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27. Jahrgang.
Jutöa, Mittwoch, den 31. Oktober 1900.
HL 251
können!
Gottesdienstordnung in Fulda.
gtdlawee- und Anzeigenthett
teils
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Hervorragend wohlthuend bei Magenleiden.
perantwartlich: ASi He Xetattiee 3»f. Baum, für Jnferate 3. Parzelle, ix Fulda.
heit eingeführt. „ _,, 1
Der Gedanke, einen Tag dem Gedächtnisse der Deelen der Abgestorbenen zu widmen, wurzelt I so tief im Chriftenherzen, daß auch die Neuerer wie Luther und Zwingli und andere chm huldigen mußten: ihren Todtentag haben die Protestanten an die Stelle bes alten GedächtnißtageS aller Seelen gesetzt; und in sehr vielen protestantischen Gegenden Hai sich auch der hübsche Brauch erhalten, die Gräber der Lieben, die uns m die Ewigkeit vorangingen, in schöner sinniger Weise auszuschmücken. I
Auch das Gebet für die Verstorbenen ist nicht nur in dec alten Mutterkirche vorhanden. In so manchen der abgefallenen Chrtstensekien hat es sich stets erhalten. Bei den Pcotestanien aber, auch bei den deutschen Protestanten, hat gerade in der jüngsten Zeil der schöne. Gedanke, den Verstorbenen ein Gebet zu widmen, neue Lebenskraft erhalten. Der Gedanke ist mächtiger, als die kalte Lehre Luther's und Calvins. Er entspringt aus dem innersten Triebe des Mrnschenherzer.s, und das ist kein kleiner Beweis für feine ewige Wahrheit. Der Gedanke fetzt voraus, daß unser Gebet für die Seelen der Abgestorbenen für diese von Nutzen sei; und das kann nur dann geschehen, wenn die Seelen noch nicht eingegangen sind w die Freuden der himmlischen Ewigkeit, sondern | in einem Zwischenzustande sich befinden, in einem Läulerungsprozesie, durch den sie würdig gemacht und vorbereitet werden sollen sür die Ausnahme in das Himmelreich. Denn nichts Unreines kann in den Himmel eingehen.
Der Gedanke ist sogar alter als die christliche Kirche selbst. Die Juden brachten Sühn- opfer dar sür die Verstorbenen, Opfer mit dem ausgesprochenen Zwecke, die Verstorbenen von ihren Sünden zu befreien. Und in neuerer Zeit sind die Fälle nicht selten, daß Protestanten zur Kirche zurückkehren, weil sie sich gezwungen dazu fühlten durch die überzeugende Lehre von dem Vorhandensein eines Reinigungsortes oder Reinigungszustandes für die Seelen der Abgestorbenen, und abgestoßen von dem unangenehmen und unwahrscheinlichen Gedanken, daß eS nach dem irdischen Tode nur die eine Auswahl zwischen Simmel und ewiger Verdammniß geben sollte. Die katholische Lehre steht damit wie überall, auf dem Boden der überzeugenden Gedankenklarheit. Und wo der Herzenstrieb des Menschen und die ruhig und scharf abwägende Arbeit der Gedanken zu einem und demselben Ergebnisse gelangen, da müssen wir ohne Zwetsel die Wahr-
Innig ferner hängen die beiderlei Gedanken mit einander zusammen, die den Tagen Allerheiligen und Allerseelen zu Grunde gelegt sind: mahnt unS daS Fest aller Heiligen, diesen nachzueifern und nachzustreben, wie es nur immer in unseren Kräften steht, in GotteSliebe und gutem Thun, und fühlen wir uns schwach und bedrückt durch den Ungeheuern Abstand, der uns Kinder der Neuzeit mit allen unfern Fehlern und Verirrungen trennt von den Vorbildern der Heiligen, so bringt unS der Gedächtnißtag aller Seelen den Trost, daß mit dem irdischen Absterben unser Geschick noch nicht für ewig entschieden ist. Gottes Güte waltet über uns auch nach dem irdischen Tode; noch mehr, uns selbst ist die Möglichkeit geboten, sür die Seelen unserer Lieben ein Sühnopfer darzubringen durch Herz-
Kann es eine j-,------ —
herrlicheres Liebes werk geben für den Christen als das, am Tage aller Seelen und stets deren zu gedenken, die vor ihm abberuseu wurden in die Ewigkeit?
Am Tage aller Seelen wird uns stets von neuem die Ueberzeugung der Wahrheit, daß der irdische Tod Lebende und Verstorbene niemals gänzlich scheidet, ein- lieber Trost in bitterer Trennung von diesem kleinen Leben zu der unermeßlichen, unbegreiflichen Ewigkeit. Die lieben Heiligen alle möchten uns ihren Beistand leihen, damit wir einst guten Muthes und zuversichtlichen H-rzens diese Trennungsstunde bestehen
für immer!"
Um des Professors Mund zuckte es schmerz- Itti, über seine Wangen perlte eine heiße Thräne. Er versank in stille wehmuthsvoüe Träumerei Vor seinem Geiste tauchten all die Bilder längst vergangener Tage auf.
Mit welcher Scheu hatte er damals als Student, der um seines Unterhaltes willen gezwungen war, dem Sohne eines reichen Fabrikanten Privatstunde zu ertheilen, zu dessen holdseligem Töchter- lein ausgeschaut, wenn es kam und sich nach den Fortschritten des Bruders erkundigte. Wie glücklich machte ihn ihr Lob. Und dann! Mit welchem I Eifer hatte er seinen Studien obgelegen, bis er sein Doktorexamen gemacht. Wie schön war es doch, als ihn der Fabrikant in eine Abendgesellschaft eingeladen, bei welcher die Tochter des Hauses sich ihm ausschließlich widmete und für die Schmeicheleien der übrigen Herren kein Ohr hatte. Nein, nie wird er jenen Augenblick vergessen, da er ihr seine Liebe gestand und Anme erröthend ihren Kopf an seinem Busen barg.
Es bedurste noch eines harten Kampfes, bis der reiche Fabrikant fein Jawort gab. Aber er hatte die Bedingung gestellt: „Sorge« Sie, junger Mann, daß Sie eine gesicherte Existenz erringen, dann erst kann von einer Heirath die Rede sein Bis dahin müßt ihr Beide mit dem Brautstande
den Friedhof zu besuchen."
„Hm. So mögen sie denn gehen, aber sorge dafür, daß sie nicht zu lange ausbleiben."
Und damit beugte sich der Profesior Paul Werner wieder über feine Arbeit, während seine Schwester geräuschlos das Zimmer verließ. Still war es nun in dem traulichen Raume, nur die leise über das Papier kritzelnde Feder in der Hand des Professors macht« sich bemerklich. Da schallten Kindertritte draußen auf dem Korridor. Der eifrig beschäftigte Mann hielt inne.
„Adieu Stina!" tönten zwei helle Stimmen.
„Adieu Kinderchen I" klang es aus der Küche, l wo das HauSmädchrn, eine ältere, treue Dienerin, die mit den Kmdern aus recht freundschaftlichem
zum Gottesacker.
$ Es war am All-rseelentag! Dichte Nebel lagerten über der Erde, als er hinter ihrem Sarge | herschritt bis hinauf zum Friedhof am Waldes- j säume. Da senkte man sie hinein tn die Grube, fein heißgeliebtes Werb, und dumps dröhnend fielen die Erdmaffen auf den Sarg, der sein Glück, sein Alles barg.
Lange hatte er in wort- und thränenlosem Schmerz an ihrem Grab gestanden, dann aber brach es über ihn herein mit herber Bitterkeit und endlosem Weh. WaS hatte er gethan, daß Gott ihn so heimsuchte? Hatte er nicht immer inbrünstig gebetet: „Herr, Herr, erhalte mir mein Glück!" Und nun war es ihm vernichtet, grau- sam vernichret. Beten! Nein! Was nutzte es denn. Fluchen wollte er dem Schicksal, das ihn
„Hinaus aus den vier Wänden, hinaus aus allem, was mich an sie erinnert, fort, damit ick draußen meiner Gedanken ledig werde." Der Professor griff zu Hat und Stock und verließ rasch seine Wohnung.
iU' Von neuem warf er sich aufs Studium. Da endlich nach JahreSftist trug man ihm eine Professur an der Universität in G. an. Nun führte er fein treues Weib heim und es begann für ihn eine Zeit deS reinsten, ungetrübten Glückes, das seinen Höhepunkt erreichte, als nach Jahresfrist
wird Zeit!"
„Ja, gleich, Tante!" war die Antwort.
Und bann! Das Herz drohte dem lauschen- den Manne zu zerspringen, dann kniete» die Kinde« nieder und weinten laut.
„Adieu liebe Mama!" so schluchzte Elie.
„Karl auch Mama lieb hat, Karl für Mama beten und Papa auch lieb, auch für Papa beten", so stammelte der kleine Junge.
Da hielt es den in seinem innersten Herzen erbebenden Vater nicht mehr länger in seinem Versteck; er eilte auf die Kinder zu und preßte die Erschreckten an fein Herz.
„Kinder, meine lieben, süßen Kinder!" rang । es sich aus seiner Brust. Er faßte den kleinen Karl, der ob dieser stürmischen Liebkosung verwundert zu ihm aufblickte und küßte ihn wieder und wieder. Ihr sollt nun mein ganzes Glück fein — meine Siebe, mein Herz gehöret Euch!"
Leise legte sich die Hand seiner Schwester auf seine Schulter.
„Paul, weißt Du nun, wo Dein Glück ist?"
,.ga ich weiß es, Kirchen. Hier in meinen beiden Kindern!" Wieder preßte er die Kleinen an sich und dann knieten sie alle nieder zu tiefem inbrünstigen Gebet.
Frieden zog ein in des schwergeprüften Mannes Herz und es war ihm. als schwebe über dem (Ätabe die lichtumstrahlte Gestalt seines geliebten Weibes, das segnend seine Hände über ihn und die Seinen ausdreitete
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Tanne stehen. Dir Kinder standen lautlos am Grabe, auf dem ein prächtiger Kranz blühender Blumen lag.
„Kommt Kinder, wir mfiffen nach Hause gehen", so hörte er feine Schwester sagen, „es
Fuße stand, beschäftigt war. ,
Der lauschende Profeffor lehnte sich tn fernen Sessel zurück.
„Die Kinder gehen zum Friedhof', murmelte er und stützte den Kopf in seine Hand. „Allerseelen ist heute, ja Allerseelen." Schwer seufzte der Professor auf und erhob seinen Blick empor zu der Stelle, an der über seinem Schreibtische eine große Photographie hing. Dieselbe zeigte das Brustbild einer Dame mit edel geschnittenen Gifichtszügen und großen ausdrucksvollen Lugen.
„Annie, mein liebes Weib, ach, daß Du von mir gehen mußtest! Was habe ich verschuldet, daß mir mein Glück geraubt mürbe?“ so rang es sich auS bis Mannes Brust.
Er ließ müde den Kopf sinken. „Allerseelen! Ja am Allerseelentage war es, als sie Dich hm- roeggeriffen von meiner Seite, nachdem Du drei Tage vorher den letzten Athemzug gethan und mich zum letzten Male liebevoll angesehen hattest, um dann die Augen zu schließen sür immer
Allerseelen.
Von E. Steinhäuser.
------ (Nachdruck verboten.)
„Die Kinder wollen mit mir zum Friedhof gehen, um die Prozession zu sehen. Sollen sie vorher noch einmal in Dein Zimmer kommen.
„Nein, ich will ungestört sein; ich habe viele Arbeit. — Apropos, wo wollen die Kinder hin?"
„Zum Friedhof!"
„Ach was, daS ist doch kein Aufenthalt für die Kinder, am allerwenigsten bei diesem unfreundlichen rauben Wetter. Sie sollen sich in der inneren Stadt ein wenig ergeben."
„Aber, laß sie doch. Heute ist ja Allerseelen und nichts wird sie abhalten, mit der Prozession
911 Uhr Hochamt mit Diakonium und Edorgesang, 2 Ihr Feftprediat und Rosenkranz, 71;, Ubt Predigt und Andacht für die Verstorbenen. Pfarrkirche ?um hl. Geiste. 8 Uhr Hochamt mit Predigt, 4 Uhr Andacht Mit Segen. — aar- SodaMiit. Am Feste Allerheiligen. Morgens */’7 Uhr General-Kommunion, (im Dom päpstl'cher Segen mit vollk. Ablaß). - berg. 5, ‘/a7 und 8 Uhr (mit Rosenkranz-Andacht), 9 Uhr feierliches Amt, 2 Uhr Predigt und Andacht mit Umgang für die Anionius-Bruderscdaft.
Freitag, 2 Nov. («Ueifeelen). Dem. 7f« Uhr PfarrgotteSdrenst, 8 Uhr Todtenmette, feier!. Requiem mit Absolution an der Tumba, 1,8 Uhr Abends Schluß der Rosenkranzandacht mit De Teum — Pfarrkirche
I 5' s, 6 und 7 Uhr hl. Messen, 8 Uhr Seelenamt für die Verstorbenen der Stadtpfarrei, Abends 8 Uhr Schluß der Rosenkranzandacht. — Michael»kirchr. 7 Uhr Seelenamt mit Kommunionaustherlung für die Verstorbenen der beiden Bruderschaften, */i5 Uhr Predigt und A men- seelen-Andacht letztere an jedem Welktag der Oktav um *,i5 Uhr, nur am Sonntag um 2 Uhr. — Pfarrkirche rum hl. Geiste. (Vollkommener Ablaß.! 7 Uhr Seelenamt, 4-/» Uhr Schluß der Rosenkranzfeier mit Segen. _ Frauenberg. * .8 Uhr Todtenoistzmm, '/-9 Uhr seierl. Requiem, nach demselben Prozession zum Besuche der Klostergruft, '/'S Uhr Schluß der Rosenkranzandacht. (Die Andacht zum göttlichen Herzen Jesu wird auf den nächsten Sonntag verlegt).__
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® Allerheiligen und Allerseelen.
Ein uraltes Fest ist das Fest aller Heiligen @°S alten Rom stand ein Tempel, der allen Götter» gewidmet war, das Pantheon. Kaiser Phokas machte den Tempel im Jahre 610 Dem Papste Bonifatius IV. zum Geschenke, und dieser weihte den Tempel zu Ehren ber hl. Jungfrau unb aller Märtyrer ein unb ordnete gleichzeitig an, bas Fest zu Ehren aller Heiligen alljährlich in Rom zu begehen. Im Jahre 840 wurde bann bas Fest vorn Papste Gregor IV. auf bte ganze Kirche ausgedehnt und auf ben ersten November verlegt.
Die Anfänge bes Gebächtnrßtages aller Seelen lassen sich nicht so genau bestimmen. Aber jedenfalls reichen sie noch weiter in das christliche | Alterthum zurück, als jene anderen des Festes aller Heiligen. Schon aus den allerersten Jahrhunderten ber christlichen Zeit berichtet Tertulllan, baß die Christen ein jährliches Gebächtmß aller Verstorbenen gehalten haben. Die Wahl bes zweiten Novembers für biefen Gedacktmß- taa traf zuerst im Jahre 998 ber hl. Odilo, Abt ber Benediktiner in Clugny, für alle Klöster seines Ordens; und fcater wurde dieser Brauch von Papst Johannes XVI. für die ganze Christen-
versolgte. ...
Seit diesem Allerseelentatze batte er auch nicht mehr gebetet, er konnte nicht beten, für wos sollte er dem Herrn bauten, der ihm fein Glück genommen! Beten für sich, nein, mochte aus ihm werden, was da wollte! Unb beten sür feine Kmder! Beten etwa sü- den Sohn, bissen Leben den Tod feme5 Glückes bedeutete? N,e und nimmer! Er liebte feinen Sohn nicht, unb roo ihm das Kind vor die Augen kam, da stieß er es kalt von sich. Seine Schwester Klara, die seit dem Tode seines Weibes die Mutterstelle bet ben Kindern vertrat, schalt ihn ost herzlos unb falt. Doch wie konnte sie seinen Schmerz er- meffen. Konnte sie beim sühlen, was er für jenes Knaben Leben bahingegeben. Sieben sollte er ben Jungen? Nein, er wollte ihm Kleidung und Nahrung geben, aber lieben — lieben konnte er ihn nicht, dulden wollte er ihn nur. S,MV.F,.
Der tiefgebeugte Mann stöhnte laut auf g und 7 Um hl Messen, 8 Uhr Amt und Predigt, Lange, lange saß er da, zerwühlt von den > »> Onraefana. 2 ibr
schmerzlichsten Gedanken. Da endlich sprang
Wie kam er hierher? Er wollte doch nicht an den Ort, wo er sein Glück, seinen Frohsinn, den Traum seiner Jugend begraben. War es die geheimnißoolle Macht der Liebe, die ihn zu dieser , Stätte hinzog? Wieder vernahm er Choralklange. Ja, jetzt fiel es ihm auch wieder ein, heute war ja Allerseelen, der T-g, an dem die frommen Beter in feierlicher Prozession hinauszogen zum Friedhof, um zu beten für das Heil der abgeschiedenen Seelen, um noch einmal die Graber ihrer Lieben zu schmücken zum Abschied für bte I lange Winterszeit, die den weiten Gottesacker in eine weiße Schneedecke hüllte.
Mochte es denn fern! Da ihn ber Zufall hierher geführt, so wollte er auch noch einmal die Stätte besuchen, an der sein Seelenfrieden ruhte, um dann heimzuwandern unb sich nur strenger Arbeit hinzugeben. ,
Der Professor schritt nun burch em Seiten- thor auf den Friedhof, den eben die Prozesion mit den umflorten Fahnen wieder verließ. Stille, tiefe Stille lagerte ringsumher, nur hm und wieder vernahm der ernste Mann das letfe | Schluchzen eines leiderfüllten Beters.
Dort unter ben Bäumen war auch das Grav feiner Annie. Doch was sah er! Auch dort brannten zwei Kerzen unb habet ^en seine Kinber unb feine Schwester. Leise schlich er fid) näher unb blieb, einige Schritte von der Grav- I stätie entfernt, hinter einer am Wege gepflanzten
Inserat»: Die ein- spalt. Garmond- zeile oder deren Rauml5Pfa.,Re- klamen die Petitzeile 26 Pfg.; bei Wiederholungen wird entsprechend. Rabatt gewährt.
Donnerstag, 1. Nov. (Allerheiligen.) Dom. 51/., 6 and 7 Uhr hl Messen, 8 U' r Pfarramt mit Predigt, 9*/« Uhr BisckM. Hochamt und päpstlicher Segen mit vollkommnem Ablaß (wegen deS Jubi- läumSjahres nur den Verstorbenen zuwendbarf, >2 Uhr hl. Messe, l'li Uhr Andacht, 3 Uhr Btschöfl Vesper. - Kwdtpfarrkirche. 61« Uhr hl. Messe und Predigt, ö < om.n__o litt«. unb SI>rpATnt
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Es war wieder ein echter Herbsttag. Graue Wolken verhüllten den H-mmel und obschon es noch nicht spät am Nachmittage war, senkten sich doch schon die Nebel hernieder. In den Straßen der Universiläisstadt war es stille, der Profeffor wollte aber keinem Menschen begegnen unb eilte, dem Weichbilde der Stadt zu entfliehen. Wohin er wollte, wußte er selbst nicht. So schritt er durch den Stadtpark; fort, nur immer fort, den quälenden Gedanken zu entrinnen. Stille, tiefe Stille lagerte ringsumher unb leise nur raschelten die welken Blätter unter seinen Füßen.
Da — was war das? Lauschend blieb er stehen. Mufikklänge schallten zu ihm herüber, feierlich ernste Akkorde. Wo war er denn? Er blickte um sich. Wohin hotte er seine Schritte gelenkt?
Er stand vor der hohen Mauer, die den Friedhof umgab, aber nicht am Haupteingaage, sondern an der einen Längsseite, die an den Park
liches Gebet in treuer Aufrichtigkeit des Glaubens. I ber Himmel ihnen ein Töchterlein, bie Else, be- schönere Ausgabe, kann es em scheerte, ganz ber Mutter Ebenbild.
icyonere «uiauuc, _ | s$eiter rollte das Rad ber Zelt, da würbe
ihnen ein kleiner Stammhalter geboren. Es war vor süns Jahren, am 28. Oktober. Hohe Freude erfüllte ber Eltern Herz. Da aber tarn ber herbe Schicksalsschlag. Die junge Mutter erkrankte unb schon nach brei Tagen trug man sie hinaus