Fuldaer
mit Zlnterhaltungs -Aeikage „Mufirirte Sonniags-Zeitung
27. Jahrgang.
gfutoa, Dienstag, den 13. November 1900.
JK 261
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dehnen. Die Folge zeigte sich darin, daß trotz der Ausfuhrprämien die Rübenpreise z. B. für
® Thränen entfloßen bei diesen Worten den i General, daß sie wiedn gekommen sind. Augen der Mutter, der Vater aber murmelte: tn h,it '
„Des VaterS Segen baut den Kindern Häuser." Zwei Tage nachher ward sür Meerholz der Durchmarsch der 24. Brigade angezeigt.
In der That marschirte Regiment auf Regiment durch daS Städtchen, zuletzt Kürassiere. Bei diesem Regiment« befand sich auch eine Kutsche, welche plötzlich vor dem Schulhause hielt, daneben ein General in großer Uniform, den Helm mit dem wallenden Schweife auf dem Haupte. Aus der Kutsche aber guckte eine junge Frau heraus, die Adele kaum erblickte, als sie zur Thüre hinausstürzte mit dem Rufe:
„Lenore, geliebte Schwester!"
Der General war längst abgestiegen, eine
bringen könnte. ..
Durch den Rückgang der Getrndeprerse ist die Kaufkraft der Landbevölkerung zum Thefl stark verringert worden. Erwägt man nun, daß viele Gewerbetreibende aus dem Lande, die zugleich Landwirthschaft treiben, Handwerker, Müller rc. an der Kaufs äh ig ke it der Landwnthe stark interessirt find, ferner viele Landbewohner als Tagelöhner ihren Unterhalt von ländlichen Arbeitgebern erhalten, so wird man sich der Urberzeugung nicht verschließen können, daß ein sehr großer Bevölkerungsantheil von dem Rückgang der Getreidepreise keineswegs einen Nutzen gehabt hat, sondern daß ihre Srwerbsverhältnisie
Lebrun lachte noch so heiter wie sonst, er reichte Levoren die Hand und sagte:
„Jetzt ist alles gut, nicht wahr, Geliebte?
Sie nickte und zog ihn die Stufen hinauf, denn schon lief eine Menge Leute zusammen; die Tante folgte nach. , , m
Inzwischen hatte Adele hurtig den Garten
der postalischen Einrichtungen in einer Festsitzung und auf einem Festmahl der Handelskammer seinen Wirthen mancherlei freundliche Worte ge« sagt, sich aber auch recht fiskalisch gezeigt. S« bezeichnete er eine weitere Ausdehnung des Fernsprechwesens für wünschenswerth, jedoch nicht auf Kosten der Fernsprechgebühren. Weiter erklärte er eine Berbefferung des Geldverkehrs im Postwesen als dringend erstrebenswerth, regte die Einführung einheitlicher Formate des Bnes- papiers und der Kuverts an und hob hervor, daß Briefmarken kein Zahlungsmittel seien.
* I«r Mohnnugsnoth. Angesichts deS allgemeinen Wohnungsmangels sind in neuerer Zeit von verschiedenen gemeinnützigen Baugesellschaften an den Kaiser Gesuche um Gewährung von Beihilfen gerichtet worden. Der Kaiser hat sich, wie die »Post' erfahren haben will, diesen an und sür sich eigenartigen Anfinnen gegenüber im Großen und Ganzen nicht ablehnend verhalten und vielfach solche Bet- Hilfen gewährt. Allerdings bestanden diese Beihilfen nicht in baaren Geldspenden, sondern « Zuschüssen in Gestalt von Hypotheken auS Staatsmitteln. So ist erst dieser Tage wieder der Baugenossenschaft „Eintracht" zu Essen eine solche staatliche Hypothek in Höhe von 300,000 Mark gewährt worden.
* Die durchgehende« Wage« der 0- ASge sollen nun abgeändert werden. Im Eisenbahn-Ministerium hat man sich, wie Berliner Blätter melden, aus Anlaß des Offenbacher Un- glücks überzeugt, daß die bestehenden Einrichtungen der V-Wagen unhaltbar sind; die Wagenabtheile in diesen Wagen sollen sämmtlich von außen und innen zu öffnenden Thüren erhalten, so daß im Augenblick der Gefahr den Paffagieren ein Entrinnen möglich ist. Freilich wird dadurch der bisherige Schutz vor Wind und Wetter sehr gemindert, denn die Thüren werden dann mtür- lich auch von den Passagieren zum Ein- und Aussteigen benützt werden, ebenso müßte die Raumeintheilung geändert werden, aber Aller das kann nicht ins Gewicht fallen, wenn es sich . um die Sicherheit für Leib und Leben handelt. ; Es werden jetzt noch weitere Wünsche ausgestellt, besonders wird als nothwendig erachtet, den ' Zügen einen Abschluß durch einen Güterwagen . zu geben, damit den letzten Wagen tm Falle , eines Auffahrens nicht der volle Anprall trifft, > sondern die Wucht deS Stoßes abgeschwächt
30 pCt. zurückgingen, indem der Preis des Centners Rüben im Durchschnitt von 1 Mk.
ich mußte ihm versprechen, es Dir erst bei der Betglocke zu geben."
Der Magister öffnete zitternd das Päckchen und — 3000 Napoleon« stürzten ihm entgegen. Ein Zettelchen lag dabei:
„Es klebt weder Blut noch Unrecht daran, es ist ehrlich erübrigtes Geld von meiner Gage, ein Nothpfennig sür die lieben Eltern im Alter.
daß die Preise für die thierischen Produkte nicht I die wirklich jetzt vorhandene Höhe gehabt hätten, wenn nicht durch die Getreidezölle ein noch stärkeres Sinken der Setreidepreise verhütet worden wäre. Ferner sind die von den bäuerlichen Besitzern zum Verkauf gebrachten Erzeugnisse rote Milch und Butter vorzugsweise solche, die auS der Viehhaltung stammen.
Daß mit einer besonders großen Vermehrung der Viehproduktion auch ein Rückgang der Milch» und Butterpreise verbunden ist, braucht wohl nicht näher dargelegt zu werden. Milch und Butter find aber für den Kleinbetrieb namentlich wichtige VerkausSartikel und eine Verminderung der Preise derselben um wenige Prozent macht fich schon recht empfindlich bemerkbar. Dieser Schaden überwiegt bei weitem den Vor- theil, den etwa bei niedrigerem Preisstand des Getreides der billigere Zukauf von Futtermitteln
Papa ein."
Die alte Dame nickte würdevoll.
„Werde ich, soll mir Mein Herzenskind nicht noch unglücklich machen. S' ist nur gut, Herr
komm, es ist Besuch da."
„Ist Law-S dort?"
„Weit besser, Väterchen."
Der Magister horchte auf:
„So ist'S Oswald auS Paris?"
„Fehlgeschoffen! Lenore ist da und — noch
einer." u . .
„Lebrun?" fragte er und erröthete rote em
lebhaft auf Französisch - denn im Affekt redet man stets in der Muttersprache — eine AuS- einandersetzung seiner bisherigen Schicksale, welche mit einer abermaligen Werbung um Se- notens Hand schloß.
Die Tochter erwartete erglühend daS Resultat ab.
Der Magister wollte reden, aber jetzt drängte fich die Tante vor: m
„Ist das hier eine Aufnahme, Valentin. Begrüßt Du so die Schwester? —"
Sie reichte dem Ehepaar die Hand und fuhr fort: , ...
„Daß Du mir dem braven General nicht noch einmal einen Korb gibst, Du Schultyrann. Sieh, die lange Zeit ist er in Spanien der Senate treu geblieben. Freilich außer dem einen Briefe gleich zu Anfang, worin « bald nach Lenoreus Ankunft bei mir von ihr Abschied nimmt, I haben wir nichts erhallen. Sollen da lauter Räuber sein in Spanien, aber es war auch just genug, um meiner Lenore ganz den Kopf zu ver- I drehen. Wer nun aber so lange einem Mädchen treu gewesen ist, der meint's ehrlich und sei er gleich ein Franzose! Du aber, Valentin, hast mir das Mädchen ganz verschüchtert und zur Einsiedlerin gemacht. Ich hatte Roth mit ihr. Gleichviel, Senate ist so gut als meine Tochter und einst meine Erbin! Gib nur Deine Einwilligung zur Verlobung oder ich lege auf eigene Faust loS, ich, die verwittwete Sybille Schwab."
Valentin Treustem hielt fich die Ohren zu und wandte sich dann an Lebrun:
„Mein General, ich habe in den letzten Jahren I Manches «lebt, ich denke Üb« Manches nicht
reichte Adele dem Vater ein Päckchen:
„Lieber Vater, hier ist etwa« von Siegfried, | der Kutsche:
erreicht.
„Vater!" rief sie schon von Weitern. „Mutter
„So helft mit doch heraus, Ihr verliebtes Volk! Laffen die Tante da irn Wagen sitzen."
Der General lachte und hob die Alte galant heraus.
„Legen Sie dafür ein gutes Wort bei dem
Ordonnanz hielt das Roß:
„Und kennst Du Deinen zukünfttgen Schwager noch, den damaligen Kapitän Lebrun?"
O ja, o ja!" Und sie umarmte auch ihn. "Wo sind die eitern?" fragte Senate hastig. "Im Gatten sind Beide! Ich laufe sogleich
Schulbube.
„Getroffen, Vätnchen und nun eilt!"
Die Mutt« war voran, der Magist« folgte mit Würde, und die Tocht« wand fich auS den Armen d« Mutter, um den Vater wortlos mit Thränen zu umarmen. .
Jndrß stand der Gen«al stramm m mM- tärischer Haltung da, falutirte und begann dann
hin, sie zu rufen."
Jetzt meldete sich auch eine alte Dame tn Traunkleidung und schwatz« Schneppenhaube in
[] Hat der kleine n. mittlere , . .
Landwirth ein Jutereffe <m bet »SÄK’S
Erhöhung der Getreidepreise?
Preis haben; aber im großen Durchschnitt herrscht zwischen ihnen ein auf natürlichen Ursachen beruhender ParalleliSmuS. Fallen die Tetreidepreise, so müssen ftüher oder später auch die Preise der thiertschen Produkte sinken. Ein Rück- ging der Rentabilität deS Ackerbaues bringt auch stets einen solchen in dn Rentabllität der Viehhaltung mit stch. Hiergegen kann nicht eingewandt werden, daß zur Zeit in Deutschland die Preise für thierische Produkte noch ziemlich hoch sind. Die Ursache hiervon liegt in dem mll der gestiegenen Zahl und Wohlhabenheit d« Bevölkerung gewachsenen Verbrauch an Nah- rungsmitt' In auS dem Thierteich; ferner darin, daß die thierischen Erzeugniffe, soweit sie zur Nahrung dienen, eine viel geringere Ausbewah- rungS- und Transportfähigkeit wie das Getreide besitzen, demnach auch die Konkurrenz des Auslandes nur eine beschränktere sein kann. Jedenfalls darf aber als feststehend betrachtet werden,
In der augenblicklich so lebhaft erörterten Frage der Erhöhung der Getreidezölle im künftigen Zolltarif wird von den Gegnern derselben daraus hingewiesen, die große Mehrheit der deutschen Landwirthe habe von hohen Getretde- preisen durchaus keinen Nutzen. Dte meisten Landwirthe hätten überhaupt kein Getreide zu verkaufen, müßten vielmehr für ihren eigenen Bedarf solches hinzukaufen und hätten durch dte in Folge hoher Getreidepreise herbeigeführte Vertheuerung ihrer Lebenshaltung denselben Nachtheil rote die übrige konsumitende Bevölkerung.
Diese Behauptung stützt sich u. a. auf eine Rede des Reichskanzlers Fürsten Hohenlohe bei Gelegenheit der Verhandlungen tm deutschen : Reichstag über den Antrag Kamtz im Jahre 1895. Aus Grund eines Gutachtens des preußischen StaatsratheS führte er bei dieser Gelegenheit auS, daß durchschnittlich erst bet einem Besitze von 12 Hektar der Setreideverkaus den Getteidezukauf überwiege, daß demnach von den etwa 19 Millionen unserer landwirthschaft ltchrn Bevölkerung nur 4 Millionen, d.i. etwa 21 pCt. der landwirthschaftlichen und 7,7 pCt. der Gr- sammtbevölknung an einem hohen Preisstande des Getreides interessirt fei. Während nun von anderer autoritativ« Seite (Prof. Kühn - Halle) die Meinung vertreten wird, daß der Nutzen von hohen Getreidkpreifen bereits bei einem Be- : sitze von 2 Hektar beginne, fei an dies« Stelle vor allem darauf hingeroiefen, welchen indirekten Einfluß die Getreidepreise auSüben, in dem von dem Stande derselben vor allen Dingen, natürlich auch die Preise aller anderen landwinh- schastlichen Produkte, kurz die ErwerbSverhält- nisse der gefammte« deutschen Landwirthschaft getroffen werden. Unter diesem Gesichtspunkte :jst auch der kleinste Bauer an den Getreidepreisen interessirt.
Niedrige Getreidepreise und eine durch dieselben hervorgnusene gninge Rente aus dem -Getreidebau bewirken vielfach einen ««stärkten Anbau anderer Gewächse, die zum Theil das Brod ersetzen können. Dies« verstärkte Anbau anderer Gewächse muß bei einem beschränkten Markte oder gering« Ausdehnungsfähigkeit deS KonsumeS wieder zur Ueberproduktion, liebet- Mung deS Markte- uno damit zum Rückgang der Preise dieser anderen Gewächse führen. Besonders zeigt fich diese Wechselwirkung in der Anbau- und Preisstatistik der Zuckerrüben. Ihr Anbau ist vom Jahre 1878 — 1893 von 0,68 pEt. auf 1,51 pCt. der Gesammtfläche gestiegen. Die Menge der in Deutschland verarbeiteten Rüben stieg gegen daS Jahr 1874/75 um daS Bier- bis Fünffache, während fich die Zuckerproduktion um daS Sechs- bis Siebenfache hob. Demgemäß vermehrte sich auch die Zahl der Fabriken. Der große Unterschied zwischen der Rente deS Getreidebaues und derjenigen des Rübenbaues veranlaßte die Landwirthschaft, den rentabeln Rübenbau nach Möglichkeit anszu-
As LchilhffusNktthsh.
Original-Erzählung von Carl Cassau.
------- (Nachdruck verboten.)
„Du schwärmst, Siegfried! Doch stille davon jetzt! Lawes, laßt einmal die Kinder fort!"
Lawe» gab sogleich der Schuljugend die Freiheit, lärmend stürzte dieselbe ins Freie, Siegfried aber saß zwischen Vater und Mutter.
Plötzlich fiel dem Magister die leidende Lenore ein. Er that einen tiefen Athemzug und fragte:
„Und wie geht es Lebrun?"
Siegfried's Gesicht verrieth gute Nachricht.
„Ich weiß schon, liebe Eltern," entgegnete er, „daß keiner unserer Briefe angekommen ist, daß auch Lenore also ohne Nachricht sein wird. Getrost, Lebrun ist ihr treu und Ihr werdet ja sehen! Mehr verrathe ich nicht."
„Ich möchte Lenore so gern wieder aufrichten, ihr die bitteren Stunden versüßen," entgegnete der alte Herr, „habe ich doch vielleicht iyr Herz verloren."
Und er warf einen Blick nach oben, sein Herz sprach ein Gebet ohne Worte.
Schwester Adele konnte fich an Siegfried gar nicht satt sehen, sie sprach lange heimlich mit ihm.
Am Nachmittage mußte das Regiment wieder aufbrechen und Siegfried sich von seinen Lieben lorreißen. Der Magister begleitete den Sohn an Her Spitze des Regiments noch eine ganze Strecke.
Als am Abend die Betglocke anschlug, über
wird.
V »trH«, 12. Novbr. Der Kaiser empfing heute Bormittag um 9 Uhr den Chef des CivtlkabtnetS Dr. von LucanuS und um 11 Uhr den Staatssekretär des ReichsmarineamtS von Tirpitz ,um Bortrage. — Der Kaiser wird am Geburtstage der Kaiser,» Friedrich (21. November) nach Homburg-Cronber, kommen, eine Nacht dort verweile» und daun nach Rte< reisen, von wo auS er auf der „Hohenzollern die geplante Reise nach Schweden antreten wird. — DerBe- such des Kaisers in Tangermünde zur Enthüllung des Denkmals Kaiser Karl V. ist auf den 29. November festgesetzt worden. Der Kaiser trifft mit großem Gefolge ein und wird einen Tag in Tangermünde ver- roetien. — Der Kronprinz hat den Forstbeamten des Thronlehens OelS in Schlesien die Erlaubnrß er- theilt, fortan seinen NamenSzug an Achselstücken und Kopfbedeckung trage» zu dürfen. — Fürst zu H o h e n- lohe-Echtllingsfürst hat heute Vormittag auf längere Zett Berlin verlassen und stch zunächst «ach I Schloß Schillingsfürst begeben. - Dem Entwurf von
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Wie genau die Rartoffelpreife mit ben Roggenpreisen schwanken, geht aus Folgendem hervor: Setzt man den Preis für Roggen und Kartoffeln für den Zeitraum 1879/83 gleich 100, fo stellt fich das Verhältniß für «fieren um | die Jahre 1884/88 auf 82,4 pCt., für 1889/93 auf 103,1 pCt. und 1894/96 auf 73,1 pCt., für letztere dagegen auf 60,4 bezw. 76,9 bezw. 61,7 pCt. Die Kartoffelpreise haben demnach gletch- zeitig mit den Roggenpreisen auf- und abgeschwankt, sind indessen noch stärker zurückgegangen als die Roggenpreise und konnten stch auch in dem Zeiträume 1889/93 mit verhältnißmäßig hohen Ge- treidepreisen nicht entfernt fo stark erbeben als diese. Dabei find Ernte-Etttag und Ernteflache der Kartoffeln stetig gestiegen.
Einen weiteren Beleg für den Einfluß der Getreidepreise auf die Preise der anderen landwirthschaftlichen Produkte bilden die Gemüfest reise. In manchen Gegenden hat bei den niedrigen Getreidepreisen der Gemüsebau, weil er sich als lohnend «wies, eine außerordentlich starke Vermehrung «fahren. Starke Vermehrung mußte natürlich auch hier zu einer Urberproduktion und damit zu einem Preisstürze führen. Auf diese Weise sind manche Anbauer von Gemüse, welche
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gekommen, daß diese Ueberproduktion nur dann vermindert und angemessene Gemüsepreise wieder Deutsches MHdh
herbeigeführt werden können, wenn einigermaßen d-n 12 November
lohnende Getreidepreise den Getreidebau wteder rlin, ben i2.Jiooe
rentabel erscheinen laffen. Aehnlich steht es m t * Die ben Handelsgewächsen, wie Hopfen und Tabak, fio« wird am Donnerstag, 15. November, Vor- Dazu kommt, daß der Preis des Getreides mittags 101/2 Uhr im Neichstagsgebäube statt- auch mit dem thierischen Produkte in finden. Der stellvertretende Vorfitzende der Frak- nahem und innerem Zusammenhang steht. Es tion, Abg. Dr. Sch aedler, bittet die Mtt- tommen wohl Perioden, schreibt der bekannte glieder der Fraktion dringend um ihr Erscheinen. Agrar Politiker v. d. Goltz in feinem Buche: Da die sogenannte Jndemnitätsvorlage Aararwesen und Agrarpolitik, in denen entweder bereits beim Reichstage emgegangen ist, so wird die thierischen oder pflanzlichen Produkte d« voraussichtlich diese erste Sitzung sich fofori zu Landwirthschaft einen relativ hohen ob« niebrigen ein« sehr bedeutungsvollen gestalten.
Preis haben; ab« im großen Durchschnitt herrscht X Se. Eminenz Kardinal Kopp traf am »wischen ihnen ein auf natürlichen Ursachen be- SamStag Nachmittag tn Berlin em, um Sonntag Vormittag bie Einweihung der neuen Kirche in Steglitz vorzunehmen. Bald nach feinet Ankunft hatte Se. Eminenz eine längere Besprechung mit dem neuen Reichskanzler Grafen v Bülow. Abends 7 Uhr hatte der Kultus- minister Dr. Studt aus Anlaß der Anwesen- heit Sr. Eminenz des Kardinal Fürstbischofs Dr. Kopp ein größeres Diner veranstaltet. Zu demselben waren u. A. erschienen die Minister des Innern und der Finanzen, der Unterstaatssekretär und die AbtheilungSdirektoren des Kultus- ministeriums. Auch der fürstbischöfliche Delegat Propst Neuber und der Geh. Sekretär Stein- mann waren anwesend. Gestern erwiderte der Reichskanzler Graf v. Bülow den Besuch des Kardinals Fürstbischof Kopp.
* Staatssekretär vo« Sodvielski hat am Sonnabend in Leipzig nach der Besichtigung