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mit IlnterKakünrgs-Attkage „Ilkustrirte Ssmktags-Keittmg!'

27. Jahrgan»

Juköa, Freitag, den 21. Dezember 1900.

M 293,

er­

halten sich auf frei

zweiflung.

Endlich hatten doch einige Leute vor dem armseligen Mobilar Halt gemacht, und der Aus- rufet bot die Sachen immer wieder zum Der- kauf. Neue Leute kamen und blieben stehen, weil Andere da standen, und bald war, wo eben niemand sich befand, eine ganze Menge ver­sammelt. Niemand kaufte, aber Jeder schaute zu, ohne zu wissen warum. Jeder schien weniger neugierig aus das, was er sah, als auf das, was die Neugier der Andern erregte.

wird wohl genügen."

sir erstaunt. Alle Augen _____ Lord gerichtet. Die Wittwe, außer sich vor Freude, glaubte zu träumen.

Meister Caverdone putzte lächelnd die Brillen­gläser. Nachdem der Ausrufer zum dritten Nale gefragt hatte, ob niemand mehr böte, chlug er dem Lord zu.

Meister Stella hatte sich genähert. Er ließ )en Engländer die tausend Lire bezahlen.

'„Sie hatten wohl nicht daran gedacht, mich hier zu finden," sagte dieser, indem er den Maler mit einem spöttischen Blicke streifte.

„Verzeihen Sie, Mylord," antwortete Stella, „ich hoffte es."

„Wie so?"

„Ich war Zeuge Ihrer Unterhaltung mit diesem Herrn. Ich wußte, daß Sie zu arm, der Wtttwe Pelegrino's 100 Lite zu geben, dennoch reich genug seien, für einen Poussin Tausende von Pfund zu bezahlen. Ich habe Ihren Sammeleifer benutzt, um Sie zu ver­anlassen, dieser armen Frau zu helfen. Es ist mir gelungen. Sie etwas Gutes thun zu lassen, indem ich das Bild hinaufttieb. Als ich dreißig Lire bot, war ich sicher, daß Sie mehr

Zwei feingekleidete Herren, welche vorüber- gingen, wurden durch die Menschenschaar auf- gehalten. t

„Was gibt es denn da?" fragte der Aeltere, offenbar ein Engländer.

„Wenn das in unserer guten Stadt Pans wäre, Mylord," versetzte der Andere in geziertem Tone, „würde ich antworten; hier ist entweder eine Portiersfrau, die ihren Mann schlägt, oder eine Katze, der man die Ohren schneidet."

„Es ist noch weniger als das, Herr Franzose," bemertte lächelnd ein Jude, welcher die Worte der beiden Herren gehört hatte.

„Was ist es denn?"

„Die armselige Einrichtung eines vor einigen Tagen gestorbenen Anstreichers, welche Meister Caverdone verkaufen läßt."

„Wer ist Meister Caverdone?"

„Ein Kaufmann, welcher Ihnen Farben zu den billigsten Preisen liefern wird."

„Du hältst uns wohl für Maler?" unter­brach ihn der Engländer mit verächtlicher

geben würden."

„Also dieses Gemälde--?"

„Ist nicht mehr werth, als die sechs Paon, zu welchem es ausgestellt war."

Herr von Vivonne brach in et« lautes Lachen aus.

„Das ist unmöglich," sagte heftig der Eng- länder. „Wenn das so ist, so werden Ste nur Rechenschaft geben."

„Germ Wenn Sie mich nicht überboten hätten, würde ich das Gemälde gekauft haben, nicht um ein Meisterwerk zu besitzen, sondern um eine gute Erinnerung mehr zu haben. Wenn Sie bedauern, daß man Ihnen ein Almosen er- schlichen hat, und wenn Sie durchaus nicht über 1000 Lire zu Gunsten dieser Wittwe verfügen können, dann dürfen Sie mir den Kauf ab-

Gin Aiebhnvrr.

Erzählung von Hans Willy Mertens.

Die Möbel waren am Eingänge der Thür auf­gestellt, und der öffentliche Ausrufer suchte durch lautes Anpreisen die Käufer anzulocken. Einige Vorübergehende blieben stehen; aber sobald sie einen Blick auf die zum Verkauf ausgestellten Gegen­stände geworfen hatten, setzten sie auch schon ihren Weg fort. Selbst Bettler gingen vorbei, ohne ihre Neugier zu beftiedigen. Der Ausrufer, müde des vergeblichen Schreiens, schwieg und schüttelte den

gegangen." , _ ..

„Der Adel genügt nicht mehr, er muß mit dem Bürgerfiand rechnen. Das ist erniedrigend! Wenn ich reicher wäre, würde ich dieser armen Frau die 100 Lire geben; aber das Spiel hat mich zu Grunde gerichtet."

„Wie mich die Sammlungen! Glauben Sie wohl, wenn ich in diesem Augenblicke einem ge­wißen Bilderhändler 150,000 Francs für einen Poussin böte, daß ich ihn nicht bekäme? Ich müßte ihm schon 200,000 bieten und vielleicht noch mehr."

Nicht weit von den beiden fremden Herren hatte ein Anderer ebenfalls das Gespräch ver- nommen. Es war ein Mann in mittlerem I Alter, ganz in Schwarz gekleidet; er hatte nichts besonders Bemerkenswerthes an sich, als viel- leicht die lebhaft blickenden Augen. Als er die Klagen der beiden Fremden hörte, hatte er ge-! lächelt und ihnen einen spöttisch bitteren Blick zugeworsen. . r,

In diesem Augenblicke nef Jacopo em sehr altes, verräuchertes Bild aus.

„Was sind auch Gemälde hier?" fragte Lord Pembroke lachend.

„Irgend ein Aushängeschild eines Macca- roni-Kaufmannes, welches er dem Anstreicher in Zahlung gegeben hatte, als er eines neuen

denn die Schuld Pelegrino'«, wenn ihn da« Fieber dahinraffte?"

„Nein, nein; aber e« ist doch seine Schuld, daß er bei mir für hundert Lire Waaren kaufte."

„Er würde sie auch bezahlt haben, wenn er

staunt. —

Wer ist das?" fragte Mylord.

"Das ist Meister Stella."

„Der große Maler?"

Ja, und einer unserer feinsten Kenner.

"Ob das Bild denn wohl Werth hat?"

"Das ist vielleicht ein Meisterwerk," sagte Herr von Vivonne gleichgiltig, „wer weiß? Em Carraccio ober ein Tizian."

„Bei einem Anstreicher!"

Warum nicht? Hat man nicht letzthin einen Correggio über der Thüre eines Knopffabrikanten 8 f „Dreißig Sire!“ wiederholte laut der Aus­rufer. „Niemand mehr?"

„Ich gebe vierzig Lire!" schrie der Jude.

„Ich achtzig Lire!" erwiderte Stella laut.

„Hundert Lire!"

„Hundertundzwanzig Lire!"

ES entstand eine Pause; Israel wollte das Bild näher betrachten.

„Das ist unnütz!" unterbrach ihn lebhaft der Herr in Schwarz; „ich gebe zweihundert

Kopf.

„Das 'wird wohl nur für die Kosten sein, Meister Caverdone", sagte er zu dem neben ihm stehenden greisen Männchen. „Ich fürchte, daß in ganz Rom Niemand so arm ist, um den Plunder der Wittwe Pelegrinos zu kaufen. Alles, was da ist, wird Ihnen höchstens dreißig Lire einbringen."

„Und sie schuldet mir hundert!" schrie der kleine Mann, indem er mit dem Stock auf die Erde schlug. „Hundert Lire, Jacopo! Vielleicht noch mehr; denn ich hatte Vertrauen zu ihrem Manne. Ich lieferte ihm Oele, Pinsel und Farben, ohne zu viel dafür zu rechnen. Wie konnte ich glauben, daß er sterben würde, ehe ich bezahlt I war? Ich bin zu gut, zu vertrauend! Sie sehen, was der Elende mir zum Pfände gelassen hat: unbrauchbare Möbel, eine Fran und vier Kinder! Man kann weder die Kinder noch die Frau ver­kaufen, und die alten Sachen, sagen Sie, find noch keine dreißig Lire werth. Ja, ja, die armen Leute, welche noch etwa« haben, find sehr unglück­lich; Jeder beutet sie au«, betrügt sie, beraubt sie . . ."

Der Ausrufer drehte sich plötzlich nach der Sette. „Sprechen Sie nicht so laut", sagte er mit leiser Stimme; „die Wittwe ist da hinten mit ihren Kindern, und Sie wissen, wie die Schuld sie drückt. Und zudem, Meister Laverdvne: ist e«

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Sire.“ — —

Bis jetzt hatte Lord Pembroke, ohne ein Wort zu sagen, zugeschaut. Er trat mehr vor und mit dem Tone ruhiger und kalter Heber» legenheit sagte er kurz: „Fünfhundert Lire!"

Der Maler wandte sich nach ihm um. „Das Gemälde ist so viel nicht werth."

Der Engländer warf ihm einen Blick von ] der Seite zu und lächelte überlegen. „Das ist aut," sagte er, sich hin und her wiegend; «man hat keine Sammlung von 100,000 Pfund Werth, ohne etwas von der Malerei zu kennen. Sie i hatten ohne Zweifel ihre Gründe, Meister Stella, ! dieses Bild zu überbieten."

„In der That, Mylord." .

„Nun Sie sehen, ich habe auch die meimgen.

Und sich zu dem Ausrufer wendend, rief er:

„Tausend Lire, bre "

Die Menget

Miene.

„In der That dieser Jude wird zudringlich," fügte der Franzose hinzu. „Wiffe Mensch, daß | Du mit Lord Pembroke und Herrn de Vivonne sprichst."

Das Gesicht des Juden erhellte sich. „Lord Pembroke?" sagte er; „ist das nicht der reiche Gemälde-Liebhaber?"

„Allerdings."

*SBie gut, Mylord, daß ich Ihnen zufällig begegne. Ich habe zu Hause Werke aller Meister Spaniens und Italiens."

Der Engländer betrachtete ihn genauer.

bedurfte." m

„Sechs Paoli!" schrie der Verkäufer.

„Die wird es nicht einbringen", sagte Israel.

„Ich gebe dreißig Lire," sagte plötzlich der schwarzgekleidete Herr.

Ein Gemurmel durchlief die Menge.

„Dreißig Lire!" wiederholte der Jude

nicht gestorben wäre."

„Ich glaube e« wohl."

„Worüber beklagen Sie sich denn?"

„Wie? Worüber ich mich beklage?" schrie der Alte ganz aufgebracht. „Darüber, daß er nicht so viel zurückgelassen hat, um seine Schuld zu decken! Ihr seid komische Menschen, ihr I Man sollte wohl glauben, der Todtengräber stelle eine Quittung über alle Schulden aus. Sie müssen wissen, daß man nichts borgen soll, wenn man zahlungsun­fähig sterben kann."

Der Ausrufer zuckte die Achseln. „Mein Gott," sagte er, „die armen Leute können nur i mit ihrer Arbeit bezahlen; und wenn ihnen Gott die Gesundheit nimmt, so bleiben sie nicht | verantwortlich. Wer weiß, Meister Caverdone, ob Ihnen die hundert Lire für einen Platz int Himmel angerechnet werden?"

Der kleine Alte machte ein sehr ärgerliches Gesicht. „Machen Sie nicht solche Scherze, Jacopo, und rufen Sie lieber Käufer heran."

Jacopo gehorchte lächelnd, während Caver­done sich den auf dem Pflaster zerstreut umher- liegenben Möbeln näherte, um von Neuem zu prüfen, was sie ihm wohl einbringen könnten.

Sie arme Wittwe saß unbeweglich da, nicht weit von der Thürschwelle. Sie hielt mit ihren Armen zwei Kinder von beinahe demselben Alter umschlungen, welche sich gegenseitig an den halbaufgelösten Flechten ihrer Haare zerrten; ein drittes kugelte sich zu ihren Füßen und das jüngste lag daneben und noch in der Wiege und flocht singend einige Strohhalme, welche es au8 seinem Lager gerissen hatte.

Das Antlitz der Frau war ruhig: weder Thränen in den Augen noch Seufzer auf den Lippen. Das war eine Ergebung, schmerzlicher als jede Klage und bitterer als die Ver­

ficht nehmen. m .

Wie steht es nun mit der Verbreitung der Rechtskenntniß in unserem Volke? Ein verdienter Jurist in amtlicher Stellung hat den interessanten Versuch gemacht, bei Gelegenheit seiner Berufs- thäligkeit festzustellen, wieviele von den Personen, mit denen er geschäftlich zu verkehren hatte, etwas von der Einführung des neuen Bürger­lichen Gesetzbuches wußten. Die Mehrzahl der Befragten waren freilich einfache Landleule und Bewohner kleiner Städte, aber größtenteils I Leute, die mit der Rechtspflege häufig Berührung hatten: Gemeindevorsteher, Waisenräthe, Vor­münder usw. Er sagt darüber: „Das Resultat war entmuthigend! Es war geradezu eine Selten­heit, wenn eine dieser Personen aus dem Volke etwas von dem neuen Recht gehört hatte, trotz aller Zeitungen, die ja schließlich auch auf bem Lande gelesen werden." Es ist deshalb die Frage aufgeworsen worden, ob man etwas für die Volkstümlichkeit des neuen Rechts thun könne. Unzweifelhaft kann auch in dieser Beziehung die Schule vorteilhaft wirken. Wir sind gewiß gegen die Ueberbürimng der Schüler mit unnützem Lehrstoff, aber bei Gelegenheit des Geschichts­unterrichtes ließe sich sehr leicht etwas über die Entstehung und Bedeutung unseres einheitlichen deutschen Bürgerlichen Rechts einfügen, sogar in den Elementarschulen, leichter noch in den land- wirtschaftlichen Winterschulen und ähnlichen Fortbildungsschulen, sowie in den höheren Schulen. Voraussetzung wäre freilich, daß die Lehrer Interesse und Verständniß für die Sache hätten; dafür müßte selbst bei den angehenden Siemen- tariertem in den Präparanden - Anstalten und Lehrer-Seminaren gesorgt werden. Allerdings mangelt eS für den gedachten Zweck zur Zeit noch an entsprechenden Lehrmitteln. In dieser Beziehung sind die zahlreichen Artikel, rote rotr sie seit längerer Zeit aus der Feder tüchtiger Juristen in regelmäßiger Folge veröffentlichen, geeignet eine Lücke auszufüllen. Denn durch nichts wird die Gesetzeskenntniß in nicht,uristischen Kreisen so gefördert, als durch gemeinverständliche Darstellungen au8 dem Rechtsleben an der Hand von prakttschen Beispielen

treten."--

„Langsam, langsam!" sagte Vivonne, „wenn er ihn abtritt, so nehme ich ihn an. Das ist eine Lehre, nicht so. Meister Stella? Sie rooll- ten zeigen, daß unsereiner auf die Kunst sich etwas einbildet, ohne sie zu verstehen, und daß wir, verschwenderisch in unseren eigenen Nei­gungen, oft zu geizig sind, eine Pflicht der Nach- ftenliebe zu erfüllen." . _ .

„So ist es," sagte Stella, „aber so sind Sie nicht allein, so sind die meisten Menschen.

I Unsere Liebhabereien arten am häufigsten in Fehler aus. Wir lieben nicht die Meisterwerke, um ihre Kunst und Schönheit Andere gemeßen zu lassen, sondern um sie allen Blicken zu ent­ziehen, um sie in irgend einem Winkel aus- zuhäufen, rote etwa der Geizhals setne Schatze. Unsere Liebe zur Kunst ist durchaus nicht, rote sie sein müßte, ein Abglanz der Siebe zur Menschheit, sondern eine Narrheit, welcher rotr schmeicheln. Seien wir Maler ober Liebhaber, wir ziehen meistentheils eine alte, bemalte Lein­wand einem glücklich lächelnden Menschenantlitz vor. Die Söhne Adams sind vor Allem selbst-

Rechtsunkenntmß schadet!

------ (Nachdruck verboten.)

Der Rechtsgrundsatz, welchen uns die Römischen Juristen lehren, „Rechtsunkenntniß schadet (juris tonorantia nocet)" hat die Bedeutung: Niemand tarf sich mit Rechtsunkenntniß entschuldigen, Jedermann ist verpflichtet, die Gesetze zu kennen, und hat den Schaden zu tragen, der sich aus seiner Unkenntniß ergibt; der Richter soll auf den Einwand der Rechtsunkenntniß keine Ein-

Wiege zum Verkaufe. Kein Preis wurde ge­boten. Der Franzose bemerkte es.

„Meister Caverdone wird Mühe haben, seine Schuldsorderung heraus zu bekommen", sagte der Jude zu ihm.

„Ist es viel?"

„Hundert Lire, mein Herr."

„Und die Wittwe hat sie nicht geben können?"

„Nein."

„Hat sie denn Niemand, der ihr helfen kann?" „ES waren so arme Leute! bemerkte Israel. „Hundert Lire!" wiederholte Herr von Vi­vonne. „Verstehen Sie, wie man leben tarnt, Mylord, wenn man von hundert Lire abhängt?"

„Das Volk hat keine Bedürfnisse", bemertte philosophisch Mylord.

„ES ist sehr glücklich! Ich gebe 300000 Francs das Jahr auS, und mir fehlt alles! Ich bin gezwungen, meine Waldungen niederzumachen, meine Ländereien zu verkaufen und meine Aus­gaben zu beschränken; denn ich habe niemals 200 LouiSd'or zu viel."

„Ja, wer kann jetzt leben? Ich selber bm über mein Einkommen von 6000 Pfund hinaus«

„Wie heißt Du?"

"Ah so, man hat mir in der That Deinen Namen genannt. Man sagt, daß Du zwar nicht der Billigste seiest; aber eS schadet nichts. Hast Du Poffin?"

„Drei mein Herr."

„Erespi?"

„Mehrere."

„Und Domenichino?"

„Ebenfalls."

„Deine Adresse?"

Der Jude gab sie. Während Lord Pem­broke dieselbe aufschrieb, bot der AuSrnser eine

süchtig und darum hart."

„Sie predigen nicht schlecht, Meister," sagte Vivonne mit gezwungenem Lächeln. „Und zum Beweis, daß Sie Erfolg gehabt haben, nehmen Sie dies für Ihren Schützling."

Er reichte dem Maler seine Börse, welche dieser annahm. _______________

Vermischtes.

' Die Weis« «ach Münch««. Nürnberger Blät­ter erzählen ein lustige- Stücklein: «m Nürnberger Kaufmann wollte mit dem v-Zuge nach München fahren, da- Dienstmädchen sollte ihm seine Reisede^ auf den । Bahnhof bringen. Der Herr wartete tm Wartesaale, da- Mädchen aber begab sich gleich an den Zug, und suchte in diesem nach dem Herrn. Da ertönt tut Pfiff, und der Zug, der bis München in etwa dretstundrger Kahrt nicht hält, setzt sich in Bewegung. Der Herr, der über dem Warten auf sein Dienstmädchen „im Warte- saal glücklich die Abfahrt de« 0-ZugeS versäumt hatte, fährt mit dem nächsten Schnellzuge nach. Zn München augekommen, erblickt er auf dem Bahnhof zu fernem Erstaunen sein Dienstmädchen mit der Reise decke! Nach geschehener Aufklärung kutschirte das Mädchen mit dem nächsten Zuge wieder heimwärts.

* Wahrheitsliebend. Mutter: „Kinder, strecket Euch doch nicht fortwährend! Ich und Papa streiten I uns ja auch nicht — immer!"

Reklamen- und Anzeigentheil.