IrrLöa, Freitag, den 22. Februar 1901
28. Jahrgang.
liche Strafe.
Herr Finanzminister van Litte btoht. Gr malt das Schreckgespenst de« Zollkriege« an die Wand, um die deutschen Semüther zu schrecken. "Er behauptet, Rußland werde tiiemeU einen neuen Handelsvertrag mit Deutschland abschließen, »en» diese« seine Getreidezölle erhöhen würbe. Und außerdem weist er auf die Möglichkeit hin, Rußland könnte die vielen Deutschen, die i« Zarenreiche sich niedergelassen haben, um „dessen reiche Schätze auszubeuten", durch besondere Abgaben drücken. Der deutsche Reichskanzler sollte doch nicht „Jemand glauben machen wollen, daß Rußland auf einen solchen Vertrag, bei welchem seine land- wirthschastlichen Produkte noch höher verzollt werden, eingehen wird". Reichskanzler Graf Bülow kommt überhaupt schlecht dabei »eg. «, wird ihm vorgeworfen, er handele unter dem Drucke der Versprechen, die er den Agrarier« habe geben müffen, und er „kenne kein andere« Mittel zur Wahrung der produktiven Kräfte seine« Lande«, al« weitere Vertheuerung de« Getreide« . . . dem Arbeiter viel theuere» Getreide zu bieten, al« von seinem (Deutschland«) Gegner konsnmirt (soll wohl heißen „produzirt"! D. Red.) wird".
Der russische Herr Finanzminister scheint bei den Herren Singer, Bebel und Barth in die Schule gegangen zu sein. Roch ärgere Verdrehungen und Entstellungen der Wahrheit könnten diese auch nicht leisten; noch erstaunlichere Un- tenntniß der Dinge, auf die e« bei um ankommt, Lunten diese auch nicht zeigen. Und außerdem «uß man sich wundern über die Dreistigkeit, mit der Herr von Witte in solcher geradezu verhetzenden Weise in die deutschen »irthschaftlichen Verhältnisse eirzugreifen sucht. Mindesten« hätte Herr «an Witte dabei ein wenig »ehr Geist erkennen lassen und e« vermeiden können, sich der kläglichsten und plattesten unter allen den vielen dürftigen Redensarten unserer deutsche» Freihändler zu de-
B Russische Schreckschüsse?
Wenn nicht anznnehm« wäre und die Lhat- sache theilweise nicht schon vorläge, daß nufere freihändlerischen Blätter mit ganz besonderem Vergnügen der Sache sich bemächtigen und für ihre eigennützigen Zwecke Kapital daran« zu schlagen suchen, brauchte man sich kaum sonderlich mit ihr zu beschäftigen: nämlich mit eiuer außer- ordentlich langen Darlegung der Petersburger .Handels- und Industrie-Zeitungs Allerding« darf dabei nicht übersehe» werden, daß das genannte Blatt als ein uumittelharrS Organ des russischen Finanzministers von Witte anzusehen ist. Als Leiter der Zeitung ist ei» Beamter des russischen Finan,mmisteri»mS vorgeschriebe»; und wenn Kundgebungen wie diese, von der jetzt die Rede sein soll, in der «Handel«, und Jndusttte- Leitung' erscheinen, dann kann man getrost an- nehmen, daß man es dabei mit einem SeifieS- erzeuzniffe des Herrn von Witte selbst zu thu» hat. Das ist ein zweiter Grund, der unk »öthigt, uns mit der neuesten Leistung de« bezeichnet« Petersburger Blattes zu beschäftige». Da« Draht- bureau der Berliner Regierung hat ihr die Ehre angrlhan, sie in ihrem ganze« Umfange an die deutsche Presse zu verbreiten.
hängnißvollster Wesse a» sich erfahren, und nicht« konnte die schwere» Folgen dieser Schwäche an» geschehen machen. Gin Thräne»ström entquoC seinen Auge»; er wollte für diesen kurze» »er* hängniß vollen Schlaf fein Lebe» lang büßen.
j Stunde, während des Gottesdienstes, die rothe Domherrnrobe anzulegen. Graf von Posa- dowskp ist nämlich „Kapitular" des DomstifleS Brandenburg geworden, dessen Einkünfte Kurfürst Joachim von Brandenburg sich und seinen Nachfolger» reservirt hat, um aus einer katholischen Stiftung Ministern, Generälen und sonstigen Beamte» besondere Belohnungen zu- wenden zu können.
* Das «eite Infanterie • Gewehr 98 hat der Kriegsminister in der Budget-Kommission als ein verbessertes Gewehr 88 bezeichnet gegenüber der trotzdem erhobenen Behauptung, daß das neue Infanterie-Gewehr nicht ein verbessertes, sondern ein ganz neues Gewehr sei. Der,Nordd. Allgem. Ztg/ geht von „sachverständiger Seite" eine Zu- fchrift zu, welche bestimmt ist, die Erklärung deS Kriegsministers zu bekräftigen. Die Zuschrift erklärt, daß trotz der verschiedenen Verpackung der Munition eine allmähliche Einführung des neuen Gewehres und ein zeitweiliger Gebrauch beider Gewehre neben einander in der Armee für zulässig gehalten worden ist. „Die Verhältnisse lagen eben ganz anders, wie z. B. beim Gewehr 88. Bei diesem handelte eS sich dem vorhergehenden Muster (71 und 71/84) gegenüber um ein Gewehr ganz neuen Systems. Die Patrone deS einen war für das andere unbrauchbar, so daß Fehler im Muniti»ns - Nachschub die davon betroffene Truppe wehrlos gemacht hätte». Die Patrone deS Gewehrs 88 und 98 dagegen ist dieselbe. Die verschiedene Verpackung kann schlimmsten Falles — wenn rechtzeitiges Umpacken vor der Verwendung nicht möglich ist — eine Verlangsamung des Feuers herbeisühren. Diese ist, wie dem Vernehmen nach durch eingehende Versuche ermit* telt worden ist, so gering, daß sie praktisch, d.h.in den Schießergebniffen, kaum zu» Ausdruck kommt." Der offiziöse Artikel versichert, daß die vor 13 Jahren den Militärbehörden gestellte schwierige Aufgabe: Einführung eine« Jnfanteriegewehr« für da« neu erfundene und in seinem Wesen und Verhalten noch sehr wenig bekannte rauchschwache Pulver, mit Ausnahme de« Gewehr« 88 in hervorragend glücklicher Weise gelöst worden ist. Der besi« Beweis dafür sei, >,daß — allen Verdächte' gungen zum Trotz — die« Gewehr ballistisch noch I heute vollkommen auf der Höhe steht."
Der Wärter S. durch daS grelle Pfeiffe» er- wachend, sprang mit Todesschrecken zur Thür hinaus. — „Der Kurier! Nun hab' ich doch ge- I schlafen!“ — Ein Blick zum Bahnhof — Durchfahrt frei! Ein Griff, ein Ruck, und auch die Einfahrt war frei. Dann sprang er zur Schranke, um diese »och z» schließe» — zu spät! Ei» Werd mit einem Wagen hinter sich betrat so- eben bei Gleis. In seiner Herzensangst schrie er dem Fuhrmann zu: „Um GotteSwill«, bleibt zurück, e« gibt ei» Unglück sonst!" — I Mei» der Gaul trabt ruhig «feitet zum andern Gleis hinüber und tat selben Augenblick, alt sich der Wagen auf dem Gleise deS Schnellzuges befindet, kommt dieser herangebraust. Der Führer I
Der Bahnmeister, dessen besonderer Günstling er seiner bisherigen Zuverlässigkeit wegen wax, betrat in Begleitung eines AblöserS die Bnde^ um ihn de- ferneren Dienstes zu enthebe» und I zu vernehmen mit der gleichzeitigen Weisung, fich tagsüber nicht auS feinet Wohnung zu entferne», da wettete Vernehmungen zu gewärttgen feie» und et fich für die Untersuchungshaft vorbereit« möge.
Er war nun frei vom Dienst- er konnte geh« — zu feinem todtkrank« Weive. Welch«« Wiedersehen 1 Wie würde fie'S ertrag« — würde es sie gar noch tödteu?---
Dann kam die UntersuchnngShaft und dam» die Strafe. Es hatte sich ein Zeuge gefunden, »eichet den WarnungStnf des S. an den Führ«
o lii ittyhiiifultt schief.
AuS dem Leben eine« Batzndeimten.
Bon Ludwig Gerhard.
(Schluß.)
Wa« grinst da plötzlich durch da« Keine Fenster; tfr« ein Dämon, der über die Schwäche triumphirt? Jetzt klopft'«! Erschreckt fährt S. nun auf. „Hab' ich geschlafen ?" fragt er fich, — „nein, bewahre! und doch — was war'«?" —
„Wie weit ist'« noch bi« El.?" ließ eine ^Stimme sich vernehmen.
Schnell trat nun S. zur Thür hinan«. Ein Handelsmann stand vor ihm.
„Guten Morgen! Ich will zum Markt nach G. —"
»Ach so! Eine halbe Stunde noch!" gab S. Bescheid.
„Die Störung fei dem Manne gedankt!" denkt i « und setzt fich wieder. „Fast wär' ich doch »och eingeschlafen Ich bin auch gar jh müde diese Nacht!" Er sah nach seiner Uhr: .Halb 4, Gott- lob! nun muß ja der Kurier gleich melden." Und da« Signal nun jeden Augenblick erwartend, las er wieder: Wachet und betet! Run ja, er wachte ja! — wachte, bis — der Schnellzug kam? — «ch »ein! — bi« die Natur für da« bisch« ent- gogme Ruhe zum zweiten Male Ifich rächte. — Jetzt schlief er einen „verhängnißoollen Schlaf".
Al« dann das Glockenfignal ertönte, hörte er es nicht. In wenigen Minnten mußte der Zug herankommen; er hatte auf der .letzten Station 15 Minuten Verspätung erlitten. Der Führer, ein tüchtiger, bewährter Be- .amter, hoffte die Versänmniß bi« zur End-I
Deutsche* Keich.
Berlin, dm 31. Februar.
X Kiu «euer „Domherr . Qwn „Dom- Herrn von Brandenburg" ist der Staatssekretär der Innern Graf von Posadowskp ernannt worden. Zur Beruhigung derjenigen, die fich etwa de» Kopf darüber zerbreche», woher der vielbeschäftigte Staatssekretär die Zeit nehmen solle, um auch noch die Obliegenheiten eine« Domherrn zu erfüllen, sei bemerkt, daß diese Obliegenheiten fich auf die Theilnahme an eine« Gottesdienste, au einem darauf folgenden Festmahle und auf die Einkassttung des dafür ausgesetzte» GehalteS, etwas Übet 3000 Mark, beschränke». Alles dar hat et jeder Jahr einmal zu thu», und außerdem »och für eine
I dienen, die schon tausendmal auf« bündigste widerlegt worden sind.
Herr ».Witte droht, was fich ebenfalls wunderlich auSnimmt, mit dem Absatzgebiete. daS außer Deutschland für russisches Getreide vorhanden ist: „England, Belgien und die Schweiz," so heißt eS in dem Aufsätze, „konfumiren ein weit größeres Quantum russischen und ausländischen | Getreides als Deutschland; und wenn letzteres einen Staat findet, der fich bereit erklärt. Deutsch- land mit Getreide unter den vom Reichskanzler versprochene» Bedtagu»gen zu versorgen, so wird fich der Absatzmarkt Rußlands i» den Staaten, I die keinen Getreidezoll haben, dadurch noch mehr erweitern." Schade, daß man bei dieser Gelegenheil nicht auch erfährt, welche Bedingungen eigentlich der Reichskanzler unseren Agrariern versprochen habe» soll; das zu höre» wäre vom höchsten Interesse gewesen. Herr v. Witte scheint viel mehr Dinge zu kenne», als es Überhaupt in der Welt gibt. Wir in Deutschland selbst haben bisher nur immer gehört, daß eine Abmachung über irgend welche bestimmte Zollsätze Überhaupt noch gar nicht stattgefunden hat. Geradezu albern aber ist ein Satz der russischen Artikels, in dem „von Staatsmännern" die Rede ist, „die mit Versprechungen künftiger Siege bei Hsndelsuntet- hanblungm mit fremden Staaten ihre Autorität tat Innern befestigen wollen" — albern in seiner vollkommenen Unkenntniß aller thatsäch- lichen Verhältnisse, erstaunlich grob außerdem gegen denj-nigen Staatsmann, der gemeint ist, natürlich der Reichskanzler Graf Bülow.
Deutschland macht seine Polttik selbst »nd auch seine WirthschastSpolitik »ach den Bedürfnissen des eigenen Landes, nicht nach der Gnade und Ungnade ausländischer Regierungen. Die ReichSregiernng, die eS anders machen würde, würde nicht verdienen, »och eines einzig« Tag länger Reichsregierung zu fein; u»d so sehr zu wünschen ist, daß wir gerade mit dem Zarenreiche in guter Freundschaft verbleiben, so dürfen wir doch niemals unsere wichtigsten LebenSintereffen nach dem Gesichtspunkte ordn«, die für Rußland maßgebend find. Ruß- lana hat schon einen Zollkrieg mit Deutschland geführt und verloren. Will es wirklich einen zweite» verlieren?
stattoi möglichst wieder einznhol«, zumal die nächste» kleinere» Bahnhöfe fahrplanmäßig ohne Aufenthalt zu durchfabr« waren. Die vorliegende Strecke lag fast horizontal, Steigungen »ar« nicht zu überwind«, und der Zug hatte in brausender Fahrt berettr ein paar Stationen hinter sich. Da — in weiter Entfernung schon sichtbar, leuchtete dem Maschinisten da« rothe ! Licht am vahnhostabschluß der Station G. «t» gegen. Gin Hinderniß; was konnte da fein? — Doch jetzt sah er ganz deutlich das grüne Licht deS DeckungSfignalS. Also Bahnhof ist steil Durchfahrt gestattet! Der Wärter an der Ein-1 fahrt schläft wahrscheinlich. Er ließ ein« grellen langgezogenen Pfiff ertön«. Im nächsten Augenblick verschwand da« rothe Ächt und der Abschlußmast zeigte nun grün. Die Fahrt konnte also ohne Verminderung der Geschwindigkeit »etter geh«.
grafen war«. DaS Pferd war zwar zur ite geschleudert worb«, aber dock, bald auf wunderbare Weist, mit dem Leb« davon gekommen. DaS hatte nicht geschlafm! —
Karl 6. stand, alS er daS Unglück nicht mehr hindern konnte, eta Bild menschlicher Ohnmacht und Schwäche, mit schlotternd« Knie« da, beide Hände vor die Aug« gepreßt, um da« grauenvolle Unglück, daS er verschuldet, nicht sehen zu müffm. Ader mit empfindlicher Deutlichkeit drang ihm der Stoß, daS Krach« und Zersplittern de« Gefährts in die Ohre»!
WaS hatte er gethan! Nur fünf Minuten;
zusammen. Gedärme hatten fich zwischm de» Speiche« der Maschta«räder verschlungen. Und alS dann endlich das Tageslicht de» SchreckenS- platz erleuchtete, da fanden Arbeiter noch hier und dort abgerissene, fortgeschleuderte Leichen- ______________, ,_________o __r__
theile, wonach festzustellen rvar, daß zwei! Doch die Gesetze verlangt« eine andere Person« fich auf dem Wagen befunden hatte». Sühne, die ««schliche Gerechtigkett eine empfind«
Die spätere Untersuchung ergab bann, daß "
die beiden Personen der Fleischermeister B. und der Viehhändler 6., beide aus der Residenz B.,
+ Nie Aeralhnug der MtkitSretuts in der Budgetkommission des Reichstags führte heute (Donnerstag) zu einer Auseinandersetzung über die Entschädigung für Einquar- tirungen. Abgeordneter Speck (Eentt) bezeichnete die Entschädigung von 80 Pfennigen für den Mann und Tag als ungenügend »nd empfahl, zu erwägen, ob sich nicht eine verschiedene Höhe der Entschädigung rach den einzelnen LandeStheile» empfehle. Abgeordneter Speck brachte namentlich Klagen aus der Essel- gegend zur Sprache. Generalmajor von Heering en verwies demgegenüber auf die Be- stimmungen des Gesetzes über die Natural- Verpflegung vom Jahre 1875; »ach diesem Gesetze fei e# nicht möglich, für eine Gegend Aus- »ahmen zu machen, wenn nicht besondere Theue- rungsverhältniffe vorliegen. Darauf stellen die [ Eenttumsabgeorbnet« Gröber unb Speck! steht plötzlich einen dunklen Schatten vor fich auf bem Gleist, ein schneller Griff, das Roth- signal ertönt schrill durch die Nacht, und der Heizer bremst a»8 Leibeskräften; doch zu spät! — Ein heftiger Stoß, ei» Krach« unb Zersplittern, ein Stampfen, Stöhnen, Rütteln der! Maschine unb — daS Gefährt war zertrümmert.!
Unb bie Insassen beS Fuhrwerks, war war I auS ihnen geworden? — Eta grauenvoller Tob halte fie im Schlaf ereilt. Die gräßlich ver- stümmelten unb zerfetzten Körperteile suchte da# BahnhofSpersonal beim Scheine ber Laternen
' I folgenden Antrag: „Dm Herrn Reichskanzler 1 zu ersuchen, eine Abänderung des Reichsgesetzes über die Naturalleistungen für bie bewaffnete Macht im Frieden, vom 13. Februar 1875, in der Richtung in Erwägung zu ziehen, daß 1) bie in § 9 festgesetzten Normalsätze für bie Vergütung ber Naturaloerpflequng entsprechend dem heutig« Stanbe ber Naiuralpreise einer Revision unterzogen unb 2) hierbei auf biejenig« Gegenben besondere Rücksicht genommen wirb, in denen außergewöhnlich häufig Natural- Verpflegung zu verabreichen ist." Nach einer länge« Debatte, in der besonders Abgeordneter Gröber erfolgreich auf bie Nothwenbigkett einer Abänderung des Gesetzes von 1875 hinwies, würbe Absatz 1 des Antrages einstimmig, Absatz 2 mit großer Mehrheit angenommen. Klage» über die ungenügende Entschädigung liegen nicht nur aus ver Eifel vor, fonbern auch auS vielen andere» Gegenden, worauf bie Abgeorbnete» Prinz Stenberg (ttentr^, Graf Oriola (natl.) unb Graf Earmer (kons.) hinwiefen.
* 17472« Aandwehrkeule und $tefer- ötfien werden im Lause dieses Jahres zu Hebungen eingezogen werben. Davon gehör« an: Der Infanterie 135 500, bet Feld-Artilletie 15000, bem Train 7753, ber Fuß-Artillerie 6000, ben Pionieren 3600, b« Jägern unb Schütze» 3200, ber Eisenbahn-Brigade 240«, den Telegraphentruppen 900 und bet Lust. fchiffet-Abtheilung 373 Mann. Besonders be» merkmswsrth erscheint, daß auf Anordnung be# Kaisers bie Hebungen möglichst nicht in ben Erntezeiten abzuhalten stnb, damit in Folge deS offenkundigen Mangels an Laub- arbeite« auch noch diese Kräfte ber Erntearbeit entzog« werden. Sanz läßt fich allerdings dieser kaiserliche Wunsch nicht erfüllen, doch sollen in bet Erntezeit bie Sanbarbeiter in letzter Linie zu Hebungen herangezogen werd«; bie „Etäbter" sollen vorerst Orbte zur Hebung erhalten.
• Wieder einet! Gleich ben WolkS-
I parteilern in ber württembergische» Abgeotb- nctentimmcr hat am letzten Dienstag tat Landtage von Reuß Schleiz ber freisinnige Abgeorbnete Laute»schlüget bie Regierung aufgefotbert, im BuudeSrathe für bie Erhöhung ber Getreibezölle ein|utrete», ohne daß ei» cndereS der freiftanigen Landtag#- Mitglieder ihm widersprochen hätte. Nur bie Sozialdemokraten besorgten den Kampf geg« die nothwendigsten Bedürfnisse ber Lanbwitch- schast!
x pie Kauakstommissiou des preußisch« Aßgeorduelenhauses hat ihre letzte Sitzung Mittwoch Ab«b abgehalten. Bon ben neu«
mit Zlitterhallungs-Meilage „Illustrirte Sonntags-Zeitungs pelersgass« Ui. 2 (txzrmome).
Anträgen ist namentlich ber Antrag ber EentrumS- abgeorbnete» Herold und Dr. am Zehnhoff zu erwähnen, worin bie Staatsregierung ersucht wirb, Voranschlag und Kostenanschlag über bie Kanalistrung der Lippe vorzulege». Dies« Antrag geht von dem Standpunkte auS, daß bk Lippe-Linie an bie Stelle ber tzmschetthal-Link treten, also nicht neben bisset letzte« gebaut werden soll. In derselben Sitzung ist mit allen geg«
Schlaf hatten ihn zum Mörder, zum zweifach« Mörder gemacht. Mit diesem quälende» Ge»
। danken taumelte er, ein Mann de# Unglücks, ta feine Bude. Et wat unfähig, fich auf be» Beinen zu erhalten unb sank gebtoch-n auf b« Schemel nieber fein Schicksal erroartenb.
Da lag noch da# Blatt Papier auf bem Tische, unb bie großen, steifen Buchstab« starrt« ihn a»: „Wachet unb betet!" Ja, warum hatte er nicht gewacht, nur noch fünf Miaute», warum nicht? ®er Geist ist willig, aber bas Fleisch ist schwach! — DaS hatte er »un soeben in »er-
W Instküte: Di»
» einspaltige Petit-
EL / H W W W I ■ D i »eile 25 Pfg.; bei
/Hgy .JaaL. Rz HL/ijSL Wiederholungen ,
Ur WA wird entsprechens.
Rabatt gewährt.
Erscheint täglich, M
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»Fuldaer