Einzelbild herunterladen
 

KuldaerMZettung

mit Nickr-attimgs-Aeiürge „Illustrirte Komttags-Mtung'.'

27. Jahrgmg

IukSa, Freitag, dm 21. Dezember 1900.

J£ 293.

Iürst z« Aohenkohe will sich dauernd

nicht alle Bestellungen ausführen, weil sie die

Matt

COl

rä

rä

i

i

Deutsches

g

beleidigt, und daß er ihn gehaßt bisher, wie

o

o

0

e

e

0

0

cfeS lach )72

P a a

W a

tragt. Aber sie drangen mit ihrem Anträge nicht durch, weil die anderen Sozialdemokraten mit den übrigen Gemeindcsertreteru zusammen gegen den Antrag stimmten. Diese anderen Sozial­demokraten haben ihr Verhalte» nachher auf dem Parteitage der bayerischen Sozialdemokratie da­mit begründet, daß sie sagten, die direkten Steuern würden nach der Aufhebung der Verbrauchsab­gaben so stark erhöht worden sein, daß unter diesem Steuerdruck« viele Anhänger der Sozial­demokratie von dieser abgefallen sein würde». An und für sich ist nun dieser Vorgang in Fürth recht intereffant. Aber er beweist nichts weiter als die nichts weniger als neue Thatjache, daß Theorie und Praxis bei der Sozialdemokratie zwei himmelweit verschiedene Dinge find. In der Theorie find die Herren Genoffen gegen Ver­brauchsabgaben. Aber wenn es darauf ankommt.

briefen" anzulegrn glaubte», find durch rin?» wahren Rattenkönig von unreellen und betrfix» rischen Handlungen um den größten Theil ibro»

• Das rheinisch - westfälisch- Kohle » fyndiLat gibt fich die größte Mühe, wie «4 scheint, um so viel Material wie möglich für dir Anklagen zu liefern, die gegen daffelbe erhob?» werden. Das Kohlerssyndikat hat bekanntlich -i?» schloffen, die Kohlenförderung um ein Zehntel eivzuschränken, und der Zweck dieses Beschlusses ist natürlich kein anderer, als der, die Koh! n- preise auf ihrer gegenwärtigen Höhe zu erhalt rr. Im Reichstage, bei der Besprechung der Zentrums. Interpellation über die Kohlennoth, war eine V r- mehrung der Kohlenförderung in Aussicht gestrllt worden; die Freunde und Bertheidiger des Syndikates, auch Vertreter der Regierung, ver­sicherten, daß die Absicht des Syndikates gemein- r.ützig sei, und nun, nach kaum geschloffenem Reichstage, faßt das Syndikat diesen Beschluß! Damit werden nicht nur die wucherisch hohen Kohlenpreise künstlich erhalten; auf diese Weise werden vermuthlich auch die A r d e i t e r in den Kohlenbergwerken des Syndikats geschädigt werden durch eia Sinken der ! Löhne. Man ersieht daraus mit überzeugen­der Deutlichkeit von neuem, daß eine Staais- ausficht über boS Treiben der Syndikate nicht allein nützlich, sondern auch nolhwenvig ist. Unter diesen Umständen muß man doppelt gespaunt sein auf die Ergebnisse der Erhebungen, die nach der Mittheilung des Staatssekretärs Grasen PosadowSky im Reichstage über daS Wirken der Syndikate im Werk« find.

fi Ki« K-mpromitz 85er di- betreibe- Söffe? Ein Berliner Blatt hat fich aus Köaigs- verg in Ostpreußen berichten laffen, daß dort der konservativ; Abgeordnete Graf Klinckow- st r ö m in einer konservativen Parteiversammlung von einer Vereinbarung berichtet habe, geschloffen zwischen dem Reichskanzler und ihm, dem Grafen «linckowström. Danach sollte fich Ab- geordneter Graf Kliuckowström mit dem Reichs­kanzler dahin verständigt haben, daß bie Regierung an einem Getreidezoll von sechs I oder fieben Mark „unbedingt festhalten werde».

haben, dieser Vereinbarung seien bereits daS Centrum, die Freikonservatioen und ein Theil der Nationalliberalen beigetreten. Den Doppel­tarif werde man aber wahrscheinlich fallen lassen usw. usw.! Die ganze Geschichte ist augenscheinlich erfunden und nicht einmal gut erfunden; das sieht man schon an der ersichtlich unwahren Nachricht von dem „Fallenlaffen des Doppeltarifs". Dann aber wird der Reichs- kanzler ohne Zweifel fich hüten, mit einem eivzelnen Abgeordneten lange vor der Z"v

Die Schaar stob davon.

Berne ck rergaß, daß eS daS Haus seines

HeinrichSchmidt, ebenfalls Direttor der beiden genannten Banken, ferner die stellvertretenden Direk­toren Paul Puchmüller von der HypothektN« Bank und Wassiewski von der Grundscku v- Bank. Dieser letztere wurde in Meran verhaftet, wo er fich seit einiger Zeit aufhielt. Kommerzi-r- rath Sanden hat noch am Freitag, dm 14. De­zember, also sechs Tage vor seiner Verhaftung, den Kronenorden dritter Klaffe erhalten.

Keinen.

Berneck sah nur die Gefahr, in der die ganze Habe diese» Manne» schwebte, und wußte, daß Lindemann nie einen Pfennig für Versicherung gegen Feuer ausgegeben hatte, weil er stets tagte, das sei hinausgeworfenes Geld, bei ihm komme so etwa« gar nicht vor. Wo der Herr oe» Hauses nur die Augen richtig offen hält, braucht man keine Versicherung. Eigensinnig hielt er an dieser Ansicht fest. Und nun, — nun drohte da« Feuer alles in Schutt und Asche zu legen.

Die Knechte vom Berneck'schen Gutshofe waren die ersten, die auf der Brandstätte anlangten. Da» Feuer wüthete mit furchtbarer Gewalt, an- gefacht von einem starken Wind, der falt vom Norden her wehte, und das Unheil noch schlimmer machte. In da« brennende Gebäude wagte sich schon gar Niemand mehr hinein, das Feuer griff mit rasender Schnelligkeit und verheerender Macht um sich, und fand in den bis zum Dachboden ge­füllten Scheunm immer gute Nahrung. Machtlos standen die Menschen dem entfesselten Element gegenüber, sie mußten sich lediglich darauf be­schränken, von dem Vieh und Mobiliar zu retten, was zu retten war. Einhalt konnte die herbei­geeilte Feuerwehr kaum thun, denn Waffer war nicht genügend vorhanden, man war auf die Pump­brunnen augewiesen; wa» diese liefern konnten, > kam kaum in Betracht gegenüber dem füichter- I lichen Flammenmeer, da» von allen Gebäuden, ;ben Scheunen und Ställen nicht» verschonte a'» I ein kleines, etwas abgesondert stehendes Häuschen, | eine Art AuSttagrhäuschen, in dem man verichie-

n

l

10

0

r, der hrte tt

wird.»

Man hat wie gesagt, diese Erklärung des Herrn Staatssekretärs allgemein so aufgefaßt, daß die Lieferungen unterblieben seien. Das ist aber nicht der Fall. Im englischen Unterhaus« hat der Vertreter des Kriegs- ministeriums klipp und klar auf eine von Sir H. Vicent an ihn gerichtete Anfrage den Be- fcheid gegeben, daß die britische Regie­rung die Geschütze erhalten hat. Noch mehr: Derselbe Abgeordnete fragte, ob die deutsche Regierung di« Ablieferung der Geschütze verhindert habe; und darauf ant­wortete der englische Kriegsminster: „Nein; wir haben die Geschütze erhalten." Ein anderer Vertreter der britischen Regierung, Herr B rod- r ik, gab bei derselben Gelegenheit noch genauere Auskunft: Danach konnten die britische» Firmen

traurig saß er an dem Lager, und die Lippe« bewegten fich leise, wie zum Gebet: I

„O Gott, laß mein Kind nicht sterben, und führe ihn — Johannes zu uns zurück, ehe es zu spät ist!" rang eS fich aus seinem Inner«. _ . ,

Plötzlich ertönte draußen ein furchtbarer Lärm. Alles rief und schrie znsammen, bie Knechte und Mägde liefen hin und her. und zeigten er­schrocken nach einer und derselben Richtung.

„Dort, seht dorthin!*

Drüben hinter dem Walde stieg eine dichte Rauchsäule empor zum abendlichen Himmel, der sich nach und nach bluthroth färbte, immer höher und höher flogen die Funkengarben empor, umheimlich stoben sie nach allen Richtungen aus- einander.

„Was ist das?"

„Feuer, — o Gott, das Unglück, — der LindemannShof brennt!" — So schrie alles durcheinander. ~ ,, ,

„Bis Hilfe von den umliegenden Ortschaften, ober der Stabt da ist, kann es zu spät sein!" schrie Brrneck feinen Dienstboten zu. „Rasch, 1 eilt Euch, rettet was zu retten ist, — die ganze Ernte ist in der Scheune, — o Himmel, wenn die Scheunen brennen, ist alles verloren, — ich kann nicht mit, ich muß bei Lori bleiben, daS arme Kind wird ohnehin schon recht unter dem Schrecken leiden, aber Ihr, geht, geht, Alle, I und rettet, — schnell!*

3 I ES 3 ES 3

3

W

„Nun?"--

„Du mußt aber nicht böse sein, Vater!"

„Nein, — nein!"

„Ich möchte, — daß — Johannes käme, — mich in seine Arme nähme, — und küßte, — und dann möchte ich sterben!"

Noch immer lächelte Lori. So meinte

Berneck sie »och nie gesehen zu haben, und eine, ------ - „ ,

Ä. tW I Ä ä ä w« I

Firma hat nach Erklärung des Herrn Brodrick bekanntlich bereits gesorgt. I A Srfcmtbt. ebenfalls Direktor der beiden

Ä .den vollen Auftrag der britischen * Die gittfcrttfw des preußische«

0 yiClttnutlftt t Regierung ausgeführt! Landtags ist nach der Meldung eines König«-

Kreiherr v. Richthofen, der Staats- Besieht man sich nun die Erklärung des Herrn berger Blattes entgegen früheren M^dungen bereits ^kretär des Auswärtigen Amtes, hat im Reichs- Staatssekretär» genauer, dann findet man, daß sie am 8. Januar brabsicht gt. — Diese Nachricht

Verlaufe der ersten Lesung des Stals thatsächlich nichts Bestimmtes behauptet. Sie be- scheint zutreffend zu sein, da dos „Wölfische

SS sagt nur, daß die Regierung „ersucht" habe um Telegraphen-Bureau" die Mi «Heilung übermmmt

afrikanischen Krieaes deutsche Firmen an Einstellung der Lieferungen, und daß sie sich „der und auch die ,Nordd. Allg. Ztg. ihr durch Abdruck England keine Geschütze und keine H of fnun g h in z e b e", daß die Firma dem An- osfizwsen Stenipel aufdruckt. Neichskeurrrr Munition liefern konnten, weil die Reichs- suchen des Reichskanzlers entspreche. In volks- + Mach mehr ladtrekte^eichsk-tt-r» reaierung Widerspruch dagegen erhob. Es thümlicher Redeweise würde man sagen: die Er- will die Regierung haben. um den Reich.-fina^, bandelt sich dabei um die Rheinische Metall- klärung des Herrn Staotssekretär» schleicht rote die wenn vöthig, wieder auf bie 8evu: gu‘ ,

LE- und Maschinmfabrik D ü s f e l darf und Katze um den heißen Brei. Aber im Reichstage, das wird i«tzt von den Berlin«,^'fiziösen frank um die Fahrzeug-Fabrik Eisenach, zwei Firmen, I es sei nochmals gesagt, hat man diese Erklärung und frei ausgesprochen. Ern Organ, das den die einen und denselben Begründer haben, näm- nicht als ein diplomatisches Ausweichen vür einem preußischen ^!i°uzrmmfterumrnahe steht, die M den Geheimen tSaurath Ehrhardt in unliebsamen Gegenstände, sondern als eine Ver- ,B«A. Polit. Nachrichten' bricht em Lanz« für Düsseldorf. Die Fabriken machen unter anderem neinung der Frage aufgefaßt, ob Geschützlieferungen dl« Vermehrung; der^^ekten Relchssteue . Schuellsemrgeschütz- nach dem neuen System aus Deutschland nach England gemacht worden in „SS

Ehrhardt- und nach Meldungen der.Frankfurter sind; und man mußte das um so mehr, als be» begtiinbet, ^110 mit “ul

^riiuna' sollte die genannte Doppelfirma erst Herr Staatssekreär selbst diese Lieferungen „als das die Sozialöemokraten in der G-melndever achtzehn Batterien de?neuen Schneljfemrgeschütze nicht im Einklänge stehend mit den Pflichten der tretung der nebst reichlicher Munition an England durch Neutralität" bezeichnete. haben. E mge t° laldemokratische Gememoever

Vermittelung der Chartered Company (C.cil Das o f si z i ö s e B e r l i n e r D r a h t b u r e a u tutec dieser ^^ Verbrauchsabgaben bean- Rhodes und Genossen) geliefert und dann aus berichtet sonst immer sehr gewissenhaft über den Hebung »ntraae nicht

demselben Vermittelungswege einen werteren Verlauf der englischen Unterhaus-Sitzungen. Aber Vertrag über die Lieferung von noch zwölf über jenen Vorgang hat es sich vollkommen Batterien abgeschlossen haben. au»geschwiegen, und Niemand wird bestreiten

Der Herr Staatssekretär erklärte wörtlich: wollen, daß das außerordentlich auffallend ist. Der „Da eine solche Lieferung als mit den Argwohn liegt doch gar zu nahe, daß man die Pflichten der Neutralität nicht in Ein- Unterhaltung zwischen Sir H. Vincent, dem eng- klang stehend betrachtet werden könnte, und lischen Kriegsminister und Herrn Brodnck absicht- wir der Ansicht waren, daß derartiges n a ch lich au» dem Berichte herausfallen ließ, um die Möglichkeit zu verhindern sei, so hat der ganze Geschichte dieser Waffenlieferungen und diese» Reichskanzler in ganz der gleichen Weise, wie Neutralitätsbruche» in das Meer de» Stillschweigen« seinerseits eine Anregung an die Fuma Krupp und der Vergessenheit zu versenken.

beim Beginne des Krieges ergangen war, so auch Der Deutsche ist aber leider im Unklaren jetzt an die Rheinische Maschinen- und Metall- darüber: wußte der Herr Staatssekretär Frei- waarensabrik das dringende Ersuchen ge« 6err von Richthofen die Sache nicht besser, oder richtet, aus Rücksicht auf bie politische Lage der • ' “

Dinge in Südafrika die weitere Ausführung der Bestellung bis auf weiteres zu inhibiren. Wir geben uns der Hoffnung hin, daß die Rheinische Maschinen- und Meta^waarmfabrik in ganz der gleichen und loyalen Weise, wie das seitens der Firma Krupp geschehen, dem Ansuchen des Herrn Reichskanzlers entsprechen

Die kleine Lori. ]

Original-Roman von Irene v. Hellmuth.

28 ------ (Nachdruck verboten.)

„Wie geht eS Dir heute, mein Liebling?" fragte der Vater täglich, ihre Hände so sachte und zärtlich in bie seinigen nehmend, als fürchte er, etwas daran zu verderben. „Fühlst Du Dich nicht ein wenig beffer?"

Lori schüttelte jedes Mal den Kopf. Mn trübes, schmerzliches Lächeln irrt« bann wohl um den bleichen Mund, der so selten sprach. Heute, da Lori fich besonders matt fühlte, fügte sie auf das Beftagen deS Vaters bei: „Beffer werde ich mich erst fühlen, wenn ---ich — — tobtbin.

Dann komm« ich zu meinem lieben Mütterchen, das wird ein Wiedersehen geben, Vater, — meinst Du nicht?"

Dem Alten purzelten nun wirklich di« Thränen über das kummervolle Geficht her üb, er bemühte fich vergebens, fi« zurückzuhalten und ein Lächeln zu erzwingen.

Du sollst nicht so reden, Lorr, Du wirst wieder gesund, Kind, der Ar^t meint auch, wenn «st die rauhen Tag« überstanden find, dann geht es schon beffer, Du bist noch so jung, Du wirst es üb-rwinden.

Abermals schüllette Lori den Kopf.

„Bis bie Sonn« wieder warm scheint, — lebe ich nicht mehr. Hier —" fi« zeigte auf die Gegend bei Herzens, — hier tijut es so — weh, — ich, ich Jan ns nicht überwinden, es ist zu viel, zu viel."

Berneck wehrte den Thränen nicht mehr.

wollte er den wahren Thatbestand absichtlich ver­schweigen ober vertuschen? Die Beantwortung und Klarstellung bieser bellen neuen Fragen ist unbe- DI ------- ----------

dingt nolhwenvig im SntereRe _ber Achtung, die | eg $nen gar nicht ein sie abzuschaffen, aus die deutsche Regierung ihrer Würde -chuldig ist. > L fönnten ihnen ihre Mannen untreu « - - 1 "^sg—sgBB—sBBseB^B- | Für bie Vermehrung der indirekten

Reichssteuern wird damit aber nichts bewiesen; eS bentt doch auch kein Mensch daran, bie be- stehenben Abgaben bieser Art abzuschaffen. Nur vermehrt werden sollen sie nicht unb werben es auch nicht, unb wenn Herr Minister von Miquel noch ein ganzes Heer von Soldschreibern auf- “»Ä | Vermehrung zu beweisen.

h Wertzaflele N«»k - Airektoreu. Die vier Direktoren derPreußischen Hypotheken- Aktien-Bank und der Deutschen Grund- schuld-Bank, an der Spitze der Kommerzien- rath Ed. S a n d e n in Potsdam,der dem Direktorium beider Banken angehört und Stadtoerordneter und Kirchenrath in Potsdam ist, find verhaftet worden. Ganz unerhörte Vorgänge find die Berar- laffung zu diesen Verhaftungen; viele Personen, die ihre Ersparniffe in sicheren sogen. „Pfand-

Berlin, bett 20. Dezember.

* Mit bem Baue der Kirche W«ri« I Keimgaug auf der Dorrnition in Jeru­salem, zu bet bekanntlich am 7. Oktober der Grundstein gelegt wurde, kann noch nicht be­gonnen werden. Wie das in Aachen er­scheinende Centrumsblatt ,Echo der Gegenwart' hört, soll die türkische Regierung Schwierig­keiten machen. Der hoch«. Abt Benzler von Maria Laach, der dieser Tage beim Kaiser war, um über bie Feier der Grundsteinlegung Bericht zu erstatten, hat, wie man annehmen darf, bei der Gelegenheit auch diese Sache zur Sprache ge- braryt. Am Sonntag war Abt Benzler in Aachen, um mit dem Vizepräsidenten des deutschen Ver­eins vom hl. Lande, Landrath a. D. Janssen, wenige Stunden vor drffen Tode, zu berathen.

’ „So wolltest Du Seinen alten, atmen Vater, der nichts mehr hat als Dich, allein i auf der Welt zurücklaffen, Lorchen?" fragte er schluchzend.

„Ich werde wohl müssen, — Väterchen, was hilft va bas Sträuben?"

„Es kann nicht sein, — es kann nicht sein!" Rührenb wat es, als Lori bie dünnen abgemagerten Arme um den Hals des Alten sch a»g und tröstend sagte: „Gräme Dich nicht so sehr, Väterchen, und denke, daß es Deinem Kinde dann wohl ist; ich erwarte nichts mehr vom Leben, der Tod wird mir ein Erlöser sein!"

„Weißt Du, was ich möchte, Vater?" be­gann Lori nach einer kleinen Pause abermals.

„Nun, Kind, sprich! Wenn es in meiner Macht steht, bann sollst Du es haben!"

Gespannt ruhten die Augen bes Alten auf dem zarten Gesicht, bas fich leise etwas röthet«; dabei flog ein verklärtes, fast Überirbisches Lächeln darüber hin.

„Ja Deiner Macht wird es wohl kaum stehen, aber schön wär's eben doch, — wenn es sein könnte," sagte Lori dm Kopf schüttelnd.

9

MW- selben nicht bewältigen konnten, und daraufhin in Berlin mederlaffen, da ihm, wie berichtet sind in Deutschland ebenso große Bestellungen wird, das Münchener.Höhenklima nicht zuträglich g! W ; | gemacht worden wie in England. Die deutsche ist. Für ein entsprechendes Heim ist in Berlin