28. Jahrgang.
Iulöa, Freitag, dm 8. März 1901.
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fomtenen polnischen Elemente gleichzeitig mit den unbesonnenen von sich abwehren? Dazu liegt kein Grund vor; das Centrum wird katholische Interessen wahrnehmen, wo solche vorhanden find, ob sie nun in einer deutsch sprechenden oder polnisch sprechenden Bevölkerung wurzeln.
Aber die Rede deS Abgeordneten Dr. Bachem hat noch nach einer andern Seite große Bedeutung Sewiffe Blätter, die sich gern mit der Anmaßung brüsten, sie allein hätten darauf An- spruch, national genannt zu werden gefielen fich bisher gern in der Verdächtigung des CentmmS, fo als ob dieses auch das wirkliche vaterländische Interesse über die Vertheidigung berechtigter Polenansprüche vergessen könnte. Solchen gründ- losen und gehässigen Verdachttgungen des Eentrum» ist durch die vortrefflichen Aussüh- runLen Dr. Bachem's ein Ende gemacht, denn Herr Dr. Bachem hat die Polen in klarer und unzweideutiger Rede ausgesordert dazu, loyale und patriotisch gesinnte Staatsbürger za werden oder zu bleiben. Und wenn die Hakatistenpreffe neuerdings mit unlauteren Verdächtigungen des Centrums dieser Art anrücken will, so wird ihr der Mund gestopft werden mit dem Hinweise auf Dr. Bachem's Worte im preußischen Adgr- ordnetenhause am 4. Mä:z 1901!
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nichts von seiner That zu wissen; er habe nur eine dunkle Erinnerung von einigen außergewöhnlichen Austritten, dir vorgekommen seien. Auffallend ist im Gegensätze dazu, daß der junge Mensch seinen Platz zur Ausübung der That sehr geschickt gewählt hat, nämlich gerade an einer Stelle, wo die Straße eingeengt ist, der Wagen des Kaisers also dicht an ihm vorbeikommen mußte. Der Vater des Weyland war ein dem Schnapse vollkommen verfallener Mensch. Das deutsche Volk ist einig in der Entrüstung über das Bubenstück und in der Freude darüber, daß dasselbe ohne Gefahr für das Leben des Monarchen abgelaufen ist.
X Die afrikanilche« Schutzgebiete haben auch am heutigen Donnerstag die Budget ko m missi o n des Reichstages beschäftigt. Zunächst wurde dabei der Etat für Togo nach den Ansätzen der Regierungsvorlage genehmigt. Erne längere Auseinandersetzung ion grundsätzlicher Bedeutung entspann fich dabei Über die Erhebung einer HauS- und Hüttensteuer und Über einen Ausfuhrzoll für Gummi. Die erstere empfahl, um die Einnahmen zu heben, der nationalliberale Abgeordnete Dr. Hasse, den letztem Abgeordneter Müller-Fulda (Centrum), der schwere Bedenken gegen die Haussierter äußerte. Der Kolonialdirektor Dr. St Übel nahm die Haus- st-uer als eine erziehliche Abgabe in Schutz, empfahl sie aber für spätere Zeit. Aehnlich äußerte fich der CrntrumSabgeordnete Prinz Arenb erg. Der Etat für Togo gleicht sich aus mit 1,448000 Mark, bei einem ReichS- zuschuffe von 884 000 Mark. — Das süd- westafrikanische Schutzgebiet erfordert bei einem Gesammtetat von 10 727 600 Mark einen Reichszuschuß von 9 378 600 Mark. Hrub konnte die Berathung noch nicht zu Ende geführt werden. Auf eine Anfrage des Abgeordneten Bebel nach dem gegen den Prinzen Arenberg ergangenen Urtheil theilte Kolonialdirektor Dr. St übel mit, Prinz Arenberg sei vom Kriegsgerichte zum Tode verurtheilt, sodann zu 15 Jahren Zuchthaus begnadigt worden. An die Stelle der Zuchthausstrafe sei dann auf dem Wcgr der Gnade Gesänznißstrafe getreten. Der Verurtheilte verbüßt seine Strafe im Gefängnisse zu Hannover. Auf eine Frage des Freisinnigen Abgeordneten Müller- Sagan antwortet der Kolonialdirektor: Die in das Schutzgebiet gekommenen deutschen Mädchen hätten sich bald nach ihrer Ankunft im Schutzgebiete verheirathet, und von amtlicher Geile werde versichert, daß die Kinder trefflich gedeihen.
+ Gin- Il-t-lmr- d-s A,o1tz-LeuW«se«s ven Zlleichs wegen ist für absehbare Zeit kaum zu erwarten, so lautet die Auskunft, die ein Berliner Offiziosus über diese Angelegenheit gibt. In Elsaß-Lothringen strebt die Regierung eine neue Regelung der Sache in dem Sinne an, daß nur noch Personalkonzesfionen an Apotheken ertheilt werden sollen; in Preußen handelt man bereits seit einigen Jahren nach diesem Grundsätze. Damit bleibt aber die alte Frage offen, wie mit den früher ertheilten Privilegien und Realkon-
jnfMttfes DE einspaltig« Petita leite oder deren Ram»1SPfg.,Re- Hamen die Pet-r- zeile 25 Pfg.; bet Wiederholungen wird entsprech eich. Rabatt gewährt.
hatten sie fich von dem Erstaunen erholt, in welches sie über die Verlobung Buschmann's — ihres Buschmann's, ihrer Lokal-Berühmtheit — gerathen waren, so brachte die Kunde, in nächster Zeit würde seine Hochzeit stattfinden, neue Aufregung bei ihnen hervor. Wieder ein wenig später, und sie erfuhren, Dr. Buschmann sei be- reits getraut; seines Stiefvaters zweitägige Abwesenheit habe keinen anderen Zweck gehabt, als des Sohnes Hochzeit beizuwohnen. Die Nach- richt, die Neuvermählten hätten eine Hochzeitsreise angetreten, die sie mit einem Aufenthalt in Mafing zu beschließen gedächten, bildete den hoch interessanten Abschluß der Mittheilungen.
Gar gern hätten die guten Mafinger diese sensationellen Neuigkeiten mit der Frau Doktor besprochen. War sie aber sonst schon zurückhaltend, so zeigte fie fich jetzt geradezu unnah. bar, so daß niemand sich so leicht mit Fragen an sie heranwagte. Geschah es je, so wurden die vorwitzigen Frager — oder vielmehr Fragerinnen — auf so kurze Weise abgefertigt, daß chnen die Lust zu ferneren Erkundigungen verging.
Pipi Gruber mußte von der Schwägerin strengste BerhaltungSbefehle erhalten haben; denn denn auch sie, die Mittheilsame, auf welche weitgehende Hoffnungen gesetzt worden waren, zeigte sich sehr verschloffen. Sie sah aber noch kläglicher aus als gewöhnlich und das war em Anzeichen, das auf Schlimmes deutete. Die Mafinger Über kam ein förmliches Gruseln bei all' den Verwickelungen, mit welchen ihre Phantasie Buschmann's Heirath umgab.
Plötzlich an einem Sonntage hieß e« m aller Morgenfrühe: die Neuvermählten seien des
zesfionen verfahren werden soll. E» ist darum zu >ebauern, daß zunächst an eine allgemeine uns gleichmäßige Regelung der Sache. im ganzen Reiche nicht zu denken ist. .
4- Vor einigen Tagen berichteten wir, daß nach den Angaben der ,Straßb. Post die Zcchl der Mitglieder des Amrd-s der Larrdrvirtye in der Pfalz und im Großherzogthum Hessen m letzter Zeit zurückgegangen sei- Der stellvertretende Direktor des Bundes ersucht uns nun auf Grund des Preßgesetzes um Aufnahme folgender Berichtigung: „Es ist unwahr, daß die Mit- gliederzahl des Bundes der Landwirthe tm Groß- herzogthum Hessen bei einem Zugang von 981 Mitgliedern um 1459 Mitglieder zurückgegangen ist. Thatfächlich hat in der Zeit vvm 1. Januar 1898 bis 1. Februar 1901 eine absolute Zunahme der Mitglieder um 981 Köpfe stattgefunden. Die Mitgliederbewegung innerhalb des angegebenen Zeitraumes stellt sich wie folgt: Zugang: 2440, Abgang: 1459, absoluter Zugang: 981 Mitglieder. Demnach ist es auch unwahr, daß nicht nur in Hessen, sondern in gani Sudwestdeutschland die Bundesbewegung im Rückgang begriffen ist, wenn zwar auch in der Rheinpfalz seit 1898 324 Mitglieder weniger geworden sind. Denn thatsächlich hat seit diesem Jahre eme absolute Zunahme von 5774 Mitgliedern stattgefunden, wie der Reichstagsabgeordnete Lucke m der Versammlung der Bundes der Landwirthe in Friedberg (Oberhissen) am 24. Februar a.^ c. Namens de» Bundesvorstandes mitgetheilt Hot, dessen dort gegebenem Referat die von der,Straßburger Post' angeführten Zahlen entnommen find.
* Hsvnöriick, 7. März. Zum Präs - denten des Lokalko mitees sür die General- Versammlung der Katholiken Deutschlands wurde ei» Riffe Windthorst's, AmisßerichtSrath Engel en Hierselbst gewählt, zum Ehrenpräsidenten Domdechant Schoo.
Roma« aus feem Wiener leben.
Von L. » Neideg g.
12 --(Nachdruck verboten.)
„Natürlich, Schwätzen und kein Ende. Als unausbleibliche Folge Husten und kein Ende"; «ar die theilnahmsoolle Begrüßung, die Herr von Urbach an seine kranke Frau richtete.
Der alte Doktor, diese wohlwollende Seele, hatte Mühe, an sich zu halten.
„Aehnliche Anfälle wiederholen sich von Zeit zu Zeit; darin liegt da« Wesen dieser Krankheit", versicherte er barsch. „Ich hoffe aber, meine Tropfen, um die ich möglichst bald zu schicken bitte, werden Ihnen bald Erleichterung schaffen, gnädige Frau. Morgen früh komme ich und sehe nach; in ein paar Tagen find Sie hoffentlich wieder auf den Seinen.*
„Du bist hier ganz überflüssig, Franz", bemerkte Urbach zum Sohne, al« der Doktor sich verabschiedet hatte. „Der alte Esel mag sagen was er will, da« unnöthige Schwätzen ist'«, da« den Hustenanfall hervorgebracht hat, — darum ffort mit Dir! . . . War es nöthig, den fremd« Balg hereinzurufen?" schalt er, allein mit seiner Fran geblieben. „Je gemeiner die Gesellschaft, desto lieber ist fie Dir aber."
„Ich glaube nicht, daß Du gegen die Kleine etwa» einwenden würdest; mir scheint fie ein Paffender Umgang für unsere Mädchen", erwiderte sie mit matter Stimme. „Ss ist de« Doktor« Enkelin."
„Wenn auch. So ein lumpiger Landdoktor."
£ Das Centrum und die Polen.
Abg. Dr. Bachem hat am letzten Montag im preußischen Abgeordnetenhause eine Rede gehalten, cie großes und auch durchaus berechtigtes Aufsehen erregt hat; denn sie bildet einen Glanzpunkt in den Debatten über den preußischen KultuS- Etat. Die nichtkatholische Preffe beschäftigt fich aber nur deswegen mit der Rede, weil Herr Dr. Bachem auch den Polen einige Sätze ge- widmet hat mit dem dringenden freundschaftlichen Rache, die radikale nationalpolnische Agitation nicht überwuchern zu lassen, vor allen Dingen nicht in Oberschlesien, wohin diese Agitation künstlich von außen her hineingetragen worden sei. „Die Verhäitniss- (die mit der Polenfrage in den preußischen Ostprovinzen zusammenhängen. Die Red.) haben sich so zugespitzt, daß, wenn eS so weiter geht, man zu ganz unmöglichen Verhältnissen in den Ostprooinzen kommt," so begann Abg. Dr. Bachem diesen Theil seiner Rede; und dann führte et, wie bekannt, au«, daß eS einen gewissen Hakatismus auch in den polnischen Reihen gebe, eine „extrem nationalistische Richtung unter den Polen, die ebenso verderblich ist wie die extrem- nationalistische Richtung auf deutscher Seite. Die Auswüchse jener Richtung nehmen bekanntlich zu, so daß, wenn sie von den besonnenen polnischen Elementen nicht zurückgedrängt werden, Ursache vorhanden ist, daß jene Richtung die Oberhand gewinnt zum Schaden der polnischen Bevölkerung."
Die polnischen Mitglieder des Abgeordnetenhauses erwiderten darauf in Zwischenrufen, daß diese neue polnische Richtung nur eine Folgeerscheinung sei, herosrgerufen durch den Haka- lismuS auf deutscher Seite; aber Herr Dr. Bachem hat auch gegen diese Anschauung Wideripruch erhoben, und mit Recht. Denn .wirklich ist nicht zu leugnen, daß die extreme Richtung bei den Polen »ährend der letzten zehn Jahre ganz außerordentlich zugenommen hat. In einz-luen EerlrumSblättern ist darauf schon mehrfach aufmerksam gemacht worden; im Parlament ist es von einem CrntrumSrnitgliede zam ersten Mal geschehen, und daraus wollen nun Manche den Schluß ziehen, die Rede deS Abz. Dr. Bachem bedeute eine grundsätzliche Aenderunz in der Stellung der Cenkumspartei zu den Polen.
Wie diese Auffassung entstehen konnte, ist nicht Aar. Wenn man einen Freund warnt, dieses oder jenes nicht zu thun, dann wirft man ihm damit doch nicht den Fehdehandschuh hin und deutet ihm damit nicht au, daß man von nun au nichts mehr von seiner Freundschaft wissen wolle. Man könnte sogar den entgegengesetzten Schluß daraus ziehen, nämlich den, daß man solche freundschaftliche Warnungen nur dann ausspricht, wenn man noch das alte fteundschastliche Interesse hat. Und geradezu erbärmlich ist die Auffassung, die ebenfalls in einigen Blättern auftritt, Abg. Dr. Bachem habe um der schönen Augen der Regierung willen jene Sätze gegen die extrem polnische Richtung gesprochen. Davon kann selbstverständlich nicht entfernt die Rede fein; ab:r auch von irgend einer grundsätzlichen Aenderung der Stellung des Zentrums zu den Polen ist nichts vorhanden. Warum denn auch? Warum sollte man die de-
mit Ilnterhaltungs -Aeilage „Illnflrirte Sonntags-Itilung
Deutsches Keich.
Berlin, den 7. März.
X Zu dem Attestate ewf de« Kaiser, welches am Mittwoch Abend in Bremen verübt wurde, liegen heute eine Menge von Meldungen vor. E« ist sicher, daß der Attentäter Dietrich Wryland nicht vollkommen Herr seiner geistigen Kräfte ist; denn ein wirklicher Attentäter benutzt keinen Schienenriegel, um damit ein Monarchenattentat auszuführen. Der junge Mann befand sich schon einmal achtzehn Monate in einer Anstalt für Epileptiker; daß Epileptiker ab und zu vollendeten Geistesstörungen ausgesetzt sind, ist bekannt ge- ruö. — Nach den späteren Meldungen erweist sich die Verletzung des Kaisers als schwerer, al« anfänglich angenommen wurde. Nach dem ärztlichen Berichte hat der Kaiser in der rechten GestchtShälfte eine vier Zentimeter lange, über das Jochbein verlaufende Wunde, die durch einen Verband geschloffen wurde, ohne daß eine Naht nöthig geworden wäre. Daß der Kaiser bettlägerig ist, erfährt man auS den Mit- theilnngen, die Präsident Graf von Ballestrem zu Beginn der Reichstagssitzung gab. Unmittelbar nach der Ankunft der kaiserlichen Herrschaften im königlichen Schlosse in Berlin empfing der Kaiser den Geheimrath Professor von Bergmann. Es wird angenommen, daß der Kaiser etwa vierzehn Tage werde da« Zimmer hüten müssen. Ebenso wie Reichstag und Preußisches Abgeordnetenhaus drückte auch unter Zustimmung sämrntlicher anwesenden Mtt- glieder der LandeSauSschvß von Elsaß - Lochringen seine Thellnahme an dem Unfälle au8, der den Kaiser betroffen hat. Der Attentäter ist unmittelbar nach seiner Verhaftung in epileptische Krämpfe verfallen. AIS er bann später vernommen wurde, hat er behauptet,
„Ihr Vater ist der Minißerial-Sekreiär Dr. Buschmann."
„Na, der. Meiretwegen pack' Dir also da» Mädel auf. Man geht ja mit gar manchen Menschen um auf dem Lande. Daß aber Leonie und Edith sich nicht gemein machen mit dieser Pflanze!"
Sie versuchte keine Einwendung; er setzte noch ein paar Worte hinzu über plebejische Geschmacksrichtung und ging bann hinaus.
„Ein guter, ein sehr guter Sohn, dieser Franz Urbach!" sagte etwa eine Stunde später der Doktor, al« er sich mit seiner Familie zu Tische setzte. „Treffe ich ihn vorhin in der Apotheke, wo ihm der Provisor die Medikamente für die Mutter gibt. Wie ich ihn frage, warum er selbst gekommen, erwiderte er einfach: „So schnell wie ich wäre kein anderer gegangen."
Frau Gruber, die von ihrem Ausfluge zurück- gekehrt war, stimmte in Franzens Lob mit ein: „Wie nur dieser Urbach zu einem so braven Sohne kommt! er verdient ihn gar nicht. O, über den Vater könnte ich manche« sagen, wenn ich wollte!"
„Behalt' e« lieber für Dich, Pepi", rieth der Doktor. Die Schwester war ihm als wandelnde Chronik bekannt.
Frau Weingärtner sagte gar nicht«. Sie saß mit finster zusammengezogenen Blauen, und gedachte eines anderen Sohnes, der, allen Bitten feiner Mutter ungeachtet, im Begriff stand, ihr schweres Herzeleid zuzufügen.
7. Kapitel.
Die Mafinger kamen feit einiger Zeit auS den Ueberraschungen gar nicht heraus. Kaum
An* fetw K«ich»t«,e.
>&■ 63. Sitzung ectn 7. März.
Der Präsident »•« Aalkestre« eröffnete die 6i|“Ä£!
Mittheilung zu mache», daß Ee. Majestät feer atf er gestern bei einer Fahrt in Breme« durcheM »tsenstS^ da« ein «och nicht 20 Fahre alte- Individuum gegen de» kaiserlichen Wage« schleuderte, nt$t u«trheb^ lick im Gesicht »rrlrtzt ward«» ist. w» fcöetnt big jetzt, daß durch Gatte« gnädige Fügung die Set» letzuug keine gefährliche ist, und daß ^Arlicher ßtrt, der jedoch zur Zeit bettlägerig ist, in nicht allzu U»get Zeit wieder hergepellt f«”
«.Le» »e, Reichstages dem «scheu über die unsrlige Unthat hiermit MnSLrnck gtee, verbinde <4 bont den Dank giße» dr« gütige« Gott, welcher den Kaiser und bei deutsche Vaterland vor schwerem Unglück ,»ädrg bewehrt hat, und die «ittean Sott umb«ldige Wneder- herstellung deS geliebten Mouarchen und um ferner« Schutz und Schirm seiner erhabene» Person.
Sie habe« sich von den Plätzen erhoben, um stch meine» Worten und meinen Gefühle» anznschließen — ich konstattre A^rdnung der heutige» Sitzung steht der Marine-Etat, «ei dem Titel »EAatt Etaatrsekretärr" antwartet auf eine Beschwerde de« «bi. Dr. Roesikr-Kaiserslautern (B.d. 8.) der
'Staatssekretär »an «irpitz- Die «ertrüge mit den ausländischen Konserveulieferanten seren infolge der Bestimmunge« des FleischbeschaugrsetzeS gekündigt Abends vorher angekommen, und würden jedenfalls beim Hochamt nicht fehlen. Wohl fetten fanden sich die Mafinger so vollzählig zu dem- selben an, wie an jenem Tage. Aller Augen richteten stch auf die Bank, welche - den ört- lieben Gewohnheiten entsprechend — die Famttre Sßeingärtner ständig inne hotte. Aufmerksam musterte man die überelegante CtaLtdame tm lickten, spitzenbesetzten Fonlardklerd, die, ihre lange Schildkcot-Lorgnette fleißig benützend, m unan- däcktiger Haltung zwischen den kmeend tn Gebet vertieften alten Frauen faß. Buschmann wirkte auf der «mpore beim Kirchenchore mit. Neben der Großmutter kniete Anna, sorgfätttger qe- kleidet wie gewöhnlich, aber mit trotzigem ®e- ^sTmr^in Mafing hergebracht, daß nach dem Ende des Hochamtes auf dem Msrktplcch „Standerln" abgchalten, und Begrüßungen auS» getauscht wurden. Selbst der große Herr von Urbach ließ fich herab, bei dieser Gelegenheit einige huldvolle Worte an die AuserwLhlten unter den Honoratioren zu richten, ehe er die Equipage bestieg, welche chn nach Windhag
Das Amt war vorüber. Alles drängte dem Ausgang zu. Im Nu sah die-.Wemgärtner'sche Famrlie, durch Buschmann veE.hrt, fich von Glöckwünschenden umringt. Die junge trau wurde vockest-llt. Sie war sehr zugänglich recht lieben?wärbig, lachte viel, wobei sie wunderschöne Zähne zeigte, redete laut, gefhtuhrte lebhaft und wollte die Namen aller derer wissen, die fi- sah.
Wer ist daS?" fragte sie die Frau deS Notars, «IS Frau von Urbach am Arme ryres
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