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28. Jahrgang.

Iuköa, Mittwoch, den 3. April 1901.

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SfltT Eitb Verlag de» Salb«» Xttitnb e* pcter»«aAe llr. n <Darmon!»>.

nickt auf der Seite der Berserkermaßregeln steht, scheint die mildere Auffassung bereits den Sieg davangetragen zu habe«.

Ein Karpowitsch freilich, derdaStödtllche Attentat gegen de« UnterrichtSminister verübte; muß hart angefaßt werden: er ist bereits zu zwanzig Jahren Zwangsarbeit und zum Verluste aller Rechte verurtheilt worden. Und die eigent­lichen Hetzer, dis daS „Revolutionäre Komitee" zusammenfetzsn, di« bereits fünf rufstschen Stint« stern Todesurtheile zugestellt haben, werden, wenn fie gefaßt und überführt werden, auch nicht leichten Kaufes davonkommen. Das ist unter den herrschenden Umständen nicht zu ändern. Aber hoffentlich bedeutet der augenblickliche Sieg der mildern Richtung in diesem Etnzrlfalle ein grund­sätzliches Einschwenken in andere Bahnen, eine Abweichung von dem entsetzlichen System, das für alle Volksregungen freiheitlicher Färbung die Kosakenknute und nur immer die Kosakenknute hat, bildlich oder, wie hier in diesem Falle, im wahren Sinne des Wortes genommen. Das Zarenregimrnt braucht nicht zu fürchten, daß es dadurch in seinem Einfluffe, in seiner Macht beschränkt werden würde. Es ist freilich wahr, in Rußland sind weite Kreise der Bevölkerung von einer geradezu leidenschaftlichen Unzu­friedenheit ergriffen und durchdrungen, von den ärmsten bis zu den reichsten Gruppen, vom Kleinbauern bis hinauf zu den Fürsten und Hof­adeligen. Aber an eine allgemeine und große Revolution ist in irgendwie absehbarer Zeit ganz und gar nicht zu d nken; und das kommt davon her, daß die Unzufriedenen unter einander nicht verstehen. Der unzufriedene Bewohner des Palastes hat ganz andere Revolutionsziele im Auge, als der kleine, arme Mann der Hütten; und gemeinsam werden diese beiden Elemente niemals eine Umwälzung zu Stande bringen.

Gerade das Zarenreich ist von jeher der Herd solcher unzufriedenen Elemente gewesen. Gerade Rußland kennen wir als das klassische Land der Attentate, der geheimen revolutionären Umtriebe, der Palatzverschwörungen. Aber trotz alledem ist das Zarenreich immer größer uro immer mächtiger geworden — auch gebildeter und intelligenter, kann man sagen. Nun tollte die zarische Regierung für alle kommende-! Zeiten darauf bedacht fein, durch allmähliche Anb chnung milderer Grundsätze deS Herrschers dem russischen Volke zu zeigen, daß auch sie den guten Willen hat, mit der Zeit fortzuschreiten.

dem Hohn. , , ..

Anna sah zum Vater hinüber; auf femem Gesicht vermochte fie weder Groll noch Mißbilligung »u entdecken: „Ich glaube ohne Pflichtverletzung,»^..»«., »» ............... — -

so handeln zu dürfen. Ich hoffe auch, Franz vor > phanie« trieb seine unwillkommene Erscheinung

werden, wird der wirthschaftlich schwächere Bau er, welcher der materiellen Unterstützung am tiotg« wendigsten bedarf, durch die unsicheren VerkaufS- und Handelsweisen vielfach in dem erwarteten Erfolg seiner Bemühungen bitter getäuscht und ge- schädigt. Um nun den Viehhandel in gesunde Bahnen zu leiten, den Verkauf «ach gewicht zu begünstigen und mit einem Schlag zu verbreiten, wird vo° geschlagen, in federn Mark!orte die Aufstellung von zwei oder meieren Registrir.Viehwaagen zu be« werkstelligen und die Bestimmung zu erlassen, daß alle auf den Markt gebrachten Rindvieh- stücke vor ihrer Ausstellung gewogen, hier- über Waagscheine ausgestellt und letztere nach erfolgtem Verkauf der Thiere (nach Gewicht oder Schätzung) an die Maiklkommission behufs

seiner Abre se noch zu sehen, und — darauf seid gefaßt — ihre Stimme erhob sich, was rch Euch vorhin erklärt habe, das sage ich ihm auch.

Stephanie suchte noch nach Worten, scharf genug, ihren Zorn auszudrücken, da war Anna 9eSa"£ willst Du nun thun?" fragte Busch­mann mit schlecht verhehlter Genugthuung über die Niederlage, die seine Frau erlitten; sie ein- sperren etwa?" .

„Bah I Ja einigen Tagen ist der Mge Mann nach Bosnien abgegangen; bis dahin kann ich da« Pärchen wohl auseinander halten.

17. Kapitel.

Roman aus dem Wiener Lebe». Bon L. v. N e i d e g g.

------ (Nachdruck verboten.)

der Bauaesellschaft ein Gewinn auS den Bau' Ersparniffeu erwachse. Uebrige Baugelder sollen einem Reservefonds zugeführt werden, der unter Genehmigung deS Reichskanzlers zinsbar angs. legt werden muß und über dessen Zmsen eben­falls der Reichskanzler bestimmen soll. Die aus- gelosten Anthetle sollen bekanntlich mit 120 zurückgezahlt werden. In der Begründung deS Gesetzentwurfes wird ausgeführt, daß die Banken, aus denen die Baugesellschaft besteht, eine Rück­zahlung zu diesem hohen Kurse als unumgäng­lich nothwendig bezeichneten.

+ Die Aausindnfirie ist ein Schmerzens­kind in unserem gewerblichen Lrben, das dringend nothwendig der Behandlung ■ durch den sozialen Arzt bedarf. Neue beachtenswerthe Aufschlüffe über die Lage der Hausindustrie sind nunmehr halb­amtlich aus den wirthschastlichen Erhebungen an­gekündigt worden, die das Reichsamt des Innern in der Vorbereitung der neuen Handelsvertrags angestellt hat. Namentlich über die Hausindustrie auf den Gebieten der Konfektion, der Spielmaaren- verfertigung und der Weberei sollen wir daraus allerhand neue und intereffante Dinge erfahren, erfreulich werden diese Dinge schwerlich sem. Hoffentlich brauchen wir nach dieser Ankündigung nicht mehr lange auf diese inttressanten Mit- theilungeu zu warten. Bei dieser Gelegenheit w mitaetheilt, daß jeder einzelne Hausweber in l Schlesien durch -inen besondern Vertrauensmann besucht worden ist und daß auf diese Welse: in Schlesien im ganzen in 403 Ortschaften 14bl<4 Hausweber besucht wurden. Diese Lausweberei ist bekanntlich sehr zurückgegange«, trotzdem aber, wie man sieht, noch immer sehr umfangreich.

I + Auf die Wichtigkeit des Yiehv-rkaufe-

J nitrate: Di« einspaltige Petil- gcile oder deren Raum 15 Pfp.,Re­klamen die Petit­zeile 25 Pfg.; bei Wiederholungen mird »insprechend. 'Rabatt («wahrt.

GDieruMchenStudentenunruhen.

Im Zarenreiche ist eS immer ein Ereigniß von besonderer Bedeutung, wenn in der amt- lichen Regierungspreffe über unliebsame Vor­gänge und Erscheinungen berichtet wird. Im Zarenreiche huldigt man sonst in der Behänd- lung solcher Dinge dem Grundsätze veS Ver­tuschens, des GeheimhaltenS, weswegen ja, wie alle Welt weiß, auch die ZeitungSzensur in sehr strenger Weise gehandhabt wird. Da an ein grund­sätzliches Abgehen von dieser wenig schönen, alten Regel nach allen sonstigen Anzeichen und Er­scheinungen nicht zu denken ist, so muß man an­nehmen, daß auch in den leitenden russischen Re­gierungskreisen die sogenannten Studentenunruhen mit sehr ernsten Augen angesehen, daß sie als ein hochwichtiges politisches Ereigniß betrachtet werden; denn in amtlicher Form ist darüber, und namentlich über die Straßenunruhen in drr Hauptstadt Petersburg, berichtet worden.

Man spricht von Studentenunruhen. Aber thatsächlich handelt eS sich um etwas Anderes; und gerade dts vegen handelt eS sich dsbei um wichtige Vorgänge. Man hat gesagt, die ärmere Bevölkerung, besonders die industriellen Arbeiter, hätten sich bei een öffentlichen Kundgebungen den Studenten angeschloffen. Aber in Peters­burg gibt es eine Bevölkerung dieser Art kaum. In Petersburg, der „Stadt der Palästegibt es keine Fabrikindustrie; es kann dort also auch keine industriellen Arbeiter geben. In der Haupt­stadt des Zarenreiches hat vielmehr auch die ge­bildete Bevölkerung ganz off n kundgethan, daß fie in dem Zwiespalte auf der Seite der Stu­dentenschaft steht; unter dm Verhafteten, die vor­läufig noch nicht wieder sreigelaffm worden sind, befinden sich auch zwei Univerfitätsprofessoren, Männer von bedeutender Gelehrsamkeit und großem Rus« Die Kämpfe in der Gegend der | Kasan'schen Kathedrale müssen äußerst heftig gewesen sein. Ein Kosakrnosfizier ist dabei ge- tödtet worden, und nicht weniger als acht Stu­denten haben ihre Theilnahme an den Kund- gedungen mit dem Lrben bezahlen müffen. 700 Personen sind verhaftet worden. Alle Kranken« Häuser sind mit Verwundetm angefüllt.

Innerhalb der Regierung scheinen starke Meinungsverschiedenheiten geherrscht zu haben oder noch zu herrschen über die Maßregeln, die man der Bewegung gegenüber ergreifen soll. Der inzwischen an den Folgen des gegen ihn verübten Attentates verstorbene Unterrichts- Minister Bogoljepow ist anscheinend gegen die Meinung anderer Minister für die Ergreif­ung allerstrengster Maßregeln eingetreten: Da­nach sollten die Führer zu langjährigen Kerker- strafen verurtheilt und zum Theil als Soldaten in das Heer eingereiht werden. Aber sehr richtig ist im Gegensätze dazu ein gewendet worden, daß man auf diese Weise nicht mit der Bewegung fertig werden würde, die eine« großen Theil auch der gebildeten Kreise er­griffen habe; und da sichtlich auch der Zar

„Stephanie ... ich bitte Dich . . . weine nicht. Gewiß, ich habe Dich nicht kränken wollen."

Den Arm um ihre Gestalt legend, zog er fi: an sich und drückte einen Kuß auf das immer noch schöne Gesicht, daS sich seinen Sieb» kosungen zu entziehen sucht«.

„Dann rede nicht so," murmelte sie in abpe- brochenen Lauten; „Denn eS ist mehr als ich vertragen kann."

Plötzlich riß sie sich loS. Anna stand unter der Thüre und sah mit bange« Augen zu ihr hin. Thränen der Mutter hatten für sie immer Thränen im Gefolge gehabt; hm «weise!, daß dem auch diesmal so sein würde.

. Auf Franzens Besuch vorbereitet, halte sie mit der Ungeduld ihre« jungen Herzens dem selben entgegmgesehen. Sie halte ihn kommen sehen, hatte im Flur seinen Schritt, seine Stimme gehört und sehnsüchtig den Augenblick erwartet, an dem fie zum Vater berufen würde. Die Zett verstrich, aber und Niemand fragte nach ihr. Dann erkannte sie abermals Franzens Schritt, die Flurthüre schloß sich, und wieder war Alles still. U»fähig die Spannung länger zu ertragen, war sie in das Wohnzimmer geeilt.

Tag um Tag verging. Franz war seinem Wunsche, mit Anna vor seiner Abreise eine letzte Unterredung zu haben, um kein Haar breit naher gekommen. Briefe, die er schrieb, kamen e^ffnst in einem Umschläge, dessen Aufschrift Frau Busch­mann geschrieben, an ihn zurück; alle Bemühung n, ihr zu begegnen, blieben vergebens. Stephanie entwickelte eine wahrhaft argu»-äugige Wachsam­keit. Anna wurde zu keinen Besorgungen mehr auraesandt, nur unter ihrer Stiefmutter Aegide besuchte sie die Gesangsstunden. Stephanie mied alle Gesellschaften, in denen sie hätte Franz be­gegnen können und begleitete Anna selbst, wenn diese die Schwesterchen in den Kinderpark führte.

Hier allerdings konnte das Mädchen um die Zeit beinahe regelmäßig Franzens hohe Gestalt erkennen; ein hämisch triumphirender Blick Ste-

taturparagraphen hingewiesen und dieHoffnung aus-1 gesprochen worden, daß nunmehr endlich diese unliebsame Bestimmung ausgehoben werden möchte. Auch Staatssekretär von Putt- Urner hat damals die Hoffnung ausge­sprochen, daß das möglich werden möchte und die wohlwollende Behandlung dieser Frage durch die Regierung in Aussicht gestellt. Leider scheint aber an die Aufhebung dieses Diktatur-Para­graphen vorläufig nicht gedacht zu werden. In einer Darlegung darüber, dis in den ,Berl. Neuesten Nachrichten' enthalten ist und ganz augenscheinlich der Anregung aus maßgebenden amtlichen Kreisen ihre Entstehung verdankt, | wird aufs neue der Nachweis versucht, daß man ohne diesen Paragraphen nicht auskommen könne, daß man ihn also behalten müffe. Die bittere Pille wird in derselben Manier verzuckert, wie fie schon Reichskanzler Fürst Hohenlohe zu über-1 zuckern versuchte: Der Diktaturparagraph sei nicht gegen die Elsaß-Lothringer gerichtet, die zum allergrößten Theile gar keine Kenntniß davon hätten und denen diese Bestimmung voll- ömmen gleichgiltig sei, sondern gegen eindliche Unterwühlungen. Und wenn der Diktatur-Paragraph unter so normalen Der- ältnissen, wie sie jetzt bestehen, auch völlig be- anglos sei, so könne man nicht wissen, w?.s später wieder einmal werde. Die französische Wetter­ahne könnte sich drehen, und dann könnte „der Statthalter des Kaisers beim Verzicht auf diese seine Vollmacht eines Tages in die unangenehme Lage kommen, die erforderlichen Maßnahmen für die Sicherheit des Landes vom Standpunkts der Civilgewalt nicht mit der erforderlichen Schnellig­keit treffen zu können. . . ." Etwas in dieser, v«

Gedankenreihe stimmt auf keinen Fall, nämlich I „ach Lebendgewicht, eine Frage, die kürz ch die angebliche TheilnahmSlofigkeit der E saß- noch von der deutschen La ndwrrth sch ast Lothringer dieser Ausnahme • Bestimmung gegen- Gesellschaft lebhaft erörtert wurde, w"stneuer über. Daß diese letztere die Elsaß-Lothringer dingS auch die »Deutsche Landw. Presse (Nr. M) eben ganz und gar nicht kalt läßt, beweisen doch bin. Die Ursache, weshalb bet der anerkannten eben die zahlreichen und lebhaften Kundgebungen Mangelhaftigkeit der Abschätzung des Gewichtes der elsaß-lothringischen Volksvertreter im Reichs- von Vieh nach Augenmaß immer noch der größte tage und im LandeSauSschuffe. Sollte jemals Theil deS VieheS von kurzer Hand ohne vorheriges wieder besondere Abwehr gegen französische Unter- Wägen verkauft werde, sei hauptsächlich in Dem wühlungen in Eisaß-Lothringen nothwendig sein, Mangel an Viehwaagen zu suchen, ^azu dann würde d e Regierung doch sicherlich auch komme der Widerwille der Viehhändler und Metzger ohne Diktatur-P agraphen solchen Bewegungen ßegen das Vorrechnen der Verdienste beimzer­nicht machtlos geoenüberstehen. Und deswegen kauf nach Lebendgewicht, sowie die großr! Blquem kann man vorläufig noch immer nicht begreifen, »chkeit des Verkaufes um eine vereinbarte Ge- warum die Regierung hartnäckig fich weigert, den sammtsumme. Während nun tue elfteren einen Elsaß-Lothringern ihren lebhaften Wunsch zu er» eventuellen Einkaufs - Verlust bet einem nächsten füllen und den „seit 20 Jahren schon vollkommen Kauf auf Kosten Anderer wieder emzuhoten f ucyen belanglosen Paragraphen" zu beseitigen.

Deutsches Keich.

Berlin, den 2. April.

• Das Kaiserliche WMtarKavku^t wird demnächst einen anderen Leiter erhalten. General v. H a h n k e, der diesen Posten zwölf Jahre bekleidet hat, ist zum Gouverneur von Berlin anser sehen. Arn meisten Aussicht auf die Nachfolgerschaft soll Generalmajor Graf von Hülsen-Haeseler haben, der schon einmal vier Jahre als Flügel­adjutant zum Militärkabinet kowmandirt gewesen ist.

X Der Diktatur Paragraph. Als im LandeSansschuffe von Elsaß-Lothringen über die Bewilligung der geforderten Mittel für den erneuten Ausbau der HobkönigSburg verhandel" wurde, ist von mehreren Rednern auf den Dik-

„Franz Urbach ist hier gewesen;" sagte sie mit ungewöhnlich lauter metallischer Stimme. „Ich habe ihn vom Fenster aus gesehen. Warum hast Du mich nicht gerufen, Papa?"

„Weil ich . . . weil . . stotterte Busch­mann.

„Weil et Dir schmerzliche Aufregung er­sparen wollte;* antwortete, schnell einfallend, seine Frau.

Anna'S Augen suchten denen des Vaters zu begegnen, um in denselben Verneinung oder Bestätigung dieser Worte zu lesen. Traurig sah fie ihn an, alS er durch ein Nicken Stephanies Aeußerung bejahte.

„Und Dein Versprechen, lieber Papa?'

Er fing an, ihr die Gründe auseinander zu setzen, die gegen diese Heiralh sprächen. Seins Frau sekundirte ihm, unterbrach ihn immer aufs Neue und setzte Allem was er sagte, einen letzten I hämischen Trumpf auf. Während sie des alten Urbach Widerstand gegen die Heiratb, seine Abneigung gegen Anna betonte, verweilte der Vater hauptsächlich bei der Geldfrage. M.t ungeheuchelter Bekümmerniß bedauerte er, daß es ihm unmöglich sei, die Kaution zu erlegen.

„O, wenn eS nur daS Geld ist! Das werde ich erfingen;" versicherte Anna mit dem frischen Jugendmuth, der keine Hinderniffe kennt.

„Da kannst Du lange fingen mit Deiner schwachen Stimme, ohne dramatisches Talent;" I höhnte Stephanie.

“S'SSXÄ“' mit Anterhaltungs-Meikage „Ilknflrirte Sonntags-Iritimg

+ HsiafriKauifche KeutralSahu. Die Vorlage über die Erbauung des ersten Stückes der ostafrikanischen Centralbahn von Dar-es- Salaam bis Mrogoro ist dem Reichstage zuge­gangen. Wenn die Regierung will, kann fie fabelhaft schnell arbeiten. Den Inhalt der Vor- läge kennt man schon. Man lernte ihn kennen, bevor dieselbe an den Bundesrath gelangte und sitzt steht man, daß der Entwurf durch den Bundesrath keine Veränderung erfahren. hat. Aus der beigegebenen Begründung ist zu erwähnen, daß die reichliche Bemessung der Baugelder er­klärt wird durch den Wunsch, den Bau der ] Bahnstrecke so sehr wie nur möglich zu beschleu- rügen. Nach den Ausführungen dieser Begrün­dung soll es vollkommen ausgeschlossen fein, daß

„Wie gerne wollen wir roarten!"

„So reden unerfahrene Mädchen, Männer denke« anders."

Anna heft ti die traurigen Augen auf den Vater: „Sage Du mir, was Franz geant­wortet hat."

Sein Zögern gewahrend, trat fie zu ihm und faßte seine Hcnd: WaS hat er geant­wortet, Papa? Ich habe das Recht, es zu erfahren."

Von Stephanies Blick gebannt, hielt Busch- mann mit der Antwort zurück.

„Die Sache ist abgethan, gib Dich zufrieden und quäle den Vater nicht;" schalt Stephanie.

Anna schien die Stiefmutter gar nicht zu Kören': „Papa Du mußt mir sagen, ob Franz nicht erklärt hat, «arten zu wollen," bestand fie.

Halb gegen seinen Willen senkte Buschmann bejahend den Kopf.

Wie Sonnenschein kam es da in Annas Augen, und strahlender Schimmer belebte deren Tiefe: „Ich wußte es ja! ich wußte es;" sagte fie leise vor fich hin. „Und ich ... ich warte auch."

Obwohl Deine Eltern fick gegen die Heirath ausgesprochen haben? Nennst Du das Gottessurcht?" fragte Stephanie mit schneiden-

Srschein' täglich, S Ihk.

sb Fuldaer

wärt,lM.b0Ps.