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28. Jahrgang.

Iutöa, Dienstag, dm 23. April 1901.

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mentariern" nachgesprochen wird, die unter dem Einflüsse der Zahlung von j Tagegeldern groß gezogen werden würden, so geschieht das ebenso ohne Berechtigung. Denn beinahe die ganze sozialdemokratische Fraktion des Reichstages besteht aus den Elementen, die Fürst Bismarck als Berufsparlamentarier bezeichnete. Und schließlich, wenn die Arbeit des Reichstages immer einen so großen Theil des Jahres in Anspruch nimmt, wie gegenwärtig, können ja gar nicht die eigentlichen Männer des Volkes die Arbeit im Reichstage leisten, Männer also, die diese parla­mentarische Arbeit nur so nebenher machen. Unter dem Druck der gegenwärtigen Verhältniffe und der ungeheuer lang ausgedehnten parlamen­tarischen Tagungen muß ja am Ende die pünkt­liche Erfüllung der Reichstagspflichten zum Hauptberufe eines Mannes, seine ursprüngliche Hantirung aber zum Nebenberufe werden. Durch die Abkürzungen der Parlamentstagungen würde also auch viel geschehen können zur Gesundung der parlamentarischen Verhältniffe. Und wenn man einmal ernstlich mit dem Gedanken zwei­jähriger Etatsperioden im Reiche sich beschäftigen wollte und demgemäß auch mit dem weitern Gedanken, in der Regel den Reichstag nur jedes zweite Jahr zu einer länger» Tagung einzube- rusen, so würde man sicherlich zu dem Ergebnisse gelangen, daß diese Gedanken bisher viel mehr verketzert worden sind, als sie es eigentlich ver­dienen.

Und wie in aller Welt will man es begrün­den und rechtfertigen, daß die Mitglieder der Landtage Diäten erhalten, diejenigen des Reichstages aber nicht? Sehr viele Mitglieder des Reichstages sind gleichzeitig Mitglieder eines Landtages. Als Landtagsabgcordnete empfangen sie Tagegelder. Daß sie nun als Mitglieder des Reichstages Diäten erhalten sollen, möchte man als „würdelos" hinstellen im Jntereffe des Reichstages. Einen ärgeren Widerspruch als diesen kann es ja gar nicht geben. Und wenn jemand ein Doppelmandat in Berlin ausübt, braucht er doch nur für das eine Mandat ent­schädigt zu werden. Den» nur um eine Ent­schädigung für persönliche Auslagen handelt es sich, nicht um die Zahlung eines parla­mentarischen Gehültes. Und sollten nc h Jahre darüber hingehen, bis endlich einmal die Zahlung von Tagegeldern im Reichstage erreicct sein wird, daS Eine ist sicher, schließlich wird sie doch erreicht werden. Und deswegen dürfen diejenigen in ihrem Kampfe darum niemals erlahmen, die klar und bestimmt eingesehen haben, daß die Verhältniffe im Reichstage auf die Dauer ohne die Gewährung dieser persönlichen Entschädigung unhaltbar find!

Sie wiffen ja, ich wohne in dem Zimmer, das ehemals das Stubenmädchen inne hatte."

Als Gruber emgezogen, hatte eine allgemeine Umwälzung stattgefunden, bet welcher Anna am schlechtesten weggekommeu war; erst jetzt fiel ihm die bis dahin unbeachtete Thalsache auf:

„Ach ja, so! Armes Kind! Wohnst gewiß miserabel."

„Als ob ich in Masing je an Lexus ge- wöhnt worden wäre!" lachte sie. Als Anna gegangen, lag Gruber noch längere Zeit wach und suckte seine Gedanken zu ordnen, die immer wieder sich verirrten; endlich fiel er in Schlummer.

Mit jähem Ruck — es mochte ein Geräusch im Hause entstanden sein — fuhr er aus dem Sch afe auf. Sein Herz klopfte laut, aber sein Denken hatte sich geklärt. Die Ereigniffe des

brandenburgischen) Armeekorps, trat bet Beginn >es Krieges gegen Frankreich beim 2. Garde- Regiment z. F. ein und wurde am 10. November 1870 Leutnant. Nach Besuch der Kriegsakademie kam er 1878 in das Garde-Schützenbataillon und wurde 1880 zum Generalstab kommandirt, dem er im folgenden Jahre aggregirt wurde. 1882 wurde er Hauptmann im Generalstab und fand erst beim Nebenetat, dann beim XIV. Korps Ver­wendung. Von 1885 bis 1887 war er zweiter Militärattachö bei der Botschaft in Paris, dann wurde er Komp.-Chef im 65. Jnf.-Rgt., kam aber

Roman aus dem Wiener Leben.

Bon L. v. N e i d e g g.

------ (Nachdruck verboten.)

schieden zu bejahen. Es dünkte ihr aber ehrlich, jemano, und wäre es selbst die geliebte Stiefmutter, hinter dem Rücken zuklagen; daher erwiderte fie ausweichend: „Darüber will ich mir kein Urlheil anmaßen."

„Aber Deinen Vater macht fie doch glücklich?" „Er liebt fie, so wie fir ist."

„Gut, das gibt den Ausschlag ... ich thu's, ich tbu's," wiederholte er wie zu sich selbst.

„Onkel, Sie find aufgeregt," bemerkre Anna erschrocken. „Liegen Sie jetzt hübsch still und trachten Sie zu schlafen. Sollte daS Geringste a« Sie kommen, drücken Sie hier auf den Knopf.

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26. Kapitel.

„WaS bin ich doch elend und hinfällig ge­worden!" dachte Gruber, als er mühsam, mit schlürfendem Schritt in sein Zimmer zurückkehrte. Wie immer, hatte er den Abend im Wohn­zimmer mit Buschmanns zugebracht, von Stephanie mit Aufmerksamkeiten überhäuft, die er jedoch — gegen seine Gewohnheit — theil- »ahmslos hinnahm.

Der ganze Abend war trübselig verlaufen. Buschmann öffnete kaum den Mund, sondern sah trübselig vor sich hin; Anna blieb in sich gekehrt und Stephanies überlaute Heiterkeit hakte etwas Erkünsteltes. Die Schnurren, welche sie erzählte, die Liedchen, welch; fir sang, ver­fehlten denn auch ihren Eindruck auf die Zu­hörer. Die kleine HauSgesellschaft zeigte sich theilnahmSloS und war sichtlich froh, als die Stunde schlug, welche täglich den Aufbruch be­zeichnete.

Bei Gruber wollte heute nichts stimmen; seine Hände zitterten und in seinem Kopfe summte eS sonderbar. Erst als er im Bette lag, fühlte er sich wieder im Stande, seine Ge- danken zu sammeln. Er wußte, es war nöthiß, den» der morgige Tag sollte ein wichtiger werde». Es war keine Kleinigkeit, das sorgsam

einem Jahre wieder in den General­stab in dem er erst bei der 14. Division, dann bei der HI. Armeeinspektion, beim großen General­stab und endlich beim X. Korps Verwendung fand.

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Erscheint täglich, m. Ausnahme der Sonn-und Feier­tage. Bierteljährl. z,)«g,prei, phne Bringerlohn and Bestellgeld in «ulda und auS- värtslM.bOPs.

Deutsches U^ich.

Berlin, den 22. April.

• X che-erat Krotz vo« Schmarzyoff. Der bei dem Brande in Peking ums Leben gekommene General-Major von Groß, genannt von Schwarz­hoff, deffen Porträt wir beistehend bringen, war Chef des Generalstabes beim Oberkommando in Ostasien. Er war ein Sohn des 1881 verstorbenen General« Julius von Groß genannt von Schwarz­hoff, zuletzt kommandirender General des III. abgefaßke Testament umzustoßen. Wenn nur auch fein Gedächtniß ihn nicht im Stiche ließ, und^r fich auf alle Klauseln besann, die er ein­fügen wollte! Vor Allem schien es ihm aber nothwendig, vor dem Einschlafen noch mit Anna zu sprechen, und gerade heute blieb fie so lange aus; — doch da klopfte eS, fie trat ein,

Frau Gruber hatte von dem jungen Mäd­chen sich versprechen lassen, daß sie während ihrer Abwesenheit alle Abende nach dem alten Onkel sehen, ihm seine beruhigende Arznei selbst eingeben und womöglich ihm ein Gebet vorlesen würde. Anna wählte ganz kurze Gebete, und den erbaulichen Worten, die ihre weiche Stimme wohlklingend vortrug, folgte brr alte Mann mit wirklicher Andacht, ja er zeigte sogar Verlangen nach ihnen — ein Resultat, das Pepi, die lieber« eifrige, die alle Andachtsübungen ins Un- gemkffrne auSdehnte, nie erreichte. Eben war Anna mit dem Gebete zu Ende und wollte sich zurückziehen, als Gruber sie aufhielt.

„Annerl, ich habe noch mit Dir zu sprechen." Seine Augen glänzten so sonderbar, die Stimme klang so erregt, daß Anna befürchtete, er könne fiebern.

„Hätte es nicht Zeit bis morgen, Onkel Ignaz?"

„Rein, die Nacht ist so lang; bis morgen könnte ich Alles vergeffen haben. Annerl, Du sagst nie eine Unwahrheit; ists richtig, daß Dein Vater große Gelrsorgen hat?"

Warum hätte sir dem alten Onkel die That- sache ableugr.en sollen? „Ich fürchte, es ist nur zu wahr."

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Geheimrath Gall hatte sich sehr schnell die allge« meine Beliebtheit erworben bei allen, mit denen er in Verkehr trat; der pflichttreue, schlichte und allen gern gefällige Beamte wird lange Zeit unvergessen sein. Die Verwaltung der Ge« ich äste ist dem dienstältesten Bureau- beamten übertragen worden, dem Rechnungs­rath Plate. । ,

X Die Kaual-Kovrmisfiorr desAvgeord- «eteuhauses hat am Montag 'wiederum zwei Sitzungen abgehalten. In der Vormittags-Sitzung kennzeichnete der freikonservative Abg. Freiherr v. Zedlitz die Sachlage, indem er sagte: eS fet zweifellos, daß die Vorlage, wie sie jetzt vor­gelegt sei, nicht zur Annahme gelange. Der genannte Abgeordnete schlug vor, ein Kompro­miß derart zu schließen, daß in jedem Jahre daS ausgeführt werde, waS nach den finanziellen Ver- hältniffen möglich sei. Verkehrs - Minister von Thielen erwiderte darauf, dieser Vorschlag habe einen bösen Fehler, nämlich den, daß er weder bei den Parteien, noch auch bei der Staats­regierung auf Annahme rechnen könne. Die Staatsregierung sehe in dem Mittel­land-Kanal das wichtigste Stück der Vorlage, sie halte auch am Bau der Ernscher Linie fest. Arn Nachmittage sprach Finanzminister v. Miquel, um namentlich wiederholt zu er­klären, daß die FinLnzlage den Bau des Mittel­land-Kanal sehr wohl gestatte; es handele sich höchstens um 12 Millionen jährlich, und die Lage der Reicht finanzen könne dagegen nicht in Be­tracht komme», auch wenn etwa die Matrikular« Beiträge steigen sollten. Unsere Gesammtlage sei so, daß auch nach dem Bau deS Kanals eine Herabsetzung der Tarife erreicht werden könne; nur gesetzlich könne man das nicht festlegen. Abg. Dr. am Zehnhofs vom Centrum hob hervor, daß für Westdeutschland eine richtige Zollpolitik viel wichtiger sei alS der Kanal. In der Be­deutung für den Verkehr würden aber die Kanäle ganz erheblich übertrumpft durch die Eisenbahnen; man sehe dieS besonders deutlich ein, wenn man bedenke, einen wie großen Fortschritt cie Eisen­bahnen durch dieAnwendung der elektrischen Kraft machen können. Nacht em dann noch Mi- i ter v. Thielen ausgeführt hatte, daß durch den Bau des Lippe-Kanals allein dem Dortmund-Ems- Kanal Dir schwerste Schlag nach der Ansicht der Regierung versetzt werden würde, wurde dte wei­tere Berathung auf Donnerstag vertagt, vor­ausgesetzt, daß an diesem Tage die Plenarsitzung ausfallen würde.

4- Schwere Andenken gegen die Aanak- vorkage werden in der ,Köln. Volkszeitung' ge­äußert. „Wir stecken — so schreibt das genannte Blatt — in Unternehmungen von unabsehbarer Tragweite, die wirthschaftlichen Verhältniffe sind ebenso unsicher wie die politisch-internationalen in solchen Zeiten erscheint es nicht räthlich, an dte Verwirklichung eines so weit ausschauen­den Planes heranzutreten, wie der Mittellandkanal es ist." Sehr richtig! Wer die Verhandlungen der Kanal Kommission des preußischen Abgeord­netenhauses verfolgt, sieht, daß die Mehrheit der Kommission auf demselben Standpunkte sich be­finden dürfte. _ Ä

4- Aeine Erhöhung her Ai er st euer? Die Ankündigung des Schatzsekretärs Frechem« letzten Tages lagen vor ihm, nicht mehr von einem Schleier verhüllt, wie Abends zuvor, sondern deutlich erkennbar. Ebenso wußte er, waS er am nächsten Tage zu thun gedachte . . . oder roar der bedeutungsvolle Tag vielleicht schon ungebrochen? Eben schlug die Uhr: es war ein Uhr.

Also heute noch kam der Notar; heute noch mußte das alte Testament umgestoßen werden! Unrecht war ja keines dabei, wohl aber quälte ihn die Sorge, ob er damit daS Richtige träfe. Das Annerl würde von Carneris Zudringlich­ketten befreit, das blieb die Hauptsache. Sonder­bar, an Stephanie dachte er ntcht mehr mit der blinden Bewunderung der früheren Tage; viel weniger ihr zu Liebe als wegen des KindeS ge­dachte er sein Vorh rben zur Ausführung zu bringen ... Wie aber, wenn später seine Ge- danken sich abermals verwirrten? Das beste blieb vielleicht, seine Wünsche sogleich nieder­zuschreiben, dann konnte der Notar kommen, wann er wollte...

Er stand auf und ging an den Schreibtisch, zog mühsam einen großen Bogen Papier heraus und fing an zu schreiben. Seine Hand, anfangs ganz fichtr, überkam jedoch bald ein Zittern, nur mit Anstrengung konnte er ihre Bewegungen beherrschen; auch fing daS Summen im Kopfe wieder an. Immer klarer wurde ihm, daß er sich kurz, möglichst kmz f off en müsse. Kratzend glitt feite Feder über daS Papier.

Endlich war die Aufgabe gelöst und schwankend kehrte er in sein Bett zurück. Seine Pulse hämmerten, al8 er sich in demselben auöstreckte.

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mit Zlnterhattungs-Meikage „Mlstrirte Sonntags-Zeitung

sagt man. Wer ist denn der Reichstag? Die parlamentarische Vertretung des deutschen Volkes, die 397 Mitglieder zählt. Wer faßte aber Be­schlüsse am letzten Freitag und Samstag bet der Berathung der Gesetzentwürfe über Urheberrecht und Verlagsrecht? Eine der vorgeschlagenen Reso­lutionen ist mit 24 gegen 12 Stimmen ange­nommen worden, wie bei der wenig stattlichen Zahl der Anwesenden recht leicht festzustellen war — vierundzwanzig gegen zwölf! Von den 397 Mitgliedern des Reichstages waren also 36 zur Stelle, noch nicht einmal der zehnte Tbeil; und so könnte es vorkommen, daß dieselbe Resolution, die in der zweiten Lesung mit einer „Zweidrittel­mehrheit" angenommen wurde, in der dritten Lesung mit einer Neunzehntelmehrheit abgelehnt würde. Dem Freunde des Parlamentarismus steigen bei der Betrachtung solcher Verhältniffe eigenartige Gedanken auf: also so werden wichtige Retchsgesetze gemacht? — nämlich durch das Spiel deffen, was wir Zufall nennen? Die Gegner der Volksrechte freuen sich und reiben sich die Hände; der Reichstag liefert ihnen durch seine fortgesetzt schlechte Besetzung dte allerbesten Waffen gegen den Parlamentarismus selbst. Der Reichstag schaufelt an seinem eignen Grabe. Das sehen die Leute gern, die die Rechte und den Einfluß der Parlamente herabdrücken wollen; deswegen sträuben sie sich mit aller Gewalt gegen die Einführung von Maßregeln, die zur Besserung dieser auf die Dauer vollkommen unhaltbaren und unerträglichen Zustände beitragen könnten, und so auch gegen die Gewährung von Tagegeldern an die Mitglieder des Reichstages.

Die Sozialdemokraten beziehen Tage« gelber, wenn sie deren bedürfen, von ihrer Partei. Die Sozialdemokratie verfügt gegenwärtig über • 57 Sitze im Reichstage. Wie leicht kann die Sozialdemokratie gelegentlich die ganze Beschluß« faffung des Reichstages unter ihre Herrschaft bringen! Trägt denn nicht dieser Gedanke allein schon dazu bei, die Gegner der Verleihung von Reichstagsdiäten umzustimmen. Diese Gegner sind so ziemlich dieselben Leute wie diejenigen, denen die Unterdrückung der Sozialdemokratie daS A und das Z aller Politik ist. Warum sträuben sie fich gegen Maßregeln, die ganz und gar danach angethan sind, den Einfluß der So­zialdemokratie im Reichstage einzuschränken?

Die Diätenlosigkett sollte angeblich ein Damm sein gegen die „Demokr atisirung" des Reichstages. Daß sie sich in diesem Sinne ganz und gar nicht bewährt hat, liegt jetzt klar zu Tage. Und wenn dem Fürsten Bismarck noch immer deffen Wort von den „Berufsparia-

ßine der wichtigsten Bestimmungen des neuen Gesetzes Über das Urheberrecht ist die Festsetzung der Schutzfrist für die Werke der Schriftstelleret onb der Tonkunst nach dem Tode der Urheber. Der Regierungsentwurf und die Kommission schlugen vor, diese Schutzfrist von 30 Jahren auf 50 Jahre zu verlängern. Im Reichstage ist diese Verlängerung am letzten Freitag indessen abge­lehnt worden; nach dem Beschlüsse des Reichstages in zweiter Lesung soll es bei der gegenwärtigen kürzern Schutzfrist von 30 Jahren bleiben.

Der Reichstag hat es beschlossen" —

1894 wurde er Oberstleutnant und Chef des Generalstabes des württembergischen Armeekorps in Stuttgart, von wo er 1897 als Oberst und Kommandeur des 94. Jnf.-Rgts. nach Weimar kam. Am 18. April 1900 wurde er General- Major und Kommandeur der 33. Infanterie-Bri­gade in Altona und im Juli 1900 Kommandeur der ersten Ostafiatischen Infanterie-Brigade. Als Graf von Waldersee im August 1900 zum Ober­befehlshaber in Ostasien ernannt wurde wurde General-Major von Groß zum Chef des General- stabes des Armeeoberkommandos ernannt. Im Jahre 1899 war General-Major von Groß einer der Vertreter Deutschlands auf der Friedenskonferenz im Haag.

* Abg. Dr. Lieber, der sich von seiner letzten Krankheit in erfreulichem Maße wieder er­holt hat, wird sich gleichwohl vorläufig an den parlamentarischen Verhandlungen nicht beteiligen können. Vielmehr gedenkt er, sich zur weiteren Stärkung seiner Gesundheit im Mai nach Bertrich an der Mosel zu begeben, um dort eine Badekur durchzumachen.

n Geheimer Ztechnungsrath GaK, Bureaudirektor des preußischen Abgeordneten­hauses, ist nach kurzer Krankheit im Alter von 62 Jahren heute (Montag) Nachmittag uner­wartet in Folge eines Herzschlages verstorben. Der Verewigte trat am 1. Dezember 1871 aus dem Justizdienste in das Bureau deS Abgeord- netenhausks ein und wurde im Januar 1899 der Nachfolger des Bureaudirektors Kleinschmidt.

„So, so." Gruber nickte ein paarmal mit dem Kopfe. „Sag' mir, trägt nicht etwa Deine

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