Einzelbild herunterladen
 

^scheint tj,lich.

* Surnahme btt S»«n- uxb Arier, tey. BiertrljShrl.

§»»,,,»rei, ^«Bringerlohn mtbgkfteBet»üt Ftrtix u*b am.

ifMfttett: Die di» palt. Garmond- leite ober bereit Raum 15 Pfg.,Re­klamen die Petit teile 25 Pkß.; bei Wiederhotangen wirb entsprechend. Rabatt gewährt.

k»» p*e tx *3aXto. mit Mnterhaltungs -Anlage „Issustrirte Ssmlags-Zeiümg" “xäutXET'"'

JK 267.

Jutöcr, Dienstag, den 20. November 1900.

27. Jahrgang.

Dir Entwickelung des Fernsprechwesens.

In drr Festschrift des Reichspostamtes, „50 Jahre elektrischer Telegraphie", findet sich eine kurze Ueberstcht über die Entwickelung des Fern­sprechwesens, die auch für weitere Kreise von Jntereffe sein dürfte. Wir entnehmen dem Ab­schnitt folgende Ausführungen und Daten:

Als der Fernsprecher — eine ursprünglich deutsche Erfindung — auf dem Umweg über Amerika in Gestalt des Bellschen Telephons 1877 nach Deutschland zurückkam, stellte ihn die Tele. graphenverwaltung sofort auf die Probe. Nach­dem es erwiesen war, daß durch ihn Nachrichten bis auf 10 geographische Meilen übermittelt werden konnten, wurde er dazu verwendet, solche Orte an das Telegraphennetz anzuschließen, wo der geringe Verkehr die Ausstellung kostspieliger Morse-Apparate und die unverlüßliche Ausbildung von Beamten im Telegraphiren nicht gerechtfer­tigt hätte.

Die erste deutsche Telegraphenanstalt mit Fernsprechbetrieb wurde am 12. November 1877 in Friedrichsberg bei Berlin eröffnet; bis Ende desselben Jahres konnten 15 weitere Fernsprech­anstalten dem Verkehr übergeben werden. Ende 1878 betrug ihre Zahl bereits 287 und stieg bis Ende 1879 auf 788. Die Billigkeit und Ein­fachheit des neuen Apparates, der ohne Vor- kenntnifse von jedermann bedient werden kann, haben seitdem wesentlich dazu beigetragen, die Zahl der Reichs-Telegraphenanstalten auf eine noch vor 25 Jahren wohl kaum für erreichbar gehaltene Höhe zu bringen. 1881 geschah ein werterer Schritt in der Verwendung des Fern­sprechers : dem Publikum wurde die Beförderung von Nachrichten, zunächst für den Bereich des eigenen Ortes, selbst in die Hand gegeben. Es entstanden die Stadt- Fernsprecheinrichtungen. Sie ermöglichen jedem Theilnehmer, während der Dienststunden der Vermittelungsanstalt mit den übrigen Theilnehmern derselben Stadt-Fern- sprecheinrichtung mündlich zu verkehren, sowie Nachrichten an die Vermittelungsanstalt zur Weiterbeförderung durch die Post oder den Tele­graphen zu übermitteln.

Die erste Stadt-Fernsprecheinrichtung wurde in Mülhausen (Elsaß) am 24. Januar 1881, die zweite am 1. April desselben Jahres mit 33 Sprechstellen in der Reichshauptstadt eröffnet, deren Bevölkerung merkwürdiger Weise dem Unternehmen Anfangs nur geringes Jntereffe entgegenbrachte. Schnell folgten Hamburg, Frank­furt (Main), Breslau, Mannheim und Köln (Rhein), sodaß Ende 1881 7 Stadt-Fernsprech­einrichtungen mit insgesammt 1504 Sprechstellen in Betrieb standen. Der Erfolg dieser Anlagen und die in weitere Kreise dringende Erkenntniß ihrer Vorzüge zogen eine von Jahr zu Jahr wachsende Vermehrung und Erweiterung der Stadt-Fernsprecheinrichtungen nach fich. Gegen­wärtig hat der Fernsprecher nahezu in allen mitt­leren und zahlreichen kleineren Städten Eingang gefunden. Seine Vortheile sind den verschieden­artigsten Gesellschafts- und Berufsklassen zugäng­lich geworden. Nahezu beispiellos entwickelte sich bald nach ihrer Eröffnung die ursprünglich so bescheidene Stadt - Fernsprecheinrichtung in Berlin. Die Zahl ihrer Sprechstellen wuchs von 458 Ende 1881 auf 17,013 Ende 1891. Zur Zeit sind in Berlin 48,186 Sprechstellen mit 99,663 Kilometer Anschlußleitungen vorhanden, die jährlich 224 Millionen Verbindungen ver­mitteln. Ein so umfassendes Fernsprechnetz wie das Berlins, hat keine andere Stadt der Welt aufzuweisen.

In den großen Verkehrscentten mit Fonds­und Produktenbörsen (Berlin, Breslau, Köln usw.) wurden die allgemeinen Fernsprechanlagen von Anfang an auch für den Börsenverkehr durch Aufstellung besonderer Fernsprechstellen nutzbar gemacht. Gleichzeitig erschloß die Telegraphen­verwaltung die Stadt - Fernsprecheinrichtungen solchen Personen, die keinen eigenen Fernsprech­anschluß besitzen, indem sie in Orten, in denen ein Bedürfniß dazu heroortrat, in Verbindung mit Post- und Telegraphenanstalten öffentliche Sprechstellen einrichtete. Seit Anfang Juni v. I. ist die Reichshauptstadt außerdem um rund 100 Fernsprechautomaten bereichert worden, die nach Einwurf eines Geldstückes die Möglichkeit eines Gespräches im Stadt-, Vor- und Nachbar- ortsoerkehr gestatten. Die Apparate find in den Schalterräumen der Postanstalten, auf Bahnhöfen, in Gastwirthschaften, Cigarrenläden und anderen dem Publikum leicht zugänglichen Oertlichkeiten aufgestellt.

Mit der zunehmenden Dichtigkeit des ober­irdischen Leitungsnetzes in den großen Städten

war die Herstellung neuer Anschlußleitungen, namentlich in der Nähe der Vermittelungsan­stalten, mit der Zeit derart schwierig und ver­wickelt geworden, daß die Verwaltung unter Auf­wendung beträchtlicher Mittel zur unterirdischen Linienführung übergehen mußte. Es wurden daher 1888 und 1889 in Berlin und dann auch in Hamburg, Breslau, Köln, Dresden, Leipzig, Magdeburg, Bremen usw. umfangreiche Kabel­netze angelegt. Sie umfaßten schon 1899 ins­gesammt 276 Kilometer Linie 2117 Kilometer Kabel und 110,740 Kilometer Leitung; davon entfallen auf Berlin 75 Kilometer Linie, 1084 Kilometer Kabel und 53,322 Kilometer Leitung.

Bald nach Eröffnung der Stadt-Fernsprech- einrichtungen trat das Bestreben hervor, den Fernsprecher auch über die Grenzen deS eigenen Ortes hinaus für den unmittelbaren Verkehr der Theilnehmer verschiedener Stadt - Fernsprech­einrichtungen zu verwenden. Dies führte 1882 zur Herstellung von Fernsprech-Verbindungs- anlagen. Sie erstreckten sich Anfangs nur auf kürzere Entfernungen und verbanden im Wesent­lichen große Verkehrsplätze mit den von diesen abhängigen Vor- und Nachbarorten. Mit der zunehmenden Verbesserung der Fernsprechapparate, des Leitungsmaterials (Auswechselung des Eisen­drahts gegen Bronzedraht) und dem Ueber- gange zum Doppelleitungssystem unter Aus­schluß der Erde als Rückleiter gelang es indeß 1887, die Verbindunganlagen auch auf große Entfernungen auszudehnen und einen geregelten F ernsprechdienst bis auf 1000 Kilometer und darüber hinaus einzu­richten. Seitdem haben Zahl und Umfang der Verbindungsanlagen sich besonders stark vergrößert. Das Reichs-Telegraphengebiet ist zur Zeit mit einem weiten Netze von Fernsprechleitungen be­deckt, die alle wichtigen Plätze sowohl mit der Reichshauptstadt, al« auch zum großen Theile untereinander verbinden und von denen ver­schiedene auch schon die Landesgrenzen überschritten haben. Die ausgedehnteste Verbindungsanlage für den Fernverkehr in Deutschland ist die 1032 Kilo­meter lange Verbindung Berlin-Memel. Es folgen die Linien Berlin - Budapest (969 Kilometer), Berlin-Mülhausen (Elsaß) (936 Kilometer), Berlin- Wien (662 Kilometer), Berlin-München (660 Kilometer), Berlin-Paris usw.

Eine weitere Form der Benutzung des Fern­sprechers zu Telegraphenanlagen bildet die im Jahre 1883 begonnene Herstellung einheitlicher Fernsprecheinrichtungen für bestimmt begrenzte Bezirke mit gleichartigen Gewerbszweigen (Jn- dustriebezirke). Diese Fernsprecheinrichtungen gleichen denen der Städte zwar in der Anlage und dem Zwecke nach, sie Übertreffen die Stadt- Fernsprecheinrichtungen jedoch bedeutend durch ihren Umfang. Die Vermittelungsanstalten, die durch besondere Leitungen untereinander ver­bunden sind, befinden sich an geeigneten Orten des Jndustriebezirks. Auf diese Weise und mit Hilfe der sonst getroffenen Betriebseinrichtungen vermag jeder Theilnehmer mit den übrigen Theilnehmern des ganzen Netzes unmittelbar zu sprechen. Gegenwärtig sind Bezirks-Fernsprech­einrichtungen im Betriebe: im oberschlesischen, niederrheinisch-westfälischen, bergischen und im Jndustriebezirke der sächsischen und preußischen Oberlausitz, ferner in den Bezirksnetzen Halber­stadt und Umgegend, Frankfurt am Main und Umgegend, Hirschberger Thal und Lugau-Oelsnitz (Erzgebirge).

Die Leichtigkeit in der Bedienung des Fern­sprechers hat schließlich auch einen günstigen Ein­fluß auf die Vermehrung solcher Anlagen aus­geübt, die Wohnungen, Geschäftsstuben rc. von Privatleuten untereinander oder mit Reichs-Tele­graphen-Anstalten zu verbinden und die unter den Begriff der besonderen Telegraphen-Anlagen oder Neben-Telegraphen-Anlagen fallen.

Ueber die Entwickelung, welche das Fernsprech­wesen seit dem Jahre 1881 im Reichstelegraphen- Gebiete (also ausschließlich Bayern und Württem­berg) genommen hat, geben folgende Zahlen Auf­schluß: Die Länge der Linien der Stadt-Fern- sprech-Einrichtungen betrug 1881 3179 — 1899 (1. Juli) 330,156 Kilometer, die Zahl der Orte mit Stadt-Fernsprech-Einrichtungen 1881 7 — 1899 770, die Zahl der Sprechstellen 1881 1504 — 1899 183,496, die Zahl der Fernsprech-Theil- nehmer 1881 1226 — 1899 151,207, die Zahl der vereinbarten Apparate 1881 1675 — 1899 186,466.

Vermischte».

'Kleine Machrichte«. Elb erfelb. Ein Rechts­anwalt von hier war angeklagt, bei den ihm vermöge seiner amtlichen Eigenschaft anvertrauten Angelegen­heiten in berselben Rechtssache beiden Parteien durch Rath und Beistand pflichtwidrig gedient zu haben. Die Strafkammer hielt den Angeklagten der Prävarikation im Sinne des § 356 des Strafgesetzes für überführt unb^verurtheilte ihn zu drei Monaten Gefängniß, bei

geringsten zulässigen Strafe. — Berlin. Auf brat hier abgehaltenen Deltschen Goldschmiebetag wurde ein geeigneter Verband der deutschen Ju­weliere, Gold- und Silberschmiede zur Wahrung berech­tigter Interessen gegründet.— Köln. Der Bürgermeister a. D. von Köln-Nippes, Eich, der bei dem Kölner Abgeordnetenfest im Jahre 1865 eine Rolle spielte, hat sich erschoflen. — Mainz. Die Pläne für eine zwei­gleisige Eisenbahn von Kostheim nach Mombach und mit Anschlüssen nach Mainz und Wiesbaden sind so­weit fertig gestellt, daß die Regierung soeben die Pläne zur Einsicht der Jntereffenten offen gelegt hat. — Ulm. Bei dem Rathhausneubau stürzte während der Arbeit eine zwei Stock hohe Mauer ein. Ein Ar­beiter wurde getödtet, ein anderer wurde leicht ver­letzt. — Rom. König Viktor Emanuel will zu Gunsten des Hofhaltes der Königin-Wittwe auf eine Million seiner Dotation verzichten. — Petersburg. Die ,Nowoje Wremja' meldet aus Wladiwostok, vom 10. ds. Mts., daß auf der Mandschurischen Bahn die Züge jetzt auf der Strecke Port-Arthur- Mukden verkehren. — Washington. Der Ge­sandte von Nicaragua, der hierher zurückgekehrt ist, er­klärt, die Meinungsverschiedenheiten zwischen Nicaragua und Costa Rica seien beigelegt. Beide Regierungen seien gewillt, mit den Bereinigten Staaten bei jedem vernünftigen Plane hinsichtlich des BaueS des projektirten Kanalszusammenzuwirken. — Posen. Seinrich Sienkiewicz weilt als Gast des bekannten errenhausmitglieds Joseph v. Koscielskt gegen­wärtig im Schlosse zu Miloslaw. Sienkiewicz zu Ehren werden große Jagden veranstaltet. Sienkiewicz steht gegenwärtig in Unterhandlungen mit anglo­amerikanischen Verlegern wegen eines größeren Romans, der zu gleicher Zeit in englischer und polnischer Sprache erscheinen soll. — München. In einem hiesigen Pensionat vergifteten sich der praktische Arzt Dr. Baratt und die 37jährige Lehrerin Scheper mit Cyan­kali. — Petersburg. In Folge ZufrierenS der Wolga in ihrer ganzen Länge mußte die Schifffahrt eingestellt werden. Große, zur Verladung bereite Getreidevorräthe können nicht tranIportirt werden. — Simon (Colorado). Hier wurde ein sechszehnjähriger Negerbursche, der ein elfjähriges weißes Mädchen ermordet hatte, von der «üthenden Menge auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Der Vater des Mädchens zündete denselben selbst an.

* Das Wort „Mlochstgual", das bei den Berichten über das furchtbare Eisenbahnunglück von Offenbach vielfach gebraucht wurde, ist von dem französischen Worte bioquer (versperren) abzuleiten, und dies erklärt fich so: Wenn es wegen starken Verkehrs nothwendig wird, mehrere Eisenbahnzüge rasch nach einander abgehen zu taffen, so verlangt es die Sicherheit des Betriebes, daß kein Zug eher abgeht, al« bis die Gewißheit vorliegt, daß der zuletzt abgegangene Zug eine Strecke der Bahn bereits durchfahren hat, letztere also frei ist. Diese Ge­wißheit wird von den einzelnen Stationen, sobald der Zug sie pessirt hat, rückwärts durch ein elektro­magnetisches Signalß gegeben. Da aber die gewöhn­lichen Stationen, Bahnhöfe rc. zu weit auseinander liegen, alS daß die Züge so lange warten könnten, bi« die vor­hergehenden diese Strecke durchlaufen haben, so hat man zum beregtcn Zweck die Bahnen in kürzere Strecken ge- theilt und an mehreren Punkten zwischen den großen Stationen elektromagnetische Signalapparate aufgestellt. In Frankreich, wo man dergleichen Apparate zuerst eingeführt hat, ist nun die Sache so ausgefaßt worden, daß die Bahn so lange versperrt oder „blodtrt" sei und von keinem Zug befahren werden dürfe, bis da? frag­liche Zeichen gegeben ist

* Kampf mit einem Pavian. Eine aufregende Scene spielte sich unlängst wie aus Kapstadt be­richtet wird — auf der im gebirgigen Theile der Kapkolonie gelegen Farm eines vornehmen Holländers Namens van Niekerk ab. Der Farmer war mit einigen bei ihm weilenden Landsleuten gerade von einer erfolgreichen Jagdstreife durch die Berge zurück­gekehrt, als man einen Pavian von ungewöhnlicher Größe einen nahen Abhang hinabklettern sah. Als das Thier unten anlangte, wurde es von den noch in großer Erregung befindlichen Jagdhunden sofort wüthend attakirt. Die Männer stützten sich im Ein­verständnisse miteinander auf ihre Gewehre und sahen dem eigenartigen Kampf aus geringer Entfernung zu. Dem Pavian schien das Rekontre ordentlich Ver­gnügen zu bereiten. Aber was für ihn selbst Spielerei war, bedeutete für seine kläffenden, heulen­den Angreifer den Tod. Sie begannen einer nach dem anderen winselnd und ihre schrecklichen Wunden leckend sich von der Arena zurückzuziehen. Einigen der armen Vierfüßler waren die Knochen bloßgelegt, zweien hingen die Eingeweide heraus, und einem riesigen Hetzhunde, der in der Verfolgung von Raubthieren auf dem Veldt nicht seinesgleichen hatte, war die Kehle und der halbe Leib aufgeschlitzt. Eine breite Blutspur zurücklassend, schleppt sich das Thier bis zu seinem Herrn, zu dessen Füßen es zusammenbarch. Die Situation wurde sehr ernst. Unter den noch unverletzten Hunden befanden sich drei werthvolle Exemplare, die der Farmer um jeden Preis retten wollte. Aus Furcht, einen seiner Lieb­linge zu treffen, wagte van Niekerk nicht, zu schießen. Ehe seine Freunde ihn aber daran hindern konnten, stürzte er sich, nur mit dem Jagdmesser bewaffnet, zwischen die kämpfenden Thiere. Der Affe bemerkte so­fort die Annäherung des neuen Angreifers und indem er die vierbeinigen Gegner zur Seite schleuderte, holte er mit seinem rechten Arm zu einem gewaltigen Schlage aus. Hätte dieser Schlag den Holländer ins Gesicht getroffen, wie es unverkennbar in der Absicht des Pavians lag, so würden ihm die Kinnladen zer­schmettert worden sein. Er wich jedoch im letzten Moment geschickt aus und so sauste der Hieb auf seine linke Schulter nieder. Durch die Wucht zwar zu Boden geworfen, raffte er sich aber schnell genug wieder auf, um der Bestie, die gerade Miene machte, ihre langen haarigen Arme um seinen Körper zu schlingen, rechtzeitig entgegen zu treten. Nach mexi­kanischer Art stieß der beherzte Mann sein Messer von unten nach oben in den Leib des Pavians. Dem kraftlos zurücktaumelndem Geschöpf wurde nun von den anderen Jägern bald der Garaus gemacht.

* Schlagender Beweis. Kollekteur (in's Zimmer stürzend) „Herr Maier, Sie haben's große Loos ge­wonnen! Schauen S' das Glück!" — „Gott sei Dank! Endlich weiß ich doch, warum mich die Leut' mein ganzes Leben lang für so an dummen Kerl ge­halten haben."

Liter arisches.

Waldner, P. Jas., 8. J., Jesus, die Kraue der Jungfrauen, 13. Auflage. Mit kirchlicher Approbation. 552 S. kl. 8°. Gebunden in Kaliko mit Rothschnitt 1,50 Mk.; in besseren Einbänden zu 2 Mk. bis 3,20 Mk., hochelegant gebunden zu L 8.3,60 Mk. bis 5 Mk. Verlag der Bonifacius- Z -l Druckerei In Paderborn. Zu beziehen durch alle

Buchhandlungen.

Dieses in dreizehnter Auflage vorliegende Buch ist ein vollständiges Lehr- und Gebetbuch für Jungfrauen, die in der Welt oder im Kloster leben. Dasselbe zer­fällt in sieben Theile, die sowohl in erbaulicher, wie be­lehrender Beziehung sehr reichhaltig find. Die Gebete find den verschiedenen Verhältnissen und Bedürfnissen der Jungfrauen besonders angepaßt: auS den Be­lehrungen, die in Zwiegesprächen zwischen brat Herrn unb der Jungfrau ertheilt werben, heben wir namentlich ben zweiten Theil „Bon ben täglichen geistlichen und weltlichen Verrichtungen der Junzsrau", und denffünften „Bon der wahren Andacht unb Heiligkeit der Jungfrau" hervor, in welchen das ganze innere und äußere Leben einer Jungfrau in lichtvoller unb zu Herzen gehender Weise zur Sprache kommt. Wir spenden dem überaus prächtigen Buche unser Lob und unsere Anerkennung unb wünschen, daß es namentlich zu Weihnachten in bie Hände recht vieler katholischer Jungfrauen komme und reichen Segen stifte.

Katechismus des guten Tons und der feinen Sitte von Constanze von Franken, 9. Auflage, Max Hesse's Verlag in Leipzig. Preis geb. Mk. 2.50.

Ein Buch, das es in de» wenigen Jahren seit seinem Erscheinen zu neun Auflagen gebracht hat und jetzt mit dem siebenundzwanzigsten Tausend seinen Weg in die Welt nimmt, bedarf eigentlich keiner weiteren Empfehlung. In der That ist uns von all den zahlreichen Büchern des gleichen Genres keines bekannt, das eine so große Reichhaltigkeit des Stoffes in so gedrängter Kürze und seine für jedes Alter und jedes Geschlecht gleich verläßlichen Rathschläge in so verständlicher und dabei angenehmer, überall humoristisch durchleuchteten Weise brächte. Ein nicht unbedeutender Antheil an der raschen Beliebtheit des Merkchens muß allerdings auch der gefälligen Form und hübschen Ausstattung, sowie seinem billigen Preise, der die Anschaffung jedem ermöglicht, zuge­schrieben werden. Möge das Buch weite Verbreitung und seine Lehren fleißige Beachtung finden!

Gottesdienstordnung in Fnldn.

Mittwoch, 21. Nov. (Fest bet hl. Elisabeth.) Dam. 5>/», 6 unb 7 Uhr hl. Messen, 8 Uhr Pfarramt mit Predißt, '/-10 Uhr Kathedralamt, 12 Uhr hl. Messe, V/i Uhr Andacht, 4 Uhr Andacht. — Stadt­pfarrkirche. 5'lt Uhr hl. Messe unb Predigt, 6 Uhr hl. Messe unb Kommunion deS Müttervereins, 7 Uhr hl. Messe, 8 Uhr bl. Messe unb Predigt, 9‘/i Uhr Amt unb Predigt, 2 Uhr Predigt unb Andacht für den Mütterverein, 3 Uhr Andacht. — Pfarrkirche ptm hl. Geiste. 8 Uhr Hochamt mit Predigt, 4 Uhr Andacht mit Segen. — Frauenberg. 5, «/■ 7 und 8 Uhr hl. Messen, 9 Uhr Hochamt, 2 Uhr Kreuzwegandacht mit sakram. Segen.

Svangekischer Hottesdieust. Mittwoch den 21. November. (Buß- unb Betlag.) Borm. 9'/, Uhr: Herr Superintendent Ruhl. (Kollekte) Abends 6 Uhr: Herr Pfarrer Kranepuhl. Borm. 11 Uhr: Militärgottes- dienst in der alten Kirche:Herr Superintendent Ruhl.

ReUawe«. »rrd AnzeigentheU-

Jeder Familienvater

cchressire: Versandt - Athrklung

Einkauf reifen können, f

g«t unb billig kaufen wollen, bestellen Sie Muster vom

Kaufhaus Fs?ank & Bae**

ollte darauf sehen, daß seine Frau u. Töchter im Intet esse ihrer Gesundheit nur Mieder oder Corsets mit

Herkules-Spiral-Federn » » P. 76913 von

Wagener& Schilling

Oberkaufungen

tragen. Diese Einlagen sind nach alle« Seiten biegsam, unzerbrech­lich und rostfrei.

Man verlange ausdrücklich nur

Corsets od Mieder mit Stempel: Wagner & Schilling’sche

Herkules Spiral-Elnlagen.oder

Herkules- Spiralen D. R. P. 76912.

9V* Ueberall z« haben. -MH

Von ärztlichen Autoritäten glänzende Er­folge erzielt mit „SanatOffen“. Zu haben in Apotheken und Drogerien.

Bauer 6 Cie., Berlin SO. 16,

ungenleiden