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mit NnLerßakümgs-Meikage „Illusirirte SomrlaKs-Zrilung"
M 39.
28. Jahrgang.
IuLöa, Samstag, den 16. Februar 1901.
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viel zu schaffen gemacht haben. Er hat sich selbst
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Aber ich werde das zu ver« Ich lasse Dich nicht mehr Sollst sehen, wer hier zu de«
+ Die Arbeitslosigkeit ist auch während des Monats Januar größer geworden. Nach den Ermittelungen der Zeitschrift ,Arbeit«markt' bewarben sich um hundert offene Stellen durchschnittlich 165,8 Arbeiter gegen 126,2 im Monat
rührte Helene wie ein Schlag ins Gesicht; aus ihrer erkünstelten Ruhe auffahrend, erwiderte sie, weiß vor Zorn:'„Als ob Deine Einmischung, die ich mir verbitte, mir nicht ärger wäre, als selbst Fritzens Toben! Und nun verschone mich mit weiteren Reden und laß mich hier allein. Das ist meine Küche, und entwrder regiere ich darin oder ich übrrlaff« Dir das Feld und betrete sie nicht wieder."
ft Kanalifirrmg von Mosel und Saar. Mittwoch Abend haben im preußischen Abgeordnetenhause Besprechungen stattgefunden zwischen Vertretern des Verein« für die Kanalifirung der Mosel und der Saar und Mitgliedern der Kanalkommission des Abgeordnetenhause«. Das Ergebniß dieser Besprechung wird aller Voraussicht nach ein Antrag in der Kanalkommission sein, 50 Mill. Mark für die Kanalifirung der Mosel und 10 Millionen Mark für die Kanalifirung der Saar in die Kanalvorlage einzustellen.
+ Die MerolHmrg des MMäretats in der Budgetkommis fion des Reichstages enthält verschiedene interessante Punkte. So war
angeboten, in der Sternberg-Sache dem Bankier Sternberg dienstbar zu sein.
14. und 16. Armeekorps finden Kavallrrre- Uebungsweisen gemäß Instruktion vom 23. Januar 1879 statt.
. . . . Molokai. hindern wiffen. aus den Augen, fehlen hat."
»Als ob ich
sah, in dem es ganz still geworden war. Die Magd war in die Stadt gegangen; selbst im Hofe war des Sonntags wegen Niemand geblieben, außer einer Stallmagd und einem Knechte, der das Haus zu hüten hatte, im Augenblicke aber nach der Bahn gefahren war, Kreszenz hinzubefördern, zugleich den Herrn von dort abzuholen. Helene setzte sich an das Fenster und sah hinaus. Die Zeit verging ihr rasch in diesem Frieoen; ihr war ganz wohlig
O Die Modelle neu einzuführender gtMiforme* sind :m Reichstage ausgestellt. Das eine zeigt einen Soldaten in der Tropen, ausrüstung, das andere einen Soldaten in der
tretet der Militärverwaltung gab eingehende technische Mittheilunge» darüber und wies namentlich darauf hin, daß es im Jntereffe der Schlagfertigkeit des Heeres geboten sei, Maschinen- gewehr-Abtheilungen zu errichten. Die Versuche mit den Maschinengewehren sind günstig ausgefallen und haben ergeben, daß sie sehr geeignet sind, die Feuerkraft der Infanterie zu verstärken. Ein Maschinengewehr gibt 300 Schüsse in der Minute ab, ueb seine Wirkung ist um so größer, als das Maschinengewehr dem Feinde selbst nur ein kleines Ziel darbietet und sich leicht im Gelände verwenden läßt. Die Heeresverwaltung
Januar des verfloffene» Jahre«. Die genannte Zeitschrift führt die Steigerung der Arbeitslosigkeit auf die Unsicherheit im Eifenmarkte zurÄk und führt aus, von der Gestaltung de» Eisen« Marktes werde im wesentlichen auch die weitere Gestaltung der Arbeitsverhällniffe abhäugen. Leider hört man aber nichts davon, daß die Leute- noth auf dem Lande abnehme.
G Durch den von uns mitgetheilten Erlaß des StaatsMinisteriums vom 28. Jan. ist die
Sie machte die Thür weit auf, und in der _ ...... ,
ersten Verblüffung ging Kreszenz ohne Wider- in ihrer Einsamkeit; sie hätte die stillen, fried- spruch hinaus. Erst als hinter ihr abgeschlossen lichen Augenblicks festhalten mögen, die mit der wurde, empfand sie dies Nachgeben als eine untergehenden Sonne verflogen sein würden. Schmach. Sie rüttelte und klopfte an der Man war im September, die Nacht brach schon Thüre, rief Helene unliebenswürdige Worte zu; früh herein; am Horizont zeigten sich dunkle endlich, als kerne Antwort erfolgte, zog sie sich zurück. Woltenbänke, feurigrolh umsäumt, die auf „Und im Kampf mit solcher Gemeinheit soll einen Wetterumschlag deuteten oder auf nahen.
mer» Leben vergehen!" klagte Helene und schlug den Sturm.
sich beide Hände vor das Gesicht. Ihr Mann mußte in den nächsten Minuten
XIX Kavitel heimkehren. Im Zimmer war alles hrrgerichtet,
_.x .. . ’ wie er es zu finden verlangte: Die Pantoffeln
Mrt diesem Austritt hatte sich die Leiden, vor dem Sofa, Bierflaschen auf dem Tisch. Sie schaftlickkeit beider Frauen erschöpft. Stumm dachte bei fich, als sie das alles übersah, w e saßen sie einander bei Tisch gegenüber, gingen wohl anderen Frauen zu Muthe sein möge, fich im übrigen aus dem Wege Nur aus dem die mit Sehnsucht der Ankunft ihrer Männer hämischen Lächeln, womit Kreszenz Helene zu- entgegensähen. die mit Kindern an der Hand fie weilen streifte, schloß diese, daß sie sich mit begrüßten. Die Erinnerung an ihr Töchterchen emem Rachegedanken trage. Vermuthlich dachte rief sanftere Gedanken wach. Da nun einmal sie den Bruder an der Bahn abzusaffen und ihn Blankenhorn ihr Mann war und sie mit ihm von allen Geschehnissen im Lindenhof, vorab leben müße, wollte sie es versuchen, ihm sreund- vom Ungehorsam seiner Frau, zu unterrichten, licher zu begegnen. Vielleicht würde er besser Helene beläckelte diese Absicht. Das gehörte zu von ihr denken, wenn sie >hm gleich bei seinem den kleinen Quälereien, die sie wohl empfindlich Kommen gestand, sie sei in der Kirche gewesen, trafen, die fie aber mit äußerlicher Ruhe zu er- Aus ihren Worten, ihrem Wesen mußte ihm trogen strebte. | klar werden, daß das Wiedersehen mit Pater
Sie athmete auf, als fie sich im Hause allein! Eusebius emdruckslos an ihr vorübergegangen sei.
Dennoch arrfmarts.
Roman von L. ». Neidegg.
--(Nachdruck verboten.)
am heutigen Freitag zunächst von de» Maschinengewehren die Rede. Ein Der-
x Die Kaiserliche Ordre wegen der grstzer« Tr«Ppe»ÜS»»ge« in diesem Jahre ist in Hom- bürg unter dem 12. Februar ergangen. Die Kaisermanöoer finden zwischen dem 1. und 17. Armeekorps statt. Beim 1. und 17., außerdem »eim 4. und 7. Armeekorps werden Kavallerie- Divisionen aufgestellt. Dem 1. und 17. Armeekorps wird je eine Luftschifser-Abtheilung zugetheilt. Größere Pionierübungen werden an der masurischen Seeenkette und zwischen der Elbe und Saale abgehalten. Bei Auswahl des Geländes und Durchführung aller Uebungen soll auf Einschränkungen des Flurschadens Bedacht genommen werden. Ueber Fälle hoher Flur- schäven erwartet der Kaiser den Vortrag des Kriegsministers. Beim 1„ 2., 3., 5„ 6., 8., 11.,
»Mich wundert, wie Du eS fertig bringst, so ruhig zu bleibe»," redete fie die Schwägerin an.
„So?" erwiderte Helene, ohne auch nur den Kopf nach ihr zu wenden.
„Das mußt Du Dir wohl selber sagen, daß Dein Mann sehr erstaunt sein wird über die Weise, wie Du feixe Befehle beobachtest."
Helene rührte an ihrem Kuchenteig weiter und sah über Kreszenz hinaus nach dem Garten, in dem die Magd Pflaumen schüttelte.
„Nur weiter, bis das Körbchen voll ist. Kälter," rief fie dieser zu, Kreszenz unbeachtet -affend. Diese kochte vor Aerger: „Ich fürchte, es rtbt einen rechten Sturm mit Fritz," sagte fie bissig.
„Fürchtest Du das? Ach. wie gütig! Wie erfreulich ist doch wahre Theilnahme!"
So oft Helene heftig wurde, war es für Kreszenz ei» nerveNvrickrlndeS, angenehmes Gefühl, sich an ihrer Erregung zu wciden; sprach fie aber kühl, van oben herab, gerieth des alten Mädchens Blut jedesmal in Wallung. Giftig erwiderte sie: „Wirst schon sehen, was Dein Mann sagt, wenn er erfähit. Du liefest auch jetzt noch dem Doktarssahn »ach. Könntest froh fern, w.nn ich dann für Dich eintreten wollte; ich fahre aber Nachmittags mit dem Zug, der Fritz bringt, für einige Tage zu meiner Schwester."
Jede Anspielung auf ihre frühere Liebe be-
Der Wagen hielt vor der Thüre; Blanken- Horns schwere Schritte widerhallten im Flur. Als er dann hrrrintrat, hochroth das Gesicht aufgedunsen, die Augen stier, augenscheinlich nicht nüchtern, den rohen Zug den fie wohl, kannte, um den Mund: Da schwand einer nach dem anderen ihrer guten Vorsätze, und nichts blieb als Widerwille und Trotz. Kreszenz mußte geredet haben.
„Also Du warst doch in der Kirche?" fuhr er fie an.
Sie bejahte.
„Läufst dem Pfaffen nach .... erst dorthin ... . dann wohl in den Beichtstuhl .... vielleicht zuletzt .... nach .... Dingsda
habe ihn nur gehört nicht gesprochen und . . .*
„Das hat KreSzruz auch gesagt. Aber es ist der erste Schritt gewesen; jetzt wirst Du ihn zu sprechen suchen."
„Gewiß nicht."
„Ist daS aber auch wahr?"
„Ich lüge nie, das weißt Du."
„Ihr Weiber lügt ja olle ... alle! Ihr seid verschmitzt und unwahr; lügt Euch selber was vor, wennS's keinen Mann zu belügen gibt. Keiner darf man trauen. Und ich hatte befohlen, Du solltest zu Hause bleiben; da war es Pflicht zu gehorchen! Frag' nur Deinen Pfaffen, ob es nicht so ist." Ec schenkte fich
die Vertagung der Kommission keineswegs verschleppt. In etwa 14 Tagen bis 3 Wochen dürften die übrigen Kommissions-Arbeiten so weit gefördert sein, daß die Kommission für den CentrumS- Antrag alsdann ungestört arbeiten kann. Auf alle Fälle wird diese Kommission mit der Beratbung des Antrages noch vor Ostern fertig werden. Von den Materialien zu diesem Anträge ist der Kom-1 neu einzuführenden graugrünen Uniform, die in Mission jetzt der erste Theil gedruckt vorgelegt Form und Schnitt der heutigen österreichischen worden. Er umfaßt die „Bestimmungen der deut- Jnfanteriruniform ähnelt.
K« Rnchs-und Bundes-Gesetzgebung über di- X Am Donnerstag fand im Architektenhause Religwnsübung, angegangen vom Augsburger Berlin eine Versammlung von je drei Ver- Relru'.onsfrieden bis zur Kongo-Akte uno dem tret ern folgender zeürr Wueruvereiue statt' Schutzgebiets-Gesetze. Der zweiteTheil wird -ine Rheinischer-/ Naffaue?-, Elsaß-Lothringischer-' 6 T- Hessischer-, Badener-, Bayerischer-, Schlesischer-, I ««««.,»Up«.
Die umständliche Arbeit ist von Ost-Westpreußischer- und Westfälischer B.-V. In will alle Armeekorps mit solchen Gewehren auS- ? besorgt worb«,. Em werteres ihnen waren etwa 220000 Mitglieder vertreten. | statten und eben zu diesem Zwecke Maschinen-
’c wohl Es wurde der Beschluß gefaßt, eine eingehend be- gewehr-Abtheilungen bilden, die je einem Jäger-
noch m den Debatten beigebracht werden gründete Petition an den Reichstag zu richten ^der Infanterie-Bataillon in derselben Art rote
1 in Sachen des Zolltarifs. Weiter "wurde be- bis Eskadrons Jäger zu Pferde den Kavallerie-
m ?eR offW«13 f4loffen, in Zukunft in allen wichtigen Regimentern angegliedert werden sollen. Die
AAn-rN. K -»biachr. m dem wrrth-1 Fragen geschlossen zusammenzugehen Einrichtung der Maschinengeroehr-Abtheilungen
Äil- R O^n „nsUr k ?? und gemeinsame Versammlungen abzuhalten. Zum soll allmählich erfolgen, im Jahre 1901 zunächst
Sil rHAt* t!».? Vororts verein für das nächste Jahr wurde stnf Abheilungen. Die Etstsforderung für die
°aS n d)t lhut, leistet den der Rheinische Bauernverein unter dem Vorsitze Errichtung dieser Abtheilungrn wurde von der
!En^^lrattschen, gegen unsere nationale des Herrn Grafen von See bestimmt. Die Ver- Budgetkommission bewilligt. Bei dem Titel
Monarchie g°r:chrcten Tendenzen wirksam Vor. treterversammlung verlief ungleich stiller und „Aerztt" fragte der freisinnige Abgeordnete
(Trntninn»0 ^".^demokratle bildet die I ruhiger, als die kurz vorher stattgehabte General-1 Dr. Müller-Sagan an, warum man ange- wiÄ« Opposition Versammlung des Bundes der Landwirthe im sichts der vorhandenen ManquementS nicht
«Urten Pin# t ü I Tstkur Busch. Sie sollte eben keine Demonstration ! jüdische Militärärzte einstelle, und
Herstellung wehrt I sein und verfolgte keine agitatorischen Zwecke, wünschte eine Statistik darüber, wie die hi»16 Jirthr* e m11 ®en Landwirthen nützt aber da« ruhige, be- Stellen besetzt werden, auch statistische Nachweise “ft6? sonnene Vorgehen nach unserer Ansicht schließlich über die jüdischen Militärärzte der Reserve,
j ungen der Lrberattn für ganz verkehrt, aber mehr al« der demonstrative Lärm. Wirkt es doch I Ein RegterungSvertreter theilte mit,
„ «.*«*.*6ce potriotlsche und mo- auch beruhigend auf die Gegner eines erhöhten baß die Militärverwaltung demnächst eine
obzujprechen, das bringt Schutzes der Landwirthschaft. Statistik der jüdischen Reserve-Sanitätsoffiziere
eben nur ein Offizwsus fertig. 1 -- - — - - — 1 ' 110
® General v. Werder soll fich, wie aus
London gemeld-t wird, demnächst im Auftrage drS Deutschen Kaisers mit besonderen Aufträgen nach Petersburg begeben. Es wird in der ,Daily NewS' hinzugefügt, der General sei augenscheinlich mit der delikaten Aufgabe betraut, eine gewiffe Spannung zwischen dem deutschen und dem russischen Hose, die in erster Linie durch die Eceigniffe in China -e schaffen sei, zu beseitigen. Unzweifelhaft be, eitet die rusfische Politik in China den Deut ben seit zeraumer Zeit ernste Schwierigkeiten. Es wäre daher nur begreiflich, wenn darüber auch ru amtlichen Kreisen einige Verstimmung herrschte.
das nicht schon längst erfahren hätte! WaS den Bruder Eusebius betrifft, quäle mich nicht mit Deinem Verdacht. Ich
' ! Statistik der jüdischen Reserve-Sanitätsoffiziere
® In der IixigKeit ist der Bund der vorlegen werde.
Landwirthe jed nfallS allen „über". Er hat 0 Krimiuskkommissar Wiek, bekannt Berichte über den Verlauf seiner Berliner durch die unliebsame Rolle, die er bei dem Stern- Generalversammlung schon versandt, ehe die Ver- berg°Prozrffe gespielt hat, ist am heutigen Freisammlung überhaupt stattgefunden hat. Dem tag wegen Bestechung im Amte und Verleitung .Hannov. Kour/ z. B. wurde bereits am Sonn- zum Meineide zu drei Jahren Zuchthaus tag ein Bericht zugesandt. Dieser enthielt nicht und fünf Jahren Ehrverlust oerurtheilt nur die Reden, die die BundeSgrößen — zwar worden. Die Zubilligung mildernder Umstände noch nicht gehalten hatten, aber halten wollten, wurde ihm wegen der Bestechung im Amte ver- sondern sogar Anerkennungen über die Auf- sagt. Nach den Ermittelungen ist eS Seldnoth nahmen der Reden durch das Auditorium! Nach- gewesen, die den Verurtheilten zu den Verseh» dem der Bericht von dem „koloffalen Andrang" lungen verleitet hat. Aus seiner Osfizierszeit ist zu der Versammlung erzählt hatte, konstatirte er, er noch mit Schulden behaftet gewesen, die ihm daß Frhr. v. Wangenheim bei seinem Erscheinen „lebhaft", Dr. Röficke „ebenso lebhaft", Dr.
Hahn aber „mit stürmischem Beifall» begrüßt wurde!
Deutsches Keich.
Berlin, den 15. Februar.
X Aeichskanzker Graf von Aulow ist von Homburg wieder abgereist und kehrt heute (Freitag) Abend nach Berlin zurück. Admiral von Tirpitz, Staatssekretär der Marine, ist Bereit« aus Homburg wieder zurückgekehrt; dorthin abgereist ist heute der preußische Kultusminister Dr. Studt. Wie verlautet, wird nachher der preußische Minister des Inner», Frhr. von Rheinbaben, ebenfalls zum Vortrage beim Kaiser nach Homburg reisen.
ft Das englische Aönigspaar wird nach vorliegenden Zeitungsmeldungen vermuthlich im Anfänge der nächsten Woche in Schloß FnedrichS- hof zum Besuche der Kaiserin Friedrich eintreffen. Sonntag Abend sollen der König und die Königin in Vlissingen eintreffen und von dort nach Friedrichs- kron weiter reifen. Die Dacht hat bereits die Weisung bekommen, sich für die Uederfahrt bereit zu halten.
+ Ueber einen neuen drutfch-euSlischen KouMfil in Südafrika macht die.Deutsche Wochenzeitung in dem Nieder!/ folgende Mittheilung: Ein Deutscher hatte sich nach Erklärung des Kriegszustandes außerhalb Kapstadts nach einem nördlich gelegenen Bezirk begeben, versehen mit dem vorgeschriebenen Paß. Unbekannt war ihm, daß dort auch noch eine Aufent- Haltskarte verlangt wurde. Eine diesbezügliche Verfügung scheint wohl erlassen gewesen zu fein, war aber noch nicht veröffentlicht. Trotzdem wurde der Mann gefangen genommen, mit Koffern zusammen in ein von Ungeziefer wimmelndes Loch gesteckt und erst nach einigen Tagen wieder freigelassen, ohne daß man es der Mühe für werth gehalten, sich auch nur zu entschuldigen. Der Mann beschwerte sich bei dem Generalkonsul von Lindequist, und dieser begab fich zu Sir Alfred Milner. Die Unterhaltung zwischen den beiden Herren scheint einen sehr erregten Verlauf genommen zu haben, denn es steht fest, daß der englische Oberkommiffar dem deutschen Generalkonsul die Thüre wies. Mehr- maliges späteres Verlangen des Herrn von Lindequist um eine weitere Unterredung wurde von Sir Alfred abgelehnt. Herr von Lmdcquist hat seine Regierung telegraphisch von dem Vor- fall in Kenntnis gesetzt. — Es ist doch merk- würdig, daß die Nachricht erst auf dem Umwege über Amsterdam hierher gelangt.
+ Die Reichstags-Kommission zur Vorberathung des Centrums - Antrages betr. die IreiHeit brr Netigionsövnng hat die für heute anberaumte Sitzung mit Rücksicht auf die zahlreichen übrigen Kommissionen, die heute ebenfalls Sitzungen abhielteu, abermals vertagt. Von den in dieser Kommission fitzenden Ceritrums-Mit- gliedern gehören nämlich mehrere zugleich wichtigen anderen Kommissionen an, deren Arbeiten besonders dringend sind. Der Antrag wird durch
Erstes