Einzelbild herunterladen
 

"TääT.ä'J-I“* mit Zlrrterßaüungs-Anlage »Llldstrirle Somltags-Aeitungi' "" -^2.

M 295. JuLöa, Montag, dm 24. Dezember 1900. 27. Jahrgang

R«»att

. -

X /

0 Der Sternberg-Prozeß

hat, wie schon kurz gemeldet, am vorigen" Frei­tag sein Ende gefunden mir der VrrurtheiluZg des Angeklagten zu zwei Jahren und sechs Mo­naten Zuchthaus und Ehrverlust von fünf Jahren Dauer. Es muß ein furchtbarer Kampf gewesen sein, den Sternberg die lange« acht Wochen hindurch geführt bat, die der Prozeß dauerte — ein Kampf, wie sicherlich nur wenige Menschen ihn zu führen im Stande sind. Polizeidirektor v. Meerscheidt-Hüllessem hat die Aufregungen nicht zu überstehen vermocht, die ihm das gegen ihn eingeleitete Disziplinar­verfahren brachte: er ist am Freitag einem Herz­schläge erlegen. Sternberg aber hat noch am Ende der Verhandlungen es fertig gebracht, eine wohlgesetzte, man kann sogar sagen, glänzende Vertheidigungsrede für sich zu halten. Wer einen solche" Kampf führen kann, darf unmög­lich als ein Mensch von kranken oder so schwachen Nerven behandelt werden, daß er nicht im Stande sein sollte, die Herrschaft in dem er­forderlichen Maße über sich selbst auszuüben, Im Gegenlhril: ein solcher Mensch muß außer- gewöhnliche Willrnsenergie, eine Stärke und Aus­dauer der Nerven besitzen, wie nur Wenige sie haben, und es wäre eine Rechtsverirrung sonder­gleichen gewesen, wenn dieser Mann ein frei­sprechendes Urtheil davongetragen hätte. In einem Punkte mag man dennoch Mitleid mit ihm haben dürfen: er mag, verdorben durch die Sumpfluft um ihn herum, bei der Ausübung seiner Handlungsweise nicht ganz durchdrungen gewesen sein von dem Bewußtsein des vollen Umfanges seiner Schändlichkeit. Er leidet die Strafe nicht als ein einzelner verdorbener Mensch, sondern als der besonders schuldige Vertreter einer ganzen moralisch verseuchten Rotte, von deren widerlichem und gemeinem Treiben die sogenannte beffere, ooer vielmehr schlechtere Gesellschaft durchseucht ist. Deswegen hat diese» Urtheil Anspruch auf allgemeinste; Interests, deshalb und roch aus einrm anderen Grunde: der Gerichtshof hat nicht den vorhan­denen Hang zu widernatürlichen Ausschweifungen als mildernden Umstand ins Auge gefaßt, son­dern hat sich auf den entgegengesetzten und allem richtigen Standpunkt gestellt. Gerade deswegen, weil man als erwiesen anuahm, daß dem Ange­klagten ein Hang innewohnt, an Kindern sich zu vergehen, und daß er diesem Hange nachgab, hat man ihn verurthrilt zu einer schweren Strafe, und man hat ihm, weil man darin eine Ehr­losigkeit der Gesinnung erblickt, auf fünf Jahre die bürgerlichen Ehrenrechte aberkannt. Der Gerichtshof hat sich damit in erfreu­

lichen Gegensatz gebracht gegen die Forderungen einer gewisien modernen Schule, deren Haupt der italienische Irren- und Nervenarzt Cäsar Lombroso ist. Diese Schule fordert, daß man bestimmte Verbrechen al« de» Ausfluß krankhafter Triebe ansehe, gegen die der Mensch, der davon befallen sei, vergebens ankämpfe, wegen deren er also nicht bestraft werde» könne. ES ist sehr erfreulich, daß der Gerichtshof nicht in diesem Sinne entschieden hat. Man würde am Ende nicht mehr wiffen, waS Recht und was Unrecht ist, wenn die Anschauungen des Herrn Lombroso zur Herrschaft in unserer Rechtsprechung gelangen sollen; oder man müßte ganze Jrreu- hausstädte bauen, um alle diejenigen in Nummer Sicher zu bringen, die durch ihre,kra»kh«ften Triebe die Menschheit bedrohen.

Honorar verdienen können, wenn sie den Kochtopf mit dem Tintenfaß und da» Prockeleisen mit der Feder hätte vertauschen wollen. Ein halbes Dutzend Klatschweiber schloffen sich ihr an, und waren die Sonntag Nachmittag» bei ihr im Küchenstübchen bei einer Taffe Kaffee zusammen, so schnatterte e», al» hielten sämmtliche Enten und Gänse de» Deutschen Reich» einen Reichstag ; dann blieb kein Mensch verschont, e» hielten die Scharfrichterinnen Hochgericht über die ganze Welt. Ich war der Sache endlich müde und entließ die Haushälterin.

Nr. 3 war eine von denen, die weniger auf

Fische in Butter schwimmen, und die Rechnung vom Metzger ist auf das fünffache gestiegen. Ich effe nicht gern fett; Johann aber scheint zu glnu» jen, ich müsse an einer einzigen Mahlzeit dickfett werden; ich lebe gern einfach, er kocht aber für mich allein fast so viel, als wäre ich ein ganzer Konvent hungriger Klosterschüler, und so vieler- ei, als wäre ich eine närrische Gräfin. Aber einerlei, Johann meint es gut, er ist sonst zuoer- ässig und im Hause brauchbar. Daher will ich >en alten pevfioniren, und habe mit Nc 3 wieder angeknüpft, die auch nicht abgeneigt ist, meine Haushaltung wieder zu übernehmen."

„Fortsetzung folgt künftiges Jahr um diese Zeit," bemerkte der Apotheker, „wo unser H-rr Notar sicher das Dutzend voll haben wird."

„Das wolle der Himmel verhüten," versetzte der Erzähler, „denn ich denke, die Nr 3 zu be­halten bi» zu meinem seligen Ende. Vollkommen­heiten will ich nicht verlangen, Schwächen will ich vergeben und dulden wie ein Mann, und unvorsichtig bin ich sür diesmal mit der Wahl nicht gewesen. Im übrigen — wenn alle Stricke reißen, dann schaffe ich alle Haushälterinnen ob

bringen konnte.

Da ergriffen alle ihre Gläser, stießen mit dem Notar an, daß sie fröhlich klangen, und während die einen riefen: „Auf viele Jahre Glück mit Nr. 3!" riefen die anderen: „Nein, möge er Unglück mit ihr haben — dann flieht es bald fröhliche Hochzeit!"

Händler auf den mit ihnen rivalisirenden Notar eifersüchtig wurden. Man nannte sie im Städtchen nur die „Finanzräthin" und einige böse Buben auch wohl „die geizige Hexe" oder „die Pingel- Liese". Wa« Nr. 2 in der Zubereitung zu viel gethan, da» that sie zu wenig Wie schlimm die Sache war, gebt daraus hervor, daß einer meiner Arbeitsleute eines Tages einen buchweizenen

Bürgermeister.

„Ja, warum denn nicht? Alter schützt vor Thorheit nicht, und zu alt dazu bin ich noch

Fünfziger." t

„Ja wohl, weiß schon!" rief der Bürger­meister, der vor Lachen kaum ein Wort hervor-

nicht."

„Wie alt sind sie denn?" fragte der Doktor.

„O," meinte der Notar, der im sechzigsten Lebensjahre stand, , o, ich lehn' mich so an sie

Km halbes Znhend KaashSttrriam« und «sch eine.

Zu deS Leben» Erheiterung.

Am Stammtische saßen die Notabeln eine» kleinen Kreitstädtchen«: der Notar, der Bürger­meister, der Apotheker und der Förster. Heute Abend war ein fremder Gast, der noch unver- heirathete Dr. N. au« der Nachbarschaft anwesend, und ihm zulieb mußte den« der „alte muntere Junggeselle", wie man de» Notar nannte, die Ge­schichte von seinen sieben Hau«hällerinnen zum besten geben.

„Die erste, die ich hatte", Hub er «», „kochte g»t und sorgte für Ordnung im Hause, aber sie besaß eine fatale Eigenschaft: sie konnte den Mund nicht halten. Kam einer still zu mir, sei« Testament zu mache« oder in Familienange­legenheiten mich um Rath z« fragen, so wußte e« morgen die halbe Stadt. Ebenso trug sie auch wieder alle wahre« und »«wahren Stadtneuig- keite« mir in« Hau». Eie »ar eine lebendige Zeitung; meine Hanshilteri« Hütte sich ei» hübsche«

hohen Lohn als auf gute Behandlung sehen, aus 1 vornehmer Familie, denn ihr Bruder war Bürgermeister. Ich erkannte bald, daß sie für ' mein bescheidenes Haus nicht paßte. Sie trug । Sonntags Straußenfedern auf dem Kopfe und ■ täglich schön gestickte Pantoffeln an den Füßen. Sie übernahm nur die Oberleitung des Hauses, und ich mußte nicht weniger als zwei Mägde halten, die ihre Befehle ausführten. Nur die Schlüsselgewalt ließ sie sich nicht nehmen. Die Schlüssel klirrten stets an ihrer Seite, hangend an einem silbernen, blinkenden Ringe. Wollte ich Ruhe haben, mußte ich meine Zimmer schön möbliren laffen; nur gegen die Anschaffung eines Spiegels, in dem man sich von Kopf bis zu Fuß, von den Straußenfedern bis zu den schön gestickten Pantoffeln sehen konnte, sträubte ich mich. Sie kochte übrigens, als wäre ich zum wenigsten Ge­heimrath, aber mein Geldbeutel nahm in dem Grade ab, als mein Körper zunahm. Das machte mir manche trübe Stunde, und ich hätte „Fräu­lein", so wollte sie nämlich titulirt sein, dahin ge­wünscht, wo der Pfeffer wächst, nur nicht zu mir, aber es wollte mir nicht recht gelingen, durch einige zarte Andeutungen sie zum Weitergehen zu bringen. Da fiel sie plötzlich in eine heftige Lungenentzündung und starb daran; übrigens muß ich ihr die Gerechtigkeit widerfahren laffen, daß sie bei einigen Schwächen auch viele vortreffliche Eigenschaften besaß. Ich mußte mich also wieder nach einer anderen Köchin umsehen, und diesmal schien ich Glück gehabt zu haben.

Nr. 3 war fleißig, treu, sparsam, ohne geizig zu sein, reinlich, ohne Prunk zu machen; ein Mittelding zwischen Magd und Mamsell, einsichtig, in allen Branchen der Haushaltung erfahren, religiös, ohne viel Wesen daraus zu machen. Sie kam der Vorstellung, die ich mir von einer guten Haushälterin gemacht, ziemlich nahe, und ich hatte allen Grund, mit ihr zufrieden zu sein. Nur einen Fehler hatte sie: sie war etwas vorlaut, fte prach in alle« hinein. Diese Schwäche trug ich im ganzen mit Geduld, nur war e« mir ärger­lich, wen« sie ihr vorlaute» Wesen in Gegenwart von Fremden zeigte, da der böse Leumund schon au»gestreut hatte, ich hätte unter dem Pantoffel von Nr. 2 gestanden. Einigemal habe ich denn, um der Welt zu zeigen, daß ich Herr im Hause bin, i« Gegenwart anderer ihr derbe Vorwürfe über ihr vorlautes Benehmen gemacht. Da endlich brach ihr die Geduld, und sie kündigte mir den Dienst. Durch ein entschuldigende» Wörtchen hätte ich ohne Zweifel ihr Bleiben bewirken können, doch dazu konnte ich mich nicht herablaffen, und die Haushalterei war zum dritten Mal vakant.

Bei der Wahl von Nr. 4 hatte ich vorzüglich eine solche im Auge, die meine durch Nr. 2 zer- : rüttetrn Finanzen etwa» in Ordnung bringen sollte.

Und das verstand sie ausgezeichnet. Sie machte : Geld aus allen Kleinigkeiten, sodaß ein-ge Klein-

des Topfes auf's Feuer, goß Oel in mein Tinten- ' faß und Essig in die Lampe, kurz, sie hatte alles 1 andere eher im Kopfe als die Haushaltung. । Sie stand stundenlang vor dem Spiegel und ' schmückte sich, Kleider, Kleider waren ihr beständiges i Gebet. Am liebsten war sie auf der Straße, : um sich und ihren Staat bewundern zu lassen. Ich merkte schon laage, was ihr fehlte, und richtig, zuletzt fing sie auch noch hinter meinem Rücken Bekanntschaft an. Als ich es endlich merkte, wurde sie ohne weiteres eiligst in den Wagen gepackt und im Galopp mit ter Schnell­post zu ihren „Herren Eltern" befördert.

Mit Nr. 6 habe ich nicht lange Last gehabt, denn ich hatte sie nur acht Tage. Das Mädchen, längst aus den militärpflichtigen Jahren hinaus, gefiel mir wegen seines ruhigen und bescheidenen Wesens ziemlich gut, nur schien es mir gleich bet unserer ersten Abmachung, als ob sie sich nicht rein gewaschen habe. Nun, ich dachte, es gibt ja Leute, die von Natur einen unreinen Teint haben und immer so ungewaschen aussehen. Aber bald Gingen mir die Augen auf. Gleich am ersten Tage ließ sie das Tischtuch vom Mit­tag für die Abendmahlzeit liegen, die Serviette und „Apotheke" mit Salz, Pfeffer, Oel und Essig dazu, und als ich sie sanft darüber zur Rede stellte, meinte sie, das sei doch „viel be­quemem". Am zweiten Tage wollte sie vor mir her etwas vom Tische nehmen, und da bemerkte ich, daß ihr Hals mohrenschwarz war. Am dritten Tage konnte ich an dem Teller deutlich sehen, daß es tags vorher Kohl gegeben hatte. Am vierte» Tage fing ich an, die Geschirre nach- zureinigen und auf alles genau zu achten. Ich trinke des Morgens eine Taffe Kaffee mit einem El und effe nur einen Zwieback dazu. Du entdeckte ich denn am Henkel der Taffe deutliche Reste des Eigelb von gestern — hellgelb, Reste von vorgestern — braungelb — und Reste von noch früher her — braun bis dunkelbraun. Am sechsten Tage gab ich ihr den Eßlöffel zum Reinigen zurück. Irgend etwas fehlte bei jeder Mahlzeit: bald die Serviette, bald das Meffer, bald der Theelöffel, bald Brod oder Zucker, bald Salz ober Pfeffer usw. Am siebenten Tage kam die Katastrophe und Erlösung. Ich saß da und las scheinbar geduldig die Zeitung; inwendig aber kochte es in mir, denn wir sollten punkt zwölf Uhr effen, und es war schon längst halb eins vorüber! Ich schielte hinter der Zeitung her aus das Gebühren dieser nachlässigen Schrnier- thriene, sie aber warf verstohlen einen forschen­den Blick auf mich, spuckte rasch in den Eßlöffel, der wahrscheinlich wieder Speisereste enthielt und wischte denselben an ihrer schmutzigen Küchen­schürze rein. „Frauenzimmer!" rief ich, aber weiter kam ich nicht, denn das Innere im Leibe drehte sich in mir um, so daß ich mit eimm Satze zur Hofthür hinaus sprang. Was gab es da? Schwamm darüber! Athrmlos und mit Thränen in den Augen trat ich wieder in das Wohnzimmer und erklärte: „Sie Schmutzfink, sofort verlaffen Sie mein Hau»! Hier ist Ihr Lohn " Ich war erlöst, aber acht Tage lang schmeckte mir fein Effen und Trinken.

Nu« kam Nr. 7. Die sorgte allerdings sehr gut, aber sür sich, war spar,am zu ihrem eigenen Vortheile; ihre Schränke wurden . voll von Leinwand, die meinigen blieben leer, auch hatte sie sich die unangenehme Redensart angewöhnt: „Ich bin der Notar", „wir" und vorzüglich „ich", was mich nun fürchterlich ärgern konnte; zudem war sie aufbrausend, durch das geringste Wörtchen in Feuer und Flamme ver- setzt, schäumte vor Zorn, schlug die Thüren zu, daß sie aus den Angeln zu fallen drohten, rappelte mit den Töpfen und Tellern, als wenn lauter Kobolde im Küchenschrank ihr Spiel trieben. Ich hatte lange Geduld mit ihr. Als sie sich aber eines TageS so weit vergaß, daß sie mir die unzweideutigsten Grobheiten in'S Gesicht sagte, ward ich empört und deutete mit den Worten auf die Thür: „Hier hat der Zimmermann ein Loch gelaffen." Sie erwiderte, sie freue sich, daß ich ihr zuvorkommen, und sie fei die erste nicht, welcher dies passirt, und werde auch nicht die letzte fein, falls sich irgend eine Thörin da­zu verstehe», ihre Nachfolgerin zu werden. — Dan» ließ sie ihre Sachen durch eine» großen Wagen abholen, sagte mir so laut Lebewohl, daß die Kanarienvögel in meiner Stube ganz lebendig wurden und schmetternd einstimmten, und schied entrüstet von dannen.

„Die letzte sollst Du fein," sprach ich grim­mig zu mir selbst, nahm mir vor, kein weibliches Wesen mehr all Haushälterin zu dulden und engngitte mir einen Koch in der Person bei braven Johann, der früher längere Zeit in einem Kloster in der Küche mit thätig gewesen war. Er ist zwar der beste von der Welt, aber paßt bot > Nicht für mich. Er legt ein viertel Klafter Holz auf einmal in'S Feuer, als wollte er einen Och- en braten, läßt die gebratenen Würste und

und — heirathe."

Das gab ein Hallohin der frohen Tafelrunde, das war nicht klein. „Was!? Du alter ver­trockneter Häring willst noch heirathen k" rief der

Pfannkuchen an die Wand genagelt hat, al« Beweis für meine Haushälterin, daß eine so zähe und dürre Masse ohne alle Beimischung von Speck, Butter und Eiern selbst für eine« Tagelöhner» Magen nicht geeignet sei. Mein erster Schreiber, der bei mir wohnte, empörte sich und hatte täglich Händel mit ihr wegen bes schlechten Kaffee» und wegen der Stümpchen Kerzen, die e« ihm unmög­lich machten, länger al« bi» 9 Uhr aufzubleiben, um zu lesen. Meine Nichte, die ich zu mir ge­nommen, hatte stündlich mit dem Hauskreuz heftige Debatten, und sie und der Schreiber setzten ihr so lange zu, bi» sie sich entschloß, die Stelle aufzu­geben. Niemand war froher al« ich.

AIS Nr. 5 folgte nun obgenannte Nichte, ein blutjunge-, leichtsinniges, nachlässiges Sing. Die Dienstboten wollte» sie nicht achte» und ihr nicht höre». Die Pfade in meinem Harten waren dergestalt mit Gras bewachsen, daß ich einige Kühe damit hätte mästen können, im Keller sah e» auS wie einer Rumpelkammer. Sie ließ daS Effen und den Braten anbrennen, die Suppe Überkoche» u»b das Fleisch sich »ex den Katzen auS der Hand wegstehlen, hing den Eimer statt

Uerwischtes»

* Am Kchuee vcgraven. Aus Telkade bei Belluno kommt die Nachricht, daß hart an der österreichischen Grenze, in der Oertlichkeit Bal Fredda, dre, Leichen, die unter einer Schneelawine begraben waren, gefunden wurden. Sofort nach Bekanntwerden des Unglückssall, waren die Ortsinsassen herbeigeeilt und hatten mit allem Eifer sich an die Arbeit gemacht, um die Begrabene» zu retten. Es war umsonst. Die Erstickten find Schmugg­ler, welche von Oesterreich Taback, Cigarren, Zucker, EvirituS usw. auf Schleichwegen nach Italien brachten und bei dem gefährlichen Gange ihr Leben einbüßen E^°?Boshafte Bemerkung. Vater (den kleinen Moritz am Ohr zupfend): „Schmutzfink, wie sehen Deine Schulbücher schon wieder aus; geh, mmm Dir ein Beispiel an Deinem Bruder, der gebraucht seine Bücher schon zwölf Semester auf^der Umversttät und noch sind Sie wie neu."

« Appell an die Phantasie. Photograph: „Em freundlicheres Gesicht, Herr Meier — noch freund- icher . . . denken Sie einmal, Sw seren ru Konkurs gcrathen!"

Gottesdienstordnung in Fulda.

Dienstag, 28. Dezember. (Erster Weihnachts­feiertag.) Dom. 4 Uhr Thristmette, darnach hl-Messen bis 7»’ Uhr, 8 Uhr Pfarramt mit Predigt, Uhr Bischöfl. Hochamt, 12 Uhr heilige Messe, 1-/' Uhr Andacht, 3 Ubr bischöfliche Vesper. - Mjttpfarr- ktrche? 4 Uhr Christmette, 5, 6, und 7 Uhr hl. Messen, 8 Uhr Amt und Predigt, 9'/- Uhr Hochamt mtt Diakonium und Chorgesang, 2 Uhr Festpredigt und Andacht. - MtchaeloKirchr. 4 Uhr «mt, dar­nach Austheilung der HI. «ommumon und hl. Messe. — Pfarrkirche rum hl. Geiste. 6 Uhr Thristmette, darnach Kommunion-Austheilung, darauf die Strten» messe, 8 Uhr Hochamt mrt Predigt, 4 Uhr Andacht mit Segen. — Srveriktrche. b Uhr Chrrstmette, darnach hl. Messen bis 7 Uhr. - Frauenberg Voll­kommener Ablaß und Generalabsolutton fürdie Keniaten. Nachts um 12 Uhr Chrrstmette, 5 Uhr feier, liches Amt und Nommunion-Austheilung, von 6 biS 9 Uhr fortlaufend hl. Messen, 9 Uhr letztes feierliches Amt mit Aussetzung, 2 Uhr Festpredigt und Andacht mit sakramentalem Segen, darnach Gelegenheit zum

StadtpfarrKirchr. 51/« Uhr hl. Messe und Predigt, 6 Ubr bl Meffe und Kommunion deS MütlervereinS, 7. Uhr bl. Meffe, 8 Uhr hl. Messe und Predigt, 9*/» Uhr Hochamt mit Predigt, 2 Mr Predigt und Andacht für den Mütterverein, 3 Uhr Andacht. - Pfarrkirche mm hL Geiste. 8 Uhr Hochamt Mit Predigt, 4 Uhr Mdacht mit Segen. - K°d«1iM. (Fest deS hl. Erz- Märtyrer, EtephanuS, Patrons der SodalrtLt.) /.7 Uhr General - Kommunion. Nachmittags ’/»3 Uhr Er­neuerung der Weihe an die seligste Jung- ft QU. (An diesem Tage vollkommener Ablaß für alle Gläubigen, welche die kongrrgationskir«^ besuchen.) , — ziNistmüLchen-ßwU-regatirA. S Uhr Seneral-Kom- munton, 3Uhr Andacht. - J. S. «'/. und Uhr Marienkapelle. — Frauenberg, b, '/>7 und 8 Uhr hl. - Messen, 9 Uhr seierlicheS Amt, 2 Uhr Predigt und An- i dacht mit Umgang für die Antonius-Bruderschaft.