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doch noch von der Regierung beliebt würde. Nach allen de« voraufgegangenen Versicherungen vom Segentheil kann man bas noch immer nicht recht glauben.

+ Gesuche von Ariegsinvnlide«. Die aus dem Mtnisterium des Innern kommende ,Berl. Corresp.' schreibt: Im Hinblick auf den zur Zeit dem Reichstag vorliegende« Entwurf zu einem Gesetze, betreffend die Versorgung der Kriegsinvaltden und der Kriegshinterbliebenen, gehen im Kriegsministerium in großer Zahl Ge­suche von KciegSinoaliden und Kriegshinter­bliebenen ein, die ihre baldige Umpensionirung bezw. die Erhöhung ihrer Bezüge erstreben. Der­artige Gesuche sind aber völlig zwecklos, solange der vorbezeichnete Entwurf nicht zum Gesetz erhoben ist. Aber auch wenn dieS ge­schehen sein wird, liegt zu solchen Gesuchen kein Anlaß vor, da die durch dieses Gesetz gewährten höheren Versorgungsgebührniffe seitens der Militärbehörden zur Anweisung kommen werden, ohne daß es hierzu eines Antrags bedarf. Im Uebrigen ist noch darauf hinzuweisen, daß Ge- suche in Invaliden- und Unterstützungsangelegen­heiten am zweckmäßigsten seitens der Kriegstheil- nehmer an die Bezirksfeldwebel, seitens der Hinterbliebenen an die Ortkbehörden gerichtet «erden, die in dem einen wie in dem anderen Falle solche Gesuche am schnellsten einer sachge­mäßen Behandlung bezw. denjenigen Stellen zuführen, welche über die Gesuche zu entscheiden habe». Wenn hingegen die Gesuche an höhere Behörden gerichtet werden, so wird dadurch ihre Erledigung nur verzögert.

* Die Lehrtingsirolh in Merlin wird treffend durch die Inserate in verschiedenen Pro­vinzblättern tllustrirt, wo den Lehrlingen Prämien bis zu 100 Mk. in Aussicht gestellt werden, wen« sie in Berlin ein Handwerk erlernen. Es heißt u. A.: „Lehrlingsgesuch. Ein Knabe, der Lust hat zum Bäckerlernen, kann zu Ostern in die Lehre treten. Lehrzeit 3x/a Jahre nebst freier Kleidung und Wäsche. Nach Beendigung der Lehrzeit 100 Mk. als Geschenk." Die Handwerkerzeitungen weisen darauf hin, daß früher ein Betrag von 100 Mk. öfter als Lehrgeld gezahlt wurde, während jetzt der Handwerksmeister froh sein muß, wenn er überhaupt noch Lehrlinge erhält.

+ Die Wandlungen innertzalS der Sozialdemokratie kommen u. A. auch zum Ausdruck in ihrer Stellung gegenüber den Kon­sum verein en. Während bis in den Anfang der neunziger Jahre die Führer der Sozialdemo­kratie der Konsumvereinsbewegung weniger günstig gegenüberstanden, „weil ste eine schnellere Proletartsirung der Mafien aufzuhalten geeignet wäre", hat namentlich die neuere Richtung diese ablehnende Haltung aufgegeben. Bei dem immer stärkeren Umsichgreifen der Konsumvereinsbe­wegung namentlich auch, unter den sozialdemo­kratischen Arbeitermassen, die auf dem Boden des Gegenwartsstaates die durch die Konsumvereine gebotenen wirthschaftlichen Vortheile sich zu eigen zu machen suchen, sind ihr auch auf sozialdemo­kratischer Seite sogar eifrige Befürworter ent­standen. Auch hier vollzieht stch immer mehr ein Fortschritt zu praktischer Gegenwarts­arbeit. Die Gesammtzahl der Konsumvereine wurde für das Jahr 1898 auf 1373 ge­schätzt. Da jedoch die Konsumvereinrbewegung in den letzten Jahren eine lebhafte Weiter­entwickelung genommen hat, dürfte die Zahl derselben jedoch bedeutend gestiegen sein. Demgemäß berechnet man für die Gegenwart die Zahl der Mitglieder der Konsumvereine auf eine Million, den Umsatz derselben auf 250 Millionen Mark und de» Reingewinn auf 25 Millionen Mark. Da ferner daS deutsche Reich jetzt rund 12 Millionen Haushaltungen zählt und in Deutschland fast jedes Konsumvereins- mitglied einen Haushalt repräsentirt, so gehört ungefähr jede 12. deutsche Familie einem Kor surn- vereine an. Die größte Verbreitung hat die Bewegung bekanntlich in England gefunden, wo auf die Familie ein Jahresbezug von 750 Mk. gegen 250 Mk. in Deutschland kommt. Die Konsumvereine entwickelten sich, wie das Beispiel Englands und neuerdings i« Deutschland Sachsens zeigt, dort am fiärckste«, wo eine große

Doktor unermüdlich. Und er war der richtige Plebejer dazu, der bis zu seinem Tode in be­scheidenen Verhältnissen verblieb, obgleich er, Dank seiner große» Praxis, steinreich wurde."

„Der Arme!" sagte Marburger mit auf­richtigem Mitgefühl. „Reich sein und doch arbeiten! Mir greift's die Nerven an, von solcher Thorheit nur zu hören."

E: war schläfrig geworden. Mit großer Sachkenntniß bereitete er sich aus seinen Kissen und Deckrn ein Lager und streckte sich bequem aus: „Nicht wahr, altes Haus, Du hilfst mir aus der Patsche?" war sein letztes Wort, ehe er einschlief.

Franz lag noch lange wach und dachte an das gehabte Gespräch zurück. Er mußte dabei unwillkürlich lächeln; er, deffen eigene Angelegen' heiten verwickelt genug waren, der bestrebt sein wollte, sich einen anderen Wirkungskreis zu suche», sollte nun von seiner kostbaren Zeit hin­geben, einem Müßiggänger beizustehen, der dadurch wohl noch tiefer in Trägheit versank. Aber bei all' seinen Fehlern war Marburger im Grunde ein gutmürhiger Kerl; diejenigen, gegen welche er ibm beistede» sollte, waren jedenfalls weit schlimmer cB er. Konnte die Begegnung nicht etwa auch ein Wink der Vor­sehung sein, daß er selbst bestimmt sein könne, auf ähnlichem Gebiete als Betriebs-Inspektor telleicht sein Brod zu erwerben? Die Er-

industrtelle Arbeitermasse vorhanden ist. Als weitere Vorbedingung kommt in Betracht, daß die Arbeitermaffe geschloffen sein muß, eine annähernd gleiche Lebenshaltung auf­weist und vor allem auch ziemlich ständig ist. Zugleich gewinnt man bei einem Ueberblicke über die wirthschaftliche Ent­wickelung den Eindruck, daß die Konsumvereinr­bewegung mit der gewerkschaftliche» in engem Zusammenhang« steht. Von letzterer em­pfängt sie ihre Anregung und Förderung; dem­gemäß zeigt sich auch in de« Gegenden mit der stärksten Ausbreitung der Gewerkschaften die leb­hafteste Theilnahme an den Konsumvereinen. Und in denjenigen Gegenden, wo erst neuerdings die Gewerkschaften festeren Fuß gefaßt haben, zeigen sich zugleich die Ansätze zum Zusammenschluß und zu gemeinsamen Einkaufsgenossenschaften. Demge-en- über wird es für den Kleinhandel, deffen Interessen durch die Konsumvrreinsbewegung sehr nahe berührt werden, immer mehr eine Noth- wendigkeit, auch seinerseits durch gemeinsamen genossenschaftlichen Einkauf sich die Vor­theile des Bezuges im Großen zu beschaffen, um so nach Möglichkeit den immer schwieriger werden­den Konkurrenzverhältnissen Rechnung zu tragen.

Auslavd»

® Marseiile, 8. April Die Hafen- und Dockarbeiter haben beschlofien, den Streik auf­zugeben. Damit ist einer der hartnäckigsten Ausständen, die Marseille je heimgesucht haben, beigelegt. Der Schaden vertheilt sich in gleicher Weise auf die Arbeiter wie auf die Unternehmer, trifft aber naturgemäß die Arbeiter am härtesten.

® Lo»do«, 7. April. Lord SaliSbury ist gestern nach der Riviera abgereist, um dort Genesung für seine stark angegriffene Ge­sundheit zu suchen.

• MetersSrrrg, 8. April, General-Adjutant Banow Ski wurde durch ein Handschreiben des Zaren, worin dieser die Umwandlung der Studien- Ordnung in liberaler Weise verlangt, zum Unter» richtSminister ernannt. — Die Unioer» sitätsbehörden in Petersburg und Kiew ver­ständigte» die Studentenschaft, daß falls am Tage der Ernennung des Unterrichtsministers jede Demonstration unterbleibt, sämmt- liche verhafteten und v e r u r t h e i l t e n S t« d e n t e n begnadigt würden.

+ Mnkarest, 8. April. König Karl er­öffnete am Samstag das neue Parlament mit einer durch allgemeinen Beifall aufgenommene» Thronrede. — Nach einer groß angelegten Rede des Ministerpräsidenten Sturdza nahm die Kammer eine Sympathie-Adresse an den König mit allen 139 Stimmen an. Sodann beschloß die Kammer die Kündigung de« Fischerei-Vertrages mit Rußland.

+ Sofia, 6. April. Der frühere Minister­präsident Stoilo w ist gestern nach kurzer Krank­

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heit im Alter von 49 Jahren gestorben. Der Verstorbene hat seine wissenschaftliche Ausbildung in Deutschland genossen und bethetligte sich später an allen politische« Wandlungen Bulgariens in hervorragender Weise. Unter Alexander von Battenberg wurde er Ministerpräsident; ob er zu deffen Sturze mitgewirkt hat, ist nicht klargestellt.

Weiterung seiner Kenntniffe, aus kamerad» schaftlichem Sinn heroorgegangen, konnte mög- licherweise sich ihm mit der Zeit als nutzbringend erweisen. Unter diesen Gedanken schlief auch er endlich ein.

Es war eine lange Fahrt, welche die Jugend- bekannten mit einander zurücklegen mußten. Marburger wurde nach seinem Aufwachen immer einsilbiger und trübsinniger, je mehr er sich seinem Bestimmungsorte näherte. Pesth be­deutete für ihn das letzte Aufleuchten der Zivilisation, zugleich auch der eigenen Heiterkeit. Als sie über die bosnische Grenze fuhren, öffnete er de» Mund nur mehr, um zu klagen.

„Drei und eine halbe Stunde von hier nach Sokolovic," jammerte er, als er in Podlngowi, seiner Station, den Zug verließ. „Drei und eine halbe Stunde! Glaubt man sich nicht zu den Wilden versetzt!"

„Wenn Du Dich umthust in Deinem Be­trieb, kannst Du Dir vielleicht eine Zweigbahn bauen," tröstete Franz.

„Ich und etwas bauen! Großer Gott! ServuS Franzl, wirst mich bald genug in Sarajewo sehen."

Da stand er auf dem Bahnsteig, hilflos wie ein Kind, und winkte mit der Hand dem ab­fahrenden Franz, während sein Diener die Berge rost Gepäckstücken, die sein Herr mit sich führte, nach einem bereitstehendenWage« bringen ließ. (F. f.)

Unter Fürst Ferdinand kam er abermals in's Kabinet und wurde 1894 im Ministerpräfidium der Nachfolger Stambulow'S. Sei« hauptsäch­lichstes Werk war die Versöhnung Ferdinands mit Rußland und der Uebertritl des kleinen Erb­prinzen in die schismatischr Kirche. — Alle lei­tenden Persönlichkeiten des mazedonischen Komitee'- sind i» vergangener Nacht verhaftet worden. Der revolutionäre Verband stand unter dem Der- dachte, einen Gewaltstreich ausführen zu wollen.

-j- Kapstadt, 8. April. Von General French wird gemeldet, daß er Buren in großer Zahl gefangen habe; es dürfte die» wahrscheinlich nur eine vervielfachte Auflage einer und derselbe» Nachricht fein. Auch soll French den Buren schon wieder das letzte Panzer-Geschütz abgenommen habe». — Bureau Reuter meldet aus Dundee in Natal, daß die Generale Dartnell und Elderson ver­hinderte», daß die Buren in der Gegend von B r y h e i d nordwärts zu fliehen. (?) Sie vertriebe» sie südwärts und nahmen ihnen 100 Wagen und etwa 1000 Stück Vieh ab. Die'Buren stürzten arg bedrängt ein Psmpomgeschütz von einem Abhang herab. Zahlreiche Buren begebe» sich an die Grenze des ZululandeS. An anderen Orten jedoch bereiten die Buren de» Engländern bittere Stunde». So wird aus Kronstadt gemeldet, daß die im Norden des Oranje-Frei- staateS sich anfhaltende» Buren eine große Thätigkeit an den Tag lege». Die Eisen­bahn wurde an drei verschiedenen Stellen von ihnen zerstört. Mehrere kleinere Gefechte haben stattzefunden, deren Srgebniß noch nicht bekannt ist. — Die V e r l u st l i st e vom 6. April weist 6 Todte, 23 Verwundete, 14 Vermißte und 23 an Krankheiten Verstorbene auf. Nach England wurden zurückgesandt 27 Offiziere und 488 Mann. Nach Nru-Seeland sind 57 Offi­ziere und 291 Mann zurückgekehrt.

0 Peking, 7. April. Bischof Favier hat einen Brief von dem belgischen Bischöfe Artselaer erhalten, worin dieser mittheilt, daß ein neuer Boxer-Aufstand im Anzuge sei. Die Be­wegung breite sich besonders in Kuei-Hua-Tkhen aus. Der Bischof stellt von neuem Mord und Brandstiftungen in Aussicht. — Die Mand­schureifrage bleibt vorläufig in der Schwebe. Wie offiziös verlautet, wurde den rusfischrn Ver­tretern im Auslande am 3. ds. M. aufgetragen, den Regierungen, bei welchen fie beglaubigt sind, folgende Mittheilung zu machen: „Da aus den erhaltenen Nachrichten hervorgeht, daß bei den gegebenen Umständen ein besonderes Abkommen in Angelegenheit der Mandschurei dem chinesischen Reiche hervorragende Schwierigkeiten bereitet, so besteht Rußland keineswegs auf dem Abschluß eines solche» Abkommens. Rußland verzichtet seinerseits auf alle etwaigen Unterhandlungen über diesen Gegenstand, indem eS stets seinem ursprünglichen, schon wiederholt veröffentlichten Programm treu bleibt und den weiteren Gang der Ereigniffe ruhig abwartet." Rußland kann eben ruhig abwarten, bis die reife Frucht ihm von selbst in de» Schooß fällt.

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Aus dem Berichte über die Ver­waltung der Stadt Fulda.

XII.

Wir übergehen die weiteren Notizen über die Realschule, wie auch über daS staatliche Gymnasium, d!e landwirthschaftliche Winter­schule, die Molkereischule, die städtische Klein­kinderbewahranstalt, die evangelische Kleinkinder­bewahranstalt, die Stadtwaage (S. 92—105) und kommen zu den öffentlichen Anlage».

Vom 1. April 1896 ab wurde der Schloß­garten, welcher bisher aus dem Schloßetat unterhalten wurde, feiner Bestimmung und Be­nutzung als öffentliche, jedermann'zugängliche Anlage entsprechend auf den städtischen Etat übernommen.

Neu angelegt wurde 1897 die öffentliche Anlage neben dem Badegarten, zu dem Zwecke, um auch dem unteren Stadttheil eine Verschönerung und der dortigen Einwohnerschaft einen Platz zur Erholung zu schaffen. Die Kosten betrugen 1246,20 Mk.

Bei Neuregulirung der Bahnhofstraße im Jahre 1898 wurde auch zugleich der zwischen der Rhabanus- und Schulstraße vor­gesehene freie Platz, soweit dies bis jetzt ohne Beseitigung des Steueramtes und der evangeli­schen Schule möglich war, angelegt. Es ist in Aussicht genommen, dem Kaiser Friedrich auf diesem Platze ein Denkmal zu errichten. Ein Komitee hat sich zu diesem Zwecke bereits ge­bildet und mit dem Sammeln von Beiträge« begonnen.

Der neben dem Domplotze an der Maner des Stiftes Wallenstein entlang liegende drei­eckige Rasenplatz wurde 1899 theilweise mit @e- sträncher bepflanzt und mit eiserner Einfriedigung umgeben.

Im Schloßgarten wurde in den Jahren 1899 und 1900 unter Benutzung des früheren alten ausgetrockneten Weihers ein neuer Weiher angelegt, um dadurch eine gefahrlose Schlitt- schubbahn zu schaffen. Die Kosten hierfür be­laufen sich auf 2107,40 Mk. Die Schlittschuh- bahn wurde im Winter 1900/01 sehr stark be­nutzt und hat bis Mitte Februar 1901 bei einem Eintrittspreise von 10 Pfg. für die Person schon über 500 Mk. Einnahme gebracht, ein Beweis, daß sie einem öffentlichen, allgemein hiroortretenden Bedürfnisse abgeholfen hat.

Weiter wurde im Jahre 1900 im Schloß­garten ein Lawn-Tennis-Platz mit einem

Kostenauswande von 476,20 Mk. angelegt, der viel benutzt wird und in der Zeit vom 1. August 1900 bis November 1900 bereits eine Einnahme von 112 Mk. erzielt hat. Für die Benutzung des Lawn-TenniS-Platzes sind fol» genbe Bestimmungen erlassen:

Die Benutzung deS Lawn-TenniS-PlatzeS ist der ganzen Bürgerschaft freigestellt.

Für die Zeit vom 1. Mai bis 30. September sind die Stunden Vormittags von 8 Uhr bis Nachmittags 7 Uhr.

Bom 1. Oktober bis 30. April, Vormittags von 9 Uhr bis Nachmittags 4 Uhr, dafür festgesetzt.

Sämmtliche Veräthschaften, Bälle rc. haben die Spieler selbst zu stellen, die Stadt pellt nur den Platz und das Mittelnetz.

Mit der Aufsicht ist Schloßwärter Reuß beauftragt und haben die Spieler stch wegen Benutzung des Platzes an diese» zu wende».

Die Sternen der Spieler werden von dem Auf­seher auf die »eben dem Platze angebrachte Tafel ge» schrie en, sowie auch die Zeit, wann daS Spiel be­gonnen hat.

Kommen während eines Spiels Personen, welche gleichfalls zu spielen wünschen, so werden von dem Aufseher die Namen darunter geschrieben.

Für die Benutzung bei Platzes ist bet dem Auf­seher eine Karte zu lösen, auf welcher die Dauer des Spieles angegeben ist.

Die Spielstunde kostet 50 Pfg.

Der Platz wird den Spielern in ordnungsmäßigem Zustande überwiesen und muß derselbe ebenso wieder abgeliefert werden. Beschädigungen, welche auf Leicht- flnn oder Muthwillen zurückzuführen find, müfien nach Aufforderung deS Aufsehers von den Spielern unver- « wieder beseitigt werden, widrigenfalls dieses auf osten durch die Stadt geschieht.

Beschwerden find an den Magistrat zu richten.

Die jährlichen Unterhaltungskosten be­tragen für sämmtliche Anlagen einschließlich bet Kosten für bie laufenbe Unterhaltung des Schloß- gartens

1896/97 . . 3199,54 Mk.

1897/98 . . 3162,51 „

1898/99 . . 3905,64 „

1899/1900 . 4649,64 „

Lokales.

Fulba, 9. April.

□ Im katholische« chesellenv-rein wurde: gest rn Abend der neue P äseS, Herr Stabt- taplan Selzer durch den Diözesanpräses, bett hochw. Herrn Domkapitular H. fj. Müller, eingeführt. In seiner Ansprache wteS bet Herr Diözesanpräses auf bas hehre Beispiel beS seligen Gesellenvaters Kolping hin und richtete bann warmempfunbene Worte an „ bie Gesellen, bie er ermahnte, dem neuen Präses, den bet Hochw. Herr Bischof bttn Verein gegeben, mit Liebe unb Vertrauen entgegetizukommen. Sie sollten sich bestreben, den Grundsatz m bes Ge-. sellenvereins, getreu Religion und Tugenb, Ar­beitsamkeit unb Flftß, Eintracht unb Siebe, zu pflegen; bann werde auch Frohsinn und Scherz im Verein ein Plätzchen finden unb vor allem GoiteS Segen auf bem Verein unb feinen Mit­gliedern ruhen. Der neue Präses versprach, die Interessen des Gesellenvrreins und der Gesellen mit Sorgfalt unb Siebe wahrzunehmen; der Vorstanb möje ihn in seinen Bestrebungen unter­stützen unb die Gesellen ihm mit Vertrauen ent- gegenkommen. Der Senior des Vereins gab der Freude bet Mitglieder Ausdruck darüber, baß fie einen neuen Präses erhalten haben, ber es sich angelegen sein lassen wolle, ben Verein hochzu­halten unb ihn zu weiterer Blüthe zu bringen.. Gemeinschaftliche Gesänge unb gtbiegene Vor­träge bes Gesangchores trugen zur Verschönerung bes frohen Festes bei, das um x/«ll Uhr unter Abstugung des Nachtliedes seinen Abschluß fand.

□ Herr Königlicher Regierungsbaumeister Schüngek dahier ist zum Meliorationsbau nspektor ernannt worden.

□ Vor einigen Tagen wurde uns von ge­schätzter Seite ein Artikel der ,Köln. Volkszeitung' über eine außerordentliche Hauptversammlung ber Aktionäre der Kreutz KypottzeSen-Aktien- sank zur Veröffentlichung übergeben; eS waren an denselben einige Bemerkungen geknüpft, welche Besitzer von Preuß. Hypothekenbar-kpfandbriefen veranlassen sollten, sich ihrer Pfandbriefe schleunigst zu entäußern. Da wir bie unangenehme Er­fahrung gemacht haben, daß burch derartige be­unruhigende Zeitungsnotizen und durch diese ver­anlaßte vorzeitige Verkäufe manche Leser Ver­luste erlitten Haden, zozen wir zunächst bei hiesigen und auswärtigen mit ben Verhältnissen näher vertrauten Personen bie nöthigen Erkundigungen ein. Es würbe uns zunächst mitgetheilt, baß eS sich hier um eine Versammlung der Aktionäre gehandelt hat, für welche sich bie Sage ber Bank allerbingS in ungünstigerem Sichte als seither herausstellte, baß jedoch in der Luge der Pfanb- briefbesitzerkeineVeränberungzum Schlechteren ein getreten ist. Da eS sich in hiesiger Stabt und Gsgenb lebiglich um Besitzer von Pfanbbriefen unb nicht um Aktionäre hanbelt, so konnte bie Veröffentlichung des Berichtes ein besonderes Interesse nicht bieten, wäre jedoch geeignet gewesen, Mißoerstänbn ff-undBeunruhigunghervorzmufen. Daß in Folge der Versammlung ein RoxrStflcfr

Aus Kirche und Schule.

S Inksa, 9. April. Herr Lehrer Alois Pabst, seither an bet kath. Missionsschule zu Pößneck in Sachsen-Meiningen, ist zum zweiten Lehrer in Eiterfeld, Kr. Hünfeld, ernannt worden. — Dem Lehrer PH. Jäger in Eiterfeld wurde die dritte Schulstelle zu Naumburg (Bez. Kaflel) übertragen. — Herr Lchrer Karl Throrn aus Frankfurt a. M., bisher Lehrer in Schröck bei Marburg, ist mit bem 15. ds. Mts. nach Hanau versetzt. _____________________