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28. Jahrgang

Iuköa, Donnerstag, bett 28. Februar 1901

J2 49

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»«ranwortlich: LLr Me Redaktion Iss. San», fä* Inserate I-p-rzeller in Allda.

»ruck and Verla« der S-ldaer RctiendruSer«! petersjage «r. 2 lDarmonie».

Kanalisirung der Lippe ist der Kommission «zwischen zugegangen und somit ist anzunehmen, daß die nächsten Sitzungen einige Klarheit über die Aussichten bringen werden, die die Lippelinie hat. Im übrigen ist vorläufig auf irgendwelche Klärung der Sachlage noch nicht zu rechnen.

Roman aus dem Wiener Leben.

Bon L. v. N e i d e g g.

------ (Nachdruck verboten.)

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mit MLerßaltungs-Beilage „Mstrirte Sonntags-Zeitung'.'

A Von der preußischen Kanal- Vorlage.

Gs ist nicht ganz leicht, die Berathungen der Kanalkommission des preußischen Abgeordneten­hauses zu verfolgen. Die Menge der eiugebrachten Anträge wächst von einer Sitzung zur andern, und wenn man gleichzeitig die „Kompensationen" berücksichtigt, di« von außerhalb her gefordert werden, so erhält man eine erstaunlich reich­haltige Sammlung von Plänen für neue Wasier- straßen und andere Verkehrslinien. Allein die die letzte Sitzung der Kanalkommission hat diese letztere um vier neue Anträge bereichert: die Abgg. Letocha (Crntr) und Szumann (Pole) beantragen dis Herstellung einer leistungsfähigen Wasserstraße von der Oder bei Tschicherzig im Lause der faulen Odra, des Obra-Kanals mit der Obern Netze zum Goplo-See; Abg. Dr. am Zehn hoff (Centr.) ersucht um die Vorlage der verschiedenen Pläne und Kostenanschläge über die Kanalisation der Lahn; die nationalliberalen Abgg. Macco und Dr. Schultz beantragen, die Lippelinie neben der Emscherthal Linie zu bauen und die vier freikonservativen Bbgeord- neten Frhr. von Zedlitz, Stengel, Gamb und Dr. Rewoldt ersuchen die Regierung, die Verbindung des Rheins mit dem Dortmund- Ems-Kanal durch einen möglichst schleusenfreien Kanal von Ruhrort oder Wesel nach Hanneken- fähr ins Auge zu fasten und die erforderlichen Vorarbeiten, Pläne und Kostenanschläge anfer­tigen zu lasten.

Nun aber stehen noch große Forderungen für die Provinz Ostpreußen bevor: der ostpreußische Provinziallandtag hat beschlossen, bei der Regierung und bei beiden Häusern des preußischen Landtages vorstellig zu werden um die Erhöhung der Dotationsrente der Provinz, Verstärkung des StaatSzuschuffes für Melio­rationen, besonders ermäßigte Eisenbahngüter­tarife für eine Reihe von Frachtartikeln, Aus­bau deS Eisenbahnnetzes und Bau deS masuri­schen Schifffahrtskanals l Rechnet man dazu noch die Forderung der Kanalisation von Mosel und Saar, ss erhält man aus allen . diesen Dingen eine neue Vorlage von bald ebenso stattlichem Umfange wie die vorliegende.

Aus der letzten Sitzung der Kanalkommission ist hervorzuheben, daß die Regierung eine Kanalisirung der Lippe nicht ohne Weiteres ab­lehnt. Minister von Thielen führte nur aus, daß die Emscherthal-Linte zunächst in Betracht kommen müsse, daß die Regierung aber die Lippe - Linie als eine Ergänzung jener betrachte und zwar als eine nothwendige Er­gänzung in absehbarer Zeit bei weiterer Ent­wickelung des Bergbaues, und Finanzminister von Miquel begnügte sich mit einem sehr kurzen Hinweise darauf, daß die Emscherthal- Linie sich rentiren würde, die Lippe-Linie aber nicht. Das gewünschte Material über die

der Reichstagsfitzung vom 20. vorigen Monats eine Aufbesserung der Bezüge aller Kriegs­invaliden und Kriegshinterbliebenen aus den bisherigen Feldzügen für dringlich und unauf­schiebbar erklärt hatte, ist von ihm sofort die Ausarbeitung eines entsprechenden Gesetzentwurfes wegen höherer Versorgung der Kriegsinvaliden, sowie der Kriegshinter­bliebenen des ReichsheereS, der Marine und der kaiserlichen Schutziruppe veranlaßt worden, welcher nunmehr die vorbereitenden Stadien durchlaufen hat und mit kaiserlicher Ermächti­gung dem Bundesrathe heute zuge­gangen ist."

0 Hverkenlnant Anger, der Mörder de« Hauptmanns Adams in Mörchingen, war bekannt­lich von dem Kriegsgericht des 15. Armeekorps ut Metz zu zwölf Jahren Zuchthaus verurtherlt worden. In der Presse erschien nun gestern ganz unvermuthet die auch uns telegraphisch zugegangene Meldung, Oberleutnant Rüger sei zu vier Jahre« Festung begnadigt, auch sei die über ihn ausge­sprochene Ausstoßung au« dem Heere zurückge­nommen worden. Nach einer neueren Drahi- meldung aus Metz ist diese Meldung voll­kommen unbegründet. Die Meldung an sich klang außerordentlich unwahrscheinlich, um so un­wahrscheinlicher, als Kriegsmintster von Goßler der Mörchinger Fall den größten Skandal nannte, der je im Heere vorgekommen sei.

* Schwerin 27. Febr. Großherzog Friedrich Franz IV. von Mecklenburg-Schwerin, der seit etwa neun Monaten die Universität Bonn besucht, wird in den nächsten Tagen als Student entlaffen werden, um am 9. April d. I., dem Tage seiner Großjährigkeit, die Regierung zu übernehmen. Während der letzten Monate seines Studiums ut Bonn weilten dort mehrere höhere mecklenburgische Beamte, die dem jugendlichen Großherzog regel­mäßige Vorträge über das mecklenburgische Recht und das mecklenburgische Verwaltungsrecht hielten.

„Wenn Sie auskurirt sind, will ich mich also melden."

„Dann bin ich eine alte Schachtel, mein lieber Aladar.«

„Sie, mit ihren sechs und zwanzig Jahren, find Sie das reine Kind. Uebrigens, schonen können Sie sich auch drüben." Er senkte die Stimme und beugte sich zu ihr herab: „Kommen Sie mit, dann bin ich ein gemachter, ein glück­licher Mann."

Unverkennbar geschmeichelt schüttelte sie doch verneinend den schöne» Kopf. „Unsinn, Aladar. Ich thäte es nur um vieles Geld, und das haben Sie nicht. Reden wir von etwas anderem."

„Am geschridtesten ist eS, ich gehe," meinte Netzer trübselig und stand auf. „Herr Gruber, Sie sind ein reicher Kapitalist, wollen Sie mir nicht einige Tausend anvertrauen, die ich Ihnen vermehrt aus Amerika zurückbringe?"

Gruber lachte. „Ich sprkulire nie, Herr Netzer; aber recht viel Glück will ich Ihnen auf den Weg wünschen."

v „Das dank Ihnen der Kuckuck."

Die Männer tauschten noch einige Scherzreden aus, darauf nahm Netzer Abschied von Ste­phanie, wobei er Sentimentalität, sie Gleichgiltig- keit an den Tag legte.

wird auf die Nothwendigkett hingewiesen, auch die neu geforderte Summe zu bewilligen. Die deut­schen Streitkräfte sollen einstweilen noch in unverminderter Stärke in China verbleiben. Es besteht aber nach der Angabe )er Erläuterungen die Hoffnung, die Truppen ganz oder zum Theil vor dem 31. März 1902, alfö vor Beendigung des neuen Etatsjahres, aus China zurückzuziehen. Sollte diese Hoffnung sich erfüllen, )ann würden entsprechende Ersparnisse an der be­willigten Summe erzielt werden. Von den einzelnen Ausgaben sind zu nennen 100200000 Mk für da« Heer, 17500000 Mk. für die Marine, 1285000 Mk. für Post und Telegraphie. Ob das die letzte Forderung für China sein wird, bleibt abzuwarten. Und noch fraglicher ist es und bleibt es, ob China in Stande fein wird, uns diese Kosten zu ersetzen.

4. Dis Bsichstagrdiäten beschäftigen jetzt diejenige Presse, die dagegen schreibt, er­heblich mehr, als die Zeitungen, die den An­trag des Zentrums auf Gewährung von An- Wesenheitsgeldern und freie Etsendagnsahrt während der Tagungen des Reichstages unter­stützen. Namentlich ein Berliner Blatt, das sehr enge Beziehungen zur Regierung hat, widmet der Frage tagtäglich beinahe eine ganze Spalte und sammelt mit großem Fleiße legllchen Satz, der sich irgendwie gegen den Crntrums- antrag verwerthen läßt. Immer wieder wird dabei der Vorwand vorgeschoben, man solle nicht ohne zwingende Noth eine Verfassungsver­änderung von so großer Tragweite vornehmen — als ob der rein äußerliche Umstand der Zahlung einer Entschädigung an die Mitglieder des Reichstages an dem Geiste der Verfsffung wirklich etwas änderte! Aber Gründe sind schon nach dem alten Shakespeare „feil wie Brombeeren"; wenn man etwas nicht will, findet man erstaunlich viele Scheingründe, mit denen man dagegen ankämpfen kann. Leider scheint in den maßgebenden Regierungs­kreisen nach wie vor eine sehr starke Abneigung gegen die Zahlung von Anwesenheitsgeldern zu bestehen; die unlängst mitgetheilte Meldung des ,Natl. Korr. vom Gegentheil scheint die Sachlage nicht richtig gekennzeichnet zu haben. Die Kommission des Reichstages, die den Antrag des Centrums berathen soll, ist gebildet Ihr Vorsitzender ist der freisinnige Abgeordnete Schmitt- Elberseld; stellvertretender Vorsitzender ist der Centrumsabgeordnete Gröber. Wann die Kommission mit ihren Brrathungen beginnen wird, ist noch nicht festgesetzt. Vom Ce nt rum gehören der Kommission außer dem Abgeord­neten Gröber noch an die Abgeordneten Dr. Bachem, Lerno, Zehnter.

ft Die WoveCe zu» Wertgesetz- soll nach einer Zeitungsmeldung noch im Laufe dieser Woche von der Wein-Kommission des Reichstage« in Angriff genommen werden. Zunächst muß die Berathung de« Schaumweinsteuergesetzes beendet werden, mit dem die genannte Kommission bisher beschäftigt war. Ä , ...

+ Nersorgrmg der Kriegsinvatideu. Halbamtlich schreibt die ,Nordd. Allgem. Ztg/: „Nachdem der Reichskanzler Graf Bülow in

„Arme, junge Frau"; sagte Gruber mitleidig, und streichelte ihre Hand.

„Ja wohl, arme Frau", wiederholte sie trüb. Sagen Sie ... . nicht wahr . . . Eduard hängt sehr an seiner Mutter?"

„Gewiß, und mit Recht."

"Das bezweifle ich nicht. Ist er etwa — sie räusperte sich — ist er in finanzieller Beziehung abhängig von seiner Mutter? Ich muß da klar sehen. Lieber alles erdulden, als seine Jntereffen schädigen." t _

Sie legte die Hand über die Augen, an- scheinend um Thränen zu verbergen, die heroor- zuquellen drohten.

„Liebe Frau Kornegger .... liebe gnädige Frau", bat Gruber bestürzt; „regen Sie sich nicht auf; weinen Sie nicht . . . Eduard hat sem hüb­sches Gehalt als Beamter; seine Kompositionen tragen ihm auch ziemlich viel ein . . . .'

„Wirklich? Wie freut mich das für den Guten! Welche Aneiferung muß ihm das sein!

„Sie find ein theilnehmendes herziges Weiber!! Ich weiß bestimmt, daß er viel einnimmt; er ist jetzt gerade in Mode. Außerdem hat er als Kind von einem Pathen etwas geerbt, das die Mutter sür ihn verwaltet und vermehrt hat... er steht auf eigenen Füßen."

Aber . . . wird ihn die Mutter nicht ent. erben, wenn er ihrem Willen entgegenhandelt?.... Ich käme ja nicht mit leeren Händen, dennoch... in irgend etwas ihn zu schädigen - . . . Ein Schluchzen unterdrückend brach ste ab.

.Dazu hat fie ihn viel ju heb. Ich bm überzeugt, wenn ste spart und scharrt, geschieht es hauptsächlich für ihren Eduard."

Deutsches

Berlin, den 27. Februar.

• Berlin und Detmold. Dem Graf- Regenten Ernst zur Lippe Biesterfeld ist auf An­ordnung des Kaisers in der Person des Ober- 'eutnants von Wafielewski vom 76. Jnf.- Reg. einOrdo nnanzoffizierbeigegebenworden. Diese Thatsache scheint den erfreulichen Schluß nahe zu legen, daß die Mißstimmung zwischen Berlin und Detmold beseitigt sei.

4- Das Ker-enhsns denkt mal wieder iaran, eine Sitzung abzuhalten. Als am 9. Jan. die zweite Sitzung nach der Eröffnung des Land- ages geschloffen wurde, erklärte der Präsident: „M. H, die nächste Sitzung ist absolut unbe- limmt." Wie jetzt verlautet, wird die dritte Sitzung wahrscheinlich schon am 23. März statt- indcn.

X A-n- Iordernngen f8r Mrra. Die angekündigte Vorlage mit neuen Forderungen für die kriegerische Expedition nach Ostasten ist dem Bundesrathe als ein Nachtrag zu dem Reichs- Haushalts-Etat sür 1901 zugegangen. Es werden darin an fortdauernden Ausgaben 2,302,738 Jt>. und an einmaligen Ausgaben 120,682,000 Jk. gefordert. Diese letztere Forde­rung wird auf verschiedene Art erläutert; vor allen Dingen wird darauf hingewiesen, daß an den Zielen, die das Reich mit seinem militäri­schen Vorgehen in China verfolgt, und die von her Regierung in der letzten Denkschrift über die China-Expedition vargelegt worden sind, sich nichts geändert habe. Von der Lage in China wird gesagt, daß sie sich durch das Eingreifen der Mächte zwar langsam, aber doch merkbar und stetig gebeffert habe. Größere militärische Unter­nehmungen über das besetzte Gebiet hinaus wer­den als unwahrscheinlich geschildert; es würden vielmehr voraussichtlich nur noch „kleinere Be­ruhigung? - Streifzüge" innerhalb jenes Gebietes in Frage kommen. Von der chinesischen Re­gierung wird in den Erläuterungen gesagt: sie habe unter dem Eindrücke des gemeinsamen mili­tärischen und politischen Vorgehens der Mächte die Friedensbedingungen dieser letzteren ohne Vor­behalt angenommen und nur zu einzelnen Punkten Wünsche geäußert, so daß eine befriedigende Beendigung der chinesischen Wirren nunmehr gesicherter erscheine, w nn sich auch über den Zeitpunkt noch nichts Bestimmtes sagen laste, bis zu dem das Ziel erreicht sein werde. — Damit sagen die Erläuterungen wohl etwas mehr, als im gegenwärtigen Augenblicke gesagt werden kann. Mindestens haben die Winkelzüge der chine­sischen Regierung bi« jetzt ganz augenscheinlich noch nicht aufgehört. Da« wird dann später auch zugestanden; gerade mit der Begründung, daß e« noch de« militärischen Druckes bedürfe, um zu einer guten Regelung der Dinge zu gelangen,

Als er gegangen, wandte fie sich mit merklich unfreundlich gewordenem Ausdrücke zu ihrem alten Verehrer und fragte ihn ziemlich barsch, wo er denn seinen Nkff-n habe.

Oho! sollte denn Eduard durch die Lappen brennen wollen? dachte Gruber. „Ich bin nicht meines Neffen Hüter," scherzte er.

„Nein, aber da er in Mafing gewesen ist und Sie auch, müsten Sie wiffen, was es zwischen ihm und seiner Mutter gegeben hat."

Gruber ging mit sich zu Rathe. Selbst in seinem Zorne war das Frauchen allerliebst; um nichts hätte er es mit ihr verderben mögen. Dennoch war etwas in ihm, das sich sträubte, sich mit chr gegen seine Schwägerin zu verbinden. Laviren wollte er — in solchen Fällen blieb dies das Beste. . ,,

„Ich habe Eduard nicht gesehen fett feiner Rückkehr von Mastng."

„So? Er versteckt sich also vor Ihnen wie vor mir. Er hat wohl Furcht vor seiner Mutter?"

„Furcht? Der vierzigjährige Mann?

„Nicht Furcht vor der Ruthe, wie ein kleine« Kind, aber Furcht, ihr zu mißfallen . . . Furcht vor ihren Thränen, vor ihrem Schelten . . . von der Herrschsucht dieser Betschwester . . . Schauen'S mich nicht so giftig an, lenkte sie schmeichelnd ein, Gruber's tadelndem Blicke be­gegnend; vor wem sollte ich zeigen, wie mir um'S Herz ist, als vor Ihnen, meinem wahren Freund und Beschützer. Ich gebe ja zu, daß ich vielleicht zu scharf urtheile, weil ich mich sehr unglücklich fühle; ein Mann wie Sie entschuldigt das aber."

Aus dem Reichslase.

57. Sitzung vom 27. Februar.

Die Fortsetzung der Berathung des Militär- Etats im Reichstage am heutigen Mittwoch lieferte sehr wenig Material zur Beurtheilung dieses Etats. Eigentlich gehörten dahin nur zwei von den Sozial­demokraten Kerzfekd und Anneri berührte Punkte. Ein Fall in Wismar, wo Soldaten einen Kohlen­dampfer ausgeladen hatten, während die Hafenarbeiter streikten, und die Mißhandlungen im Heere.

Generalmajor o. Sinern erläuterte den Fall rn Wismar dahin, daß es mit der Ausladung dieses einen Dampfer? sehr eilig gewesen sei und daß die Soldaten zum Ausladen nicht kommandirt worden wären, sondern freiwillig sich gemeldet hätten. Sm übrigen stellte der Generalmajor unter lebhaftem Widerspruche von der linken Seite des Saales her den Grundsatz auf daß dir Soldaten im allgemeinen sicher nicht in den Dienst des Untrrnehmerthums zu stellen seien, daß „der Sol­dat aber heran müsse, wenn Noth am Manne sei.

In sehr erfreulicher und ebenso erfolgreicher Weise widerlegte Generalleutnant v. Mevah« die unsinnigen Behauptungen des „Genossen" Kunert von der Zu­nahme der Mißhandlungen rm Heere und den Ueber- anstrengungen von Soldaten. Die Mißhandlung« haben vielmehr «ährend der letzten zehn Iah" um die Hälfte abgenommen, und rn allen Fällen erfolgt strenge

Der"elsäss. ^Wg^Donderscheer befürwortet eine beffeie religiöse Versorgung auch der unter den Fahnen

„Ach Gott, rote wenig liegt doch am (Selbe! Ein bischen Wohlwollen, ein bischen Gerechtig­keit in der Beurtheilung ist unendlich mehr roerth... Soll sie viel erspart haben?"

„Sehr viel!" versicherte Gruber mit Heber«

%em einfachen Sinn der Masinger erschien bloße Wohlhabenheit wie ungerneffener Reich- thum, und gläubig wiederholte Gruber, was er

Ihre Ellern haben ihr mehr hinterlassen, al- man erwartet, sie hat das verwaltet wie.... wie Rothschild. Ein Fmanzgenie ist diese Frau, ein Finanzgenie!

DaS soll mich sür Buschmann freuen; ich werde roohl nie daran theilnehmen"; saA- Stephanie mit Ergebung. „Ich lege Ibnget» auf derlei keinen Werth. Bei meinen bescheidenen Gewohnheiten..." . u , ...

Na, na I" unterbrach Gruber m dem luxuriösen Raume sich umsehend, den er im Geiste mit seiner spießbürgerlich einfachen Wohnung verglich. „So gar einfach steht's hier aber nicht aus. EchSne Leut' brauchen halt schöne Sachen."

Frau Stephanie nahm die Miene eiveS Opfer­lammes an: „DaS Alles verdanke ich der Sroß- muth meines verstorbenen Mannes", versetzte fie pathetisch. „Dem war nichts zu schön, «ich» zu kostbar für mich. Aber, Liebe läßt sich durch Geschenke nicht erlaufen, und rote gern verzichtet man aus allen Tand, wenn erst daS Herz ge- sprachen!" . ,

Der leichtgläubige Mann wurde ganz be­geifert: „O, Sie Gute! Den Buschmann könnt Einer beneiden, der so einen Schatz gefunden."