaten von Amerika offen lasse und durch­aus keine Veranlassung zu Vergeltungsmaß­regeln biete.

Auch in Oesterreich ist die Stimmung sehr schnell umgeschlagen zu Gunsten der Vor­schläge der deutschen Reichsleitung. Dieselbe freihändlerische ,Neue freie Presse', die zuerst in den absonderlichen Schlachtruf ausbrach, auf der Grundlage dieser Zollvorschläge sei eine Er­neuerung der Handelsverträge mit Deutschland unmöglich, ist zu der bessern Erkenntniß gelangt, daß „ein direktes Verhandlungs-Inte­resse Deutschlands aus dem Tarife hervor- leuchtet," daß dieser Tarifentwurf „technologisch vorzüglich gearbeitet ist" und „eine Unsumme von Kompensationsposten schafft", um bei Ber- tragsoerhandlungen darüber disponiren zu können". So weit das genannte Wiener Blatt. Jedenfalls aber ist das Verhandlungs-Interesse in Oesterreich mindestens ebenso groß wie in Deutschland.

Nun vergleiche man mit diesen verständigen Urtheilen des Auslandes die Bockfprünge.unserer deutschen Freihandelspresse: KM KÄMMVÄ

„DaS deutsche Volk muß Lärm schlagen — ruft das freisinnige ,Berl. Tageblatt' aus — gewaltigen Lärm, daß die Mächtigen aufhorchen und erschrecken vor dem Sturme des Unwillens und der Entrüstung, der die Millionen und Abermilltonen bis in das Tiefste zu ergreifen droht. Das Vaterland ist wirklich in Gefahr . . . ."

Hanswurst!

In sehr beachtenswerther Weise äußert sich die .Kölnische Volkszeitung' am Schluffe einer längeren Darlegung in folgender Weise:

„Soll trotz alledem dem Wunsche der Großgewerbe nach dem Abschlüsse von Tarifverträgen auch von der Landwirthfchaft entsprochen werden, so wird man es dieser wohl nicht übel nehmen können, wenn ste sich dagegen sträubt, daß wieder sie eS sein soll, welche die Last zu tragen hätte, wenn nur durch niedrige Be­messung der Zölle auf ihre Erzeugnisse der Abschluß von Tarifverträgen möglich wäre. Wenn diese letzteren Zölle durch Tarifverträge wieder auf die Dauer von zehn Jahren gebunden werden solle», kann man eS den Landwirthe« schwerlich verargen, wenn sie verlangen, daß bei der Bemessung der sie angehenden Zölle auch die künftige Wahrscheinlichkeit zunehmenden Wett­bewerbes deS Auslandes von vornherein mit berück­sichtigt wird, ebenso die seit dem Abschlüsse der derzeit geltenden Handelsverträge eingetretene Verschärfung deS ausländischen Wettbewerbes durch das massen­hafte Auftreten sibirischen und kleinastatischen Getreides auf dem Weltmärkte."

Ueber die Dauer der neuen Handelsverträge wird in der That noch manches Wort zu reden sein!

Drrrtfches Keich«

Berlin, den 31. Juli.

* Der frühere Kultusminister Dr. Masse ist heute Mittag gestorben. Dr. Robert Bosse war am 12. Juli 1832 in Quedlinburg ge­hören; er ftubirte in Heidelberg und Halle, trat als Assessor beim dortigen Kreisgerichte aus dem Staatsdienste, um sieben Jahre als Kammerdirektor beim Grafen zu Stolberg-Roßla zu funglren. In den Staatsdienst zurückgekehrt, wurde er nacheinander Amtshauptmann, Kon-

ben Seide, mit den blitzenden Diamanten und wallenden Federn; wie eine Feenkönigin anzu­sehen — und machte erst an dem langen Fenster des Frühstückszimmers Halt, wo ste Herrn Doktor Wilson im Gespräch mit einer unsichtbaren Person drinnen bewerten konnte.

Eine Miethskutsche mit zwei Postpferden stand vor der Stallthür; der kleine Ponywagen des Rektors hielt an dem vordem Eingang. Trotz­dem machte Ellinor sich keine Sorgen darüber, ob sie vielleicht eine wichtige Unterredung störe, sondern klopfte leicht an die Scheibe und winkte dem Doktor, unverzüglich herauSzukommen. Was ste zu sagen hatte, erlitt keinen Aufschub.

Doktor Wilson zögerte einen Augenblick, viel­leicht um sich bei seinen Besuchern zu entschul­digen, dann öffnete er die Glasthür und trat heraus. Er sah ungewöhnlich erregt aus, aber Ellinor bemerkte nichts davon; sie konnte an nichts Anderes denken, als an die Sache, die sie hergeführt hatte.

„O Doktor Wilson, lesen Sie dieses schreck- liche Ding! Vielleicht —" mit einem Beben der Stimme, das sie vergeblich zu unterdrücken suchte, „vielleicht bin ich gar nicht die richtige Ellinor!"

Der Brief, den sie ihm entgegenhielt, trug auf der Außenseite von Frau Graham's Hand die Worte: „Von Beatrice."

„Antwerpen, März 185 .

Ich schreibe Dir, theuerste Mutter, so lange ich noch dazu im Stande bin, denn immer mehr schwindet mir die Hoffnung, Dich wiederzusehen. Sechs lange Monate wagte ich keinen Brief an Dich zu richten, weil Du mir den letzten unge­öffnet zurücksandtest, aber ich hoffe, daß Dein

fistorialrath • und dann Regierungsrath in Hannover. 1876 nach Berlin als vortragender Rach in- Kultusministerium berufen, wurde er 1882 Direktor der neu errichteten Abtheilung für wirthschaftliche Angelegenheiten im Reichs­amte des Innern, im Oktober 1889 Unter« staatSfekrelär in demselben Reichsamte und 1890 auch Staatssekretär des Staatsraths. Ende 1890 wurde er zum Wirklichen Geheimen Rath mit dem Titel Excellenz ernannt. Die Univer­sität Marburg verlieh ihm 1889 die Würde eines Ehrendoktors. Nach dem Rücktritte des Grasen Zedlitz-Trützschler übernahm Dr. Bosse am 23. März 1892 daS preußische Unterrichts- und Kultusministerium. Aus dieser Stellung schied er Anfang September 1899. Für die

(■Vit ...

Katholiken war Minister Bosse, rote die .Germania- bemerkt, der Mann nut dem sprich- wörtlich gewordenen „Wohlwollen , das sich nur höchst selten in Thaten umsetzte. Thal« sächlich hielt Boffe an dem ganzen Rest ber au« dem Kulturkämpfe „herübergeretteten" staatlichen Gesetzgebung fest. Haben die Katholiken somit nicht den geringsten Grund, dem Verstorbenen hinsichtlich ihrer kirchlichen Interessen etn Lob- lieb ju fingen, so soll boch mcht verschwiegen werden, was Minister Boffe während seiner Amtsführung sdr die Aufbesserung der Lehrer- und Pfarrgehalter und bte Reform beS höheren Schulwesens gethan hat. Minister Boffe war ein gläubiger Prote­stant, ber sich nur schwer daran gewöhnen konnte, daß Preußen ein paritätischer Ttaatset, in welchem die Konfessionen gletchberechttgt sind. Bekannt ist auch das Boffe'sche Wort, baß bte .Staatsämter in Preußen nicht vorzugsweise nach konfessionellen Rücksichten besetzt werden". - Ueber bte letzten Augenblicke beS Verstorbenen melbet ber ,Lok.-Anz.': Schmerzlos unb sanft tfl er mit bem Glockenschlage Zwölf hmüberg^ schlummert. Als bas Ende kam, befand sich feine Tochter int Nebenzimmer. Der Kranke war ruhiger geworden und der W ärter hatte ihn auf einen Augenblick verlassen. Da ber Kranke sich gar nicht rührte, trat bie Tochter an baS Bett unb erkannte, baß der Tod im .Be­griff stand, feinen Bruder, den Schlaf abzulösen. Sie rief die übrigen Familienmitglieder und, umgeben von den Seinigen, that der Kranke den

Groll gegen mich sich jetzt gemindert hat. Ich weiß, daß ich Dich durch meine Heirath furcht- bar beleidigte, unb ich flehe Dich an, vergib mir jene unüberlegte Handlung, bie ich aber nur be­reue, weil ste mich Dir entfrembet Hai, glaube mir, liebe Mutter, nur allein beßwegen. Wenn ich ein langes Leben vor mir hätte, fo könnte ich mir keinen bessern Gatten wünschen, als Paul es ist. Aber meine Tage sinb gezählt, ich fühle deutlich, daß ich ihn halb verlassen werbe, ihn unb meine kleine Tochter. Wenn ich mein Kinb einmal in Deinen Armen sehen konnte, o welche Sorge wäre mir damit vom Herzen genommen! Wir haben unfern Liebling nach Dir Ellinor genannt, unb ich bitte Dich innig, wende dem armen, unschuldigen Geschöpfchen einen Theil Deiner Liebe zu, wenn ich nicht mehr bin. Geliebte Mutter, lebe wohl!

Deine Beatrice."

„Wann und wo sanden Sie dies?" fragte Dr. Wilson unb Ellinor erzählte es ihm. „Dann erfuhren wir beibe ja fast gleichzeitig bte erstaun­liche Neuigkeit," sagte er, „eine merlroürb gere Verwickelung ist mir noch nie vorgekommen!"

„Verwickelung?" wiederholte Ellinor traurig. „Ei,' bas ist doch Alles nur zu einfach. SS war nicht ihres Sohnes Kind, bem Großmama Gra­ham ihre Reichthümer zudachte, sondern bas ihrer Tochter! unb —"

„Unb — was das Merkwürdigste dabei ist, unterbrach sie ber Doktor, „bie betreffenbe junge Dame befindet sich im Augenblick in meinem Hause. Das Beste, was Sie thun können, Fräulein Graham, ist, hmeinzugehen unb mit ihr zu sprechen."