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Julöa, Samstag, den 2. März 1901.

Jahrgang.

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-ei'nkMglkch, 'usnahme der

Inserate: Di« rinspaltige Petit- zeile oder bereu Raum 18 Pfg.,Re­klamen die Petit- geile 25 Pfg.; bei Wiederholunge» wird entsprechend. Rabatt gewährt.

fü» Inserat» 3. Parzelle» fn Sv. mit Mterstaktungs -Meilage „Muflrirte Sonnlags-Zeitung!'

Wochen-Wmö schau.

(Nachdruck v

England war in

aber kein Mensch in

ii*

Sitzungs-

Parteien,

sind die

Sakramente zu warten, bis alle übrigen Bedingungen

oten.)

Fulda, 2. März.

Liebe in uns entfacht und jede Anhänglichkeit an die Sünde getilgt wird.

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Botha in Transvaal soll es nicht viel besser stehen, vielleicht noch schlechter. Möglicherweise ist er eingeschlossen von den Engländern. Man muß aber erst genaue Nachrichten ab wart en, ehe man fest daran glaubt!

erfüllt sind. Wir dürfen dann zuversichtlich hoffen, daß kraft des hochheiligen Sakramentes die Gluth der

Wie ungerecht wird demnach gegen die Kirche von gewisser Seite gehandelt, wenn man ihr vorwirft, daß sie durch den Ablaß der Sünde Vorschub leiste» und den Bußeifer vermindere. Der Ablaß gewährt nie die Nachlafsung der Sündenschuld, weder der gegenwärtigen noch viel weniger der zukünftigen; er erfordert den Stand der heiligmachenden Gnade, und wenn er in seinem ganzen Umfang gewonnen werde« soll, darf die Seele auch nicht zur geringsten läßlichen Sünde eine freiwillige Neigung hegen.

Eine weitere Bedingung, die zur Gewinnung des Jubel-Ablasses vorgeschrieben ist, besteht darin, daß man gewisse Kirchen besuchen und daselbst nach der Meinung des hl. Vaters bestimmte Gebete ver­richten muß.

Die wichtigste Bedingung endlich zur Gewinnung des Jubel-Ablasses besteht in der Ablegung einer reumüthigen Beicht und dem würdigen Empfang der hl. Kommunion. Aus der treuen Erfüllung dieser Be­dingung läßt sich leicht ermessen, welch' heilsame Früchte das Jubeljahr im christlichen Sinne hervor­bringen wird. Die Sünde allein macht die Mensche» unglücklich, sie allein lähmt die Kraft des Willens zum Guten, entfesselt alle bösen «Triebe, die im wilde« Kampfe dem Einzelnen wie den Völkern die Eintracht und den Frieden rauben. Lastet aber die Christen in ernster Betrachtung die Quelle ihres Elendes erkennen, lasset sie überdenken, wie bitter und böse es ist, de« Herrn zu verlassen, und sie werden hineilen zum Sa­kramente der Buße, dort ihre Sünden bekennen und bereuen, den zugefügten Schaden ersetzen, das unge­recht erworbene Gut zurückcrstatten. Sie werde« mit den bösen Gewohnheiten brechen, die Gelegenheit zur Sünde meiden, den Frieden vergeben, Haß und Hader aus dem Herzen bannen, der Sünde und ihrer Lust zu entsagen suchen und so zu neuen Mensche« umgewandelt werden; sie werden den uns vorgelegte« Wettkampf der Tugend mit Geduld und frische« Muth beginnen, im Aufblick zu dem Urheber und Vollender des Glaubens, zu Jesus, unserem Erlöser."

Kindersparkaffen.

Soll besonders unter den jüngeren erwerbs- thätigen Leuten der Sparsina mehr wie bisher Verbreitung finden, fo wird man schon die Kinder ans Sparen gewöhnen müssen. Ein ge­eigneter Mittel dazu sind nun die Kinder- oder Schulsparkassen, deren Einrichtung überall zu empfehlen ist. Ohne Zweifel sind diese schon zu dem Zwecke von großer Wichtigkeit, um die Kinder von Naschhaftigkeit und Genußsucht fern­zuhalten oder davon abzubringen. Manche Eltern pflanzen leider unvorsichtiger Weise de» Keim der Genußsucht in ihre Kinder, indem sie ihnen Geld für Näschereien und dergleichen geben oder nicht darauf sehen, was sie mit dem empfangenen Selbe anfangen. Gewöhnt man aber dar Kind daran, de« Groschen, den eS ge- schenkt erhält, oder durch Gelegenheitsdienste verdient, nicht für unnütze Dinge auSzugebe«, sonder« zu sparen, so wird es in spätere« Jahren nicht so leicht der Versuchung unter­liegen, daS mrdient? Geld zu vertrinken, i«

Aus den Fasten-Hirtenbriefen der deutschen Bischöfe.

ii.

Der Fastenhirtenbrief des Hochw. Herrn Bischofs von Mainz handelt von der geistigen Erneuerung durch das Jubiläum, den hohen Gütern der Wahrheit, der Gnade und des wahren Friedens, die uns Christus gebracht hat und von den Mitteln, welche die Geisteserneuerung in uns zu bewirken geeignet sind. Diese Mittel sind gründlicher Unterricht in den Geheimnissen unserer hl. Religion, das Gebet und der öftere Empfang der hl. Sakramente. Ueber das erste von diesen drei Mitteln sagt der Hirtenbrief:

„Um uns dem göttlichen Heiland innig anzu­schließen, ist erforderlich, daß wir ihn und die von ihm geoffenbarten Glaubenswahrheiten genau kennen.

Wie groß ist aber die Zahl jener Katholiken in den Städten und auf dem Lande, unter den Unge­bildeten wie unter den sog. gebildeten Klassen der Be­völkerung, denen es an den allernothwendigsten Kennt­nissen in ihrer hl. Religion feblt. Es gibt Katho­liken, die in den verschiedenen Zweigen des Wissens erfahren sind, die über die alten und neuen Erschei­nungen der Kunst und Wissenschaft zu reden verstehen und die durch ihre Kenntnisse eine Stellung in der menschlichen Gesellschaft einnehmen, die aber in der Wissenschaft der Heiligen, in den Wahrheiten der hl. katholischen Kirche ganz unerfahren sind und oft nicht einmal die Anfangsgründe unseres hl. Glaubens inne haben. Können wir uns darum wundern, daß eine nicht geringe Anzahl von Katholiken so lau und gleich- giltig in Bezug auf ihre heilige Religion sind? Sie kennen dieselbe ja gar nicht. Sie hören das ganze Jahr keine Predigt. Sie lesen nie ein belehrendes Buch über religiöse Dinge.

Diese Unwissenheit in religiösen Dingen, die so großen Schaden anrichtet, müssen wir, geliebte Diöze­sanen, mit aller Entschiedenheit und mit allem Nach­drucke bekämpfen und zu verbannen suchen. Dies ge­schieht aber vornehmlich durch das Anhören des Wortes Gottes. Besuchet darum in dieser hl. Zeit recht fleißig den christlichen Unterricht, in welchem die Glaubens­wahrheiten dargelegt, als göttliche Offenbarungen nach­gewiesen und gegen die wider dieselben vorgebrachten Einwände vertheidigt werden. Höret die Wahrheiten des Glaubens mit aller Aufmerksamkeit an, denn sie zeige» uns den Weg, auf welchem wir zum Himmel

Kommission überwiesen. Di; Konservativen sind der Bewilligung solcher Gelder an die Mitglieder des Reichstages zum größer» Theil leider noch immer abgeneigt; aber doch hat sich schon eine Minderheit von ihnen bekehrt und will für die Bewilligung eintreten. Die Reichs reg ierung soll neuerdings einer Bewilligung ebenfalls geneigter geworden sein. Ob es so ist, wird man ja bald erfahren, wenn die betreffende Kommission des Reichstages ihre Bera- thungen begonnen haben wird.

Im Großherzogthum Baden baut man Leichenverbrennungsöfen. Der zweite solche ist kürzlich in Mannheim „eingeweiht" worden mit der Verbrennung der Leichen eines Juden und einer Jüdin. Der Mannheimer Rabbiner hat sich geweigert, und zwar auf höhere kultusamt­liche Weisung hin, an der Sache theilzunehmen; dafür hat, während die Leichen in den Ofen geschoben wurden, eine Musikkapelle für das jüdische Trauer- geleite den protestantischen Choral „Jesus meine Zu­versicht" gespielt.

Interessant ist eine Kundgebung der Syna­gogen g em einde in Köln. Diese hat in einem Beschlüsse Stellung genommen zu der im preußischen Abgeordnetenhause verhandelten Frage von der An­stellung jüdischer Notare in Berlin und spricht am Eingänge ihrer Entschließung von „der fast durch nichts zu rechtfertigenden Ansammlung jüdischer Anwälte in Ber.lin und in

gelangen. Höret sie ax mit tiefer Ehrerbietung; denn der Heiland spricht hier zu uns durch jene Männer, denen er die Vollmacht verliehen, in seinem Namen und an seiner Statt die Völker zu lehren. Höret sie mit aller Beharrlichkeit, und lasset euch weder durch Trägheit und Unbeständigkeit, noch durch das schlimme Beispiel lauer Christen von euerem guten Vorsatze ab­wendig machen; denn es handelt sich um die höchsten und heiligsten Güter der Menschheit! O wenn doch alle katholischen Christen dieser altehrwürdigen Diözese das kostbare Geschenk Gottes erkennen würden! Wenn sie doch dem christlichen Unterrichte beiwohnten; sie würden die Göttlichkeit der hl. Kirche immer besser erkennen. Sie würden ihren Verstand der geoffc»- barten Wahrheit unterwerfen, und diese Wahrheit würde sie frei machen von allen Vorurtheilen, mit welchen sie bisher gegen ihre hl. Religion angefüllt waren, frei machen von allen Jrrthümern, die sie in glaubens- und kirchenfeindlichen Schriften eingesogen haben, frei machen von der Knechtschaft des Unglaubens und der Sünde und sie zurückführen zu Christus, der ewigen Wahrheit."

Urheberschaft an dieser Kundgebung zn verschweigen lange das soeben erst mit Ach°und°Krach zu" Stande

*«aHhet tCobuHt fürchterlich blamirt. Die ganze gekommene Ministerium des Fortschrittlers Zanardelli ‘Jn ®ßabet! es uns bietet und auf welche Ausführung ßrojt von unnchtrgen Voraussetzungen halten wird, bis auch dieses in Scherben geht- ^"se wir uns dieser Gnaden thellhaftlg »nd unrichtigen Auffassungen deutscher Verhältnisse; I und in Spanien hat die Regentin nunmehr in den I machen können: In Bezug auf diesen letzten fann ” nur angenehm fein, daß Rücktritt des konservativen Ministeriums Azcarraqa I Paukt heißt eß:

lassen, »em sie durchaus schießen wollen, schon amtlich eingewilligt. Nachfolger wird vermuthlich ein “ ' - - - - ------ -----

letzt zu schießen ««fangen. Denn sie werden, geradeso —"x‘ “ ' 1 ■■ ~ ..... -

wie unsere deutsäe Händler-und Börsenpresse ihr Pulver schon im Vorms verschossen haben, wenn es zur ernstlichen Behmdlung des neuenZolltarises kommen wird. Wann das nun endlich sein wird, das weiß man nicht. Auch Staatssekretär Graf Potadowsk.) würde in Verlegenheit gerathen, wenn er diese ?rage beantworten sollte.

Jnzwischei mehren sich in den deutschen Landtagen die Kundgebungen für die Erhöhung der Getreidezölle. So ist nun auch im Landesausschusse von Elsaß-Lothringen ein von ein» starken Mehrheit unterzeichneter An- trag emgebracht worden, in dem die Regierung von Slsaß-Lothnngen ersucht wird, int Bundesrathe für eine ausreichende Erhöhung der Getreidezölle einzu- treten. Im Landtage des F ü r st e n t h u m S R e u ß jüngere Linie hat sich auch ein freisinniges Mitglied dieser Landtages in demselben Sinne ge- tiußert. !

Die Berliner Parlamente arbeiten! beide an bei' ©rlebigung der Etats. Im Reichstage beschäftigte man sich während der letzten Tage mit dem Militär-Etat. Vorher hatte der Reichstag, tote bekannt, den Antrag des CentrumS, den Mitgliedern des Reichstages Diäten, d. h. An­wesenheitsgelder zu zahlen, zur Borberathung einer '

„Obgleich der Bich in Cronberg als Akt brüderlicher Piet einen rein familiären Charakter trägt, ,aben doch einige deutsche Blätter daraus in politisches Ereigniß zu machen gesucht, m sich in giftigen Angriffen zu ergehen, wye auch Sr. Majestät den Kaiser und Könj aufs tiefste verletzen müssen. Es wird damüein Grad von Gefinnungs- rohheit verrathi, der die schärff e Zurück-

’ Weisung verdien'

Diese Leistung des icnannten Blattes hat einen Sturm von Entlausung hervorgerufen, und mit Recht. Zeitungen ter Parteirichtungen in allen Dheilen des Reiches iben empört diese Entstellungen der Wahrheit zurü,ewiesen, die allem Anscheine nach von der Redaktn des genannten Blattes selbst beliebt worden ist; wenigstens ist bald nachher in mehreren Zeitungen die Meldung erschienen, die Kundgebung in de.Norddeutschen' sei nicht von maßgebender Seite veranlaßt worden, mindestens nicht in dieser brüten Tonart. Das deutsche Volk hat also den Besuchdes englischen Königs nicht als eine Handlung mit Mischern Anstriche zu betrachten, und das ist der ülrwiegcnden Mehrheit des Volkes sehr erfreulich. 9e C"„._____.

offiziösen sucht das-eutsche Volk wenig an. ___

Von derFabetzwischen England und Ruß- sein; d beginne in ganz neues Verhältniß man

Putz anlegen oder sonst zu verschwenden.

Auch hat daS Sparen der Kinder schon eine nicht zu verachtende wirthschaftliche Be­deutung. DaS Erlparte, mag eS im Ein­zelne» nicht viel fein, kann, im Laufe der Jahre angehäuft, schon eine beträchtliche Summe er­reichen und über kurz oder lang gut zu statte« kommen. So schon zur Zeit der erste» heilige» Kommunion; noch mehr später |. B. während der Zeit der Ausbildung für einen Beruf.

Erfahrungsgemäß wird aber nur dort gespart, wo die Gelegenheit zum Anlegen von auch kleinen Spargeldern möglichst nahegelegt und immer wieder auf dieselbe aufmerksam ge­macht wird. Deshalb muß überall de« Kinder» Gelegenheit geboten werden, das Spare« zu üben «nd auch kleine Beträge anlegen zu könne«. DaS geschieht am besten durch Kinder- oder Schulsparkassen. Die Einrichtung derselbe« ist leicht, da sie sich am besten an eine öffentliche Sparkaffe anlehnen, sei eS eine Raiffeisensche Spar« und DarlehnSkaffe oder eine Gemeinde­sparkaffe. Man bietet dann Sparmarkev zu 5 und 10 Pfg. nebst Sparkarten an, in welche die Marken einzukleben find. Wenn eine Sparkarte gefüllt ist, wird dafür ein Sparkassenbuch aus­gestellt. An möglichst vielen Stellen müssen sich dann die Ausgabestellen dieser Sparmarken be­finden, die von allen leicht zu erreichen sind. Von Werth ist eS, wenn auch die Lehrer und Lehrerinnen solche Sparkarten und Sparmarke» ausgeben. Wenn nur die Lehrpersonen die Spargelder in Empfang nehmen — für kleinere Orte würde das genügen — kann man sogar mit Sparkarten allein ohne Marken auskommen; re bescheinigen dann dem Kinde den eingezahlte« Betrag in der Sparkarte und erwirken, wenn die nöthigen Beträge gezahlt find, die Ausstellung eines Sparbuches.

Allem Anscheine nach stad in katholischen Landesthrilen noch zu wenig Kindersparkaffe» er­richtet; mehr find diese schon in verschiedenen evangelischen Gebieten vorhanden. ES gab im Jahre 1900, wie der „Deutsch; Verein für

König Eduard v« C.____

diesen Tagen der Gast unser Kaisers, oder eigent­lich in Schloß Friedrichshohu Cronberg der Gast seiner Schwester, der Kaiser Friedrich. Jedermann wird die Gefühle achten fc hochschätzen, die den König von England zu dief Reise veranlaßt haben; man weiß ja leider allHei«, daß die Kaiserin Friedrich schwer leidend 1 und wenn nun ihr Bruder von England herüstilt, um ihr — vielleicht zum letzten Mal die Haudu drücken, so würde es in der That ein Ausdrucpon Gefühlsrohheit sein, wenn in Verbindung mitfiesem Umstande Jemand seine« Spott üben wollte der seinen Tadel an ge­wissen Dingen, die neulichi« antisemitischer Redner im Reichstage mit dem pmmelnamen Engländer« zusammenfaßte. Das t aber kein Mensch in Deutschland gethan, wenpens nicht öffentlich oder in irgend einem anständen Blatte; und deswegen war man allgemein überseht, als die Morddeutsche Allgemeine Zeitung', bif man bisher immer als bas oberosfiziöse Blatt msah, sich folgende Sätze leistete:

-----7 ------- —-v.„v «...»unuu, nd „Um der Gnade des Jubiläums « Ablasses theil-

gemischtes Ministerium werden, kein Parteiministerium, hastig zu werden, müssen wir genau jene Bedingungen Wirthschaftliche Reformen müssen die Hauptaufgaben erfüllen, welche der oberste Hirt der Kirche vorge- dieses neuen Ministeriums fein. schrieben hat. Die Gewährung eines Ablasses hängt

Die französische D eputirtenkämm er nämlich ganz von dem Willen des Spenders ab. Der ! hat am letzten Montag nach längerer Zeit zum ersten Spender hat die Gewalt, einen Ablaß zu verleihen Mal de« Ministerpräsidenten Waldeck Rousseau wieder oder nicht, ihn unter bi<fen ober jenen Bedingungen gesehen, der wegen Krankheit aller Politik und allen zu verleihen, so wie er es für gut findet. Darum Amtsgeschäften mehrere Wochen hindurch fern ge- geht nicht nur derjenige, welcher freiwillig an die blieben war. Aber daß das sogenannte Vereins- festgesetzten Bedingungen sich nicht hält, des Ablasses gesetz, daß den kirchlichen Orden und Kongregationen verlustig, sondern ebenso derjenige, welcher unfrei» als erdrückende Last auferlegt werden soll, noch willig, sei es aus Unkenntniß ober Vergeßlichkeit, bie in biefern Frühjahre durchberathen werben könnte, er- vorgeschriebenen Bebingungen nicht erfüllt. Ferner scheint jetzt so gut wie ausgeschlossen. Es werben muß jeber biese Werke persönlich verrichten; denn die noch viele Monate vergehen, bis Deputirtenkammer Kirche gewährt keinen Ablaß, den man für eine» unb Senat mit biesein Gesetze fertig fein werden, und Lebenden gewinnen könnte. Wo jedoch Almosen vor-

wer weiß, was bis dahin geschieht! geschrieben ist, darf dieses von andern gegeben werden,

Von der geplanten Umbildung der von den Eltern für bie Kinder, von den Vorgesetzten

Heeres in England weiß man jetzt so viel, daß für die Untergebenen.

das Heer um 150,000 Mann verstärkt werden soll. Eine weitere Bedingung, die für alle unerläßlich Aber an den schlechten Grundlagen deS Heeres ist «nd durch nichts anderes ersetzt werden kann, ist ist augenscheinlich nichts geändert worden, von einer der Stand der heiligmachenden Gnade. AuS diesem allgemeinen Dienstpflicht ist nach wie vor keine Rede. Grunde ist eS rathsam, mit dem Empfange der hl. Leider liegen schlechte Nachrichten aus Südafrika ~ ‘ vor: Der Zug Christian De Wets nachdem Kaplande ist vereitelt, fein Heer augenscheinlich zersprengt, er selbst auf sehr eiligem Rückzüge nach dem Oranjestaate, «nb mit dem Burenkommandanten

anderen Großstäbten". Unb bann sagt biese Entschließung genau im Gegensätze zu ben Aus­führungen ber freisinnigen Rebner im preußischen Abgeorbnetenhause, bie Synagogengemeinbe lehne es ab, ber bem „Verein zur Abwehr bes Anti­semitismus" in Berlin verbreiteten Eingabe an ben Minister beizutreten, — „ein energisches Verlangen nach Auslegung ber Verfassung in einem den Juben günstigen Sinne könnte keinesfalls eine Verbesserung, möglicherweise aber eine Verschlechte­rung bes bisher herrschenben Zustanbes bewirken".

Im österreichischen Abgeorbneten­hause herrscht ein name„loser Zustanb. Wohl finb endlich einige Sitzungen zu Stande ge­kommen, aber was in diesen Sitzungen geschehen ist, gereicht dem österreichischen Parlament so wenig zur Ehre, wie die Dinge, die vorher dort sich ereigneten. Die Deutschradikalen, die sich neuerdings mit Vor­liebe „Alldeutsche" nennen, legen unwiderrufliche Beweise dafür ab, daß sie zu ernsthafter politischer Arbeit vollkommen unfähig sind unb nicht bas ge­ringste Verstänbniß bafür besitzen, was Oesterreich noth thut: Der verschrobene Schönerer unter­stützt von seinem „alldeutschen" Freunbe Wolf, hat eine sogenannte „Interpellation" im Abgeorbneten­hause eingebracht, bie ben Inhalt einer unflätigen Schmähschrift gegen bie katholische Geistlichkeit wieber- . . ------, gibt unb sechzig angebliche Fälle aufzählt, in benen

Gefinnungsrohhelt ber Ober- Geistliche unsittliche Thaten verübt haben sollen. * * m"<* ' • I Das soll ein Vorstoß ber „Los von Rom-Bewegung"

„ . -----y -i-7— - **«• v et w p- ] fe««; unb nun vertröbeln biese Leute, von benen

taub beginne <n g auz neues Verhältniß man nicht weiß, ob man sie Narren ober Fanatiker 1-1 f' 'lt es außerordentlich schnell nennen soll, die kostbare Zeit des Reichsrathcs damit, daß

5"^er still gerntoen. Man raunt sich sogar zu, sie Kundgebungen veranstalten für die--Aufhebung

1” .rMsSe Thr,folger, der zur Beisetzung der des Cölibates! Wüthende Tschechen schleudern mit »ontgin Viktoria ach England gekommen war, sei Papierkugeln nach bem Präsidenten unb brüllen ihm ""thend wieder ich Petersburg zurückgekehrt, weil unsagbare Grobheiten ins Gesicht; und während der man ihm am »zlischen Hofe nicht die Ehren er- Reden von Abgeordneten entwickeln sich im "

Voller £artn $u h« saale wüste Auftritte zwischen gegnerischen -puucitu, anspruchen hatte. Jll das richtig, dann scheint man ohne daß der Präsident es hindern könnte. Und das mr Zarenreiche gegenwärtig recht kampflustiger muß daß „gemüthliche" Wien erleben!

3“ Mit den Vereinigten In Bulgarien und Rumänien ” b o Amerika streitet sich Rußland Ministerkrisen nun offenkundig geworden. Der kon- «^"Zuckers "Nordamerika herum, servative Ministerpräsident Carp in Rumänien muß wobei bae Rech'freilich augenscheinlich bei Rußland mit seinem Kabinct einem liberalen Ministerium ■?' h;,f“Utlb'c beutt^e ^eidjär egietun g I Sturdza Platz machen. Was in Bulgarien auf da» Iriff, der Gegenstand russischer An- Ministerium Petrow folgen wird, ist noch unbekannt.

1 s gewesen. In der Petersburger .Handels- und Das Land Serbien sonnt sich in der neu erwach-

“9 5'. ^r langer Artikel gegen I ten Gnade Rußlands; der Zar beehrt Belgrad

die Erhöhung )tr deutschen Getreidezölle erschienen, wieder mit einem Gesandten, ber bort lange Beit ausdrücklich festgestellt hindurch gefehlt hatte. Man merkt es, baß ber Ein- ftÄäSSÄSJ!“ S üülÄ“ W. dir » immer mit O-ftm-ich