JuLöcr, Donnerstag, den 8. November 1900.
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Blattes abgedruckt, in dem vor Allem der eine
VtwitiwrtH»: 38» die Hetafttoe 3ff. S«H für Jefttait J. Parzelle» t» 3-ld-.
9nt ent Verla, de» Fuldaer Xcttentrae«'- petersgaSe R». i lldarm-xic).
Hände. Sollte aber der Tag kommen, an dem eine Reichstagsmehrheit von dieser Auffassungs- weise geleitrt würde, dann müßte die unmittelbare Folge davon der Erlaß neuer Ausnahmegesetze gegen die Sozialdemokratie sein. Denn man könnte von dem deutschen Bolke nicht verlangen, daß es in seinem Körper Elemente dulde, die allgemein als unmoralisch, fittenverderberisch anerkannt werden.
richtsstandes der Presse wieder eingebracht werden. Die Hauptsache bildet der Zolltarif, der aber erst im Februar dem Bundesrath zugehen und kaum vor April an den Reichstag gelangen wird.
* Die ministerielle Berliner Korrespondenz veröffentlicht an der Spitze ihrer heutigen Ausgabe Folgendes: Nach dem Ergebniffe der gestrigen gerichtlichen Vernehmung des Polizei- Direktors v. Wrerfcheidt - Külkeffem im Sternberg'schen Prozesse ist dem genannten Beamten sogleich die weitere Ausübung dienstlicher Funktionen untersagt worden.
+ Das Wahlrecht in Kade« wird nicht verändert werden. Es wird auch in Baden bei dem unglückseligen indirekten Wahlverfahren bleiben, das einstmals von dem Reichskanzler Fürsten Bismarck als das elendeste aller Wahlsysteme bezeichnet wurde. Der engere Ausschuß der badischen nationalliberalen Partei hatte bekanntlich vor einiger Zeit den Beschluß gefaßt, in Zukunft für die Einführung des unmittelbaren
Jetzt find wir noch nicht so weit. An der Sozialoemokratie selbst ist es, zu verhüten, daß es so weit komme!
Satz bemerkenswerth ist, daß die badische Regierung der Ansicht ist, es müsse bei dem be-
ti Ilene IleichsattkeiHerr werden für das neue Jahr jetzt schon von mehreren Seilen in Aussicht gestellt. Da schon jetzt in den Blättern, die der Regierung dafür zur Verfügung stehen, Stimmung dafür gemacht wird, kann man sich darauf gefaßt machen, daß die neuen sAnleihen eine ansehnliche Höhe erreichen werden und nicht Anleihen von so kurzen Fristen sein werden, wie diejenigen haben, die unlängst hauptsächlich mit amerikanischem Gelbe bezahlt wurden. Schon jetzt wird angedeutet, daß man dreiprozentige Anleihen für längere Fristen im Sinne habe.
X »Die Wurzel« unserer Kruft liegen im Vaterlande" — ein erfreuliches, fast ein
grundlage, auf die es vor allen Dingen ankommt, darüber vergeffen könnte. Das deutsche Volk muß sich den neuen Weltmachtsrock, den es anziehen soll, doch erst ganz sorgfältig und genau ansehen, ehe es hineinschlüpft!
* Weue Mlitarforderrmge« kündigen die -Jahrbücher für Armee und Statine' an. Mit
Erscheint tLglich, et. Ausnahme der ®enn=nnb Stier* tage. Vierteljährl.
OhneBrmgerlohn und Bestellgeld in Snkda und auS* »««IM. 50 Pf.
Deutsches Deich.
Berlin, den 7. November.
* Bei der heutigen Rekrutenvereidi
so wollen wir Ihnen die Adele bewahren, als Ihr höchstes Gut. Und nun folgen Sie mir."
Er führte ihn die Treppe hinaus und öffnete in einer kleinen Kammer eine Fallthür.
«Sott hinein," sagte er. „Sie können nur liegen. Es ist ein sogenannter Zwischenboden, den Niemand ahnt."
Er schob einen Lehnstuhl mit Noten über die Fallthür, dann stieg er hinab und empfing Zwolla und die Polizisten.
„Ist der Baron Nymhemt hier im Hause gewesen?" fragte einer der Polizisten, ein Deutscher, der sich zu dem schmählichen Dienste hergab.
Verfahrens bei den Landtagswahlen einzutreten. Oeffentlich ist dieser Beschluß niemals kundgethan worden. Man vernahm dies nur aus einigen Zeitungsmeldungen, ohne daß der genannte Ausschuß für oder gegen diese Meldungen Stellung genommen hätte. Aber naturgemäß erregten die ... Nachrichten darüber allgemeines und großes Auferlösendes Wort nach allen den Reden von Welt- sehen; denn sie bedeuteten einen vollkommenen Politik, Weltmachtstellung, Nothwendigkeit der Gegensatz gegen die bisher von den badischen Schifffahrt, Gehen in die Meere und über sie Nationalliberalen in Wahlfragen beobachteten hinaus! Gesprochen hat es Staatssekretär von Haltung. Vorher hatten diese immer in Ueber- Podbielski bei der Abnahme des Rechspost- einstimmung mit der badischen Regierung eine dampfers „Großer Kurfürst" in Bremerhaven am Aenderung des Wahlrechtes in diesem Sinne be« letzten Dienstag. „Das kaiserliche Wort hat kämpft. Nun handelt es sich darum, welche zweifellos seine volle Berechtigung: Unsere Zukunft Stellung der neue badische Minister des Innern, liegt auf dem Wasser. Aber meine Herren, ver- Dr. Schenkel, zu der Sache einnehmen werde, geffen wir auf der andern Seite nicht: die Wur- Es war ja möglich, wenn auch unwahrscheinlich, zeln unserer Kraft liegen im Vaterlande, und was daß auch dieser andere Ansichten darüber haben
„Allerdings," antwortete der Magister sorg- los und unbefangen. „Er schien mir sehr aufgeregt und bat mich, ob et nicht dutch die Hintetthüt unseres Hauses in die Gaffe dort treten dürfe, es handele sich nur um einen Spaß."
„Schöner Spaß das," brummte Zwolla. „Auf diese Weise ist er uns entwischt. Wissen Sie noch von nichts, Herr Magister?"
„Nichts! Ihr erschreckt mich! Was ist denn geschehen?"
„Mit dem Dörnberg hat er's gehalten. — Ihm nach durch die Gaffe!"
„Er wird das Thor zu erreichen gesucht haben!" Damit stürmten sie fort.
Der Magister ftonb da wie eine Marmorstatue. Endlich brachte er die Worte hervor:
«Herr Baron, waS ist das?"
Der junge Mann sank neben Adele nieder: „Beruhigen Sie sich, alter Herr, es geht alles in Ehren zu. Adele wird meine Gattin, so wahr ein rächender Gott über uns lebt, sobald das Vaterland frei ist und ich mündig bin. Adele ist mein Stern, mein alles!"
„Junger Herr," entgegnete darauf der Magister mit einem tiefen Athemzug, „das war leichtsinnig, nehmen Sie's nicht übel, sich so hinter meinem Rücken mit Adele zu versprechen! Aber man sagt ja. Sie seien ein rechtschaffener Mann, nun so wollen wir sehen. Weil Sie aber Ihr Leben für das Vaterland eingesetzt, so will ich Sie retten. Stehen Sie auf; es ziemt sich nicht, daß der Sohn vor dem Vater kniet!"
„Nicht eher, bis Ihr mir Adelens Hand versprochen!"
Der Magister wandte sich zu Frau Karolina:
„Was meinst Du, Alte? In solcher Stunde lügt man nicht!"
Hannibal legte die Hand betheuernd aus's
Aber da ist der Mannheimer Arbeitersekretär schlecht angekommen. Die pfälzische Leitung der Sozialdemokratie wäscht dem allzu wahrheitsliebenden Sünder ganz gehörig den Kopf und bezeichnet es als „sehr bedenklich", daß der Arbeitersekretär es gewagt hat, Kritik an Arbeitern zu üben mit seiner „verdammten Korrektheit und Anständigkeit". Engel seien die Arbeiter ja gerade nicht; aber daß es so sei, dürfe man doch nicht öffentlich sagen! Und dann kommt das Beste: der Arbeitersektetär wird getadelt, weil er es tadelt, daß betrügerischer Mißbrauch der Versicherungsgesetze durch manche Arbeiter getrieben wird; er hätte nach der Ansicht der pfälzischen Parteileitung die von den Arbeitern erhobenen ungerechten Ansprüche vertreten sollen gegenüber der „Brutalität und Rücksichtslosigkeit der Unternehmer" und gegen den Staat der Gegenwart mit seiner schlechten Ordnung der Dinge. „Der
gung, die vor dem königlichen Schlosse statt- fand, hielt der Kaiser nachstehende An-
®u?em unb ober» 0,... «».»,. *.vUv.. .... »hu wu» I uup «MU# uiq« uiiucte vutuoer nauen
emen heiligen Eid ge- wir auch alles gestalten wollen, was dem handel- könne, als sein Vorgänger. Längere Zeit blieb | treibenden Volke wünschenswetth ist, es muß immer alles still; nur einige Regierungsblätter ereiferten Ter Milttärstand lst em be- i das große Vaterland im Auge haben. Die Länder, sich wiederholt über den Beschluß des badischen hindere An- die lediglich basiren auf dem Handel, sie haben nationalliberalen Wahlausschusses, von dem sie .db" Körper wohl eine Zeit geblüht, über nicht dauernd; das behaupteten, daß man ihn als einen bebauet« Euch insbesondere lehrt uns die Geschichte . . ." Wenn bet Kurs lichen Abfall znm politischen „Radikalismus" be» F«nh!.tiUv^nn'.®U($ emzufügen der Weltmachtpolitik des Reichskanzlers Grafen zeichnen müffe. Namentlich ein Berliner Blatt, 1". Cl™ b*e, Unto^nunflfann Bülow den Anschauungen entspricht, die Herr von die ,Berl. Neuesten Nachr.', war eifrig dabei
Ohr habt den Eid der Podbielski in Bremerhaven zum Ausdruck gebracht und wurde nicht müde, immer und immer wieder sä«.9 iS? 6A r. !at, dann kann man sich ihn gefallen lassen. Die gegen den „Radikalismus" zu wettern, den der
Sfcnfc?1» S f, haben bereits bevorstehenden Chinaverhandlungen im Reichstage engere nationalliberale Partei-Ausschuß bekundet
$\e-Ue c^" I ""den dem Reichstage ausgiebige Gelegenheit hätte; und nun hat die amtliche,KarlsruherZtg.'
Ur9 h«"ieberjuEamp1[en. verschaffen, das deutsche Volk recht eingehend einen solchen Artikel des genannten Berliner
Ihr haot auch im Innern die Ordnung auf- darüber aufzuklären und ihm die Besorqniß zu .....
zu Diese Fahnen werden Euch nehmen, daß unsere Überseeische Politik gar zu unbefleckt übergeben. Jyr habt dafür zu sorgen, sehr in die Ferne schweifen und die solide Heimaths-
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27. Jahrgang.
Inftraf»; Die ein* spalt. Tarmond- zeile ober bereit Raum ISPfq..Reklamen bie Pelrt- zeile 25 Pfg.; bei Wiederholungen wirb entsprechend. Rabatt gewährt.
nung und bin, alles im Stich lassend, ge- Herz, da stürzte Oswald, der draußen Wache flohen." geholten, herein:
„Erhebungsversuch - Dörnberg?" „Zwei Polizisten und der schändliche Zwolla
„Ja, hörtet Ihr denn nichts davon?" kommen auf unser Haus zu!"
„Junger Herr," sagte der Alte darauf ernst, „Es ist die höchste Zeit! Stehen Sie auf »bas kann Sie den Kopf kosten, wenn man Sie Herr Baron bleiben Sie brav, halten Sie Wort' faßt; meine Stellung ist —" 1 r " • ~ • ■ — - - - '
Adele stieß bei diesen Worten einen lauten
Schrei aus und warf sich dem Vater zu Füßen.
„Vater, rette ihn, ich liebe ihn ja mehr als mein Leben!"
der Begründung, daß eine Reform drs Jngenieur- und Pionierkorps erforderlich fei, wird für die Pioniere eine Vermehrung auf 2 Bataillone * Der Neichslrg wird bei feinem Wieder- zu je 3 Kompagnien pro Armeekorps verlangt, ------------ wesentlich anderes Gesicht zeigen mit einem Osfizierkorps, das sich auch ans der
*“*■ Infanterie — wie jetzt bei der Eisenbahnbrigade
— ergänzt und mit der Infanterie wechselt. Selbst in den.Jahrbüchern' wird anerkannt, daß diese Reform recht bedeutende Mehrausgaben erfordert.
Geist', in den der ganze Jahresbericht des Herrn I daß sie in Zukunft unbefleckt bleiben. Ich habe Katzenstein getaucht ist, gefällt dem Parteiober. Euch ein schönes Kleid geschenkt, macht Euch Haupts nicht: das ist nach des letztem Auffassung dessen würdig."
„der ermahnend wohlwollende Geist, der uns an • Kine Seefahrt des Kaisers steht bevor, der sozialpolitischen Professoren-Korona so wider- Die kaiserliche Yacht „Hohenzollern" steht seit f -lrch geworden ist". Für die Arbeiter wünscht Dienstag vollkommen seebereit zur Verfügung des
£ Sozialdemokratische Srttenlehre. der pfälzische Herr Obergenosse, „rücksichtslose Kaisers im Hafen von Kiel. Vor einiger Zeit
Die «--relch-i, und MM-digk-il" ‘“S* Ä E'd° taWet, d-, Kaiser habe -ine- Jagd-«-,
der,-,iai:-m-l!-,iich-aArb-tt--s-kr-iäiS Katze», Ä S? “* ^Md« «°r; und darum handel! «
stein in M-mnh-tm ist der Leiiu», der So,» "’1K „ br„Ä S.T 'S“ ,,6‘
demokratie der Pfalz höchst unliebsam, wenn nicht -ben^ offen rote Sic hte ÄhXÖS I , * ®ec Deichs gar verdächtig. Herr Katzenstein hat als ein «LLfffcke Ärbeiter»eit»na- «an» zusammentrittekein u,r^.!.^u«vr»r»«,i-i^t5rtgr»
Leißer Rabe Sntet seinen Herren Genossen ein- aI! in ber e^en Tagung der lausenden Gesetz-
mal der Wahrheit die Ehre gegeben und hat in ffÄi^bungS-Penode. An erster Stelle findet er die
seinem letzten Jahresberichte offen auch das ge- £tS"t', 9jbi beiS SfnrMp Jndemnnäts-Vorlage wegen der chinesischen Ausrügt, was nach seiner Kenntniß an ben arbeite™ r0öben D0I' ®aran «ihen sich drei juristische Vor-
zu rügen ist. Die Wahrheit aber ist ein seltenes ber S S ^etI: Seemannsordnung, Gesetz über die Ver-
Ding bet ber. Herren Genossen, und es ist bisher @L^bem^Ste 5 hXi I sicherungs-Gesellschaften, Verlagsrecht. Als An-
stets üblich gewesen, die vorhandenen Mißstände | SÄSraS'e« ’SSt.SißK I roetben feitcn§ des Centrums die Jesuiten-
undUnzuiräglichkeiten an Arbeitsstätten unöunter I frageund die Berufs-Vereine den Reichstag be«
den Arbeitern auf Habsucht, Beutegier, Schänd- E* V S?$afh9en- Dem Vernehmen nach soll auch der
lichkeit und Bosheit der Unternehmer - Hyänen SozmlSemokcatte darf Antrag auf Beseitigung des sogen, fliegenden Ge- j
* -md.-ul' mem tarne! b“ Greste wieder eiuuebru« wer.!
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buisj jene Teufel °uszustehen haben Begriffe „unmoralisch," daß sozialdemokratisch
Im allgemetnen braucht der Arbetterstand fein und ein Schuft sein auf Eines herauskomme. UTb e an11?/ V kc 0e3e?1 bie weit Auf solche Weise arbeitet die Sozialdemokratie stärkere Macht des Unternehmerthums. Jeder der Scharsmacherei, die diese Auffaffung so gern gerecht denkende Mann erkennt das an und allgemein verbreitet sähe, ja geradezu in die handelt danach. Aber niemand darf dadurch' ~' --- -
blind werden gegen die Schwächen und Fehler ber Arbeiterschaft, im Gegentheil: wer es aufrichtig gut mit biefer letzteren meint und durch seine Stellung berufen dazu ist, muß unbedingt sein Möglichstes thun darin, die vorhandenen Mißstände zu kennzeichnen und zu bekämpfen. Ein Arbkitersekretär ist ohne Zweifel berufen dazu, und so hat der genannte Arbeitersekretär Katzenstein in Mannheim seinen letzten Jahresbericht dazu benützt, ber Wahrheit gemäß festzustellen, baß an mancherlei Unzuträglichkeiten im Arbeitsoerhältniffe und beim Arbeitsbetriebe Leichtsinn, Trunksucht, Nachlässigkeit der Arbeiter schuld ist, und zwar augenscheinlich nur zu dem Zwecke, im Interesse der Arbeiterschaft selbst solche Schäden aufzudecken, um gleichzeitig dadurch zu ihrer Beseitigung beizutragen.
Jetzt kam der Magister zu sich. Hochaus- athmend holte er den Baron aus dem Verstecke hervor, ließ die Läden schließen und den Gast mit Speise und Trank erquicken. Oswald stand Wache. Dann mußte Hannibal alles beichten, er hielt dabei Adelens Hand in der seinigen.
„Sie müffen fort," entschied der Magister. „Aber wohin?"
„Ich gehe nach England."
„Und wie?"
.„Ihr, lieber Vater, müßt aus's Schloß, mir meine Kleider und die Kassette holen. Auch ein Pferd müßt Ihr mir schaffen."
Der Alte schüttelte den Kopf.
„Das ist Verdacht erregend. Ich kenne Zwolla. Er wird das Haus umstellen lassen. Aber halt, Lawes muß helfen. — Siehe, wenn man den Wolf nennt,--da ist er schon."
Lawes war nicht wenig überrascht, als er alles erfuhr. Man konnte sich aber auf seine Zuverlässigkeit fest verlassen. Er wurde also angeroiefen, des Barens Kassette, Reisekleidung und Pferd zu holen und damit an der Landstraße bei der großen Linde zu warten, die Papiere aber alle zu verbrennen.
„Jawohl, Herr Baron," entgegnete der Alte, «ich will alles genau so erfüllen: ich bin doch richtig inkrustirt —"
Der Baron lachte, der Magister aber erklärte:
„Jnstruirt, meinte er. —"
„Ja wohl, instruirt, wenn ich Höchstdero Papiere vorher verbrenne?"
Der Baron nickte.
Da» LchiilhMS M Weerhlih.
Original-Erzählung von Carl Cassau.
1° ------ (Nachdruck verboten.)
„Das wird bald geschehen."
„Du sprichst so geheimnißvoll. Was hast Du vor?"
„Nichts, nichts! Ich sehe aber Deinen Vater kommen und gehe. Adele, vertraust Du mir auch?"
„Kann ich?"
„Beim ewigen Gott !"
Sie warf ihm Kußhändchen zu, ein Sprung Über den Graben und er war fort.
Es mochte wohl acht Tage später fein, als die Familie Treustein beim Abendbrot) saß, da stürzte Plötzlich in einen Mantel gehüllt Hannibal de Nymhemt herein und schrie:
„Versteckt mich, Magister, sonst bin ich verloren!"
„Was gibt’s denn, Herr Baron?' fragte der Alte und zog fein Käppchen, während Frau Karolina ihn wortlos anstarrte und Adele erröthete.
„Nachher, nachher; ich bin des Todes, wenn Ihr mich nicht verbergt, die Häscher sind mir auf den Fersen!"
Der Alte überlegte.
„Nun gut, ich will Sie retten, schon um Ihres Oheims willen; versprechen Sie mir aber, die Wahrheit zu sagen, Herr Baron!"
„Die sage ich Euch, Herr Magister. Ich bin in den Dörnberg'schen Erhebungsversuch verwickelt, habe die Gelder des Oheims Dörnberg ausgezahlt und das muß ein Geheimpolizist her- ausgebracht haben. Ich erhielt heute eine War-1
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