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mit Zlnterhaltungs Aeikage „Mustrirte Sonntags-Zeitung"

JIS. Ul.

Juk-a, Samstag, den 22. Juni 1901.

————siea.

28. Jahrgang.

Programm

und Illumination am

D

■BS9

Freiburg i. Br., im Juni 1901.

Der Vorstand des CharitasverbandeS:

E Sozialpolitische Hetzjagd?

Seit Jahren schon klagen gewisse Zeitungen, oder deren Hintermänner, über zu viel Sozial« Politik im Reichstage. Dazu gehören vor allen Dingen einige Blätter, die von dem großen indu. striellen Unternehmerthum« abhängig sind, das namentlich durch den Zentralverband der Indu­striellen vertreten wird. Aber ab und zu stoßen auch andere Zeüungen in dasselbe Horn. So meinen gerade jetzt wieder die »Hamburger Nach­richten', aus dem sozialpolitischen Gebiete habe sich ja „eine wahre Hetzjagd ausgeblldet. Reine Parlamentstazung kommt — so heißt es weiter in dem genannten Organ — ohne daß seitens der Regierung ein Gesetzentwurf wenigstens zum Wohle der nothleidenden Rlaffen eingebracht würde, und keine ParlamentSsesfion schließt, ohne daß seitens deS Reichstages in einem Initiativ­anträge mindestens den für die arbeitenden Riaffen so freundlichen Gefühlen deS Parlamentes'Aus. druck verliehen würde." Der Hohn, der in diesen Zeilen zum Worte kommt, schadet nicht denjenigen, die gemeint sind; er wirkt zurück auf diejenigen, die ihn anwenden. Und von einer Hetzjagd kann

Einladung zum 6. Charitastage in Aachen

vom 16. bis 17. Juli 1901.

In der an Heiligthümern und ehrwürdigen Erinnerungen reichen ehemaligen Refidenzstadt Rarls deS Großen, des mächtigen Förderers der Charitas, wird am 16. Juli ds. Js. der sechste deutsche Charitastag eröffnet werden. Aus dem ewig fruchtbaren Boden des katholischen Lebens hervorgesproffen, soll dieses Werk Menschenfreund« liche Gestnnung in ausgedehntestem Maße ver­breiten und den Hilfsbedürftigen aller Art weite Rreise von Woblrhätern erschließen. Zweifels­ohne werden die Charttasfreunde von allen Seiten herbeiströmen, so daß die Aachener Bürgerschaft die Ehre haben wird, sie in großer Zahl in ihren Mauern begrüßen zu können.

Immer mehr bricht sich allenthalben die Ueberzeugung Bahn, daß die Gründung des deutschen CharitasverbandeS einem wirklichen Be- dürfniffe unserer Zeit entsprach. Hier ist der Boden, auf dem viele ftuchtbringende Samen-1 körner der Nächstenliebe ausgestreut, viele Werke der Barmherzigkeit gefördert, viele Thränen un­glücklicher Mitmenschen getrocknet werden können. Soll dies erreicht werden, so müssen aber alle, die dazu in die Lage sind, dem Charitas-Berbande beitreten, um von Züt zu Zeit in großer Zahl zu praktisch organisicten Berathungen zusammen­zukommen, sich enger aneinanderzuschließen, neue Beziehungen anzuknüpfen und ihre vielseitigen Anschauungen wie ihre reichen Erfahrungen im Dienste Hilfsbedürftiger auszutauschen. Es ist daher die Pflicht aller Wohlgesinnten, ein so! zeitgemäßes Ltebeswerk allseitig zu unterstützen. Nur zu oft gehen der wohlangebrachten Wohl« thatigkrit nutzlos Rräfte und Leistungen verloren, die bei systematischer Vereinigung zu zielbewußtem Wirken Großes, dauernd WerthvolleS schaffen können.

Mit aufrichtiger Dankbarkeit gegen den all­mächtigen Geber aller guten Gaben freuen wir Mis desjenigen, was bisher auf diesem wetten Gebiete, insbesondere auch durch Gründung des CharitasverbandeS, geleistet worden ist. Vieles ist geschehen, vieles noch zu thun übrig geblieben.

Ungetrübten Blickes schauen wir hin auf die überaus vielfachen Nothstände der Gegenwart, wie auf die gewaltig großen Aufgaben, die im Bereiche thätiger Menschenliebe noch der Lösung harren, um bessere soziale Zustände herbeizu­führen.

Demgemäß ergeht an alle diejenigen, die dabei mithelsen wollen und können, hiermit die eindringliche Bitte, sie mögen gegen Mitte Juli dieses JahreS ihre Schritte zu der altehrwürdigen Rmserstadt lenken. Aachen wird ihnen eine gast­lich-freundliche Aufnahme bereiten.

Möge Gottes reichster Segen auf den Be- Übungen des sechsten deutschen Charitastages

Aachen, im Juni 1901.

Der Ortsausschuß:

Dr. I. Buschmann, StiftSprobst; PrälatH. Notte- baum, Stadtdechant; PH. Veltman, Oberbürger­meister, Ehrenvorsitzende. — Pfarrer H. Metzmacher, Ehrenstistsherr, I. Vorsitzender. Beigeordneter Dr. ®. Talbot, II.Vorsitzender. Fabrikbesitzer Albert Kern, Schriftführer. Oberpfarrer Dr. Drummer, stellver­tretender Schriftführer. Rentner Joseph Roder- burg, Schatzmeister.

„Mit Nichten, Sir," versetzte der Detektive. „Gr trägt einen Ring, der aus's Genaueste Ihrer Beschreibung entspricht."

„Wer ist eS, wer ist eS?" rief Herr Nugent in größter Ungeduld.

„Ein berühmter Rünstler, Sir; fein Rune ist Rudolf Blanche. Er scheint hoch angesehen und in guten Verhältnissen zu fein, aber das kommt hier nicht in Betracht — er trägt Ihren Ring an seinem Finger und weiß am besten, wie er dazu gekommen."

„Unmöglich!" rief Albert Nugent bestürzt. „Ich kenne Herrn Blanche, vergangenes Jahr verkehrte er viel in meinem Hause." Aber noch während er sprach, durchzuckte ihn der Gedanke an Rudolfs auffallend verändertes Benehmen. Er hatte noch keinen Besuch in Beixtonhaus ge­macht und zeigte sich bei einer gelegentlichen Be- zegnung stets kühl und zurückhaltend. Auch heute übend war er, wohl absichtlich, ihm fern ge- ) lieben, was bei der Menge der Gäste leicht zu bewerkstelligen war.

„Wenn ich Ihnen rathen darf, Sir," begann !rtzt der Beamte bescheiden, „so sprechen Sie so- leich mit ihm, oder bevollmächtigen Sie mich dazu."

„Aber wie kann ich dies? was soll ich zu hm sagen? Herr Blanche ist ein Gentleman, der Freund hochgestellter Personen."

„Doch er besitzt Ihren Ring," wiederholte Herr Warden, „und vermuthlich auch die Haar­flechte. Wenn Sie Beides sich zu sichern wün­schen, verlieren Sie keine Zeit. Sind auch die Juwelen in seinem Besitze, so hat er wohl schon

sagen; zweitausend Pfund waren nicht zu ver« achten, sie waren angestrengter Arbeit werth, und daran ließ es Herr Warden wahrlich nicht fehlen. Es gab keine Diebeshöhle, kein Lager­haus für gestohlene Güter, kein P;andleiherS- laden in der ungeheuren Stadt, die er unbesu i t ließ. Aber nicht die leiseste Spar dieser ge­stohlenen D.nge war zu entdecken.

So verging die zweite Woche, und Albert Nugent's Stimmung wurde immer düsterer und verzweif lter.

In der dritten Woche sand der große Rostüm- ball bei der Herzogin von' Brendon statt. Fwu Donovan hatte sie Einladung abgelehut, aber I Albert Nugent begleitete Rlara dahin, Haupt- sächlich, um seine Gedanken einmal kurze Zeit von dem Verluste abzulenken, den er nie ver­schmerzen zu können glaubte. Ec ahnte nicht, welch' überraschende Eröffnung ihm der Abend i bringen würde.

Die beste Gesellschaft von London war ver« | sammelt. Prächtig gekleidete Damen und Herren I bewegten sich in lebhaftester Unterhaltung in den fürstlichen Gemächern, die sich als eia Wunder der Ausstattungskunst darstellten. Gerade als das glänzende Fest seinen Höhepunkt erreicht, trat ein Lakai auf Albert Nugent zu und über­reichte ihm mit ehrerbietiger Verneigung ein zu- sammengefaltetes Billrt.

„Der Herr, der mir dies übergab, wartet aus Sir, Sir; ich habe ihn in das Arbeits­zimmer geführt."

Hastig öffnete Albert Nugent das Papier und las: I

Jotträge des MäunergesangvereineS Konkordia. (Bei ungünstiger Witterung wird dieses Festkonzert im Zoologischen Garten stattfinden.) »onnerStag, den 18. Juli, Vormittags von 9—12 Uhr wird weitere Gelegenheit zur Besichtigung Aachener WohlthätigkeitSanstalten und Wohlfahrts­einrichtungen, sowie von 11—12 Uhr zu unentgelt­licher Besichtigung deS Münsterschatzes geboten sein.

„Verehrter Herr! Ich habe Nachricht von dem Ring; bitte, gewähren Sie mir sofort eine Unterredung unter vier Augen.

S. Wurden."

In größter Erregmg durcheilte er die Säle und trat in die ruhige, kühle Halle, wo derselbe Lakai seiner wartete.

„Hier ist der Herr," sagte dieser, eine Thür I öffnend, „Sie werden ganz ungestört bleiben."

Herr Warden zeigte eine erfreut wichtige I Miene, konnte aber auch eine leichte Bestürzung I nicht ganz verbergen.

„Sie haben Nachrichten von meinem Ring?" rief Albert Nagent ihm entgegen. „Sagen Sie mir rasch, was es ist."

„Der Ring wurde heute Morgen an dem Finger eines Herrn geseden. Einer der Leute, die für mich die kleinen Pfandleihersgeschäfte be­suchen, befand sich in dienstlicher Angelegenheit im botanischen Garten. Er sah zwei Herren miteinander sprechen; plötzlich zog der eine seinen Handschuh aus, um die Blätter einer Blume zu befühlen, und mein Mann, der sehr scharfe Augen hat, entdeckte den Ring an feinem Finger.

„Bon da an ließ er ihn keine Minute un­beobachtet, bis er nach mir geschickt hatte. Ich war bereits in seiner Wohnung, habe Alles durchsucht, aber keine Spar von den Juwelen gefunden. Ich wünschte mit Ihnen zu spreche», weil der betreffende Herr im Augenblick als Gast in diesem Hause weilt."

„Ein Gast des Herzogs von Brendon?" tief Herr Nugent. „Da muß ein Jrrthum ob­walten!"

1 ganz gewiß nicht die Rede fein. Man denke nur 1 an die längst versprochene Novelle zum Rranken- , Versicherungsgesetz und an die langsame Ent« ! Wickelung dieser außerordentlich wichtigen und ; ebenso nothwendigen Ergänzung unserer sozial­politischen Gesetzgebung: man hoffte daraus be« reits zum Beginn des letzten TagungSabschnitteS des Reichstages; sie hätte, wenn die ÄeichS- regierung eS wirklich so außerordentlich eilig hätte mit den sozialpolittschen Gesetzen, sogar schon bei Beginn der Reichstagsberathungen im Spätherbfte des Jahres 1899 erschienen sein können. Jetzt ist eS sehr zweifelhaft geworden, ob sie im Saufe des nächsten Winters das Tages­licht der Welt erblickt haben wird; und daS soll eine sozialpolitische „Hetzjagd" fein!

Gegen eine Ueberstürzung auf dem sozialpoliti­schen Gebiete würde sich ganz gewiß auch das Centrum verwahren, daS von Anfang an die Führung auf diesem Gebiete übernommen und in dieser Führung stets sich glänzend bewährt hat. Denn es ist in der That beffer, daß solchen außer- ordentlich wichtigen Dingen die genauesten und gewissenhaftesten Erhebungen und Erwägungen vorangehen, ehe sie in die parlamentarische Be­handlung genommen werden, als daß flüchtige Arbeit auf unsolider Grundlage gemacht wird. Aber derlei ist noch nicht ein einziges mal vor- gekommen. Auf der andern Seite dagegen erhebt sich ein gewaltiger Berg von sozialpolitischen Be­dürfnissen und Nöthen, die alle noch Abhilfe in der Folgezeit finden müffen; und wenn man die Massenhaftigkeit dessen ermißt, was noch nicht erledigt, unbedingt aber im Laufe der Zeit Er­ledigung finden muß, bann empfindet man ganz naturgemäß den lebhaften Wunsch nach noch etwas mehr „Hetzjagd". In der Hausindustrie herrschen vielfach Zustände, die gerade bejammernSwerth find. Der Mißbrauch der Rinderarbeit schreit an vielen Orten zum Himmel. Das traurige Rapitel von der weiblichen Arbeit in Fabriken wird schon so lange besprochen und erwogen, daß jedes poli­tische Rind es auswendig hersagen kann; und doch ist gegen diese Mißstände noch nichts geschehen. Dann steht im Hintergründe der großartige Plan von der Versicherung der Wittwen und der hinter­lassenen Rinder von Arbettern und solchen Leuten, denen die Reichsversicherungen Überhaupt offen stehen, und außerdem sieht man kleinere sozial­politische Fragezeichen, wohin man nur blicken mag. Wie könnte ein Mann, der noch ein warm fühlendes Herz in der Brust hat, stumm und tatt mit verschränkten Armen thatenloS stehen bleiben und den Blick kalt abwenden von allen den vielen und großen sozialpolittschen Erfordernissen, die mit Gewalt um Abhilfe schreien?

Daß wir auf dem rechten Wege find mit unserer Sozialpolitik, beweisen unS nicht nur die zwar kurzen, aber guten Erfahrungen, die wir bisher selbst mit unseren Gesetzen auf diesem Gebiete gemacht haben. Die Anerkennung deS Auslandes nicht nur, sondern auch daS Bestreben anderer Staaten, unser Beispiel nachzuahmen, beweisen uns dasselbe. Gerade in diesen Tagen erst, bei der Berathung des Arbeiterinvaliden« Gesetzes in der französischen Abgeordnetenkammer, hat der sozialdemokratische französische Minister für Handel und Gewerbe, Herr Millerand, zur Beschämung seiner deutschen Parteigenossen, auf

Karl Trimborn (Köln): Die Pflichten der höheren Stände auf dem Gebiete der Charitas und der sozialen Thätigkeit. 4. Schlußwort deS Vorsitzenden.

Montag, den 15. Juli, Nachmittags 3 Uhr,, . -

im Städtischen Kurhause an der Kurbrunnenstraße Abends 8 Uhr: Festkonzert (Aachen-Burtscheid): Sitzung deS westdeutschen Mäßig- Elisenbrunnen. — Borträge bei keitsauSschusseS des CharitasverbandeS.

Nachmittags 5 Uhr: ebendaselbst Berathung deS Vorstandes des CharitasverbandeS, der Diözefan- referenten und des OrtsauSschuffes.

Abends 8 Uhr: ebendaselbst zwanglose Zusammen« _ kunft mit Begrüßung der Gäste.

DrenStag, den 16. Juli, Vormittags 9 Uhr: _ Feierliches Hochamt in der Münsterkirche.

Vormittags 10 Uhr: Generalversammlung des CharitasverbandeS und berathende Versammlung im Städtischen Kurhause an der Kurbrunnenstraße: 1. Eröffnungsansprache deS Vorsitzenden deS Ortsausschusses. 2. Begrüßung der Versammlung seitens des Ehrenvorsitzenden Ober­bürgermeister Beltmann. 3. Geschäftsbericht des Verbandsvorfitzenden Geiftl. Rath Dr. Werth mann Ereiburg i. B.). 4. Rechnungsablage des KasfirerS Dr. Krebs (Freiburg i, B) 5. Neuwahl der Aus- schußmitglieder des Verbands (§ 10 der Verbands- I Satzungen). 6. Beigeordneter Dr. Talbot (Aachen):

Wohlthätigkeitsanftalten und Wohlfahrtseinrichtungen in der Stadt Aachen. 6. Pros. Dr. med. Sß e f etw r (Aachen): Die Bekämpfung der Trunksucht in ihrer charttativen und sozialen Bedeutung.

Nachmittags 4 Uhr: im Städtischen Kurhause an der Kurbrunnenstraße: Berathende Bersamm« lung: Frauenfrage. 1. Fabrikbesitzer Albert Kern (Aachen): Hauswirthschaftltche Unterweisung schulentlassener Mädchen aus dem Arbeitscstande. 2. Fräulein Hoffmann (Odenkirchen): Der Haus- haltungsunterrtcht der katholischen Lehrerinnenvereine. 8. Freifrau Dorette von Schenk zu Schweins­berg in Rieder-Ofleiden: Wirthschaftliche Frauen- schulen zur Heranbildung von Frauen und Jung­frauen besserer Stände für soziale Hilfsarbeit. 4. Landrath Brandts (Düffeldorf): Die Ausbildung ländlicher Krankenpflegerinnen. 5. Fräulein Fogt (München): Mädchenschutzvereine und BahnhofS- mission.

Abends 8 Uhr: in der Festhalle deS Zoologischen GartenS: Allgemeine Versammlung. 1. Prälat Dr. BelleSheim (Aachen): Die Kranken­pflege m den Wohnungen der Armen und daS ge­meinnützige Wirken der Aachener Armenschwestern vom hl. Franziskus. 2. Professor Dr. Schröder (Münster i. SB.): Die Mitwirkung der Frauen auf sozialem und charitatioem Gebiete. 3. P. Bona­ventura O. Praed. (Berlin): Wie kann von Unbe. mtttelten Wohlthätigkeit auSgeübt werden?

Mittwoch, den 17. Juli, Vormittag« 9 Uhr: im Städtischen Kurhause an der Kurbrurn-enstraße: Berathende Versammlung. 1. -r._ Rem. Förster O. S. B. (Maredsous): Die Cv-ritas in Belgien. 2. Landgerichtsdirektor Schmiy (Düssel­dorf): Die Mitwirkung katholischer Vereine zur Aus­führung deS FürforgegefetzeS. 2. Dr. med Blum (M.-Gladbach): Ueber die gesundheitliche und ft tliche Bedeutung der Wohnungsfrage mit besonderer Be« rückfichtigung der Bekämpfung der Tuberkulose alS Bolkskrankheit.

Zwei Winge.

Frei nach dem Englischen von «. Michola.

26 ------ (Nachdruck verboten.)

„Rönnen Sie mir den Ring genau be« fdjreibei», Sir?" fragte der Beamte.

Fist hätte Albert Nugent gelächelt über diese Frage. Ob er den Rinz beschreiben konnte! Er lhat nicht allein dies, sondern fertigte auch eme genaue Zeichnung desselben an

„Darnach könnte ich ihn leicht erkennen," bemerkte Herr Warden befriedigt. „Sie dürfen k ^in, Sir, daß die Wiedererlangung oes Rästchens hauptsächlich von diesem Ringe abhangen wird, denn mir scheint, daß es der

Gegensinn!» ist, den Sie mit Bestimmt- yeit als Ihr Eigenthum erkennen würden. aZ-nx! t Besorgniß ist nur, daß der Dieb 8 deswegen den Ring vernichten könnte." aenomLr feine Worte gern zurück-

<• al$ er deren Wirkung auf Herrn Word-» nmfiVaL derselbe war todtenbleich ge- Stirn ' 9 oß? Schweißtropfen standen auf feiner

Etwas nicht!" rief er erregt.! jener Ring für mich ist.

SBatbTn'* Mund geben, Herr ■

tausend"' fic von dem Ring, zwei-

Ä mir roieberbringen. I

den sr,® ® Iswe.en — denken Sie nur an |

$et Beamte ließ sich dies nicht zweimal!

58 1 Vl*?5 1 ist Gelegenheit zu unentgelt­

licher Befichtigung deS Münsterschatzes geboten.

Mittags ! Uhr: Gemeinsames Festmahl im Stäbtischen Kurhause an ber Kurbrunnenstraße. (Preis bes trockenen Gebeckes 3 Mark. Anmeldungen dazu müssen spätestens biS Dienstag Abend erfolgt

Nachmittags 3 Uhr: Ebendaselbst Bersamm- lung der Borständr derLadengehilfinnen- Bereine.

Nachmittags 3 bis 5 Uhr: Befichtigung von Aachener WohlthätigkeitSanstalten unb Wohlfahrts­einrichtungen (unter Führung).

Nachmittags 6 Uhr: 'Allgemeine Versammlung in des Zoologischen Gartens: 1. Geiftl. Rath Dr. Werthmann (Freiburg i. B.): Wie können bte Bestrebungen des Charitas-Verbandes am wirksamsten gefördert werden? 2. Amtsgerichtsrath (Esten): Kritiklose Wohlthätigkeit und örtliche Organisation charitativer Bestrebungen. 3. Reichstags- und Landtagsabgeordneler Justizrath

Msgr. Erzblschöfl. Geiftl. Rath Tr. Werthmann, Borfitzender. Landtagsabg. Oberamtsrichter Arm­bruster, Stellvertreter des Vorsttzenden. Bankier Dr. E. KrebS, Kasstrer. UniversttätsprofeflorDr.Heiner, Päpstl. Hausprälat, Dr. med. Gassert, prakt. Arzt, Superior Karl Mayer, Päpstl. Ehrenkämmerer, Rechtsanwalt Mürbe, Reichstagsabg. alS Beisitzer.

Bemerkungen: 1. Ein Auskunft?- und Woh- nungsnachweiS-Bureau wird fich während der Festtage im KarlShause (Zimmer Nr. 80) befinden. 2. Daselbst werden folgende Eintrittskarten ausgegeben: ») Karten zu 8 Mr, gütig für alle Versammlungen deS Charitas- lageS, mit Anrecht auf einen reservirten Platz; b) Karten zu 2 Mk., gütig für alle Versammlungen, ohne Anrecht auf einen reservirten Platz; c) Tageskarten zu 1 Mk., gütig für die Versammlungen des betreffenden TageS. — Die unter a und b erwähnten Karten berechtigen auch zur Theilnahme an dem Mittwoch, den 17. Juli, AbendS 8 Uhr stattfindenden Festkonzert am Eltsen- brunnen. — Die Mitglieder deS CharitasverbandeS be­dürfen keiner Eintrittskarte. 3. Anmeldungen zur Ver­mittlung von Wohnungen möge man thunlichft früh­zeitig an Herrn Adolf Klinkenberg (Jakobstr. 15) richten. — Alle auswärtigen Charttasfreunde, die an der Versammlung theil zu nehmen beabsichtigen, werden gebeten, unter erwähnter Adresse dem Ortsausschuß da­von vorher Kenntniß geben zu wollen.