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Jts. 11.
mit Ilnterhaltungs -Meilage „Ilkustrirte Sonntags-Zeitung"
28. Jahrgang.
IuLöa, Montag, den 14. Januar 1901
$rn< vti Verla« bn fialbalt IdtenirnÄrrrt peterssaS« Nr. « tvaruwute,.
260,784,700 M.
41,500,000
22,631,000
4,100,000
40,983,000
zusammen also: 389,010,700 M.
beffrrung der Schifffahrtsstraße der Warthe von
+ Der Avgeortzuet- Dr. von Arege,
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ihr Grab?
zwischen Offizieren durch einen Zweikampf auszutragen ; ausdrücklich ist es untersagt, daß Aspiranten zum Reserve-Offizier vor ihrer Wahl nach ihrer Stellung zum Zweikampfe ausgefragt werden, und ebenso ist es verboten, Gegner des Zweikampfes schon vorher, ehe fie überhaupt Offiziere sind, vom Offizierksrps auszuschließen — und dennoch lehnen sich von Neuem die Offiziere eines preußischen Regiments gegen alle diese Gebote des Gesetzes, der Religion, ihres obersten Kriegsherrn zweimal hintereinander auf und weisen Leute von der Wahl zum Reserve-Offizier-Korp« zurück, weil sie allen diesen Geboten gehorsam sind.
Das sind unerträgliche Zustände, unerträglich, weil sie ungerecht, unmorlisch und ungesetzlich sind, und weil außerdem die Grundsätze, auf denen sie beruhen, jedem treuen i und guten Katholiken es vollkommen unmöLlich machen würden, Reserveoffizier zu sein. Will die Regierung frank und frei der Wahrheit bie. a~.------— - - -Ä ■
Ehr« geben, dann muß sie durch ihren Vertreter teten Planen; 4. Denkschrift, betreffend die Ver- im Reichstage diesen Kölner Fall rückhaltlos beffrrung der Schifffahrtsstraße der Warthe von verurtheilen. Außerdem aber ist man zu der Mündung der Netze bis Posen; 5 Denk- der Erwartung berechtigt, daß der Vertreter der r i--c* Regierung die beruhigende Versicherung für die Zukunft abgrben werde, daß in nachdrücklicher Weise Vorsorge getroffen werde gegen die erneute Wiederholung solcher empörender Uirgesetzlichkeiten und Ungerechtigkeiten.
einem umlaufenden Gerüchte amtsmüde sein und beabsichtigen, aus dem Präsidium des Reichstages auszuscheiden; so wenigstens ist am Samstag in parlamentarischen Kreisen erzählt worden. In Verbindung mit diesen Gerüchten erinnert man sich unwillkürlich der äußerst abfälligen Beurtheilung, die der genannte Abgeordnete in einem kleinen Blatte seines sächsischen Wahlkreises dem Toleravzantrage des «rntrums zu theil werden ließ. Bisher war es nicht üblich, daß ein Mitglied des Präsidiums in so herausfordernder Weise hervortrat. Im gegebenen Augenblicke fehlt die Kontrolle darüber, ob die umlaufenden Ge
rüchte auf Wahrheit berathen.
(*) Die Kauakvorkage ist am Sonnabend dem Landtage zugegangen und an die Abgeordneten vertheilt worden. Der Vorlage sind, wie wir aus der,Berl. Korresp.' erfahren, sieben Denkschriften über die einzelnen Waffrrbau- projekte angesügt. Diese Denkschriften find noch
1. Rhein—Elbekanal Außerdem:
2. Großschifffahrtsweg Berlin — Stettin
3. Waflerstrabe zwischen Oder und Weichsel, sowie die Schifffahrtsstraße der Warthe von der Mündung der Netze bis Pose»
4. Schifffahrtsweg zwischen Schle- ste» und dem Oder — Spree kanal
Ferner zur Betheiligung des Staates an:
als wohlwollend.
Die Frau Doktor gehörte zu den tonangebenden Persönlichkeiten in Wöhrnang. I« dem absterdendrn Städtchen, einer ftüheren Reichsstadt, die Perioden des Glanzes gekannt hatte, jetzt aber weder Eivil- noch Militärbehörden beherbergte, bildeten die wenigen Patrizier- Familien, die noch fortblühten, einen eng geschloffenen Kreis: je mehr sich ihre Reihen lichteten, um so exklufioer gebärdeten fie sich. Bo« ihren Privilegien als Mitglied dieses Kreist machte Frau Merk ausgiebigsten Gebrauch. S,e war es, die Rmangeseffene emporhob oder in den Staub drückte, und ihr Unheil wurde nie angefochten. liebet Armbruster hatte sie unvach» sichtig von vorrherein den Stab gebrochen und fie blieb sich treu in ihrer Anschauung. Dre Wöhrnanger, die sich demüthig ihrer höheren Welterfahrenheil beugten, hätten m diesem Falle, wo fie wußten, daß Gründe persönlicher Rarur sie leiteten, am wenigsten gewagt, der herrsch- | süchtigen Frau zu widersprechen. Sie wußten i alle, daß e8 ihre Schwester gewesen, der Arm- I druster untreu geworden war. Diese hatte fest-
sucht und dieser andere Oifizier sich dadurch versöhnen läßt. Damit wird die Wahrheit nicht widerlegt, daß Offiziere des deutschen Heeres immer und immer wieder in Duellangelegenheiten sich der unmittelbaren Jnsubordination schuldig machen gegen ganz klare und zweifellose Befehle ihres obersten Kriegsherrn.
Der Zweikampf steht im Widerspruche mit dem bürgerlichen Gesetze; er verstößt hart gegen die Gebote der christlichen Religion und Sittenlehre. Katholiken dürfen keinen Zweikampf eingehen, wenn sie nicht ausgeschlossen werden wollen aus dem Verbände ihrer Kirche. Der Kriegsherr verbietet es, jeden kleinen Zwist
nicht mit zur Vertheilung gelangt. Die eigentliche Kauatvorlage besteht aus 11 Paragraphen. Im ß 1 werden die Gesammtkosten veranschlagt:
Bauten soll sich über einen Zeitraum von 15 Jahren erstrecken. Innerhalb dieses Zeitraums bleibt der Staatsregierung freie Hand, die Bauten unter Berücksichtigung der Orts- und Zritverhältmffe ohne vorherige Bindung nach eigenem Ermessen zu bewerkstelligen. Fast! überall wird sich die Möglichkeit ergeben, mit den dringendsten Arbeiten binnen Kurzem zu beginnen.
ft Das Gesetz üöer die private« D-r- ficher««se» ist am heutigen Samstag von der achten Kommission des Reichstage« bis zur Annahme des ersten Paragraphen gefördert worden. Dieser ist in einer Fassung angenommen worden, die von der Regierungsvorlage nicht unerheblich abweicht: nach dem Beschlüsse der Kommission sollen Privatunternehmungen, die den Betrieb von Ver- ficherungSgeschäften zum Gegenstände haben, den Vorschriften dieses Gesetzes unterliegen, soweit nicht in dem Gesetze selbst Ausnahmen angeordnet ober zugelassen find. Gewerkschaftliche Unterstützungs-Organisationen, soweit Rechtsansprüche nicht gewährt werden, sollen der Wirksamkeit des ! Gesetzes entzogen roetben.__
gemeinem Erstaunen, denn ihre Abneigung gegen die Armbrustersche Familie war allgemein bekannt — Frau Dr. Merk erschienen. Der alte Doktor hatte es ausdrücklich verlangt. Sie ließ sich sogar herab, auf dem Gottesacker einige Worte an Helene zu richten, an die olles sich drängte, Beileid auszusprechen.
Frau Merks Blick erspähte ein blondhaariges Mädchen, das in der Nähe stand und offenbar den Muth nicht sand, sich an Helene heravzuwagen. Das Mädchen war ärmlich, aber sehr nett in ein abgetragenes Trauerktetdchen gekleidet. Ihre Augen waren vom Weinen geröthet; ihr gutes Gcstchtchen trug den Ausdruck aufrichtiger Trauer.
„Ganz Wöhrnang nimmt ja Antheil an Ihrem Schmerz," bemerkte nicht ohne Absicht die
--- ,Da sehe ich eben unsere Näherin,
schrist, betreffend die Verbefferung der Vorflath in der unteren Oder, nebst zwei angehefteten Planen; 6. Denkschrift über die Verbefferung der Vorfluth und Schifffahrtsverhäckniffe in der unteren Havel, nebst zwei an gehefteten Plänen; 7. Denkschrift, betreffend den Ausbau der Spree, nebst zwei angebef teten Plänen. An gefügt ist endlich ein Staatsvertrag zwischen Preußen und Bremen über die Kanalisirung der Weser von Minden bis Bremen. Die Ausführung der
einige leise Worte an den jungen Mann; bann, als Helene in ihrer Unnahbarkeit verharrte, schlich sie davon.
Frau Merk hatte mit spöttischem Blick den Vorgang beobachtet und zuckte lächelnd die Achseln. Die Bemerkung, die sie ihrer Nachbarin daraufhin znfiüsterte, klang nichts weniger
Dennoch aufwärts.
Roman vonL. v. Neidegg.
------ (Nachdruck verboten.)
Q Die Duell-Interpellation des Centrums
Die §§ 2—9 setzen auseinander, welche Ver- bindlichkeuen seitens der beteiligten Provinzen und anderer öffentlichen Verbände erfüllt fein müssen, bevor mit der Ausführung der einzelnen Kanalprojekte begonnen werden darf. Dem Gesetzentwurf find als Anlagen angefflgt: 1. Denkschrift, betreffend den Bau eines Schifffahrtskanals vom Rhein bis zur Eibe, nebst zwei an« gehefteten Plänen; 2. Denkschrift betreffend die Herstellung eines Großschifffahrtsweges Berlin- Stettin (Wafferstraße Berlin—Hohensaathen), nebst fünf angehefteten Plänen; 3. Denkschrift, betreffend den Ausbau der Wafferstraße zwischen Oder und Weichsel, nebst zwei angehef-
möchte."
Helene schoß das Blut ins G«stcht. »Es ist ja schön, wenn man allgemeiner Thrilnahme begegnet", wehrte fie den Angriff ab, »woher fie komme, fie thut immer wohl."
Aber ihren Worten entsprach die That keineswegs. Im Gegentheil, fie fuhr beharrlich fort, daö junge Ding zu Übersehen und wußte die
9,670,000
9,336,000
Deutsches Keich.
Berlin, den 12. Januar.
5. der Verbefferung der Vorfluth in der unteren Oder bis zu
6. der Verbefferung der Borfluthund Schifffahrtsverhältinsse in der unteren Havel bis zu
7. dem Ausbau der Spree bis zu
Ans dem Reichstage.
24. Sitzung vom 12. Januar.
Das schwach besetzte HauS setzt die zweite Lesung des Etats bei dem Etat des RerchS- amtes des Innern, Titel Staatssekretär, M
Abg. Itscher (s°»d.) kommt wieder ans die 120* Mark-Affäre zu sprechen und nennt dieselbe .skandalös , wofür er vom Präsidenten Grafen v. Ballestrem et« Rüge erhält. Das ReichSamt des Innern bezeichnet der Redner alS eine »Filiale des Centralverbandes bet Industriellen" und kündigt an, er werde beantrag«, daß eine Kommission eingesetzt werde, um die Be- »ehungen zwischen dem Rrichsamte des Innern *«» dem Centralverbande zu untersuche«.
Staatssekretär Graf ^osab-w-sty: Ich habe mich nicht in da« Amt deS Staatssekretärs gedränÄ. Aber ich werde in demselben verharren, so lange ich das Vertrauen meines Monarchen habe, so lange ech mich für politisch zulässig halte und so lange meine aeistige und körperliche Widerpandsfähigkeil gegen I solche Angriffe anhält. Aus die Sache selbst «ehe ich nicht mehr em; wiederhole nur, daß ich die Verantwortlichkeit trage für alles, waS in meinem Amte vorgeht. DaS sogenannte Zuchthausgesetz rührt nicht w» mit her, sondern ist eine Vorlage der Verbündeten Regierungen gewesen, und das Material dazu ist von den I einzelnen Regierungen geliefert worden. LieftS Material aber habe ich für richtig befunden. Weiterhin widerlegt der Staatssekretär die Verdächtigung^, daß die Regierung vom Centralverbande der Industriellen sich beeinflussen lass« und verweist auf dis ungehe«ren
V. Kapitel.
Dis Ehrung, die Frau Armbruster im Leben nicht gefunden hatte, sollte ihr im Tode zu thcil werden. Nicht nur die Armen gaben ihr ein stattliches Geleite, auch alle diejenigen, die sie wenig beachtet, ja geringschätzig behandelt hatten, besannen sich nun, daß hier ein segensreiches Leben zu Esde gegangen sei und begleiteten fie auf ihrem letzte» Gange. Fremd nach Wöhrnang gekommen, war fie dort zeitlebens eine Fremde geblieben und hatte für verschloffen und unnahbar gegolten. BiS zu einem gewissen Grade war fie es auch. Sie hätte niemand einen Einblick in ihr Seelenleben gewähren mögen, weil fie dann nothwendig in das chres Mannes hätte hineinleuchten müssen. So war fie denn durch das Leben gegangen, ohne das „letzte Wort" aesvrochen zu haben, jenes Wort, daS Frau Doktor. „—. ,-, vor allem zwischen den Gatten ausgetauscht die, wie mir scheint. Ihnen auch kondolrren werden müßte und das nur deshalb ostungesagt " bleibt, weil kein Berständniß dafür gesunden wird Selbst die Wohlthat, daß eine verwandte Seele versucht hätte, ihre Natur zu ergründen, hatte Agathe feiten gekannt. Dr. Merk und sein Sohn gehörten zu den Wenigen, denen eine i Ahnung chres Werthes aufgegangen war.
soll morgen (Dienstag) zur Besprechung im Reichstage gelangen. Der Emzelfall, der den letzten Anstoß zu dieser Interpellation gebildet hat, ist bekannt: es handelt sich um den Fall in Köln, um die Zurückweisung von drei jungen Leuten von der Wahl zum Reserveoffizier, die in jeg. sicher Beziehung zur Wahl sich eigneten, aber Mitglieder einer katholischen Studentenverbindung find und den Duellzwang nicht anerkennen. Die Interpellation lag indessen schon lange in der Lust; und so bedauerlich dieser neueste Fall im Interesse der jungen Leute ist, um die es sich handelt, so ist eS im Allgemeinen mit Freude zu begrüßen, daß eine s-hr geeignete Handhabe dazu geboten ist, den Duellzwang im Offizier- korps ausführlich im Reichstage zu besprechen. Denn gerade dieser neueste Kölner Fall ist ganz besonders bemerkenSwerth: Der Kriegsminister hatte amtlich dazu Stellung genommen, indem er das erste Wahlergebmß, als die be-1 treffenden Herren zum ersten Mal zurückgewiesen j wurden, aufhob und eine Wiederholung; der Wahl anordnete. Damit hatte der Kriegs Minister ganz deutlich zu erkennen gegeben, daß er das Verfahren des fraglichen Offizierskorps mißbilligt; und thatsächlich soll nach einem vorhandenen kaiserlichen Kabinetsbesehle vorher, ehe Jemand Offizier wird, Niemand Iber seine Stellung zur Duellscaae irq.ürirt werden. Aspiranten zum Reserve-Offizier sollen nicht genöthigt werden, vor ihrer Wahl zum Offizier eine Erklärung darüber abzugeben, wie sie üb:r den Zweikampf denken; so ordnet eS ganz klar und unzweideutig ein kaiserlicher KabinttZbefehl an. Und deswegen muffte ja der Kr^aSminifler anderer Ansicht Über diesen Fall ftln^ als das Offizierkorps, das jene drei Herren zurückwies.
DaS hat aber das fragliche Osfizierkorps nicht abgehalten davon, zum zwecken Mal die Herren zmückzuweisen, ohne Rücksicht auf die Vorliegende KadinetSordre, ohne sich um das Eingreifen deS Kciegsministers im entgegengesetzten Sinne zu kümmern. Das OffizierkorpS hat so wenig darauf Rücksicht genommen, wie auch die wiederholten kaiserlichen KabinetSbefehle, . — •. •. . mä,. _ . .
gegen das Duellunwesen überhaupt bisher eine der erste Vizepräsident des Reichstages, soll nach durchschlagende Wirkung durchaus nicht auS-1 «mtsmflhe fern
üben konnten gegen dss Duellunwesen überhaupt. Die Zahl der Zweikämpfe im deutschen Heere hat sich zwar während der letzten Jahre etwas vermindert; und wenn der preußische Kriegs- Minister am Dienstag auf die Interpellation Trimborn antworte« wird, fo wird er vermulh- sich, wie in früheren Fällen auch, mit großer Betonung auf diese Thatsache Hinweisen. Aber damit ist noch lange nicht die andere Thatsache auS der Welt geschasst, daß immer und immer wieder Offiziere deS deutschenReichsheeres gegen diewieder- -holten und ausdrücklichen Befehle deS Kaisers sich vergehen, die in ganz unzweifelhaften Ausdrücken darauf Hinweisen, daß es der Ehre eines Offiziers durchaus nicht widerspricht, wenn er durch nachträgliches ver- MhxlicheS Verhalten eine Beleidigung, die er einem Kameraden zufügte, wieder gut zu machen
AIS Armbruster feine Frau regungslos liegen sah; als er sich klar wurde, daß nie mehr ein liebevoller Blick au« diesen Augen ihn treffen würde, daß der Mund auf ewig geschloffen fei, der nur sanfte Worte für iHv gehabt hatte: erfaßte ihn überwältigendes Selbstmitleid, daS feine harte Natur gewaltsam schüttelnd, ihm auch Mitleid mit der Todten abrang. Es waren aber keine Selbstanllagen, sondern nur Klagen über daS Schicksal, in denen sich seine Trauer äußerte. DieS arme Leben voll Mühsal und Aufopferung war abgeschloffen, ohne chr den irdischen Lohn gebracht zu haben, murrte er; der Gott, auf den fie so fest vertraut, hatte auf ihre Gebete nicht gehört. ... So sehr sich aber feix trotziger Sinn gegen die Anordnungen deffen aufbäumte, an dessen Existenz er Zweifel trug: die leise Stimme ix seinem Innern vermochte er nicht zu unterdrücken, die ihm znfiüsterte, worin der beste Trost dieser Frau gelegen — und was KMVWVWWMM........
dm«»dm Rinbet oetflbrt auf. Hatte denn Ml Sugt, bas alle in einem dem c-h-ttattm. ja fogat 'S««'
die Ted,- allen Ftteden mtt sich | “W auf, ttchttt.! gemach., auf welche Feau 8Ä«t nicht -em,
4- Der „asigerrreiue deutsche Indentag", von dem schon seit längerer Zeit in der Presse die Rede ist, wird voraussichtlich zu Stande kommen. Am letzten Dienstag hat sich eine* Ver- I sammlung in Berlin mit dieser Frage beschäftigt, und bei dieser Gelegenheit haben verschiedene der anwesenden Redner betont, daß dem Juden- thum eine große Zukunft bevorstehe, daß düs Judenthum in sich selbst wieder erstarken und daß es wieder groß werden müsse als Stamm. „Wir müssen uns wieder auf unsere StammeS- ehre, auf die Ehre unserer Gesinnung und unserer Persönlichkeit besinnen —", sagte unter anderem der Hauptredner des Abends, Rechtsanwalt «Friedemann. Nunmehr wird von einigen Blättern, die jüdischen Kreisen nahe stehen, die Versicherung abgegeben, daß das Zustandekommen des Judentages wahrscheinlich sei. Sicherlich steht den Juden die Veranstaltung einer solchen Versammlung frei und muß ihnen frei sichen. Aber wenn diese ebenso, wie neulich die Berliner Versammlung, unter dem Losungsworte statt- findet, daß die Juden wieder als Volks stamm stark werden müßten, dann wird man ihr sehr wenig Verständniß entgegen bringen. Damck würde der Judentag ja ausdrücklich hervorheben, daß seine Mitglieder gar nicht Deutsche sem wollen. Mehrere Redner in der Berliner Versammlung, die selbst auf diesen Gesichtspunkt ausmerksam machten, wurden durch großen Lärm unterbrochen. Auf die weitere Entwickelung dieser Vorbereitungen und oemühungen um die Veranstaltung eines Judentages wird man ein aufmerksames Auge haben müssen.
ft ^adrröor«. 12. Jan. Es ist Aussicht vor- Händen, oaß diedresjährige Generalversammlung der Katholiken Deutschlands hier abgehallen wird. Die Verhandlungen habm bisher ein günstiges Resultat ergeben. Ohne Zweifel wäre nufere alte Bischofs stadt sehr geeignet sür die Abhaltung der Katholikenver- sammlung.