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M 38.
28. Jahrgang.
S4
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• widerliche Auftritte, die stqttgefunden hatten, erhielten sie in beständiger Aufregung, die um so 1 tiefer wirkte, weil sie nach außen nicht« davon : zeigen mochte.
Blaukrnhorn bewachte sie eifersüchtig, ließ sie auch durch KreSzenz beobachten. Er hatte sie überrascht, als sie das längst zur Seite gelegte, ihr einst von Julius Merk geschenkte Exemplar der Eoangeline in Händen hielt und darin blätterte. Er zerrte es ihr aus der Hand und riß eS vor ihren Augen in Fetzen, die That mit häßlichen Worten begleitend. Und doch war es keine sentimentale Regung gewesen, die sie ver- anlaßt hatte, das Buch heroorzusuchen: sie hatte einfach dem ungesunden Verlangen nachgegebrn, zu erproben, in welcher Weise die alte Erinnerungen auf sie einwirkten. Sie verwunderte sich selbst, sich dafür so abgestorben zu finden; sie erkannte fich kaum mehr in derjenigen, auf deren Leben fie zurückdlickte. Unzufriedenheit mit ihrem Loose, wachsende Abneigung gegen ihren Mann füllten ausschließlich ihr Denke» aus.
Wie widerstandslos fie fich auch ihren Leide», chaften hingab: so viel religiöses Erfühl war ihr doch geblieben, daß fie von dem Augenblicke an, wo sie mit Julius Merk jene- letzte Gespräch gehabt hatte, in ihm nichts sah als de» an- zehenden Priester, wie fie auch nach ihrer Ver- lobung sich nur mehr als Blankenhorns künftige Frau betrachtete, [für die jede Erinnerung an hre ftühere Liebe abgethan sein müsse. Den Vorsatz, ihre Pflichten gegen den Man» zu et» Men, führte fie de« Buchstaben, »icht de« Seifte nach aus. Selbst nicht mit einem Gedanken brach fie Blankenhorn die Treue, und weil fie grobe Sünden mied, hielt fie sich für .
! mit keinem andern Vokal al« a, a, a ist ei« (phonetische«) lautliche« Ungeheuer. Und warn« hat man dieses Wort gemacht? „Weil ein Theil der staatranwaltschaftlichen Beamten (sagen wir lieber „der Staatsanwälte!") den Stellenraug vierter Klasse haben soll und man Werth darauf legt, daß dieser Stellenrang in dem Titel Ausdruck findet." (Worte de« Justizminister« nach bem stenographischen Berichte der Abgeordnetenhauses S. 1390). — Wir finden, daß dieser Einwand gegenüber dem vernünftigen Vorschläge de« Abg. Schmitz-Düsseldorf, an Stelle der Bezeichn»», „Erster Staatsanwalt" besser und richtiger „Ober- Staatsanwalt" und an Stelle de« j e tz i g e« Ober-Staatsanwalt vielmehr „General-Staatsanwalt" zu setzen, wenig Bedeutung hat. Die Herren „Staatsanwälte" mit dem Range eia« Rath» 4. Klasse mögen fich trösten mit den Professoren an den höheren Lehranstalten, deren
dieser Städte große Beliebtheit erworben. In neuerer Zeit haben dir Handelskammern in
wegung zu schüren suchen, tadeln diese Ausschreitungen scharf. Im übrigen richten sich die drohenden Kundgebungen in Madrid und in andern spanischen Städte hauptsächlich gegen «österliche Niederlassungen — eine Erscheinung, »ie in Spanien bei allen solchen Anlässen wlederkehrt, die hier in diesem Falle aber eine ganz besondere Bedeutung zu haben scheint.
Was für Leute eigentlich die Drahtzieher bei dieser kleinen Revolution sind, ist nichts weniger als klar. Aus eine an ihn gerichtete Frage hat der Minister des Innern erklärt, die Unruhen hätten einen ernsten Charakter, da nicht nur Studenten, sondern auch „gewisse politische Elemente" daran betheiligt seien. Aber wer nun diese „gewisse" Leute sein sollen, weiß man nach-! her ebenso wenig als vorher. Allem Anscheine nach legt es den Häuptern der Bewegung daran, selbst im Dunkeln zu bleibe»; und man wird schwerlich fehl gehen mit der Vermuthung, daß wieder einmal ehrgeizige Liberale und Republikaner im Bunde mit den Freimaurer» dahinter stecken. Diese letzteren spielen in Spanien eine ganz andere Rolle, als deutsche Gemächer bei ber Betrachtung der deutschen Freimaurer sich träumen lassen, deren Bereinigungen mehr zu dem Zwecke zu bestehen scheinen, manchmal gemeinsam gut zu essen und zu trinken und bei der Gelegenheit von „Logenbällen" die heirathSfähigen Töchter an den Mann zu bringen. In Spanien 'bedeutet die Kirche wirklich noch etwas; und des- wegen gibt es dort auch mehr und leidenschaftlichere Kirchenfeinde als bei uns, deren Ziel da. hin geht, gleichzeitig mit der Zerttümmerung der Kirche die weltliche Herrschaft an fich zu reißen. Die Neigung deS Romane» uns Südländers zu geheimnißvollen Verschwörungen kommt hinzu und der ganze ungleich leidenschaftlichereCharakter; und da man — ob nun gern oder ungern — zugeben muß, daß da« gegenwärtige konservative Regiment in Spanien recht kräftige politische Fehler gemacht hat, kann man es sich einigermaßen erklären, daß geschickte Volksaufwiegler diesmal keine allzuschwere Arbeit gehabt haben, um die Putsche zu veranstalten.
Vollkommen lächerlich ist es aber, die Heirath der Prinzessin von Asturien mit dem jungen Grafen von Caserta, dem zweiten Sohne des ulte» Grafe», für diese jüngste Revolution ver. antwortlich machen zu wollen, als ob diese Heirath
folgung nur auf Antrag eintritt, derjenige Wohnsitz des Verletzten für den Gerichtsstand maß- gebend, welchen er zur Zeit des Erscheinens der Druckichrsst inne hatte, vorausgesetzt, daß an diesem Orte eine Verbreitung der Druckschrift siattgefunden . Auf einen Antrag des kons. Abg. von
Dennoch anfmarts.
Iioman von L. v. Neidegg.
■------ (Nachdruck verboten.)
sündenrein. Den Gang nach der Kirche hatte 1 sie unternommen, ebensowohl um ihrem Manne zu trotzen, als aus demselben krankhaften Gefühl, das sie angetrieben hatte, Eoangeline hervorzuholen, um dabei ihre Seeleneindrücke zu studiren. Für fie hatte aber auf der Kanzel ei» ihr fremder Mann gestanden, der eine Sprache redete, die sie nicht länger verstand, auch nicht mehr verstehen wollte. Sternenweiten trennte» fie jetzt von diesem Manne, den fie in starrer Rrche anhörte.
Als fie im Lindenhofe ankam, war Kreszenz noch nicht zurückgekehrt. Auch diese war in der Kirche gewesen; da alles ging, wollte fie auch nicht fehlen. Weil alles bewunderte, bewunderte fie mit, weinte, weil alle weinten, und war hinterher gerührt über die eigene Rührung, die sie jedoch nicht hinderte, aufmerksame Umschau zu halten. Mit Aerger über HelenenS rebellische« Sinn fand fie diese unter den Anwesende« heraus; der kalte, unbewegliche Ausdruck ihrer Züge beruhigte fie jedoch über deren Gefühle f6r Julius Merk. Sie wußte selbst nicht: sollte fie fich über diese Wahrnehmung freuen oder nicht, den» gar gern hätte fie die verhaßte Schwägerin auf einem Unrecht ertappt. Es bestand zwischen ihr und Helene das Verhältniß, wie es sich entwickel» muß zwischen zwei in einem Hmsse wohnenden Frauen, von denen die eine die Hausfrau ist, die andere die Rechte einer solchen s« sich zu reißen sucht. Wenn nun vollends die eine gebildet, eine feiner angelegte Natur ist, während die andere Erziehung und Instinkte einer Stallmagd besitzt, muß sich der Gegen- satz r» bitterer Feindschaft entwickeln. Wa Kreszenz Helene vielleicht am wenigsten verzieh.
Deirtfche* Drich.
Berlin, den 14. Februar.
+ Der Derkarrf der Kanaldinge in der Kommission des preußischen Abgeordnetenhauses wird ein anderer sein, als der Vorsitzende der Kommission, der nationalliberale Abgeoronete o. Eynern, in seinem Arbeit-.Entwürfe vorge- schlagen hatte. Mit 14 gegen 12 Stimm:» ist beschlossen worden, zuerst über die Kompensationen zu berathrn, insbesondere über diejenigen wasserwiithschastlichrn Neuerungen, die nicht dem Verkehr, sonderen anderen Interessen dienen. Auf düse Weise ist der Mitteland. Kanal, das Hauptstück der ganze» Vorlage, in den Hintergrund gedrängt worden. Die Kom- mission wird, so schätzt man, mit ihren Arbeiten
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fle$t es auch tn der Hauptstadt Madrid toll zu. und der herrschenden spanischen Dynastie die svielte K« ^“«etn Psilisterfteine, rufen denkbar besten Beziehungen bestehen. 9 P
I F«uer . , Sie brach gh, „Wir wollen lieber von anderem reden, Vater."
Karl war hinzugetreten und wechselte einige Worte mit der Schwester. Sir hatte sich gefaßt und sprach ganz heiter. Plötzlich sah sie auf , die Uhr und rief, sie müsse heim; wenn auck der Zuchtmeister gestern in Geschäften verreist fei, so fehle doch di; Aufpasserin auf ihrem Posten nicht.
„Ich will Dich begleiten,"schlug Karl be- sorgt vor.
„Meinst Du, ich fürchte mich? Da kennst Du mich schlecht. Äug' um Äug', Zahn um Zahn; ich zahle dcn Aerger heim, den man mir verursacht."
„Sie ist in recht schlimmer Gemüthsver- fassung," bemerkte Karl, ihr traurig nachblickend.
Armbruster erwiderte nicht«. Um so lauter sprach die Stimme in seinem Innern. Sie redete von vernachlässigten Pflichten, von Versprechungen einer Tobten gegeben, die nicht gehalten worden waren; das bittende Gesicht seiner sterbenden Frau stieg vor ihm auf.
Lange schwankte und zögerte er. Mit fich selbst im Kampfe ging er schweigend neben Karl den steilen Kirchpfad herunter, verharrte in gleiche» Schweigen den langen Weg zur Fabrik. Vor der Thür blieb er stehen, wie beschämt über die gute Regung. „Karl," sagte er stockend, „Karl, gehe zu dem Mädchen, der Lina, und bringe fie mir noch heute; ich will fie kennen lernen. Du wenigstens sollst glücklich fein, mein Sohu."
Raschen Schritte« ging Helene nach de» Lindenhofe zurück. Der Bruder hatte fich nicht getäuscht: e« lag etwa« Gefährliches in ihrer jetzigen i Stimmung. Die Erlebnisse der letzten Tage, i
Ä täglich, lhmrdrr
ohneBriugerlohn rrsd Bestellgeld in Salbe und uus- Lltnrivr.soPf.
mit Ilntersialtungs -Beilage „Iüusirirte Sonntags-Zeitung"
_ Jul'öa, Freitag, den 15. Februar 1901.
Ruch Armbruster war anwesend gewesen. Still, verstohlen, dem Sohn die Absicht ver- heimlichend, hatte er den Weg in die Kirche gefunden. Nun stand er aber hoch aufgerichtet vor dem Portale und bekannte sich ohne Scheu zu den Kirchgängern. Seine Augen suchten Helene unter denjenigen, die aus dem GotteS- hause kamen. Endlich hatte er sie herausgefunden und lief sie an.
„Vater!" Ein freudiger Schimmer flog über ihr Gesicht, verschwand aber sofort und wieder zeigte ei die steinerne Ruhe, die sie künstlich festzuhalten wußte — fie stimmte wenig zum Blick der feurigen Augen, die deutlich ver- riethen, welche Kämpfe in ihrer Seele tobte».
„Es war die erste Predigt, die ich seit langer, loxger Zeit gehört hcbe, Helene, und wird nicht die letzte fein. Es sind schöne, warme Worte gewesen. Hast Du das nicht auch empfunden?"
„Nein."' erwiderte sie rauh. „Hier drinnen »st s kalt, hier!" Sie schlug an ihre Brust. »Ich habe kein Verständniß mehr für solche Worte, will ei vielleicht nicht haben. Jedenfalls haben fie mich nicht zu erwärmen vermocht."
Der Vater sah sie bekümmert an: „Dann bist Du wohl die einzige, die kalt geblieben ist." „Wohl möglich," erwiderte sie gleichgiltig. »Aber glaub' mir, es wäre ein Glück, könnte : ich vollständig zu Eis werden. WaS zuweilen i in mir glüht . ... ei ist kein wohlthuendeS ।
Es sollen wöchentlich je drei
«tz nuspattige Pettk- jette »der beten Rau»15Pfg.,R» Hamen die Petit» zeile SS Pfg.; bet SBteberbobmgen wirdeutsprechenL
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«taitoitou.8-, brtr-Sd-- W-E iS JÄ ÄaÄ«£ "°E-° «-?»-> d-r -on d°n»g,. Sirnd™,
Ministers des Innern, wenn dieser Abends । Straßenkundaebunaen rirht»« ^en$Ftann ,u- f- w. eingebrachten Reformanträge
durch dir Straßen fährt, und haben sich auch dem besten ^vechältniffe^ rur^ Köniain-cheoe-tin gelangt ist. Nach dem Beschlüße der Kommission
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«mg haben, men» Ruh-ftär-r sich sogar da,u Verhalten «ährend der'letzten Jahr« °»eiat daß ÜJn!?“ «ti?.™6!™3 ~e-9™9en ift
mi auch “pdiiSn trie”"M“'”™"1 Drustlchlist den Thach
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ber zukünftige Schwiegervater der Prinzessin von Asturien, einstmals der Leiter des Generalstabes des Prätendenten Don Karlos war bei dessen Ausstand gegen die herrschende Dynastie.
befindet sich im Ungemache und in Geldbedrangmß nach dem unglücklichen Kriege mit den Nunkees. Die Unzufriedenheit im Lande ist darum nicht weiter verwunderlich. Nun kommt hinzu, daß die Leiter der gegenwörttgen konservativen Regierung unleugbare politische Fehler [ gemacht haben und noch machen, namentlich aber ' außerordentlich schwerfällig sich anstellen zur Einführung volksthümlrcher Reformen. Es herrscht deswegen schon lange eine gewisse pglittsche Spannung im ganzen Lande, welche nun von politt- jchen Freibeutern, die Freude am Umstürze haben und Gewinn daraus für sich selbst und ihreZwecke boffen, m der verwerflichsten und geschmacklosesten Wesse ausgenutzt wird. Würde man eine Volks- adstimmueg veranstalten, so würde man sicherlich eine Riesenmehrheit von Stimmen gegen die Umstürzler und ihre Pläne erhalten, und auch die eigentlichen Führer der Liberalen würden fich bedanken, gerade j'tzt das politische Regiment anzu- treten. Wenn die Regierung jetzt scharfe Mittel I zur Unterdrückung der Unruhen anwendet, kann ihr das Niemand verdenken. Aber die Reformen müßten dann Nachkommen!
• In» Aismarckdenkmal vor de« ®*e*”*£*e6 soll am 10. Mai enthüllt «erden, am Gedenktage de« Frankfurter Frieden«.
-j- „Letter boxes“ — Briefabholefächer bet der Post, sind kürzlich als bevorstehende neueste Einrichtung angekündigt worden. Diese praktische Einrichtung, die sich in den Vereinigte» Staaten von Nordamerika aufs beste bewährt hat, wird demnächst auch bei uns zur Thatsache
, werden. Dem Bundesrat he ist der nach- Gerichtsstand ist bet dem- folgende „Gesetzentwurf tetr. Aenderuna bei w dessen Bezirk die Gesetzes über das Posttax-vesevs vom 28. Okt.
„ „ “ — und ein 1871" zugegangen.
Bildet der Inhalt einer im | «Einziger Artikel: In tz 8 tritt an Stelle „des zweiten Absatzes folgende Bestimmung: „Gebühren für Postscheine über die Einlie. „ferung von Sendungen zur Post und Pack- „kammergeld find nicht zu erheben, ebenso „wenig Gesachgebühren für abzuholende Briefe „und sonstige Gegenstände, sofern nicht die „Postverwaltung dem Empfänger auf feinen „Antrag ein ihm unmittelbar zugängliches, verschließbares Abholefach „überläßt. Die Bedingungen für die Heber* „laffung solcher Fächer werden durch die Post-
®aI*v "unmehr noch folgender Absatz Innerhalb des Reiches ist die Einrichtung »ur I SSna in hi Ä' h'” "Elchen die strafbare Probe in Bremen und Mannheim gstn ff-n Handlung in der selbständigen werteren Verbreitung worden, und fie hat fich, wie die Bearünduna roetben durch diese Vor- der Vorlage ausführt, bei dem Handelsstand?
nicht berührt. dieser Städte große Beliebtheit erworben. In
■9*»«? AeschnftigNAg der neuerer Zeit haben dir Handelskammern in ifnam ^t 0M&er bie Einführung solcher Abholefächer
längere Zeit die Budgetkommisfion des Reichs- auch bei uns als dringend erforderlich befftr« tage§ bei ^er Berat hung des Militäretats. Der i wortet. Wegen der Kosten, die eine solche Ein-
Roon schnitt diese richlung verursachen würde, ist beabfichtigt, für ?atbuna 'd?? ^/a?lelch im Anfänge der Be- die Benutzung der Abholefächer ein? Gebühr InnnxLfir! b-age an den ^iegsmimster von den Theilnehmern zu erheben. Diese Ge- I °°n ®0cr richke-e, wie weit die Statistik bühr soll zunächst 12 Mark jährlich be’raaen I Sri*mit t i Rt,truten gediehen sei, für ein Fach von gewöhnlicher Größe, 18 Mark
,'AwlNister von Goßt er antwortete zu- für größere- Fächer. Die Rächer fallen de» diese Statistik fei eine sehr Publikum immer zugänglich gemacht werden, auch
M m T08 bl<Ä Elnfacher außerhalb der Schalterstunden, nur nicht währen? stellen, bann würde die Frage vielleicht zu lösen der Nacht
(®entr.) und Gröber (Emir) befürworten ohne diese Empfinduna ru haben der bat «eher ÄÄÄÄWÄI Wf. 'M--- _W°-
mit sehr großer Mehrheit die nachfolgende, von dem nationalliberalen Abgeordneten Möller- Duisburg beantragte Resolution angenommen: „den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, bei der Ochste» Aushebung der Rekruten eine statistische Erhebung machen zu lassen, um die Einwirkung der Herkunft und Beschäftigung der Stellungsverpflichteten in Bezug auf die Militärbrauchbarkeit feftfteHen zu Manen. Kriegs Minister von Goßle r verlas vorher eine Mittheilung über vorläufige Ermittelungs- verfuche, aus denen fich ergibt, daß die allge. meinen Zahlen „günstig lauten für die vorwiegend ländlichen Bezirke, ober auch nicht ungünstig für die industriellen Bezirke." Daß eine so vollkommen verschwommene Mittheilung nicht genügen kann zur Aufklärung der wichtigen Frage, versteht fich von selbst.