Einzelbild herunterladen
 

mit Anlerkaktungs -Anlage „Illullrirte Sonntags-Zeitung

M 60.

JuLüa, Mittwoch, den 13. März 1901

16

ewaeteertli»: 36t die Ledaktt»» Jef. b<iw, tL» 3. Parzelle» in Salta.

Bratf en» Verlar der Auldaer XrtteutnUkM petersralle «lr. 8 Obeteetdd.

Regierung aber kann nur empfohlen werden, überall in den polnischen Landestheilen Preußens i ebenso ernstlich wirthschaftliche und andere Reformen in Angriff zu nehmen, wie gerade in der Stadt Posen und in deren nächster Um­gebung. Durch solche Thaten wird fie am aller­meisten dazu beitragen, die Polen mehr als bisher zu Freunden des deutschen und preußischen Regimentes zu machen. Durch eine ausge­sprochene feindselige Behandlung, durch ein System der fortgesetzten Nadelstiche müsse« ja die Polen ganz unvermeidlich immer mehr und mehr denjenigen entfremdet werden, die diese Politik der Feindseligkeit und Nadelstiche auS- üben.

Znsrrater «B einspaltige Petit» leite oder bereu Raum 15 Pfg. .Re­klamen di» Petit» gelte 25 Pfg.; bet < Wiederholungen wird entsprechend. Rabatt gewährt. V

Roman aus dem Wiener Leben. Bon 8. v. Neid egg.

------ (Nachdruck verboten.)

sagen; natürlich" — sie richtete sich aus und ei» entschlossener Ausdruck trat in die blauen Auge« — „natürlich würde ich dann aber auch Fra« Buschmann in die Absage einbegreifen."

Urbach biß sich in die L'pprn. „Du verstehst eS doch meisterlich, immer Deinen Willen durch» zusetzen. Meinetwegen mag das Mädel mit­kommen; glücklicherweise geht fie ja morgen «ach ihrem Institute ab. Später bitte ich mir aber aus, daß sie das Haus nie betritt, wenn Frarq anwesend ist. Aus lauter Widerspruchsgeist wäre er im Stande, fich in fie zu vergaffen . . und er soll ein reiches und vornehmes Mädchen heirathen. Wir müssen höher steigen, immer höher, verstanden?"

„Mutter," sagte im Verlauf desselben Tages Franz zu seiner Mutter, die er abgespannt in einem Lehnsessel fitzend sand, „Mutter, Du stehst angegriffen aus. Der Gedanke an den heute Abend bevorstehenden Bk such drückt Dich wohl nieder?"

Sie schüttelte leise den Kopf. Ihrem Man« nachzugeben, sowett eS irgend möglich, war von jeher ihr Grundsatz gewesen; auch blieb kö per- iche Ermüdung etwas, daS fie kaum in Änsch-ag »rachte. WaS fie scheute, waren seelische Er­regungen, und die ersparte ihr w-der Mann noch Sohn.

„Ueberhaupt begreife ich nicht, wie Du dos Weib, die Buschmann, um Dich dulden magst!" uhr Franz erregt fort. „Papa z„ lieb? Ich möchte sie zurückstoßen, so oft fie vor Dich be­tritt, so oft fie Deine Hand berührt."

Die Mutter erbleichte. Ihr weiches Grmüch

Frau von Urbach sah zu ihm auf mit Augen, in denen dar Feuer schöner Begeisterung brannte. „Auch Sie sollten mit Ihrem Pfunde wuchern, Herr Doktor. Sie sollten nach einem Platze neben unseren musikalischen Größen streben."

„Nicht jeder ist für solchen Platz geschaffen", «rwiderte er mit bewegter Stimme.

„Jeder, der solche Begabung hat wie Sie, oarf danach streben. Erstritten muß er aber werden, und vor ernstem Ringen darf man nicht zurück- icheuen."

r Stos Feuer ihrer Augen erlosch, ihre Stimme k nr zum Flüstern herab, — ihr Mann war hinzu- «««ten, und sah fie mit eisigem Blicke an. gihtß» 8 roar • Eine kleine Erbauungsrede?

? ’0in moralischen Standpunkte aus betrachtet? qa . unb dichte einander gegenübergestellt?

£ mjr die leichte. Das Leben ist zu kurz, «-.■s r<$ schwerfällige Tugendbetrachtungen zu

^d-'ben. Kommen Sie, Doktor Buschmann, gj* Antereffirt es, den Stall zu sehen. Ich habe den schönsten weit und breit, viel schöner al«

™ ^geborenen Nachbarn."

btnklich ging Buschmann mit Frau und

««4 Haus. Die Worte, sie Frau von konnte er nicht Vergessen. I« reder echten Künstlerseele liegt der Drang, fich

Deutsches Keich.

Berlin, den 12. März.

h Senioren des Aeichslages. Der Tod des Freiherrn von Stumm hat wiederum eines der wenigen M tglieder des Reichstags hinweg­gerafft, die schon dem ersten konstituiren« den Norddeutschen Reichstag im Früh­jahr 1867 angehört haben. Am 24. Febr. 1892, 25 Jahre nach der Eröffaungssitzung jenes Reichstags, konstatirte der Präsident, daß von den damaligen Mitgliedern deS Reichstags, welche bei der Eröffnungssitzung zugegen waren, nur noch von Bennigsen, Graf Hompesch, Frei­herr von Stumm, Freiherr von Unruh-Bomst und Richter dem Reichstag angehörten. Außer­dem gehörten noch dem ersten konstituirenSo« Reichstag an, waren aber durch Stichwahl ver­hindert, schon an der ersten Eröffnungssitzung theilzunehmen, Bebel, von Forckevbeck und Peter ReichenSperger. Seitdem sind von Forckenveck, Peter Reichensperger, von Unruh-Bomst und Freiherr von Stumm verstorben, von Bennigsen gehört dem Reichstag nicht mehr an, und somit find gegenwärtig im Reichstag von den Mit­gliedern aus dem konstituirenden Reichstags« session von 1867 nur noch vorhanden: Bebel, Graf Hompesch und Richter. Die drei Genannten haben seit 1867, aber nicht ununter­brochen, dem Reichstag angehört. Von den­jenigen Mitgliedern, welche an der ersten Session des Deutschen Reichstags im Frühjahr 1871 theilnahmen und seitdem un­unterbrochen 30 Jahre dem Reichstag angehörten, find gegenwärtig nur «och im Reichstag die Abgeordneten von Grand-Ry, Freiherr von Heereman, von Kar- dorff, Lender, Dr. Lieber, Dr. Lingens und Richter. Von diesen 7 Abgeordneten ge­hören 5 der EentrumSpartei an.

+ Si fecisti, nega! — erst thue eS und dann leugne es ab! Nach diesem nicht mehr ganz neuen Grundsätze handeln, wie es scheint, die Nationalliberalen. DaS anerkannte Partei- Organ der Nationalliberale«, die,Natl. Korre­spondenz', versteigt sich nach einer längeren Be­trachtung darüber, wie schrecklich verkannt die Nationalliberalen vom Centrum würden, zu fol­gendem Satze: „Gerade aus gewissen neuesten Vorkommmssen im preußischen Abgeordnetenhause ist mit aller Deutlichkeit zu erlernen, wie be­flissen die nationalliberale Partei ist, emporzuheben zu idealen Höhen; auch ihm waren solche Regungen wohl bekannt. Wie viele hatte er aber beobachtet, die, wie er, ausgezogen waren, den Nibelungenhort edler Kunstschöpfungen zu heben! Einige wenige hatten ihr Ziel erreicht; viele sah er, die redlich sich mühten, demselben sich zu nähern, und obgleich der Erfolg ausblieb, in mannhafter Treue die Fahne hochhielten, bi« der Tod sie ihnen aus den Händen wand. Noch andere, und da« waren die zahlreichsten, erblickte er, welche den niederen Leidenschaften ein Zugeständniß nach dem andern machten, um endlich spur- und ruhmlo« im Schlamme unterzugehen. Welcher dieser Gruppen würde man ihn dereinst wohl beizählen?" fragte er sich beklommen.

„An was denkst Du?" unterbrach Stephanie'« Stimme spitz und schrill seine Träumereien.

„An Frau von Urbach. Sie ist eine seltene Frau, eine Frau, die einen himmelwärts ziehen könnte.

„Wir aber find von der Erde und gehören auf die Erde."

„Immer? Sie sagt, man solle emporstreben und sie hat Recht."

„Laß' mich au« mit den verstiegenen Redens­arten", widersprach Stephanie giftig. „Oder ge­fällt Dir die Frau mit der Leichenbittermiene etwa besser al« ich?"

Sie schüttelte den Kopf mit den rothblonden Haaren, daß die Löckchen wie kleine Schlangen um da« schöne Gesicht züngelten, dabei schmiegte fie fich an ihn und sah ihn mit den dunkel er­glühten Augen zärtlich an: „Böser Mann! Sag' augenblicklich, wen hast Du lieber — fie oder mich?"

täglich, -M. Ausnahme her Sonn-u ad Feier- Lage. Bierteljcihrl. A,,°g«pret, shneBnngerloha Mtd Bestellgeld in «uldo und auS- Ltrt-lM.S0Pf.

verflossenen polnischen Reichstag weit hinter fich an innerlicher Uneinigkeit, an unvorhergesehene«, unerwarteten, unglaublichen Ereigniffen. Der Streit und die Wiederoersöhnung, der Zwiespalt und die neu hergestellte äußerliche Einigung, da- Schlagen und das Vertragen — daS alles bildet in steter Abwechselung eine endlose Kette wechselnder Ereignisse in der Entwickelungs­geschichte dieses eigenartigen Bundes. ®te letzte „Einigung" des Bundes fand am letzte« 3. November statt. Da wurde der Bauernbund wieder einmal durch den Redakteur Memminger in Würzburg zusammengebracht. Seitdem find gerade vier Monate verfiossen, und schon wieder tobt alles innerhalb des Bundes vor Zank und Streit, so daß der berühmte „Bund" wie nur je zuvor ein Bild heilloser Verwirrung dar­bietet. Die Zollfrage ist schuld daran. Die Herren im Bauernbunde streiten fich darum, wie hoch die neuen Getreidezölle sein sollen. Herr Memminger focht in seinem Blatte für einen Zoll von 5,60 Mark, dann ließ er fich zu einem Zoll von 7 Mark bekehren; aber Herrn Gäch, von jeher bekannt als der Häupter eines unter den vielen, die im Bauernbunde herrschen wollen, ist auch dieser Zoll zu niedrig, und er donnert nun in seiner Zettung, dem ,Niederbayerischen Anzeiger', in heftiger Weise gegen Memminger los, zugleich mit dem altbekannten Ausspruche, daß die fränkischen Mitglieder des Bundesvor­standes den altbayerischen Mitgliedern sich unter­ordnen sollten und eigentlich überhaupt „nichts zu sagen hätten" in den Vor- fiandSsitzungen dieses merkwürdigen „Bundes". Die Bauern mögen daraus von neuem ersehe«, daß ihre Interessen schlecht gewahrt find durch einen solchen Bund, der alle diejenigen Eigen­schaften besitzt, die ein eigentlicher Bund nicht haben soll, dem im Gegentheil alle- dasjenige abgeht, waS einen wirklichen Bund vor alle« Dingen auSzeichnen soll. Einigkeit, stramme Ge­schlossenheit, einmüthiges Vorgehen in allen In- teressenfragen; für deren Betreibung solche Bände doch vor allen Dingen gegründet werden. Der bay-rische Bauernbund aber kommt vor lauter innerem Streite zwischen seinen Führern niemals dazu, wirklich etwas im Interesse der Landwirth- schäft zu thun. Die Häupter des Bundes werden durch ihre inneren Streitigkeiten vollkommen in Anspruch genommen, und vergessen darüber die Bauern vollständig, so daß diese nichts befferM thun können, als von einem sogenannten Bunde fich loszusagen, der ihnen nicht nur nichts «Ützt, sondern ihre gemeinsame Sache sogar in Miß­kredit bringt. ES fehlt nicht an guten Bauern­vereinen, die des Bauern Sache in Aufrichtigkeit, in Einigkeit und darum mit Erfolg vertrete«. Ihnen möge der Bauer fich anschließen, wie e$ die Mehrzahl der Bauern unseres Fuldaer Landes kluger Weise schon längst gethan hat.

* Aöl«, 12. März. Die in dem Prozeß Dasbach-Haubrich von letzterem eingelegte Revision gegen das Urtheil, durch welches Hanbrich wegen verläurnderischer Beleidigung des Herr« Dasbach zu 1500 Mark Geldstrafe verurtheiK worden war, wurde heute vorn hiesigen Ober- landesgerichte kostenfällig abgewiesen.

* Aachen, 12. März. Der Charitartag, der im vorigen Jahre in Berlin stattfand und tot

[] Eine interessante Ersatzwahl zum Reichstage

hat am letzten Montag in der Provinz Posen stattgefunden, nämlich für den Wahlkreis Posen Stadt und Land, an Stelle des verstorbenen polnischen Abgeordneten Motty. Die Wahl de« polnischen Kandidaten, des Rechtsanwalts von Ehrzanowski, stand zwar von vornherein fest; denn gerade dieser Wahlkreis gehört zu den sichersten Domänen der Polenpartei und hat noch niemals, seit Wahlen zum Reichstage überhaupt stattfinden, anders als polnisch gewählt. Im Jahre 1893 und auch bei der vorletzten Wahl hatten die Polen sogar zwei Wahlbewerber, die einander bekämpften, und das Endergebniß war dennoch die Wahl eines Polen. Die Deutschen, die diesmal ohne Unter­schied der Parteirichtung dem Oberbürgermeister Witting von Posen ihre Stimmen gegeben haben, konnten also kaum hoffen, wirklich den Sieg bei dieser Wahl davonzutragen. Aber sie haben einen sehr erheblichen Fortschritt gemacht: allein in der Stadt Posen sind diesmal rund 2000 Stimmen mehr abgegeben worden, als bei der letzten Wahl vorher im Jahre 1898. Im ganzen Wahlkreise zusammengenommen sind die deutschen Stimmen seit der letzten Wahl im Jahre 1898 um mindesten» 3000 gewachsen, soweit man beute nach den vor­liegenden Drahtmeldungen die Wahlergebnisse übersehen kann.

Die Uebernationalen hören nicht auf, über das U berwuchern des Polenthums in der Pro­vinz Posen zu klagen. Diefes neueste Wahl- ergebmß sieht ganz anders au3. Allerdings kann nicht geleugnet werden, daß die Ziffern der ab­gegebenen polnischen Stimmen in dem Wahlkreise Posen von 1871 an ständig gewachsen find. Im Jahre 1871 wurden 7461 polnische Stimmen abgegeben, 1874 schon 10,209, und in dieser Weise ist es fortgegangen, bis die Zahl der pol» ntschen Stimmen fast 13,000 erreicht hat. Und auch in den meisten anderen Wahlkreisen der Provinz Posen haben die polnischen «ttmmziffern in ähnlicher Weise während der letzten dreißig Jahre zugenommen. Das kann man indessen unmöglich allein auf ein Anwachsen des Polen- Ihums zurückführen, sondern hauptsächlich hat daS seinen Grund darin, daß die Wahlbetheili- gung von einer Wahl zur andern stärker ge- TOotben ist; und außerdem hat in manchen Wahl­kreisen, so gerade im Wahlkreise Posen, die Be- völketungsziffer im ganzen zugenommen.

Auch die deutschen Stimmen lassen in den meisten Wahlkreisen der Provinz Posen !e“ml871 eine ständige Zunahme erkennen, so tn Meseritz-Bomst von 7800 im Jahre 1871 allmählich auf 9500, ähnlich in de« Wahlkreisen Fraustadt-Liffa, Adelnau-Schtldberg, Cranikau- Kolmar, Wifitz-Schubin, Bromberg, Gnesen und anderen mehr. Jedenfalls entspricht diese aller- neueste Wahl gar nicht den Klagen des Hoka- ttsmus über die erfolgreiche Unterdrückung de« Deutschthums durch die Polen. Der preußische«

, Alles aus dem Wege zu räume«, waS > auch nur entfernt dazu angethan sein könnte, ! neue Kulturkonflikt-Stoffe zu liefern." 1 Schade, daß die ,Natl. Korresp.' diese „gewissen : neuesten Vorkommnisse" nicht gleichzeitig aufzählt; : andere Leute haben leider gar nichts von diesen ' Vorkommnissen gespürt. Im llebrigen handelt es fich vor allen Dingen um die Beseitigung der alten, aus der Zeit des Kulturkampfei leider noch immer vorhandenen Konflikts-Stoffe, nicht um neue. Und das wird auch das national­liberale Partei-Organ trotz aller seiner Fixigkeit im Behaupten nicht sagen wollen, daß jene ge- heimnißvollen „neuesten Vorkommniffe" auf die Bereitwilligkeit der Nationalliberale» schließen ließen, diese alten Kulturkampfsreste aus der Welt zu schaffen. Warum stimmen sie sonst gegen den Antrag deS CrntrumS, die drückenden AuSnahme- Liestimmungen zu beseitigen, unter denen in Preußen noch immer die katholischen Krankenpflege-Orden stehen und zu leiden haben; und warum geifer ihre Presse gegen den Toleranzantrag des Centrums im Reichstage? Das Alles sieht gar nicht nach Kulturfrieden und Katholiken - Freundschaft aus

st Die autzersrdeuttiche« Ausgabe« des Ikeichsamle» des Asuer« enthalten einige Forderungen von allgemeinen Interesse, die am heutigen Dienstag von der Budgetkommission des Reichstages durchberathen wurden. Als erste Rate für den Neubau eines Patent- amtes wurden nur 350000 statt der geforderten 600000 Mark bewilligt; abgelehnt wurde eine Forderung von 42 000 Mark für zwei Flaggen­masten am Nationaldenkmal auf dem Nieder­wald. Zur Begründung einer ständigen Aus­stellung für Arbeiterwohlfahrt wurden 300 000 Mark bewilligt und 20 000 Mark als erste Rate der Kosten einer land- wirthschastlichen Unfallstatistik für daS Jahr 1901.

+ Das Etatskapitel „Akeichsverficher««gs- m»t‘‘ war vom Reichstage an die Budget­kommission zurückoerwiesen worden. Diese hat fich heute (Dienstag) in zwei Sitzungen damit be­schäftigt und die Berathung erledigt. Angenommen wurde ein Antrag des Centrumsabg. Freiherrn von Hertling, den Reichskanzler zu ersuchen, für die Senatspräfidenten bei dem genannten Amte den Rang der Räthe dritter Klasse zu erwirken. Zurückgezogen, weil aussichtslos, wurde ein Antrag be« natl. Abg. Hoffmann- Dillenburg, das Ge­halt der Senat«präfibenten zu erhöhen, bas jetzt 7000 bis 10000 Mark jährlich beträgt. Abge­lehnt wurde ein Antrag be« sozialdemokratischen Abg. Singer, die Stellen für zwei nichtständige Mitglieder zu streichen und die Zahl der nicht­ständigen Mitarbeiter zu vermehren, aber dabei das Hauptgewicht auf volkswirthschaftliche Kennt­nisse zu legen.

st Zuckerzusatz zrrm Meine. Die Wein- kommisfion de« Reichstage« hat heute (Dienstag) sehr ausführlich, d. h. der Zeitdauer nach etwa Ünf Stunden berathen über den vierten Absatz des dritten Paragraphen des Weingesetze», in dem es sich um den Zusatz von Zucker zum Weine handelt. Zu einer Entscheidung ist es indessen noch nicht gekommen; die Berathung wird Mitt­woch fortgesetzt.

X Ker bayerische Kanernöuud läßt den »SWUMMSSSUSSWWWSSSSSeSWWWSSSSWS

Alsbald hatte ihn, wie Faust, die Erde wieder. „Närrchen!" erwiderte er, „Närrchen!" und drückte sie fest an sich.

Schweigend gingen sie eine Zeit lang weiter.

„Frau von Urbach hat versprochen, sich Deiner anzunehmen, so oft Du in Ferien nach Masing kommst", sagte Buschmann zu seiner Tochter. „Vergiß' nicht für ihr freundliche« Versprechen zu danken, sobald Du fie wiedersiehst."

Stephanie athmete auf. Von der Befürchtung, Anna um sich habe« zu müssen, war sie befreit; unangenehm blieb nur, die« Fra« von Urbach danken zu müssen.

S. Kapitel.

„So, Du triffst wieder Vorbereitungen für >en Besuch der kleinen Bauernbirne?" bemerkte Irboch spöttisch zu seiner Frau, die er unter Noten kramend sand.

Sie blickte auf: „Selbstverständlich kommt ihre Mutter, die Du ja eingelaben hast, nicht allein."

„Soll baS ein Vorwurf fein? Weshalb ollte ich bie Frau nicht einlaben, namentlich in ! Ibroefeebeit ihres bis zum Biöbsinn verliebten Gemahls? Etwa, weil sie eine Schauspielerin ttwesen ist? . . . Du antwortest nichts, weil Du nichts zu sagen weißt. Sind diejenigen, sie Deinen LieblingSumgang bilden, etwas Besseres? Deine alte Weingärtner könnte eher eine Köchin vorstellen, als eine Doktorsfrau, und ihre Enkelin schlägt in ihre Fußstapfen."

„Wir «ollen darüber nicht stretten, Alfred. Wenn Du indessen wünschest, lasse ich Anna ab«