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27. Jahrgang.

JK 294.

Der ftiitjj i« Südafrika.

Deutsche« Reich.

Berlin, den 21. Dezember.

Politik nun so gestaltet werden, daß die Land- wirthschaft ganz allein die Vortheile davon habe. Die unsinnigen Behauptungen sozialdemokratischer Blätter, das Centrum „gehe darauf aus, dem Ar­beiter das Brod zu verrheuern", verdienen nicht, ernst genommen zu werden. Erstens kann eine Besserung der Erwerbsverhältnisse der Landwirth- schaft doch nur den großen Massen der landwirth- schaftlichen Arbeiter Nutzen bringen dadurch, daß nachher auch die Löhne dieser Arbeiter verbessert werden können; und zweitens ist

es gerade das Centrum, das nun schon wiederholt mit dem Vorschläge hervorgetreten ist, die höheren Erträge, die in Zukunft die Getreidezölle nach ihrer Erhöhung dem Reiche liefern müßten, un­mittelbar im Jutereffe der Arbeiter zu verwenden. Abg. Gröber ist bereits bei der Berathung der letzten Flottenvorlage im Reichstage und nament­lich in der Budgetkommisfion desselben mit diesem Plane aufs Feld gerückt uud Abg. Müller-Fulda hat dasselbe jetzt bei seiner Etatsrede im Reichstage gethau. Man denkt dabei an eine Erweiterung der Arbeiteroer- sicheruug, nämlich an die Hinzufügung der Ver­sicherung auch der Wittwen und Waisen, und das ist doch gewiß nichts weniger als arbeitet:« feindliche Gesinnung, die das Crntrum damit hervorkehrt. Die Wahrheit liegt sonnenklar da und kann auch durch die abgefeimtesten Lügen­gewebe der Sozialdemokratie nicht verdunkelt werden.

den Buren nicht gelungen zu sein, dre Thatsache allein aber, daß die Buren ihren Waffenbrurecn zu Hilfe geeilt sind, wird überall im Kaplande den allerbesten Eindruck machen. — Lord Kit chener hofft, daß Neuseeland ihm ein sechstes Kon­tingent für Südafrika zur Verfügung stellen werde.

X In der gestrigen Nummer der »Fuldaer Zeitung' findet sich im Anschluß an die Mit­theilung über Aerhaflnug »o« Ka»ü- direütore» folgende Bemerkung: „Viele Per- sonen, die ihre Ersparnisse in sicheren, sogen. Pfandbriesen anzulegen glaubten, sind rc. um den größten Theil ihres Besitzes betrogen.« Diese Bemerkung entspricht nicht den that- sächlichen Verhältnissen und ist geeignet, unter den Besitzern von Pfandbriefen eine unbe- rechtigte Panik hervorzurufen und dieselben zum raschen Verkauf der Pfandbriefe zu veranlassen, wodurch sie sicher erheblichen Schaden erleiden. — Mögen die Direktoren der preußischen Hypo- theken-Äktienbank erhebliche Gelder dieser Bank | durch unglückliche Spekulationen und bergt, ver­loren haben, so werden dadurch doch nur zu­nächst die Aktien, nicht aber die Pfau d- b riefe geschädigt. Pfandbriefe sind unter Auf­sicht eir eü Staatskommiffars nur infoa>e;t aus­gegeben worden, als Deckung durch notfalls unter Aussicht eines Staatskommiffars ausge- j gebener Hypotheken vorhanden war. Di« Hypo­theken befinden fich unter MÜoerschluß bi - ftaat- lichen Kommissars und dienen allein und ausschließlich zur Deckung der Pfand­briefe. Etwaige anderweittge Forderungen an die Bank können nur dann auf die Hypotheken Anspruch erheben, wenn vorher die Pfand­gläubiger befriedigt find. Nach Mittheilung des .Berliner Börsenkouriers' verlautet aus der zur Prüfung der Hypotheken bestimmten Kom­mission, daß dieselben zu allermeist erststellige Beleihungen sind und kein Zweifel ihre Vollwerthigkeit besteht. Sachverständige und unparteiische Finanzleute Berlins sind der Meinung, daß an den Pfandbriefen nichts oder wenigstens nicht viel verloren werden kann, wenn die Veräußerung der Hypo­theken ruhig und ohne Ueberstürzung vor sich geht. Hierfür werden wohl dir Btaatsregierung und die Schutzvrreinigung für die Pfandbrief- gläubiger Sorge tragen! Auffallen muß es auch, daß die Aktien der bdr. Bank immer noch einen Kours von etwa 4O°/o haben, obwohl die Aktionäre keinen Pfennig erhalten können,bevor die Ansprüche der Pfandbrief gläubiger befriedigt sind. Der niedere Stand der Pfandbriefe ist also ungerechtfertigt und einesteils auf die blinde Furcht der Besitzer und andernthrils auf dir Machinationen einer gewissenlosen Börsenklique zurückznsühren, welche : bestrebt ist, die Pfandbriefe recht billig anzu­kaufen und dann einen P>osit daran? zu machen, i Schlimmer steht es freilich mit der Giundschuld- : bank, welche ohne staatliche Beaufsichtigung

Die Wirren in China.

Die Einigkeit der Mächte in Bezug auf die chinesische Frage soll wieder voll-

ständig erzielt sein. Die ,Köln. Zeitung' sagt in einem offiziösen Arttkel, daß man nach den letzten Pekinger Nachrichten zuversichtlich die Unterzeichnung der gemeinsamen Note durch särnmtliche Gesandte in Peking in der Versamm­lung am Donnerstag erwarten durste. Den berechtigten deutschen Forderungen sei mi w Note volle Rechnung getragen. Allerdings würden nicht mehr Todesstrafen, sondern nur die „schwersten Strafen« für die Hauptschuldigen verlangt. Dagegen hätten fich neuerdings die Gesandten in Peking wieder dahm geeinigt daß die aufgestellten Forderungen ausdrücklich als „irr6vocable“ (unwiderruflich) bezeichnet werden. Ferner sei auf Antrag des englifajen Hab inet 8 noch beschlossen worben, zu erklären, daß, bevor nicht China fich diesen Forderungen gefügt haben wird, die Gesandten in Peking keine Aussicht auf Zurückziehung der ver­bündeten Truppen aus Peking und der Prorünz Tschili eröffnen können. Sonach mußten letzt die chinesischen Staatsmänner, die bis zuletzt zu Verschleppungen und Winkelzügen hinneigttn, erkennen, daß sie die Räumung des chinesischen Gebiets von den fremden Truppen, abgesehen von der Schutzwache und der Pekinger Etappen­straße, selbst in der Hand hätten. Ohne Zeit- vertust werde die gemeinsame Note an Tsching und Li-Hung-Tschang überreicht werden, deren Sache es nun sei, den Kaiser und die Ratfertn« Witiwe zur Annahme und Durchführung der unwiderruflichen Friedensbedingungen zu de-

Der Redner des Tages war der bekannte Centrums­abgeordnete Dr. Heim, nach deffen Rede ein­stimmig eine Entschließung angenommen wurde, in der gleich hohe Einfuhrzölle für Weizen, Roggen, Gerste und Haier verlangt werden, und zwar im Mindest betrage dis Doppeltarifes min- dcstens sechs Mark für den Doppelzentner. Aus dieser Entschließung erfiehr man ganz genau und | unzweifelhaft zuverlässig, daß das Centrum ganz unmöglich eine Vereinbarung eingegangen sein kann, wonach von einem Doppeltarif für die Ge­treidezölle abgesehen werden solle.

Genau in demselben Sinne sprach einen Tag später ein anderer Centrumsparlamentarier, nämlich der Abgeordnete Pfarrer G erst en - berget, in der General-Versammlung des Fränkischen Bauernvereins in Aschaffenburg. Auch Abgeordneter Gerstenberger stellte die Forderungen auf, daß alle vier ©etrdöearten mit gleich hohem Einfuhrzoll belegt werden und daß ein Doppeltarif eingeführt werde, der be­zwecken soll, daß „bei den Handelsvertrags­verhandlungen ein ausreichender Mindestsatz gesichert bleibe“. Wenn die verehrten Herren Freihändler fich diese Thalsachen freundlichst recht genau ansehen wollen, so wird es ihnen ergehen wie dem bekannten Lohgerber, dem die Felle weggeschwommen sind: sie werden sehr betrübt sein darüber, daß es mit den schönen Erzählungen über die vom Grasen Klinckowström angeblich in Königsberg gekenn- zeichnete „Vereinbarung“ wieder einmal nichts war.

Nur Eines darf man nickt vergessen, und das ist die rühmlichst bekannte Thatfacke, daß das Cent rum fein Politik einzurichten pflegt nach den Grundsätzen der ausgleichenden Gerechtig­keit. Die deutsche Landwirthschast bedarf dringend der Hilfe durch unsere Zollpolitik, wenn sie nicht von Neuem in die allerschwersten Gefahren, nicht dem Untergange nahe gebracht werden soll. Aber niemals wird mit des Centrums Willen diese Zoll-

Industrie."

In Königsberg ist von der Höhr der Getreide- zölle augenscheinlich kein Wort gesprochen worden. Wohl aber ist das an anderen Orten geschehen, und zwar in Versammlungen, die unter der Flagge des CentrurnS stattgefunden haben. So bei­spielsweise in Ingolstadt. Dort tagte der Oberbayrrische Bauernverein, bei dessen Ver­sammlung nicht weniger als 22 Centrumsabge- ordnete und etwa 1600 Bauern erschienen waren.

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Königin-Mutter 150,000 Gulden. — Präsident Krüger beabsichtigt, nachdem er fich für sein Augenleiden der Behandlung der Professors Snellen in Utrecht unterzogen, Anfangs Januar Holland zu verlassen und anderswo im Aus­lande zu verweilen.

O Krüssel, 21. Dez. Die vom Kongo ein» getroffene Post bringt nach dem hiesigen Blatte .Petit Bleu' recht beunruhigende Nachrichten über Ereigniffe im Sudarnbadistrikt. Die eingeborenen Soldaten hätten sich empört und man I habe eine Expedition zur Unterdrückung der Meuterei organifiren müssen. Die Kongo-Re­gierung habe auch gegen die Handelsgesellschaften vorgehen müssen, welche gewaltthatige Mittel bei der Einsammlung des Kautschuks ge­brauchten. Der Handelsagent Lemmens soll von ©«geborenen getöbtet worden sein.

• Slom, 21. Dez. Das Konsistorium, auf welchem der Papst die Kardinäle er- ernennen' wird, soll Anfangs März obgehatten werden. — Die »Agenzia Stefan? meldet: Der König hat heute das Entlassungsgesuch des Schatzmeisters Rubini angenommen und den Finanzminister Chimiri mit der vorläufigen Führung der Geschäfte des Schatzmimstereriums

[] Gras Klinckowström, die Par­teien und die Getreidezölle.

Die genaueren, nunmehr vorliegenden Be- Mte über die Rede des konservativen Abge­ordneten Grafen Klinckowström in Königs­berg in Ostpreußen beweisen, daß derselbe dort kein Wort gesagt hat von der Verabredung eines bestimmten zukünftigen Zollsatzes für die Einfuhr von Getreide nach Deutschland. Die aanze Darstellung des freifinnigen «Berliner Tageblattes' in diesem Sinne erweist sich also als Erfindung — um kein derberes Wort dafür anzuwenden. Auch davon hat Graf Klinckow­ström nichts gesagt, daß auf den Doppeltarif verzichtet fei; und da er nun davon nichts gesagt hat. so fällt die ganze Übrige Erzählung, daß Centrum, Freikonservative und ein Theil der Nationalliberalen dieser angeblichen „Ver­einbarung« bere-ts zugestimmt hätten, in das Nichts zusammen, aus dem eS entstanden ist. Nach der ebenfalls freifinnigen .Königsberger Hartung'schen Zeitung', also in diesem Falle einer sehr unverdächtigen Quelle, hat Graf Klinckowström nur gesagt, daß „wir“ — nämlich die Argrarier — „dieser Vorlage (dem neuen Zolltaris) mit großer Zuversicht entgegensehen können. Das neue Zolltarifgesetz wird der Landwirthschast und dem Mittelstände, kurz Denjenigen helfen, die durch die bisherige WirthschastSpolik am meisten geschädigt wurden. Ich kann zu meiner Freude konstatiren, daß wir mit der leitenden Persönlichkeit dem Herrn Reichskanzler, in dieser Frage eins sind. Wir sind auch eins, und darauf lege ich großen Werth, mit de» maßgebenden Kreisen der

Ausland.

* Aaag, 21. Dez. Aus den gestern der Zweiten Kammer zugegangenen Gesetzent­würfen betreffend die Eheschließung der Königin mit dem Herzog Heinrich von Mecklenburg-Schwerin ist hervorzuheben, daß der Herzog, nachdem er von der Hochzeit aus seinem bisherigen Staatsverbande ausgeschieden sein wird, alsbald als holländifch-r Staatsangehöriger ange­sehen wird. Das ihm bewilligte eventuelle Wittwer- geld beträgt ebenso wie das Wittwengeld der

wirthschaften konnte.

* Ioser», 21. Dez. Reichs- und Landtags­abgeordneter Motty," Vertreter für Posen und Jarotschin-Pieschen ist gestorben.

* Karlsruhe, 21. Dez. Reichskanzler Gras Bülow ist heute Vormittag 8 Uhr von Baden-Baden nach Darmstadt abaereist. Der Großberzog von Baden hat dem Reichs- karzler den Hausorden der Treue und Herrn von Wilmowski das Kommandeurkreuz des Ordens Bertholds I. verliehen.

beauftragt „ .

* Madrid, 21. Dezbr. Einer Meldung der .AgencraFabra' zufolge fitzt die |

3 Meter tief im Sande. Em Theil des Schiffsrumpfes ist zwischen die Felsen emgekerlt. Es gelang der Mannschaft mit großen Anstren­gungen, die Segel zu bergen. Die Taucher haben keine Leichen gesehen; es gelang ihnen, eine Kiste mit Schriftstücken aus dem Schiffe herauSzuholen.

* Kovssaukivopek, 21. Dez. Türkische Blätter theiren mit, der Sultan habe ange- ordnet, auf der zu den Far sau ins ein gehören­den Insel Kumh ein K o h l e n d e P o t zu errichten. Der Marineminister habe bereits Kohlen nach der Insel schaffe 'affen, um die durch das Rothe Meer sahrenden Schiffe mit Kohlen versehen zu können. „.

h New-N- ü, 21. Dez. Der Nica- ragnakanal-Vertrag ist nunmehr tatifn ,irt worden. v/e Ausführung des Projektes wird zu den gtßVe.r Errungenschaften der Neu- zeit zu rechnen fern

Iuröa, Samstag, den 22. Dezember 1900.

stimmen. u , .. .

Nun stellt sich aber heraus, daß es mit der „Einigkeit" doch noch einen Haken hat, und zwar ist es der amerikanische Gesandte, der noch nicht mit unterzeichnet hat. Ein Telegramm der ,Agrnc; Havas' aus Peking vom Donners­tag besagt darüber Folgendes: Die Gesandten haben am Donnerstag die gemeinsame Note an China unterzeichnet, mit dem von England be­antragten Zusatz, die Räumung von Peking und Petschili solange abzulehnen, bis China fich den Forderungen der Mächte gefügt habe. Der amerikanische Gesandte war durch ein Telegramm feinet Regierung, welches ihn aufforderte, auf eine nochmalige Abänderung der Note zu dringen, ander Unterzeichnung derselben verhindert I worben. Er hat demnach seine Unterschrift noch verschoben, glaubt indessen, daß die Regierung in Washington nicht auf ihrem Verlangen be­stehen wird. ,,

Ueber einen Kampf deutscher Truppen mit Boxern ist aus Peking unterm 19. Dez. folgende Meldung des Grafen Walderfee ange­gangen: „Das im Anmarsch von Schanhatkwau befindliche Detachement GÜndell hat am 14. ®ej.

I bei Tung-ling nahe den östlichen Kaisern-Grabern ein alückliches Gefecht gegen Boxer gehabt, die 15 Tobte und 3 Verwundete verloren. Etwa 1000 Mann reguläre Truppen sind geflohen. Der .Morning Post' wird berichtet, daß deutsche Truppen bei der Expedition gegen Lungchmg 60 kaiserliche Soldaten und 30 andere Personen tö Meten und 200 zu Gefangenen machten. Letztere wurden in Freiheit gesetzt, nachdem sie den - Deutschen eine Summe von 20,000 Taels aus- ! gezahlt hatten.

Die Verjährung der Geschäfte des täglichen Verkehrs.

Von Amtsrichter a. D. W. Mantey.

------- (Nachdruck verboten.)

Alljährlich im Dezember mehren sich die Auf- träge an'die Gerichtsvollzieher zur Zustellung von Zahlunasbefehlen um ein Beträchtliches. Wer Forderungen aus Geschäften des täglichen Ver­kehrs hat, beeilt fich, auf diese Weise der drohen­den Verjährung vorzubeugen. Denn nicht nur als Beginn sondern auch als Endpunkt der meist nur 2, bisweilen 4 Jahre dauernden Verjährung kommt der Schluß des Kalenderiahres für diese Ansprüche in Betracht. So war es rm preußischen Recht und so bleibt es unter dem B. G.-B. Aber auch hier weichen beide Rechte, bei aller Ueber- einstimmung in der Hauptsache, dennoch m Einzel­heiten nicht unerheblich von einander ab. Die Einprägung dieser Einzelheiten ist von praktischem

: Fuldaer

Immer bedrohlicher gestaltet fich die Lage der Engländer in Südafrika. Eine Privatmel­dung aus Pretoria besagt: Drei starke Burenkorps bedrohen alle Serbin« bungSHnien in nächster Nähe der Stadt. French kämpft hart 45 Kilometer westlich unter den Ostabhängen der Magalies- lerge. Clemens wurde erneut in seinem Sager angegriffen, andere Kommandos stehen auf der Bahnlinie zwischen Pretoria und Johannesburg. Von Krügersdorp tönt Kanonendonner herüber. Die Verbindung mit Middelburg ist zerstört; Dervrt fleht an der Bahnlinie zwischen Kroonstad und Bloem- sontern. Die Buren scheinen eine Ein - freifung und Jsolirnng Pretorias zu versuchen. — Schlimm stehen euch die Dinge j in der Kapkolonie selbst, wem sich folgende । ebenfalls private Meldung aus Kapstadt be-1 [tätigen sollte: '

„Gin Burenkommando d esetzte Colesberg im Kaplande nach kurzem Widerstande. Die Garnison flüchtete. Das Hauptkorps der aufständischen Afrikander von Philipstown umgeht de Aar, um das dortige Depotlager zu cerniten und wegzunehmen. Der Aufstand greift rasch um sich."

Zwischen diesen nach Süden vorgedrungenen Buren und den englischen Truppen ist es bis jetzt nur -ju kleineren Plänkeleien gekommen, da sich die Buren vorher auf kein ernsteres Gefecht einlossen wollen. Der Moment, in welchem die Buren ihren Einfall in die Kapkolonie unternommen haben, war klug gewählt. Der .Daily Mail' wird aus Kapstadt, 20. d. M., telegraphirt. In Cores- berg sollten in den Tagen bis Samstag Hoch- verrathsfälle abgeurtheilt werden. Da aber die Buren inzwischen bis auf 7 englische Meilen an des Gerichtsgebäude herangekommen waren, mußte oas Gericht nach einem sicheren Ort verlegt werden. Die Mitglieder des Gerichtshofes sind in Kapstadt

eitmtg

Werthe. ...

Hat X. beim Kaufmann Z. Wraren auf Kredit wie ymguevet uc» ’ TI'T'l I am 1 Mai 1898 entnommen, so hat bte Ver­

eingetroffen. Die Befreiung der Gefangenen schemt j bt8 Preises nicht schon mit diesem Tage, 1 ”------ toi“ crhn,t‘1A21 Kern erst mit Ablauf des 31. Dezember 1898

begonnen; sie würde zwei Jahre später, am 31. Dezember 1900, vollendet fein, wenn sie nutzt vorher, z. B. durch Zustellung eines Zahlungs­befehls über den Kaufpreis, unterbrochen wird.

W-e das alte Recht, so läßt auch das B. G.-B. in 2 Jahren verjähren die Forderungen der Kauf­leute, zu denen auch die Apotheker, Hande.sagenten und Kommiifionäre gehören, ferner der Hand­werker und der Fabrikanten. Anders rote bisher