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mit Zlnleröakümgs-Beilage „Mustrirle Somtags-Msimg

27. Jahrgang

Iulöa, Samstag, den 22. Dezember 1900

gedulden-

gegen 1895 Prozent

Einwohnerzahl

werden.

Reklame«- und Anzeigentheil.

Bettwäsche?

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Mf JafcW» 3.

Straßburg Dortmund Barmen Mannheim Danzig

1884845

704 669

498 508

455 120

422 415

395 349

370 685

287 813

260 743

234 986

229 732

212 949

209 983

206 584

189 300

187 186

176 318

160 885

160 823

156 631

156 503

150 268

142 418

141 435

140 384 138108

135 287 126052

118 817 116151

107 071

106 887 105055

LandeshuterLelnen- nnd Getild-Weberei

12,3 12,7* 224 13,8* 13,2* 17,5 15,2* 25,5* 60,6

12,1

7,1 21,0* 49,2* 28,3

43,0

8,3

11,4

8,0 18,3* 34,7 12,3 17,5 28,0 11,4 43,6* 10,0

22,2*

9,5 19,9

58,6* 25,0*

- 0,3

29,1*

MW m» Wvta« Mi prtmeafi B». 1

Thätigkeit.

Aber das liebe Portugal macht den Briten > ungemein viele Freude. Die Portugiesen haben die I Delagoabucht, den Hafen von Lourenzo Marques und 1 die Eisenbahn, die von dort in das Innere führt, • vollkommen dem Einflüsse der Engländer überlassen, ' und damit ist der einzige große Hafen an der Küste ' von Ostafrika, der noch nicht in englischem Besitze war, nunmehr auch den Briten ausgeliefert. Das ist um so bedauerlicher, als im Hinterlande dieses Hafens mächtige Kohlenlager sich befinden, die er den Schiffen möglich machten, hier ihre Kohlenvorräthe zu er­gänzen, ohne die Engländer recht hübsch darum zu bitten. Das Verfahren der portugiefischen Regierung ist nichts anderes als schnöder Bruch der Neutra- lität, die von Rechtswegen ihre Pflicht war. Sofort hat es fick auch gezeigt, wie die Engländer die neu gewonnene Macht ausnützen: ohne Zweifel auf eng­lisches Betreiben hin hat Portugal dem Generalkonsul der Niederlande in Lourenzo Marques, Herrn Pott, die Amtshandlungen verboten, die er bisher als gleichzeitig portugiesischer Vertreter in Transvaal ausübte; und zu gleicherzeit hat Portugal verlangt, daß Herr Pott abberufen werde, sonst soll ihm auch die Ausübung amtlicher Handlungen als niederlän­discher Generalkonsul untersagt werden. Den Herren Portugiesen, die sich in dieser Weise mißbrauchen lasten, sollte das Handwerk tüchtig gelegt werden!

Eine Trauerkunde ist am letzten Sonntag aus dem spanischen Hafenorte Malaga eingelaufen:D«s deutsche Schulschiff.Gneisenau" ist von einem urplötzlich ausbrechenden Sturm gegen die Ostmole des Außenhafens von Malaga geschleudert worden und gestrandet. Das Schiff ist vollkommen verloren. Von der Mannschaft, die 452 Mann zählte sind 38 Personen ertrunken, darunter der Kommandeur, Ka­pitän Kretschmann, der erste Offizier Berninghaus und der erste Ingenieur Prüfer. Neunundvrerzrg Seekadetten befanden sich auf dem Schiffe. Nach übereinstimmenden Berichten ankert- der „Gneisenau" zum Gottesdienst, als auf einmal der Sturm fo zu­nahm, daß Kapitän Kretschmann befahl, in See zu gehen. Aber bevor die Feuer die erforderliche Meng- Dampf ausbringen konnten, traf ein furchtbarer Wind­stoß das Schiff, der so schwer war, daß die Anker nicht hielten und das Schiff mit Riesengewalt gegen die Klippen getrieben wurde. Das Schiff stieß mehr­mals auf und ging unter. „Gneisenau" gehörte zu den älteren Kriegsschiffen, die als solche jetzt keine Bedeutung mehr haben; man nannte sie Korvetten. Herrlich sah so ein Schiff aus, wenn es unter der vollen Takelage dahinglitt in majestätischem Schwanen­zuge über die Gewäffer. Aber die neue Technik der Kriegsschifferei hat keinen Sinn mehr für diese Poesie des Seelebens. Jetzt kennt man nur noch Dampf und Eisen — alles andere ist als unnützes Hinderniß von den Kriegsfahrzeugen verbannt. An die Stelle der Korvetten sind die kleinen Kreuzer getreten; aber diese haben in ihrem Aussehen nichts mit jenen

Nunmehr sind auch die amtlichen Ergeb» sse der württembergischen Landtagswah! > n be­kannt geworden. Man ersieht daraus klar u»a deut­lich, wie richtig die Vermuthung war, die v w acht Tagen an dieser Stelle ausgesprochen wurde: die Verluste der „Volkspartei" sind den Sozialdemo­kraten als Gewinn zugesallen. Die Stimmen der „Volkspartei" sind nämlich seit der letzten Wahl von 95 701 auf 77 523 heruntergegangen; die Stimmen- zahl der Sozialdemokraten ist dementsprechend von 32263 Stimmen bei der letzten Wahl auf 58,666 Stimmen diesmal gestiegen. Und wiederum dieselbe Erscheinung ist zu beobachten an den Ergebungen der Landtagswahlen in Lippe-Detmold: Auch dort ! haben die Linksliberalen und bürgerlichen Demo­kraten einen starken Rückgang ihrer Stimmen zu

ließ. Nun scheint die langersehnte Aussöhnung zwischen den Hauptbetheiligten dabei, dem Kar» dinalsekretär Rampolla und dem Herzog von Norfolk endlich stattgefunden zu haben. Die pilgernden Engländer und besonders der Herzog» liche Führer werden in Rom mit offenen Armen empfangen werden. Auch die Hoteliers und die römischen Geschäftsleute freuen sich ungemein auf diese englischen Gäste, denn es sind fast lauter Marquis, Counts und Barone, welche sehr generös sind, und der Herzog von Norfolk hat die hier sehr hochgeschätzte Gewohnheit, seinen Mitpilgern und den römischen Monsignori eine Soirör in einem der hiesigen Hotels zu veran­stalten, wobei er so seine 50000 Lire springen läßt. Solche Pilger sind den Römern aber die

Aachen Braunschweig Essen Posen kiel Krefeld Kassel

gemein.

Zu demTol-ranzantr ag - des Centrums hat der konservative Abgeordnete von Frege- Weltzien, der erste Vizepräsident des Reichstages eine eigenartige Kundgebung sich geleistet. In einem kleinen Lokalblatte seines sächsischen Wahlkreises eiferte Herr von Frege gegen diesen Anttag in einer Weise,

wieder nach Hause gegangen. In Chrna rst die gemeinsame Kundgebung der Mächte an die chinesische Regierung »och immer nicht zu Stande gekommen. Die Engländer haben wieder einmal ihren Eigensinn, und man muß sich wiederum noch eine Wette

Berlin Hamburg München Leipzig Breslau Dresden Köln

daß man sich erstaunt fragt, wie er dieses Belfern in 1 Einklang bringen will mit der Amtswürde eines । ersten Vizepräsidenten des Reichstages und mit der ' vornehmen und ruhigen Haltung, die die konservative Fraktion im Reichstage bei der ersten Lesung des Toleranzantrages zur Schau getragen hat. Außerdem spricht Herr von Frege in seinem .Rochlitzer Anzeiger von dem „schönen Einvernehmen der verschiedenen Konfessionen im Sachsenlande" als ob er niemals in seinem Leben etwas von Schloß Wechselburg und davon gehört hätte, daß Gensdarmen

mit blanker Waffe die Katholiken vom Besuche des katholischen Gottesdienstes abhalten, so daß sogar der sächsische Gesandte Graf Hohenthal im Reichstage klein beigeben mußte vor dem erdrückenden Beweis­material des Centrumsabgeordneten Dr. Pichler. Seine Kundgebung im .Rochlitzer Anzeiger' ehrt Herrn von Freye nicht, weder seine Ritterlichkeit, noch seinen Verstand! Daß der sogenannte Evangelische Bund die Lüge erfinden würde, der Toleranzantrug sei nur zu dem Zwecke einge­bracht worden, um alle Bundesstaaten „unter die Macht des römischen Papstes zu beugen", konnte man sich schon im Voraus denken, lieber den Un­sinn lachen aber alle verständigen Leute, ob sie nun Katholiken sind oder nicht.

Am 17. Dezember hat der Papst ein Kon­sistorium abgehalten in ungetrüber geistiger und körperlicher Frische. In seiner Ansprache äußerte der hl. Vater seine Freude und seinen Dank gegen | Gott, daß so große Schaaren von Pilgern während des Jubeljahres nach Rom kamen. Aber er gab auch der B-trübniß darüber Ausdruck, daß zwischen der Kirche und der Regierung von Italien noch immer der Zwiespalt herrscht, und daß dieser Zwie­spalt in Folge des Erlasses weiterer feindseliger Gesetze noch schlimmere Wirkungen hervorbringen werde. Als wahrhaft verhängnißvoll bezeichnete es der hl. Vater von Neuem, daß das Oberhaupt der Kirche seiner gerechten und gesetzmäßigen weltlichen Herrschaft beraubt ist, daß sein Amt der Gewalt eines Andern unterstellt und fremder Willkür preis­gegeben ist. Leo XIII. hat es in dieser Ansprache von Neuem zweifellos dargelegt: Das Recht des Papstthums muß ungeschmälert und unangetastet bleiben; dieses Recht kann weder durch Verjährung noch durch einen Wechsel in der Person des Regenten unterdrückt oder beeinträchtigt

Salle tberfelb

verzeichnen.

In d,r zweiten hessischen Sammer i hat das Centrum die Regierung interpellirt über deren Stellung gegenüber dem immer mehr um sich greifenden Unfug der Waareuhäus er. Finanz-1 Minister Gnauth hat aber ausweichend geantwortet I und hat sich dagegen gewahrt, die Grundsätze der neuen preußischen Waarenhaus-Steuer auf Hessen anzuwenden. Herr Gnauth hat Erwägungen und Erhebungen der Regierung und Beschleunigung der übrigen Vorarbeiten versprochen, um eine Vorlage über Durchsicht und Verbesserung der geltenden Steuersätze der Gewerbesteuer einzubringen. Daß damit dem Uebel nicht gesteuert werden kann, ver­steht sich von selbst. Abgeordneter Molthan vom i Centrum hat den Herrn Minister auch nicht im Zweifel gelassen darüber, daß damit allein nach der Ansicht des Centrums nichts gethan sei.

In Oesterreich haben die Neuwahlen zum Abgeordnetenhause begonnen. Diese Wahlen finden während mehrerer Wochen in den Kronländern nacheinander statt, so daß man nur ganz allmählich eine Uebersicht über ihre Ergebnisse ge­winnt, und auch in verschiedenen Wahlkörpern. Am letzten Montag wurden in Galizien die Land­gemeindewahlen abgehalten, und dabei hat der Polen­klub vier Mandate gewonnen. Prophezeien in poli­tischen Dingen ist eine meist üble Sache. Aber hier in diesem Falle wird man sich schwerlich mit der | Vermuthung täuschen, daß das neue Abgeordneten­haus kaum viel anders als das alte zusammengesetzt ] fein werde. Der tolle Gabriel Ugrou und feine wenigen Getreuen im ungarischen Reichstage machen wieder einmal krampfhafte Anstrengungen gegen das Bündniß mit Deutschland; aber Ministerpräsident Koloman von Szell hat noch deutlicher und kräftiger als früher diese unsinnigen Angriffe zurück­gewiesen. „Dank der unverbrüchlichen Bündnißtreue Deutschlands, dank der selbstbewußten und weisen Leitung der auswärtigen Politik Oesterreich-Ungarns kommen die Interessen und Bedürfnisse Oesterreich- Ungarns in dem Bundesverhältnisse in vollem Maße zur Geltung —", so hat Herr von Szell dem tollen Ugron geantwortet; noch mehr: Oesterreich-Ungarn , empfange in dem Bundesverhältnisse mehr, als es dem Deutschen Reiche bieten könne. Und dieses > Letztere entspricht, wie wir Deutschen wissen, der i Wahrheit.

> Das britische Parlament ist nach der ' Bewilligung der Gelder für Südafrika und China

Die Orte, welche seit 1895 Eingemeindungen vorgenommen haben, sind in der obigen Uebersicht durch einen Stern kenntlich gemacht.

* Das gepfändete Denkmal. In der Stadt Preoria im Staate Illinois wird sich der wohl noch nie dsgeweseue Fall ereignen, daß ein öffentliches Denk­mal, daS mitten in der Stadt errichtet ist, vom Gerichts­vollzieher meistbietend versteigert werden wird. DaS Denkmal war den Kriegern von Preoria gewidmet, die den Tod für daS Vaterland gefunden hatten, und wurde im Fahre 1899 vom Präsidenten Mac Kinley feierlichste eingeroetijt. ES waS offenbar ein Fehler, ein Monu­ment eher zu enthüllen, als dessen Kosten gedeckt waren. Dean voa dem Tage an wollten die Sammlungen da­für nicht mehr vom Fleck gehen. Bon den Kosten, die 50,000 Dollar? betrugen, blieben ganze 18 000 Dollars ungedeckt. Bei der Bolksabstimmung am 6. v. M. wurde der Vorschlag, diese Summ» auf die Gemeinde, kaffe zu übernehmen, von den Bürgern abgelehnt und die Schöpfer des Denkmales haben nun den Klageweg beschritten. Sollte sich also nicht noch ein unerwarteter RettungSeng' l finden, so wird das Denkmal ohne Gnade vom Gerichtsvollzieher versteigert werden.

Wochen-Wunöscharr.

X Fulda, 22. Dezember.

Der Schluß der Verhandlungen des Reichstages stand vollkommen unter dem Einflüsse der Frage, warum Präsident Krüger von Transvaal nicht in Berlin empfangen wurde; und augenscheinlich war Reichskanzler Graf Bülow nicht aefaßt gewesen auf eine so allgemeine abfällige Kritik, wie sie thatsächlich an der Unterlassung des Empfanges geübt wurde. Seine zweite Rede, mit der er auf die Angriffe des deutsch-hannoverschen Ab­geordneten Freiherrn von Hodenberg und des Abg. Dr. Hasse von den Altdeutschen antwortete, entbehrte der überlegenen Ruhe, mit der er vorher die Sache behandelt hatte. In der holländischen Residenzstadt lebt nun Onkel Krüger ruhige Tage. Er ist dort aufs Beste ausgenommen worden; aber auch die hol­ländische Regierung hat ihn zunächst auf spätere Zeiten vertröstet für die Erfüllung seiner Wünsche. Jetzt will sich auch die Regierung der Niederlande nicht von Neuem als Vermittler zwischen den Eng­ländern und den Buren brauchen lassen.

Inzwischen sind Ereignisse aus dem Kriegs­schauplätze in Südafrika eingetreten, bie als ein neuer und sehr kräftiger Beweis dafür anzusehen sind, daß die Buren noch immer eine sehr derbe Widerstandskraft entwickeln können. Der Buren- general Botha hat einen großen Sieg gegen die Engländer erfochten an der Delagoabahn, deren er sich in ihren Hauptstrecken bemächtigte. Er schlug die Engländer unter General Clements vollständig bei Bab ertön und eroberte das englische Lager, ob- obwohl die Engländer in erheblicher Ueberzahl sich befanden. Die Delagoabahn hat besondere Wich­tigkeit ; sie verbindet nämlich Pretoria, die Hauptstadt von Transvaal, mit der Delagoabucht. Nun kommt es darauf an, daß die Buren ihre Vortheile richtig und gut ausnützen, was sie im Anfänge des Krieges nach ihren verschiedenen Siegen über die Engländer regelmäßig versäumt haben. Auch im Süden des Kriegsschauplatzes entwickeln die Buren unter dem unermüdlichen Christian de Wet eine außerordentliche

Römische Briese.

LIV.

□ Som, 17. Dezember 1900.

telli und Satolli.

Leo XIII. hat den hier ansässigen rnchs- deutschen Staatsangehörigen, päpstlichen Ge­heimen Kämmerer Dr. Heinrich Pick zu seinem Hausprälateu ernannt. Ohne Zweifel wollte Seine Heiligkeit damit die eifrige Thättgknt Dr. Pick's belohnen, welche derselbe — wie be­reits in früheren Jahren — so besonders während des gegenwärtigen zu Gunsten seiner nach Rom gekommenen Landsleute an den Tag gelegt hat. Bekanntlich ist Dr. Pick auch zweiter Bizrprästdent des deutsch-österreichischen Lokalkomitees und hat auch als solcher — wenn l auch mitunter im Stillen — sich außerordentlich durch seine Energie und persönliche Liebens- I Würdigkeit in Gemeinschaft mit dem allverehrten Dr Anton de Waal um die Pilger verdient gemacht. Wie es heißt, sollen auch andere Mitglieder obengenannten Komitees Ehrungen I erhalten. Jedenfalls wäre eine solche Aner- kennung eine wohlverdiente und würde überall

I Freude Hervorrufen. ,

In der Petersürche beginnt heute die Aus­stellung der sogenannten großen Re­liquien, d. h. des Schweißtuches der heiligen Veronika, der Lanze de8 hl. Longinus und ein Stück vom Kreuze Christi. Die Ausstellung wird bis zum 22. d. M. dauern und ist eine Tradition aus den früheren Jubiläumsjahren. Schon Papst Bouifazius VIII. empfahl gelegentlich des ersten allgemeinen Jubeljahres von 1300 die besondere Verehrung des Schweißtuches, zu welchem dann im 17. Jahrhundert auch die beiden anderen Reliquien hmzukamen. An jedem Morgen während dieser Ausstellung «erden zwei Kardi- näle an einem eigens errichteten Altäre die hl. Mr sie c-lebriren und Nachmittags wird der Segen mit den Reliquien ertheilt werden. Der hl Vater hat an den Besuch der Basilika während dieser Zeit besondere Privilegien zur : Gewinnung des Jubiläumsablafses geknüpft.

i Am 28. ds. Mts. soll hier die große vom ' Kardinal Vaughan von Westminster und dem ! Herzog von Norfolk geführte englische ' Pilgerschaft eintreffen, welche — wie be­kannt — wegen der Polemik zwischen den eng­lischen und vatikanischen Zeitungen bezüglich der betreffenden Parteien so lange auf sich warten

liebsten! _ . . .

Im südamerikanischen Seminar fand gestern zu Ehren eines mexikanischen Heilig- thums eine Feierlichkeit statt, welche auch von den hier gerade anwesenden mexikanischen Pilgern besucht war. Der mexikanische Bischof von Chilapa celebrirte und der Sängerchor der Alumnen des Seminars unter der Leitung des Prof. Rella, eines Schülers des auf dem Gebiet des klassischen Kirchengesanges rühmlichst be­kannten P. Angelo de Santi sang einige der alten, ursprünglichen gregorianischen Melodien, wie man sie in solcher Reinheit und Präzision zu hören bisher nur bei den hiesigen Benedrk- tinern gewohnt war.

Unser Parlament wird bald seine Weih­nachtsferien beginnen. Die Deputirten werden ohne Zweifel die Ruhe benutzen, um sich nach einem Nachfolger Saracco's und seines Mini­steriums umzusehen, welches bis dahrn voll­ständig abzewirthschaftet haben dürfte.

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Verwischtes»

» Die deutsche» Hroßstädte. Seit der Volks - lähtuna uon 1895 hat sich die Zahl der deutschen Großstädte mit mehr als 10)000 Einwohnern um 5 vermehrt: Mannheim, Effm, Posen, «rtt, Kassel. Sie beträgt gegenwärtig 33. Diese Großstädte find.

Frankfurt a. M. Nürnberg Hannover Magdeburg Düsseldorf Stettin Chemnitz Charlottenburg Königsberg Stuttgart Altona Bremen

iwfrteki Dir ri» spalt. @armei* »eile oder der« Rauml5Pfg.Fi«- klamen dir Petit- geile 25 Pf«.; bet Wiederholungen »ird entsprechend. Rabatt «ernährt.

Am vergangenen Freitag wurden etwa 2000 lombardische, sizilianische und sar- dinische Pilger, sowie eine Anzahl römi­scher Schulkinder vom hl. Vater m der Aula über dem Portikus der Petersbasilcka g e - segnet. Fast zur gleichen Stunde fand das feierliche Seelenamt für sämmtliche innerhalb des neunzehnten Jahr­hunderts Gestorbenen unter außer­ordentlich starker Bethe^aunS ber völkerung statt. Die alte ^Äfiltka von den zwölf Aposteln, deren Gründung bekanntlich aus Kaiser Konstantin zurückgeführt wird, hatte Trauergewand angelegt und ein riesiger Kata­falk, von unzähligen Kerzen und Kandelabern ! umgeben, war in ihrer Mitte errichtet. In Gegenwart fast sämmtlicher hier anwesender Kirchenfürsten, der Prälatur sowie der Vertreter der Aristokratie, der katholischen Ver­eine und Bruderschaften celebrirte der Erzbifchof- Vicegermt von Rom, Ceppetelli daS Pontifikal­amt unter Begleitung der Sänger der päpst­lichen Kapelle, welche noch durch weitere Künstler der anderen großen Basiliken verstärkt waren. El wurden leider fast ausschließlich Kompo­sitionen des alten Kapellmeisters Mustafa aufge- führt, während man die herrliche Kirchenmusik einst­maliger Zeiten sowie die altehrwürdigen gregori­anischen Melodien vollständig, als in die musika­lische Rumpelkammer geworfen zu betrachten scheint. Kardina' Respighi ertheilte die Abso-

I lution am Tumu>.«.

Im hiesigen P tersdome werden bereits die Vorbereitungen füc die am 24 d. Mts. statt­findende Zeremov'e der Schließung der Heiligen Pforte durch den hl Vater ge­soffen. Die Einrichtung des Portikus — von der Porta Sankta — wird dieselbe fein wie vor einem Jahre. Im heute stattgehabten Konsistorium, welches ein sogenanntes halböffent­liches war, wurden dieselben Kardinäle wieder zu Lezatoren für die Zeremonien in den drei übrigen Jubiläumsbafiliken ernannt, welche bereits im vorigen Jahre als solche fungirt hatten, nämlich die Kardinäle Oreglia, Vincenz Vannu-

-- 207041

-- 79117

-- 87 502

-- 55126

-- 49 246

+ 58 909

+ 49 121

+ 58 534

+ 93 357

+ 25 451

+ 15 308

+ 36 964

+ 69 264

+ 45 567

+ 56 923

+ 14 390

+ 17 997

+ 11941

4- 18 929

+ 40 327

+ 17 166

+ 14 660

+ 31180

4- 14 448

+ 42 604

+ 12 503

+ 24 736

4- 10 914

-- 22 699

-- 42 912

-- 21405

— 353

4- 23 703

f.V.ßrünfeli

SSSäbUsS?) Berlin W., Leipilgerrtr.25.