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Iuröa, Samstag, den 23. März 1901
28. Jahrgang.
C.
Römische Briefe
mtf Unterhaltungs-Anlage „Illustrirte Sonntags-Zeitung"
Wenige Wochen später, und eine Aendrrung war ein getreten, überraschend, unglaublich, wie in einem Märchen. Von einem werthlosen Grund« stücke, das er vor Jahren als Zahlung für eine Schuld hatte annehmen müssen, wurde ihm ein Theil für eine neue Eisenbahnlinie abgekauft; ein Fabrikant, dem viel daran lag, sich gerade dort Iu einem großartigen Unternehmen niederzulafsm, kaufte daS Uebrige für einen erstaunlich hohen
Zar Empfangnahme von Gaben und Ausgabe der erwähnten Formulare ist bereit die Geschäftsstelle der.Fuldaer Zeitung'.
Preis. Nun fing Bergen, zuerst zaghaft, an, mit einem Theile seines Geldes zu spekuliren, und es war, alS ob, was er angriff, sich in Gold ver« wandelte. War ihm das Geld früher unaufhaltsam durch die Finger gerollt, so strömte es ihm jetzt nur so zu. Als der vielgefürchtete Tag kam, au welchem er seinem Neffen dessen Vermögen auszuzahlen hatte, konnte er ruhig sein.- nicht nur jenes war gesichert da, auch er selber und seine Tochter warm geborgen.
Wenn seine Rechnungslegung, für die er sich einen ganz besonderen Plan hatte ausarbeiten müssen, hier und da etwa die Klarheit entbehrte, so war Georg offenbar der Letzte, um es zu ahnen. Er hörte augenscheinlich gar nicht auf die Auseinandersetzungen des Vormundes; er stand rote in einer Art von Verzückung da, mit weitoffenen, feuchtschimmernden Augen; und kaum war er mit >em Onkel allein, so fiel er ihm stürmisch um den Hals.
»Nun?" sagte dieser lächelnd. „Macht eS Dich so glücklich, ein selbständiger Mann zu fein?“ Und im Stillen dachte er: Wie furcht« >ar, wenn e8 gekommen wäre, wie eS fast hätte kommen müssen!
„D, eS ist nicht dies!“ rief Georg, zitternd vor Erregung. „Ich bin so glücklich und tief beschämt! Ich habe Dir ein Geständniß zu machen, Onkel. Ich habe Dir schweres, ungerechtfertigtes Unrecht angethan, mir ix meinen Gedanken zwar, aber es ist nicht minder
[] Landwirthfchaftliche Schulen.
Bei der Berathung des Etats der land« wirthschaftlichen Verwaltung im preußischen Abgeordnetenhaus« Ende Januar wurde, wie im vergangenen Jahre, von verschieden«» Seiten wiederum über die ungenügend eFür-
noch darauf eingehen könne, wenn dieser Kern der Ganzen fehle. Der Verkehrsminister von Thielen setzte hinzu, auch die Mofel- kanalisirung könne nicht in dar Gesetz ausgenommen werden; höchstens könne es sich darum handeln, die Vorarbeiten zu beginnen.
Nach diesen Erklärungen der Minister erhob sich der konservative Graf von Limburg- Stirum, selbst ein ausgesprochener Kanalgegner, um im Namen seiner Partei zu erklären, daß ein großer Theil derselben für die Lippe stimmen will, aber auch nur dann, wenn die Gesammtvorlage eine Gestalt gewinnen würde, die ihren Anschauungen entspricht. Daß der größt- Theil des Centrums fest darauf besteht, daß die Lippe kanalisirt werde, ist bereits bekannt. In dieser letzten Sitzung der Kommission vertrat erst wieder der Centrumsabgeordnete Schwärze diese Meinung. Man kann also im gegenwärtigen Augenblicke sich nicht recht vorstellen, wie eine Ausgleichung dieser schroffen Meinungsgegensätze möglich sein sollte.
Für das Wahrscheinliche muß man nach dem gegenwärtigen Stande der Dinge halten, daß die Kanaloorlage entweder abgelehnt, ober aber vertagt wird, bis die Regierung die nothwen- digen Vorarbeiten für die Kanalifirung von Lippe und Mosel vollendet haben wird. Bekanntlich ist inzwischen von einer Reihe von Centrumsabgeordneten der Antrag eingebracht worden, die Regierung möge auch die nothwendigen Vorarbeiten anfertigen kaffen über eine Kanalifirung der Lah n von deren Einmündung in den Rhein bis zur Landesgrenze über Wetzlar hinaus. ■<-
Der ganze Freitag war den Berathungen der Kanal-Kommission gewidmet, die Plenarsitzung des Abgeordnetenhauses sind an diesem Tage ausgefallen. r.rjrjmnxB ■iini-npu»! iw । —
und zu Ehren dieses südamerikanischen Gastes «roße Feste auf dem Kapitol und bei einzelnen hohen Würdenträgern stattgefunden hatten, zogen am genannten Tage eine große Anzahl patriotischer Vereine mit Musik und Fahnen zum Pantheon, um Kränze von Silber, Bronze oder auch frischen Blumen dortselbst niederzulegen. Besonderes Aufsehen erregte der Zug der monarchisch gesinnten Studenten, von denen viele von auswärts gekommen waren. An bem nächsten Tage veranstalteten diese eine Huldigungsdemonstration für das Königspaar vor dem Quirinak und für die Wittwe Humberts I. vor bereit Palais. Diese sowohl, als auch das Königspaar zeigte sich auf dem Balkon, wo sie für die Demonstration dankten.
Das nächste Konsistorium ist nun end- flihig auf den 15. April festgesetzt worden. DaS öffentliche folgt drei Tage später nach. Die Zahl der neuzuernennenben Kardinäle beträgt 12 (unb nicht 16, wie in einigen Blättern irr» thümlicher Weise gemeldet wurde). Es find alle Italiener, mit alleiniger Ausnahme des Erzbischofs von Prag und Krakau.
Eine einschneidende Veränderung scheint iw der bekannten römischen Ehoralfrage bevor- zustehen, indem der hl. Vater dem Kardinalvikar Refpighi gegenüber die Absicht geäußert hat, eine eigene internationale Kommission zur Regelung dieser „Streitfrage" einzusetzen. ES wurde nämlich hier in Rom eine große Propaganda gemacht, um die bekannte Pustet'sche Ausgabe zu einer obligatorischen für Rom zu machen. Diese Absicht scheiterte jedoch a« Widerstande einiger Kardinäle der Kongregation der Riten, welche den Kardinal Rampolla und den Papst selbst auf dies Vorhaben aufmerksam machten. Daraufhin kam der hl. Vater zu dem Entschluß, den Betheiligten volle Freiheit in der Auswahl der Ausgaben und der Ausführung der Choralgesänge ein für allemal zuzufichern, was zunächst den praktischen Zweck hat, daß auch die Anhänger der Ausgabe von SolesmeS von keiner Seite mehr beunruhigt werden dürften. Im Ganzen genommen bedeutet diese» päpstliche persönliche Eingreifen in diese rnuftk- historische Streitfrage einen Sieg der Wahrheit und ist schon aus diesem Grunde allem nicht freudig genug zu begrüßen.
In Rom wurde ein neues Diözesan- Komitee durch den Kardinaloikar gebildet. An demselben nahmen eine große Anzahl hiesiger Herren Theil, welche ohne Zweifel von den besten Absichten beseelt sind, denen aber in den meisten Fällen, nach ihren bisherigen Leistungen zu mthetlen, jede Fähigkeit abgehen dürfte, neues Leben in die katholische Bewegung Italiens zn bringen. Denn hier bei uns geht jede gute Absicht sofort in Äußerlichkeiten auf. Auch dieses neue Komitee wird daran nichts ändern. Phrasenreiche Zirkulare, Sammlungen für unnütze Ehrengeschenke und Veranstaltung von Festlichkeiten — das ist alle», wozu man sich aufschwingen wird.
»lieber zuzuführen unb die Sammlungen für den neuen PilgerhauS- und Schulbau einzurichten.
So aeht denn hiermit die herzlichste Bitte an alle deutschen Katholiken im In- und Auslande, sich mit uns begeistern zu lassen für diese erhabene, nicht nur katholische, sondern auch überaus patriotische Sache, und durch Zeichnungen für den Neubau am DawaskuSthore unsere Bestrebungen M unterstützen — aus Liebe zur hl. katholischen Religion unb zum deutschen Baterlande!
Zur Einsammlung bezw Entgegennahme von Gaben oder Zeichnungen und Anmeldungen haben sich 170 Pilger und die nachbenannten Mitglieder des Sammelkomitees bereit erklärt, eventuell wolle man Gaben an Herrn Bankdirektor Elkan in Köln senden unb Formulare zu Anmeldungen, Zeichnungen ober Zeichenlisten vom Erstunterzeichneten verlangen.
Köln, im März 1901.
Namens unb im Auftrage von 324 Pilgern, welche den Aufruf unterzeichneten:
Das Sammel Komitee des Vereins vom hi. Knude m Köln.
sträflich. Wie ich auf die Idee kam, weiß ich nicht zu sagen," sprach der junge Mann in peinlicher Verlegenheit weiter; „aber ich faßte irgendwie den Argwohn, Du hättest mein Vermögen nicht ganz so verwaltet, wie mein Vater es wünschte. Du hättest — laß mich dem häßlichen, niedrigen Verdacht keinen Namen gebe», Onkel. Ich begreife jetzt nicht, wie ich dazu kam. Kannst Du mir verzeihen? Um Ellas, wenn nicht um meiner selbst Willen? Wenn Du wüßtest, wie ich unter der Vorstellung gelitten habe! Richt wegen des materiellen Verlustes, sondern weil ich von Dir so hoch dachte.“
Er verlor sich in verwirrtem Stammeln und streckte dem Vormunde bittend die Hände entgegen.
Bergen hatte ihn stockenden Äthern» enge« hört, sein Gesicht zuckte von wechselnder Erregung. Als der Neffe schwieg, zog er ihn an seine Brust unb brückte ihn wortlos an sich.
„Nun ist alles gut!" jubelte Georg.
Erst spät, nachdem er deS Onkel« HauS verlassen halte, kam er in feine eigene Wohnung zurück. Stundenlang war er draußen umhergewandert; daS Glücksgefühl, das ihn überwältigte, ließ ihm keine Ruhe. Heute erst, wo er von der Last befreit worden, war ihm klar geworden, wie sehr er unter den schwarzen Se- laufen, die er still in sich herumtrug, gelitten hatte. Den Mann, den er mehr als den kaum
□ Rom, 18. März 1901.
In dieser letzten Woche fanden hier eine ganze Anzahl von Bolksdemonstrationen statt. Sie galten entweder den „Klerikalen“ oder dem KönigSpaare. Denkwürdig in dieser Beziehung waren die Kundgebungen des von den Liberalen „Vertretung des römischen Volkes“ genannten SroßstadipöbelS, der im Namen der Freiheit die Gemeinberathsfihung auf dem Kapitol störte, so daß dem liberalsten aller römischen Bürgermeister, Fürsten Prospero Colonna, selbst nichts übrig blieb, als die Sitzung zu schließen, da eine jede ernstliche Berathung — selbst über rein sachliche administrative Gegenstände — einfach unmöglich geworden war. Nach der Sitzung wurden dann roch auf dem Kapitolsplatze einige katholische Gemeinde- räche thätlich angegriffen, unter diesen auch der ruhig fernes Weges gehende Archäologe Professor Marucchi. Die Polizei aber sah diesem Treiben ruhig zu und ließ sie gewähren, bis endlich einige Karabinieri die Bande aus- einanbettrieben und die Ruhr wieberhersteltten. Andere Demonstrationen hatten auf ben auf den 14. dieses Monats fallenden Geburtstag des verstorbenen Königs Humbert Bezug. Nachdem der Bürgermeister der argentinischen Hauptstadt eine goldene Gedenktafel im Namen der Einwohner von Buenos Aires am Grabe des ermordeten Monarchen niebergelegt
lifnif in die Kitschen scheiden!
Unvergeßlich find ur.s, die wir an der ersten deutschen Männerwallfahrt nachIerusalem im Oktober 1900 thkilgenommen, die im hl. Lande empfangenen Eindrücke. Tief ergriffen im Andenken an die Lebens- und Leidensgeschichte des Gottessohnes, fühlten wir uns an den heiligen Orten dem Himmel näher gerückt in der beglückenden Hoffnung, daß dort unsere Bitten sichere Erhörung fänden.
Unb dennoch mischte sich in unsere frommen Gedanken ein Gefühl der Trauer und der Beschämung ; mit Wehmuih bemerkten wir, daß so viele ehrwürdige Orte im Besitze und unter der Obhut der Schismatiker unb Mohammedaner find, daß namentlich bie ersteren mit einem wahren Feuereifer bemüht unb bestrebt sind, ihre Machtstellung im hl. Lande zu erweitern. Mit Beschämung sahen wir, eine roie untergeordnete, fast verschwindende Stellung die deutschen Katholiken im hl. Lande ein» nehmen. Eben erst h ben sie Dank der Huld ihres Kaisers auf dem Berge Sion festen Fuß gefaßt; nicht einmal ein Krankenhaus haben sie in der hl. Stadt; viele Kinder, welche die deutsche katholische Schule besuchen wollen, müssen wegen Fehlens von Schulräumen abgewiesen werden.
Mit Bewunderung müssen wir dagegen die wahrhaft großartigen Anstalten unserer österreichischen, französischen und italienischen Glaubens- trflbet betrachten; 200 bis 400 Pilger können dieselben aufnehmen, und wir Deutsche in unserem k einen Hospiz haben dagegen nur Raum für 25.
Können wir deutsche Katholiken zur Lende- Tung dieser Zustände nichts beitragen? Ganz gewiß! Unb daS Mittel, welches wir an wenden müssen, ist, daß wir überall im hl. Lande und insbesondere in Jerusalem selbst möglichst großen Einsluß zu gewinnen suchen.
Schon längst wirkt in dieser Richtung der De utsche Verein vom hl. Lande, welcher bestrebt ist, bei den deutschen Katholiken daS Interesse fürs heilige Land zu wecken, Niederlassungen deutscher Katholiken, Kirchen, Schulen, Hospize usw. in Palästina zu gründen; er würbe jedenfalls am meisten an Einfluß gewinnen, wenn er in der Lage wäre, auf dem Wn gehörigen »roßen Platze unmittelbar am DamaSkuSthore daS längst geplante, ausgedehnte Pilgerh aus mit Schule zu errichten, wozu ihm aber leider die Mittel fehlen.
Wir deutschen Jerusalempilger haben an Ort unb Stelle diesen Neubau am DamaSkuSthore als durchaus nothwendig erkannt. Wie sehr diese Ueberjtugung die Pilger erfaßt hatte, geht daraus hervor, daß, ehe wir in Genua den Fuß wieder auf festen Boden setzten, unsere Liste bereits die schöne Summe von 15,000 Mark aufwies.
In Köln Hades wir ein besonderes Sammel- Komitee gebildet, über welches der Hochwür- bigste Herr Erzbischof von Köln den Ehrenvorfitz zu übernehmen geruht hat. Dasselbe hat bie Aufgabe, überall, wo katholische Deutsche Wohnen, dem Verein vom hl. Lande neue Mit-
© Lippe oder Eurscher?
Die Gegensätze zwischen den Meinungen der Regierung und der Mehrheit der Kanalkommission des preußischen Abgeordnetenhauses werden mit der vorschrettenden Berathung nicht verflacht, sondern vertieft. Um diese Thatsache zu erkennen, braucht man nicht einmal genauere Kenntniß zu haben von den einzelnen Vorgängen innerhalb der Parteien; diese Thatsache tritt ganz deutlich schon aus den Berichten hervor, die in den Zeitungen über die Sitzungen der Kanalkommission veröffentlicht werden. Die Minister von Miquel und von Thielen enthielten sich anfänglich bestimmter Erklärungen über die Frage, ob die Lippe- oder die Emscherthal-Linie für den Dortmund- Rhein-Kanal gewählt werden müsse, ober ob man nicht beide Linien neben einander bauen könne. Jetzt find sie deutlicher geworden. Neulich schon klang es aus einer Rede des Minister» von Miquel heraus, daß er von der Lippe-Linie vorläufig nichts wissen wolle. In der letzten Sitzung der Kanal-Kommission, bie Mittwoch Abend abgehalten wurde, hat nun Herr von Miquel klipp und klar gesagt, es bestehe für die Kanalifirung der Lippe bi« Hamm ober Lippstadt weder eine Ausarbeitung noch ein Kostenanschlag, und deswegen könne ein solcher Plan nicht in das Gesetz aufgenommen werden. Ohne die Emscher- thal-Linie ober sei da» ganze Unternehmen zerstückelt und nach vielen Richtungen werthloe, und e« fei zweifelhaft, ob dann die Regierung
es nannte; einmal mußte er doch Glück haben. Aber jeder neue Versuch, das Verlorene wieder einzubringen, mißglückte, und nun ging eS reißend bergab. DaS Vermögen deS Neffen, das er in kurzer Zett in dessen Hände legen sollte, war fort, verspielt. Wie stand er bann vor dem jungen Manne da, der in Verehrung zu ihm aufsah, den er wie einen Sohn liebte unb den er einst feinen Sohn zu nennen gehofft hatte. Bergen, feit langen Jahren Wittwer, hatte eine einzige Tochter; Georg und Ella hatten sich einander von jeher gern gehabt, und au8 der Kinderfreundschaft war echte Siebe erblüht. So jung fie waren, eS war sicher, daß ihre Herzen einander für alle Zeit angehörten. Es hatte sich Alles so glücklich angelaffen, unb nun? Sein Neffe und Mündel des Vermögens beraubt, die Tochter bettelarm, mit der Schande des Vaters befleckt — unb er selber! Würbe er es ertragen können? Wieber stöhnte er laut; wohin er auch blickte, er sah bes ElenbS kein Ende.
Custodis, Justizrath und Rechtsanwalt, Vorsitzender ; ®. Thoms, Oberstleutnant a. D., stellvertretender Vorsitzender; H. W. Bernards, LandgenchtSsekretär, Schriftführer; I. Elkan, Bankdirektor, Kassenführer; Franz X. Bachem, Verleger; Dr. F. Düsterwald, Pfarrer; ®. Hütten, Domvikar; I. Kleefisch, Kaufmann; F. Lichtken, Kaufmann; I. Müller, Pfarrer; P. Rüb, Kaufmann; H. Theissing, Verleger; Dr. A. Thom«, Sanirätsarzt (alle in Köln).
Dr. Antont, Oberbürgermeister (Fulda); I. W. Bahlmann. Kaufmann (Rotterdam); Will i- brorduSBenzler, 0. 8. B. Abt (Maria-Laach); Dr. Scheuffgen, Dompropst (Trier); Dr. Winter, Pfarrer (Godesberg).
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Bestellgeld in KfU «xb axf- NrtllK60$f.
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Rabatt gewähr».
Gesühnte Schuld.
8en A. Fromm.
Der Kaufmann Kart Bergen saß in seinem «omptotr, bie Arme auf ben Schreibtisch gestützt, ben grauen Kops zwischen den Händen, unb stöhnte laut Es war nicht- Unvorhergesehenes, bas über ihn gekommen war, uns das Vergehen, besten er sich schuldig gemacht hatte, mußte schließlich an'« Tageslicht kommen. Er hatte nicht nur fein «genes Vermögen verloren, er hatte auch das seines Neffen und Mündels veruntreut. In wenigen Monaten wurde Georg mündig, bann mußte es aller Welt offenbar werden, daß er ein Betrüger, «in Dieb an anoertrautem Gute war.
Wie war er dazu gekommen? Wie so Viele vor ihm. In solchen Fällen ist der erste Schritt Nicht schwer, er ist im Gegentheil nur viel zu Reicht gethan, und die anderen folgen immer schneller. Er war ein Ehrenmann gewesen wie nur einer, unb genoß noch heute in hohem Grabe die Schätzung unb Achtung seiner Mitbürger, wie die verschiedenen Vertrauensämter bewiesen, die tr bekleidete. ES war eine nur zu alle Geschichte: schwere Zetten waren gekommen, erhebliche ge- schästliche Verluste, die er durch gewagte Spekulationen auszugleichen gesucht hatte, waren fehl- geschlagen, unb als er fein Letztes auf« Spiel gesetzt unb verloren hatte, ba hatte er seine Hand nach dem anvertrauten Gelbe au-gestreckt, wie er