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x»> Verlag der F-ldaer Peterrsaäe n». e (toamuoai*

Roman auS dem Wiener Leben. Bon L. v. Neid eg,.

------ (Nachdruck verboten.)

\ Rri«. Kein Krieg war in Sicht, der das nö hig gemacht hätte; auch harte er ja Pflichten übernommen gegen den alten Herr«, der ihm vertraute u«d der es gut mit ihm gemeint Ec beschloß daher, an seinem neugewählten Berufe fefizuhalten. Dabei konnte er — theilwris« wenigstens — dasjenige Ente ausführe», das er Alphons Marburger zu wirken gerathrn; er konnte auch feiner schwer geprüften Mutter das freundliche Heim sichern, das er ihr von So- kolooic aus noar jubelnden Herzens in Aussicht gestellt. Eia reiches Feld dec Thätigkeit eröffnete

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StÄ ,in2,a( Aufschlüsse über den Stand der polittschen Hauptfragen geben würde.

,.T 8« Fokerauzanlrag des Levtrnms ber sächsischen LandeSsynode nicht. Dieser Körperschaft liegt ein Antrag vor, wonach sie die „vertrauensvolle und zuoerficht- Ä.«. Erwartung aussprechen soll, daß die sächsische Staatsregierung allen Versuche», die “ui ®er Reformation erwachsene Kirchenhoheit der Elnzelstaate« durch die Reichsgesetzgebung zu schmälern oder zu beseitigen, mit allem Nach­drucke entgegentreten und die bestehende Ord- nuug des Verhältnisses von Staat und Kon- seffwnen in Sachsen nach ihrem vollen Umfange aufrecht erhalten werde-. Die Gensdmme» b" Smloßklrche in Wechselburg, dir arme katholische Arbeiter mit- der blanken Waffe in der Hand davon abhalten, dem Herrgott in ihrer Werse »u dienen, scheinen den Antrag­stellern vortrefflich zu gefallen — und das nennt I fich „evangelische Toleranz-. Man muß ge. pannt sein darauf, wie die sächsische Landes­synode nunmehr zu diesem Anträge sich stellen

Daß auch ganz aut gesprochen protestan- tlschr und der katholischen Kirche nichts weniger als fteundlrch gegenüber stehende Politiker vor den Beweisgründen des CrntrumS bereits einen Rückzug angetrcten und offen zugegeben haben, daß in Saqsen nicht alles so ist, wie es sein soll, ist bekannt. Vielleicht kommt endlich doch auch der sächsischen Landessy.wde dieft bessere Erk nntniß! 1

Angeekelt knittertes Franz die Blätter zu. sammen und srleuderte sie von sich. Hätte er ^nur zugleich die Erinnerung an Anna ars seinem Gedächtgiß reiß?» und dadurch das “°R,nb.e Herz zum Ech Beigen bringen können! Darauf nahm er Arna's Brief "'der b-rror u*b Überla- ihn nochmals' Dre Zurückhaltung, die sie bestimmt, ihre Ge- fühle zu verbergen, wurde für sie zur An- klagerin; rro sie auS Zartheit der Gesinnung sich beherrsch», sah er nur Eingestäadmß ihrer Schuld. Im Begriff, den Brief den Flammen zu übecgkbe», hielt er jedoch an sich: etwas von

Deutfchrs Keich.

Berlin, den 1. Mai.

E Zu der Diäten-Frage im Reichstage

ist in den »Berliner Neuesten Nachrichten' zu lesen wie folgt:

Sich gewaltsam zusammennehm'nd, setzte Franz sich hin, breitete de» Brief vor sich auS, und überlas ihn langsam, wobei er jede« Wort leise vor sich hm sprach. Da stand es wirklich, da- Unerhörte, m ruhige» kühle« Worten: sie ver- zichtete auf seine Liebe. De« wahre« Grund, den «n Rest von Schamgefühl sie verschweigen ließ, hatte er durch Marburger erfahren: daß sie ihn auS Eitelkeit und Genußmcht ab wies, um sich erst auf der Bühne Lorbeeren zu sammel«, und! dann den alten reichen Man» zu hetrattzrn. Man hatte sie verdorben bis in daS Herz hinein; sie, die für ihn das Urbild holder Jungfräulichkeit gewesen, war nun denen gleich, dir sie umgaben, ^b-bend blickte er aufwärts; zwei Thräne« - öte erschütternd berührenden, dem Herzblut aus­gepreßten Thränen eine- Starke» — rollte« langsam über seine Wange».

Was Marburger über seine Schroffheit und den ihm innewohnenden Mangel an Liebens- Würdigkeit gesagt, fiel ihm wieder ein. Ja, ihm I Wie baljesig», was Frauen besticht: ein ver- dmoliches heitere- Wesen, die Gabe süßer Rede. Anna hatte sich getäuscht, als sie ihn zu lreben gemeint. Em ernstes, abgeschiedeucs Leben an ff?” Hbten' "äre sie unfähig gewesen. Tr wollte sie nicht zurückhalten, fie die wohl ni-

:!,,, Daß ihr Brief an Franz endglltigen Abschied bedeuten wüid», hatte sich Anua allerdings wiederholt; tief in ihrem

Herzen, dem eigenen Heizen kaum wahr,

nehmvar, glühte aber noch ein leises Fünk« cken Hoffnung; — ho ping againet hops (hoffend aller Hoff»,.nqslofigkeit zum Trotze) — wem wäre dieser S.ttenzuftand verborgen «c- dlnben? Das Atier kennt ihn wie die Jugend: eist an der Schwill: des Grabes erlischt die Hoffnung auf irdisches Glück.

Für Amia's Ungeould dauerte es lange, ehe die Antwort kam, di- sich durch Franzen'« Ab. wkserchett in Sokoloo.c re zögert hatte. Endlich überreichte ihr die Mutter, die sich bisher an ihrer Unruhe geweidet, mit eher hämischen Be­merkung de« Brrrf auS Sarajewo. Sie blieb neben ihr st hm, schaute ihr über die Schulter, als sie mit zilttrnder Hand denselben öffnete, u«d lachte laut und höh, sch auf, als, so'a> fällig ewgew ckelt, aber ohne irgend ein br- gleitendes Wort, re- Ring zum Vorschein kam.

„Ich sagte es ja immer;" triumphirte fie' drr schöne Herr hat das Warten satt, und sübelt aus Herzensgrund über die Wencuna der Dirgr! Sei froh; jetzt, wkißt Du wenigstrns, worc.n Du bist.« bl '

_ Anna gab keine Antwort. So schlaafertia sie sich Stephanie gegenüber sonst zeigte, rn diesem

mit Zlnterhattungs -Meikage „Issnstrirte Sonnlags-Zeitung

Iut-a, Donnerstag, den 2. Mai 1901

, + »« rr«8l.

l'de« AöseordAeteuharrses hat am Mittwoch zwei Sitzungen abgehalten, aber mit dem Mittel- land-Kanal sich nicht beschäftigt. DieKanalftürmer, welche die Abstimmung darüber gar nicht erwar- ten können, müssen also ihre Ungeduld noch ein wenig zügel». Aber auch über den Groß­schifffahrtsweg von Stettin nach Ber- heute handelte, ist heute noch utcht abgcstimmt worden. Die weitere Debatte ist schließlich aus Freitag Vormittag vertagt wor- den. AuS der Debatte am Mittwoch ,st heroor- gehoben, daß Abg. Letocha vom C.nttum sich mcht ganz adle-,-,rnd gegen diese Forderung ver- I halten will, Ab,. Herold von derselbe« Partei erktütte, er stehe zu dieser Vorlage ebenso wie zu dem Mittelland-ikanal. Wenn man die Lippe- Lime und die Mel orationen im Osten jetzt be- willigen wollte, dann würde man für lange Zeit ausreichend zu thun haben. Wenn das ausgeführt S Erde, daun könne man weiter sehen. Man wüte schrittweise vorgehen, nicht die so große Vorige a»f 15 Jahre hinaus auf einmal be-1 ! willigen. Auf demselben Standpunkte steht ein Theil der Konservativen; ein anderer, der kleinere Theil der Konservativ.-«, will di? Vorlage bewillige« . * J9ie A-v-Ke zum Meiugesetze hat durch die Berathungen der Weinkommission be« Reichstages eine vollkommen veränderte Gestalt erhalten. Die Kommission hat Dienstag Abend chre Berathungen beendet, und nunmehr soll der Entwurf nach den Beschlüssen der Kommission als neu beantragtes Gesetz an das Plenum des Reichs- tages zurückgelangen.

«fr.kouische May« ist zur eingehenden Be- rathung von der Budgetkommission an eine Unter-

! X IkeiYer« v Aaurmerstei«, der preu­ßische Landwirthschaftsmiuister, ist im preußischen «bgeordneteuhause nicht zugegen gewesen, als dort über den Antrag der konservativen Ab­geordneten von Mendel - SteinfelS und ^g auf Einführung gesetzlicher Bestimmungen « ^chlachwiehversicherung berathen wurde.

| Dle Antragsteller hatten ihr Bedauern wegen I d-r Abwesenheit des Ministers ausgesprochen. Jetzt hat sich der Herr Minister wegen seiner Abwesenheit in der 16. Kommission deS Ab- geordneteuhauseS, der der genannte Antrag zur Vorberathung überwiesen ist, entschuldigt Er fet so sagte der Minister, aus persönlichen Gründen mehrere Tage verreist gewesen; dem Anträge selbst bringe er daS lebhafteste Interesse ^"lsegen Der Minister fügte hinzu, er habe „aus diesem Interesse niemals ein Hehl gemacht, sondern mehrfach erklärt, daß er persönlich eine aUgemeine unb öffentliche Zwangsoersicherung des Schlachtviehes als eine wünschenswerthe der allgemeinen Fleischbeschau er- achte . Was an ihm liege, werde er thun, um ""E .Entscheidung zu befürworten, die zu einer möglichst beftiedlgende» praktischen Lösung der Frage führe. Die Kommission hat danach die ersten beiden Paragraphen des beantragten Se- setzentwurfeS einstimmig angenommen, und sich damit emmüihig für die Einführung einer obligatorischen Gchlachtoiehver- slcherung ausgesprochen. Es ist recht & Enschen, daß sich das Plenum d7s Abgeordnetenhauses möglichst bald wieder mit der wichtigen Angelegenheit beschäftige.

» X Sie vor» der „Stowte“

unter der Führung des Fürsten Herbert Bismarck soll, wie der »Hamburgische Korrespondent' ver­sichert, auS der Redaktton dieses Blattes her­stammen, nicht aus Berlin, «toi, darf der Er- sinder auf seine Geistesblitze keinesfalls sein. Der politische «latsch wird indessen auch in oberen Zeitungen wacker gehandhabt. So berieten jetzt I die .Hamburger Nachrichten' von einer- Gegen-1 ^tze zwischen dem R-ichskarzler Gra en von Bülow md dem Leiter d-S kaiserlich . Zivil- kabinetS, Herrn Geheimerath von Lucanus.

em Letztem soll der Reichskanzler zu mächtig geworden sein; aber der Kanzler solle nicht ge- stürzt, er solle ihm „nur das politische Rück- grat gebrochen werden, indem man ihn gerade 1" b” der landwinhfchaftlichen Zölle, in ber» Sutton engagirt hat, unter das Joch einer mit feinen Zusagen nicht voll vereinbaren Ordnung dieser Zölle zwingt«. Da­durch würde der Kanzler im Parlament und in btn Abende? Monarchen „zu einem Wrkz-uge herabgedrückt werden, das man, wenn man es nicht mehr brauch', wegwuft wie eine auSgepreßte ®’.trr0Be • Es ist nicht anzunehmen, .daß Graf Bülow diese Cttronenroll« sich gefallen lassen ^nkchen Wahrheit könnte ja schließlich t» diesem Klatsch enthalten fein; des- ro gen sei auch er hier verzeichnet. Auf jede» Fall — es fei nochmals wiederholt! — würde I mL?^,etUn0?ur Jn $rem Interesse handel-, , roenn ftr vor dem AuSeinandergrhen des Reichs-1

Daß die Mehrheit int Reichstage, die für eine Zahlung von Diäten eintritt, im Laufe der letzte» Jahre ganz erheblich größer geworden ist, bewerft von neuem die Abstimmung, die am heutigen Mittwoch i» der zuständigen Rom« m U i« b^5. Reichstages vorgenommen worden ist. Mit elf gegen 3 Stimmen ist der Antrag des Centrums auf Gewährung von AnwesenheitSqelder» an die Mitglieder des Reichstages in folgender Fassung ange- nommen worden:

_ . Mitzlicder deS Reich,t-reS erhalten au, ! NeichSmttteln während der Le-iSlaturperiode, und zwar i° I“"6*ber Reichstag versammelt ist, sowie acht Tage und acht Tage nach Schluß derselben, freie Fahrt aus den Eisenbahnen, und für die Dauer ihrer Anwesenheit in Berlin Anwesenheitr- »elder m Höhe von 80 Mark für den Tag. Der »n- wesenheit in «erlin steht es gleich", wenn der »bgeorb. »ete durch Arbeiten für den Reichstag verhindert ist, in Berlm anwesend ,u fei*. Bon den Anwesenheit,- gelbein werden die Tagegelder abgerechnet, die ein Mitglied den Reichstage, in seiner besonderen Eigen­schaft al» Mitglied eine» deutschen Landtage, für die- selbe Zeit bezieht. Die Bedingungen der Festsetzung L?d Zahlung der «nw,senheit»gelder unterliegen^ der Vorschrift de, Relch»tag»präsidenten.

Im Plenum de, Reichstage- soll möglichst bald über diesen Antrag der Kommisfion be­rathen werden. Ma» hat die Uedereinkurft °e- ttoffen, daß die Vertreter der Fraktionen sich im Plenum beS Reichstages auf kurze Erklärungen befchtänkeii sollen. Gegen den Antrag haben in der Kommission gestinmtt die konservativen Ab­geordnete» v. Gtaudy und v. Maltzahn und der fcetkonservative Abgeordnete von Kar- dorfs.

Woraus die .Berliner Neuesten Nachrichten' de» Schluß auf die Zukunft ziehen oder gewisser- maße« prophezeien wollen, daß di« Monarchen der größter deutschen Bundesstaaten immer Gegner der Diätenzahlung bleiben sollen, ist nicht einzusehen. Auf keinen Fall kann die be­dauerliche Thatsache, die leider nicht hinweg zu leugnen ist, daß nämlich der Wind in den obersten Regionen nicht günstig für die Ge- Währung der Tagegelder weht, die Ueberzeugung derMigen erschüttern, die im Segentheil die hohe und nützliche Bedeutung der Drätenzahluna klar erkannt haben. Ohne Kampf kein Sieq. Eine große Zahl derjenigcn Politiker, die ehedem aus­gesprochene Gegner der Diätenzahlung waren, hat sich zu der entgegengesetzten und richtigeren Ansicht bekehrt, daß die Zahlung solcher Ent­schädigungen nützlich fein würde. Warum in aller Welt soll die Hoffnung ausgeschloffe« sein, daß noch mehr Gegner der Reichstagsdläten ihre Anschauungen den Bedürfniffm der Zeit an- paffen?

Der 19 Paragraph handelt davon, inwieweit eine "tterarischer Werke zu- 'st. ES liegen dazu mehrere Anträge vor, über ha längere Debatte entspinnt. Es betheiligen R4 a” dieser der Reihe nach die tbg«. (SicRfloff ffieif BoltSp.), MSlker-Meiningen (freif. BollSp.), Iischer- I Berlin (sozd), Dr. Herlek (kons.), 3g«M (freif SJollS») Dr. Arendt (fteikons). Die »bstimmung ergibt dKn- nähme eine, von dem natl. Abg. Skettt gestellten An- h.fle» wonach die Aufnahme von «edichien, tteineren Aufsätzen oder kleineren Theilen von Schriftwerken auch in Sammelwerken zu lllterarischem Zwecke zulässig fein soll — mit dem von dem Abg. Dr. Oertel bean« tinBlen Zusätze, daß die persönliche Einwilligung de» Verfaffers, wenn er noch lebt, eingeholt werden muß.

^""llligung gilt al» ertheilt, wenn der Verfasser n cht binnen vier Wochen Einspruch erhebt. Eiuftim- mig wird angenommen ein Antrag deS Centrum-abg. Wellftein, wonach die Aufnahme von Gedichten in Sammlungen „zum Zwecke von «esangsvorträgen', als, in Liederbücher vorbehaltlos erlaubt sein soll.

Die folgenden Paragraphen werden ohne Debatte etleoiftt.

$ei Paragraph 58, der von der öffentlichen Auf« führung von Vühnenwerken handelt, beantragt Abg. Ange» Aichter, die Weiterberathung des Gesetze» von der Tagesordnung abzufetzen, da die Besetz uns de» HauseS noch immer zu schwach sei für die Be- rathung so wichtiger Bestimmungen. ’ T 8 I ... ^^s".^"ftag wird angenommen, daS Gesetz über das Urheberrecht von der Tagesordnung abges.tzt.

Der Gesetzentwurf über daS Derkag-recht wird nach dem Anträge des Centrumsabg Wellstein im «men tn der Fassung der Befchlüffe der zweiten Lefung angenommen. 8

Aus der Tagesordnung stehen sodann noch sech- Nesok»tt,»e», die seinerzeit beim ReichShaushalls-Etat beantragt worden waren.

. Angenommen wird die Resolution Beckh über den Vogelschutz.

”.b«'lehn t wird die sozialdemokratische Resolution über die Beziehungen des Reichsamtes des Innern zum Zentralverbande der Industriellen.

sich ihm; verstand er es, auf dkmfelben feine Kraft zu bewähre«, fo blieb fein Leben nicht nutzlos, wie freudenleer es auch fein mochte.

29. Kapitel.

8 nletaie: Di» einspaltige Petit­zeile oder deren Raum 15 Psg., Re­klamen die Petit» »eile 25 Psg.; bei Wiederholungen wird -nlsprechen^ 3'.abatr gewahrt.

„Die .Freisinnige Zeitung- gibt eine Meldung der .Frankfurter Zeitung" wieder, wonach diesmal die Einführung der Diäten oder Auwesenheitsgelder nur am Widerfpruche deS »aifers fcheitere. Liefe Information ist nach unferer Kenntniß unvollständig. Die große Mehrzahl der deutschen Bunde», fürsten, namentlich der größeren Bundesstaaten, steht genau aus dem nämlichen Standpunkte und dürste auch erneuten Anträgen gegenüber darauf verbleiben.«

Erscheint täglich, 6g k

m. Ausnahme der

I |je und Tiefe, die Ooferfähigkeit und Treue seiner Liebe erkannt. Carneri sollte sie ’S?! bilem streitig zu machen, kam ihm mcht in den Sinn. Wilder Er.mm loderte in ihm auf, unb gebot ihm, sich von derjenigen los- Wf' Äfo grausam sein Vertraue« g«. täuscht Ihren Rmg vom Finger streifend, schloß er chn in einen Briefumschlag; fei«« Zeile mochte er beifügen, denn beredter als alle Worte mußte dies verächtliche Schweigen ihr feine Gesinnung I S’ÄÄ «d -I-.

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ier oesremiet, sie hier zu finde», genauer an- ™ ' Ueber und unter dem Kreuzband schim- merten ihm mit Rothstift angestrichene Stellen eotgegen; er laß den Namen: Anna Bufchmann und faltete die Blätter auseinander. Die Arttkel' schwungvoll geschrieben, priesen den Kunst-Ent- husiaSmus der jungen Dame, der fie zur Bühne ttkibe^ erwähnten die Uebrrcaschung, welche Direktor Carneri durch eine besonders für ft« komponirte Oper dem Publikum bereiten wolle, - "kßen es an Anspielungen auf die Absicht, die Carneri dabei verfolge, nicht fehlen. ;

28. JahrgMg.

I kommisflon überwiesen worden. Diese letztere besteht aus den Abgeordnete» Prinz Arenber» ""b ^^^r-Fulda (Ctr.), Freiherr von Richthofen (kons.), Graf Arnim (freikons.), Dr. Hasse (natl.), Brömel (freif. Vereinigung). Die Freisinnige Volkrpartei unb bie Sozialdemo- irattn widersprachen ber Einsetzung einer Unter» kommisflon unb verzichteten auf bie Theilnahme an berfelben.

X ISr ArveiierrvoHrm«-en unb Wohnung gering besolbeter Staatsbeamten verlangt ein im preußischen Abgeorbnetenhause einge­gangener neuer Gesetzentwurf einen weiteren Be­trag von acht Millionen Mark, „zur 93er« roenbung noch Maßgabe be» Gesetzes vom 13. August 1895 bie Bewilligung von Staatsmitteln zur Verbesserung ber Wohnungsverhältnisse von Arbeitern, bie in staatlichen Betrieben beschäftigt sind, und von gering befolbeten Staatsbeamten". An der Bewilligung ber gefolgerten Geldmittel ist nicht zu zweifeln.

A«s dem Rerchsta-e.

** 85. Sitzung vom 1. Mai.

„..Der Präsident Graf von Nalkestrem erhält die m?atr"e Erlaubntß, dem deutschen Kronprinzen die Glückwünsche deS HauseS zu seinem bevorstehenden Ge- burtstage auszusprechen.

. Bet der fortgesetzten dritten Berathuna deS Gesetz. entwurfeS über daS ßlrtzeverrechi erhält der sechszehnte Paragraph auf den Antrag deS freikons. Abz Dr. Arendt dre Fassung, daß zulässig sein soll der Abdruck von Gesetzen, amtlrchen Verordnungen und Erlassen und Entscheidungen, sowie von anderen zum amtlichen Gebrauche hergestellien Schriften. Die Worte »ium^amtlichen Gebrauche hergestellten« find nett hin-