MU Anterhallungs -Aeilage „Issuflririe Sonntags-Zeitung
M 47. .
Juköa, Dienstag, bat 26. Februar 1901,
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Für de« Monat Marz werden Bestellungen auf die .Fuldaer Zeitung' zum Preise vo«
„Das verstehe ich halt nicht", erklärte ungescheut der kleine Mann. „7
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Erscheint täglich, «>. Ausnahme der Sonn- und Feier- Lage. Bierteljährl. gtjugeyrti« ohne Bringerlohn und Bestellgeld in Fulda und auswärts 1 M.50 Pf.
-eöuug »er e»a«gekifche« Sch«ke hi Kirch Herte«, Kreis Bergheim (Reg.-Bez. Köln), welche von zwei evangelischen und zwei jüdischen Kindern besucht wird. Der RegierungS-Kom- missar wies darauf hin, daß ei sich hier um eine alte, seit 1604 bestehende Schule handle. Ei sei eine andere Sache, eine solche Schule auf« zuhebeu, als für weniger Kinder eine neue Schule zu gründen. Letzteres werde nicht geschehen. Die in Frage stehende Schule sei die einzige evangelische Schule im Kreise Bergheim. Bei der Zahl von 62 rvangklischen Einwohnern (im ganzen Kreise!!) sei zu erwarten, daß die Zahl der schulpflichtige« Kinder wachsen werde. (Da ist der Herr Minister sehr schlecht informirt. V»n den 62 evangelischen Einwohnern des Kreises wohnen mindestens 50 mehr ali 6 Kilo»
sind jedenfalls während des Jahres 1900 in Bagern nicht schlechter geworden. Sie haben sich wenig verändert, nirgends erfolgten Lohn- Herabsetzungen, dagegen sind verschiedene Lohn- aufbefferungen zu verzeichnen aus Niederbayern und aus Oberfranken. Leider ertönen die Klagen über ungenügende Fürsorge für die Wohnungen der industriellen Arbeiter aus Bayern ebenso laut, wie aus den anderen Theilen des Reiches: Der Bericht der bayerischen Gewerbe-Luffichts- beamten ruft die staatliche, kommunale und
<oh«e Bestellgeld) vo« alle« Postaustalten, Laudbrieftrageru und von unserer Expedition (Harmonie) fortwährend e«tgegen- geuomme«.
denn beweisen könne«, daß zum Beispiel die Eröffnung einer Strickschule durch katholische Schwester« ein staatSgefährliches Unternehmen sei, das zu verbieten dem Staate als unabweisbare
—*»• , -------- „Weder famos noch gottlos"; sagte sie unge-
Dar verstehe ich gar * 1 duldtg; „einfach dürftig. Zwischen Legende und
Inserat»: Dstt einspaltige Petit« geile oder derer» Raum 15 Psg.,Reklamen die Petit» geile 25 Pfg.; bei Wiederholungen wird entsprechende Rabatt gewahrt.
Roman auS dem Wiener Leben.
Bon L. v. Neid eg g.
* ------ (Nachdruck verboten.)
Gruber war ein untersetzter, wohlbeleibter Mann mit gutmüthigen kleinen Augen, übet« fließend von Wohlwollen gegen Jedermann, lächerlich durch sein Bestreben, für einen geriebenen Weltmann zu gelten. Nie war er froher, al« wenn er mit echten rechten Aeltkindern verkehren konnte, i« deren Umgang er da« „Philisteriöse", da« ihm anhastete, abzustreifen und selbst zu einem „Teufelskerl" zu werden hoffte.
Seine Ehehälfte, hager und bleich, mit ttüb- feligem Ausdruck im faltigen Gestchte, bildete de« «nsgesprochensten Gegensatz zu ihm. Sie war eine seelengute Frau, doch hatte ihr das Bemühen, die Lebenslust ihre« ewig jungen Manne« einzudämmen, etwa« Scharfe« verliehen. Sie galt für dö«, ohne e« zu sei« und war eine recht unbeliebte Persönlichkeit, die namentlich heitere« Lebemännern, wie Buschmann, wahren Widerwillen einflößte.
Sie warf dem saumseligen Neffen, der sie sehr frostig begrüßte, einen vernichtenden, ihrem Manne einen verweisenden Blick zu, und bemerkte sauersüß : „Aber Alter, da« könntest Du doch wiffen, daß Du der Schwägerin keine Freude machst mit dem Jubiliren über diese „Operette".
meter und 30 mehr als 12 Kilometer von Kirchherten entfernt. Aus Kirchherten und näherer Umgegend erhält die Schule — von der Familie bei Lehrers abgesehen — in den nächsten 6 Jahren keinen Zuwachs. D. Red.)
mir nicht mehr als gewöhnliche Bänkelsängerinnen, mit denen will ich nichts zu thun haben."
Gruber schielte zu Buschmann hinüber: „Hilft alles nichts, Frau Schwägerin," lachte er. „Die bitteren Kräuteln müffen gegeffen werden," sagt das Sprichwort. „Gerade lustige fesche Frauen haben sür Unsereins besonderen Reiz . . gelt Eduard?"
Rechtschaffenheit und biedere Gesinnung setze» nicht allezeit Feinheit der Sitten voraus: Fra« Weingärtner konnte, wenn sie in Zorn geriet», furchtbar derb werden. Eie schlug mit der Faust auf den Tisch, daß es dröhnte: „Können Sie denn von nichts spreche» als von Theaterookk und ähnlichem Gelichter?" fuhr ste den Schwager an.
Es entstand eine verlegene Pause. Gruber, eingeschüchtert durch diesen Ausbruch wie durch die vernichtenden Blicke seiner Frau, widmete sich eifrig der Bewältigung eines mächtige« Stück Bratens, das auf seinem Teller lag. Eine Zeit lang hörte man nichts als das eintönige Klappern von Messern und Gabeln, bis Annas feines Sümmchen das Schweigen unterbrach. Sie fragte den Vater, ob er wohl bis zum Schluffe ihrer Ferien in Masing bleibe und zeigte sich sehr enüäuscht, als er antwortete: er müsse noch mit dem Nachmittagszuge fort, da er ich ohne Urlaub entfernt habe; jeden Augenblick Änne der bestellte Miethwagen vorfahren, ihn zur Bahn zu holen.
„Es muß so sein, mein Annerl, so leid es mir auch thut," tröstete er die betrübt zu ihm aufblickende Tochter; „vielleicht komme ich aber bald wieder.-
28. Jahrgang.
Perle de« Serails gibt es viele Abstufungen; schon zwischen Rosenkönigin und Perle. Von Stufe zu Stufe ..." sie brach ab.
Gruber war weit entfernt, ihrem Gedankengang zu folgen. „Eduard steigt unablässig höher!" rief er begeistert. „Es gibt Kritiker, die ihn in den Himmel erheben, der grandige mürrische Meyerftld natürlich ausgenommen. Und erst die Sänger! Und gar noch die Sängerinnen! Wie sangbar sind seine Melodien ! Was für Rollen hat et geschaffen! Da ist die des Pagen Orstno, der die kleine Stephanie Strobel ihre Berühmtheit verdankt! Sie war zum Todtlachen die kleine Hexe, wenn sie eine Pirouette machend dem Nebenbuhler mit
i der Fußspitze die Mütze vom Kopfe schlug . . ."
Verwirrt unterbrach er sich; Buschmann hatte ihm einen derben Fußtritt versetzt, zugleich sah seine Frau drohend wie eine SchicksalSnorne zu ihm herüber.
Frau Weingärtner, anscheinend unbewegt, aber sehr ernst, bemerkte mit einem Blick auf Anna: „Reden wir von etwas anderem, Schwager Ignaz."
Dieser jedoch, nichts weniger als feinfühlig, zeigte sich durchaus nicht gesonnen, dem Wunsche nachzugeben: „Möchten wohl, ich solle niemals von Schauspielerinnen reden, Schwägerin? Unbegreiflich das Vorurthetl gegen Theaterleute bei einer so gescheidten grau."
„Nicht gegen die achtbaren unter ihnen, vor denen habe ich großen Respekt. Diejenigen aber, die blos auf Männerfang ausgehrn, gelten
nicht. Ich an Stelle der Schwägerin hätte eine närrische Freude und einen närrischen Stolz an der „feschen" Operette. Wenn Sie der Wahrheit die Ehre gebe«, Schwägerin, so müssen Sie zu- gestehen, daß die Perle des Serail« wunderhübsch ist. Die lustige Musik elektrisirt selbst so einen alten Kerl wie ich bin, dazu die netten Madeln in dem Stück . . ." Er schnalzte mit der Zunge.
„Ich kenne da« Stück nicht", erwiderte Frau Wringärtner eiskalt.
„Nicht? Wirklich nicht? Da« jüngste, wie manche versichern, fescheste Kind vom Herrn Sohn?"
„Kein Mensch kann weniger Interesse nehmen an meinen Kompositionen als meine eigene Mutter", fiel Buschmann vorwurfsvoll ein.
„Das ist nicht richtig, Eduard. Erinnere Dich: ich bin extra nach Wien gereist, um der ersten Aufführung Deiner Rosenkönigin, Deines Erst-1 ling«werke» anzuwohnen."
Der Sohn verstand, was unausgesprochen in den Worten der Mutter lag. „Mein Gott, man kann doch nicht die Legende in Musik setzen", antwortete er ärgerlich.
Gruber wollte sich vor Lachen aurschütten: „Ein famoser Witz! Ein köstlicher Gedanke! Ha, ha! Die Legende in Musik setzen! Famo«!"
„Gottlos!" murmelte seine Frau.
Die Uebertreibungen der Schwägerin brachten auf Frau Weingärtner oft einen Eindruck hervor, den jene nicht beabsichtigt; so auch dieses Mal.
Die Gemeinde bilde einen Krystallisationspunkt für die Evangelischen der Kreises. Auch seien die analogen Fälle zu berücksichtigen. Nach der Staüstik von 1898 beständen 2344 Schulen (bamter 335 katholische) mit 30 und weniger und 827 Schulen mit 20 und weniger Schülern. Vom schultechnischen Standpunkte aus sei die Schule freilich nicht existenzfähig. Aber die Aufhebung werde ein Präzedeuz bilden für die zahlreichen anderen kleinen Schulen auf den Inseln, in den Mosren und in der Diaspora, welche theils evangelische», theils katholischen, theilr jüdischen Charakter hätten. Die Regierung müsse bitten, a« diesen Schulen, besonders in der Diaspora, nicht z« rühren. Da die Schule im Interesse der Gemeinde läge, müsse diese auch für den Unterhalt sorgen, die politische Gemeinde könne diese Pflicht nicht abwälzen. Der Abg. Dr. Dittrich weist darauf hin, daß es den Katholiken bisher nicht gelungen sei, eine paritätische Behandlung für sich zu erlangen. Für weit größere katholische Minoritäten kämpften die Katholiken vergebens um Errichtung eigener konfessioneller Schulen. Im Posenschen, im Kreise Fraustadt (zu Atten- dorf) sei eine katholische Schule aufgehoben worden, welche 21 Kinder zählte, und die Schüler wurden gezwungen, etwa 14 bis 16 Kilometer weit zum Religionsunterricht zu gehen. Redner wünscht auS der Statistik zu erfahren, wie viele von den kleinen Schulen vo« Katholiken, wie viele von den Evangelische« unterhalten werden müßten. Es sei nicht zu leugnen, daß die Katholiken sich bis jetzt vergebens bemüht hätten, zu ihrem Rechte z« kommen. Redner wünscht gründliche Behänd- lun, der traurigen Angelegenheit, damit die Sache endlich entschieden werde. Die Petition müsse der Regierung mindestens zur Erwägung überwiesen werden. Der Vorsitzende Ang. Kropatschek meinte, die katholischen Mitglieder der Kommission würden nicht für die Aufhebung der Schule plaidiren, wenn es sich um eine katholische Schule handele. Ec ist aber auch der Ansicht, daß die Katholiken berechtigt seien, über «"paritätische Behandlung zu klage«. Was dem Einen recht sei, müsse dem Andere« billig sein. Er will, daß beide Konfessionen gleichmäßig behandelt werden. Es könne nicht weiter gehen wie bisher. Der Abg. Kirsch trat der Ansicht des Vorredners entgegen, daß die Katholiken, wenn es sich um gleiche Verhältnisse bezgl. einer evangelischen Minorität handle, einen anderen Standpunkt einnehmen würde«. Ferner traten die Abgeordneten Dasbach und Dr. Glattfelter für die Petenten ein. Der Antrag des Berichterstatters Schall auf Ueber- gang zur Tagesordnung wurde gegen fünf konservative Stimmen abgelehnt; auch ei« Antrag auf Überweisung an die Regierung zur Berücksichtigung fick uns die Petition wurde bann fast einstimmig der Regierung zur Erwägung Überwiefen.
* WiMärischs Ae5»er«»ge«. Die in der Budgetkommisfiou des Reichstags genehmigte« Maschinengewehr-Abtheilun ge n (zunächst fünf) erhalten einen Etat von je 3 Offizieren, 45 Köpfen, 39 Pferden, 4 Maschinengewehren, 2 Patronenwagen, 1 Packwagen.
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H Parität in der Charitas.
Die berechtigten Beschwerden der katholischen Presse und katholischer Abgeordneter in den Par- lamenten über die Härten, die ohne Unterlaß gegen katholische Otdens-Nieberlaffungen und gegen die Gründung solcher in Preußen ausgeübt werden, bilden seit Jahren eine ständige Rubrik in den katholischen Zeitungen. Erst in diese« Tagen wieder wurde auS Meseritz berichtet, daß katholischen Schwestern ohne Angabe von Gründen von der Regierung verboten wurde, eine Kleinkind er-Bewahranstalt zu eröffnen, während dasselbe zu thun protestantischen Diakonisse« Niemand verwehrte; und ähnliche Vorkommnisse ganz ungerecht ungleicher Behandlung prottstantrscher und katholischer Schwestern liegen leider i« so außerordentlich großer Zahl vor, daß es sehr schwer fein würde, eine Zusammenstellung aller dieser ungerechten Härten zu liefern, deren die preußische Regierung während der letzten 10 Jahre gegen Charitar-Brstredungen reinster, edelster und meistens im Hinblicke auf die örtlichen Umstände auch nothwendigster Art sich sch-risiz gemacht hat, wenn sie von katholischer Seite ausgingen. Um einen neue« Versuch zu machen, diesen Verstößen gegen die auSgleichende Gerechtigkeit zwischen den beiden große« preußischen Konfessionen endlich ein Ende zu bereiten, hat die Cent ru mS-Fraktion de« preußischen Abgeordnetenhauses beschlossen, im Wgeordnetenhause filzende» Antrag einzubringen:
„Das Abgeordnetenhaus möge beschließen, die Gtaatsregierung aufzufvrder«, baldigst einen Gesetzentwurf vorzulegen, durch welchen die besonderen Beschränkungen und Erschwerungen, welchen die Krankenpflege und die sonstige Hebung werkthStiger Nächstenliebe seitens der Mitglieder katholischer Orden ober srbenSähnlicher Kongregationen unterworfen ist, behufs Gleichstellung berselbe«mit den Mitgliedern anderer der Krankenpflege gewidmeten Bereinigungen aufgehoben werden."
Man sollte meinen, daß solche Anträge in einem Staatswesen überflüssig sein müßten, in dem als oberster Grundsatz gelten soll: euum «uique — einem Jeden das »eine. Jedenfalls stellt er das allermindefle Maß dessen vor, was zu fordern das gute und selbstverständliche Recht der Katholiken ist. So lange ihnen dieses Recht verweigert wird, müssen sie sich als Leute betrachten, die von der preußischen Staatsregierung als Staatsbürger zweiter Klasse angesehen und behandelt werden. Denn im Ernste wird doch Niemand behaupten wollen, geschweige ---I........... ......■IIIHII
private Thätigkeit zu unausgesetztem Zusammen- wirken aus,um den berechtigtenWohnungsansprüchen der industriellen und gewerblichen Arbeiter entgegen« zukommen. Sehr erfreulich ist die Thatsache, die aus de« Berichten hervorgeht, daß die bayerische Regierung dem weitern Ausbau des Arbeitsnachweises besondere Beachtung widmet. Die Re- gierung der einzelnen Bezirke wurden beauftragt.
Pflicht anheimfalle. Und dennoch sind solche Verbote häufig erfolgt, ohne daß man e« für «öthig erachtete. Gründe für solches Verfahren anzngeben, wohl aber zum schweren Schade« der Bevölkerung und der Heranwachsenden Jugend, der durch das erfolgte Verbot die Ueberwachung und veredelnde Sorgfalt genommen wurde, die ihr durchaus «othwendig waren, um sie der Verwilderung auf der offenen Straße zu entziehen.
Dir protestantischen Brüder vom Rauhen I Hause und die protestantischen Diakonissen sind in der @ütfaltung ihrer Charitas-Thätigkeit vollkommen frei und unbehindert. I« einem Staate, wo gleiches Recht für Katholiken und Protestanten bestehen soll, muß dieselbe Freiheit auch _ . _ „ ______________
den katholischen Kongregationen und Orden zu- der weiteren Entwickelung der Arbeitervermitte- stehen. Wo diese gleiche Vertheilung der Rechte lang durch die Gemeinden die größte Ausmerk- fehlt, herrscht ein Zustand, der von jedem vor- samkeit zu widmen und namentlich in größeren urtheilSsreien Manne als ungerecht anerkannt Städten mit stark entwickelter Industrie die werde« muß, ob er nun Protestant oder Katholik Bildung gemeindlicher Arbeitsämter anzuregen oder Jude ist. und zu fördern. Im Jahre 1900 gehörten dem
Snum ceique — Jedem ba$ Seine! Möge Verbände der bayerischen Arbeitsnachweise 24 die preußische Staatsregierung nun durch die grmeindliche Arbeitsnachweise an. Man rechnet That beweisen, doß sie "gleiches Recht für alle damit, daß demnächst Arbeitslosigkeit in auSübe« und aufhören will, katholische Ein- breiterem Maße sich bemerkbar machen werde, richtunge« und Bestrebungen mißgünstig und hart Das bayerische Ministerium hat deswegen in zu behandeln, während sie denselben protestavtt- einem Runderlasse vom 19. Februar die Kreis- schen Einrichtungen völlig freie Beweglichkeit läßt regiermrgen angewiesen, aller nothwendige öffent- und ihnen mit dem größte« Wohlwollen entgegen- /Bauten an Straßen, Flüssen und bergl. kommt! möglichst bald vorzunehmen, soweit etatsmäßige
! , Mittel dafür vorhanden sind, und dabei in erster
Reihe inländische Arbeiter zu beschäftigen.
Deutsches Reich. | Hoffentlich erweisen sich diese Besorgnisse als „ ~, übertrieben. Die Beuchte der Gewerbe-Aussichts-
Berlin, den 25. Februar. beamten selbst geben wenigstens keinen Anlaß
X Der K«hr-»Sericht der Sayerische» dazu. Nichts destoweniger ist die Fürsorge für Heweroe-Inspeklere« für daS Jahr 1900 alle Fälle lobenswerth. Noch besser würde es ist soeben als erster von allen diesen deutschen ffm, bei dieser Gelegenheit auch an de« Mangel Berichten erschienen, verdient damit von Neuem, an Arbeiter« zu erinnern, unter dem die Land- wie auch bereits in den Vorjahren, da« Lob wirihschaft leidet.
großer Pünktlichkeit der Leute und der Stellen. + In bet Unterrichtskommission bei preußi- tiere« Ausgabe die Herausgabe dieses Berichtes scheu Abgeordnetenhauses kam am Mittwoch ist. Von Interesse ist es ferner, aus dem ge- u. A. eine Petition zur Berathnng um Auf sonderten Erscheine« deS Berichts heraus frstzu- “ * " — “ - - 9 - - - -
stellen, daß die einzelnen Bundesstaaten «ach wie vor selbständig ihre Berichte erscheinen lassen wollen. Drittens mußte man auf den erste« dieser Berichte auch deswegen gespannt sei«, weil «ach der rückläufigen Bewegung in Handel und Industrie während der zweiten Hälfte deS abgelaufenen JahreS das Urtheil der Gewerbe-SusfichtSbeamte« Über die wirihschaft- liche Sage vv« besonderem Interesse ist. Die bayerischen Sewerbebeamten urtheilen in diesem Ginne nicht durchaus ungünstig. Es heißt in ihrem Berichte, daß eine rückläufige Bewegung während der zweiten Hälfte deS abgelaufenen JahreS nicht zu verkenne« fei, daß sogar auf einzelnen Gebieten die wirthschaftliche« Zustände thatsächlich unbefriedigend geworden seien. Aber im Allgemeinen stellt der Bericht die wirthschaftliche Lage nicht ungünstig dar; einige Be- zirke und gewisse Industriezweige erfreuten sich biS zum Jahresschlüsse guter wirthschaftlicher Verhältnisse. Die Löhne der Arbeiter