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28. Jahrgang.

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Römische Briese»

, , ■** Neu hinzutretknde Abonnenten er­halten, wenn sie der Expedition (Fuldaer Acnendruckerei, Harmonie) die Postquittung zu­senden, die Zeitung vom Tage der Bestellung an ms Ende Juni unentgeltlich und franko unter Kreuzband.

dränge eine fürchterliche Panik, bei welcher meh» rere kleine Kinder Verletzungen erlitten. Der Stadtrath beschloß daher, daß die Schüler der städtischen Schulen fortan sich nicht mehr an öffentlichen Aufzügen betheiligen dürfen; der Bürgermeister Colonna aberlegte sein Amt als Präfident des Festkomitee'S nieder. Beide Be« schlöffe hätten allerdings lieber vorher als nach­her gefaßt werden sollen. DaS große Feuerwerk wurde gestern zum dritten Male verschoben, wes­halb es zu Rubestörungen auf der Piazza del Popolo kam.

rechtigte Gegnerschaft und ungerechte Verkennung, ehr­liche Feindschaft und blinden Haß. Der Haß aber — hat vor zweitausend Jahren Penkles gesagt am

HD Rom, 17. Juni 1901.

In der letzten Zeit waren wieder einmal be. unrnhigende Gerüchte über den Gesundheits­zustand des heiligen Vaters verbreitet, welche indeffen jeglichen Grundes entbehren. Sie stammten außerdem wieder aus den bekannten römischen Kreisen, welche bereits eine gewisse Virtuosttät tn der Grstndung von Sensations­nachrichten erlangt haben. Leo XIII. hatte aller- dings auch etwas unter der so plötzlich aufge­tretenen Hitze zu leiden, was er übrigens mit allen andern Römer« gemein hatte. — Dis außer­gewöhnlich früh sich einstellende Hitze hat auch die Abreise vieler Fremder beschleunigt und selbst die Italiener denken daran ihre Villeggiaturen aufzusuchea. Unser KöntgSpaar — so heißt es ।

Der Wahlkreis Ottweiler - St. Wendel, dessen Vertreter im Reichstage lange Zeit hindurch

T” iwmmMrmirm

Inwa, Samstag, den 22. Juni 1901

werden auf Wunsch mehrere Tage hindurch kostenlos und portoftei versandt.

nommen.

In Zwickau haben die sächsischen Katho­liken eine allgemeine Versammlung abgehalten. Daß dabei wenig Erfreuliches aus dem eignen Lande Sachsen zu berichten war. wußte man ja leider im Voraus. Thatsächlich gibt es kein Land auf der ganzen Erde, in dem die Katholiken einem solchen Gewissensdrucke ausgesetzt find, wie gerade im König­reich Sachsen. An berichteten Beispielen dafür hat es in Zwickau nicht gefehlt: so beklagte sich der katho­lische Pfarrer in Zwickau, daß für die Fabrikstadt Meerane ein katholischer Gottesdienst nicht genehmigt worden sei, weil — Meerane nahe bei Glauchau liege und dort ja . . . vier Mal im Jahre katholischer Gottesdienst gehalten werde. Das gesuieht in Sachsen, das einen katholischen König hat. Und da gibt es noch immer Leute, die behaupten tobten, der im Reichstage vom Centrum eingebracht« Toleranz-

Wochen-Nrrnöschau

(Nachdruck verboten.)

I — wird bis zum Schluffe des Parlaments i« Rom bleiben, um sodann nach einem vorüber­gehenden Aufenthalt im Schlöffe Stupintgi oder in Racconigi nach Neapel zu gehen und dort im Lustschloß Capodimonte längere Zeit zu restdiren. Die Königin-Wittwe Margarethe hingegen beab­sichtigt schon bald Rom zu verlasse», um zunächst nach Venedig und sodann in die italienische« Alpen zu gehen. — Unter den religiösen oder kirchlichen Festlichkeiten ist besonders die Boni­fatius feier in der Anima, bei welcher der I Franziskanergeneral P. Lauer eelebrirte, der Gottesdienst in der Jgnatiuskirche für die Er­haltung des hl. Vaters, sowie die Feier in der päpstlich»« Kanzlei zu nenne«, bei welcher der Kardinal Parocchi einen Vortrag hielt und ei« vom Papste an denselben gerichteter Brief Der» lesen wurde, welcher sich mit der Erhaltung des Glaubens in Rom sowie mit der protestantischen Propaganda daselbst beschäftigt.

Unsere großen Streiks sind so ziemlich be­endet, dagegen kamen wieder einmal größere Unruhen an unserer königlichen Universität vor, ja es kam sogar zu Scene« des reinsten Vanda­lismus, welche sich nicht mehr mit der bekannten Redensart des südlichen Blutes entschuldige« (offen. Etwa 2—300 dieser Studenten stürmten daS auf Befehl des Rektors geschloffene Thor der Universität, schlugen Thüren und Fenster ein, holten Bücher, Bilder, Stundenpläne und sogar das schwarze Brett herbei und errichteten daraus in einem der Korridore einen riesigen Schetterhaufe«, auf welchem sie eine Karrikatur des Rektors verbrannte«, lieber eine volle Stunde konnte dieser wüste Lärm und diese allgemeine Plünderung dauern, ohne daß behördlicherseits eingegriffen wurde. Uebrigens hat der Unter- richtsminister i« diesem Falle nachgegeben und die Wünsche dieser Vandalen-Studenten prompt er­füllt, die sich auf ExamenS-Angelegenheiten bezogen.

Einen ausgezeichneten Eindruck machte der hochherzige Entschluß der verwittweten Königin ^Margarethe, auf eigene Kosten ein Asyl für die Kinder von Ermordeten zu gründen. Verlor die Königin doch de« eigene» Gemahl | durch Mörderhand!

Vor einigen Tagen war der hier anwesende Kardinal Gibbons, Eqbischof von Baltimore, im Kollegium der Südamerikaner, um einer Auf­führung gregorianischer Gesänge der dortigen Sehola Cantorum beizuwohnen. Der bekannte Komponist, Franziskaner-PaterHartmannvo« An der San, begleitete die Gesänge auf dem Harmonium. Der Kardinal, welcher unser« Lands­mann bat, das Präludium seines neuesten Ora­toriums St. Franziskus vorzuspiele«, hielt darauf eine Ansprache an die Versammelten, in welcher er seinen Dank für daS Gehörte auSdrückte und erklärte, daß er tn Folge des letzten Breve des hl. Vaters an den Bendiktiner-Abt von SolesmeS das Studium und die Pflege der gregorianische« Melodien von nun ab in seiner amerikanischen Erzdiözese nach der Methode der Benediktiner ein- führen wolle, indem er denselben daS höchste Lob spendete.

Das Hauptinteresse der letzten Tage bildete selbstverständlich die Taufe der Prinzessin Jolanda. Die Ceremonie fand im Ballsaale des QuirinalS statt, in welchem ei« Altar aufge­stellt war. Die Taufe vollzog der Oberhof-Kaplai I unter Assistenz des Pfarrers des StadtthetleS, tn welchem der Quirinal liegt. Unter de« Fürstlich, ketten, welche der Ceremonie beiwohnten, befan­den sich die Tante des König-, Maria Pia, verwittwete Königin von Portugal mit ihrem Sohne, dem Herzog von Oporto, die Königin- Mutter von Italien, der Fürst von Montenegro mit Gemahlin und Sohn, die Herzöge von Aosta, der Abruzzen und Genua, der Graf von Turin, die Prinzessin Lätitia-Aosta, sowie die Herzogin von Aosta-OrleanS. Ferner waren die Oberhof- Charge«, der Klerus der palatinifche« Basiliken, die Generalität, die Admirale, die Minister und Unterstaatssekretäre, die Ritter deS Annuntiaten- Orden-, sowie der Bürgermeister und der Stadt­rath eingeladen und erschienen. Am Morgen des­selben TageS fand der Festzug der 7000 Schul­kinder der städtische« Unterrichts -Anstatten statt. Der Zug bewegte sich von der Billa Borghese zum Quirinal, wo der König und sein Schwieger­vater auf dem Balkon erschienen. Leider entstand durch den strömende« Regen und durch daS @e«

X Fulda, 22. Juni.

i Aw letzten Sonntag ist vor dem Reichstage auf oem Königsplatze in Berlin das BiSmarck-Denk- oi enthüllt worden, dessen Enthüllung bereits am m,ntUntJ.a.V^ni)cn sollte, wegen des Ablebens des

]en Wilhelm von Bismarck dann aber verschoben Das Kaiserpaar, gefolgt von mehreren ßanta6”* Prinzessinnen aus dem kaiserlichen auA b';. • m” ,.liet Feier theilgenommen, natürlich toihea'i. ?"lin anwesenden Mitglieder des Bundes- Reickstn» preußische Staatsministerium; der alieder h-J00,1 ^urt^. etwa zweihundert seiner Mit- §ldd>8*anpatmCn,r fln ihrer Spitze der Präsident des hielt berSn.®1» °on Ballestrem. Die erste Ansprache Denkmal fflJaL « Bon Levetzow als Obmann des $ K .um;m Namen des Letzter« das

flirt h Reichskanzler zu übergeben ReichS- bie ech *tEte in einer Rede,

verdient^ürftova et^n Ranges genannt zu werden war nickt wi/Ä: ~ sagte darin der Kanzler —

Feldmarscha« Nebenmann, der

persS^B^/' st-» im reinen Aether un- Löwennatur erftn»^9 Eisende Aar. Er war eine! Kampfe- et ?er Erde im Staube des i

Leidenschaft tu öuletzt nicht aufgehört, mit!

' ■ ' kämpfen, und der Kampf bringt be-1

und an eine unvergleichliche Persönlichkeit. . ." Das ist Geschichte, die Reichskanzler Graf Bülow gesprochen hat, eine vorzügliche Kennzeichnung, gegen die sogar die .Freisinnige Zeitung' des Herrn Ab­geordneten Eugen Richter nichts einzuwenden hat. Der Kaiser hat einen nach seinen Angaben herge­stellten Lorbeerkranz an dem Denkmal niedergelegt. Die Inschrift auf den Schleifen desselben lautet: „Des großen Kaisers großem Diener". Mit dem Reichstagspräsidenten Grafen von Ballestrem unter­hielten sich der Kaiser und die Kaiserin in liebens­würdiger Weise.

Besondere Erwähnung verdient eine Kund­gebung des KaiserS, die dieselbe in der Form eines Telegramms an eine in Boston tagende inter­nationale Versammlung der Vereine christlicher junger Männer richtete. Das Telegramm ge­langte an die Versammlung durch die Vermittlung des Herrn von Holleben, deutscher Botschafter in Washington ; der Kaiser spricht darin seine Genug« thuung darüber aus, daß die deutschen Vereinigungen Antheil an der Versammlung nehmen und drückt den Wunsch aus, die Vereine möchten „Bürger erziehen, gesund an Leib und Seele und mit ernsten Neber» zeugungen, Bürger, deren Leben auf der allein uner­schütterlichen Grundlage des Namens Christi steht, dessen Name über allen Namen ist." Der Drahtgruß des Kaisers wurde mit begeistertem Beifalle aufge-

I Die widerlichen kirchenfeindlichen Kund­gebungen in Frankreich wollen kein Ende nehmen. In Denain bei Lille hielt Erzbischof Sonnois von Cambrai, der dort zur Firmung ein­traf, feierlichen Einzug im bischöflichen Ornate, wie das von jeher so gehalten worden war. Sozial­demokraten besaßen die Frechheit, den Erzbischof zu verhöhnen. Die Polizei nahm das zum Anlässe, nicht etwa bei den Herren „Genossen" Ruhe und Ordnung zu schaffen und einige der Ruhestörer zu der gebührenden Bestrafung zu bringen, sondern dem Erzbischöfe zu befehlen, daß er nicht mehr im Prozesslonszuge sich blicken lasse. Nicht einmal vom Pfarrhause nach der Kirche durfte der Erzbischof die

l Firmlinge führen.

Von Bedeutung ist eine Rede, die der italienische I Minister des Auswärtigen, Herr Prinetti, in der Abgeordnetenkammer zu Rom über den Dreibund hielt. Er pries denselben in begeisterter Weise und bewies, daß auch er aus einem Gegner zu einem überzeugten Freunde des Dreibundes geworden ist, wie alle seine Amtsvorgänger. In Frankreich ist I man natürlich nicht sonderlich erfreut von dieser Sinneswandlung des Herrn Prinetti.

Den Buren in Südafrika geht es so gut, wie es ihnen unter den obwaltendeirUmständen über- Haupt gehen kann. Sie haben den Engländern wieder mehrere Schlappen beigebracht und haben die I Stadt Murrayburg im Kap lande den Engländern weg­genommen. Das wird die Friedeusneigungen in England bedeutend fördern.

Im Lande Böhmen hat großer Jubel ge- herrscht: Kaiser Franz Joseph hat dem Lande a. . . v,—n --- ---- -- । ein Besuch abgestattet, zunächst natürlich der Landes» Grabe der für ihre Altäre gefallenen Athener - ist Hauptstadt Prag, nachher mehreren anderen, nament- von kurzer Dauer, unvergänglich iedoch der Ruhm, lich deutschen Städten, z. B. Aussig und Leitmeritz. Nachdem sich der Staub des Kampfes verzogen hat, In de« tschechischen Landestheilen hat es an lauten leuchtet uns die Erinnerung an ^unerreWe Thaten! Huldigungen fiir den Monarchen sicherlich nicht ge­fehlt. Aber sie waren danach angethan, daß der Kaiser vermuthlich häufig an den alten Satz gedacht hat: Man merkt die Absicht und wird verstimmt. Die Tschechen wollten weniger dem Landesherrn, der übrigens von ihnen nur als „König von Böhmen" I gefeiert wurde, eine Freude bereiten, als vielmehr dabei sich selbst und ihre nationalen Ansprüche heraus­streichen, und zum ersten Mal, seit daS habsburgische Haus besteht, hat ein Bürgermeister von Prag in dem tschechischen Schnürrocke an einem kaiserlichen Prunkmahle theilgenommen. Der Empfang in den deutschen Städten gestaltete sich weit aufrichtiger und herzlicher, und so konnte sich Kaiser Franz Joseph von Aussig mit den bedeutungsvollen Worten verab­schieden, daß ihm dieser Empfang für sein Leben unvergeßlich bleiben werde. Im Ganzen genommen hat aber dieser Kaiserbesuch ganz entschieden zur j Besänftigung der wilden Wogen des deutsch-tschechi­schen Bölkerzwistes beitragen. Dies stellte auch der böhmische Statthalter fest in seiner Rede bei Eröffnung des böhmischen Landtages, dessen Sitzungen gleich­zeitig mit denen aller übrigen österreichischen Land­tage am 17. Juni begonnen haben.

Der doppelte Lustmörder H ilsner, zwei Mal vom Schwurgerichte zum Tode verurtheilt, ist zu lebenslänglicher Kerkerstrafe begnadigt worden. Daß die antisemitischen Blätter daraus Kapital schlagen in ihrem Sinne und sagen, der Schlächterg ehilfe Hilsner sei nur begnadigt worden in Folge des großen Einflusses der reichen Finanzjuden in Wien, ist nicht weiter verwunderlich. Bekanntlich betrachtete man vielfach die Morde, die Hilsner an zwei jungen Mädchen beging, als jüdische Ritualmorde.

Eine ganz vollkommene Niederlage haben bei den längst stattgehabten Neuwahlen für die Provinzstände und für die zweite Kammer die Liberale« in Holland erlitten. Mit ihren Mehrheiten in allen diesen Körperschaften ist es aus. In Folge dessen wird auch daS liberale Kabinet Pierson einem andern Kabinet Platz machen müssen, und dieses nc~®. wird nachher auch die erste Kammer auflösen, um diese ebenfalls durch die Provinzstände neu wählen zu taffen. Nachher werden die Liberalen nut einem Schlage aus allen ihren Mehrheits­stellungen in den Niederlanden verdrängt fein. Dies ™)rt davon her, daß endlich die positiv gesinnten Christen katholischen und protestantischen Bekentnisses sich miteinander für die Wahlen verbunden haben, außerdem davon, daß auch die Holländer in ihrer überwiegenden M ehrheit nichts mehr wissen wollen von den freihändlerischen Grundsätzen der Liberalen. Die Zusammensetzung der neuen Kammer wird sich nach der Erledigung der Stichwahlen genau übersehen lassen, deren nicht weniger als 42 stattzu- flnden haben.

Dir Mmitungnt jn int neuen Hmielmrträgeti

nehmen in der Politik in der nächsten Zeit das größte Interesse in Anspruch. Dazu kommen aus der ausländischen Politik der Burenkrieg, der in letzter Zeit wieder recht interessante Ueberraschungen gebracht hat, und die Wirren in China, deren vorläufiges Ende nahe bevorsteht. Unter solchen Umständen ist das Lesen einer Zeitung, die täglich Über all diese Dinge rasch und zuverlässig berichtet, ein Bedürsniß für Jedermann, der für die Vorgänge auf der Weltbühne Sinn und In­teresse hat.

Anläßlich des Ouartalswechsels laden wir daher unsere verehrten Leser zu recht zahlreichem Abonne­ment ein und richten zugleich die Bitte an sie, uns in der Gewinnung neuer Abonnenten durch Empfehlung in Freundeskreisen nach Kräften zu unterstützen. Um bei dem herannahenden Quartals­wechsel unliebsame Störungen zu vermeiden, ist es gut, wenn man schon jetzt bei den Postanstalten die Bestellung bewirkt.

Die ,Fuldaer Zeitung' mit der achtseitigen Gratisbeilage ,Jllnstrirte Sonntagszeitung' ist das einzige täglich erscheinende Blatt der Cen- trnmspartei in der Diözese Fulda und im Regierungsbezirk Kassel; sie behandelt die neuesten Tagesfragen in allgemein verständlicher Weise. Die politischen Nachrichten sind kurz und über, sichtlich zusammengestellt; den lokalen und provin­ziellen Vorkommnissen wird große Sorgfalt ge­widmet und auf ein spannendes, sittlich reines Feuilleton besonders Gewicht gelegt. Zahlreiche zuverlässige Mitarbeiter in Berlin sowie in der Provinz setzen uns in den Stand, über alle wichtigen Ereignisse bedeutend früher zu berichten als die anderen Blätter hiesiger Gegend.

Durch ausgiebige Benutzung des Fern­sprechers sind wir in der Lage, über alle be- deutende Vorkommnisse in der Welt rasch zu be- richten. Durch Vertrag mit einem der großen Depeschenbureaus haben wir uns die Uebermitte- hing der

wichtigsten Pepeschen ans dem In- und Anstande

gesichert. Diese Einrichtung hat bei unseren Lesern große Anerkennung gefunden und wird in nächster Zeit noch erheblich erweitert werden. Bei beson- deren Anlässen erleichtert die .Fuldaer Zeitung' das Berständniß der Artikel durch 8 o . „,v„

0 Karten nnd Illnstratione«. Q 11 Mcrr. von Stumm"g7wesen ist? hatte"an "dessen toie Ü6etbain)t toeber G-ntw »n* rxT,. I ®tetIe etne Neuwahl vorzunehmen. Der national-

wrdenwennesail SÄ Sne 0eWeut liberale Wahlbewerber, Geheimer Bergrath P r i e tz e, 5 » » zu vervollkommnen, erhieltnur wenig Stimmen mehr als der Kandidat

drkanntmachnngen, sowie die des Centrums, der Landtagsabgeordnete Fuchs, Holzverkäufe, Marktberichte und ähnliche An- I nämlich 15 724 gegen 14958 Stimmen. Die Sozial. w7ir°,D.nf allgemeiner Wichtigkeit werden aus I dernokratie, die es ehedem bereits auf 2000 Stimmen .L/serkreis m Betracht kommenden I un Wahlkreise gebracht hatte, ist mit ihrer (Stimmen. tIl$ ,n bcr 'Fuldaer Zeitung' I zahl bis aus den kläglichen Rest von 106 Stimmen oeropentticht l zusammengeschmolzen. Das ist in erster Reihe dem

RR Dte vollständigen Ziehungslisten der I wohlthätigen sozialpolitischen Einflüsse des Centrums preußischen Klaffenlotter,e werden jedesmal in I i» verdanken. Zum Lohne dafür haben die staat- . unserer Zeitung zum Abdruck gebracht. I lichen Bergbeamten die unerhörtesten Wahl - Mögen deshalb unsere Freunde in Stadt und I beeinflussungen ausgeübt, um Herrn Prietze zum Land dafür sorgen, daß die ,Fuldaer Zeitung I ®ie9,e _|u verhelfen. Die Wahl wird vorn Centrum nicht nur in jedem Wirthshause auflieat 11 angefochten. Die Wahlbeeinflussungen sind so arg, sondern auch in jeder katholischen Familie I an einer Nichtigkeitserklärung der Wahl durch zu finden ist. I den Reichstag nicht zu zweifeln ist.

Eme Berathung über die Kanalisirung des Mains hat vom 12. bis zum 14. Juni in Frankfurt am Main stattgefunden. Es haben Vertreter von Preußen, Bayern, Baden und Hessen daran theilge­nommen, aber ein Vertrag ist nicht abgeschlossen worden. Die Stadt Hanau hat die Vorbedingung ____ 11 "vch nicht erfüllt mit der Verpflichtung, einen Sicher- i

— vrobenummern ■■ ® ""sulegen. Zunächst ist eine besondere

" ------ • Kommission aus bayerischen und preußischen Eisen­

bahnbeamten gebilbet worden, die die Betheiligung der beiden am meisten interessirten Staaten nach- prufeu und berechnen soll. Ueber die Grundsätze ^"^BertrageS hat man sich geeinigt und zwar auf Der Grundlage eines von der bayerischen Regierung aufgestellten Entwurfes. u

Die bayerische Regierung hat einerecht wemg wohlwollende Stellung eingenommen zu einer i außerordentlich berechtigten Forderung, die der I bayerische Episkopat in Sachen der Volks- schule und der Anstellung katholischer Volks- e w er On b*c Regierung richtete. Die Falle find bekannt genug, die die Veranlaffung zu

I „rr,®ln9°b,c des Episkopats waren Katholische Bolksschullehrer gingen protestantische Ehen ein mit ber Verpflichtung der protestantischen Kindererziehung und wurden dennoch, trotz der gegenseitigen, dagegen erhobenen Vorstellungen, im katholischen Schuldienste ! bslasssa, ertheilten nach wie vor sogar katholischen Religionsunterricht. Ein solcher Katholik muß die Liebe zu feinem Glauben und das lebendige religiöse Bewußtsein verloren haben, so daß er zu dem so edlen Amte eines katholischen Lehrers nicht mehr tauglich ,st. Aber die sehr höflich gehaltenen Dar­legungen des Episkopates in diesem Sinne haben keme Gnade gefunden vor den Augen der bayerischen Regierung; dieselbe hat dem Episkopat ablehnend geantwortet, und nun wird nicht» Anderes als Selbsthilfe übrig bleiben, zum Beispiel den katho­lischen Kindern den Besuch des Religionsunterrichtes solcher Lehrer ganz einfach zu verbieten. Das dürfen die bayerischen Katholiken sich nicht bieten lassen!