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Sokolniki wieder »erlassen. An Stelle der katholischen Ansiedler werden evangelische angesetzt werden.

A«» dem Keichsta-e.

84. Kitzuni Dem so. April.

Die zweite Betätigung bei Gesetzes über die pri- »aten Versicherungs-Unternehmungen wird fortgesetzt bei § 121, über den die Debatte schon gestern begonnen hat.

Der hier vorliegende Antrag Richter will erstens gänzlichen Wegfall der Polizei-Kon- trolle über die Feuerversicherungsverträge und zweitens Aufhebung fämmtlicher staatlichen und gemeindlichen Sondergewerbesteuer auf den BerficherungS- betrieb.

Rach kurzer Debatte wurde der Antrag abgelehnt und der Paragraph in der KommissionSfaffung ange- nommen.

MS neuen § 121a beantragt Sbg. Aichter eine Bestimmung über die Beseitigung der Doppelbesteuerung der Policen. Der Antrag wird ohne Debatte abgelehnt.

Der Rest deS Gesetzes wird sodann ohne wettere bemerkenSwerthe Debatte angenommen, ebenso die von der Kommission vorgeschlagene Reso­lution über thunlichst baldige gesetzliche Regelung der privatrechtlichen Seite des BerficherungSwefenS.

Der antif. Abg. Müller-Waldeck befürwortet so­dann eine Resolution, die zum Ziele hat, bet großen LebenSversicherungS-Ges'llschaften auf Gegenseitigkeit eine ungemeffene Aufspeicherung von Vermögen oder Reserve dadurch zu verhindern, daß immer für je einen BerstchertenkreiS von etwa 300 Millionen BerstcherungS« bestand eine gesonderte Verwaltung geschaffen werde. Diese Resolution wurde gegen die Stimmen der Kon­servativen und Antisemiten abgelehnt.

SS folgt die dritte Lesung des Urheber­rechtes. Der freisinnige Abgeordnete Mittler Meiningen führt auS, daß die litterarischen Urheber und die Preffe mit den vorliegenden Beschlüssen zweiter Lesung zufrieden sein können, nicht aber die musikalischen Autoren, denen kein genügender Schutz gewährt sei. Diese seien nach dem neuen Gesetze sogar schlechter gestellt als nach dem alten. Der Redner spricht die Hoffnung aus, der Reichstag »erde in der dritten Lesung die von ihm angefochtenen Punkte der zweiten Betatijung umstoßen.

Det konservative Abgeordnete Dr. Herlek steht auf dem entgegengesetzten Standpunkte: et empfiehlt die Annahme des Gesetzes in bet gegenwärtigen Fassung, denn ohne Zweifel sei eS beffer, als der jetzt geltende Rechtszustand.

Abg. Die- von der Sozialdemokratie erklärt, feine Partei werde für den Gesetzentwurf in der Fassung der zweiten Lesung stimmen, wenn einige Voraus­setzungen erfüllt würden, z. B. bet fliegende Gerichts­stand für die Preffe beseitigt würde,

Sodann wird die Generaldiskussion geschlossen. Die ersten zehn Paragraphen werden ohne Diskussion genehmigt. Bei § 11 entsteht eine Debatte über einen Antrag des Abg. gtiwteCe«, die Lieber ohne Orchesterbegleitung für die öffentliche Aufführung frei zu geben, wenn sie keinen Vorbehalt tragen. Gleich- zeitrg wird über § 27 berathen, der die öffentliche Aufführung eines Werkes der Tonkunst unter gewissen Voraussetzungen freigibt, z. B. für Vereine, wenn die Aufführung nur vor den Vereinsmitgliedern stattfindet. Nach einem Anträge deS natl. Abg. Dr. Esche soll lieft» Auffüh ungsrecht für die Vereine in Wegfall kommen.

Geheimerath Dung» spricht gegen den Antrag Rintelen. Abg. Aichter für denselben und gegen den Antrag Ssche, ebenso im Jntereffe der klemen Vereine bet konservative Abgeordnete Schrimpf.

Schließlich werden die Anträge Rintelen und Gsche abgelehnt, die § 11 und 27 in der Fassung der zweiten Lesung angenommen.

Mittwoch wird die Beratung fortgesetzt.

Arrslarrk

+ London, 30. April. Nach einem Telegramm ars Pretoria beträgt die Ge- sammtstärke der noch kämpfenden Buren 12000 M ann. Besonders im Orarjesreistaat in der Nähe van Kron stad sind die Burrn wieder recht rührig. Sie brachten zwei Züge bei Springfontein zum Entgleisen, und zirka 50 Buren überschritten die Bchn bei Standerton. 15 Meilen von Kronstab nahmen sie 25 Mann von ber Prinz von WaleS-Jnfanterie gefangen und setzten sie später wieder in Freiheit. Zahlreiche Buren besetzten daS Tiefland zwischen Macha- dodwp und der portugiesischen Grenze im Osten Tca'soaals, und starke Abtheilungen halten die Hügel um den GodwimFlr ß besetzt. Der

„Meine Mutter. Sie ist furchtbar auf Neuig­keiten auS, und weiß immer Alles. Soll ich sie um Näheres befragen, wenn ich nach Hause komme, und Dir schreiben?"

„Nein!" antwortete Franz in solch barschem Tone, daß Marburger ibn zu jeder andenn Zeit nach dem Grunde seiner Gereiztheit gefragt haben würde.

Der aber steckte mit seinen Gedanken schon ganz in den Vergnügungen der Hauptstadt. Glück­selig über die Aussicht, nächstens aus der baby Ionischen Gefangenschaft — wie er sich aus­drückte — befreit zu sein, batte er keine Zeit, sich mit den Seelenzuständen Anderer zu befasien. So gern er Franz auch mochte, sich selbst liebte er noch unendlich mehr.

In schwer zu beschreibender Stimmung legte Franz die Fahrt nach Sarajewo zurück. Wie mochten dir Menschen sich nur erfrechen, also über seine verlobte Braut zu reden! Wir dwften sie ihren Namen nennen in Verbindung mit dem Carneri und seiner Bühne, der Brutstätte aller leichtfertigen Stücke, dem Semmelplatz zweifel- haften GellchttrS? Das allein war schon eine Beleidigung. Anna, das gegebene Wort brechen und zum Theater gehen — obendrein auf dieser Bühne auftreien! Anna den verrufenen Carneri heirathen um seine« Geldes willen! Undenkbar. Das streute die Stiefmutter aus, um den Ruf der Techter zu schädigen. Wie dankte er Gott, daß er nun in der Lage war, daS u schuldige Kind auS dieser Umgebung zu retten. Elle that aber Roth, darum wollte er keine Minute ver-

Bahnverkehr «ach Lorenzo-MarqueS wurde gestört. Dewets Gefolge im Oranje- Freistaat verbleibt zerstreut und gibt den Pferden Rast, um sich zu erholen. Der Ort Malalatini im Zululand wurde am Sonntag von 400 Buren angegriffen. Der Ort wurde von der Polizei vertheidigt. welche fünf Tobte und zwei Verwundete hatte. Der Angriff wurde abgeschlagen und die Buren zogen sich über die Grenze zurück. — Nach einer weiteren Meldung auS Kapstadt ist Cecil Rhodes nur mit genauer Noth unweit Kimberley der Gefangennahme durch die Buren entgangen, die die Bahn kurz vor seinem Zuge in die Luft sprengten.

0 Warschau, 30. April. Wie gemeldet wird, dauern die Verhaftungender Russisch- Polen wegen nihilistischer Umtriebesort. Heute wurden 600 Personen nach der War­schauer Citadelle verbracht. Verschiedene Ort­schaften find durch Kosaken besetzt.

* Koustavtiuopek, 29. April. Der Sul­tan befahl, ihm die Akten des Prozesses von Salonichi zu unterbreiten, um, der Bitte Geschows gemäß, die gegen die Bulgaren ge­fällten Urtheile zu mildern. Die russische Botschaft hat die bulgarische Bitte unterstützt.

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Aus Kirche und Schule.

O Iukba, 1. Mai. Für die einzelnen Kurse im Sommersemester 1901 vertheilen sich die Studirenden in der philosophisch-theo­logischen Lehranstalt (Priesterseminar) da­hier wie folgt: Im ersten Jahr aus der Fuldaer Diözese 8, Diözese Limburg 7, Franziskaner 10, zusammen 25. Im zweiten Kurs: Fuldaer 8, Limburger 18, Osnabrücker 1, Franziskaner 6, zusammen 33. Im dritten Jahr: Fuldaer 10, Limburger 6, Osnabrücker 1, Hildesheimer 1, zusammen 18. Im vierten Kurs: Fuldaer 3, Osnabrücker 1, Franziskaner 8, zusammen 12. Im Ganzen 29 Fuldaer, 31 Limburger, 3 Osnabrücker, 1 Hildesheimer, 24 Franziskaner = 88.

Lokales.

Fulda, 1. Mai.

—♦ Heute Abend 81/» Uhr findet in Giesels Saale eine Sympathie Mkd«e«n»g fSr das NurenvalK statt. Die Gebrüder Rroll aus Johannesburg, die von den Engländern zur Auswanderung gezwungen worden sind, werden in derselben ihre Erlebnisse im südafrikanischen Kriege schildern.

Q Ritterit&t* sind im Handwerk in der nächsten Zeit vielfach Gegenstand eingehen­der Bekathungen. Zu Ostern treten die jungen der Schule entwachsenen Sprößlinge ins Leben ein und diejenigen Eltern, die materiell so gut gestellt sind, daß sie ihre Kinder in die Lehre geben können, dan.it sie etwas Ordentliches er­lernen, haben ihrem in- Leben tretenden Sohne schon vor Ostern eine Stelle verschafft, in welcher er die Grundlagen der für seinen zukünftigen Beruf nolhwendigen Kenntnisse sich erarbeiten soll. Nachdem der Kleine dann einige Wochen in der Werkstatt thätig gewesen ist und einsehen gelernt hat, daß zwar daS eigentliche Lernen für ihn erst ansängt, daß er aber trotzdem Gefallen an seiner neuen 2/äligkeit findet, dann setzen sich eines Sonntags Nachmittazs der Vater des Lt hrlings und der Lehrherr zusammen und stellen den Lehrvertrag fest. Früher besorgten diese beiden dieses wichtige Geschäft allein. DaS neue Handwerkergesetz aber will, daß der Junge mit» berathen soll über sein Geschick und es fordert deshalb, daß er den Lehrvertrag selbst mitunler- zeichnet. Lehrverträge, die nicht die Unterschrift deS Lehrlings selbst tragen, find ungilttg. Es sei allen denen, die eiten Lehrvertrag abschließen, dringend anS Herz gelegt; denn unzählige Streitig- kriten entstehen gerade aus der Nichtbefolgung dieser so leicht zu respekiirenden Vorschrift.

lieren. In Sarajewo angelangt, wollte er ihr sogleich schreiben, sie von der günstigen Wendung in seinen Angelegenheiten unterrichten, wollte auch ihrem Vater schreiben, und nochmals um sie an­halten. Denn, sobald er seinen Posten ange­treten, mußte et fir in Sicherheit bringen, — sie, die mit schweren Kämpfen erkaufte, und darum noch theurer gewordene Geliebte, — indem sie gleich Hochzeit machten.

In Sarajewo fand er auf seinem Schreib­tische außer einigen Zeitungen mehrere Briefe, darunter einen von ihm unbekannter zierlicher Frauenhand. Er fühlte, wie ein Zittern durch seine Glieder ging, als er diese Schrift betrachtete. Konnte eS Anna sein, die ihm schrieb? Anno, die von heimlichem Verkehr nichts roiffen wollte? Was mochte das zu bedeuten haben?

Er riß den Umschlag auf; — sein Ring, den er ihr an den Finger gesteckt, rollte ihm entgegen. Dann las er Anna's Zeilen.

Es flimmerte ihm vor den Augen, alS er sie durch flog. Er fühlte ein scharfer Klopfen und Hämmern in seinen Schläfen, siedend heiß stieg das Blut in ihm empor. Er lachte auf, laut und höhnisch und erschrak bann über bas Echo. Sollte das Mädchen, bas ihn Beruf und Stellung gekostet, das sein Sinnen derart ausgefüllt, daß er sich dar Leben nicht vorstellen konnte ohne sie, — ibn auch noch den Verstand kosten?

Ruhig Blut! flüsterte er vor sich hin; ruhig Blut! Er drückte die Hand an die Schläfen, und trachtete Ordnung in sein durcheinander wirbelndes Denken zu bringen. (F. f.)

8.50

versehenen sogen, v Züge bezeichnen.

Nachfrage

Angebot

erfolgen.

* Unseren ver­ehrten Abonnenten bringen wir neben­stehend den so be­liebten Kahrptem für die Taschenuhr der in der Zeit vom 1. Mai bis 1. Oktober d. I. in Fulda ankom­menden und ab-

* Die königliche General-Lotteriedirektion ver­öffentlicht im heutigen .Reichsanzeiger' den Plan der 205. preußische« Kkasseu-Lotterie, be­stehend auS 190,000 Stammloosen und 35,000 zu den Gewinnen der drei ersten Klaffen aus- zugebenden Freiloosen, welche bis zu ihrer Aus­gabe für Rechnung der Lotteriekaffe mitspielen, mit 112,500 in vier Klaffen vertheilten Ge­winnen. ES wird mit der Ziehung der ersten Klasse dieser Lotterie am 5. Juli ds. Jrs. der Anfang gemacht werden. Die Ausgabe der Loose der ersten Klaffe dieser Lotterie wird seitens der gedachten Einnehmer nicht vor dem ersten Tage nach beendigter Ziehung der vierten Klaffe der 204. Lotterie

werden können. Daß da« Angebot von Zwetsch.» die Nachfrage um 700000 Kilogramm Überstieg hat seinen Grund in der vorzüglichen Ernte letzten JahreS und ist kein Beweis, daß eine Ueberproduktion eingetreten ist.

d Iraukfnrt a. M., 30. April, Nach einer Meldung der ,Berl. Ztg,' von hier ist den Photographen in Frankfurt bei der Gries. Heimer Brandkatastrophe Übel mitgespielt worden. Auf angeblich „höheren" Befehl wurden die Photographen nicht nur gehindert, photo- graphische Aufnahmen zu machen, sondern ei wurden ihnen, soweit man ihrer habhaft werden konnte, bereits belichtete Platten kurzer Hand ' abgenommen. Die beteiligten Photographen haben, wie es heißt, den Rechtsweg bereit«, beschritten. Das Vorgehen der Behörden ist indeß nur zu begrüßen, denn eS macht einen eigenthümlichen Eindruck, Leute auf großen U«. ' glücksstätten vielleicht zu Dutzenden herum. 1 wandern zu sehen, einzig und allein damit be. ' schäftigt, pekuniären Vortheil aus dem all» < gemeinen Unglück zu ziehen. 1

):( Kries heim, 30. April. Leider hat sich | di; Befürchtung, daß unter den Trümmern »och weitere Verunglückte verschüttet liegen, alS be- 1 gründet herausgestellt. Nach amtlicher Mit- 1 theilung wurden nämlich heute Vormittag bet I den Ausräumungsarbeiten noch 3 Leichen ge» 1 fanden; 4 Personen werden noch vermißt, man • glaubt aber annehmen zu dürfen, daß diese 4 | Personen nicht ums Leben aetommen sind.

Q Aied, 30. Avril. Nied ist ein kleiner 1 Dorf, das nur 10 Minuten von der Gries­heimer Unglücksstätte entfernt liegt. Die | ganze Umgegend ist natürlicherweise in tiefe Trauer ob des furchtbaren Unglücks gehüllt; selbst in Frankfurt haben verschiedene Vereine ihre Festlichkeiten in der nächsten Zeit wegen des all­gemeinen Trauersalls von der Tagesordnung ab- gesetzt. Nicht so die Nieder. Hier wird lustig KirmeS gefriert, trotz der Mahnung des katho- ; lifchen Pfarrers, von dem Lärm angesichts deS schrecklichen Vorfalles abzusehen. Liegen doch in manchen Häusern hier Verwundete, eine arme Frau sucht norb nach ihrem Sohne und eine Schwester nach ihrem Bruder. Wahrlich dieses Gebühren der Nieder ist ein Hohn auf alle edlen Gefühle deS Menschen, und verdient öffentlich vor der Welt gebrandmarkt zu werden.

):( Koftzelsmar, 1. Mai. Am nächsten Sonntag (5. Mai) wird katholischer Gottesdienst in Immenhausen um 8 Uhr und hier in HofqeiSmar um 10V» Uhr adgehalten.

[] Witzenhaul-n, 30. April. Die städtischen Körperschaften haben den Bürgermeister von Lorentz aU Bürgermeister der Stadt Witzenhausen auf weitere 12 Jahre wieder- gewählt.

* WarSurg, 30. April. Am 15. April ist hier ein israelttisches Schüler- und Lehr­ling She im eröffnet worden. Das Institut hat den Zweck, jüdischen Knaben, zunächst aus Hissen, die sich ausbilden wollen und denen die Gelegen- , h,it hierzu in ihren Heimathsorten fehlt, ein Heim 1 m bieten. Mit 12 Zöglingen ist die Anstatt er- . j öffnet worden. Von diesen sollen zwei Hand» wertet werden, die übrigen höhere Lehranstalten besuchen. An der Sp tzr des Vorstandes steht Herr Prof. Dr. Cohen; die Leitung hat Herr Sergei. Die Zöglinge erhalten gegen f ehr mäßige Vergütung Pension, Unbemittelte ohne jede Vergütung alles im Heim, was für ihre körperliche und geistige Entwickelung ersorderlich ist. z

** Maröur«, 20. April. Herr Gerichts- 1 asseffor Nedden von hier wird sich vom 1. Juli b. Js. ab alS Rechtsanwalt in Biedenkopf nitbetlaffen.

n W»i«z, 30. April. Gestern Abend hat auf der Nebenbahnftrecke Mundenstein-Nier­stein am Einlauf in den Bahnhof Nierstein ein Dammrutsch stattgefunden. Der Verkehr mußte heute durch Umsteigen bewerkstelligt werden. Dw Wiederheistellungsarbeiten find sofort in Angriff genommen worden. Bis heute Abend nird der Verkehr wieder ohne Umstieg eröffnet werden können

* Mainz, 30. April. Am 2. Mai begeht ■ daS Seminar de» 50. Jahrestag der Wieder» j Herstellung feiner theologisrben Lehranstalt i durch den hochsilfgen Bi-chof Wi Helm Emmanuel. 1 Um 10 Uhr ist feierliches Hochamt und um 3- | Ubt feierliche Vesp r vor auSgesetztem Hoch» ! würdigstem Gute. Viele Freunde und ehemalige | Zöglinge werden an bi»km Feste cheilnehmen 1 oder mit den Anwesenden sich im @;i|te vereinigen I zum Danke gegen Gott und in der Bitte, daß 1 er die Ar.stttt stets segnen und beschützen möge. I

A Aad Wi!d««»-A, 30 April Die 1 Bavesaison wird am 1. Mai offiziell be» j gönnen. Das neu erbaute Sanatorium ist fast i vollendet und auch die Hotels und Villen find 1 bereits für den Fremdenverkehr eingerichtet. Die 1 80 Mann zählende Kurkapelle nimmt ihre regel» I mäßigen Konzerte unter der Leitung des Diri- I genten Herrn Hagenstein am 5. Mai auf. I

O Aad Salzschlirf, 30. April. Heute sind bereits 10 Kurgäste eingetroffen und zwar als erster der Herr Stadtrath K a h aus Baden-Baden. Morgen Nachmittag von 3 Uhr ab findet daS Elöffnungskonzert statt.

j* Schlitz, 30. April. Am Samstag, den 4. Mai, wird im Laufe des Vormittags der Kaiser in Schlitz eintreffen. Die Abreise ist auf Montag, den 6. Mai, Vormittags fest­gesetzt,

Q Lattlerssoch, 30. April. Der Regierungs- Bauführer Hermann Heyer von hier ist zum Regierungs-Baumeister ernannt worden. — Am hiesigen Bahn Hofe scheuten zwei Pferde, die an einen mit Eisenröhren beladenen Wagen gespannt waren. Ein Theil der Ladung fiel vom Wagen und ebenso der darauf sitzende Knecht. Dieser trug von dem Falle schwere innere Verletzungen davon und mußtein's Krankenhaus gebracht werden.

V Kers seid, 30. April. Für die am 15. Mai dahier tagende 26. Hauptversammlung des Vereins von Lehrern höherer Unterrichts­anstalten der Provinz Hessen-Nassau und des Fürstenthum« Waldeck ist folgende Tagesord­nung aufgestellt: 1. Eröffnung der Versammlung durch den Vor sitzenden der O rtsausschuffes. 2. Jahres­bericht des ständigen Ausschusses, erstattet von seinem Vorsitzenden. 3. Rechnungsablaqe durch den Schatz­meister des ständischen Ausschusses. 4. Bericht über die Magdeburger Sterbekasse, erstattet von einem Mitglied des ständigen Ausschusses. 5. Wahl des nächsten Versammlungsortes. 6. Vorträgeder Herren: a) Direktor Dr. Reinhardt, Frankfurt a. Main: Die Behandlung de« zweiten Theile« von Goethes Faust in der Oberprima, b) Professor Franz, Kassel: Die Bemessung der Lehrarbeit, c) Oberlehrer Bur- Henne, Hersfeld: Ueber die Fortdauer eines Thsiles ,?r Abschlußprüfung für die am „Ersatzunterricht theilnehmenden Unters«kundaner der Gymnasien, d) Direkior Dr. Duden, HerSfeld: Mittheilung über den gegenwärtigen Stand der orthographischen Frage. Nach Schluß der Versammlung um 3 Uhr findet da» Festessen im großen Saale der Gesell­schaft „Verein" statt.

= 1. Mai. Der seitherige Over-

bürgermeister bet Stadt Hanau Dr. jur. Eugen Gebeschus ist in gleicher Eigenschaft für eine weitere AmtSdaner von 12 Jahren bestätigt worden. „ _

* Frankfurt a. M., 29. April. I« Frankfurt a. M. besteht bekanntlich seit mehreren Jahren eine Centralstelle für Obftvrr- werthung, die kostenlos drn An- und Verkauf für Obst vermittelt. Ihrem Geschäftsberichte für bas Jahr 1900 entnehmen wir eine Zusammen­stellung über Nachfrage und Angebot tn verjchie- benen Obstsorten. Es betrug in:

Summa 14,532.264 Kilo 15.811,625 Kilo

Die Endzahlen zeigen, baß bie Nachfrage das Angebot absolut um rund eine Million 300,000 Kilogramm überflieg. Besonders stark war bie Nachfrage in Erdbeeren, Himbeeren, Stachel­beeren, Johannisbeeren, Mirabellen, Aprikosen, Reineclauden und Aepfeln. Nach derZusamwen- stellung hätten von diesen Obstsorten 3 326970 Kilogramm ober 66 539 Ckntr.er mehr verkauft

gehenden Eisen- ____

bahnzüge. Bemerkt sei, daß die fettgedruckten Ziffern Schnellzüge und die mit einem Sternchen

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JT7 jtronrf. <45-4.52 7.01* X f/8.47 11.28 2.35*3.17 5 35 5.56 \ I 6.51 8.42* 8.56 Bebra 4.50 8 50 X I 9M* 1146 12.6 2.20 3.48 4.55 » 1 6.57 10.48* H.44*<6ie(j 5.9 9.412.24 I [/ 2.87 7.03 9.45 7.16 11.54 3 55 's

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8.30 11.15 @. 6.811.1724

8.46$.6.16 11.143.6 Ly

Vermischtes«

* Guedtintznrg, 30. April. Gestern fiüh um ■ 5 Uhr brach in dem kleineren der beiden Thürme der | Benedikiikirche Feuer aud. Der größere Ttzurm, der H von demselben mttergriffen wurde, ist bis auf da» Mauerwerk niedergebrannt. DaS Feuer wurde.durch' die Explofion einer Petroleumlampe in der im kleineren Thurm gelegenen Thurmerwohnung verursacht

♦ G«i«, 30. April. In Bonr (Algier) war an» Freitag eine große Menschenmenge bei der Expl osro» von 2000 Kilo Dynamit auf einer dortigen Wersk ■ anwesend. Steirblöcke wurden sehr wett geschleu» bett und trafen mehrere Personen Ern Schützen korporal wurde getödtet und 10 Personen wurve» verletzt.

Erdbeeren

30,315 i

Kilo

228,600 :

Kilo

Himbeeren

137,045

ir

255,150

II

Heidelbeeren

713,650

M

317,335

H

Stachelbeeren

59,815

rf

140,295

II

Johannisbeeren

52 755

M

209,390

19

Preißelbeeren

105,150

H

111,475

II

Kirschen

1,460,300

H

852,UÜU

W

Mirabellen

80,450

M

195.500

H

Pfirsiche

99 374

II

126 200

19

Pflaumen

117 325

H

70,100

H

Aprikosen

85.670

II

181,325

19

Reineclauden

82,400

n

295 075

99

Aepfel

6,975,290

N

9.325,375

H

Birnen

1 778,170

II

1,468,125

H

Nüsse

66 875

19

53,245

H

Zwelschen

2,641,190

19

1,951.835

H

Verschiedenes

46,490

M

30.600

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