27. Jahrgang.
Jutta, Mittwoch, dm 31. Oktober 1900.
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tnt »ad Verlag der Aaldaer Lettmdrnterod peleroga-e Ut. * <Dar«»»te).
solche Verordnung nicht erlassen haben; und möglicherweise mag dies ein Grund mit gewesen sein dafür, daß die Minister-Kollegen dem General Gallifet sein Amt auf alle mögliche Weise verleideten. Herr Andre ist ein in der Wolle gefärbter Radikaler; und dieser mußte nun die Absichten des Herrn Waldeck«Rousseau ausführen.
Die Verordnung ist schon deswegen höchst ungerecht, weil sie plötzlich erlassen wird und alle diejenigen jungen Leute vollkommen überrascht, die jetzt solche Anstalten besuchen, welche nicht in staatlicher Verwaltung stehen. Wie konnten diese den Erlaß einer solchen Verordnung vorausahnen? Außerdem aber ist sie auch deswegen eine Ungerechtigkeit sondergleichen, weil bisher noch niemand in Frankreich etwas dagegen eingewendet hat, daß geistliche Orden Gymnasien leiten. Wenn man dieses letztere als selbstverständlich gestattet, dann muß man diesen Gymnasien und ihren Zöglingen auch unbedingt oieselben Rechte einräumen wie den SLaatsanstalteu.
Natürlich wird das alles nun nicht so klanglos vorübergehen. In beiden Häusern des französischen Parlaments, im Senat und in der Deputirtenkammer werden alsbald nach der Eröffnung Interpellationen darüber eingebracht! werden, im Senat von dem Senator Fresneau, in der Deputirtenkammer von dem Abgeordneten de Mun, deffen glänzende Beredtsamkeit ihres Gleichen sucht. Und man nimmt allgemein an, daß nicht allein die ausgesprochen katholischen Senatoren und Abgeordneten hinter diesen Interpellationen stehen werden. Die von geistlichen Orden geleiteten Schulen sind in Frankreich noch immer eine sehr volksthümliche Einrichtung, die durchaus nicht nur von ganz ausgesprochen katholischen Familien benützt wird. Man hat darum anzunehmen, daß auch von den gemäßigten Republikanern viele mit der monarchistischen und nationalistischen Opposition gegen die Verordnung des Generals Andre und nachher auch gegen die Gesetzentwürse auftreten und stimn en werden, mit denen man den vernichtenden Schlag gegen die religiösen Genoffen- schaften sühren will.
weitere Spanne Zeit in das Dunkel der Vergessenheit. Vielleicht sollte die Verordnung des Kriegsministers ein vorläufiger Versuch sein, nach deffen Ausfall Herr Waldeck - Rouffeau keine weiteren Maßnahmen einrichten will. Auf jeden Fall zeigt er fich von neuem in dem Lichte eines ausgesprochenen Kulturkämpfers, der von jedem wahren Katholiken bekämpft werden muß.
dem Reichstage und namentlich dem neuen Kanzler von neuem Gelegenheit ge» | geben werde, Stellung zu derFrage zu nehmen. Zu diesem Zwecke wird die erneute Einbringung des Antrages auf Beseitigung des Ausnahmegesetzes gegen den Jesuitenorden im Reichstage eine unumgängliche Forderung sein.
* Zur 12000 Mark-Oefchichte erhält das ,Wests. VolkSbl.' von angeblich gut unterrichteter Seite solgende Darstellung: „Es handelt fich um eine private, nicht um eine amtliche Angelegenheit, die aber, was gleich bemerkt werden soll, nicht hätte vorkommen dürfen. Ein Berliner orthodoxer Blätterverlag, der sich zur Zeit des „Zuchthausgesetzes" große Mühe gab, durch ein ostentatives Eintreten sür dasselbe fich an höchster Stelle beliebt zu machen, wandte fich
Wege« des feiertags Allerheiligen Wird die nächste Nummer unseres Blattes «rst am Freitag ausgegeben.
Haier solchen Umständen ist es gar nicht ausgeschloffen, daß das Kabtnet des Herrn Waldeck- Rouffeau über die geistlichen Orden stolpert und zu Falle kommt. Oder aber Herr Waldeck- Rouffeau bestnr t sich noch zu rechter Zeit und
itPtrantiwrtÜ»: Sür die Ledaktl»» 3#f. See«, für Inserate I. Parzelle» in Suita.
vor; indessen gilt es als sicher, daß die genannten beiden Regierungen die beiden ersten Punkte des Abkommens unverändert gutheißen und ebenfalls annehmen. Diese beiden Punkte behandeln die Handelsfreiheit in China und enthalten die Be- dingung, daß China in seiner Gebietsgröße un- geschmälett bleibe. Wenn diese ersten beiden Punkte von allen Kabinetten angenommen werden — Frankreich fehlt bekanntlich noch! — dann würde der dritte Punkt seine Bedeutung verlieren. In diesem ist bekannüich davon die Rede, daß Deutschland und England sich besondere Maßnahmen für den Fall vorbehalten, daß andere Mächte gegen die Bestimmungen der ersten beiden Punkte verstoßen. Der Fall wird unmöglich, wenn alle Mächte die ersten beiden Punkte rückhaltslos annehuien.
X Kin „nölt me tangere“, — ein Blümchen „Rührmichnichtan" — soll nach den .Berliner Neuesten Nachrichten' für den Reichskanzler Grafen Bülow das Jesuitengesetz und feine Aufhebung sein. Die Behauptung überrascht nicht weiter nach den Mitthetlungen verschiedener Blätter während der vorausgegangenen letzten Tage. Leider aber wird von neuem die Person des Kaisers dabei in die Debatte hineingezogen und behauptet, die Zustimmung des Kaisers und Königs zu der ganzen oder theil- weisen Aufhebung des Jesuitengesetzes gelte „ein sür alle Mal ausgeschlossen"'. Wie kommt der Osfiziosus dazu, über die Anschauungen des Kaisers sür alle Zeit im Voraus zu bestimmen? Die Haltung des Fürsten Hohenlohe zu der Frage scheint, wie so manches Andere während der letzten Zeit, nicht recht klar ausgeprägt gewesen zu sein; wenigstens wird von verschiedenen Setten mit gleicher Bestimmtheit gleichzeitig behauptet, der Fürst Hohenlohe sei für und er sei gegen die Aufhebung des Je- suiteugesetzes gewesen. Kulturkämpferische Blätter behaupten mit großer Leidenschaftlichkeit, der vorige Kanzler würde niemals für die Aufhebung zu haben gewesen sein; mehrere andere Organe treten ebenso entschieden sür das Gegentheil ein. Man könnte fast glauben, der Fürst habe absichtlich über seine Anschauungen darüber keinen klaren Wein eingeschenkt. Mag er nun Freund . oder Gegner der Aufhebung gewesen sein, so , bleibt die eine Nothwendigkeit bestehen, daß
Deutsches W^ch»
Berlin, den 30. Oktober.
in Washington und Petersburg gebilligt. Der I durch seinen Vertreter einen evangelischen Theo- Wortlaut der Antworten liegt freilich noch nicht''------Ä----
D Staat und Kirche in Frankreich.
„Das Ziel einer republikanischen Politik muß lein, der Demokratie vernünftige Einrichtungen zu geben, die sich dem Ideal der Revolution möglichst nähern" — mit solchen und ähnlichen Redensarten hat Herr Waideck-Rousseau, der fran- zöstsche Ministerpräsident, seine Zuhörer in Toulouse überschüttet. Die Zuhörer haben über diese Programmrede durch reichen Beifall quittirt: „Er lebe Waldeck-Rousieau! Es lebe die Republik!" Man ist in Frankreich groß in der Veranstaltung solcher politischen Theater; aber meistens kommt alles später ganz anders, als es vorher in einem solchen Theater dargestellt worden war.
Die Republik ist nach der vorgeblichen Ansicht des Ministerpräsidenten von Gefahren bedroht. | Die Republik soll gefährdet sein durch die religiösen Genoffenschasten! Man weiß nicht recht, ob man richtig gehört oder gelesen hat, wenn man derlei vernimmt. Ein schüchternes Dasein führen die kirchlichen Ordensgesellschaften, ein Leben, das der stillen Arbeit der Erziehung, der Krankenpflege und der Seelsorge gewidmet ist; und dadurch soll die Republik Frankreich bedroht sein. „Alle Autorität wollen sie an sich reißen, diese Genoffenschasten" — ruft Herr Waldeck-Rouffeau aus. „Unter der Marke einer religiösen Einrichtung wollen sie in den Staat eine politische Körperschaft einführen, die bezweckt, völlige Unabhängigkeit zu erlangen usw. usw." Und um das Maß der politischen Heuchelei voll zu machen, greift der Herr Ministerpräsident zu dem alten Schwindel zurück, daß er sich mit seinen Behauptungen über die religiösen Genoffenschasten in Uebereinstimmung befinde mit
Frau Karolina Treustem sah sogleich, daß etwas vorgefallen sein müffe und suchte das Ge- heimniß dem Gatten zu entreißen, aber er sagte:
„Später, liebe Alte, später."
Dann stopfte er sich eine Pfeife und sah Oswald zu, wie er eine Liedmelodi« in den vier- stimmigen Satz brachte, denn Oswald wollte gleich dem Vater ein Schullehrer werden.
„Hier, mein Junge," deutete er auf eine fehlerhaste Stelle, „find Quinten, dott Oktaven, das muÄ Du ändern."
Er sprach mit stoischer Ruhe und keine Spur von Aufregung war ihm anzumerken. Adele saß während dieser Zett bei ihrer Mutter, nahe der Lampe und nähte Weißzeug. Siegfried schrieb eifrigst an Akten des Dr. Bornheim.
Eben trat Lenore auch ein.
ihn, er kommt auf diese Weise am schnellsten zur Ruhe."
Adrien de Lebrun rüstete eben alles zum Abzüge, empfing aber den Vater Lenorens mit Freundlichkeit.
„Ich habe mit Ihnen zu reden, Kapitän," sagte er auf Französisch, obwohl er sich sonst deS Deutschen gegen ihn bediente.
Der Kapitän sah ihn groß an. Nehmen Sie Platz, mein theurer Hauswirth", sprach er in gebrochenem Deutsch.
Der Alte schüttelte den Kopf. „Sie haben die Gastfreundschaft schön belohnt."
„Ich, wie meinen Sie da8?"
„Sie haben hinter meinem Rücken mit meiner Tochter eine Liebelei angefangen, die vielleicht nach französischem Windbeutelgeschmack ist, aber nicht nach deutschem Sinne. Sie werden meine Tochter nicht wiedersehen."
„Aber, mein Gott, ich liebe sie von ganzem Herzen, von ganzer Seele liebe ich sie; ich bin reich, ich bitte Sie um ihre Hand!"
„Sie find Franzose, mein Herr, ich bin ein Deutscher. Nun wissen Sie meine Meinung! AlS Mann von Ehre werden Sie fich darnach richten, oder bei Gott — er hob die Hand drohend auf — Valentin Treustein thut, was nimmer gut!" —
Jetzt hatte der Kapitän seine Ruhe wiedergewonnen: „Wie Sie wünschen, mein Herr. Gut, ich gehe, aber lasten Sie mich wenigstens Adieu sagen."
Er legte die Hand militärisch grüßend an den breiten Hut mit der dreifarbigen Kokarde, hob den Säbel und schritt Hin Hin die Treppe | hinab. —
Treustein bedeckte einen Augenblick die Augen mit der Hand, dann kam er zu den Seinigen hinab und setzte sich hochaufathmend ins Sopha. Leonore ging leise weinend in ihre Kammer, alle Anderen setzten stumm ihre Arbett fort. Plötzlich nahm Siegfried das Gespräch wieder auf:
„Du kannst doch nicht leugnen, Papa, daß der Napoleon ein gewaltig großer Geist ist?"
„Wer leugnete?" Weißt Du, Sohn, wie sie ihn nennen in der großen Welt? — Gottesgeißel, den zweiten Alttla, den Gott als Geißel in die Welt geschickt."
„Immerhin ist er ein Genie."
«Ja, ein Abschlachtungsgenie." .
„O Papa, sei gerecht! Er hat auch viel Gutes gethan, in Frankreich die Ordnung wiederhergestellt."
„Im eigenen Jntereffe."
„Verrottete Institutionen abgeschafft und den Menschenrechten wieder ihren Platz an- gewiesen." ..
„Um sie demnächst in die Rumpelkammer zu stellen."
„Du bist parteiisch, Vater."
„Und Du stehst auch verehrend aus "den großen Kometen der Zett. Weißt Du, daß Dich das als Deutscher schlecht kleidet?"
„Mag sein! Aber sollen wir das Gute nur an uns selbst bewundern?^
„Wir wollen nicht streiten! Ich bleibe gut deutsch und dasjenige meiner Kruder, welche» fich dem Welschen zuneigt — er lhat einen tiefen Athemzug — thue ich von mir! Aergett Dich Dein Auge, fo reiß es aus und wirs e» I von Dir! Gute Nacht!"
'Erscheint täglich, gt. Ausnahme der Sonn-und Feier- tage.Bierteljährl.
-»rug.prei» ohneBringerlohn und Bestellgeld in Kulda und aus- ^artSlM.50Pf.
den- Bischöfen! . t M ,
Den geistlichen Orden soll, das ist des Pudels Kern, die Lehrthätigkeit im Mittelschulfache über- Haupt entzogen werden, und außerdem soll wohl auch das Bestehen religiöser Ordens - Genoffen- schasten selbst von ganz bestimmten EinschränkunaS- ____„_____. , ,
Bedingungen abhängig gemacht werden. Das be- begräbt seine Gesetzentwürfe von neuem für eine zeichnete Herr Waldeck-Rouffeau schon bei ' - ~
feinem Amtsantritte als eines seiner Ziele; und jetzt scheint ihm die Zeit gekommen zu sein, die Abficht in die That umzusetzen. Eine Vorbereitung dazu ist eine Verordnung des KriegSmini- fiers Andre. Danach sollen von jetzt an Stipendien für die polytechnische Schule und sür die Offizierschule Saint-Cyr nur noch solchen Bewerbern verliehen werden, die von einer staatlichen Lehranstalt Herkommen. Hat ein junger Mann seine Vorbildung in einer von Ordensgeistlichen geleiteten Anstalt genoffen, soll er von nun an grundsätzlich von solchen Stipendien auSgeschloffen bleiben — und das nennt sich republikanische Gerechtigkeit! Wahrscheinlich würde der Vorgänger Andrv's, General Marquis Gallifet, eine
logen, an Herrn v. Woedtke und fragte diesen, ob nicht etwa für eine solche Preßagitatton (Beilagen zu KreisblSttern) eine finanzielle Unterstützung zu erlangen sei. Herr v. Woedtke erklärte als Privatmann, er könne nicht annehmen, daß für solche Zwecke Gelder aus Reichsmitteln flüssig zu machen seien, aber vielleicht laffe fich auf andere Weise die Summe beschaffen. Der betreffende Prediger beries fich auf eine hochstehende Dame, welche diese Preßthätigkeit an- geblich sehr wünsche und empfehle. Vielleicht hat sich Herr v. Woedtke dadurch bewogen gefühlt, bei dem Verbände der Großindustrielle« wegen der Summe anzufragen. Eine amtliche Thätigkeit des Reichsamts des Innern ist in der Sache nicht erfolgt, und Graf v. Posadowsky dürfte überhaupt von der ganzen Affaire erst erfahren haben, als das Leipziger sozialdemokratische Blatt den Bueckschen Brief veröffentlichte." — Der nicht mit Namen genannte Prediger dürste Herr Hülle in Berlin fein. Wir haben f. Z., als die Flugblätter auch einzelnen heffischen Kreisblättern beilagen, auf diese sonderbare Methode der Propaganda ausmerksam gemacht. Hoffentlich wird sich ein solcher Mißgriff nicht wiederholen, aber jetzt polttisches Kapital daraus zu schlagen, ist nicht am Platze — und am wenigsten gegen den Grafen Posadowsky.
• Herr MueL, der in den letzten Tagen viel- genannte Generalsekretär des Zentralverbande» Deutscher Industrieller, erläßt in der »Kölnische« Zeitung' solgende Erklärung:
Ich erkläre hiermit ausdrücklich, daß die Angelegenheit, auf welche sich die bekannten Angriffe der ,8etp$. Volkszeitung' beziehen, sich im August 1899 zugetragen hat, und daß alle anderen mit dieser Sache in Skt« bindnng gebrachten Behauptungen, insbesondere in Bezug auf einen angeblich ähnlichen Vorgang aus dem Jahre 1898 unwahr sind.
Die .Kölnische Zeitung' meint, diese Erklärung verderbe der Sozialdemokratie ihre vaterlandslose Schadenfteude über ein angeblich doppelspännige» deutsches Panama. Das glaubt die »Köln. Ztg.' doch wohl selber nicht.
* Der Mat für das Peichsschatzamt ist dem Bundesrath zugegangen. Für die Verwaltung und Unterhaltung des Kais er palaste» in Straßburg find 24000 Mk. ausgeworfen; als Beitrag zur Deckung der laufenden Ausgaben der Universität Straßburg 400000 Mk.
; Zu Prägekosten und sonstigen Ausgaben für die Unterhaltung des MünzumlaufS, sowie bte Prämien für die Entdeckung von Münzverbrechen sind 2155000 Mk. angescht. Im Extraordi- nariutn sind 100000 Mk. gefordert zur Emrich- tung einer elektrischen Beleuchtungsanlage im Kaiserpalast zu Straßburg. — Die lieber» Weisungen an die Bundesstaaten sind angesetzt auf 570 933 000 Mk., d. h. 55993000 Mk. mehr als für das Jahr 1900, und zwar au» dem Ertrage der Zölle und der Tabaksteuer 360995000 Mk , aus dem Ertrage der Reichsstempelabgaben 100170000 Mk., aus dem Ertrage der Verbrauchsabgabe sür Branntwein 109768000 Mk. — Nach der,Kreuzztg.' liegen bis jetzt dem Bundesrath folgende Spezial-
! Etats zum ReichshauShalts-Etat 1901 vor: Für das Reichs.Justizamt, für das Reich»
Sa» Lchulhms jn Nmhch.
Original-Erzählung von Carl Cassau.
4 ------ (Nachdruck verboten.)
„Hat er Dir di« glatte französische Philosophie eines Diderot und Konsorten auch schon beige- bracht? Er wird Dir das Gift tropfenweise ein» träufeln. Doch höre, das ist mein letztes Wort, entweder läffest Du ihn oder unS; Du hast die Wahl. Ich bin ein deutscher Schullehrer, ich muß ein gutes Beispiel geben und mit meinem Blute soll fich die welsche Art nicht paaren! Mtt dem Monsieur da oben werde ich schon ein !
„Wo kommst Du her?" ftagte der Magister, ^ort reden."
«id-r s-ine Gewohnheit heftigen ToneS redend. % „ N f „mache uns
.Ich, Vater?" ftagte Jene ahnungslos da- unglücklich."
9e®enV äs.,,« Aber in dem Allen kehrte sich jetzt die Hart-
Sie 'schwiea näckigkett der deutschen Art hervor.
% ?Ä?" d-r M- fori. .W-w »N-i». «*"-<** "”‘&nor‘
Du auch warum? - Ich will to Dir fagtn: WM0 “ 611 ®,me b“
weil Du Dich schämst! Bist Du ein deutsches I Damit stieg Vater Treustein bte Treppe
Mädchen, wenn Du Dich an einen Franzosen hinauf und klopfte denn Kapttan an.
wegwirfst und wenn dieser auch Adrien de Lebrun „Geh' ihm nach, Siegfried, bat -enote, „er heißt?" richtet sonst ein Unglück an.
„Vater!" schrie sie entsetzt auf. I Aber Frau Karolina verhinderte das : „Laßt
4^ Inserate: Die ein«'
.. M . - spalt. Garmond-
■ssQa geilt oder deren
rtllllin
wird entsprechend.
Rabatt gewährt.
X Das deutsch - eugkische Abkommen über Khitra ist allem Anscheine nach in seinen Hauptsachen nunmehr auch von den Regierungen
„Mann!" rief Frau Karolina.
„Ach was," entgegnete aber der Magister barfch, „Du bist die Mutter, Du hättest schärfer sehen sollen, ate ich alter Bücherwurm! Ewige Treue hat sie ihm geschworen und er ihr! Eine Natter haben wir an dem Busen geborgen, jetzt da sie durchwärmt ist, krümmt sie sich zum Biß. O, mir ist ganz recht geschehen."
„O Vater!" fiel hier Lenore ein, „Du ver- kennst ihn. Er ist edel und gut, wenn er auch ein Franzose ist. Du sagst ja selbst, daß der liebe Gott nicht auf die Landes färbe sieht, daß er allen Menschen Gott und Vater ist."