Fuldaer
J2 138,
JuLöa, Mittwoch, den 19. Juni 1901
28. Jahrgang.
ist mit einer Mark flüchtig arm wie eine
Summe von zweihunderttausend gegangen und ich bin nun so Kirchenmaus."
„Ihr Vermögen verloren?"
Gedanken eingegeben hat, faßt dieser um so tiefere Würze! in uns, je mehr wir ihn zu verscheuchen uns bemühen. So war es auch bei Fritz, so daß er schließlich selbst Lust dazu bekam, die Probe zu versuchen.
Kurz, es wurde ausgemacht, daß Max seinen Freund im Caf« Wittelsbach erwarten und Fritz sich alsbald zu seinen künftigen Schwiegereltern begeben würde.
Beide trennten sich auf dem Bahnhofsplatze.
n.
Als Fritz wieder allein war, setzte er seinen Weg nach der Lindwurmstraße, in welcher Bertha wohnte, fort, aber je näher er seinem Ziele kam, desto mehr fühlte er eine gewiffe Bangigkeit in sich erwachen.
Bor dem Hause seiner Braut angekommen, blieb er längere Zeit unschlüssig stehen, aber die Eigenliebe riß ihn fort. Schnell trat er ein, stieg hastig die drei Treppen hinaus und läutete. Fast hörbar schlug sein Herz in der Brust und seine Hand zitterte ein wenig, als Jemand kam, um ihm zu öffnen.
Die Familie war gerade im Wohnzimmer versammelt.
Der Vater schlief in seinem Armstuhle, seine Zeitung auf den Knieen, die Mutter stickte, Hedwig häkelte und Bertha spielte Klavier.
„Was haben Sie denn, Fritz, Sie scheinen ja in ganz übler Laune zu sein?" fragte die Mutter theilnahmsvoll.
Fritz raffte seine» Muth zusammen und antwortete:
„Ja, ich bin in sehr trüber Stimmung, und Sie werden es begreiflich finden, wenn Sie Keuntuiß haben von der Hiobspost, die ich Ihnen überbringe."
„Wie Sie sich erinnern werddn," fuhr Fritz fort, „habe ich Ihnen schon einmal gesagt, daß ich mein ganzes Vermögen bei meinem Notar deponirre. Erschrecken Sie nicht, wenn ich Ihnen sage, daß dieses Vermögen verloren ist, denn mein Prinzipal, ein Mann, der allseits sich der höchsten Achtung erfreute und den ich nie
« MfM, »nahm« der
Dir Probe.
i.
ES war gegen acht Uhr Abends, als Fritz Roden, Buchhalter eines Notars i» München, sein Zimmer verließ, nachdem er sich zuvor eine Cigarre angesteckt und noch einen flüchtigen Blick in den Spiegel geworfen hatte, um sich zu überzeugen, ob alles an ihm in bester Ordnung sei. Nicht lange schlenderte er, nachdenklich und den Rauch seiner Cigarre in die Abendluft blasend, als er plötzlich ein Klopfen auf seiner Schulter verspürte.
„Ah, wirklich täuschte ich mich nicht, Du bist es, Du mein lieber Fcitz! Kennst Du mich noch, Deinen alten Freund Max?"
„Ja, was wäre denn das, wo kommst Du her, wo hast Du Dich Herumgetrieben seit unferm letzten Beisammensein vor Jahren? Du siehst ja ganz verändert aus, fast hätte ich Dich nicht mehr erkannt. Wie geht es Dir, altes Haus?"
„Ich habe bis jetzt mehr schlimme als gute Tage gesehen, so daß ich genug habe an diesem Dasein. Ich glaube an nichts mehr und bin Überzeugt, daß es auf der Welt ein Glück gar nicht gibt."
„Was sagst Du da? Du bist sehr im Jrr- thum, mein hebet Mox."
„Bist Du etwa glücklich?"
„Vollständig glücklich!"
„Ah bah! daran glaubst Du selber nicht. Und wenn, so sag mir doch wieso?"
„Mein Lieber," begann Fritz, „ich bin glück, lich, weil ich liebe; glaube aber ja nicht, daß es blos eine tändelnde Liebe sei, den» ich will mich verheirathen."
„Sprichst Du wirklich im Ernste?"
„In vollem Ernste — in zwei Monaten wird Dein Freund Fritz der Gemahl des schönsten und bravsten Mädchens der Welt sein! Doch Du lachst!"
„Wenn man da nicht lachen müßte."
„Bertha — sie heißt Bertha — zählt zwanzig Jahre; sie ist überaus schön '. . ."
„Spielt Klavier, singt sentimentale Liebes- lieber und spricht englisch und französisch."
„Woher weißt Du daS?" fragte Fritz ganz erstaunt.
„Woher ich das weiß? Gilt denn daS nicht von allen modernen heirathsfähigen Fräulein? Wer sind ihre Eltern?"
„Der Vater ist ei» pensionirter Beamter ..."
„Strenges Gesicht, auf dem Scheitel noch einige weiße Haare, ebensolchen spärlichen Backenbart, trägt eine goldene Brille, einen steifen schwarzen Hut, ist auf eine Zeitschrift ernsten Inhaltes abonnirt und schläft nach dem Mittag- essen lesend ein."
„Schau, schau, wie Du alles so genau weißt."
„O, es find alle penfionirten Beamten gleich. Was die Mama anbelangt, so wird fie eine hübsche und erträgliche Schwiegermutter abgeben, nicht wahr? Ist das die ganze Familie?"
„Nein, Bertha hat eine Schwester Namens Hedwig, diese ist achtzehn Jahre alt und ein gutherziges aber bedeutungsloses Mädchen."
„Das ist mir erklärlich. Man läßt sie in einem Winkel, bis die ältere verheirathet ist. Ach, armer Freund, sei meines innigsten Beileids versichert."
„Beileid? Dagegen protestire ich!" rief Fritz.
„Wenn Du darauf Dein Glück setzest, beneide ich Dich nicht."
„Aber sie liebt mich, Max . . ."
„Du gefällst mir, Fritz, wenn Du sprichst," antwortete Max lachend. „Willst Du Dich auf eine Probe eintaffen? Du gehst doch diesen Abend zu Deiner Braut, nicht wahr? Gut, finde Dich dort in Erregung, bleich, verstört ein und erzähle vor der ganzen Familie, daß Dein Prinzipal mit einer großen Summe Geldes flüchtig gegangen sei und Du nun um Dein Vermögen und Dein tägliche« Brod gekommen wärest. Du wirst sehen, wa» da« für eine Wirkung hervorbringt, und mir davon Nachricht geben."
Fritz wollte zuerst nicht darauf eingehen, er war überzeugt von der uneigennützigen Liebe Bertha«.
Aber wenn der Versucher un« einmal einen
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gnb Bestellgeld in Elba und aufl- rtSlM.öSPs.
einer so schändlichen Handlung, wie er begangen hat, fähig gehalten hätte, et
„Wäre ein Blitzstrahl mitten, in das Wohnzimmer gefahren, er hätte keine so niederschmetternde Wirkung hervorgebracht als dieses Geständniß. Der ehemalige Beamte sah seine Frau mit tief betrübten Blicken an, diese blickte auf Bertha, und Bertha starrte thränenden Auges in das Leere.
„Sie können sich von meiner Trostlosigkeit wohl einen Begriff machen," fuhr Fritz fort.
„Aber ich fühle Muth in mir! Heute Nachmittag besuchte ich einen meiner Freunde, Bureauchef in einer Bank, der mir eine Stelle mit achtzehnhundert Mark Jahresgehalt versprochen hat. Du lieber Himmel, daS Leben wird im Anfang hart sein! Doch wenn ich wacker arbeite —
Der arme Fritz erwartete Liebesbezeugungen, man bedauerte ihn, das war AlleS! Bertha nahm selbst einen trockenen Ton an, der ihm wehe that, ihm, der sie so sehr liebte, sie mit ihren großen blauen Augen, ihrem Lächeln, das ihm gestern noch so süß erschien, und ihrem schönen goldblonden Haare! — Mox hatte also recht?
„Bertha," sprach der ehemalige Beamte, „vergiß nicht, daß Du einen Bries zu schreiben hast — Hedwig, begleite Deine Schwester."
„Ja, Vater."
„Bertha!" rief Fritz, der nahe daran war, die reine Wahrheit zu sagen.
„Auf Wiedersehen, Fritz," erwiderte das junge Mädchen mit kühlem Gruß.
Dann verschwand sie mit ihrer Schwester Herwig, welche sich heimlich eine Thräne aus dem Auge wischte.
Der einstige Beamte schien in großer Verlegenheit; er befragte feine Frau mit dem Blicke.
Diese schien zu sagen: „Einen Schwiegersohn mit achtzehnhundert Mark? — Niemals!"
Als Fritz sah, was sich zutrug, chat et sich Gewalt an und schritt bet Thür zu.
„Muth gefaßt, mein lieber Herr Roden!" sagte ihm der Vater Bertha'S, indem er ihm die Hand drückte. „Und nun leben Sie wohl. Wit werden uns längere Zeit nicht mehr sehen, da wir morgen eine feit Langem projektirte Reise inS Gebirge «»trete». Nach unserer Rückkehr werde ich Ihne« gleich schreiben."
in.
Der atme Butsche, den bet Zorn anzuwandeln begann, stürmte davon. Hastig bestieg
U fk« JxjtMtf J. p«»3<Uc» tx Suita. mit Nnterhaktungs-Anlage „Muflrirle Sonntags-Zeitung" •"*
Eine Eisenbahn aus den Montblanc.
Noch befindet sich der Eisenbahnbau nach dem Kipfel der Jungfrau in seinen ersten Anfängen — e« ist zunächst nur eine kleine Strecke dem Verkehr übergeben —, und schon ist man der Absicht näher getreten, nach dem Gipfel des höchsten ; Serge« der Alpen, dem Montblanc, eine gleiche Serbindung herzustellen. Auf Veranlassung des französischen Unternehmers Saturn in Fabre »ar Anfang der Jahres eine Kommission zusammengetreten, welche die Möglichkeit eines I solchen Baue« prüfen sollte. Dieselbe hat sich nach [ eingehender Besichtigung de« Geländes vom technischen Standpunkt für die Möglichkeit einer Ausführung ausgesprochen und hat deshalb nun, eben- ! falls auf Veranlassung des genannten Unternehmer«, damit begonnen, die Einzelheiten festzustellen, besonder« unter Berücksichtigung der auf- liegenden Eismaffen, der Gletscher usw.
Die gesammte Strecke zerfällt, wie die Monatsschrift .Himmel und Erde' berichtet, in drei Lheile: eine freiliegende Anschlußbahn, einen unteren und einen oberen Tunnel. Die erstere beginnt auf dem Gebiet der Gemeinde Hauches, dicht an der Bahnlinie Sallauches—Chamounix, und geht auf dem linken Hang des Arve-Thale« »aufwärts bis zu dem ungefähr 1100 Meter über dem Meeresspiegel liegenden Dorf Taconney. Kurz hinter diesem Ort beginnt der untere Tunnel. Dieser mußte in einem der zum Centralmassiv miporsührenden Grate angelegt werden, und bot es hierbei besondere Schwierigkeiten, daß in Folge der Dicke de« auflagernden Eises und Schnees der Verl-uf dieser nur nach einzelnen aus dem Ei- hervorragenden Felspartieen festgestellt werden konnte. Die Untersuchungskommission war der Ansicht, daß der einzige Grat, der einen soliden Bau gestattet und in Rücksicht auf die Eismaffen eine vollständige Sicherheit bietet, derjenige ist, der von dem Thal von Chamounix ausgehend auf dem linken Ufer des Gletschers Taconney nach der Spitze des Groß-Buchar auf dem Aiguille du Gouter ansteigt. Die Ausführung dieses Tunnels bietet keine besonderen Bauschwierigkeiten, dagegen ist e« sehr günstig, daß an verschiedenen Stellen ein Heraustreten an die Oberfläche statifinden kann, denn einmal ist es aus diesem Grunde möglich, die Arbeit sofort an mehreren Stellen zu beginnen, und zweiten« gestatten diese Oeffnungen nach Fertigstellung der Bahn den Reisenden Ausblicke auf die prächtigen Schneeberge des Montblanc. Dieser Tunnel, der eine Länge von 5,4 Kilometern hat, endet auf einer Höhe von 3843 Meter. Im Anfang ist die Steigung etwa» stark, wird jedoch von der Mitte an geringer. Auf dem oben erwähnten Gipfel des Aiguille du Gouter soll ein Hotel eingerichtet werden, um den Reisenden zu gestatten, sich dort mit allen wünschenr- werthen Bequemlichkeiten aufzuhalien. Diese Station soll der Ausgangspunkt von Anlflügen nach den Gletschern werden.
Der obere Tunnel zerfällt wiederum in zwei Theile: der erste führt unter dem Dome du Gouter hindurch, hat 2,4 Kilometer Länge und endet an dem auf 4363 Meter hoch liegenden Monlblanc- Obseroatorium. Von hier au« geht der zweite Abschnitt de« oberen Tunnel« an dem Stande de« großen Plateau« in dem Grate hin, der die oberste Gletscherparthie an der Nordseite der Montblanc- Spitze umsäumt, unter den Rocher» des Bosses dahin und endet bei den Petit Rochers Rosiges in einer Höhe von 4580 Meter über dem Meer, eine Erhöhung, die schon zum Theil duich das Observatorium Janßen eingenommen wird. Die Station ist unterirdisch und aus Ab- theilungen zusammengesetzt, welche die Einrichtung von Hotels, Restaurants u. f. w. gestatte» sollen. Was nun den Bau dieses oberen Tunnels anbetrifft, so galt es besonders, Vorkehrungen zu treffen, um die Schwierigkeiten verschiedener Art du überwinden, welche bei der Durchqüerung dieses Abschnitts entstehen. Dieselbe» haben ihren Grund in der Verdünnung der Luft in vresen Höhen und in der außerordentlichen Er- müdung, welche die physische Arbeit hier »er- ursacht.
,Die Bahn auf der Montblanc-Spitze Ittöp enden zu lassen, war unmöglich, weil der dortige Felsboden immerwährend unter einer starken Eisdecke vergraben ist. Auch die 110 »tetet höher liegende Spitze des PetitS Moulets wnnte nicht als Endpunkt in Ausficht genommen da der senkrecht stehende Schiefer eine zu kleine Baufläche bot. ES wird angenommen, die 220 Meter bis zur Spitze auf dem »u und auf hartem Schnee bequem
J »urückleaen könne», oder man plant btt Erbauung einer Drahtseilbahn bis
Permifchtes.
• Di« Nriganl«« in Italien werden mit der ersten Sommerhitze lebendig. Das hängt damit zusammen, daß sich bei Beginn der heißen Jahreszeit die reichen Italiener aus ihre Landgüter begeben und dadurch den Briganten Gelegenheit zu Raubanfälleu bieten. Vor einigen Tagen hatte der reiche Grundbesitzer Passalacqua seine Villa bet Trapani bezogen. Am 3. Juni kehrte er mit seiner »emahlm noch einmal in die Stadt zurück. In der Zwischenzeit überfiel eine 30 Manu starke Räuberbande die Billa, tödtete einen Diener, machte die andern wehrlos, raubte, was nur irgend zu rauben war, und fchlrppte schließlich den einzigen, erst neun« jährigen Sohn des Signor Passalacqua mit Fort. AI« Lösegeld für den Knaben fordern die Räuber 10000 Lire. Die ganze bewaffnete Macht der Provinz Trapani ist auf der Suche nach den Briganten, doch fehlt bisher jede Spur von ihnen.
* Hrdnnng-rievend. Kanzleirath: „Ordnen Sie, bitte, diese Briefe alphabetisch und werfen Sie dieselben dann in den Papierkorb!"
* galant. Professor (der sich rastren lasten will, zum Gehilfen, al« eine Dame eintritt): „Ach bitte, rastren Sie nur erst die Dame!"
er einen eben heransahrenben Trambahnwagen unb fuhr nach bem Cafe Wittelsbach.
„Ach, mein lieber Freund! welches Unheil!" rief er, indem er Max auf die Straße zog, „man hat mich fast vor die Thüre gefetzt! —"
„Unb Bertha?"
„Sie hat mich sogar verlaffen, ohne mir bie Hand zu reichen!--Nicht ein tröstendes
Wort der Liebe fand sie für mich, nicht einen warmen Blick hatte sie für mich--nichts!"
Unb Fritz erzählte den ganze» Hergang aus bas Eingehendste, schilderte die durch das Ge- ständniß heroorgebrachte Wirkung und that auch des in Aussicht gestellten Brieses, sowie der vorgeblichen Reise Erwähnung.
„Aber beim Kuckuck, wohin führst Du mich denn?" fragte Max, als Fritz zu sprechen aufgehört hatte.
„Nach meiner Wohnung, Du mußt mir einpacken helfen, denn ich reise morgen in aller Frühe ab."
„Du liebst also Bertha noch. Unglücklicher!" „Nein, ich schwöre Dir, daß ich sie nicht mehr liebe, meine Liebe zu ihr ist für immer erloschen. Nur ist es nothwendig, daß ich ei» neues Leben beginne."
Kaum waren beide in das Zimmer eingetreten, als an der Thüre geklopft wurde. Auf das „Herein" erschien der Briefträger mit einem Briefe in der Hand, den er Fritz Überreichte. Nachdem sich dieser die Adresse besehen hatte, welche, wie an den zarten Schriftzügen zu erkennen war, von einer Damenhand geschrieben, öffnete er das Kouvert unb las:
„Mein lieber Flitz!
Morgen verlasse ich für einige Zeit München, aber ich kann nicht abreifen, ohne Dir zu sagen, welch' tiefen Schmerz mir Dein Unglück verursacht hat. Arbeite unb hoffe, denn es gibt im Leben etwas, das einen ungleich höheren Werth besitzt, als das Geld! Ich sende Dir eine verwelkte Blume, die Dir Glück eintragen wird, obschon fie von einem Mädchen kommt, dem Du nie Aufmerksamkeit geschenkt hast.
Jnnigst grüßt Dich Hedwig." „Nun, was hast Du denn?" sprach Max, indem er seinen Freund ansah, „Du weinst ja gar?"
„Ja,--es ist dumm, aber ich vermochte
bie Thränen nicht zurückzuhalten. Da, lies und gestehe, fie hat ein edles Herz!"
„In der That!" versetzte Max, als er den Brief gelesen und die Blume wieder in das Kouvert gesteckt hatte, „das wiegt den ganzen Verdruß auf, den Dir bie Familie bereitet hat. Sie liebt Dich, die edle Maid, schade, daß fie häßlich ist."
„Wie, häßlich?" wendete Fritz ein, „wer hat Dir das gesagt?"
„Du selbst."
„Verzeihe, ich habe gesagt, „ein bedeutungsloses Mädchen," und ich bereue es. Sie liebt mich, das arme Kind, und ich habe das gar :.:cht wahrgenommen!--O ich Dummkopf!"
Fünf Minuten später trat Fritz wie ein Sturmwind in das Zimmer, welches er vor einer Stunde so traurig verlaffen hatte, unb sich an den ehemaligen Beamten wendend, der sich allein befand, sprach er:
„Mein Notar ist nicht flüchtig gegangen, die Nachricht war falsch, ich bin also nicht ruinirt, unb ich habe bie Ehre--“
„Aber setzen Sie sich boch, mein lieber Fritz, ich will Bertha herbeirufen--"
„Nein, nicht Bertha, wir haben uns beide getäuscht, wir lieben uns nicht! Ich habe die Ehre, Sie um die Hand Hedwigs zn bitten."
„Wie, ist es jetzt Hedwig?" versetzte der Papa ganz bestürzt. „Doch ich erblicke hierin keine Unannehmlichkeit, weil Sie nicht ruinirt sind!--"
zur Spitze unb will diese wenigstens in der Hauptsaison betreiben.
Die Länge ber ganzen im Tunnel zu durchfahrende» Strecke beträgt 10 Kilometer. Die Kosten sind auf 21 Millionen Francs veranschlagt. Die Bahn soll als elektrische Zahnradbahn gebaut werden. Die Wagen sind Automotoren, die den Strom auS einer seitlichen Schiene erhalten, auf welcher metallische Besen entlang streifen. Um den Strom hervorzurufen, sollen die Waffer der Arve benutzt werden. Theilweise wird versichert, daß die Reisenden schon im Juli 1902 bis zum Aiguille du Gouter vermittels der Bahn gelangen können.
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Rabatt gewährt.