Einzelbild herunterladen
 

W

eitung

J& 79

Illg

pro 1.

id.

lprik,

her.

id.

mit

ier

i.

2.

rermde werde« «den.

mein

>ietz.

aller.

en der Shren-

pril

c

>en

svox.

Saale. Infang

wPf,

IMj.

en er-

ein if<r. ässe.

M,

ltg.

ommt

Kier

Die serbische Verfassung soll „verbessert" werden zu Gunsten des Hauses Obrenowisch. Nach dieser Verfassung waren bisher nur männliche Nach­kommen erbfolgeberechtigt. Jetzt soll diese Bestimmung dahin umgeändert werden, daß für den Fall des Aus- sterbens der direkten männlichen Linie die Erbfolge auf die direkten weiblichen Nachkommen des re« gierenden Königs übergehen soll. Außerdem will man neben der Skupschtina auch noch ein zweites Parlament im Oberhaus einrichten — um daulit die Skupschtina besser beeinflussen zu können.

Die Reform in Italien kommt nicht vor­wärts: der Finanzausschuß der Deputirtenkammer hat die Aufhebung der städtischen Mehlzölle abgelehnt weil man fürchtet, den Finanzausfall nicht decken zu können, der durch die Aufhebung entstehen würde Damit ist, wie vorauszusehen war, der hauptsächlichste Punkt in dem Reformprogramm des neuen Minister­präsidenten Zanardelli gefallen.

Die französische Deputirtenkammer hat das sogenannte Bereinsgesetz mit 303 gegen 224 Stimmen angenommen, das der Wahrheit gemäß „Gesetz zur Unterdrückung der kirchlichen Kongrega. Honen" heißen sollte. Danach sollen die Orden, die keine Ermächtigung dazu haben, nicht unte richten. Aber die völlige Enteignung aller Orden war doch auch den Radikalen zu gemein: diese edle Absicht des radikal-sozialistischen Ministeriums hat nicht einmal in dieser Kammer eine Mehrheit gefunden. Den er­laubten Kongregationen soll ihr Besitz verbleiben. Ueber die Güter der nicht erlaubten Genossenschaften sollen in jedem emzelnen Falle die Gerichte ent­scheiden. Bevor der Entwurf Gesetz wird, muß sich noch der Senat mit ihm beschäftigen, der am 14. Mai seine Berathungen wieder aufnehmen wird.

Innerhalb der britischen Regierung be­stehen augenscheinlich Meinungsv rschiedenheiten über die Behandlung der Dinge in S ü d a f r i k a. Herr Ehamberlain erklärte kürzlich, an die erneute Auf­nahme der Friedensverhandlungen sei nicht zu denken. Dienstag Abend dagegen hat Kriegsminister Br obrick im Unterhause gesagt: die Regierung wünsche den Buren die Möglichkeit zu lassen, die Friedensverhand­lungen wieder zu eröffnen, wenn ihnen da« gut scheine. Herr Brodrick fügte hinzu, die Regierung wünsche einen möglichst ba digen, ehrenvollen Abschluß

Inserate: Die einspaltige Petit­zeile oder deren Raum 15 Pfm,Re­klamen die Petit­zeile 25 Pfg.; bei Wiederholungen wird entsprechend, Rabatt gewährt.

verantwortlich: Für die Lebattiou 3of. Lau«, sür I-serale 3. parzeller in Fulda.

„die Umwandlung unserer Realschule in eine Oberrealschule vom 1. April 1900 a6 zu beschließen und die erforderlichen Mehr­kosten, soweit nicht der Staat hierzu eine* Zuschuß leistet, auf die Ätadtkaffe zu über­nehmen".

Die städtischen Körperschaften nahm-«, und zwar der Magistrat am 25 Oktober 1899/ die Stadtverordnetenversammlung am 8. November 1899 diesen Antrag eilstimmig an.

Das Provinzialschulkollegium erklärte sich am 28. März 1900 mit der Erweiterung der Realschule zn einer Oberrealschule an sich ein­verstanden, erklärte jedoch, daß eS sich hier nicht ! um ein allgemeines staatlicher Interesse, sondern nur um Befriedigung eines örtlichen Bedürf­nisses handele und deshalb die Bewährung oo« S toati Mitteln sür den Ausbau nicht angängig sei, vielmehr die Stadt alle entstehenden Mehr­kosten aus eigenen Mitteln bestreiten müffe. Die städtischen Körperschaften erklärten sich hier- mit einverstanden und wurde deshalb zu Ostern 1900 dis Obersekunda als neue Klaffe der bis­herigen Realschule angefügt. Dieselbe wird zur Zeit von 6 Schülern besucht. Die beiden we tt« reu Klaffen, Unter- und Oberprima, werde« Ostern 1901 und 1902 eingerichtet und damit wird der Ausbau der Realschule zu einer Ober­realschule vollendet sein. Bis zu diesem Zeit-

tn

Neil bot)

Realschule.

Mit dem Schuljahre 1897/98 war die 1892 beschloffene Umwandlung des Realprogymnaflums in eine lateinlose Realschule vollendet. Die Um­wandlung in eine lateinlose Realschule war um deswillen gewählt worden, weil sich hieran am leichtesten der Uebergang zu einer Oberrealschule anschließen ließ. Der Lehrgang bis zur Unter­sekunda einschließlich ist in beiden Schulen der­selbe und der Unterschied zwischen Realschule und Oberrealschule besteht technisch nur darin, daß die Oberrealschule 3 Klaffen (Obersekunda, Unter- und Oberprima) mehr hat. Schon bald stellte sich denn auch die Rothwendigkeit des Ausbaues der Real­schule zu einer Oberrealschule heraus. Die Er­fahrung zeigte, daß es für viele Schüler wünschens- werth erscheint, 'hre Studien fortzusetzen und das Abiturium an einer Oberrealschule zu machen. Die Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Militär­dienste, welche früher als eine Hauptzugkraft für den Besuch der Realschulen angesehen wurde, wird, nachdem die zweijährige Militärdtenstzeit einge- | führt ist, ihrer selbst willen nicht mehr so sehr be­gehrt, und so blieb denn für die Realschule fast nur noch die Berechtigung zum Subalterndienst. Demgegenüber find die Berechtigungen, welche das Abgangrzeugniß einer Oberrealschule gewährt, ganz bedeutend. Im einzelnen find mit den Abgangs­zeugnissen der Real- und Oberrealschulen folgende Berechtigungen verbunden: (Wir geben diese Be­rechtigung ausführlich wieder, weil dieselben ge­rade jetzt für Fulda von besonderem Interesse sind. D. R.) "

I Das Zeugniß der Reife für Tertia (in 3 Jahren zu erreichen) berechtigt:

I. Zum @intritt in die unterste Klaffe einer König!. LandwrrthschaftSschule.

II. Das Zeugniß der Reife für Prima der R-alschule (in 5 Jahren zu erreichen) be­rechtigt :

1. Zum Besuche der Lehranstalt des König!. Kunst«,. werbe.Museums in Berlin.

28. Jahrgang.

I IV. Das Zeugniß der Reife für Unter- Prima der Ober-Realschule (in 7Jahren zu erreichen) berechtigt:

3m österreichischen Abgeordnetenhause ist es wieder einmal toll hergegangen. Aber diesmal waren nicht die Tschechen die Lärmmacher, sondern die sogenannten „Alldeutschen", unterstützt von den Sozialdemokraten. Diese letzteren machen mit Wonne allen Randau mit, ob er nun von den Tschechen, oder von den „Alldeutschen", oder von sonst wem ausgeht. Die Behinderung der parlamentarischen Arbeit, die Hemmung der volkswirthschaftlichen Verbesserungsge­setze wird dann von den Herren „Genossen" als — „volksthümliche Politik" bezeichnet. In der letzten Sttzung vor der Osterpause haben die „Alldeutschen" einen geradezu schauerlichen Spektakel aufgeführt, bei dem sie besonders den Abg. Lu eg er in wüster Weeise an.qriffen. „So ein Kerl ist Bürgermeister von Wien" i — „So ein Gaukler", wurde auf Lueger losgeschrieen, als dieser reden wollte; und dazwischen hinein wurden Mttgleder der christlich-sozialen Partei von den All­deutschen mit Ausdrücken beehrt wie: „Sie sind der dümmste Kerl von Ihrer Partei" — „Sie schänden das Deutschthum hier" — „Sie Urtrottel" — „Hören Sie auf, Sie Aff" ufto. ufto. Feine Leute, die Heeren, die sich die „Alldeutschen" nennen und leider gerade selbst das Deutschthum in gemeiner Weise schänden! I Schließlich klappten wieder die Pultdeckel, und die Sitzung mußte aufgehoben werden. •

Die russischen Unruhen beschäftigen die zarische Regierung natürlich in der ernstlichsten Weise. Man hoffte, es würde zu milderen Saiten gegriffen werden; aber leider ist diese Hoffnung schon wieder so gut, wie zu Grabe getragen. Auf den Rath des Geheimeraths Pobjedonoszew, des Oberprokurators des „Heiligen Synod", ist zum Unterrichtsminister der Staatsrath Gringmut ernannt worden, ein Mann, der vollkommen ein Anhänger des alten, starren Re­giments ist. Der Student Karpowitsch, der das tödtliche Attentat gegen den früheren Unterricht. Minister Bogoljepow ausführte, ist zu 20 Jahren Fest igsarbeit verurtheilt worden. Lagowski, der die Revolver-1 s Hüffe gegen Herrn Pobjedonoszew abgab, war früher Offizier und mußte wegen revolutionärer Umtriebe bereits zehn Jahrej in Gefängnissen zubringen. Er hat jetzt ausdrücklich erklärt, daß er den möroerischen Ueberfall als Mitglied der Terrorietenpartei beging. Die Beamtenwirthschaft in Rußland ist auch rn der neuesten Zeit nicht besser geworden: die oberste Rechnungsbehörde, die „Reichskontrolle", hat in der Staatskasse Unterschleife im Betrage von 44 Millionen Rubel entdeckt, die von 1893 bis 1898 vorgekommen sein müssen. Solche Riesenbetrügereien waren bisher selbst in Rußland noch nicht dagewesen.

8.

“••• #vt4,yucyviucii.

4. Zum Eintritt als Civilapplikant für daS Marine- Jntendantur-Sekretariat, j-doch nur, wenn Be­werber Zahlmeister-Aspirant und nicht über 28 Jahre alt ist.

5. Zum Eintritt als Civilaspirant für den Intendantur« dienst im Landheer, jedoch nur, wenn Bewerber Zahlmeister-Aspirant ist.

6. Zur Aufnahme a!8 Studirender einer preußischen technischen Hochschule.

7. Zum Eintritt als Studirender in eine Thierärztliche Hochschule. (Nachprüfung in Latein.)

8. Zum Eintritt als Eleve in die Königliche Militär- Roßarztschule in Berlin. (Nachprüfung in Latein.)

9. Zur Meldung behufs Approbation als Zahnarzt. (Nachprüfung in Latein.)

Reichskanzler Graf Bülow ist zu kurzem Aufenthalte nach Oberitalien abgereist. Diese kleine, auf etwa acht bis vierzehn Tage in Aussicht ge­nommene Erholungsreise ist deshalb besonders er- wähnenswerth, weil bei dieser Gelegenheit eine Zu­sammenkunft zwischen den leitenden Staatsmännern von Deutschland und Italien stattgefunden hat. Der italienische Ministerpräsident Zanardelli war von Rom zu dem Zwecke nach Verona gekommen, um dort den Grafen Bülow zu erwarten. Nach der Ankunft dieses Letzteren bestieg er dessen Salonwagen, und dann hatten die Herren eine Unterredung von etwa einer Stunde. Nachher reiften Graf Bülow «ach Venedig, Herr Zanardelli nach Gardasee weiter.

Zu Unterhandlungen mit der briti­schen Regierung ist der Kolonialdirektor Dr. Stübel vom Reichskanzler nach London entsandt worden. Es handelt sich dabei um drei Fragen: um die Entschädigungsftage in China; um die Ent­schädigung, die England leisten soll an die Deutschen, die durch die Engländer aus Trans­vaal vertrieben worden sind; drittens um die Ab­grenzung des deutschen und des britischen Gebietes r« Logo-Lande in Westafrika. Man war bisher der Ansicht, daß in Togo bereits alles in Ordnung sei. Aber den Engländern ist die getroffene Ordnung der Dinge wieder einmal nicht recht, und leider wird unn wahrscheinlich eine ganz neue Abmachung dar­über nothweudig werden.

Zur Meldung behufs Ausbildung als Telegraphen« Inspektor bei den König!. Eisenbahnen.

Zu der Meldung zur Landmefler - Prüfung und weiterhin, nach bestandener Landmeffer-Prüfung, zum Eupernumerariat bei der Königlichen Grund» und Gebäudesteuerverwaltung („Kataster - Super» numerar"), sowie — nach Absolvirung eines kultur» technischen Kursus zu Berlin oder Poppelsdorf und Ablegung der Kulturtechnikrr-Prüfung — zur An­stellung als Bermesfungsbeamter bei den König!. Auseinandersetzungs-Behörden („Genera!«Rom« rnissionen").

3u der Meldung zur Prüfung aI8 Markscheider bei den König!. Bergbehörden.

2. Zum Eintritt als „Gehilfe" für den subalternden Post- und Telegraphendienst mit nachfolgender Zu. laffung zur Postasststenten-Prüfung.

8. Zur Meldung für den Eintritt in die Königliche Haupt Kadetten anstatt zu Lichterfelde bei Berlin. (Nachprüfung in Latein.)

III. Das AbgangSzeugniß der Real- schule (in 6 Jahren zu erreichen) berechtigt:

11 1“ “'“L“»« »um einjährig-freiwilligen Militärdienst.

2. Zur Meldung behufS Ausbildung als Zahlmeister bet dem Landheer.

8. Zum Studium der Landwirthfchaft auf den König­lichen Landwtrthschastlichen Hochschulen.

4. Zum Besuch der akademischen Hochschule für die bildenden Künste (Kunstakademie) zu Berlin.

ö> Ä ber Meldung zur Prüfung als Zeichenlehrer an höheren Schulen.

6. Zum Besuch der akademischen Hochschule für Mustk zu Berlin.

7. Zum Cioilsupernumerariat im Kö-igl. «isenbahn- dtenst.

8. Sieilsupernumerariat bet den Königlichen Previn- zialbehörden und Bezirksregierungen (.Regierungs­und KretSsekretär")

9. Zum Eivilfupernumerartat (für den vureaudirnst) bet der Königlichen Berg-, Hütten- u,:d Salinen- verwaltung.

10. Zum Eintritt in den Dienst bei der ReichSbank

11. Zu« Eintritt in den gerichtlichen Subaltern­dienfl .GerichtSsekretär).

12. Zum Eintritt in die zweite Klaffe einer mittleren gewerblichen Fachschule für Maschinentechniker (Aachen, Barmen, Berlin, Sleiwih, Hogm).

13. Zu der Meldung zur Landmesie Prüfung (wenn außerdem rin Jahr auf der Fachschule; vergl.

14. Zu der Meldung zur Prüfung alS Markscheider bei den König!. Bergbehörden (wenn außerdem ein Jahr auf der Fachschule; vergl. Nr. 12)

16. Zum Eintritt als kupernumerar bet der Berwal- tung der indtretten Steuern (wenn außerdem zwei Jahre auf der Fachschule; vergl. Nr. 12).

16. Znm Eintritt als Apothekrrlehrling mit nach­folgender Zulaffung zu den pharmazeutischen Prüfungen (Nachprüfung in Latein).

17. Zum Besuch der höheren Abtheilung der König!. Gärtnerlehranstatt bei Petttam (Nachprüfung in Latein).

Wochen-Wrrnöschau.

(Nachdruck verboten.)

X Fulda, 6. April.

Nach den Präsidien des Reichstages und des preußischen Abgeordnetenhauses hat der Kaiser, und zwar am letzten Sonntag, auch das Präsidium des preußischen Herrenhauses empfangen. Auf die Ansprache des Vizepräsidenten Freiherrn von Man­teuffel hat der Kaiser erwidert, er habe alles gelesen was in den Zeitungen über seine Aeußerungen zu dem Präsiden-en des Abgeordnetenhauses gesagt worden sei. Aber man solle nur' ja nicht glauben was in einigen Blättern gestanden habe, daß seine Gernüthsverfaffung irgendwie unter den Eindrücken des Bremer Vorfalles gelitten habe. „Ich stehe in Gottes Hand und werde mich durch solche Vorfälle persönlich niemals in dem Wege beirren lassen, den zu beschreiten ich als meine Pflicht anerkannt habe" — f° soll der Kaiser nach einem Zeitungsberichte sich ausgedrückt und auch noch hinzugefügt haben, er sei betrübt darüber, daß es ein deutscher Arbeiter sei der den verhängnißvollen Wurf in Bremen that.

Der deutsche Kronprinz wird schon im voraus von allen möglichen, besonders scharfhörigen Berichterstattern verlobt. In der oberoffiziösen .Norddeutschen Allgemeinen Zeitung' ist diesem Un­sinn ein Ende gemacht worden, daß „allen diesen Ausstreuungen derselbe Grad von Grundlosigkeit innewohnt".

_________ JuLöa, Samstag,

Recht unliebsame Vorgänge werden aus Ingol­stadt berichtet. Vom 13.Jnfan ter ie-Regiment, das dort seine Garnison hat, sind plötzlich 56 Mann ^^^durchfall erkrankt, und zwar so schnell und heftig, daß schließlich die Patienten auf offenen Leiter- tragen nach dem Garnisonlazarett geschafft werden !"u^en. Es besteht der Argwohn, daß den Mann­schaften schädliche Kost verabreicht wurde, verdorbene Würste und Kartoffelsalat, der in einer kupfernen, grunjpantgen Schüssel angemacht worden sein soll. Natürlich ist sofort eine Untersuchung darüber einge­leitet worden.

V. Das Zeugniß der Reife für Ober- Prima der Ober-Realschule (in 8 Jahren zu erreichen) berechtigt:

1. Zum Eintritt als Civil-Supernumerar bei der Ver­waltung der indirekten Steuern.

2. Zum Eintritt als Civilapplikaut für das Marine« Intendantur-Sekretariat.

8. Zum Eintritt als Aspirant für das BerwaltungS« Sekretariat bei den Kaiserlichen Werften.

4. Zur Zahlmeisterlaufbahn bei der Marine. Kann der Bedarf nicht durch Personen mit dieser Schul­bildung gedeckt werden, so dürfen mit Genehmigung deS StationS-Kommandos junge Leute zugelafsen werden, welche das Zeugniß der Reise für Unter­prima besitzen.

VI. AbgangSzeugniß der Oberreal­schule (in 9 Jahren zu erreichen) berechtigt:

1. Zum Studium der Mathematik und der Natur« Wissenschaften mit nachfolgender Zulaffung zu der Prüfung für daS Lehramt an höheren Schulen.

2. Zum Studium des Bergfachs.

3. Zum Studium deS ForstfachS.

4. Zum Studium deS Bau- und Maschinenfachs mit nachfolgender Befähigung zum höheren Staatsdienst, sowie deS Schiffsbau- und Sch'sssmaschinenbaufachS mit nachfolgender Befähigung für den Dienst in der Kaiserlichen Marine.

6. Zum Besuch des akademischen Instituts für Kirchen­musik in Berlin.

6. Zum „Eintritt als „Eleve" für den höheren Post- und Telegraphendienst.

7. Durch Ablegung einer Srgänzungsprüsung im Lateinischen an einem Realgymnasium erlangt der Oberrealschul-Abiturient sämmtliche Berechtigungen der Realgymnasial-Abiturienten, nämlich:

a) zum Studium der fremden neueren Sprachen, mit nachfolgender Zulaffung zur Prüfung für daS Lehramt an höheren Schulen;

d) zum Studium der Landwirthschaft auf den landwirthschaftlichen Hochschulen mit nachfolgen­der Zulaffung zur Prüfung für das Lehramt an Landwirihschaftsschulen;

c) zum Dienst auf Avancement im Landheer unte Erlaß deS «iffenschastlrchen TheileS der Portepee« sähnrichS-Prüfung (Offizier);

d) zum Dienst auf Avancement in der Kaiser­lichen Marine unter Erlaß deS wissenschaft­lichen TheileS der Seekadetten - Eintritts- Prüfung.

Unter dem 23. Oktober 1899 stellten des­halb Oöerbürgermeistkr Dr. Antoni, I. Bei­geordneter Rob. Kircher und Stadtverordneten­vorsteher L. M. Halb leib bei den städtischen Körperschaften den Antrag:

Her

:n'c

nrf.

i der

rge ämmt- »schüft

;r. 1

luflage tritt*-! frei» befan­

den 6. April 1901.

I Mann haben müssen, und die haben sie nicht. Außer­dem machen ihnen die Buren nach wie vor in der

I Kapkolonie tüchtig zu schaffen. Und die Pest im > K a p l a n d e macht immer weitere Fortschritte 1

Die Amerikaner haben Aguinaldo ge- f«en, den Führer der Philippiner. Agui­naldo soll bereits den Bereinigten Staaten den Eid der Treue geleistet haben — natürlich nur gezwungen. Das ist Glück für die Amerikaner. Aber Ehre bringt Ihne» der Streich nicht: sie haben das Kunststück nur fertig gebracht durch gefälschte Schri tstücke, mit deren Hilfe der feindliche Feldherr in einen Hinterhalt gelockt wurde. Aguinaldo war die Seele seiner Landsleute. Man muß abwarten, ob nun deren Widerstand gegen die Bereinigten Staaten von,Amerika gebrochen sein wird.

DaS Mandschurei-Abkommen zwischen Rußland und China wird vom chinesischen Kaiserhofe ab gelehnt, entgegen den Wünschen des Herrn Li- Hung-Tschang. Was wird nun Rußland dazu sagen?

Aus dem Berichte über die Ver­waltung der Stadt Fulda.

vlil Zlrüerßal'tungs -Meikage „IKuffrirte Sonntags-Ieitung" Druck und Verlag der Fuldaer Acliendruckeret

Daß die berüchtigten, sogenannten Hunnen- ‘ triefe in den sozialdemokratischen Blättern zum , allergrößten Theile, wenn nicht vollkommen auf Be- ,'&Mg und Schwindel beruhen, ist von vorn herein für alle Menschen klar gewesen, die nicht durch die sozial- Demokratische Wuthdrille schauen. Der preußische Kriegsminister hat gegen verschiedene Zeitungen, die > solche „Hunnenbriefe" brachten, Strafantrag stellen lasen, hoffentlich nicht ohne Erfolg. Neuerdings ist als weiteres Zeugniß gegen die sozialdemokratischen Lügenfabriken in der katholischen .Nürnberger Volks­zeitung' der Brief eine« in China tätigen Feld­geistlichen erschienen, der klipp und klar sagt, die Hunnenbriefe seien beinahe ausschließlich erlogen: Man müsse sich „ganz entschieden da­gegen verwahren, daß unsere Soldaten friedliche, wehrlose Chinesen oder gar Frauen und Kinder niedergemacht hätten". Natürlich — welcher deutsche «ater würde glauben, daß sein Sohn als Soldat in China solche Gemeinheiten begehen könne?

Einen schmerzlichen Verlust haben die deutschen Katholiken durch den Tod des Hochwürdigsten Bischofs Dr. Michael von Rumpf in Passau er­litten. Der verewigte Kirchenfürst ist an den Folgen einer Lungenentzündung gestorben. Er war ein Münch ner Kind und in der bayerischen Hauptstadt am 4. Oktober 1825 geboren. Bon 1864 an wirkte der verewigte in seiner Vaterstadt al« Domkapitular und dann als Generalvikar; dabei hat er sich große Ver­luste um die Kirche in der sogenannten „Doellinger- Aera" erworben. Am 30. Dezember 1889 wurde er al« Bischof nach Passau berufen; am 11. Mai 1890 folgte er diesem Rufe. Der Verewigte zeigte ein be> fonber« rege« Interesse für die Entwickelung der katholischen Presse, R. i. p.J

Die Krankheit des Großherzog« vvn Olden­burg, zu deren Bekämpfung derselbe sich von Pro- fessvr von Reyher in Leipzig behandeln ließ, ist voll- wmmen beseitigt. Nach einem Berichte dec Aerzte ist »ie eingetreten gewesene Herzerweiterung als dauernd behoben zu betrachten.

Die Festung Spandau wird bald ihre gegen- «artige Gestalt verloren haben. Früher galt sie als ewes unserer großartigsten Festungswerke. Aber vor I wumwe einen möglichst ba biaen ebrenünllen WMAfnt» neuen Errungenschaften der Artillerie ist sie schnell ! bes Kriege». balö

Deswegen soll die Stadt Spandau ihrem Latein zu Ende. Die Buren beginnen in »n h,r/ß-lt^XaUnITr»be^',t werbtn' es soll größeren Massen sich nach dem nördlichen Transvaal - t ?a.ten b rbAn fut zurückzuziehen, wohin noch kein britischer Soldat ge=

»it ä bfS«1 “r bCn Zulmsthurm kommen ist. Wollten die Engländer auch dieses Sebiet

oem deutschen Knegsschatze. besetzen, so würben sie weitere 50000 bii 60000

Älnt täglich, M K

snahme der .

<r|t I nifrBM*

ohne Bringerlohn I BH 9 I i i R K

und Bestellgeld in . ESL- /

00.

len zu I. in finden« nlung. »d.

M.

Uhr, :äses, velzer,