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Fuldaer

'rrtung

JuLöcr, Freitag, den 28. Dezember 1900.

27. Jahrgang.

er»

h Are russischer» rr«d sakizischen Land-

Abgeordneten, auf ben 8.

er nirgends mehr im

trage würde von den meisten Bundesstaaten als Last empfunden werden," meint der sächsische Osfizwsns. Von einer dauernden Erhöhung der Matrikular-Beiträge hat bisher noch Niemand gesprochen, sondern nur von dem Eintreten der ^^zePaaten in Finanz-Breschen des Reiches in Nothfallen. Und die „Reichsverdroffenheit" würde aiSbann erst recht sich geltend machen, wenn man durch neue Abgaben auf nothwendige Gebrauchs»

Die Lage auf dem Psandbriesmarkte.

(Schwere Jette« für di« AypotheKe«0a«Ke» )

Wie ein Blitz aus heiterem Himmel, so wirkte in den letzten Wochen eine Nachricht, daß in Berlin zwei kombinirte Hypothekenbanken, die »Deutsche Grundschüldbank" und die „Preußische Hypotheken - Aktienbank", in Zahlungsschwierig, ketten gerathen seien. In rascher Folge drängten sich die Meldungen, wonach diese Geschichte immer weitere Kreise zog, und im Gefolge dieser Nach­richten trat auf dem ganzen Pfandbriefmarkte eine Beunruhigung ein, die in ihr-m wirth- schaftlichen Folgen bereits großen Schaden ge­bracht hat, deren Wirkung aber geradezu fürchter­lich hätte sein können, wenn nicht eiiterfeitd doch eine Regukirung der Barkoerpflichtungen in Aus­sicht gestellt worden wäre, anderseits die meisten übrigen Hypothekenbanken, deren Leitungen sich Berber als sicher und zielbewußt bewährten, Garantien für den soliden Bestand ihrer Hypo­theken und Effekten gegeben hätten.

Um die Wichtigkeit eines ruhigen Pfandbriefmarktes zu ermeffen, muß man bedenken, welche Interessen dabei aus dem Spiele stehen. Die Pfandbriesobligationen, die von den Hypothekenba-.ken ausgegeben werden, befinden sich meist im Besitz größerer oder kleinerer Kapita­listen, die eine ruhige Anlage suchen, nament­lich auch in Händen kleiner Leute, 'die oft recht I mühsam sich das, was sie anlegen, ersparten und sozusagen oft vom Mund abzwackten. Außerdem find btc Pfandbriefe zum überwiegenden Theile l die Basis von Stiftungen, Depositen, Kautionen, Mündelgeldern, so daß eine Erschütterung dieser Obligationen geradezu unheilvolle Konst q-renzen Hervorrufen müßte.

Thatsächltch stoffen bei Beginn der Krise eine j Masse Pfandbriefe wieder der Börse zu, und -es wurde von den Hypothekenbanken verlangt, daß sie ganz plötzlich diese präsentirten Schuldver­schreibungen zurücknehmen sollten. In einem derartig kopflosen Ansturm war jedoch trotz der höchst bedauerlichen Vorkommnisse bei den ge­nannten Berliner Banken hinsichtlich der übrigen Institute kein Anlaß gegeben, und man kann eigentlich auch von Instituten, die berufsmäßig den langfristigen Kredit pflegen, nicht ver- langen, daß sie außer der Deckung durch a u t e Hypotheken auch noch stets Baargelo zur Ein­lösung verfügbar halten.

Heute, wo die Krisiz bereits ihren Höhe­punkt überschritten hat, und wo wieder ruhigere Erwägungen Platz greifen, kann man nur sagen: । Wohl uns, daß durch das neue Reichs- \\ Hypothekenbank-Gesetz, das in diesem , ■jafoe in Kraft trat, gebundene Vorschriften für ;

„Es wird uns beide sehr freuen," beeilte sich Leo zu erwidern, und dann steuerten sie dem kleinen Hause mit dem großen Garten zu. Von Weitem sahen sie eine Frau in der Thüre stehen im großen, schwarzen Kopftuche, ein Zeichen, daß sie zum Ausgange gerüstet war. Sie be­schattete von Zeit zu Zett die Augen mit der Hand und schaute prüfend nach den Ankömm- lingen. Endlich schien sie ihrer Sache sicher zu sein, denn sie ging ihnen eine Strecke entgegen.

„Sehen Sie, die Mutter wartet schon," sagte Leo zu seinem Begleiter.

nur vom 1. April bis zum 15. Dezember jeden Jahres aus deutschem Boden weilen sollen. Es sollen die ermäßigten Fahrpreise auf der Eisenbahn für diese Leute aufgehoben, die Paß - Vorschriften verschärft werden. Außerdem sollen die fremden Arbeiter nur noch zu Feldarbeiten, nicht auch zu Hof­arbeiten verwandt werden. Es ist abzuwarten, ob diese Meldung als richtig sich bestätigen wird.

den Verkehr der Hypothekenbanken gegeben sind, welche eine Wiederholung solcher Szenen hoffentlich verhindern, denn der Grund für die Krise der beiden in Zahlungsschwierigkeiten gerathenen Hypothekenbanken und besonders der „Deutschen Grundschuld-Bank" liegt in Mani­pulationen, die nur vor dem Inkrafttreten des Reichs-Hypothekenbank-Gesetzes eigentlich mög­lich waren, in der Kombination mit Terrain-

„Ich komme gerade von Grasenfeld herüber. In dem Neste ist's ja Sonntags nicht auszu­halten; auf allen Gaffen Kirchhossstille, und im

6er"ßeibett

Deutsches Deich.

Berlin, den 27. Dezember.

Ownprab Seiet* toy.BiertetHNt. rei«

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Dort hafteten lange die Augen des Burschen, und eigene Gedanken mußten ihn dabei beweg-n denn langsam rollte eine Thräne über feine Wange. Em wchmü Higer Ausdruck trat in ferne Züge.

„Nun, ist der Abschied so schwer?" schreckte chn eine freundliche Stimme au- seinen Sinnen auf. Er wandte sich zur Seite und blickte in das wohlwollend lächelnde Gesicht des alten Herrn der vorher lauschend an dem Baume gestanden'

„Ah, Herr Professor!" tief Leo überrascht aus und erröihete ein wenig.

„Und doch: dürst' in verschleierte Fernen ich zuhen, düsteren Bergen und Wäldern entfliehen»" setzte der Herr hinzu und drohte scherzend mit dem Finger. Dann legte er die Hand auf die Schulter des jungen Mannes und sagte ernster:

„Leo, Du hast mir wieder einen herrlichen Genuß bereitet. Es thut mir in der Seele!

Sefwete: Vie «r» TPalt. Garin«ck teile oder beten Rauml5Pfg.,Re» Hamen die *etii> teile «Pf,.; bei Wiederholung« wirb entsprech«». Rabatt gewährt.

viel m der Z-it gethan werden können, ml' ganz verloren ging, dafür hat

Pater A.sons wohl gesorgt. Du könntest jetzt Aon «ne kleine Berühmtheit fein, wenn man tu Der Welt kennen würde." Lachend nickte er bei diesen Worten Leo zu.

Derselbe wurde verlegen, doch war in feinen «ugcn ein Anflug geschmeichelten Stolzes nicht zu verkennen. Da er schwieg, plauderte der andere weiter:

und das Haus o Januar 1!

Bestellungen auf die,Fuldaer Zeitung« für das 1. Quartal 1901 werde» zum Preise vou 1,50 Mark (ohne Bestellgeld) vou alle« Postaustallen und Landbrieftrager» fortwährend tut« gegengenommen. *

stadt Berlin zusamtsnberusen. Die Urkunde ist Enthalt ausge gegeben: Neues Palais, den 24. Dezember 1900 ' fremfc®R 9tr6ettcr und gegengezeichnet von: Graf von Bülow, von Miquel, von Thielen, Freiherr von Hammer­stein, Schönstedt, Brefeld, von Goßler, Graf von Posadowsky, von Tirpitz, Studt und Frei­herr von Rheinbaben.

der heutigen 9i mmer des ,Staatsanzeigers' ?^^r auf deutschem Reichs-

oeröffenllicht. Danach werden die beiden Häuser ~,Ien b£fen> J° mcetbet wenigstens ein des Landtages d r Monarchie, Las Herrenbaus ! L Warschauerschemeudcs halbamtliches Blatt, --k '"-aus .^Abgeordneten, auf der- s । ber -Dmewrnk Warozawsktt. In Berlin sollen _ 901 m die Haupt- undResidenz- M^^wacttg neue Vorschriften über diesen

...r--------.—1 “ I Aufenthalt ausgearbcttet werden, wonach die

.. "Es ist ja hohe Zeit," sagte er halblaut, „die Mu.rer wartet sicher schon auf mich. Nun schriest hmmuer!"

. 3in wenigen Augenblicken war er aus den I duumen heraus, blieb aber stehen, grstssrl: durch ^C'a tCa^n?e ?' ö' cr hmte gewiß nicht zum ersten y.’ia.e bewundert?. Wenige Häuschen nur lagen ua urtter, versteckt zwischen Baumgrupprn und kleinen Hamen, jedes von einem Gärtchen umgeben. Drüben erhoben sich wieder Hügel, deren Bewaldung hie und da unterbrochen war von einem grasbewachsenen Fleckchen, auf dem bie Kühe weideten; luftig tummelten sich um sie die Bauernkmder.

Fast am Ende des Thales lugte aus dichtem Laubdache der First eines kleinen Hauses der- vor; gleich dahinter breitete sich ein so großer,

»rx< wrt Varta« Ui StiUti IxttoUx- Ki. t

d Ans gefährlicher Höhe.

Novelle von Emil Otte.

------- (Nachdruck verboten.)

I.

„Flatternde Schwalbe in der Lüfte Reich, Hätte ich Flügel, den deinigen gleich!

Könnt ich das Loos deiner Freiheit theilen. Mit dir ms wogende Leben zu eilen!

Flüchtige Wolke am blauen Gezelt, Nimm mich m,t dir in die lockende Welt! Durst' tn verschleierte Fernen ich ziehen. Dusteren Bergen und Waldern entfliehen!

Schwalbe und Wolke, ihr wandert dahin. Weckt doch nur Verlangen in meinem Sinn: Lrubt nur mit Thränen die sehnenden Blicke Uno eilet allein zum Glücke, zum Glücke!"

So tö;le e§ in einer vollen, reinen Tenor- stimmr durch die Sonntagsstille des Keinen Thales- und von. den jenfeitigen Hügttn ant­wortet- dae- Echo: „Zum Glück., Zum Glücke!"

Dort am ,teilen Raine, wo die Heerde unter dem monotonen schalle ihrer Glock-n weidete lauschten die Dorflmder dem Liede und sagten leise zu emander: „ itt der Leo!'' A

An einem der äußersten Bäume des Bucken- wälschens, aus welchem die Töne kamen, leimte ein vornehmer alter Herr mit verschränkten Armer; und not geneigtem Haupte; auch er lauschte, und man sch seinem gütigen, von einem graumeinten Soßbarte umrahmten Gesichte an i daß ihm der schöne, nicht ungeschulte Gesang hohen Genuß bereitete. 9

Ur.d am weichen Moosboden im Innern des Wäldchens lag der Sänger lang ausgestreckt, der Kleidung nach ein Bauerriburfche, jedoch war sein |

treten die Schattenseiten der Einrich­tung für den Staat selbst recht deutlich hervor. Dem Staate wird durch die Staats- aufstcht eine Verantwortung aufgebürdet, die in vollem Umfange zu tragen er nicht immer in der Lage ist. Im Vertrauen auf seine Fürsorge wirb nut zu oft die eigene Wachsamkeit und Aufmerksamkeit vernachlässigt und trotzdem, wenn

Mä I • "ÄI16e£s

S2nJMin stärkerem Maße hervortretenden Alle die Einwänd^ die bisher gegen das MMreten Bestrebungen, rmmer neue Zwerge und Ge- drr einzelnen Bundesstaaten für Finanz-Bedürf- KBent?e$ ^Herbslebens der staatlichen nisse des Reiches geltend gemacht worden sind Aufsicht zu unterwerfen, mögen diese Be-1 erweisen sich nicht als stichhaltig stredungen nun darauf abzrelen, auf Grund der > .

Staatsaufsicht bestimmten Erwerbsinstituten be- j w der Irrsek

sondere Bottheile zu sichern, oder mögen sie eine rnfolge des Krieges zwischen Spanien und

Einschränkung der freien Erwerbsthätigkeit be- ^^?Aten Staaten von Amerika werden von zwecken. Immer wird man sich vergegen- j ®ette e,"e Sache betrachtet, die

wattigen müffen, daß die Staatsau/sicht « putsche Botschafter in

kein Allheilmitt el gegen Schäden des ^Mgton, $crr m Holleben, hatte Herrn Hay, I Erwerbslebens ist, und dass man dem Staate S amerlkantschen Sekretär des Auswärtigen, die | die damit verbundene Verantwortung nut in SÄ beMtfä« Staatsangehöriger auf Ent- Fällen zwingender Noth auferlegen sollte." SÄSJner!lt,tenen

Ukbrigens berichtet bereits ein Blatt es ^^gsschaden unterbreitet; aber der Staatssekretär werde die Ernennung eines Staats- gemeldet, sich dahin ansge-

kommissats für jede einzelne Hypothekenbank daß die Veremigten Staaten keine Vet-

geplant, der genau die Geschäfte vor allem auch I ^Wörtlichkeit dafür übernehmen können. Auch den die Hypotheken zu prüfen haben werde Dtt I Vertretern anderer Staaten ist dieselbe Antwort Mahnung an das Publikum sich selbst um feine ^u(. ^et k.^eni0J^n: ^"rerika würde eine Haftbar- Sache zu bekümmern, uvd^die^ Mittel, bTe' bte für bte "Ebenen Anspiüche erst dann aner- Gesetzgebung den Aktionären gegen die Miß- der Insel

mrthschast von Direktorium und Ausfichtsratb ?r (- b 8 .®ebiet der Vereinigten Staaten an die H rnd gibt, zu benutzen ist freilich auck le rn ^urbe* ,T Diese Handlungsweise ist sehr am Matze - i i ch . nicht besonders nobel. Außerdem ersieht man aus

' diesen Antwortendes amerikanischen Staatssekretärs, daß die Vereinigten Staaten nach wie vor an die völlige Einverleibung der Insel Kuba denken und gar nicht danach streben, eine freie Republik unter amerikanischer Schutzherrschaft zu schaffen.

SattS und wttterhart wie die eines schöbt Gatten aus, wie Landmannes, sondern fein und zart, tue leicht Werler zu fiadev war gebräunt. Das dn'- kle, lockige Haar, die fall 1 “ - K

schwarzen, träumerischen Augen, die hirausblickten nach dem kleinen Stückchen Himmel, welches durch die Wipfel schimmerte, gaben dem AuZ- b«S etwa Zwanzigjährigen etwas eigen« thümlrch Fremdartigks.

_ Die Hände unter dem Kopfe lag er da und träumte jetzt mit wachen Sinnen.

Ein Grillchen zirpte nicht weit von ihm unter einem Grasbüschxl, über ihm zwischertr es ‘n den lispelnden Blätterkronen und das Läuten der Vlehhrerde drang vom Raine herüber.

Plötzlich sprang Leo, wie ihn die Kinder ge« rmnnt auf und reckte feine hohe, schlanke Geital.. Er sah auf die Uhr und ließ einen leisen Ppff ertönen.

X5—liXsrJÄi'”- mit Zlnterhaktungs-Aeikage „Wusirirte Somcklgs-Ieitungi

”a8 »"«m™ 9U‘! et|i *'6* M'i*' I Surere'rlauiniH*'^ mi? UnddMnmöchle

Gesetzes die „Deutsche Grundschuldbank'', die dann eigentlich keinen Zweck mehr hatte, recht- 1 zeitig liquidirt, so wäre dem Pfandbriefmarkte 1 vielleicht die ganze jetzige Beunruhigung erspart 1 geblieben. Pfandbriefe können int allgemeinen als ebenso gut gelten wie deutsche Staats­papiere, ja eigentlich geht die Sicherheit noch weiter. Sollte jemals — was Gott verhüte — eine Erschütterung unserer Hypothekenbanken I eintreten, dann wäre es wohl auch um das Ge­meinwesen schlimm bestellt.

I Möge bald eine allgemeine Beruhigung des Pfandbriefmarktes wieder eintreten! Das wäre namentlich auch im Jntereffe der Bau- t h ä t i g k e i t zu wünschen, deren Entwickelung i ganz wesentlich von den Bodenkreditoerhältniffen ! abhängt. Auch der ganze Jmmobilien- j verkehr ist durch ein solides, ruhiges Grund-1 schuldwesen in weitem Umfange bedingt, und schließlich ist sogar das sozial und hygienisch wichtige Kapitel der Wohnungsfrage wenig­stens indirekt von den Verhältnissen auf dem Pfandbriesmarkte beeinflußt; denn wenn die Bauthätigkeit durch Erschwerung des Boden­kredits erlahmt, dann wird sich allmählich eine Vertheuerung der Mrethen und in letzter Kon­sequenz sogar eine Wohnungsnoth einstellen.

Diese Ausführungen, denen man nur zu- siimmen kann, entnehmen wir einem süddeutschen dlatte. Wir sind der Ansicht, daß eine noch ! schärfere Staatsaufsicht über die Hypotheken- I danken im Jntereffe des Publikums sehr er­wünscht und nothwendig ist. In weiten K dfen herrscht das Gefühl, daß man in gewissi hohen Kreisen grundsätzlich gegen die Hypothek bauten > Vorgehen will, weil die Konkurrenz Udelben Mn länge unbequem geworden ist. Z m all­gemeinen Rufe nach verschärfter Staate ^ffficht scheint man entgegenwirken zu wollen. Die, Verl. Pol. Nachr.', die Fühlung mit Herrn von Miquel haben, mahnen das Publikum zur Vor- sich t auch den staatlicher Aufsicht unterstehenden Emnchtungen gegenüber. Die Korrespondenz schreibt nämlich: „Eine außerhalb des Geschäfts- betttebes des Bankinstituts stehende Instanz X Die' AeiGsverdrass-«».»

geiviffen- ausgespielt von den Regierungs-Osfiziösen geaeu hast sich entledigt, ber Natur der Sache noch den einzia richtiaen Vottckilerv ro-fuHS.«« > ntaaB fo tief m W J--..,- ta

Sm7 E-höh-°, d« MaLÄ-B-i:

A«sLa«d.

* Ksag, 27. Dez. Herzog Heinrich von Mecklenburg, ber Bräittigam der Königin, empfing am Mittwoch Nachmittag im königlichen Schlöffe den Präsidenten Krüger und er«

I widerte Nachmittag den Be'.uch.

Hotel? Puh! — Aas ber Veranda häkeln sie, im Lesesaal schlafen fie und im Speisesaal geht's den ganzen, langen Tag von englischen Rennen, von ber Vorzüglichkeit des Malzkaffees, von der aristokratischen Welt in Ostende, von den russischen Nihilisten und dergleichen neue, interessante Sachen mehr. Lieber die einsamste Einsamkeit! Spiele ich Klavier, so wird eine uralte Gräfin im ersten Stock nervö», und fitze ich daneben, und spiele nicht, dann werde ich nervös. Es bleibt mir also nichts anderes übrig, als den Staub von meinen Füßen zu schütteln und der stolzen Stadt mit dem stolzen Namen den Rücken zu zeigen. — Ich wollte Dich fragen, ob Du mit auf die Klosterburg schlenderst? Es wird doch zum letzten Male für lange Zeit sein."

„Ja, ich wollte recht gerne," erwiderte Leo, „aber ich soll jetzt mit der Mutter auf den Heiligenberg gehen, um vom Pater Alfons Ab- schies zu nehmen."