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28. JahrgMg.
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Sie hatte fürwahr andere« zu denken, als sich
kümmern, die Angelegenheit mit Carneri war wohl
L pfänd, nicht auch Sünde? Ihr Opfer in Demuth ?■ und liebevoller Gesinnung zu bringen, hatte ihr * Beichtvater ihr eingeschärft, — wie wenig hatte V sie die Mahnung bi« jetzt beachtet! Ein großer I Entschluß ist schnell gefaßt, aber die Konsequenzen, l die er nach sich zieht, die unzähligen Nadelstiche | des täglichen Lebens, die er im Gefolge hat, ergeben zu tragen, darin zeigt sich erst der wahre
[ Opfermuth.
Da« sollte nun Alle« ander« werden, gelobte ' sie sich. Z-rstoßen und zerschlagen wollte ihr armes Herz in verdoppelter Pflichterfüllung Trost suchen. Konnte sie nicht glücklich sein, wollte sie sich bestreben, gut und liebreich zu werden. Franz, wenn er später von ihr hörte, sollte sich seiner einstigen Liebe nicht zu schämen haben.
Zum ersten Male, seit sie sich entschlossen, zur Bühne zu gehen, kam sie dem Vater bei Tische
Da« kann man wohl glauben, wenn eer» sichert wird, die Regierung lege unter den obwaltenden Umständen kein Gewicht mehr auf die Weiterberathung der Kanalvorlage. Aber warum hat man denn vorher dieser Vorlage eine so ungemein große Bedeutung beigemesien? Wer, wenn auf diese Weise die Sachlage richtig gekennzeichnet ist, trägt die Schuld daran, daß solche Jrrthümer entstehen konnten, daß man mit der Vorstellung sich trug, da« Abgeordnetenhaus werde diesmal die Kanalvorlage annehmen? Sollten bestimmte Minister die Schuld an diesem Jrrthum tragen, dann «erden sie am längsten Minister gewesen sein!
wältigend, bedrückten sie. Wer in ihren Gedanken hätte lesen können, wäre erstaunt gewesen, zu finden, daß Pepi Gruber diejenige war, mit der sich dieselben Tag und Nacht beschäftigten.
Nach ihre« Manne« Tode halte Frau Gruber, seiner Weisung gemäß, den Kaffenschrank geöffnet, um die für Franz Urbach bestimmten Papiere herauszunehmen; zugleich gedachte sie, Stephanie die anvertrauten Schmuckgegenstände zurückzustellen. 9U ihrem grenzenlosen Schrecken fand sie weder Papiere noch Schmuck. Sie befürchtete, ein Einbruchsdiebstahl könne begangen worden sein, und begab sich spornstreichs zu Stephanie, ihr die niederschmetternde Entdeckung mitzutheilen. Diese beruhigte sie vollständig. Sie sprach die Ber- muthung aus, Gruber werde die Papiere anderswo verwahrt haben, zur selben Zett, wo et den Schmuck herausgenommen und ihn zurückgestellt
’ Erscheint täglich, W. Ausnahme der - tzonu- uitb Feier- tagc.Bierteljährl.
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wie wir sie finden.
4- A-r Haleranzanlra« de« Ke»Lr«me ist am heutigen Donnerstag von der zuständigen Kommission de« ReichötageS bei dem von dem Erntrum beantragten Paragraphen 20 weiter- berathen worden, der sich »och, wie ebenso die vorausgehenden Paragraphen 2a und 2b, mit der Religion der Kinder beschäftigt. Der
rud Verlag bei flatoaei ptl«*eagt Nr. e cvarwow-»»-
mit der alten Herzlichkeit entgegen. Sie hatte die Genugthuung, seine recht glanzlos gewordenen Augen fteudtg aufleuchten, sein sorgenvolle« Gesicht erhellen zu sehen. Ihn aufzurichten, vielleicht mit der Zeit Frieden in dieses ruhelose Gemüth bringen, mußte jetzt ihr Ziel werden, und ihr Ersatz bieten für dasjenige, was sie verloren.
Ihre Bemühungen um die Mutter hingegen erwiesen sich ats fruchtlos. Stephanie hatte ihren Willen durchgesetzt; ob Anna ihr jetzt freundlich begegnete oder nicht, war ihr im Grunde höchst
roMb®ie Besprechung der Interpellation hat rin«
die Interpellanten btt rechten Wege, sie sollten nur
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Roman auS dem Wiener Leben.
Bon L. v. Neideg,.
------ (Nachdruck verboten.)
Eine Ueberrafchung sondergleichen !
Fulda und au«» wärtSlM.bOPf.
mit Unterhaltungs-Anlag« „Msirirte Sonntags-Zeitung'.'
Paragraph lautet: „Nach beendetem zwölften, Lebensjahre steht dem Kinde die,Entscheiduug über sein religiöses Bekenntniß zu". Anstatt des zwölften Lebensjahres beantragten Abgeordneter Schrader'(freisinnige Bereinigung) das 21., Abgeordneter Bas ferm ann (natl.) das 18., Abgeordneter Dr. Hieb er (natl.) d»S 16. Lebensjahr. Diese Abänderungen wurden abgelehut. Angenommen wurde ein Vermittelungsvorschlag des konservativen Abgeordneten Dr. Oertel, das vierzehnte Lebensjahr zu setzen. Die Diskussion über einen von dem sozialdemokratischen Abgeordneten Knnert i beantragten Paragraphen gelangte heute noch nicht zum Abschlüsse. Er lautet: „Die Rett- gionsunterweisung kommt in allen Schulen des
1 Deutschen Reiches als Unterrichtsgrgenstand «ui» nahmelos in Wegfall." Daß dieser Antrag nicht die geringste Aussicht auf Annahme Hat, versteht sich von selbst. Die Berathung wird am Freitag fortgesetzt.
0 Dom Sützstoffgefttz« wurden heute (Donnerstag) auch der dritte und vierte Paragraph nach der Regierungsvorlage mit nur unwesentlichen Aenderungen des Wortlautes von der | Kommission de« Reichstage« angenommen. Rach diesen Paragraphen soll die gewerbsmäßige Herstellung von süßstoffhaltigen Nahrung«- und Genußmitteln in Krankenanstalten und Kurorten, sowie für Patienten nach näheren Bestimmungen de« Bundesrathe« gestattet sein.
X lieber An, s, errungen «"genderM«i- feier in Berlin berichtet der ,BorwärtS': Im Tischlergewerbe find Maßregelungen in großem Umfange vorgenommen worden. * Im Lause des heutigen Bormtttagi hatten sich beim Holzarbetter- I Verband 2700 Hluigesperrte gemeldet. Weitere Meldungen gehen noch fortgesetzt ein. Me Maurer erwarten zahlreiche Maßregelungen. Die Zimmerer zählten bis heute Mittag oä^reY. 20<?
inltrait: DA> ewfpaltige Petit- teile oder deren Raum1üPfg.,Re- kramen die Pettt- zeile 25 Pfg.; bet Wiederholungen -lvird-misprechend. Rabatt gewahrt.
Deutschem Keich»
Berlin, den 2. Mai.
Iukda, Freitag, dm 3. Mai 1901.
Die Neffen Weingärtner waren dann ab- gereist, der Tante den Rath MÜcklasseA sie solle die Angelegenheit mit Doktor Nieder, ihrem Advokaten, besprechen. Da« that sie denn auch, und war bemüht, wie die Neffen ihr ein- geschärft hatten, ihre Objektivität zu wahren und keine Behauptungen aufzustellen, die firnicht beweisen konnte. Dennoch konnte sie nicht umhin, anzudeute«, daß sie - den Neffen entgegen, die an eine Schenkung deS Onkels glaubten den Verdacht hege, als handele eS sich um etwas ganz^anderes^ tine Zurechtweisung ihres Rrchtssreundes gefaßt, fühlte sich daher angenehm überrascht, als er ohne wettere Bemerkungen fragte, gegen wen ihr Verdacht sich richte.
Frau Gruber zögerte, «s gab to ®' brechen unter der Sonne, dessen sie S ekante Buschmann nicht für fähig hielt, zugleich war sie klva genug, nvzusehen, daß es für ihren Verdacht bis jetzt keinen genügend-n Änhatts- punkt gab. Stotternd brachte sie hervor, was sie q-gm die Feindin auf dem Herzen hatte.
Doktor SRteber widersprach mit kemem Wort. Natürlich wußte er um den gegen das Testament eingefädelten Anschlag in Hütteldorsundmachte sich seine eigenen Gedanken über das Verschwm d-n der Papiere. Langjährige Erfahrung hatte ihm gezeigt, was Alles bei Menschen vorkommen kann, die in ihren Erwartungen getäuscht, zum Aeußersten getrieben sind.
„Sie sagten, eine Liste mit den Nummern der Papiei e sei in dem Schranke gelegen und gleichfalls verschwunden. Verbreiten Sie schien-
Der Geduldsfaden ist der Regierung . «erissen" — so lautet die am häufigsten ausgesprochene Vermuthung. Daß innerhalb der preußischen Staatrregierung Neigung bestehe zu einer I besondern That, war ja nicht mehr unbekannt, I und man erwartete, wie e« in der ZA «ehr al» einmal ausgespro^n worden ist, Klärung der Sachlage «ach der Rückkehr bei Kaiser« nach Berlin. Der Kaiser ist in seine Residenz »«Jf «kehrt. Danach hat die vertrauliche Ministerbe- rathung stattgefunde«, und nun stehen « « vor dem Ergebnisse dieser Vorgänge, da« bi« zu der unversehen« anberaumtengemeinsaMen Sitzung beider Häuser de« preußischen Landtage« Amt«- aeheimniß bleiben soll. , .,
Man hat augenscheinlich anzunehmem daß die preußische Siaat«regierung di- Tagung de» Landtage« beschließe« will, und »«ar mtt einer sehr kräftigen Erklärung, wie man in einem solchen Falle ohne Zweifel zu vermuthrn hat. Schon da« würde eine außerordentlich ungewöhn. liche Maßregel sei«; denn e« liegt noch nicht einmal ein Beschluß der Kanal-Kommission vor geschweige denn de« Abgeordnetenhause« al« Ganze« selbst. Schon eine solche Maßregel in überzeugender Weise zu begründen, muß sehr schwer sein. Eine Auflösung de« Abgeordnetenhause« aber müßte man eine geradezu ungeheuerliche That der Regierung nennen, von der sie nur und lediglich nur schlechte Folgen
Auf die bitteren Anklagen folgte jedoch bald Selbstprüfung. Sie selbst, die Andere so scharf - brurtheilte, hatte sie sich denn nicht» vorzuwerfen? U Begegnete sie dem Vater nicht kalt und fremd. . --d-d—- .•
f War nicht auf ihrem Gesichte ein beständiger Vor- glelckgiltig.
wurf zu lesen? Konnte er da ander« sein- al« daß Sie hatte fürwahr andere« zu denken, a.s sich I er »br scheu auswich und kein freundliches Wort um die Laune eines einfältigen Mädchens zu er 'S1 jepeu hmsw w m» mit Carneri war wohl
Leute — Donnerstag — Nachmittag gegen „ nhr entstand in den versammelten Parlamenten, ÄÄ” md ta hause eine lebhafte Bewegung: Kieme Blatter von dem bekannten Aussehen der Meldungen des halbamtlichen Berliner DrahtbureauS gmgen von Hand zu Hand mit der Meldung, daß m- plötzlich beide Häuser deS p^^ßische« Landtages zu einer gern etnf amen Bit^ung auf Freitag einberufen feien. Die Meldung lautete wörtlich: !
Unter dem Vorsitze des Ministerpräsidenten «rasen Bülow fand heute im Rnchskanzlerpa^'s eine vertrauliche Besprechung der preußischen EtaatSminister statt. Auf wor,-n(Freitag)ck-tne gemeinsame Sitzung beider Häuser »es preußgqen Landtages anberaumt. *
Was hat der Mnisterrath beschlossen? Was will die Regierung Ihn«? Die Frage ging von Mund zu Mund. Aber die Antwort blieb man schuldig. Und wenn jemand gefragt wurde, der es wissen konnte, so zog dieser Schultern und Augenbrauen in die Höhe und versicherte mit lebhafter Betonung, er w t s je v o n n i ch t s. Die auswärts weilenden Mitglieder beider Hauser des Landtages aber wurden inzwischen durch die BureauS der Herrenhauses und de« «bgeordnetrn-
Bei dem Paragraphen 89a, ben die Freisinnigen und Sozialdemokraten als neue Bestimmung in diesem Gesetze beantragen, entsteht nochmals eme längere Auseinandersetzung über den sogenannten fliegenden ®e Abg.1 Wüller-Sagan und Gen. bean
tragen, diesen'fliegenden Gerichtsstand wenigstens für die in diesem Gesetze mit Strafe bedrohten Hand- ‘“VÄS,y» und Gen. strebt ganz allgemein die Beseitigung des fliegende» Gerichtsstandes an.
Die Anträge werden empfohlen von den Abgg. Müller-Sa,an (freis. Bp.) »«d Fischer (so»d->
Abg. Spahn vom Centrum bittet darum beide Anträge abzulehnen. Dieser Redner und ebenso
Staatssekretär Weöerdiug machen den Ab«. Müller daraus aufmerksam, daß da» Preßgesetz den verantwortlichen Redakteur Überhaupt nur für den In- halt einet Zeitung haftbar macht, nicht aber für ben Nachdruck. Dieses letztere Borgehen könne ,a so wie so nur da, wo es begangen werde, gerichtttch belangt »erben, also nur am Orte des Nachdruckes selbst. Der Staatssekretär macht nach der grundsätzlichen Seite der »raae bin noch die Mittheilung, daß die mit den Verbündeten Regierungen gepflogenen Verhandlungen zu der Hoffnnn, berechtige», es werde rn nicht allz« lanaer Zeit eine Vorlage an das Haus gelangen können, die den beklagten Nebel- ständen abhelfen werde. Aber die gegenwärtige Vorlage würde für die Regierungen unannehmbar sein, wenn man sie mit dem sozialdemokratischen An trage^belastm^e^ roe^eTen Bemerkungen bet Abgg. Heine (sozd.) und v. Kardorff (freikons.) werden e' »er”Re^ deS°Gesetzes wird ang«nommen, ebenso nachher das ganze Gesetz in «esammtab- PimSW“eeitefl 1 Uhr: Zweite Lesung deS Kriegs- invaliden,esetzeS, dann Petitionen.
m«ob<xnn wirb die dritte verathung beS Gesetze» Über b«S HlrheSerracht bei § 83 dieses Gesetzes fort- ,eseht. Man nennt diese» Paragraphen den »C-Nma. Paragraph", nach Frau Cosima Wagner, der »ittwe Richard Wagner's, die angeblich mit »rfolg sich bemüht baden soll, um die Verlängerung der Schutzfrist für Bühuenwerke »ach dem Tode deS Urheber« von dreißig auf fünfzig Jahre. Bei der zweite» Lesung
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habe. Als er mit ihnen für einige Tage nach Wien gegangen, die Feste zu Ehren de« fremden Monarchen mit anzusehen, habe sie sich von ihm den Schmuck zurückgeben lassen. Sie erinnerte dre Tante, daß sie einmal in Hütteldors sich mit ihren Rubinen geschmückl, und diese wußte sich recht wohl darauf zu besinnen.
Beruhigt über diesen Punkt war Frau Gruber «ach Hause zurückgrkehrt, wo die Be- aräbsißfrierltchkeiten, der Schmerz, sich von der irdischen Hülle ihres alten N-zi zu trennen, ihr ganzes Denken in Anspruch nahmen. Erst als er bestattet war, durchsuchte sie m t ihrem N:ffrn Weingärtner jeden Winkel der Wohnung; nirgend» fand sich eine Spur der Papiere
Nun mar Allen der Verdacht aufgestiegen, i der alte Mann könnte überredet worden sei«, sie bei Lebzeiten herzuschenken. Es hatte dies tut eigenthümlicheS Licht auf die Famrtte Buschmann geworfen; nach dem Versuch der Testa- mestSerschleichung konnte man aber daraus gefaßt sei«. Je mehr die Brüder Weingartner darüber »achdachten, um so wahrscheinlicher I erschien ihnen, daß ein moralischer Druck aus- geübt worden und natürlich trug dieS bei, ihre Stimmung gegen den Bruder Hvfrath weiter abzukühlen. Warum sprach aber Stephanie I nicht fräst und frei von der Schenkung, wahrend i sie doch den Testaments - Entwurf wie ein ! Kleinod festhielt und sich nicht entblösete der ! Vortheile sich zu rühmen, ^ir Grubers Groß- | rnntb ihnen zuaedacht? Hier stand man vor j einem RSihsel, das niemand zu entziffern ver- , mochte.
+ Die .Königsberger Allgemeine Zeitung' gibt folgende ihr von einer in der Regel gut unterrichteten Seite zugehende Meldung unter Vorbehalt wieder: „Berlin, 2. Mai. Aus Hof-1 {reifen erfahre ich, daß der Kaiser t« Eisenach folgende für unsere ganze Politik sehr vetzext- same Aexherxxgen grtha« habe: Er denke vor der Hand nicht daran, dem Grafen Bülow einen Nachfolger zu geben. Die darauf abzielende« Erörterungen in der Presse feien müßiges Gerede. Wenn aber der tag kommen werde, wo die Frage thatfächlich aktuell werde, bann werde er sie in einer Weise lösen, die dem Amte deS Reichskanzler- eine neue und erhöhte Bedeutung gebe. Die Interesse« der Hoheu- zollern solle dann ein Hohenzoller vertreten, den keine Partei für sich reklamiren könne und der ihm schon lange ein persönlicher maßgebender
»fein« in Kenntniß gesetzt. non Preußen. In der äußeren wie in der ÄZw.».. d-5 U'N
diese- väterlichen Freundes gerade in letzter Zett wieder werthvolle Fingerzeige, und da der Augenblick nicht mehr fern fei, wo der Prinz in «raun- schweig die ihm übertragene Aufgabe ar$ gelöst betrachten werde (?) werde eS dann vm kämmenden Falles 'Möglich fein, ihn amtlich zu Leitung der Reich-Verwaltung zu berufen.** — Zu dieser Meldung bemerkt die »Vossische Zeitunp : „Der erste Theil der Meldung mag plausibel klingen, der »wette gewiß nicht. Erstens wird Prinz! Albrecht schon wegen seiner sehr ausgesprochenen orthodopen Neigungen von der äußersten Rechten und namentlich denen um Stöcker alS ihr Mann | betrachtet, zweitens ist eS kaum denkbar, daß einer der ältesten Prinzen deS Herrscherhaufe«, der gegenwärttg eine staatsrechtlich unverantwortliche Stellung entnimmt, verantwortlicher Minister werde. Da« ganze Gerede kann nur als neuer Beweis der Zerfahrenheit unserer inner- politischen Verhältnisse, die selbst die unmöglichsten Projekte Hervorrufen, angesehen werben.** — Wir rrgifiriren diese Aeußerungen so
A«s
KSgaardA«1exhax«. — 62. Sitzung vom 2. Mai.
Die Novelle zum Chausseegeld-Gesetze wird »ach br« rveschlüffr» de« H«r-»haufer u» verändert in dritter Lesung an,envmmen, rbenfo> der 0-7—- — 7-- . Gesetzentwurf über die Abänderung »v« »«tS
AuSaesperrte, jedoch wird sich die Zahl "Urch ,,richt»bezirken. s«1g von
weitere Meldung-n voraussichtlich «och erheblich Sfüni .« «SnS bie ^»« ihi? und dr« vermehren. Die Tapezierer Haden in einer ell°tivu
Werkstatt 10 UuSgesperrte zu verzeichnen. J« I ”bet de» Ausschluß der Händler vou dem der Metall-Industrie sind in diesem 3afrre nur «uSuahme <rarif für Futter- und Etr- meui. MaKreaelunae« । Möllhans.u
Folgende dar: Die »msührung des A»rrnahmetaris« wurde nöthig durch den in einigen «egende»l de» Landes emgetretenr» Futtermangel. 6t erlass« letbe» nach der Anhörung der Handelskammer«. Dar Handelsmintster ist nicht gehört morden; dazu schim rm «»fange kein Grund vorzulrezen. Erst «IS Am griffe gegen den HandrlSminister erhoben wurde» i» ist dieser mit dem Elsenbahnminlster m oetreten. Die daraufhin begonnenen Verhandlungen schwebe« noch. Sollte die ^^^ifermäßigu«« de» Betroffenen zu gute kommen, so war eine “^bete Art deS BerfahrrnS xicht möglich^ Mau muß berück- Nckliae« daß e» ganz bestimmte Gegenden fl»d, für die der Tarif gelten so«. Solche Ausnahmrtartfe Md bereits häufig erlaffen worden, ohne daß jemals w« d!«ke« dagegen erhoben wurden. Der Handel 'st durch die getroffenen Anordnungen nicht geschädigt
Eontmen Drei Bttriebe haben inSgesammt 222 Arbeiter gesperrt, die zum größten Theil am Freitag wieder in Arbeit treten._____
dem Aeich-lGHe.
86. Sitzung vom 2. Mai.
Der Gesetzentwurf über die private» Derftcher- «uasnnterneHmnnge» wird auf den Antrag de» natl. Abk Büsing'ohne" Debatte im Ganzen und unverändert »ach den »rschlüffen der »wetten Lesung »nge-
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