FuldaerMZeitung
Rabatt ^währt.
Julöa, Samstag, den 9. März 1901
Jahrgang.
unter der Sonne irdischen Glückes.
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der Lieben das Herz weich und bildsam geworden für heilsame Entschlüssel Bei zahllosen Mensche» ist es allein der Schmerz, der das Gelüsten bei Fleisches zu bändigen vermag unter die Herrschaft des Geistes. Im Thau der Entsagung und der Hingebung seiner selbst weit besser als
DieMinisterTschisin und Hsutschengy die Häupter der Fremdenfeinde in der chinesischen Regierung sind in Peking auf derselben Stätte hin g-richtet worden, wo sie selbst im Juli des Vorjahres die fremdenfreundlichen Würdenträger hinrichten ließen — scheußlich, aber chinesisch! Hoffentlich waren die Hingerichteten die Herren Minister selbst, und nicht etwa unterschobene Verbrecher. Die Chinesen sehen ein europäisches Auge einander
„Ueberall ist in katholischen Ländern am Ende des verfloflenen Jahrhunderts auf den Gipfeln der Berge das Kreuz als Zeichen öffentlichen Bekennt- niffes aufgepflanzt, dasselbe Kreuz, das am Beginn des 19. Jahrhunderts die Kreuzesfeinde schon aus dem ganzen öffentlichen Leben verdrängt und zur „Privatsache" herabgewürdigt wähnten. Ja, Gott sei gedankt, daß es dem Kreuze und dem Gekreuzigten nicht an Millionen treuer, muthiger Bekenner fehlt, daß noch heute Scharen von Priestern, Bischöfen und Laien im fernen Osten todesmuthig Hab und Gut, Blut und Leben opfern für das Bckenntniß des Kreuzes." —
„Siegen wird daS Bckenntniß des Gekreuzigten, mögen auch noch so viele Stürme das Kreuz umtoben, mag das offene und gerade Bckenntniß zum Gekreuzigten und zu seiner Kirche auch noch so viele
„Jetzt", theuerste Diözesanen, „ist die gnadenreiche Zeit, jetzt sind die Tage des Heiles" (2. Kor. 6, 2.) Möchtet Ihr alle derselben vollkommen theilhaftig und von ganzem Herzen froh werden! Säumet nicht,
so unangenehm ähnlich! Sonst steht in China noch alles auf dem alten Flecke!
Das find Geliebte, einige der Aufgaben, die in der Schule der Leiden gelöst werden sollen. Wer in dieser Schule ein aufmerksamer Schüler ist.
Der diesjährige Fastewhirtenbrief des H»chw. Herrn Bischofs von Paderborn behandelt das Leiden und Sterben des Erlösers. DaS Hirtenschreiben legt überzeugend dar, wie Christus auch in seiner tiefen Erniedrigung und Schwachheit und in seiner äußersten Roth und Verlassenheit nicht aufgehört hat, seine übermenschliche Macht und Größe, seine gottmenschliche Wesenheit und Würde glänzend zu offenbaren. Zum Schluß weist der Hirtenbrief aus daS Jubiläumsjahr hin mit den Worte«:
„Eindringlicher als sonst werden wir dieses Mal beim Eintritte in die Fastenzeit durch daS heilige Jahr zur Buße und Lebensbesserung aufgefordert. Der hl. Vater bezeichnet ausdrücklich als eine Hauptftucht desselben die Erneuerung des christlichen Lebens durch den Geist der Buße' und Reli- giösität. Nur Unverstand oder Leichtsinn könnte sich einreden, der große Jubiläumsablaß solle uns von der Bußpflicht entbinden oder unsere Bußwerke entbehrlich machen. Er setzt vielmehr unseren Bußeifer voraus und will ihn anspornen und belohnen. Da wir nämlich auch beim redlichsten Wollen und Bemühen außer Stande sind, die zeitlichen Strafen unserer Sünden vollständig hienieden abzutragen, so kommt die Kirche unserem Unvermögen zu Hilfe, indem sie aus dem unendlich reichen Verdienstschatze Christi und der Heiligen der göttlichen Gerechtigkeit Ersatz anbietet und kraft ihrer Lösegewalt uns in Gnaden erläßt, was wir trotz unseren Bußwerken schuldig bleiben würden. Wer aber nicht selbst büßen mag, wird auch im Gnadenjahre leer ausgehen."Ohne Bußgesinnung und ohne Bußübungen kein Nachlaß, am allerwenigsten kein vollkommener.
I nutz treibt, da sind die Yankees den Briten in Rücksichtslosigkeit erheblich über.
In Spanien konnten es die Konservativen zu keinem neuen Ministerium bringen. Auch ein gemischtes Kabinet war nicht möglich, und nun ist der alte Liberalenführer Sag ast a von der Königin-Regentin ! mit der Bildung eines neuen Ministeriums beauftragt worden. Daß die Konservativen so schwach find, ist zu bedauern. Aber auch Herr Sagasta wird gewiß nicht Herr der verwickelten Lage werden, zumal er den verhaßten General Weyler als Kriegsminister engagirt hat.
Im österreichischen Abgeordneten- hause hat es Prügel abgesetzt, verabfolgt dem radikalen Tschechen Fre ß l, weil er sich dermaßen flegelhaft betrug, wie es bisher noch niemals in einemj Parlamente vorgekommen ist. Seine Stammesgenoffen j haben sich wenig um ihn bekümmert, umgekehrt konnte | man aus dem Benehmen der parlamentarischen Tschechen- i sichrer den Schluß ziehen, daß ihnen ihre eigene Gefolgschaft mit den Freßl und Genossen unheimlich zu werden beginnt. Sie haben der Regierung versprochen, b:i einigen dringenden Gesetzentwürfen ordnungsgemäß mitzuarbeiten. Vielleicht ist das ein Anfang zur Besserung.
Aus den Fasten-Hirtenbriesen der deutschen Bischöfe.
»«ahme der
Wochen-Wrrnö schau.
(Nachdruck verboten.)
• X Fulda, 9. März.
Zwei Dinge sind es, die unter allen Ereigniffen der letzten Woche scharf als die wichtigsten hervortreten: Die Darlegungen des Reichskanzlers Grafen Bülow im Reichstage über seine Politik und die Be- rathung des Kultus-Etats im preußischen Abgeord- netenhause.
Reichskanzler Graf von Bülow benützte die Berathung des Etats des Auswärtigen Amtes dazu, eine von ihm sicherlich schon längst herbeigewünschte Gelegenheit, um seine Grundsätze für die nächste Zukunft zu entwickeln. Die Volksstimmung machte eine solche Auseinandersetzung zur politischen Nothwcndig- •h*- ®taf Bülow konnte freilich keine genügende Aufklärung darüber geben, weshalb der britische Feldmarschall Lord Roberts mit dem höchsten Orden ausgezeichnet wurde, den der Kaiser als König von Preußen zu verleihen hat; und trotz der Versicherung, daß m dem Verhältniffe zwischen Deutschland und England seit dem Dezember des Vorjahres sich nichts geändert habe, klang doch die Thatsache einer stärker» Annäherung zwischen beiden Ländern ganz offenkundig heraus, trotz dieser Versicherung und trotz außerordentlich starker Ausdrücke, die Graf Bülow wählte für dre Versicherung, daß er stets bemüht sei und bleiben werde, das alte freundschaftliche Berhältniß zwischen Deutschland und dem Zarenreiche aufrecht zu erhalten. Lebhaftesten Beifall erntete der Reichskanzler mit der Entwickelung seiner wirthschaftlichen und handelspolitischen Grundsätze, die auf dem Boden der ausgleichenden Gerechtigkeit aufgebaut find, für! me Landwirthschaft sorgen, aber dabei auch die andern Erwerbsstände nicht vergessen wollen, namentlich nicht den deutschen Arbeiter. Und nicht minder Beifall ^"^^ Graf Bülow für den stark betonten Satz, daß ?.^tschland wirthschastlich und politisch seine Selb- standigkeit sich wahren, vor allen Dingen seine Politck nach seinen eignen Interessen einrichte» müsse. , , 3m preußischen Abgeordnetenhause hat sich zum ersten Mal mit der Annahme des Centrumsantrages, die katholischen Krankenpflege-Orden von den drückenden Ausnahmebestimmungen zu be- bif auf ihnen lasten, eine Mehrheit für eine Abänderung der Ordensgesetze erklärt. Was die Regierung dabei thun wird, hat Kultusminister Dr. tudt mcht gesagt, nicht einmal angedeutct. Seine ~i0“e klangen eigentlich wenig verheißungsvoll; aber da sie keine unmittelbare Absage enthalten, haben sie den Nationalliberalen gar nicht gefallen. Diese wissen nicht, was sie dazu sagen sollen; aber sie stellen sich an, als hätte der Kultusminister ein neues kirchen- politisches Programm entwickelt. Leider ist das gar nicht der Fall. Was kommen wird, müssen wir abwarten.
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rn« aber nicht alles in Elsaß ^Lothringen so toie die Stimmung nach der Bewilligung in „^."dcks für die Hohkönigsburg. Noch mehr als K,°"dercn Theilen des Reiches klagen die katholischen Man^i bon Elsaß-Lothringen über den herrschenden amten taL“n P^ität. Die protestantischen Be- einer .9an$ außerordentlich bevorzugt. Nach
D e IS: b,e diesen Tagen unter dem Titel ÄÄ" Elsaß-Lothringen« erschienen ist, sind
Pnthri^ Im ganzen vorhandenen Beamten in Elsaß-Lothrmgen 2505 protestantisch, 1629 katholisch SSK Di- Bevölkerung ist zu blri Sflnft.rn . 5 5^' die Beamtenschaft nur zu zwei Shsirm liegt, wird unmöglich ■*.nntn; Schön ist dieses Regierungs- systein sicherlich nicht, nicht schön und nicht gerecht.
?er neue deutsche Botschafter in Paris, Fürst Radolin, ist am letzten Sams-
Im übrigen gehen die Etatsberathungen im Reichstage und im preußischen Abgeordnetenhause ihren gewohnten Gang. Nennenswerthe Abstriche an den Forderungen der Regierungen find weder hier noch dort gemacht worden.
Der Entwurf des neuen Zolltarifgesetzes ist nunmehr im Reichsschatzamte fertig ausgearbeitet und an dre Regierungen der einzelnen Bundesstaaten gegangen zur Begutachtung und Berathung. Erst nachdem auch dies geschehen sein wird, kann der Ent- wurf an den Bundesrath gelangen; und wenn dieser letztere seine Berathungcn beendet haben wird, wird dbm Reichstage zugehen. Wann das I «rryanvlungen Mil o ^JSnsrol?:bßJanrJno"^eute sagen; vor dem von N o r d a m e r i k
Eine EÄ’S 9/^7 £u 11 “1 teiuicn. xne Amerikaner Haven ganz einfaä
auss2 tion Srtn6n9onH?-*1 bat bec die früheren Abmachungen, daß beide Staaten gleich-
Sirfi di- N^r saß-Lothringen beschäftigt, mäßig daran betheiligt sein sollen, beseitigt, England L? a°'l. übe- d-n Wiederaufbau der auf die Seite geschoben und nehmen die noch wichtige lichsten Relt/ona »tstadt, einer der Herr- Wasserstraße unter ihre Fittiche allein. Wo der Eigen-
"chsten Reste aus der Baukunst ftüherer Zeiten. Die1 *■- «-*■ ™ - - - -
Hälfte der Kosten soll von Elsaß-Lothringen aufgebracht werden, die andere Hälfte von dem Reiche; die Burg soll nach ihrer Vollendung nicht etwa als kaiserliches Schloß benutzt werden, sondern als ein Landesmuseum. Der elsaß-lothringische LandeSaus- lchuß hat mit sehr starker Mehrheit die geforderte Summe bewilligt, mit allen gegen fünf Stimmen, und bei dieser Gelegenheit hat Herr Jaunez, Mitglied des Ausschusses, der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß der Diktaturparagraph aufgehoben werden möge. Staatssekretär von Puttkamer hat darauf erwidert, daß „das von den Herren Abgeordneten beihätigte Entgegenkommen und Vertrauen seine guten Früchte tragen werde". 1
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I Opfer und Demüthigungen bringen. Diese Opfer und Leiden sind nur das Zeugniß, daß wir im Bekennt- niß auf dem königlichen Wege Jesu Christi wandeln. Daß dieser Weg dornenvoll ist, ist Gottes weise Zulassung.
Denn nicht nur im sittlichen Leben, im Strebe« nach den sittlichen Tugenden haben wir Anfechtungen und Kämpfe zu bestehen, sondern auch der heilige Glaube soll auf seine Festigkeit geprüft werde«, damit unsere Treue im Glauben um so verdieichvoller vor Gott erscheine und ein leuchtend Beispiel für unsere Brüder sei. So war es schon bei der Gründung der Kirche, so in den Zeiten der Apostel und Märtyrer, und so bleibt es bis zum Ende der Tage."
„Wie wichtig ist es darum, daß alle, die ei« Kreuz zu tragen haben, auch lernen, das Kreu; wahrhaft Christo nachzutragen, daß sie beim kreuztragenden Heiland in die Schule gehen und dort ihr Kreuz lieb gewinnen.
Die Fastenzeit ist ganz besonders die Nachfolge den leidenden und gekreuzigten Jesus geweiht. Laßt uns also diese Tage des Heiles gut benutzen, um dal so nothwendige, aber auch so trostreiche Evangelium von der Nachfolge des Gekreuzigten recht zu verstehen." —
„Lerne darum, christliche Seele, dem gekreuzigte« Heiland nachfolgen durch Abtödtung deines Eigenwillens und deiner Ehrfurcht, durch Beherrschung deiner Augen, durch Unterdrückung ungeordneter Begierden und durch Freude an mühevoller Arbeit. Vergiß niemals in Mühe und Leid, in Schmerz und Krankheit, daß du ein Jünger des büßende» Christus, ein Glied unter einem dornengekrönte« Haupte bist. Vergiß richt, daß Gottes Liebe es ist, die dich würdigt, in die Fußtapfen des sühnende» und sterbenden Heilandes zu treten. Sieh, wie dem Heiland mit Sehnsucht verlangte nach der blutigen Taufe, die auf Golgatha seiner wartete; höre, wie die Heiligen um büßende Leiden und Kreuze Gott bitten. Fühlst du dich zu schwach zu gleichem Edelsinn und Heldenedelmuth, so sprich wenigstens in Leidensstunden mit Ergebung: „Vater dein Wille geschehe!"
„Im Schatten des Kreuzbaumes wollen wir ! darum in der kommenden Fastenzeit uns niederlassen, um zu bereuen und zu weinen, was wir gefehlt haben, um himmlische Kraft zu schöpfen z» der Gesinnung, in der allein wir Nachfolger del büßenden und sterbenden Heilandes werden können.
Darum ist in den Augen des verständige« Christen Kreuz und Leid nicht das schlimmste Nebel, vielmehr eine Wohlthat für den, der Gottes Hand in den Leiden sieht. Gott selbst will durch Leiden unS lehren, was nur in dieser einen Schule gelernt werden kann; jene Tugenden nämlich, die nstt durch Selbstverleugnung errungen werden können.
Demuth lernt man nicht durch Berdemüthig- «ngen; gar manche kränkende Zurücksetzung ist darum in ihrer Wirkung eine heilsame Arzenei. Vorsicht im Wandel lernt man durch bitter schmeckende Erfahrungen. Zur Selbstbeherrschung gelange» wir nur durch stete Uebung in tausend kleine» Selbstverleugnungen. Die Losschälung vom Irdische» gelingt den meisten Menschen nur dann, wen» Gott ein liebgewonvenes Gut ihnen entzieht oder eine theuere Person von ihrer Seite hinwegnimmt; wie manchem ist erst am Grabe
die letzte sei, die ihm gewährt wird. Für manche ist sie ganz gewiß die allerletzte. Die Arme des Hei- landes sind weit ausgebreitet, um Euch zu empfangen;
1 ergreifet doch seine rettende Hand!
1 Nahet Euch also mit echter Lünderdemuth dem ; Gnadenthrone des Kreuzes! Seht Ihr dort nicht zur , Rechten des göttlichen Beichtvaters ein Beichtkind, das erst in der letzten Stunde sich gemeldet hat und noch angehört und erhört worden i st? Der reu» müthige Schächer beichtet spät, sehr spät, fast zu spät; noch kurze Zeit und sein Mund hätte nicht mehr flehen können: Herr, gedenke mein! und jener andere Mund, der allein ihn lossprechen konnte, wäre im Tode verstummt gewesen. Obwohl er knapp zur rechten Zeit kam, war er dem göttlichen Helfer doch willkommen. Welch ein Triumph der himmlischen Liebe und Er- barmung, die einen Unglücklichen, der schon am Versinken ist, noch zu halten weiß und einen Räuber in seiner Sterbestunde die kostbarste Beute davontragen läßt! Wer also von Schuld sich bedrückt fühlt, der lasse sich bekehren und erlösen I Noch ist es nicht zu I spät, aber bald kann es zu spät sein.
Und wehe dem thörichten Sünder, der vom begnadigten und beseligten Schächer nichts besseres zu lernen wüßte, als den vermessenen Gedanken: mit mir hat es Zeit; ich kann mich noch in meiner letzten Stunde suchen und retten lassen! Daß auch das entsetzliche Gcgentheil eintre'en könne, daß ein Mensch selbst an der Seite des Erlösers verstockt hinüber _ ... ^Ul[ UU|Ultll|Ullltt scheiden kann das lehrt mit erschütternder Ueber- der erkennt gar bald Gottes weise Absicht darin; daß zeugungskraft der unbußfertige Schacher. ein Kette von kleineren und größeren Leiden dal
Der Senior der deutschen B schüfe, der ganze Leben durchzieht. Wer feine täglichen Ent- I Hochw. Herr Bischof Wilhelm von Hildes- sagungen, Mühen und Leiden als Prüfung Gottes ! h ei m behandelt in seinem Hirtenbriefe b:e! «"sieht, dem wird das Kreuz zur Lehrstätte der Aufforderung des Heilande-: „Folge mir nach!" I edelsten Herzensbildung, zu einem Buche voll himm- DiS oberhirtliche Schreiben fordert in meister- ö"r Himmelsleiter, auf der die
Hafter Sprache und mit überzeugender Wärme ■ ®ebanfen unb Wt und hoher steigen,
auf zur Nachfolge: 1. deS betenden Heilandes, 2. CH. ist» im Bekenntniß deS Glaubens, 3. bei Gekreuzigten, Besonders legt der Bischof allen die Pflicht deS öffentliche« BekevntniffeS deS Glaubens ans Herz und weist hin auf die helbenmüthigen Bekenner auf Golgatha: Die Töchter Jerusalems, den hl. Johannes und die Königin der Bekenner, Maria. — Wir geben auS diesem herrlichen Hirtenbriefe folgende Stelle« wieder:
Äend begutachtet, in Apotheken unb Drogerien. Herfeetellt von Bauer * Cie., Berlin S.O.K Atteste gtatii unb franco.
. 1» ellgcld in ffulda und au<- bäktS!M.50Pf.
tag von Herrn L 0 ubei, dem Präsidenten der R°publik empfangen worden. Dieser Empfang hat Gelegenheit gegeben zu einem Austausche von Ansprachen zwischen dem Präsidenten und dem Gesandten, die über die Gepflogenheiten der gewöhnlichen diplomatischen Höflichkeiten hinaus- glngen. Fürst Radolin betonte in seiner Ansprache 1 ,!onbcr8 guten Beziehungen, die in der glücklichsten Weise zwischen den beiden Ländern bestehen" und den Auftrag des Kaisers, diese Beziehungen „aufrecht zu erhalten und noch enger zu knüpfen"; und Herr Loubet ertoiberte, daß „die Absichten Frankreichs denen des Kaisers entsprechen". Schwerlich wird es im Deutschen Reiche Jemand geben, de r die gegenseitigen Beziehungen beider Länder nicht in derselben Weise beurthcilte. Gute Beziehungen zu Frankreich sind für das Deutsche Reich von unschätzbarem Werthe.
Leider ist fteilich gerade „das katholische Frankreich augenblicklich von ernsten Gefahre n bedroht —" wie Papst Leo XIII. dieser Tage in einer Ansprache an die versammelten Kardinäle und Prälaten sich ausgedrückt hat. Der hl. Vater beging am letzten Samstag, an dem er sein 91. Lebensjahr vollendete, gleichzeitig auch den Jahrestag seines Krönung; und bei dieser Gelegenheit war es, daß er diese Worte an die Versammlung der hohen geistlichen Würdenträger richtete am Schlüsse einer Ansprache, die die Lage der Kirche im Allgemeinen behandelte. „Wir verdanken es der Güte Gottes, wenn Wir — vom Alter geschwächt und ermüdet — nicht erliegen inmitten der Schwierigkeiten, die von vielen Seiten täglich mehr und mehr austauchen und dem Walte« und der Thätigkeit der Kirche immer mehr Hinterniffe entgegenstellen." Dann folgten Worte der Lobes der Einigkeit der Katholiken der ganzen Welt und ihrer Ehrfurcht vor der Kirche. Auch diese Gelegenheit hat der Papst nicht vorübergehen lassen ohne die „Unverjährbarkeit der Rechte des heiligen Stuhles" zu betonen. Der Papst sei „nicht unumschränkter Herrscher dieser Rechte, sondern ihr Behüter und Bewahrer". Diese Worte des hl. Vaters entsprechen den Anschauungen der ganzen katholischen Welt und zeigen aufs Neue an, daß der Papst nimmermehr auf die weltliche Herrscherstellung verzichten kann und darf.
Jetzt weiß man, was die britische Regierung für das Heer verlangt. Die Ausgaben --------- v.........
des britischen Heeresetats für das Rechnungsjahr 1901 sie Euch zu nutze zu machen! Niemand von Euch bis 1902 werden auf 87 815 000Pfund Sterling oder weiß, ob diese außerordentliche Vergünstigung nicht 1760 Millionen Mark veranschlagt; davor entfallen r‘! ' ' " '
ungefähr 1200 Millionen Mark auf die Krieg?«usgaben. Der Mannschafisaufwand des Heeres bclänc sich auf 450000 Mann gegen 420 000 im Vorjahre. In den Erläuterungen, die dem Etatsvoranschlage btigegeben find, wird die Annahme ausgesprochen, daß die Streitkräfte in Südafrika während des kommenden Sommers in voller Stärke aufrecht erhalten werden, daß aber bann eine allmähliche Verminderung eintreten soll. Vorläufig freilich haben fich noch alle Siegesnachrichten der Engländer als recht zweifelhaft erwiesen: auch die tn der letzten Woche verbreitete Meldung, Christian Dewet sei umzingelt oder doch auf dem Rückzüge, hat fich als ttügerisch erwiesen. Nicht minder unzuverlässig war die britische Behauptung, der Buren- General Louis Botho in Transvaal stehe ebenfalls unmittelbar vor der Uebergabe Komisch wirken die neuerdings häufiger werdenden Meldungen über die „Erbeutung von Geschützen unb Schießbedarf" durch die Engländer. Sieht man sich nämlich diese Meldungen genauer an, dann kommt man bald dahinter, daß e» sich nur um Dinge handelt, welche die Buren früher I einmal vergraben haben und nun von den tapferen Engländern wieder ausgegraben werden.
Eine schwere Niederlage hat England in seinen Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten *" - m ------; -0 über den Nicaragua-
Kanal erlitten. Die Amerikaner haben ganz einfach
mit Zlntechaktungs Meitage „IlluKrirte Sonniags-Zeilimg"
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